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		<title>RN-Wissen.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-04-11T21:56:45Z</updated>
		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Betriebssystem&amp;diff=11201</id>
		<title>Betriebssystem</title>
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				<updated>2007-04-11T20:34:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pascal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Allgemein==&lt;br /&gt;
Ein Betriebssystem ist ganz allgemein und ungefähr das, was zwischen User-Applikation und Hardware an Programmen und Funktionen abläuft. Das kann man dann noch noch in weitere Schichten teilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für uns an dieser Schichten-Teilung ist Folgendes: &lt;br /&gt;
* Jede Schicht bietet der direkt darüber Liegenden eine Reihe von Funktionalitäten, die von dieser über ein Interface (Schnittstelle) angesprochen werden können.&lt;br /&gt;
* Keine solche Schicht sollte übersprungen werden können („sollte“, weil in der Praxis das nicht immer eingehalten wird).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Core1.jpg]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Zweck ist schon klar: Das User-Programm soll sich keine Gedanken machen müssen, welche Schalter wo betätigt werden, um irgendeine Hardware-Aktion auszulösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Aufgaben:===&lt;br /&gt;
====Starten &amp;amp; Initialisieren (Boot)====&lt;br /&gt;
Beim PC kann man diesen Vorgang sehr schön beobachten. Wenn man zum Beispiel keine Festplatte drin hat, umfasst dieses &amp;quot;Booten&amp;quot; alles das, was der PC macht, bevor er schreibt &amp;quot;No System Disk&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Rechner-Initialisierung&lt;br /&gt;
* Peripherie-Startup&lt;br /&gt;
* Eigentliches Betriebs-System laden und starten&lt;br /&gt;
Das ist nun der oben erwähnte Moment, in dem sich entscheidet, ob irgendein Windows, Linux oder sonst was läuft.&lt;br /&gt;
====Applikationen Laden &amp;amp; Ausführen====&lt;br /&gt;
Im Grunde heißt das nicht mehr, als ein file in den Arbeitsspeicher zu laden und den Befehlszähler (Program Counter) auf den ersten Maschinenbefehl darin anzusetzen und ab da die CPU einfach werken zu lassen. &lt;br /&gt;
====Multi-User/Multi-Task====&lt;br /&gt;
Eigentlich alle gängigen Computer (und Betriebssysteme) tun aber so, als könnten sie viele solche Applikationen nebeneinander und völlig getrennt für verschiedene Benutzer gleichzeitig ausführen. Teils stimmt das ja auch, größtenteils aber ist es eine Täuschung, denn in Wirklichkeit läuft mal dieser, mal jener Task, aber der Wechsel geschieht so schnell, dass die Illusion der Gleichzeitigkeit entsteht. &lt;br /&gt;
=====Task/Prozess=====&lt;br /&gt;
Wir wollen die Sache mit den &amp;quot;Multi-Usern&amp;quot; in der Folge einfach mal vergessen. Da geht's hauptsächlich nur um &amp;quot;Berechtigungen&amp;quot; und &amp;quot;Privilegien&amp;quot;. Doch was ist nun ein Task (oder Prozess) ? &lt;br /&gt;
* Der Maschinencode&lt;br /&gt;
* Ein kompletter Satz Register&lt;br /&gt;
* Ein eigener Stack&lt;br /&gt;
=====Multi-Threading=====&lt;br /&gt;
So etwas kann man auch als &amp;quot;Thread&amp;quot; bezeichnen, und das Bild eines &amp;quot;Threads&amp;quot; in einem Roboternetz-Forum ist gar nicht so weit weg. Ich kann (normalerweise) immer nur einen lesen, ich kann aber hin- und herspringen. Und ich hab immer die gleichen Buttons, trotzdem geht's in jedem Thread um was ganz anderes. &lt;br /&gt;
Multi-Threading ist also: mehrere Programme für verschiedene Aufgaben &amp;lt;br&amp;gt;mit Stack und Registern zu versorgen und die gemeinschaftliche Hardware&amp;lt;br&amp;gt;so zu verwalten, daß jeder seinen Teil bekommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und um so einen Threadwechsel durchzuführen, muß also von einem Thread-Kontext (Register &amp;amp; Stack) auf einen anderen umgeschalten werden, ohne dass das Programm beeinträchtigt wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Kontrolle der Ressourcen=====&lt;br /&gt;
Da ja die gesamte Hardware für alle ja trotzdem nur ein einziges Mal da ist, müssen natürlich Konflikte vermieden oder sonstwie abgehandelt werden. Da gibt es Mechanismen wie &amp;quot;Spin-Locks&amp;quot;, &amp;quot;Semaphores&amp;quot;, &amp;quot;Mutex&amp;quot;, &amp;quot;Critical Sections&amp;quot; und was weiß ich noch, die alle diesem Zweck dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Shutdown====&lt;br /&gt;
Beim Pc ist es das, was bei &amp;quot;Computer ausschalten&amp;quot; passiert. Dauerhaftes Speichern auf die Platte, etc. Bei Mikrokontrollern gibt es sowas eigentlich nur beim geordneten Wechsel in den &amp;quot;Sleep&amp;quot; oder &amp;quot;Idle&amp;quot;-Mode, ansonsten wird meist einfach der Strom abgedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Betriebssystem und Mikrocontroller==&lt;br /&gt;
Ein zum PC oder Großrechner vergleichbares Betriebssystem gibt es nicht. &lt;br /&gt;
Das hat mehrere, durchaus verständliche Gründe:&lt;br /&gt;
*'''Overhead''' Das bißchen Platz, das man hat, will man nicht mit allgemeinen Routinen für die meist hochspezialisierten User-Probleme belegen. Und natürlich, jede Instruktion, die zusätzlich zu den User-Befehlen abläuft, kann schmerzen. &lt;br /&gt;
* '''Fest gespeicherte Programme''' (Flash) Betriebsmäßiges Programmladen oder -wechseln ist für den Flash-Speicher nicht sinnvoll. &lt;br /&gt;
* '''Keine Standards''' Bei den [[MCU]] ist die ähnliche Situation wie bei den Intel-CPUs, bevor Bill Gates kam. Es gab ein Konzept für Vektor-Tabellen (Software-Interrupts) und sonst eigentlich auch nix.&lt;br /&gt;
Es gibt auf den MCUs z.B. keine verbindlichen call und stack-standards.&lt;br /&gt;
===Firmware===&lt;br /&gt;
Das, was man beim Mikrocontroller vorfindet, könnte man als „Firmware“ bezeichnen, die man durch flags und Werte in den I-O Registern kontrollieren kann.&lt;br /&gt;
* Starten &amp;amp; Initialisieren&lt;br /&gt;
Es werden  die I-O Register auf definierte Werte gesetzt, der Befehl an der Adresse 0000 wird ausgeführt. &lt;br /&gt;
* Shutdown&lt;br /&gt;
Der Shutdown besteht üblicherweise einfach aus dem Entzug der Stromzufuhr. &lt;br /&gt;
* Sonderfunktionen&lt;br /&gt;
** [[On_Chip_Debugging|JTAG/Debugging]]&lt;br /&gt;
** [[Bascom_-_Erstes_Programm_in_den_AVR_Controller_%C3%BCbertragen|Flash-Programmierung]]&lt;br /&gt;
** [[Bootloader|Boot-Loader]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle anderen Betriebs-System-Funktionalitäten, wenn es sie gibt, sind Teil des User-Programmes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Interpreter===&lt;br /&gt;
JAVA, Basic Stamp, RCX…&lt;br /&gt;
Das im Flash gespeicherte Programm ist ein Interpreter, der die eigentliche User-Anwendung, meist in Form von Meta-Commands, unabhängig, vielleicht auch in einem eigenen physischen Speicher geladen hat oder ggf. nachlädt.  In diesen Fällen könnte man vielleicht von einem Betriebssystem sprechen.  Aber durch die Abhängigkeit von dem Compiler /Encoder ist die Eigenständigkeit nicht gegeben.&amp;lt;br&amp;gt;Es bleibt irgendwie eine Interpretationssache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Multithreading für Kontroller==&lt;br /&gt;
Der Mikrokontroller unterscheidet sich ja vom (Mikro)-prozessor, weil er auch zusätzlich eine Reihe von &amp;quot;Geräten&amp;quot; eingebaut hat, die es zu kontrollieren gilt. &lt;br /&gt;
===Synchron===&lt;br /&gt;
Man kann diese Geräte nun sozusagen &amp;quot;normal&amp;quot; betreiben, d.h. im Programmfluß wird ein Gerät &lt;br /&gt;
* initialisiert und eingestellt mit diversen Parametern&lt;br /&gt;
* gestartet &lt;br /&gt;
Nun läuft die Funktionalität ab, das Hauptprogramm wartet auf das Fertigwerden&lt;br /&gt;
* Fertig &lt;br /&gt;
Das Ergebnis wird ausgewertet und es geht wieder weiter&lt;br /&gt;
===Asynchron===&lt;br /&gt;
Es können &amp;quot;Interrupts&amp;quot;, also Unterbrechungen definiert werden, die eine Art Multi-Threading ermöglichen. &lt;br /&gt;
In diesem Falle wird das Gerät zwar wie oben &lt;br /&gt;
* initialisiert und eingestellt mit diversen Parametern&lt;br /&gt;
* gestartet &lt;br /&gt;
Aber nun läuft das Programm einfach weiter und kümmert sich nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Gerät mit seiner Funktion nun irgendwann einmal fertig, wird der normale Programmablauf einfach dort gestoppt, wo es halt grad ist, und an dessen Stelle wird eine sogenannte ISR-Routine ausgeführt, die erst durch einen bestimmten Befehl (RETI) wieder die Rückkehr ins Hauptprogramm zuläßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Hauptprogramm ist diese Unterbrechnung nicht direkt erkennbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Artikel PickNick''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Microcontroller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Software]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pascal</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Avr-gcc&amp;diff=8283</id>
		<title>Avr-gcc</title>
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				<updated>2006-07-12T09:43:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pascal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''avr-gcc''' ist ein freier C-[[Compiler]], mit dem man C-Programme zu ausführbaren Programmen übersetzen kann, die auf [[Microcontroller]]n der [[AVR]]-Familie lauffähig sind. &lt;br /&gt;
An Sprachen versteht avr-gcc sowohl C als auch [[#C%2b%2b|C++]]. &lt;br /&gt;
Neben Standard-C bzw. ANSI-C versteht avr-gcc auch GNU-C, das etwas mehr Möglichkeiten und kleinere Spracherweiterungen bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
avr-gcc kann auch dazu verwendet werden, um C/C++ Programme nach Assembler zu übersetzen oder um Bibliotheken zu erstellen, die später in unterschiedlichen Projekten verwendet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei allen aus der UNIX-Welt kommenden Programmen ist das Kommando-Interface von avr-gcc die Shell bzw. die Kommandozeile, über die Optionen, Parameter, Einstellungen und die Namen der zu übersetzenden Dateien angegeben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=How to Read=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel bespricht avr-gcc Version 3.x. Er ist kein Tutorial und kein AVR-Handbuch &amp;amp;ndash; das würde den Umfang des Artikels bei weitem sprengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel ist ein Handbuch zu avr-gcc. Er bespricht zum Beispiel, wie man avr-gcc anwendet und Besonderheiten von avr-gcc-C,&lt;br /&gt;
die nicht zum Sprachumfang von C gehören.&lt;br /&gt;
Dazu zählen die Definition von [[#Interrupts|Interrupt]] Service Routinen ([[ISR|ISRs]]) &lt;br /&gt;
oder wie man Daten ins [[EEPROM]] legt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird also besprochen, ''wie'' eine ISR zu definieren ist, aber nicht,&lt;br /&gt;
''warum'' das  gegebenenfalls notwendig oder nicht notwendig ist. &lt;br /&gt;
''Warum'' etwas gemacht wird, ist abhängig von der gestellten Aufgabe,&lt;br /&gt;
etwa ''&amp;quot;Initialisiere den [[UART]] zur Benutzung mit 9600 Baud&amp;quot;''.&lt;br /&gt;
Dafür enthält dieser Artikel zusammen mit dem AVR-Handbuch das Rüstzeug, &lt;br /&gt;
bietet aber keine Lösungen für konkrete Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[:Kategorie:Quellcode C|C-Codebeispielen]]&lt;br /&gt;
befindet sich das ausführlichere Beispiel &amp;quot;[[Hallo Welt für AVR (LED blinken)]]&amp;quot;,&lt;br /&gt;
das nur eine [[Diode#Lumineszenzdiode|LED]] blinkt und zeigt, &lt;br /&gt;
wie ein kleines Projekt mit avr-gcc compiliert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt es ein allgemeines [[C-Tutorial]], das jedoch noch unvollständig und teilweise feherhaft ist (Stand 02/2006). Darüber hinaus gibt es ein [http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial C-Tutorial bei www.mikrocontroller.net].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Benutzer-Schnittstelle=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzer-Schnittstelle von avr-gcc ist &amp;amp;ndash; wie für alle Programme, die aus der UNIX-Welt kommen &amp;amp;ndash; die Kommandozeile einer Shell, Console bzw. Eingabeaufforderung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im einfachsten Fall sieht ein Aufruf von avr-gcc also so aus:&lt;br /&gt;
 &amp;gt; avr-gcc&lt;br /&gt;
Dabei das '&amp;lt;tt&amp;gt;&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;' nicht mittippen, und ein ENTER am Ende der Zeile drücken.&lt;br /&gt;
Die Antwort bei korrekter Installation ist dann&lt;br /&gt;
 avr-gcc: no input files&lt;br /&gt;
Was bedeutet: das Programm avr-gcc wurde vom Betriebssystem gefunden und konnte/durfte gestartet werden. Dann gibt avr-gcc eine Fehlermeldung aus und beendet die Ausführung, weil er keine Eingabedatei(en) bekommen hat &amp;amp;#150; was ja auch stimmt. Soweit ist also alles in Butter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine C-Datei &amp;lt;tt&amp;gt;foo.c&amp;lt;/tt&amp;gt; mir avr-gcc optimiert zu einem lauffähigen elf-Programm &amp;lt;tt&amp;gt;foo.elf&amp;lt;/tt&amp;gt; für einen [[ATmega32]] zu compileren, würde man angeben&lt;br /&gt;
 &amp;gt; avr-gcc -O2 -mmcu=atmega32 foo.c -o foo.elf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[GCC]] war immer Kommandozeilen-orientiert und wird es auch immer bleiben, denn das hat gute Gründe:&lt;br /&gt;
* ein Compiler ist ein Compiler ist ein Compiler (und keine grafische Bedienschnittstelle)&lt;br /&gt;
* die Plattformabhängigkeit wird auf ein Minimum reduziert&lt;br /&gt;
* es gibt die Möglichkeit, avr-gcc per Skript oder [[make]] zu starten&lt;br /&gt;
* avr-gcc kann durchaus in eine Umgebung integriert werden: in einen Editor oder in eine GUI wie neuere Versionen von AVR-Studio erfolgreich beweisen, etc. Der avr-gcc-Aufruf kann sogar von einem Server-Socket oder einer Web-Application heraus erfolgen, welche ein C-Programm empfängt, es von avr-gcc übersetzen lässt, und das Resultat zurückschickt oder sonst was damit anstellt.&lt;br /&gt;
* Lizenzgründe: eine Umgebung, die avr-gcc integriert, kann durchaus proprietär oder nicht quelloffen sein und muss nicht der [[Freie Software|GPL]] unterliegen. Wieder ist AVR-Studio ein Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Allgemeine Charakteristika von avr-gcc=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Groß- und Kleinschreibung: C unterscheidet generell zwischen Groß- und Kleinschreibung, sowohl bei Variablen- und Funktionsnamen, bei Sprungmarken als auch bei Makros, und je nach Betriebssystem auch bei Pfad- und Dateinamen/Dateierweiterungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Größe des Typs int: Der Standard-Typ &amp;lt;tt&amp;gt;int&amp;lt;/tt&amp;gt; ist 16 Bit groß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Größe von Pointern: Ein Pointer (Zeiger) ist 16 Bit groß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Endianess: avr-gcc implementiert Datentypen als little-endian, d.h. bei Datentypen, die mehrere Bytes groß sind, wird das niederwertigste Byte an der niedrigsten Adresse gespeichert. Dies gilt auch für Adressen und deren Ablage auf dem [[Stack]] sowie die Ablage von Werten, die mehrere Register belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;size_t&amp;lt;/tt&amp;gt;: &amp;lt;tt&amp;gt;size_t&amp;lt;/tt&amp;gt; ist &amp;lt;tt&amp;gt;unsigned&amp;lt;/tt&amp;gt; und immer 16 Bit groß, unabhängig davon , ob mit &amp;lt;tt&amp;gt;-mint8&amp;lt;/tt&amp;gt; übersetzt wird oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Binäre Konstanten==&lt;br /&gt;
Einige Versionen von avr-gcc ermöglichen die Verwendung binärer Konstanten für Ganzzahl-Werte:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;unsigned char value = 0b00000010;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Davon sollte man absehen, denn zum einen hat man schnell eine 0 zu wenig oder zu viel getippselt, es ist kein Standard-C und man hat die leserlichere Alternative&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;unsigned char value = (1&amp;lt;&amp;lt;1);&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Registerverwendung==&lt;br /&gt;
avr-gcc verwendet die Prozessor-Register [[GPR]]s auf eine definierte Art und Weise. Wie die Register verwendet werden, muss man wissen, wenn man Assembler-Funktionen schreibt, die mit durch avr-gcc übersetztem C-Code zusammenpassen sollen. Der &amp;quot;reinen&amp;quot; C-Programmierer muss sich keine Gedanken um die Register-Verwendung machen.&lt;br /&gt;
;R0: ein temporäres Register, in dem man rumwutzen darf&lt;br /&gt;
;R1: enthält immer den Wert 0&lt;br /&gt;
;R1 &amp;amp;#150; R17, R28, R29: allgemeine Register, die durch einen Funktionsaufruf nicht verändert bzw wieder auf den ursprünglichen Wert restauriert werden&lt;br /&gt;
;R0, R18 &amp;amp;#150; R27, R30, R31: können durch Funktionsaufrufe verändert werden, ohne restauriert zu werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Framepointer: R28 &amp;amp;#150; R29 (Y-Reg) enthält den Framepointer, sofern benötigt&lt;br /&gt;
;Argument-Register: Die Register R8 bis R25 finden Verwendung zur Übergabe von Funktionsparametern. Für den Ort, an dem das Argument übergeben wird, gilt:&lt;br /&gt;
:* Die Große in Bytes wird zur nächsten geraden Zahl aufgerundet, falls die Argumentgröße ungerade ist.&lt;br /&gt;
:* Ist in den verbleibenden Übergaberegistern kein Platz mehr oder ist das Argument namenlos (varargs), wird es im Memory übergeben und die Adresse als implizites erstes Argument.&lt;br /&gt;
:* Der Registerort fängt mit 26 an.&lt;br /&gt;
:* Von dem Registerort wird die berechete Größe abgezogen und (falls Platz) das Argument in diesen Registern übergeben. Ist das erste Argument z.B. ein &amp;lt;tt&amp;gt;long&amp;lt;/tt&amp;gt;, dann erfolgt die Übergabe in den Registern R22, R23, R24 und R25 (LSB zuerst). Danach wird die gerundete Größe des Arguments vom Registerort abgezogen, dieser also auf 22 gesetzt. Ist das nächste Argument ein &amp;lt;tt&amp;gt;char&amp;lt;/tt&amp;gt;, wird dessen Größe auf 2 aufgerundet und vom Ort abgezogen. Dieses Argument wird also in R20 übergeben und der Ort auf 20 gesetzt, etc.&lt;br /&gt;
;Return-Register: Ein Return-Wert wird in den gleichen Registern zurückgegeben, die auch für ein gleichgrosses erstes Funktionsargument genommen würden. Liefert eine Funktion ein &amp;lt;tt&amp;gt;long&amp;lt;/tt&amp;gt;, dann erfolgt die Rückgabe also in den Registern R22&amp;lt;tt&amp;gt;-&amp;lt;/tt&amp;gt;R25 (LSB zuerst). Bei einem &amp;lt;tt&amp;gt;short&amp;lt;/tt&amp;gt; sind es die Register R24 und R25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Ablauf der Codegenerierung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Code-Erzeugung durch avr-gcc geschieht in mehreren, voneinander unabhängigen Schritten. Diese  Schritte sind für den Anwender nicht immer erkennbar, und es auch nicht unbedingt notwendig, sie zu kennen. Für ein besseres Verständnis der Code-Generierung und zur Einordnung von Fehlermeldungen und Warnungen ist eine Kenntnis aber durchaus hilfreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersichts-Grafik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Avr-gcc-1.png|Zusammenspiel zwischen avr-gcc und binutils]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schritte der Codegenerierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne die Angabe spezieller Optionen legt avr-gcc die Zwischenformate nur als temporäre Dateien an, und nach Beenden des Compilers wieder diese wieder gelöscht. Dadurch fällt die Aufgliederung in Unterschritte nicht auf. In diesem Falle müssen Assembler und Linker/Locator auch nicht extra aufgerufen werden, sondern die Aufrufe werden durch avr-gcc verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Precompileren: Alle Preprozessor-Direktiven werden aufgelöst. Dazu gehören Direktiven wie&lt;br /&gt;
:{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;quot;meinzeug.h&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#define MAKRONAME ERSATZTEXT&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#if !defined(__AVR__)&lt;br /&gt;
#error einen Fehler ausgeben und abbrechen&lt;br /&gt;
#else&lt;br /&gt;
/* Alles klar, wir koennen loslegen mit C-Code fuer AVR */&lt;br /&gt;
#endif &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MAKRONAME&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:Precompilieren besteht also nur aus reinem Textersatz: Auflösen von Makros, kopieren von anderen Dateien in die Quelle, etc. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Compilieren: In diesem Schritt geschieht der eigentliche Compilier-Vorgang: avr-gcc übersetzt die reine, precompilierte C-Quelle (*.i): Die Quelle wird auf Syntax-Fehler geprüft, es werden Optimierungen gemacht, und das übersetzte C-Programm als Assembler-Datei in (*.s) gespeichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Assemblieren: Der Assembler (&amp;lt;tt&amp;gt;avr-as&amp;lt;/tt&amp;gt;) übersetzt den Assembler-Code (*.s) in das  AVR-eigene Objektformat elf32-avr (*.o). Das Objekt enthält schon Maschinen-Code. Zusätzlich gibt es aber noch Lücken, die erst später gefüllt werden und Debug-Informationen und ganz viel anderes Zeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Linken und Lokatieren: Der Linker (&amp;lt;tt&amp;gt;avr-ld&amp;lt;/tt&amp;gt;) bindet die angegebenen Objekte (*.o) zusammen und löst externe Referenzen auf. Der Linker entscheidet anhand der Beschreibung im Linker-Script, in welchen Speicheradressen und [[#Sections|Sections]] die Daten landen: er ''lokatiert'' (von location, locate (en)). Module aus Bibliotheken (*.a) werden hinzugebunden (z.B. &amp;lt;tt&amp;gt;printf&amp;lt;/tt&amp;gt;) und die elf32-avr Ausgabedatei (üblicherweise *.elf) erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umwandeln ins gewünschte Objekt-Format: Ohne Angabe spezieller [[#Kommandozeilen-Optionen|Optionen]] erzeugen Linker und Assembler ihre Ausgabe im Objektformat elf32-avr. Wird ein anderes Objektformat wie Intel-HEX (*.hex), binary (*.bin) oder srec (*.srec) benötigt, kann &amp;lt;tt&amp;gt;avr-objcopy&amp;lt;/tt&amp;gt; dazu verwendet werden, um diese zu erstellen. Der Inhalt einzelner Sections kann gezielt umkopiert oder ausgeblendet werden, so daß Dateien erstellt werden können, die nur den Inhalt des Flashs (Section &amp;lt;tt&amp;gt;.text&amp;lt;/tt&amp;gt;) oder des [[EEPROM]]s (Section &amp;lt;tt&amp;gt;.eeprom&amp;lt;/tt&amp;gt;) repräsentieren. Durch das Umwandeln in ein anderes Objektformat gehen üblicherweise Informationen wie Debug-Informationen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist auch möglich, den Linker mit der Optione &amp;lt;tt&amp;gt;--oformat=...&amp;lt;/tt&amp;gt; zu starten, damit er direkt das gewünschte Ausgabeformat erzeugt. Diese Option lässt man von avr-gcc an den Linker weiterreichen, etwa wenn man direkt eine Intel-HEX-Datei erstellen will und keine elf-Datei braucht, wie sie z.b. beim Debuggen benötigt wird:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;pre&amp;gt;&amp;gt; avr-gcc ... -Wl,--oformat=ihex&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei ist dafür zu sorgen, daß keine Debug-Informationen etc. in der hex-Datei landen. Generell ist es jedoch vorzuziehen, die hex-Datei aus einer elf-Datei zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kommandozeilen-Optionen=&lt;br /&gt;
Die Codegenerierung bei avr-gcc wird über Kommandozeilen-Optionen gesteuert. Diese legen fest, für welchen Controller Code zu erzeugen ist, wie stark optimiert wird, ob Debug-Informationen erzeugt werden, etc. Die Optionen teilen sich in zwei Gruppen: Optionen, die für alle GCC-Ports verfürgbar sind und maschinenspezifische Optionen, die nur für AVR verfügbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Masse an GCC-Optionen kann hier nur ein kleiner Auszug der wichtigsten und am häufigsten verwendeten Optionen vorgestellt werden. Eine Auflistung aller GCC-Optionen mit Kurzbeschreibung umfasst knapp 1000 Zeilen &amp;amp;#150; ohne undokumentierte Optionen, versteht sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Allgemeine Optionen für GCC==&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;--help&amp;lt;/tt&amp;gt;: Anzeige der wichtigsten Optionen&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;--help -v&amp;lt;/tt&amp;gt;: Überschüttet einen mit Optionen&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;--target-help&amp;lt;/tt&amp;gt;: Anzeige der wichtigsten maschinenspezifischen Optionen&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-O0&amp;lt;/tt&amp;gt;: keine Optimierung&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-O1&amp;lt;/tt&amp;gt;: Optimierung&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-Os&amp;lt;/tt&amp;gt;: optimiert für Code-Größe&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-O2&amp;lt;/tt&amp;gt;: stärkere Optimierung für bessere Laufzeit&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-g&amp;lt;/tt&amp;gt;: erzeugt Debug-Informationen&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-c&amp;lt;/tt&amp;gt;: (pre)compilert und assembliert nur bis zum Objekt (&amp;lt;tt&amp;gt;*.o&amp;lt;/tt&amp;gt;), kein Link-Lauf&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-S&amp;lt;/tt&amp;gt;: (pre)compilert nur und erzeugt Assembler-Ausgabe (*.s)&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-E&amp;lt;/tt&amp;gt;: nur Precompilat (&amp;lt;tt&amp;gt;*.i&amp;lt;/tt&amp;gt;) erzeugen, kein Compilieren, kein Assemblieren, kein Linken&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-o &amp;lt;filename&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: legt den Name der Ausgabedatei fest&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-v&amp;lt;/tt&amp;gt;: zeigt Versionsinformationen an und ist geschwätzig (verbose): Anzeige der aufgerufenen tools&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-I&amp;lt;path&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Angabe eines weiteren Include-Pfads, in dem Dateien mit &amp;lt;tt&amp;gt;#include &amp;lt;...&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt; gesucht werden&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-E -dM &amp;lt;filename&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Anzeige aller Defines&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-MM&amp;lt;/tt&amp;gt;: Für die angegebenen Eingabe-Dateien wird eine Ausgabe erzeugt, die als [[make|Makefile]]-Fragment dienen kann und die Anhängigkeiten (dependencies) der Objekte von den Quellen/Headern beschreibt.&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-D&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Definiert Makro &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-D&amp;lt;name&amp;gt;=&amp;lt;wert&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Definiert Makro &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt; zu &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;wert&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-U&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Undefiniert Makro &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;name&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-save-temps&amp;lt;/tt&amp;gt;: Temporäre Dateien (&amp;lt;tt&amp;gt;*.i&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;*.s&amp;lt;/tt&amp;gt;) werden nicht gelöscht. Teilweise fehlerhaft zusammen mit &amp;lt;tt&amp;gt;-c&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-Wa,&amp;lt;options&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: übergibt Komma-getrennte Liste &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;options&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt; an den Assembler (&amp;lt;tt&amp;gt;avr-as&amp;lt;/tt&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:;&amp;lt;tt&amp;gt;-Wa,-a=&amp;lt;filename&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Assembler erzeugt ein Listing mit Name &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;filename&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-Wp,&amp;lt;options&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;:  übergibt Komma-getrennte Liste &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;options&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt; an den Preprozessor&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-Wl,&amp;lt;options&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;:  übergibt Komma-getrennte Liste &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;options&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt; an den Linker (&amp;lt;tt&amp;gt;avr-ld&amp;lt;/tt&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:;&amp;lt;tt&amp;gt;-Wl,-Map=&amp;lt;filename&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Linker erzeugt ein Map-File mit Name &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;filename&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
:;&amp;lt;tt&amp;gt;-Wl,--oformat=&amp;lt;format&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Linker erzeugt Ausgabe im Format &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;format&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;, z.b. &amp;lt;tt&amp;gt;ihex&amp;lt;/tt&amp;gt; für Intel-HEX-File&lt;br /&gt;
:;&amp;lt;tt&amp;gt;-Wl,--section-start=&amp;lt;section&amp;gt;=&amp;lt;address&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: Linker legt die [[#Sections|Section]] &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;section&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt; ab Adresse &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;address&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;, z.B: &amp;lt;tt&amp;gt;.eeprom=0x810001&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-Wall&amp;lt;/tt&amp;gt;: gibt mehr Warnungen, aber immer noch nicht alle&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-pedantic&amp;lt;/tt&amp;gt;: geht besonders pedantisch mit Code um&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-ansi&amp;lt;/tt&amp;gt;: bricht mit einer Fehlermeldung ab, wenn kein ANSI-C verwendet wurde&lt;br /&gt;
; &amp;lt;tt&amp;gt;-ffreestanding&amp;lt;/tt&amp;gt;: Das erzeugte Programm läuft nicht in einer Umgebung wie einer Shell. Der Prototyp von &amp;lt;tt&amp;gt;main&amp;lt;/tt&amp;gt; ist&lt;br /&gt;
:&amp;lt;pre&amp;gt;void main (void);&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Maschinenspezifische Optionen für avr-gcc==&lt;br /&gt;
Maschinenabhängige Optionen beginnen immer mit '''-m'''&lt;br /&gt;
;-mmcu=xxx: Festlegen des Targets (Zielsystem/Controller), für das Code generiert werden soll. Je nach Target muss avr-gcc unterschiedliche Instruktionen verwendet und andere Startup-Dateien (&amp;lt;tt&amp;gt;crtxxx.o&amp;lt;/tt&amp;gt;) einbinden. avr-gcc setzt spezielle Defines, um auch in der Quelle zwischen den Targets unterscheiden zu können, falls das notwendig sein sollte: &lt;br /&gt;
:{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#ifdef __AVR_AT90S2313__&lt;br /&gt;
/* Code fuer AT90S2313 */&lt;br /&gt;
#elif defined (__AVR_ATmega8__) || defined (__AVR_ATmega32__)&lt;br /&gt;
/* Code fuer Mega8 und Mega32 */ &lt;br /&gt;
#else&lt;br /&gt;
#error Das ist noch nicht implementiert für diesen Controller!&lt;br /&gt;
#endif&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar gibt es für alle AVR-Derivate die &amp;lt;tt&amp;gt;avr/io.h&amp;lt;/tt&amp;gt;, aber die AVR-Familien unterscheiden sich in ihrer Hardware; z.B. darin, wie I/O-Register heissen oder wie Hardware zu initialisieren ist. Diese Abhängigkeit kann man in unterschiedlichen Codestücken aufteilen und wie oben gezeigt bedingt übersetzen. Dadurch hat man Funktionalitäten wie &amp;lt;tt&amp;gt;uart_init&amp;lt;/tt&amp;gt; auf unterschiedlichen Controllern und wahrt den Überblick, weil nicht für jede Controller-Familie eine extra Datei notwendig ist.&lt;br /&gt;
{| &lt;br /&gt;
|- valign=&amp;quot;top&amp;quot; &lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
:{| {{Blauetabelle}}&lt;br /&gt;
|+ '''AVR classic, &amp;amp;lt;= 8 kByte'''&lt;br /&gt;
|- {{Hintergrund1}}&lt;br /&gt;
!|mcu || Builtin define&lt;br /&gt;
 |- &lt;br /&gt;
 |avr2 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ARCH__=2&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |[[AT90S2313|at90s2313]]  ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S2313__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s2323 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S2323__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s2333 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S2333__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s2343 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S2343__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |attiny22 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATtiny22__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |attiny26 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATtiny26__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s4414 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S4414__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s4433 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S4433__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s4434 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S4434__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s8515 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S8515__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90c8534 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90C8534__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s8535 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S8535__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at86rf401 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT86RF401__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
 |  &amp;lt;!-----------------------------------------------------------&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| {{Blauetabelle}}&lt;br /&gt;
|+ '''AVR classic, &amp;amp;gt; 8 kByte'''&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#ccccff&amp;quot;&lt;br /&gt;
! |mcu ||Builtin define&lt;br /&gt;
 |- &lt;br /&gt;
 |avr3 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ARCH__=3&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega103 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega103__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega603 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega603__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at43usb320 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT43USB320__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at43usb355 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT43USB355__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at76c711 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT76C711__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&amp;lt;!-----------------------------------------------------------&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| &lt;br /&gt;
 |- valign=&amp;quot;top&amp;quot;&lt;br /&gt;
 |&lt;br /&gt;
:{| {{Blauetabelle}}&lt;br /&gt;
|+ '''AVR enhanced, &amp;amp;lt;= 8 kByte'''&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#ccccff&amp;quot;&lt;br /&gt;
!|mcu || Builtin define&lt;br /&gt;
 |- &lt;br /&gt;
 |avr4 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ARCH__=4&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |[[Atmel Controller Mega8|atmega8]] ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega8__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega8515 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega8515__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega8535 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega8535__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;!-----------------------------------------------------------&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| {{Blauetabelle}}&lt;br /&gt;
|+ '''AVR enhanced, &amp;amp;gt; 8 kByte'''&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#ccccff&amp;quot;&lt;br /&gt;
!|mcu ||Builtin define&lt;br /&gt;
 |- &lt;br /&gt;
 |avr5 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ARCH__=5&amp;lt;/tt&amp;gt; &lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |[[Atmel Controller Mega16 und Mega32|atmega16]] ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega16__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega161 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega161__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega162 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega162__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega163 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega163__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega169 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega169__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |[[Atmel Controller Mega16 und Mega32|atmega32]] ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega32__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |atmega323 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega323__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |[[ATMega64|atmega64]] ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega64__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |[[Atmel Controller Mega128|atmega128]] ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATmega128__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at94k ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT94K__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&amp;lt;!-----------------------------------------------------------&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{| {{Blauetabelle}}&lt;br /&gt;
|+ '''AVR, nur Assembler'''&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#ccccff&amp;quot;&lt;br /&gt;
! |mcu ||Builtin define&lt;br /&gt;
 |- &lt;br /&gt;
 |avr1 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ARCH__=1&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |at90s1200 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_AT90S1200__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |attiny11 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATtiny11__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |attiny12 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATtiny12__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |attiny15 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATtiny15__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |attiny28 ||&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ATtiny28__&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; -minit-stack=xxx: Festlegen der Stack-Adresse&lt;br /&gt;
; -mint8: Datentyp &amp;lt;tt&amp;gt;int&amp;lt;/tt&amp;gt; ist nur 8 Bit breit, anstatt 16 Bit. Datentypen mit 32 Bit wie  &amp;lt;tt&amp;gt;long&amp;lt;/tt&amp;gt; sind nicht verfügbar&lt;br /&gt;
; -mno-interrupts: Ändert den Stackpointer ohne Interrupts zu deaktivieren&lt;br /&gt;
; -mcall-prologues: Funktions-Prolog und -Epilog werden als Unterroutinen umgesetzt, um die Codegröße zu verkleinern&lt;br /&gt;
; -mtiny-stack: Nur die unteren 8 Bit des Stackpointers werden verändert&lt;br /&gt;
; -mno-tablejump: Für ein &amp;lt;tt&amp;gt;switch&amp;lt;/tt&amp;gt;-Statement werden keine Sprungtabellen angelegt&lt;br /&gt;
; -mshort-calls: Verwendet &amp;lt;tt&amp;gt;rjmp&amp;lt;/tt&amp;gt;/&amp;lt;tt&amp;gt;rcall&amp;lt;/tt&amp;gt; (begrenzte Sprungweite) auf Devices mit mehr als 8 kByte Flash&lt;br /&gt;
; -msize: Ausgabe der Instruktonslängen im asm-File&lt;br /&gt;
; -mdeb: (undokumentiert) Ausgabe von Debug-Informationen für GCC-Entwickler&lt;br /&gt;
; -morder1: (undokumentiert) andere Register-Allokierung&lt;br /&gt;
; -morder2: (undokumentiert) andere Register-Allokierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Builtins=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur bedingten Codeerzeugung und zur Erkennung, welcher Compiler sich an der Quelle zu schaffen macht, sind folgende Builtins hilfreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[#Maschinenspezifische Optionen für avr-gcc|Maschinenspezifische Optionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Builtin Defines==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===GCC===&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__GNUC__&amp;lt;/tt&amp;gt;: X wenn GCC-Version X.Y.Z&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__GNUC_MINOR__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Y wenn GCC-Version X.Y.Z&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__GNUC_PATCHLEVEL__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Z wenn GCC-Version X.Y.Z&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__VERSION__&amp;lt;/tt&amp;gt;: &amp;quot;X.Y.Z&amp;quot; wenn GCC-Version X.Y.Z&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__GXX_ABI_VERSION&amp;lt;/tt&amp;gt;: Version der ABI (Application Binary Interface)&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__STDC__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Ist 1, wenn Standard-C übersetzt wird&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__OPTIMIZE__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Optimierung ist aktiviert&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__NO_INLINE__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Ohne Schalter &amp;lt;tt&amp;gt;-finline&amp;lt;/tt&amp;gt; resp. &amp;lt;tt&amp;gt;-finline-all-functions&amp;lt;/tt&amp;gt; etc.&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__ASSEMBLER__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Definiert, falls GCC die Eingabe als Assembler-Code betrachtet und nicht compiliert. Weiterleitung an den Assembler.&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__cplusplus&amp;lt;/tt&amp;gt;: Es wird C++ übersetzt (Quell-Endung &amp;lt;tt&amp;gt;*.cpp&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;*.c++&amp;lt;/tt&amp;gt; oder Option &amp;lt;tt&amp;gt;-x c++&amp;lt;/tt&amp;gt;).&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__FILE__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Löst auf zum Dateinamen der Quelldatei, in der das &amp;lt;tt&amp;gt;__FILE__&amp;lt;/tt&amp;gt; steht.&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__LINE__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Löst auf zur Zeilennummer der Quelldatei, in der das &amp;lt;tt&amp;gt;__LINE__&amp;lt;/tt&amp;gt; steht.&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__DATE__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Löst auf zum Datum (precompile-date)&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__TIME__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Löst auf zur Zeit (precompile-time)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===avr-gcc===&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR&amp;lt;/tt&amp;gt;: Definiert für Target avr, d.h. avr-gcc ist am Werk&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR__&amp;lt;/tt&amp;gt;: dito&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_ARCH__&amp;lt;/tt&amp;gt;: codiert den AVR-Kern, für den Code erzeugt wird (Classic, Mega, ...). &lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__AVR_XXXX__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Gesetzt, wenn &amp;lt;tt&amp;gt;-mmcu=xxxx&amp;lt;/tt&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Builtin Variablen==&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__func__&amp;lt;/tt&amp;gt;: Eine magische Variable, die den aktuellen Funktionsnamen enthält. Gerade so, als hätte man ihn selbst mit &lt;br /&gt;
:&amp;lt;pre&amp;gt;static const char __func__[] = &amp;quot;main&amp;quot;;&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
:definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Sections=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sections sind mit Fächern vergleichbar, in die Daten, Code, Debug-Informationen usw. einsortiert werden. Zur Section &amp;lt;tt&amp;gt;.text&amp;lt;/tt&amp;gt; gehört z.B. der ausführbare Code, welcher letztendlich im Flash landet. Wo genau das ist, braucht man nicht zu wissen und es spielt auch keine Rolle, wo eine bestimmte Funktion landet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 'normalen' Code und 'normale' Daten braucht man sich nicht um die Sections zu kümmern, sie werden von avr-gcc automatisch richtig zugeordnet. Für spezielle Anwendungen kann es aber notwendig sein, die Ablage in eine andere Section zu machen; etwa wenn man Daten im EEPROM lesen/schreiben will. Wie das genau gemacht wird, steht im Abschnitt &amp;quot;[[avr-gcc#Attribute|Attribute]]&amp;quot; und es gibt ein Beispiele in den Abschnitten &lt;br /&gt;
&amp;quot;[[avr-gcc#SRAM, Flash, EEPROM: Datenablage am Beispiel Strings|Datenablage am Beispiel Strings]]&amp;quot; und &amp;quot;[[Zufallszahlen mit avr-gcc|Zufall]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| {{Blauetabelle}}&lt;br /&gt;
|+ '''Tabelle: Bedeutung der Sections bei avr-gcc'''&lt;br /&gt;
|- {{Hintergrund1}}&lt;br /&gt;
! |Section ||Ablage ||Betrifft ||Beschreibung&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.text&amp;lt;/tt&amp;gt; ||Flash ||Code  ||normaler Programm-Code&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.data&amp;lt;/tt&amp;gt; ||SRAM  ||Daten ||wird vom Startup-Code initialisiert, u.a. aus &amp;lt;tt&amp;gt;.progmem&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |- &lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.bss&amp;lt;/tt&amp;gt;  ||SRAM  ||Daten ||wird vom Startup-Code zu 0 initialisiert&lt;br /&gt;
 |- &lt;br /&gt;
 |colspan=&amp;quot;4&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#bbbbff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.progmem&amp;lt;/tt&amp;gt; ||Flash  ||Daten ||wird vom Startup-Code nach &amp;lt;tt&amp;gt;.data&amp;lt;/tt&amp;gt; kopiert&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.eeprom&amp;lt;/tt&amp;gt;  ||EEPROM ||Daten ||Daten im EEPROM&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.noinit&amp;lt;/tt&amp;gt;  ||SRAM   ||Daten ||wird nicht initialisiert&lt;br /&gt;
 |- &lt;br /&gt;
 |colspan=&amp;quot;4&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#bbbbff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.init''n''&amp;lt;/tt&amp;gt; ||Flash ||Code ||wird vor &amp;lt;tt&amp;gt;main&amp;lt;/tt&amp;gt; ausgeführt, ''n'' = 0...9&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.fini''n''&amp;lt;/tt&amp;gt; ||Flash ||Code ||wird nach &amp;lt;tt&amp;gt;main&amp;lt;/tt&amp;gt; ausgeführt, ''n'' = 9...0&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.vectors&amp;lt;/tt&amp;gt;   ||Flash ||Code ||Vektor-Tabelle: Tabelle mit Sprüngen zur jeweiligen ISR&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;.bootloader&amp;lt;/tt&amp;gt; ||Flash||Code ||für den Bootloader&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Anfang einer Section kann auch dem Linker mitgegeben werden, etwa wenn wie üblich avr-gcc als Treiber für den Linker verwendet wird:&lt;br /&gt;
 avr-gcc ...  -Wl,--section-start=.eeprom=0x810001&lt;br /&gt;
Damit beginnt Section &amp;lt;tt&amp;gt;.eeprom&amp;lt;/tt&amp;gt; nicht an der (virtuellen) Adresse &amp;lt;tt&amp;gt;0x810000&amp;lt;/tt&amp;gt;, &lt;br /&gt;
sondern ein Byte später. &lt;br /&gt;
Manche AVRs haben einen [[AVR-Errata|Silicon-Bug]], der bei Verwendung der EEPROM-Adresse 0 zu Fehlern führt. &lt;br /&gt;
Mit der obigen Linker-Option wird diese Adresse nicht mehr verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- &lt;br /&gt;
=Adressen=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Speicher der AVR-Mikrocontroller ist in einer Harvard-Struktur organisiert: Der Adressraum ist nicht linear, sondern es gibt unterschiedliche Adressbereiche für SRAM, Flash, EEPROM, externes RAM, etc. Adresse&amp;amp;nbsp;0 hat also eine unterschiedliche Bedeutung, ja nachdem, ob damit die SRAM-Zelle&amp;amp;nbsp;0 gemeint ist (an diese Adresse des SRAM wird Register &amp;lt;tt&amp;gt;r0&amp;lt;/tt&amp;gt; abgebildet) oder zB Flash-Adresse&amp;amp;nbsp;0 (Reset-Einsprungpunkt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GCC geht jedoch davon aus, daß der Adressraum linear organisiert ist (von-Neumann-Struktur). In GCC gibt es keine Möglichkeit, diese unterschiedlichen Adressbereiche zu kennzeichnen. Zwar gibt es [[#Attribute|Attribute]], um die Lokatierung &amp;amp;ndash; also die Daten/Codeablage &amp;amp;ndash; zu beeinflussen, aber beim Datenzugriff über eine Adresse wird immer in den SRAM gegriffen. Attribute sind leider nicht wirklich geeignet, die verschiedenen Pointer-Arten zu unterscheiden. Dazu wären Qualifier das Mittel der Wahl. Das Einführen neuer Qualifier würde eine Spracherweiterung von C bedeuten und tiefgreifende Änderung in GCC erfordern, die weit über die Backend-Beschreibung für AVR hinausgingen und in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher verwendet avr-gcc intern virtuelle Adressen, die erst später in die tatsächlichen Speicheradressen umgewandelt werden. Die Startadressen für die Speicherbereiche sind:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Flash:  ab 0x0&lt;br /&gt;
SRAM:   ab 0x80060&lt;br /&gt;
EEPROM: ab 0x81000&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Attribute=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Attributen kann man die Codeerzeugung beeinflussen. Es gibt verschiedene Attribute, die auf Daten, Typen, und/oder Funktionen anwendbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Syntax:'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
__attribute__ ((&amp;amp;lt;name&amp;amp;gt;))&lt;br /&gt;
__attribute__ ((&amp;amp;lt;name1&amp;amp;gt;, &amp;amp;lt;name2&amp;amp;gt;, ...))&lt;br /&gt;
__attribute__ ((&amp;amp;lt;name&amp;amp;gt; (&amp;amp;quot;&amp;amp;lt;wert&amp;amp;gt;&amp;amp;quot;)))&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nützliche Attribute von GCC==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| {{Blauetabelle}}&lt;br /&gt;
|+ '''Tabelle: Attribute von GCC''' (Auszug)&lt;br /&gt;
|- {{Hintergrund1}}&lt;br /&gt;
! |Attribut ||Funktionen ||Daten ||Typen ||Beschreibung&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 | &amp;lt;tt&amp;gt;section&amp;amp;nbsp;(&amp;quot;&amp;amp;lt;name&amp;amp;gt;&amp;quot;)&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| (x) || (x) || (x)&lt;br /&gt;
 | Lokatiert nach Section &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;lt;name&amp;amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 | &amp;lt;tt&amp;gt;noreturn&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| x ||  ||&lt;br /&gt;
 | Die Funktion wird nie zurückkehren. Ermöglicht weitere Optimierungen.&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;inline&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| x  || ||&lt;br /&gt;
 |Funktion wird geinlinet falls möglich&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;always-inline&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| x  || ||&lt;br /&gt;
 |Funktion wird geinlinet&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;noinline&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!|x  ||  ||&lt;br /&gt;
 |Funktion wird keinesfalls geinlinet&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;const&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!|x  ||  ||&lt;br /&gt;
 |Diese Funktion hängt nur von ihren Parametrn ab und hat keine Nebenwirkungen, ausser den Rückgabewert zu liefern. Dieses Wissen ermöglicht Optimierungen.&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;pure&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!|x  ||  ||&lt;br /&gt;
 |Diese Funktion hängt nur von ihren Parametrn und globalen Variablen ab und hat keine Nebenwirkungen, ausser den Rückgabewert zu liefern. Dieses Wissen ermöglicht Optimierungen.&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;packed&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| || x || x&lt;br /&gt;
 |Datenablage in Strukturen erfolgt dicht, also ohne eventuelle Füllbytes&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;unused&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| || x || &lt;br /&gt;
 |Variable wird nicht verwendet, z.B. bei Funktionsparametern, die nicht gebraucht werden. Vermeidet entsprechende Warnungen.&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Attribute von avr-gcc==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| {{Blauetabelle}}&lt;br /&gt;
|+ '''Tabelle: Attribute von avr-gcc'''&lt;br /&gt;
|- {{Hintergrund1}}&lt;br /&gt;
! |Attribut ||Funktionen ||Daten ||Typen ||Beschreibung &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | &amp;lt;tt&amp;gt;progmem&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| x || x || x&lt;br /&gt;
 | Lokatiert ins Flash&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 | &amp;lt;tt&amp;gt;naked&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| x || || &lt;br /&gt;
 |Funktion wird ohne Prolog/Epilog erzeugt&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;interrupt&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| x || ||&lt;br /&gt;
 |Hier nur wegen der Vollständigkeit erwähnt&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |&amp;lt;tt&amp;gt;signal&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
!| x ||  ||&lt;br /&gt;
 |Hier nur wegen der Vollständigkeit erwähnt&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiele:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#define EEPROM __attribute__ ((section (&amp;quot;.eeprom&amp;quot;)))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
const char EE_HALLO_WELT[] EEPROM = &amp;quot;Hallo Welt&amp;quot;;&lt;br /&gt;
const int EE_wert EEPROM = 0x1234;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
void __attribute__ ((noinline))&lt;br /&gt;
foo()&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   /* Code */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Dynamische Speicherallokierung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Avr-ram.png|right|thumb|RAM-Layout für ein AVR mit 1kByte SRAM]]&lt;br /&gt;
Zur dynamischen Speicherallokierung stehen Standard-Funktionen wie &amp;lt;tt&amp;gt;malloc&amp;lt;/tt&amp;gt; zur Verfügung.&lt;br /&gt;
Damit kann man zur Laufzeit Speicher anfordern und wenn man ihn nicht mehr benötigt, wieder freigeben.&lt;br /&gt;
Funktionen wie &amp;lt;tt&amp;gt;malloc&amp;lt;/tt&amp;gt; und &amp;lt;tt&amp;gt;calloc&amp;lt;/tt&amp;gt; sind jedoch recht aufwändig. &lt;br /&gt;
Die allokierten Speicherstücke werden intern in einer verketteten Liste verwaltet,&lt;br /&gt;
und das verbraucht wertvollen Platz im Flash und im SRAM sowie Laufzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Resourcen-schonendere Möglichkeiten, zur Laufzeit an Speicher zu kommen, &lt;br /&gt;
bieteten &amp;lt;tt&amp;gt;__builtin_alloca&amp;lt;/tt&amp;gt; und dynamische Arrays. &lt;br /&gt;
Der Speicher, der damit belegt wird, wird nicht auf dem Heap angelegt, &lt;br /&gt;
sondern im Frame der Funktion. Das ist wesentlich effektiver als die Standard-Methoden,&lt;br /&gt;
denn es muss nur ein Wert zum Framepointer addiert werden.&lt;br /&gt;
Den so erhaltenen Speicher braucht man auch nicht freizugeben. Das geschieht automatisch beim Verlassen der Funktion in deren Epilog, indem der Wert wieder vom Framepointer subtrahiert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Von der Verwendung ist der mittels &amp;lt;tt&amp;gt;__builtin_alloca&amp;lt;/tt&amp;gt; und dynamischer Arrays erhaltene '''Speicher also wie eine lokale Variable, mitsamt den bekannten Regeln für den Gültigkeitsbereich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere darf dieser Speicher nicht mit &amp;lt;tt&amp;gt;return&amp;lt;/tt&amp;gt; an die darüberliegende Funktion zurückgegeben werden, weil er dann nicht mehr gültig ist und ein Zugriff darauf zu einem&lt;br /&gt;
Laufzeitfehler führt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Speicherbereich ist dort gültig, wo auch die Adresse einer 'normalen' lokalen Variablen gültig wäre, wenn diese an der gleichen Stelle definiert würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm/der Algorithmus muss daher beim Beschreiten dieses Wegs darauf angepasst sein.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verwendung:'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
void function (size_t num_data)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   // data_t hat man irgendwo selber definiert, oder es ist ein elementarer Typ&lt;br /&gt;
   data_t * const p = (data_t * const) __builtin_alloca (num_data * sizeof (data_t));&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // Mach was mit p[0] ... p[num_bytes-1]&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
oder mittels eines dynamischen Arrays:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
void function (size_t num_data)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   // data_t hat man irgendwo selber definiert, oder es ist ein elementarer Typ&lt;br /&gt;
   data_t p[num_data];&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // Mach was mit p[0] ... p[num_bytes-1]&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=C++=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Effizienzgründen sollte der Einsatz von C++ sehr kritisch betrachtet werden:&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;When programming C++ in space- and runtime-sensitive environments like microcontrollers, extra care should be taken to avoid unwanted side effects of the C++ calling conventions like implied copy constructors that could be called upon function invocation etc. These things could easily add up into a considerable amount of time and program memory wasted. Thus, casual inspection of the generated assembler code (using the &amp;lt;tt&amp;gt;-S&amp;lt;/tt&amp;gt; compiler option) seems to be warranted.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem unterliegt der Einsatz von C++ je nach Compiler/Lib-Version bestimmten Einschränkungen:&lt;br /&gt;
*Einer kompletten C++ Implementierung fehlt die Unterstützung durch die &amp;lt;tt&amp;gt;libstdc++&amp;lt;/tt&amp;gt;, dadurch fehlen Standardfunktionen, -Klassen und -Templates&lt;br /&gt;
* Die Operatoren &amp;lt;tt&amp;gt;new&amp;lt;/tt&amp;gt; und &amp;lt;tt&amp;gt;delete&amp;lt;/tt&amp;gt; sind nicht implementiert, ihre Verwendung führt zu unauflösbaren externen Referenzen (Linker-Fehler)&lt;br /&gt;
*Nicht alle Header sind C++-sicher und müssen in &amp;lt;tt&amp;gt;extern &amp;quot;C&amp;quot; {...}&amp;lt;/tt&amp;gt; eingeschlossen werden.&lt;br /&gt;
*Exceptions werden nicht unterstützt und müssen via &amp;lt;tt&amp;gt;-fno-exceptions&amp;lt;/tt&amp;gt; abgeschaltet werden, oder der Linker beschwert sich über eine unauflösbare externe Referenz zu &amp;lt;tt&amp;gt;__gxx_personality_sj0&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Treiber verwendet man wie immer avr-gcc. Standard-Endungen für C++ sind &amp;lt;tt&amp;gt;.c++&amp;lt;/tt&amp;gt; und &amp;lt;tt&amp;gt;.cpp&amp;lt;/tt&amp;gt;. Bei anderen Endungen teilt man mit &amp;lt;tt&amp;gt;-x c++&amp;lt;/tt&amp;gt; mit, daß es sich um C++ Dateien handelt, oder ruft &amp;lt;tt&amp;gt;avr-c++&amp;lt;/tt&amp;gt; direkt auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interrupt-Service-Routinen (ISRs) sind C-Funktionen und werden definiert wie gehabt. Siehe auch [[#Interrupts|Interrupts]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/signal.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#if defined (__cplusplus)&lt;br /&gt;
extern &amp;quot;C&amp;quot; {&lt;br /&gt;
#endif /* __cplusplus */   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SIGNAL (SIG_NAME)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   /* machwas */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INTERRUPT (SIG_NAME)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   /* mach was */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#if defined (__cplusplus)&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
#endif /* __cplusplus */   &lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;tt&amp;gt;__cplusplus&amp;lt;/tt&amp;gt; ist ein Standard [[#Builtin Defines|GCC-Builtin-Define]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Globale Konstruktoren werden in [[#Sections|Section]] &amp;lt;tt&amp;gt;.init6&amp;lt;/tt&amp;gt; ausgeführt, die Destruktoren in &amp;lt;tt&amp;gt;.fini6&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Code-Beispiele=&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt enthält Code-Schnippsel für avr-gcc. Es werden Besonderheiten besprochen, die für avr-gcc zu beachten sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Abschnitt ist ''kein'' [[C-Tutorial|Tutorial zur C-Programmierung]] und ''keine'' Einführung in die Programmiersprache C im allgemeinen. Dafür sei auf einschlägige Tutorials/Bücher verwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zugriff auf Special Function Registers (SFRs)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zugiff auf Bytes und Worte===&lt;br /&gt;
Auf SFRs wird generell über deren Adresse zugegriffen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
   // Liest den Inhalt von SREG an Adresse 0x5f&lt;br /&gt;
   unsigned char sreg = *((unsigned char volatile*) 0x5f);&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet in etwa: &amp;quot;Lies ein flüchtiges (&amp;lt;tt&amp;gt;volatile&amp;lt;/tt&amp;gt;) Byte (&amp;lt;tt&amp;gt;unsigned char&amp;lt;/tt&amp;gt;) von Adresse &amp;lt;tt&amp;gt;0x5f&amp;lt;/tt&amp;gt;&amp;quot;. Der Speicherinhalt von SFRs ist flüchtig, denn er kann sich ändern, ohne daß avr-gcc dies mitbekommt. Daher muss bei jedem C-Zugriff auf ein SFR dieses wirklich gelesen/geschrieben werden, was der Qualifier &amp;lt;tt&amp;gt;volatile&amp;lt;/tt&amp;gt; sicherstellt. Ansonst geht der Compiler u.U. davon aus, daß der Inhalt bekannt ist und verwendet einen alten, in einem GPR befindlichen Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um lesbaren, weniger fehleranfälligen und unter AVRs halbwegs portierbaren Code zu erhalten, gibt es Makrodefinitionen im Controller-spezifischen Header &amp;lt;tt&amp;gt;ioxxxx.h&amp;lt;/tt&amp;gt;, der neben anderen Dingen mit &amp;lt;tt&amp;gt;avr/io.h&amp;lt;/tt&amp;gt; includet wird:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
   // SREG lesen&lt;br /&gt;
   uint8_t sreg = SREG;&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
   // SREG schreiben&lt;br /&gt;
   SREG = sreg;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bezeichner der SFRs sind die gleichen wie im Manual. Eventuell verschafft ein Blick in den Header Klarheit. Dieser befindet sich in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;tt&amp;gt; &amp;amp;lt;AVR_INSTALL_DIR&amp;amp;gt;/avr/include/avr/io****.h&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Zugriff geht auch für 16-Bit Register wie &amp;lt;tt&amp;gt;TCNT1&amp;lt;/tt&amp;gt;, für die eine bestimmte Reihenfolge für den Zugriff auf Low- und High-Teil eingehalten werden muss: avr-gcc generiert die Zugriffe in der richtigen Reihenfolge.&lt;br /&gt;
  uint16_t tcnt1 = TCNT1;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, daß dieser Zugriff nicht atomar erfolgt. Das Lesen/Schreiben mehrbytiger Werte muss vom Compiler in mehrere Byte-Zugriffe zerlegt werden. Zwischen diesen Zugriffen kann ein [[Interrupt]] auftreten, wenn Interrupts aktiviert sind. Je nach Programm und welche Aufgaben eine [[ISR]] erledigt, kann dies zu Fehlfunktion führen. In dem Fall müssen diese Code-Stücke atomar gemacht werden, damit sie nicht durch einen [[IRQ]] unterbrochen werden können!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zugriff auf einzelne Bits===&lt;br /&gt;
Zugriff auf Bits geht wie gewohnt mit den Bitoperationen &lt;br /&gt;
&amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;amp;&amp;lt;/tt&amp;gt; (and),&lt;br /&gt;
&amp;lt;tt&amp;gt;|&amp;lt;/tt&amp;gt; (or),&lt;br /&gt;
&amp;lt;tt&amp;gt;^&amp;lt;/tt&amp;gt; (xor) und&lt;br /&gt;
&amp;lt;tt&amp;gt;~&amp;lt;/tt&amp;gt; (not)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder gibt es Defines in den AVR-Headern, mit denen man Masken für den Zugriff erhalten kann, etwa:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
/* GIMSK / GICR */&lt;br /&gt;
#define INT1    7&lt;br /&gt;
#define INT0    6&lt;br /&gt;
#define IVSEL   1&lt;br /&gt;
#define IVCE    0&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Masken ergeben sich durch Schieben von &amp;lt;tt&amp;gt;1&amp;lt;/tt&amp;gt; an die richtige Position:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
// Ports B_0 und B_1 als Ausgang&lt;br /&gt;
DDRB |= (1&amp;amp;lt;&amp;amp;lt;PB0) | (1&amp;amp;lt;&amp;amp;lt;PB1);&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzeugt&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
87 b3           in      r24, 0x17&lt;br /&gt;
83 60           ori     r24, 0x03&lt;br /&gt;
87 bb           out     0x17, r24&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas anders sieht der Code aus, wenn die Bits einzeln gesetzt werden und das Register im bitadressierbaren Bereich liegt (SRAM &amp;lt;tt&amp;gt;0x20&amp;lt;/tt&amp;gt; bis &amp;lt;tt&amp;gt;0x3f&amp;lt;/tt&amp;gt; resp. I/O &amp;lt;tt&amp;gt;0x0&amp;lt;/tt&amp;gt; bis &amp;lt;tt&amp;gt;0x1f&amp;lt;/tt&amp;gt;):&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
// Ports B_0 und B_1 als Ausgang&lt;br /&gt;
DDRB |= (1&amp;amp;lt;&amp;amp;lt;PB0);&lt;br /&gt;
DDRB |= (1&amp;amp;lt;&amp;amp;lt;PB1);&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
erzeugt&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
b8 9a           sbi     0x17, 0&lt;br /&gt;
b9 9a           sbi     0x17, 1&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Bits zu löschen, erzeugt man eine Maske, die an der betreffenden Stelle eine &amp;amp;nbsp;0 hat:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
// Ports B_2 als Eingang&lt;br /&gt;
DDRB &amp;amp;= ~(1&amp;amp;lt;&amp;amp;lt;PB2);&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen| &lt;br /&gt;
Auch hier ist zu beachten, daß es Probleme geben kann, wenn nicht atomarer Code erzeugt wird, weil der AVR-Befehlssatz nicht mehr hergibt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
// toggle PORT B_0: wechseln 0 &amp;amp;lt;--&amp;amp;gt; 1 &lt;br /&gt;
PORTB ^= (1&amp;amp;lt;&amp;amp;lt;PB0);&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
ergibt&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
88 b3           in      r24, 0x18&lt;br /&gt;
; Wenn hier ein Interrupt auftritt, in dessen ISR PORTB verändert wird,&lt;br /&gt;
; dann wird die Änderung durch die letzte Instruktion wieder überschrieben!&lt;br /&gt;
91 e0           ldi     r25, 0x01&lt;br /&gt;
; dito&lt;br /&gt;
89 27           eor     r24, r25&lt;br /&gt;
; dito&lt;br /&gt;
88 bb           out     0x18, r24&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
}} &amp;lt;!-- /FarbigerRahmen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Lesen einzelner Port-Pins geht über das Maskieren von SFRs:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
DDRB &amp;amp;= ~(1 &amp;lt;&amp;lt; PB2);    // PortB.2 als INPUT &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
if (PINB &amp;amp; (1 &amp;lt;&amp;lt; PB2))&lt;br /&gt;
   // PortB.2 ist HIGH&lt;br /&gt;
else&lt;br /&gt;
   // PortB.2 ist LOW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
if (!(PINB &amp;amp; (1 &amp;lt;&amp;lt; PB2)))&lt;br /&gt;
   // PortB.2 ist LOW&lt;br /&gt;
else&lt;br /&gt;
   // PortB.2 ist HIGH&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interrupts==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um zu kennzeichnen, daß es sich bei einer Funktion um eine Interrupt Sevice Routine (ISR) handelt, gibt es spezielle Attribute. Diese brauchen nicht explizit hingeschrieben zu werden, ebensowenig wie die genaue Nummer des Interrupt Requests (IRQ). Dafür gibt es Includes und die folganeden Makros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachte auch die Hinweise zu den [[#Inkompatibilität|Inkompatibilität]]en von avr-gcc!&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/signal.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SIGNAL (SIG_OUTPUT_COMPARE1A)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   /* ISR-Code */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INTERRUPT (SIG_OUTPUT_COMPARE1B)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   /* ISR-Code */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch wird die Funktion mit dem richtigen Prolog/Epilog erzeugt, und es wird ein Eintrag in die Interrupt-Vektortabelle gemacht &amp;amp;#150; bei obigem Beispiel also zwei Einträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Die Schreibweise des Signal-Names muss genau die sein wie im Header, das schliesst auch Leerzeichen ein! Nicht alle GCC-Versionen bringen Fehler/Warnung, wenn die Schreibweise nicht stimmt.&lt;br /&gt;
 SIGNAL (SIG_OUTPUT_COMPARE1A )  // !!! Macht NICHT das, was man will (Blank am Ende)!!!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;SIGNAL&amp;lt;/tt&amp;gt;: Mit Ausführung einer ISR deaktiviert die AVR-Hardware die Interrupts, sodaß die ISR nicht durch andere Interrupt-Anforderungen unterbrochen wird. Beim Verlassen der ISR werden Interrupts wieder aktiviert. Tritt während der ISR ein IRQ auf, wird diese erst nach Beenden des ISR-Codes ausgeführt. Der Interrupt geht also nicht verloren. Zwischen zwei ISRs wird zusätzlich mindestens ein Befehl des normalen Programm-Codes abgearbeitet.&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;INTERRUPT&amp;lt;/tt&amp;gt;: Früh im ISR-Prolog werden mit &amp;lt;tt&amp;gt;sei&amp;lt;/tt&amp;gt; die von der AVR-Hardware temporär deaktivierten Interrupts reaktiviert. Dadurch kann die ISR von einer IRQ unterbrochen werden. Das bietet die Möglichkeit, so etwas wie Interrupt-Priorisierung nachzubilden, was AVRs selbst nicht können. Weiterhin kann man schneller auf bestimmte Ereignisse reagieren. Tritt während der ISR ein anderer IRQ auf, der schnell bedient werden muss, kann sofort der dringende ISR-Code ausgeführt werden. Ansonsten (Verwendung von &amp;lt;tt&amp;gt;SIGNAL&amp;lt;/tt&amp;gt;) würde der Code erst ausgeführt werden, nachdem die aktuelle ISR beendet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|Dauert die ISR zu lange und wird sie nochmals von ihrem eigenen IRQ unterbrochen, stürzt man ab.}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachschlagen kann man den Namen in&lt;br /&gt;
:&amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;lt;GCC_HOME&amp;amp;gt;/avr/include/avr/ioxxxx.h&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Interrupts aktivieren===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eine ISR überhaupt zur Ausführung kommt, müssen drei Bedingungen erfüllt sein&lt;br /&gt;
* Interrupts müssen global aktiviert sein&lt;br /&gt;
* Der entsprechen IRQ muss aktiviert worden sein&lt;br /&gt;
* Das zum IRQ gehörende Ereignis muss eintreten&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/interrupt.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
   // enable OutputCompareA Interrupt für Timer1&lt;br /&gt;
   TIMSK |= (1 &amp;lt;&amp;lt; OCIE1A);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // disable OutputCompareA Interrupt für Timer1&lt;br /&gt;
   TIMSK &amp;amp;= ~(1 &amp;lt;&amp;lt; OCIE1A);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // Interrupts aktivieren&lt;br /&gt;
   sei();&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // Interrupts abschalten&lt;br /&gt;
   cli();&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sperrt man eine Code-Sequenz durch Einschachteln in ein &amp;lt;tt&amp;gt;cli&amp;lt;/tt&amp;gt;/&amp;lt;tt&amp;gt;sei&amp;lt;/tt&amp;gt; Paar (man macht das Codestück &amp;quot;atomar&amp;quot;, also ununterbrechbar), gehen währenddessen keine Interrupt-Anforderungen verloren. Die entsprechenden IRQ-Flags bleiben gesetzt, und nach dem &amp;lt;tt&amp;gt;sei&amp;lt;/tt&amp;gt; werden die IRQs in der Reihenfolge ihrer Prioritäten abgearbeitet. Ausnahme ist, wenn in einem atomaren Block der selbe IRQ mehrfach auftritt. Der ISR-Code wird dann trotzdem nur einmal ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===default Interrupt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für nicht implementierte Interrupts macht avr-gcc in die Vektortabelle einen Eintrag,&lt;br /&gt;
der zu &amp;lt;tt&amp;gt;__bad_interrupt&amp;lt;/tt&amp;gt; (definiert im Startup-Code &amp;lt;tt&amp;gt;crt*.o&amp;lt;/tt&amp;gt;) springt&lt;br /&gt;
und von dort aus weiter zu Adresse&amp;amp;nbsp;0. &lt;br /&gt;
Dadurch läuft der AVR wieder von neuem los, wenn ein Interrupt auftritt, &lt;br /&gt;
zu dem man keine ISR definiert hat &lt;br /&gt;
&amp;amp;#150; allerdings ohne die Hardware zurückzusetzen wie bei einem echten Reset.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möchte man diesen Fall abfangen, dann geht das über eine globale Funktion &lt;br /&gt;
namens &amp;lt;tt&amp;gt;__vector_default&amp;lt;/tt&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/signal.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SIGNAL (__vector_default)&lt;br /&gt;
  ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit wird von &amp;lt;tt&amp;gt;__bad_interrupt&amp;lt;/tt&amp;gt; aus nicht nach Adresse&amp;amp;nbsp;0 gesprungen,&lt;br /&gt;
sondern weiter zu &amp;lt;tt&amp;gt;__vector_default&amp;lt;/tt&amp;gt;, welches durch &amp;lt;tt&amp;gt;SIGNAL&amp;lt;/tt&amp;gt; oder&lt;br /&gt;
&amp;lt;tt&amp;gt;INTERRUPT&amp;lt;/tt&amp;gt; den üblichen ISR-Prolog/Epilog bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man z.B. eine Meldung ausgeben, eine Warnlampe blinken, in einer Endlosschleife landen, oder über den [[Watchdog]] einen richtigen Hardware-Reset auslösen, siehe auch Abschnitt &amp;quot;[[#Reset auslösen|Reset auslösen]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===ISR mit eigenem Prolog/Epilog===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man in einer ISR komplett eigenes Zeug machen will, &lt;br /&gt;
dann definiert man eine nackte Funktion.&lt;br /&gt;
Mit &amp;lt;tt&amp;gt;naked&amp;lt;/tt&amp;gt; befreit man die Routine vom Standard-Prolog/Epilog.&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Dabei ist darauf zu achten, daß die ISR mit &amp;lt;tt&amp;gt;reti&amp;lt;/tt&amp;gt; (return from interrupt) &lt;br /&gt;
zurückkehrt und evtl. verwendete Register und den Status (&amp;lt;tt&amp;gt;SREG&amp;lt;/tt&amp;gt;) sichert.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
void __attribute__ ((naked)) &lt;br /&gt;
SIG_OVERFLOW0 (void)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   /* Port B.6 = 0                                                         */&lt;br /&gt;
   /* Diese Instruktion verändert nicht das SREG und kein anderes Register */&lt;br /&gt;
   /* so daß der eigentliche Code nur 1 Befehl lang ist                    */&lt;br /&gt;
   __asm__ __volatile (&lt;br /&gt;
      &amp;quot;cbi %0, %1&amp;quot; &amp;quot;\n\t&amp;quot;&lt;br /&gt;
      &amp;quot;reti&amp;quot;&lt;br /&gt;
         : &lt;br /&gt;
         : &amp;quot;M&amp;quot; (_SFR_IO_ADDR (PORTB)), &amp;quot;i&amp;quot; (6)&lt;br /&gt;
   );&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ISR sieht dann so aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
__vector_9:&lt;br /&gt;
   c6 98       	cbi   0x18, 6&lt;br /&gt;
   18 95       	reti&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum kann man als Funktionsname &amp;lt;tt&amp;gt;__vector_default&amp;lt;/tt&amp;gt; nehmen,&lt;br /&gt;
um nicht-implementierte IRQs abzufangen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
void __attribute__ ((naked)) &lt;br /&gt;
__vector_default (void)&lt;br /&gt;
 ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SRAM, Flash, EEPROM: Datenablage am Beispiel Strings==&lt;br /&gt;
Die Programmiersprache C kennt selber keine Strings; das einzige, was C bekannt ist, ist der Datentyp &amp;lt;tt&amp;gt;char&amp;lt;/tt&amp;gt;, der ein einzelnes Zeichen repräsentiert. &lt;br /&gt;
===Darstellung in C===&lt;br /&gt;
Ein String im Sinne von C ist ein Array von Charactern bzw. ein Zeiger auf den Anfang des Arrays. Die einzelnen Zeichen folgen im Speicher direkt aufeinander und werden in aufsteigenden Adressen gespeichert. Am String-Ende folgt als Abschluss der Character &amp;lt;tt&amp;gt;'\0'&amp;lt;/tt&amp;gt;, um das Ende zu kennzeichnen. Dies ist besonders bei der Berechnung des Speicherplatzes für Strings zu berücksichtigen, denn für die 0 muss auch Platz reserviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bestimmen der Stringlänge===&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
 /* Bestimmt die Laenge des Strings ohne die abschliessende '\0' zu zaehlen */&lt;br /&gt;
 unsigned int strlength (const char *str)&lt;br /&gt;
 {&lt;br /&gt;
   unsigned int len = 0;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   while (*str++)&lt;br /&gt;
      len++;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   return len;&lt;br /&gt;
 }&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stringlänge kann auch mit der Standard-Funktion &amp;lt;tt&amp;gt;strlen&amp;lt;/tt&amp;gt; bestimmt werden, deren Prototyp sich in &amp;lt;tt&amp;gt;string.h&amp;lt;/tt&amp;gt; befindet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
 #include &amp;lt;string.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
 size_t strlen (const char*);&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===String im Flash belassen===&lt;br /&gt;
Oftmals werden Strings nur zu Ausgabezwecken verwendet und nicht verändert. Verwendet man Sequenzen der Gestalt&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
 char *str1 = &amp;quot;Hallo Welt!&amp;quot;;&lt;br /&gt;
 char str2[] = &amp;quot;Hallo Welt!&amp;quot;;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann werden die Strings im SRAM abgelegt. Im Startup-Code werden die Strings vom Flash ins SRAM kopiert und belegen daher sowohl Platz im SRAM als auch im Flash. Wird ein String nicht verändert, braucht er nicht ins SRAM kopiert zu werden. Das spart Platz im knapp bemessenen SRAM. Allerdings muss anders auf den String zugegriffen werden, denn wegen der Harvard-Architektur des AVR-Kerns kann avr-gcc anhand der Adresse nicht unterscheiden, ob diese ins SRAM, ins Flash oder ins EEPROM zeigt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
 #include &amp;lt;avr/pgmspace.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 const prog_char str3[] = &amp;quot;Hallo Welt!&amp;quot;;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 unsigned int strlen_P (const prog_char *str)&lt;br /&gt;
 {&lt;br /&gt;
    unsigned int len = 0;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
    while (1)&lt;br /&gt;
    {&lt;br /&gt;
       char c = (char) pgm_read_byte (str);&lt;br /&gt;
       if ('\0' == c)&lt;br /&gt;
          return len;&lt;br /&gt;
       len++;&lt;br /&gt;
       str++; &lt;br /&gt;
    }&lt;br /&gt;
 }&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 void foo()&lt;br /&gt;
 {&lt;br /&gt;
    unsigned int len;&lt;br /&gt;
    len = strlen_P (str3);&lt;br /&gt;
    len = strlen_P (PSTR(&amp;quot;String im Flash&amp;quot;));&lt;br /&gt;
 }&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===String ins EEPROM legen===&lt;br /&gt;
Dies geht nach dem gleichen Muster, nach dem Strings ins Flash gelegt werden. Der Zugriff wird vergleichsweise langsam, denn der EEPROM ist langsamer als SRAM bzw. Flash.&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
 #include &amp;lt;avr/eeprom.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 const char str4[] __attribute__ ((section(&amp;quot;.eeprom&amp;quot;))) = &amp;quot;Hallo Welt!&amp;quot;;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 unsigned int strlen_EE (const char *str)&lt;br /&gt;
 {&lt;br /&gt;
    unsigned int len = 0;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
    while (1)&lt;br /&gt;
    {&lt;br /&gt;
       char c = (char) eeprom_read_byte (str);&lt;br /&gt;
       if ('\0' == c)&lt;br /&gt;
          return len;&lt;br /&gt;
       len++;&lt;br /&gt;
       str++; &lt;br /&gt;
    }&lt;br /&gt;
 }&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reset auslösen==&lt;br /&gt;
Falls ein Reset per Software ausgelöst werden soll, dann geht das am besten über den [[Watchdog]].&lt;br /&gt;
Einfach nur an den RESET-Punkt an Adresse&amp;amp;nbsp;0 zu springen mit&lt;br /&gt;
 goto *((void**) 0);&lt;br /&gt;
initialisiert zwar den Controller von neuem, aber es macht keinen wirkliches RESET mit Zurücksetzen der Hardware und allen I/O-Registern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Watchdog kann man ein 'richtiges' RESET-Signal erzeugen lassen, so daß die AVR-Hardware genau so initialisiert ist, wie nach einem externen RESET. So kann man z.B. via [[UART]] ein RESET-Kommando schicken. Allerdings lässt sich der Watchdog nur minimal auf 15ms einstellen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/wdt.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/interrupt.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
...   &lt;br /&gt;
   cli();                     // Interrupts global abschalten&lt;br /&gt;
   wdt_enable (WDTO_15MS);    // Watchdog aufziehen auf 15ms&lt;br /&gt;
   while (1);                 // warten, bis er zubeisst...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welches Ereignis einen RESET ausgelöst hat, kann man im Register '''MCUCSR''' (''MCU Control and Status Register'') erfahren. Es gibt 4 mögliche RESET-Quellen:&lt;br /&gt;
* Power-On Reset&lt;br /&gt;
* External Reset&lt;br /&gt;
* Brown-Out Reset&lt;br /&gt;
* Watchdog Reset&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll der Inhalt von Variablen einen Reset überleben &amp;amp;ndash; eine Variable also nicht initialisiert werden &amp;amp;ndash; dann geht das so:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// status informiert z.B. darüber, ob wir selber den Watchdog ausgelöst haben&lt;br /&gt;
// oder nicht, oder andere Informationen&lt;br /&gt;
unsigned char status __attribute__ ((section (&amp;quot;.noinit&amp;quot;)));&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
void main (void)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   // Wert von MCUSCR merken, möglichst früh im Programm&lt;br /&gt;
   unsigned char mcucsr = MCUCSR;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // MCUCSR zurücksetzen&lt;br /&gt;
   MCUCSR = 0;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // Watchdog-Reset&lt;br /&gt;
   if (mcuscr &amp;amp; (1 &amp;lt;&amp;lt; WDRF))&lt;br /&gt;
   {&lt;br /&gt;
       // status auswerten &lt;br /&gt;
   }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // Power-On Reset: status auf definierten Wert setzen&lt;br /&gt;
   if (mcuscr &amp;amp; (1 &amp;lt;&amp;lt; PORF))&lt;br /&gt;
   {&lt;br /&gt;
       status = 0;&lt;br /&gt;
   }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // status auswerten&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Codeausführung vor main()==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitunter ist es notwendig, Code unmittelbar nach dem Reset auszuführen, noch bevor man in &amp;lt;tt&amp;gt;main()&amp;lt;/tt&amp;gt; mit der eigentlichen Programmausführung beginnt. Das kann zB. zur Bedienung eines [[Watchdog]]-Timers erforderlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einen Reset und vor Aufruf von &amp;lt;tt&amp;gt;main&amp;lt;/tt&amp;gt; werden Initialisierungen ausgeführt wie&lt;br /&gt;
* Setzen des Stackpointers&lt;br /&gt;
* Vorbelegung globaler Datenobjekte: Daten ohne Initializer werden zu 0 initialisert (Section &amp;lt;tt&amp;gt;.bss&amp;lt;/tt&amp;gt;). Für Daten mit Initializer (Section &amp;lt;tt&amp;gt;.data&amp;lt;/tt&amp;gt;) werden die Werte aus dem Flash ins SRAM kopiert.&lt;br /&gt;
* Initialisierung von Registern wie R1, in dem bei avr-gcc immer die Konstante 0 gehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Linker-Script werden Sections von &amp;lt;tt&amp;gt;.init0&amp;lt;/tt&amp;gt; bis &amp;lt;tt&amp;gt;.init9&amp;lt;/tt&amp;gt; definiert, die nacheinander abgearbeitet werden. Erst danach wird &amp;lt;tt&amp;gt;main&amp;lt;/tt&amp;gt; betreten. Um Code früh auszuführen, legt man die Funktion in eine dieser Sections:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
/* !!! never call this function !!! */&lt;br /&gt;
void __attribute__ ((naked, section (&amp;quot;.init3&amp;quot;)))&lt;br /&gt;
code_init3 (void)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
    /* Code */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Code in den &amp;lt;tt&amp;gt;.init''n''&amp;lt;/tt&amp;gt;-Sections wird sequenziell ausgeführt, daher darf in diese Sections nur der nackte Funktions-Code, ohne Prolog und ohne Epilog (also auch ohne &amp;lt;tt&amp;gt;ret&amp;lt;/tt&amp;gt;-Instruktion!). Da disee nackten Funktionen kein &amp;lt;tt&amp;gt;ret&amp;lt;/tt&amp;gt; haben, dürfen sie nicht explizit aufgerufen werden! Ihr Aufruf erfolgt implizit dadurch, daß ihr Code in einer &amp;lt;tt&amp;gt;init&amp;lt;/tt&amp;gt;-Section steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist dabei&lt;br /&gt;
* Eine so definierte Funktion darf keinesfalls aufgerufen werden!&lt;br /&gt;
* Zuweisungen wie &amp;lt;tt&amp;gt;i=0;&amp;lt;/tt&amp;gt; ergeben vor &amp;lt;tt&amp;gt;.init3&amp;lt;/tt&amp;gt; inkorrekten Code, da vor Ende von &amp;lt;tt&amp;gt;.init2&amp;lt;/tt&amp;gt; Register R1 noch nicht mit 0 besetzt ist, avr-gcc aber davon ausgeht, daß es eben diesen Wert enthält.&lt;br /&gt;
* Lokale Variablen müssen in Registern liegen, denn vor Ende von &amp;lt;tt&amp;gt;.init2&amp;lt;/tt&amp;gt; ist der Stackpointer noch nicht initialisiert. Zudem ist die Funktion &amp;lt;tt&amp;gt;naked&amp;lt;/tt&amp;gt;, hat also insbesondere keinen Prolog, der den Framepointer (Y-Register) setzen könnte, falls er benötigt wird. &lt;br /&gt;
* Gegebenenfalls ist daher die Verwendung von [[Inline-Assembler in avr-gcc|inline-Assembler]] angezeigt oder die Implementierung in einem eigenen Assembler-Modul, das dazu gelinkt wird. Der erzeugte Code ist im List-File zu überprüfen.&lt;br /&gt;
* Werden mehrere Funktionen in die selbe init-Section gelegt, ist die Reihenfolge ihrer Ausführung nicht spezifiziert und i.a. nicht die gleiche wie in der Quelle.&lt;br /&gt;
Unbenutzte init-Sections haben die Nummern 0, 1, 3 und 5 bis 8. Die verbleibenden werden vom Startup-Code verwendet:&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;.init2&amp;lt;/tt&amp;gt;: Initialisieren von R1 mit 0 und setzen des Stackpointers&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;.init4&amp;lt;/tt&amp;gt;: Kopieren der Daten vom Flash ins SRAM (&amp;lt;tt&amp;gt;.data&amp;lt;/tt&amp;gt;) und löschen von &amp;lt;tt&amp;gt;.bss&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;.init6&amp;lt;/tt&amp;gt;: C++ Konstruktoren&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;.init9&amp;lt;/tt&amp;gt;: Sprung zu &amp;lt;tt&amp;gt;main&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Programmbeispiel für Code in einer init-Section ist in &amp;quot;[[Speicherverbrauch bestimmen mit avr-gcc#Dynamischer RAM-Verbrauch|Speicherverbrauch bestimmen mit avr-gcc]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Includes=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit&lt;br /&gt;
 #include &amp;lt;...&amp;gt;&lt;br /&gt;
angegebenen Includes werden von avr-gcc in den &lt;br /&gt;
mit der Option '&amp;lt;tt&amp;gt;-I&amp;lt;/tt&amp;gt;' anegegenen Pfaden gesucht. &lt;br /&gt;
Dem Compiler bekannt ist der Pfad &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;lt;GCC_HOME&amp;gt;/avr/include&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Gibt man z.B. an &lt;br /&gt;
 #include &amp;lt;stdio.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
dann wird automatisch in diesem Verzeichnis nach &amp;lt;tt&amp;gt;stdio.h&amp;lt;/tt&amp;gt; gesucht.&lt;br /&gt;
In dem Verzeichnis stehen Standard-Includes die benötigt werden, wenn man libc-Funktionen &lt;br /&gt;
oder mathematische Funktionen verwendet. &lt;br /&gt;
AVR-spezifische Dinge stehen im Unterverzeichnis &amp;lt;tt&amp;gt;avr&amp;lt;/tt&amp;gt;, etwa:&lt;br /&gt;
 #include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Als Pfad-Separator wird immer ein '''&amp;lt;tt&amp;gt;/&amp;lt;/tt&amp;gt;''' verwendet, auch auf Windows-Betriebssystemen! Also kein '''&amp;lt;tt&amp;gt;\&amp;lt;/tt&amp;gt;'''&amp;amp;nbsp;!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Standard==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 ctype.h                   character conversion macros and ctype macros&lt;br /&gt;
 errno.h                   provides symbolic names for various error codes&lt;br /&gt;
 inttypes.h                Use [u]intN_t if you need exactly N bits.&lt;br /&gt;
                           These typedefs are mandated by the C99 standard.&lt;br /&gt;
 math.h                    mathematical functions&lt;br /&gt;
 setjmp.h                  The C library provides the setjmp() and longjmp() functions&lt;br /&gt;
                           to jump directly to another (non-local) function. &lt;br /&gt;
 stdio.h                   Standard IO facilities&lt;br /&gt;
 stdlib.h                  Declares some basic C macros and functions as defined by&lt;br /&gt;
                           the ISO standard, plus some AVR-specific extensions&lt;br /&gt;
 string.h                  perform string operations on NULL terminated strings&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==AVR-spezifisch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die AVR-spezifischen Includes finden sich wie gesagt im Unterverzeichnis &amp;lt;tt&amp;gt;avr&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die meisten dort befindlichen Header wird man nie direkt durch Angabe im C-File erhalten,&lt;br /&gt;
sondern durch Angabe von&lt;br /&gt;
 #include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dadurch werden z.B. genau der I/O-Header eingebunden, der zum AVR-Modell passt, also&lt;br /&gt;
*&amp;lt;tt&amp;gt;avr/iom8.h&amp;lt;/tt&amp;gt; für [[ATmega8]], &lt;br /&gt;
*&amp;lt;tt&amp;gt;avr/iotn2313.h&amp;lt;/tt&amp;gt; für ATtiny2313, &lt;br /&gt;
*&amp;lt;tt&amp;gt;avr/io2313.h&amp;lt;/tt&amp;gt; für [[AT90S2313]], etc. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortlich dafür ist der Schalter '&amp;lt;tt&amp;gt;-mmcu=xxx&amp;lt;/tt&amp;gt;'.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl diese Header nicht explizit angegeben werden müssen, &lt;br /&gt;
kann ein Blick dorthin hilfreich sein, um die Namen von [[SFR|SFRs]] &lt;br /&gt;
oder Signals nachzuschlagen. &lt;br /&gt;
Diese Header werden im folgenden nicht alle einzeln aufgelistet. &lt;br /&gt;
Ihre Namen sind immer &amp;lt;tt&amp;gt;avr/io*.h&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* für ATmega: &amp;lt;tt&amp;gt;avr/iom*.h&amp;lt;/tt&amp;gt; &lt;br /&gt;
* für ATtiny: &amp;lt;tt&amp;gt;avr/iotn*.h&amp;lt;/tt&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
avr/boot.h            Bootloader Support&lt;br /&gt;
avr/crc16.h           Prüfsumme CRC16&lt;br /&gt;
avr/delay.h           Verzögerungsschleife - loops for small accurate delays&lt;br /&gt;
avr/eeprom.h          EEPROM-Routinen&lt;br /&gt;
avr/ina90.h           Kompatibilität mit IAR-AVR-Compiler&lt;br /&gt;
avr/interrupt.h       sei(), cli(), ...&lt;br /&gt;
avr/io.h              --&amp;gt; inttypes.h, io*.h&lt;br /&gt;
avr/io*.h             SFRs, SIG_****, SPM_PAGESIZE, RAMEND, XRAMEND, E2END, FLASHEND&lt;br /&gt;
avr/parity.h          Parität&lt;br /&gt;
avr/pgmspace.h        Zugriff aufs Flash: Byte lesen, PROGMEM, prog_char, prog_uint8_t, ...&lt;br /&gt;
avr/portpins.h        Makros für Port-Pins&lt;br /&gt;
avr/signal.h          Makros SIGNAL() und INTERRUPT(), ...&lt;br /&gt;
avr/sleep.h           Power-Safe&lt;br /&gt;
avr/twi.h             I2C&lt;br /&gt;
avr/wdt.h             Watchdog&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Optimierungen, Tipps &amp;amp; Tricks=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Programmieren in C möchte man sich möglichst wenig mit der Codeerzeugung selbst auseinandersetzen. Man verwendet ja gerade deshalb einen Compiler und programmiert nicht in Assembler, weil man sich nicht um Register-Belegungen o.ä. kümmern will, sondern nur um die zu lösende Aufgabe.&lt;br /&gt;
GCC erzeugt zwar recht guten Code, aber er ist nicht perfekt. Gerade auf Systemen wie AVR mit nur sehr begrenzten Resourcen muss man daher dem Compiler hilfreich zur Seite stehen, wenn man noch dichteren/schnelleren Code erhalten möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Ergebnis zu beurteilen, hilft ein Blick ins Listfile. &lt;br /&gt;
Siehe dazu auch die Abschnitte &lt;br /&gt;
&amp;quot;[[Hallo Welt für AVR (LED blinken)#Listfile erstellen|Listfile erstellen]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
&amp;quot;[[Hallo Welt für AVR (LED blinken)#Die Größe ermitteln|Die Größe ermitteln]]&amp;quot; &lt;br /&gt;
im [[Hallo Welt für AVR (LED blinken)|Hallo Welt für AVR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Optimierungsgrad==&lt;br /&gt;
Als Optimierungsgrad erweist sich &amp;lt;tt&amp;gt;-Os&amp;lt;/tt&amp;gt; (Optimize for Size) als der beste, evtl. noch &amp;lt;tt&amp;gt;-O2&amp;lt;/tt&amp;gt;. Ohne Angabe eines Optimierungsgrades wird nicht optimiert, was gleichbedeutend mit der Option &amp;lt;tt&amp;gt;-O0&amp;lt;/tt&amp;gt; ist. Abzuraten ist von der maximalen Optimierung &amp;lt;tt&amp;gt;-O3&amp;lt;/tt&amp;gt;, die wegen function inlining und loop unrolling zu sehr breitem Code führt und für AVR absolut nicht angesagt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vermeide printf, scanf, malloc==&lt;br /&gt;
Funktionen von diesem Kaliber sind die absoluten Platz- und Zeitfresser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativen findet man reichlich in der &amp;lt;tt&amp;gt;avr-libc&amp;lt;/tt&amp;gt; wie &amp;lt;tt&amp;gt;itoa&amp;lt;/tt&amp;gt; und &amp;lt;tt&amp;gt;atoi&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Und für &amp;lt;tt&amp;gt;malloc&amp;lt;/tt&amp;gt; und Konsorten sind dynamische Arrays und das Compiler-Builtin &amp;lt;tt&amp;gt;__builtin_alloca&amp;lt;/tt&amp;gt; effizientere Alternativen, siehe auch im Abschnitt &amp;quot;[[avr-gcc#Dynamische Speicherallokierung|Dynamische Speicherallokierung]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konstante Strings ins Flash== &lt;br /&gt;
Konstante Strings, wie sie zu Ausgabezwecken Verwendung finden, werden im Programm oft nicht verändert und brauchen nicht SRAM zu belegen (und damit auch Flash, von wo aus sie vom Startup-Code ins SRAM kopiert werden), sondern gehören ins Flash! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechende Routinen, um auf Strings im Flash zuzugreifen, tragen die Suffix &amp;lt;tt&amp;gt;_P&amp;lt;/tt&amp;gt;, wie z.B. &amp;lt;tt&amp;gt;strcmp_P&amp;lt;/tt&amp;gt; mit dem Prototyp&lt;br /&gt;
 extern int *strcmp_P (char *, const prog_char *)&lt;br /&gt;
Die Implementierungen befinden sich in der &amp;lt;tt&amp;gt;avr-libc&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anwendung:'''&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/pgmspace.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
const prog_char str_p[]     = &amp;quot;Ein String im Flash&amp;quot;;&lt;br /&gt;
const char str2_p[] PROGMEM = &amp;quot;Noch ein String im Flash&amp;quot;;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
   // String im SRAM mit String im Flash vergleichen&lt;br /&gt;
   if (!strcmp_P (str_sram, str_p))&lt;br /&gt;
   {&lt;br /&gt;
       // mach was bei Gleichheit&lt;br /&gt;
   }&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sprungtabelle===&lt;br /&gt;
Genauso macht man auch eine Sprungtabelle, um anhand von Kommando-Strings dazugehörige Funktionen ausführen zu lassen:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/pgmspace.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
int func1 (int arg)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#define TEXT_LEN 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// Die Kommandostruktur&lt;br /&gt;
typedef struct &lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   int (*func)(int);     // Zeiger auf die auszuführende Funktion&lt;br /&gt;
   int arg;              // das Argument, das mitübergeben wird&lt;br /&gt;
   char text[1+TEXT_LEN]; // Text, maximal TEXT_LEN Zeichen lang&lt;br /&gt;
} command_t;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// Das Array mit den Kommandos.&lt;br /&gt;
// Die funcx sind vom Prototyp (z.B. func1 oben)&lt;br /&gt;
// int funcx (int arg);&lt;br /&gt;
const command_t commands[] PROGMEM =&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   { func1, 0, &amp;quot;Befehl 1&amp;quot; },&lt;br /&gt;
   { func2, 3, &amp;quot;Befehl für func2&amp;quot; }&lt;br /&gt;
};&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// Sucht in commands[] nach text und führt gegebenenfalls&lt;br /&gt;
// die dazugehörige Funktion funcx mit Argument arg aus.&lt;br /&gt;
// Liefert den Rückgabewert von funcx &lt;br /&gt;
// oder -1, falls text nicht gefunden wurde.&lt;br /&gt;
int execute (const char *text)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   // Schleifenvariable&lt;br /&gt;
   unsigned char i;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // Wandert durch das Array mit Kommando-Strukturen&lt;br /&gt;
   const command_t * cmd = commands;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // sizeof wird von gcc ausgewertet und ist wie eine Konstante,&lt;br /&gt;
   // denn beide sizeofs sind zur Compilezeit bekannt&lt;br /&gt;
   for (i=0; i &amp;lt; sizeof(commands) / sizeof(command_t); i++)&lt;br /&gt;
   {&lt;br /&gt;
      // Ist das der gesuchte String? &lt;br /&gt;
      if (strcmp_P (text, cmd-&amp;gt;text))&lt;br /&gt;
      {&lt;br /&gt;
        // Nein, dann weitersuchen&lt;br /&gt;
        cmd++;&lt;br /&gt;
        continue;&lt;br /&gt;
      }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      // Ja&lt;br /&gt;
      int (*func)(int), arg;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      // Dann Funktionszeiger und Argument besorgen,&lt;br /&gt;
      func = (int(*)(int)) pgm_read_word (&amp;amp; cmd-&amp;gt;func);&lt;br /&gt;
      arg  = (int)         pgm_read_word (&amp;amp; cmd-&amp;gt;arg);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      // Funktion ausführen und deren Wert zurückliefern      &lt;br /&gt;
      return func (arg);&lt;br /&gt;
   }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // text ist nicht in commands&lt;br /&gt;
   return -1;&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachteil dabei ist, daß jeder String den maximalen Platz von TEXT_LEN+1 Zeichen belegt.&lt;br /&gt;
Falls man da noch weiter sparen will, dann kann man die Strings wieder ins Flash legen und ihre Adresse in der Struktur merken. Dadurch belegt ein String nur noch Länge+3 Zeichen (+3 wegen 1 Endezeichen und 2 Bytes für seine in der Struktur gemerkte Adresse). Die Definition der Tabelle wird aber umständlicher, weil jeder String einzeln angegeben werden muss:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/pgmspace.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// Die Kommandostruktur&lt;br /&gt;
typedef struct &lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
   char *text; // Zeiger auf Text&lt;br /&gt;
} command_t;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
const prog_char str_1[] = &amp;quot;Befehl 1&amp;quot;;&lt;br /&gt;
const prog_char str_2[] = &amp;quot;Befehl für func2&amp;quot;;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
const command_t commands[] PROGMEM =&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   { func1, 0, str_1 },&lt;br /&gt;
   { func2, 3, str_2 }&lt;br /&gt;
};&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// Sucht in commands[] nach text und führt gegebenenfalls&lt;br /&gt;
// die dazugehörige Funktion funcx mit Argument arg aus.&lt;br /&gt;
// Liefert den Rückgabewert von funcx &lt;br /&gt;
// oder -1, falls text nicht gefunden wurde.&lt;br /&gt;
int execute (const char *text)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   // Schleifenvariable&lt;br /&gt;
   unsigned char i;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // Wandert durch das Array mit Kommando-Strukturen&lt;br /&gt;
   const command_t * cmd = commands;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   // sizeof wird von gcc ausgewertet und ist wie eine Konstante,&lt;br /&gt;
   // denn beide sizeofs sind zur Compilezeit bekannt&lt;br /&gt;
   for (i=0; i &amp;lt; sizeof(commands) / sizeof (command_t); i++)&lt;br /&gt;
   {&lt;br /&gt;
      const prog_char * text_P;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      // Liest die Startadresse von str_x&lt;br /&gt;
      text_P = (const prog_char *) pgm_read_word (&amp;amp; cmd-&amp;gt;text);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      // Ist das der gesuchte String?	&lt;br /&gt;
      if (strcmp_P (text, text_P))&lt;br /&gt;
      {&lt;br /&gt;
         ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lokale Variablen verwenden==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Manipulieren globaler Variablen kann es günstig sein, diese in eine lokale Variable zu kopieren, dort zu verändern, und sie danach wieder zu schreiben &lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
char var;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
void foo1()&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   var++;&lt;br /&gt;
   if (var &amp;gt; 10)&lt;br /&gt;
      var = 1;&lt;br /&gt;
} &lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dadurch wird einmal unnötig gespeichert (der dritte Befehl kann vermieden werden).&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
foo1:&lt;br /&gt;
  lds r24,var        ; *movqi/4	[length = 2]&lt;br /&gt;
  subi r24,lo8(-(1)) ; addqi3/2	[length = 1]&lt;br /&gt;
  sts var,r24        ; *movqi/3	[length = 2]&lt;br /&gt;
  cpi r24,lo8(11)    ; cmpqi/2	[length = 1]&lt;br /&gt;
  brlt .L3           ; branch	[length = 1]&lt;br /&gt;
  ldi r24,lo8(1)     ; *movqi/2	[length = 1]&lt;br /&gt;
  sts var,r24        ; *movqi/3	[length = 2]&lt;br /&gt;
.L3:&lt;br /&gt;
  ret	&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Indem man eine lokale Variable (&amp;lt;tt&amp;gt;var2&amp;lt;/tt&amp;gt;) verwendet für die Änderung von &amp;lt;tt&amp;gt;var&amp;lt;/tt&amp;gt; vermeidet man dies:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
char var;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
void foo2()&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   char var2 = var;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   var2++;&lt;br /&gt;
   if (var2 &amp;gt; 10)&lt;br /&gt;
      var2 = 1;&lt;br /&gt;
      &lt;br /&gt;
   var = var2;&lt;br /&gt;
} &lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dadurch wird erst am Ende gespeichert. &amp;lt;tt&amp;gt;var2&amp;lt;/tt&amp;gt; lebt in Register &amp;lt;tt&amp;gt;r24&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
foo2:&lt;br /&gt;
  lds r24, var       ; *movqi/4   [length = 2]&lt;br /&gt;
  subi r24,lo8(-(1)) ; addqi3/2   [length = 1]&lt;br /&gt;
  cpi r24,lo8(11)    ; cmpqi/2    [length = 1]&lt;br /&gt;
  brlt .L2           ; branch     [length = 1]&lt;br /&gt;
  ldi r24,lo8(1)     ; *movqi/2   [length = 1]&lt;br /&gt;
.L2:&lt;br /&gt;
  sts var, r24       ; *movqi/3   [length = 2]&lt;br /&gt;
  ret&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesem einfachen Beispiel spart man lediglich eine Instruktion. Bei komplexeren Rechnungen oder längeren Datentypen kann es aber durchaus lohnender sein, in lokale Register zu kopieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arithmetik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Daten zerlegen/zusammensetzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In systemnahen Programmen hat man oft was Problem, auf die einzelnen Bytes oder Bitfelder einer grösseren Datenstruktur zuzugreifen. Indem man sich ein Komposit baut, das die gewünschten Strukturen überlagert, kann man effizient z.B. auf Bytes zugreifen. Ausnahme sind Bitfelder, deren Verwendung etwas breiten Code ergibt. Bitfelder &amp;quot;von Hand&amp;quot; zu manipulieren, ist da manchmal effizienter, führt jedoch zu schlecht lesbarem Code.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft benötigt wird der Zugriff auf die einzelnen Bytes eines &amp;lt;tt&amp;gt;int&amp;lt;/tt&amp;gt;, also der Zugriff auf die Bytes eines 16-Bit-Wertes:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
typedef union&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
    unsigned char  asByte[2];&lt;br /&gt;
    unsigned short asWord;&lt;br /&gt;
    int            asInt;&lt;br /&gt;
} data16_t;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
data16_t data;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
   int foo;&lt;br /&gt;
   uint8_t wert;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   data.asInt = foo;&lt;br /&gt;
   wert = data.asByte[1]; // die oberen 8 Bits von foo&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein komplexeres Beispiel, das noch mehr Datentypen überlagert:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
typedef ... foo_t;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
typedef union&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   unsigned char byte[4];       // Zugriff als Bytes (8 Bit)&lt;br /&gt;
   unsigned short word[2];      // Zugriff als Words (16 Bit)&lt;br /&gt;
   signed long slong;           // Zugriff als signed long (32 Bit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   struct                       // Zugriff auf einzelne Bitgruppen&lt;br /&gt;
   {&lt;br /&gt;
      unsigned bit_0_3  : 4;    //  4 Bits (0..3)&lt;br /&gt;
      unsigned bit_4_8  : 5;    //  5 Bits (4..8)&lt;br /&gt;
      unsigned bit_9_21 : 13;   // 13 Bits (9..21)&lt;br /&gt;
      unsigned bit_22_31: 10;   // 10 Bits (22..31)&lt;br /&gt;
   };   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   foo_t foo;                   // Zugriff als foo-Struktur&lt;br /&gt;
} data_t;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
   data_t data;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   data.byte[2] = 12;          // setzt byte 2 auf 12&lt;br /&gt;
   data.bit_4_8 = 0x1f;        // setzt bits 4..8 (5 Stück) alle auf 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   int anInt = data.foo.anInt; // liest ein Feld von foo (hier ein int)&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===libgcc2 verwenden===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der libgcc2 sind einige Arithmetik-Routinen in Assembler implementiert. Dazu gehören ein paar Algorithmen zu Division (mit Rest) und Multiplikation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen Algorithmen werden durch die avr-libc jedoch nur zwei Strukturen und Funktionen veröffentlicht: &amp;lt;tt&amp;gt;div_t&amp;lt;/tt&amp;gt; und &amp;lt;tt&amp;gt;ldiv_t&amp;lt;/tt&amp;gt; resp. die Funktionen &amp;lt;tt&amp;gt;div()&amp;lt;/tt&amp;gt; und &amp;lt;tt&amp;gt;ldiv()&amp;lt;/tt&amp;gt;. Siehe dazu deine Dokumentation zur avr-libc. Damit kann man Quotient und zusätzlich den Rest bei einer Division 16/16 bzw. 32/32 berechnen lassen; den Rest bekommt man quasi kostenlos als Nebenprodukt. Das ist praktisch, wenn man z.b. eine Zahl in Dezimaldarstellung umwandeln möchte oder von/nach [[BCD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den via avr-libc veröffentlichten Funktionen gibt es aber noch Routinen, die z.B. auf 8-Bit-Werten operieren oder mit &amp;lt;tt&amp;gt;unsigned&amp;lt;/tt&amp;gt; Typen und dementsprechend effizienter sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel: Umwandeln nach Dezimalstring'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ein Beispiel, das Division mit Rest für &amp;lt;tt&amp;gt;unsigned short&amp;lt;/tt&amp;gt; verwendet, um eine 16-Bit-Zahl in Dezimaldarstellung zu wandeln:&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
 extern udiv_t __udivmodhi4 (unsigned short, unsigned short);&lt;br /&gt;
 #define udiv __udivmodhi4&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
// Struktur definieren und Funktion bekannt machen&lt;br /&gt;
typedef struct&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
	unsigned short quot;&lt;br /&gt;
	unsigned short rem;&lt;br /&gt;
} udiv_t;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
extern udiv_t udiv (unsigned short, unsigned short) __asm__(&amp;quot;__udivmodhi4&amp;quot;);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// 5 Ziffern (0...65535) und evtl. noch eine führende 0&lt;br /&gt;
#define DIGITS 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// +1 wegen String-Ende (wird im Startup auf 0 gesetzt)&lt;br /&gt;
char string[DIGITS+1];&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// Wandelt zahl in Dezimaldarstellung um.&lt;br /&gt;
// Der return-Wert zeigt irgendwo ins string[]-Array.&lt;br /&gt;
// string[] wird verändert.&lt;br /&gt;
char* toString (unsigned short zahl)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
	// s zeigt auf das Ende von string&lt;br /&gt;
	// string wird von hinten nach vorne gefüllt&lt;br /&gt;
	char *s = string + DIGITS;&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	// qrem enthält Quotient (quot) und Rest (rem) der Divisionen&lt;br /&gt;
	udiv_t qrem = {.quot = zahl};                  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	do&lt;br /&gt;
	{&lt;br /&gt;
		// Division mit Rest durch 10&lt;br /&gt;
		// quot: Ergebnis für den nächsten Durchlauf&lt;br /&gt;
		// rem:  Rest ist die Ziffer im 10er-System&lt;br /&gt;
		qrem = udiv (qrem.quot, 10);&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
		// Ziffer in Zeichen wandeln und speichern&lt;br /&gt;
		*(--s) = '0' + qrem.rem;&lt;br /&gt;
	}	&lt;br /&gt;
	while (0 != qrem.quot);&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	// Falls eine führende '0' gespeichert wurde: weg damit&lt;br /&gt;
	// ausser zahl war selbst schon 0&lt;br /&gt;
	if (*s == '0' &amp;amp;&amp;amp; *(s+1) != '\0')&lt;br /&gt;
		s++;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	return s;&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man eine Division und/oder Rest für 8-Bit braucht, dann geht für &amp;lt;tt&amp;gt;unsigned&amp;lt;/tt&amp;gt; analog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel: BCD-Umrechnung'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wandeln einer 8-Bit-Zahl &amp;lt;tt&amp;gt;0 &amp;lt;= num &amp;lt; 100&amp;lt;/tt&amp;gt; nach [[BCD]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
typedef struct&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
	unsigned char quot;  // Quotient&lt;br /&gt;
	unsigned char rem;   // Rest (remainder)&lt;br /&gt;
} udiv8_t;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
extern udiv8_t udiv8 (unsigned char, unsigned char) __asm__ (&amp;quot;__udivmodqi4&amp;quot;);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
// Wandelt num nach BCD um, 0 &amp;lt;= num &amp;lt;= 99&lt;br /&gt;
// return-Wert ist dann 0x0 &amp;lt;= return &amp;lt;= 0x99&lt;br /&gt;
unsigned char to_bcd (unsigned char num)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
	udiv8_t qrem = udiv8 (num, 10);&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
	return (unsigned char) (qrem.quot &amp;lt;&amp;lt; 4) | qrem.rem;&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Division durch Multiplikation===&lt;br /&gt;
===Vermeiden von float und double===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Inkompatibilität=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[GCC]] &amp;amp;ndash; und somit auch avr-gcc &amp;amp;ndash; werden ständig weiter entwickelt. Dies betrifft das Beheben von Fehlern, die Unterstützung neuer Architekturen/Sprachen/Betriebssysteme, Implementierung neuer Optimierungsalgorithmen, Vereinheitlichungen, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider führt dies auch zu Inkompatibilitäten verschiedener avr-gcc-Versionen untereinander, und eine C-Quelle, die mit einer Version von avr-gcc fehler- und warnungsfrei übersetzt werden kann, ist mit einer anderen Version möglicherweise nicht compilierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;#include &amp;lt;avr/signal.h&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: In Versionen bis 3.4.3 werden in dieser Header-Datei u.a. die Makros &amp;lt;tt&amp;gt;SIGNAL()&amp;lt;/tt&amp;gt; und &amp;lt;tt&amp;gt;INTERRUPT()&amp;lt;/tt&amp;gt; definiert, die man braucht, wenn man eine C-Funktion als Interrupt-Routine ([[ISR]]) kennzeichnen will. In neueren Versionen ab 3.4.4 sind diese Definitionen in den Header &amp;lt;tt&amp;gt;avr/interrupt.h&amp;lt;/tt&amp;gt; gewandert, wo auch Makros wie &amp;lt;tt&amp;gt;sei()&amp;lt;/tt&amp;gt; und &amp;lt;tt&amp;gt;cli()&amp;lt;/tt&amp;gt; definiert werden. Die Inkludierung von &amp;lt;tt&amp;gt;avr/signal.h&amp;lt;/tt&amp;gt; in den neueren avg-gcc Versionen führt zu einer Warnung, irgendwann vielleicht sogar zu einem Fehler, weil die Datei nicht mehr bei avr-gcc dabei ist und daher nicht mehr gefunden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;#include &amp;lt;util/...h&amp;gt;&amp;lt;/tt&amp;gt;: In &amp;lt;tt&amp;gt;util&amp;lt;/tt&amp;gt; stehen jetzt Header wie &amp;lt;tt&amp;gt;util/parity.h&amp;lt;/tt&amp;gt; oder das vielverwendete &amp;lt;tt&amp;gt;util/delay.h&amp;lt;/tt&amp;gt;, die vormals im Include-Unterverzeichnis &amp;lt;tt&amp;gt;avr&amp;lt;/tt&amp;gt; zu finden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Interrupt Service Routinen: Auch die API zur Definition von [[ISR]]s hat sich von avr-gcc Version 3.x zur Version 4.x geändert:&lt;br /&gt;
:'''avr-gcc 3.x'''&lt;br /&gt;
::{|&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
SIGNAL (SIG_INTERRUPT0)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
    /* Interrupt Code */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
INTERRUPT (SIG_OVERFLOW0)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
    /* Interrupt Code */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:'''avr-gcc 4.x'''&lt;br /&gt;
::{|&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISR (INT0_vect)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
    /* Interrupt Code */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
void TIMER0_OVF_vect (void) __attribute__((interrupt));&lt;br /&gt;
void TIMER0_OVF_vect (void)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
    /* Interrupt Code */&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Bugs=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;lt;tt&amp;gt;__builtin_return_address(0)&amp;lt;/tt&amp;gt;: ist entgegen der Spezifikation nicht implementiert und liefert in der Regel ein falsches Ergebnis.&lt;br /&gt;
;gcc 4.x: In der 4er-Version gab es tiefgreifende interne Änderungen im Compiler; er ist noch instabil und kann momentan nicht für den Produktiv-Einsatz empfohlen werden (Stand 02/2006). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Auswirkungen der Optimierungen auf das Zielsystem &amp;lt;tt&amp;gt;avr&amp;lt;/tt&amp;gt; bleibt abzuwarten, dürfte aber nicht wesentlich sein. Die neue 4-er Version wurde u.a. deshalb aufgelegt, um mit dem Intel-Compiler gleichzuziehen &amp;amp;ndash; also im Hinblick auf das Zielsystem &amp;lt;tt&amp;gt;i386&amp;lt;/tt&amp;gt;) gemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Auch nach dem Release der 4-er Version wird die 3-er Version weiterentwickelt, da erst nach 1-2 Jahren nach Release einer neuer Major-Version ein Umstieg anzuraten ist und auch erst dann getätigt wird (zumindest im professionellen Bereich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Abkürzungen und Bezeichnungen=&lt;br /&gt;
; [[GCC]]: GNU Compiler Collection&lt;br /&gt;
; gcc: GNU C-Compiler&lt;br /&gt;
; GPR: '''G'''eneral '''P'''urpose '''R'''egister&lt;br /&gt;
; [[ISR]]: [[Interrupt|'''I'''nterrupt]] '''S'''ervice '''R'''outine&lt;br /&gt;
; [[IRQ]]: '''I'''nterrupt '''R'''e'''q'''uest&lt;br /&gt;
; Prolog/Epilog: Code am Anfang/Ende jeder Funktionen/ISR, der dazu dient, verwendete Register zu sichern, den Stack-Frame für lokale [[Variable|Variablen]] anzulegen (falls benötigt), Stackpointer zu setzen, zurück zu springen (&amp;lt;tt&amp;gt;ret&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;reti&amp;lt;/tt&amp;gt;), etc.&lt;br /&gt;
; SFR: '''S'''pecial '''F'''unction '''R'''egister&lt;br /&gt;
; Target: Zielsystem, in unserem Falle avr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Siehe auch=&lt;br /&gt;
* [[C-Tutorial]]&lt;br /&gt;
'''Code-Beispiele'''&lt;br /&gt;
* [[Hallo Welt für AVR (LED blinken)]] - ein erstes Beispiel für avr-gcc&lt;br /&gt;
*[[:Kategorie:Quellcode_C|C-Codebeispiele]]&lt;br /&gt;
* [[Fallstricke bei der C-Programmierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Details'''&lt;br /&gt;
* [[Inline-Assembler in avr-gcc|Inline-Assembler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Installation (Linux)'''&lt;br /&gt;
* [[avr-gcc und avrdude installieren]]&lt;br /&gt;
'''Sonstiges'''&lt;br /&gt;
* [[WinAVR]]&lt;br /&gt;
* [[Speicherverbrauch bestimmen mit avr-gcc]]&lt;br /&gt;
* [[Compiler]]&lt;br /&gt;
* [[Dev-Cpp IDE]]&lt;br /&gt;
* [[AVR]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
* [[Sourcevergleich]]&lt;br /&gt;
* [[Codevergleich AVR-Compiler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
== Downloads==&lt;br /&gt;
* [http://sourceforge.net/projects/winavr/ WinAVR-Projekt bei sourceforge.net (en)]&lt;br /&gt;
* [http://cdk4avr.sourceforge.net/ avr-gcc und toolchain als Linux-Paket bei sourceforge.net (en)]&lt;br /&gt;
== Tipps, Installation ==&lt;br /&gt;
* [http://www.linuxfocus.org/Deutsch/November2004/article352.shtml Tipps zu Build und Installation von avr-gcc, binutils und avr-libc unter Linux bei linuxfocus.org]&lt;br /&gt;
* [http://users.rcn.com/rneswold/avr/ Rich Neswold: ''A GNU Development Environment for the AVR Microcontroller'']&lt;br /&gt;
* [http://www.roboternetz.de/phpBB2/zeigebeitrag.php?p=125603#125603 avrgcc + avrdude installieren] (Foren-Beitrag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* [http://gcc.gnu.org/ Offizielle Homepage von GCC (en)]&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/GNU_Compiler_Collection GCC in der deutschen Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial avr-gcc-Tutorial auf mikrocontroller.net]&lt;br /&gt;
* [http://www.avrfreaks.net/AVRGCC/ avr-gcc bei avrfreaks.net (en)]&lt;br /&gt;
* [http://savannah.nongnu.org/projects/avr-libc/ Nützliche GCC Runtime-Libary]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Autor=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:SprinterSB|SprinterSB]] 11:27, 7. Dez 2005 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quellcode C|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pascal</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Fallstricke_bei_der_C-Programmierung&amp;diff=7174</id>
		<title>Fallstricke bei der C-Programmierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Fallstricke_bei_der_C-Programmierung&amp;diff=7174"/>
				<updated>2006-05-04T18:47:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Pascal: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Tippfehler=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tippfehler können immer passieren. Besonders fies ist es, wenn der Tippfehler nicht zu einer Warnung oder zu einer Fehlermeldung führt, weil der entstandene Code korrekter C-Code ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein &amp;lt;tt&amp;gt;;&amp;lt;/tt&amp;gt; zu viel==&lt;br /&gt;
Ein reflexartig eingetippter oder nach Änderungen stehen gebliebener &amp;lt;tt&amp;gt;;&amp;lt;/tt&amp;gt; hat schon so manches &lt;br /&gt;
Programm ausgeknockt:&lt;br /&gt;
 if (a == 0);&lt;br /&gt;
 {&lt;br /&gt;
    /* mach was */&lt;br /&gt;
 }&lt;br /&gt;
Wenn &amp;lt;tt&amp;gt;a == 0&amp;lt;/tt&amp;gt; ist, dann wird &amp;lt;tt&amp;gt;;&amp;lt;/tt&amp;gt; ausgeführt (also im Endeffekt garnichts). Danach kommt der Block, der im &amp;lt;tt&amp;gt;if&amp;lt;/tt&amp;gt; stehen sollte. Der wird immer ausgeführt, denn er gehört nicht mehr zum &amp;lt;tt&amp;gt;if&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zuweisung statt Vergleich==&lt;br /&gt;
 if (a = 0)&lt;br /&gt;
 {&lt;br /&gt;
    /* mach was */&lt;br /&gt;
 }&lt;br /&gt;
Zuerst wird &amp;lt;tt&amp;gt;a = 0&amp;lt;/tt&amp;gt; gesetzt und dann überprüft, ob die &amp;lt;tt&amp;gt;if&amp;lt;/tt&amp;gt;-Bedingung erfullt ist. Der Wert ist aber immer &amp;lt;tt&amp;gt;0&amp;lt;/tt&amp;gt;, was ''nicht erfüllt'' bedeutet. Der nachfolgende Block wird nie betreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abhilfe schafft, indem man sich angewöhnt zu schreiben&lt;br /&gt;
 if (0 == a)&lt;br /&gt;
Wenn man dann eine Zuweisung eintippt, gibt's einen Compiler-Fehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Signal/Interrupt-Name vertippt (avr-gcc)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 SIGNAL (SIG_OVEFRLOW0)&lt;br /&gt;
 {&lt;br /&gt;
    /* mach was */&lt;br /&gt;
 }&lt;br /&gt;
Nicht alle Compiler-Versionen meckern da. Der [[ISR]]-Code wird nicht in die Interrupt-Tabelle eingetragen. Kommt es zum [[Interrupt]], dann landet man in RESET.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mangelnde C-Kenntnis=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Warnung ignoriert==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;quot;''Wieso soll das Probleme machen? Das ist doch nur eine Warnung!''&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warnungen zur Compile-Zeit werden gerne zu Fehlern zur Laufzeit. Letztere sind deutlich schwerer zu finden, als angewarnten Code zu korrigieren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
void foo (long*);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
void bar (int *p)&lt;br /&gt;
{&lt;br /&gt;
    foo (p+1); &lt;br /&gt;
    // Was soll das sein?!&lt;br /&gt;
    // ((long*) p) + 1       oder  &lt;br /&gt;
    // (long*) (p + 1)&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;gt; gcc -c -o prog.o prog.c&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
prog.c: In function `bar':&lt;br /&gt;
prog.c:5: warning: passing arg 1 of `foo' from incompatible pointer type&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Array-Index==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informatiker am Bahnhof:&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;0, 1, 2, ... Wo ist mein dritter Koffer?!&amp;quot;''&lt;br /&gt;
Gleiches gilt für Arrays:&lt;br /&gt;
 #define NUM 10;&lt;br /&gt;
 int a[NUM]; // für die N Werte a[0] ... a[N-1]&lt;br /&gt;
Ein Zugriff auf &amp;lt;tt&amp;gt;a[N]&amp;lt;/tt&amp;gt; greift igrdendwo hin. &lt;br /&gt;
Wahlweise liest man Schrott oder überschreibt andere Daten, die in der Nähe liegen, und&lt;br /&gt;
plötzlich seltsame Werte enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bitweise vs. Logische Operatoren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Operatoren AND, OR und NOT gibt es in C in zwei Ausprägungen&lt;br /&gt;
;bitweise: Die Operatoren &amp;lt;tt&amp;gt;^&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;|&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;~&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;|=&amp;lt;/tt&amp;gt;,  &amp;lt;tt&amp;gt;^=&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;=&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;|=&amp;lt;/tt&amp;gt; operieren bitweise. Der entsprechende Operator wird also auf alle Bits des Wertes parallel angewandt und das Ergebnis für ein Bit ist unabhängig vom Inhalt der anderen Bits.&lt;br /&gt;
;logisch:  Die Operatoren &amp;lt;tt&amp;gt;||&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;&amp;amp;&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;!&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;&amp;amp;=&amp;lt;/tt&amp;gt;, &amp;lt;tt&amp;gt;||=&amp;lt;/tt&amp;gt; operieren auf dem ganzen (int) Wert und berücksichtigen nur, ob der Wert 0 (false) oder ungleich 0 (true) ist.&lt;br /&gt;
Dementsprechend liefert &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;&amp;amp;&amp;lt;/tt&amp;gt; i.d.R. ein anderes Ergebnis als &amp;lt;tt&amp;gt;&amp;amp;&amp;lt;/tt&amp;gt;:&lt;br /&gt;
 if (a &amp;amp;&amp;amp; b) // erfüllt, wenn a!=0 und b!=0 &lt;br /&gt;
 if (a &amp;amp; b)  // erfüllt, wenn in a und b an der gleichen Stelle ein Bit gesetzt ist&lt;br /&gt;
Ein Verwechseln bzw. unkorrektes Einsetzen der Operatoren gibt also ein falsches Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TRUE ist nicht 1==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da C die Begriffe TRUE und FALSE eigentlich nicht kennt, wurde schon öfter beobachtet, daß folgendes definiert wurde: &lt;br /&gt;
 #define TRUE 1&lt;br /&gt;
 #define FALSE 0&lt;br /&gt;
solange man damit nur Schalter setzt und abfragt, ist dagegen nichts zu sagen. &lt;br /&gt;
 a = TRUE; b = FALSE;&lt;br /&gt;
 if ( (a == TRUE) &amp;amp;&amp;amp; (b == FALSE)) {..&amp;quot;this is true&amp;quot;..} &lt;br /&gt;
wenn man aber dann schreibt&lt;br /&gt;
 if ( (a &amp;amp; b) == TRUE)  {..&amp;quot;this is true&amp;quot;..}&lt;br /&gt;
kann man einen herbe Enttäuschung erleben. Man müßte für ein richtiges Ergebnis schreiben&lt;br /&gt;
 if ( (a &amp;amp; b) != FALSE)  {..&amp;quot;this is true&amp;quot;..}&lt;br /&gt;
Damit ist aber eine gute Lesbarkeit endgültig dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser sind Definition wie&lt;br /&gt;
 #define FALSE (0!=0)&lt;br /&gt;
 #define TRUE  (0==0)&lt;br /&gt;
denn damit gilt einerseits, daß für alle boolschen Werte einschliesslich dieser Konstanten der&lt;br /&gt;
Zusammenhang &amp;lt;tt&amp;gt;x = !!x&amp;lt;/tt&amp;gt; besteht. &lt;br /&gt;
Mit der allerersten Definition hat man das unerwünschte Ergebnis &amp;lt;tt&amp;gt;TRUE != !FALSE&amp;lt;/tt&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Andererseits kann man direkt gegen diese Konstanten vergleichen:&lt;br /&gt;
 a = (x &amp;lt; y);&lt;br /&gt;
 ...&lt;br /&gt;
 if (a == TRUE) // oder die 'klassische' Variante: if (a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein , anstatt . in Konstante==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In C sowie im angloamerikanischen Sprachraum werden Dezimalbrüche mit einem &amp;lt;tt&amp;gt;.&amp;lt;/tt&amp;gt; (Punkt) geschrieben und nicht wie im Deutschen mit einem &amp;lt;tt&amp;gt;,&amp;lt;/tt&amp;gt; (Komma): &lt;br /&gt;
 float pi;&lt;br /&gt;
 pi = 3,14;         // *AUTSCH* soll wohl heissen 3.14&lt;br /&gt;
Die zweite Zeile besteht aus zwei durch ein Komma getrennten Anweisungen, so daß das ganze&lt;br /&gt;
etwa gleichbedeutend ist mit&lt;br /&gt;
 float pi;&lt;br /&gt;
 pi = 3;&lt;br /&gt;
 14;&lt;br /&gt;
Jedenfalls ist es korrekter C-Code!&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;tt&amp;gt;14;&amp;lt;/tt&amp;gt; ist ein Ausdruck, der nicht weiter gebraucht wird und daher wegfällt, da&lt;br /&gt;
er im Gegensatz zu einer void-Funktion keine Wirkung hat.&lt;br /&gt;
Man rechnet also mit dem Wert&amp;amp;nbsp;3 für &amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das falsche Komma hat auch schon so manchen ebay-Freak aufs Kreuz gelegt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Führende 0 in Konstanten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In C kennzeichnet eine führende 0 bei einer Zahlenkonstante, &lt;br /&gt;
daß die Zahl oktal dargestellt ist. Somit ist 010 nicht gleich 10.&lt;br /&gt;
 if (a == 030) // ist a gleich 24?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Nicht-atomarer Code=&lt;br /&gt;
Verwendet man in einem Programm [[IRQ|IRQs]] ([[Interrupt|Interrupts]]) und ändert in der [[ISR]] (Service Routine) ein Datum (Variable, SFR, ...), dann wird diese Änderung möglicherweise überschrieben, wenn die IRQ zu einem ungünstigen Zeitpunkt auftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ausführlicheres Beispiel, das zeigt, was passieren kann, findet sich im Artikel [[avr-gcc]] im Abschnitt &amp;quot;[[avr-gcc#Zugriff auf einzelne Bits|Zugriff auf einzelne Bits]]&amp;quot;. Ein weiteres Beispiel ist das Lesen, Schreiben oder Testen einer mehrbytigen Variable:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
int volatile i;&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
   if (0 == i)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weil &amp;lt;tt&amp;gt;i&amp;lt;/tt&amp;gt; länger als 1 Byte ist, kann es je nach Architektur nicht in einem Befehl gelesen werden;&lt;br /&gt;
daher kann während des Lesens eine IRQ auftreten, in deren ISR der Wert von &amp;lt;tt&amp;gt;i&amp;lt;/tt&amp;gt; möglicherweise &lt;br /&gt;
verändert wird. Der obige Code könnte etwa so assembliert werden (hier mit [[avr-gcc]]):&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
   ; i wird vom SRAM in das Registerpaar r24:r25 geladen&lt;br /&gt;
   ; low-Teil laden&lt;br /&gt;
   lds r24,i&lt;br /&gt;
   ; high-Teil laden&lt;br /&gt;
   ; wenn hier eine IRQ zuschlägt, in der i verändert wird, ist der Registerinhalt korrupt&lt;br /&gt;
   lds r25,(i)+1&lt;br /&gt;
   or r24,r25&lt;br /&gt;
   brne ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Natürlich können auch komplexere Datenstrukturen von diesem Phänomen betroffen sein.&lt;br /&gt;
Besonders unangenehm an dieser Klasse von Fehlern ist, daß sie nur sporadisch auftauchen&lt;br /&gt;
und man sie daher selbst mit einem guten Debugger sehr schlecht orten kann, da die zugehörige&lt;br /&gt;
Codestelle fast immer korrekt abgearbeitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit dem zu begegnen ist, den ganzen betroffenen Block ununterbrechbar (atomar) zu machen.&lt;br /&gt;
Wieder ein Beispiel für avr-gcc:&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/io.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
#include &amp;lt;avr/interrupt.h&amp;gt;&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
   unsigned char sreg = SREG;  // Das sollte UNBEDINGT eine lokale Variable sein, &lt;br /&gt;
                               // sonst müßte man explizit auf den STACK pushen. &lt;br /&gt;
                               // Sonst wäre nämlich diese Programmstelle nicht reentrant, was &lt;br /&gt;
                               // recht tückisch sein kann. &lt;br /&gt;
   cli();&lt;br /&gt;
   if (0 == i)&lt;br /&gt;
   {&lt;br /&gt;
      i = 1;&lt;br /&gt;
      SREG = sreg;&lt;br /&gt;
   }&lt;br /&gt;
   else&lt;br /&gt;
   {&lt;br /&gt;
      SREG = sreg;&lt;br /&gt;
      return;&lt;br /&gt;
   }&lt;br /&gt;
   ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oder je nach Programmstruktur sichert man den Wert, z.B. in eine lokale Variable oder deaktiviert nur selektiv die kritischen Interrupts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Weitere Fallstricke =&lt;br /&gt;
* [[Warteschleife]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Siehe auch =&lt;br /&gt;
* [[C-Tutorial]]&lt;br /&gt;
* [[avr-gcc]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quellcode C|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pascal</name></author>	</entry>

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