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		<title>RN-Wissen.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-04-11T13:26:23Z</updated>
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		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28618</id>
		<title>Inverse Kinematik 2 – Praxis</title>
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				<updated>2024-01-09T19:32:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kinematics of Serial Robotics=&lt;br /&gt;
==Algorithms for simplified calculation of Direct &amp;amp; Inverse Kinematics in a Consistent Coordinate Reference system==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Seit ich die Erstausgabe dieses Textes bei RN-Wissen veröffentlichte sind einige Jahre vergangen. Inzwischen habe ich eine neuartige Mathematik der Roboter-Kinematik entwickelt und im Rahmen des &lt;br /&gt;
* AHFE-Symposiums 2023 &lt;br /&gt;
: Application of Emerging Technologies: Robotics and Automation II  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in englischer Sprache als Conference Paper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Kinematics of Serial Robotics – Algorithms for simplified calculation of Direct &amp;amp; Inverse Kinematics in a Consistent Coordinate Reference system '''&lt;br /&gt;
  DOI: http://doi.org/10.54941/ahfe1004416  /  http://dx.doi.org/10.54941/ahfe1004416  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorgestellt. &lt;br /&gt;
* Die Veröffentlichung ist OpenAcess und somit als PDF frei zugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* PowerPoint Audio-Video Präsentation &lt;br /&gt;
  https://video.ibm.com/recorded/133181477  /  https://video.ibm.com/playlist/672378&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorwort===&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach. Ganz so einfach war es dann doch nicht. &lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  ''kostenlose Test und Demo-Version''] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 2 finden Sie Praxis orientierte Problemlösungen. Besprochen werden ein 3D Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
: Hierzu sollten Sie die kostenlose Test und Demo-Version downloaden. &lt;br /&gt;
* Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]] gibt theoretischen Back-Ground. Hier finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, theoretische Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation. Für die Nutzung des Gelenkbaukastens ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu lesen – es kann aber hilfreich sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten =&lt;br /&gt;
: Dieser Artikel ist ein (weitestgehnd) produkt-neutraler Handbuch–Auszug; er orientiert sich jedoch an der auf EXCEL®-Basis realisierten Problemlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systemüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukasten ist aus der Aufgabe entstanden, anwenderorientiert und Hardware neutral &lt;br /&gt;
* Rotations- und Teleskopachsen für Knickarm-Robotersysteme beliebiger Bauart &amp;amp; Geometrie - ggf. auf Portal verfahrbar - mathematisch zusammenzustellen, um deren ''Bewegungsbahn 3D zu simulieren'', &lt;br /&gt;
:* eine gegebene Hardware hierzu produktspezifisch zu parametrieren &lt;br /&gt;
:* oder durch Auswahl geeigneter Hardware Komponenten ein optimales Gesamtsystem zu konfigurieren.&lt;br /&gt;
* Gelenk-Winkel und XYZ-Koordinaten wahlweise  direkt oder invers  zu berechnen und&lt;br /&gt;
* das Roboter-System im 3D-Raum zu visualisieren. &lt;br /&gt;
* In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's berechnet der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh-Achse). Der Algorithmus ermöglicht beliebig viele kaskadierbare Achsen und ist somit erweiterbar.&lt;br /&gt;
* Das Ergebnis steht numerisch (16-stellig / Fließkomma 15 Ziffern) zur Verfügung und wird ergänzend als 3D Grafik visualisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte Kinematik ===&lt;br /&gt;
Die kinematischen Grenzen werden durch Parametrierung der Achs-Längen, ihrer XYZ-Grundorientierung und der max. Achs-Drehwinkel definiert. An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. Die Werte werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inverse Kinematik ===&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt RoBo-mac mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien. Der Algorithmus basiert auf trigonometrischen und iterativen Elementen. Er arbeitet unabhängig von der Vorwärts Kinematik und nutzt diese für die Ergebnis-Visualisierung sowie die  Positionskontrolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; bzw. Tool Center Points (TCP) liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahngenerator ===&lt;br /&gt;
Ein interaktiver Bahngenerator erzeugt individuelle Bewegungsbahnen. &lt;br /&gt;
Der Baukasten beherrscht Kreise, zylindrische &amp;amp; archimedische Spiralen sowie 3D Bézier-Kurven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive==&lt;br /&gt;
'''Achs-Drehwinkel und Perspektive werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo-mac_Baukasten.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive, YouTube===&lt;br /&gt;
Das Original-Video (Bild oben rechts) besteht aus mehr als 3.000 Frames  - das sprengt alles; daher in YouTube:  https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kartesische Koordinaten und Roboter Kinematik=&lt;br /&gt;
Legen wir ein Blatt Papier auf den Tisch und zeichnen mit dem Bleistift ein Achsenkreuz – wir können dies auch mit einem CAD-System am Bildschirm tun – so hat der Kreuzungspunkt per Definition die Bezeichnung &amp;quot;0 / 0&amp;quot;. X- und Y-Wert sind also beide gleich &amp;quot;0&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kreuzungspunkt liegt in einem willkürlichen Versatz zum Papier- bzw. Bildschirmrand, Bildschirm bzw. Papier befinden sich in willkürlichem Abstand und Winkel zum Schreibtischrand, der Schreibtisch steht irgendwo im (Büro-) Raum usw. &lt;br /&gt;
* Jeder dieser Gegenstände hat eine Bezugskante, von der üblicher Weise gemessen wird. Und, jeder dieser Gegenstände wird von einem anderen &amp;quot;umhaust&amp;quot;, - er hat relative Koordinaten zu dieser Umhausung. &lt;br /&gt;
: Eingebetet ist das System relativer Koordinaten in das Weltkoordinatensystem, auf das allerdings nur selten referenziert werden muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir vor der Aufgabe stehen, daß ein Roboter gezielt irgendwo hingreifen oder eine Bewegungsbahn fahren muß, müssen wir den Zielpunkt in einem (kartesischen) Koordinatensystem erfassen auf das auch der Roboter-Fußpunkt referenziert. Während das Kartesische System achsparallel ohne Winkelwerte arbeitet sind Winkelwerte, - kaskadisch aneinander gereiht - der einzige Bezug zwischen Roboter-Fußpunkt und dem &amp;quot;End-Effektor / TCP&amp;quot;; dem Teil, das bewegt und in Position gebracht werden soll (vgl. Bild oben mitte, Pkt. &amp;quot;M&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehwinkel werden in Grad gemessen – so haben wir es in der Schule gelernt! Ein Vollkreis hat 360° (Grad) – und das hat sich eingeprägt, wenngleich es andere Maß Systeme der Winkelmessung gibt: In der Geodäsie wird der Vollkreis mit 400 Gon (Neu-Grad) gemessen. &lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen arbeitet intern im &amp;quot;Bogenmaß&amp;quot;; ein Vollkreis hat den Winkelwert &amp;quot;2 PI&amp;quot; – was nicht ganz zufällig dem Kreisumfang bei Radius = 1 entspricht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Achse kann sich beliebig oft um sich selbst drehen. 2 Umdrehungen entsprechen im (Alt-) Gradsystem einem Drehwinkel von 720°. Mathematisch ist dies unproblematisch, mechanisch ist eine Roboterachse - zumindest bei Gelenk- bzw. Knickarmrobotern - jedoch auf meist eine Vollkreisdrehung – manchmal etwas mehr – beschränkt. SCARA haben meist eine größere Freiheit. Gemeinsam ist diesen Systemen, daß nach Erreichen des maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückgedreht&amp;quot; werden muß. Robotersysteme haben somit zwischen beiden Endlagen einen Nullpunkt, der meist als symmetrisch mittig definiert wird. Sind alle Arme gestreckt, so steht das System in &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; (vgl.Bild oben rechts). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition referenziert jede Drehung eines Armes auf die Stellung des (kaskadisch vorhergehenden) Armes. Gemessen wird der Winkel zwischen den jeweils benachbarten Armen. Eigentlich beträgt der Winkel zwischen gestreckten Armen 180° (im 0° bis 360° System); da andererseits die Streckstellung aller Arme als &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; bezeichnet wird, macht es Sinn, den Bezugsnullpunkt in diese Position zu legen. Das Bezugssystem ist dann als  +/- 180° System definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unsere Aufgabe bezogen, den Roboter gezielt &amp;quot;irgendwo&amp;quot; hingreifen zu lassen, bedeutet dies, das &amp;quot;Irgendwo&amp;quot; kartesisch zu definieren und den Roboter im kartesischen System geeignet zu positionieren, den Rest übernimmt der MATHEMATISCHE 3D GELENK-BAUKASTEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die ersten Schritte =&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich in die Thematik einarbeiten, werden Sie recht schnell zu dem Schluß kommen: &lt;br /&gt;
* Der Gelenkbaukasten bietet kinematische Bewegungsmöglichkeiten die zu beherrschen einige Erfahrung erfordert. Es ist wie beim Klavierspielen: Das Instrument wird vom Pianisten zum Leben erweckt! Und hier macht Übung den Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Üben Sie, Sie können nichts kaputt machen, der Baukasten ist sehr bedien-tolerant. Ich habe bei der Entwicklung hohen Wert auf &amp;quot;Bediener-Komfort&amp;quot; und darauf gelegt, &amp;quot;Bedienungsfehler&amp;quot; (grausame Ausrede inkompetenter Entwickler) automatisch abzufangen. Vieles von dem was Sie tun überprüfet ein Algorithmus im Hintergrund auf Plausibilität – und meldet sich! &lt;br /&gt;
:Stöbern Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Ungeduldige ==&lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm&amp;quot; zeigt (nach Initialisierung der kostenlosen Test- und Demo Version) einen Bewegungsablauf. Clicken Sie in der Grafik (oben links) &amp;quot;Control-Center&amp;quot;; eine Maske erscheint; clicken Sie (Maske mitte unten) &amp;quot;Simulation Bewegung / vorwärts&amp;quot;; der Arm fährt eine Bewegungsbahn.  &lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm_schief&amp;quot; ist Beispiel einer komplexen Inversen Kinematik mit in sich gedrehtem Arm (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
* Strategie-Demo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: verlassen Sie das 'Control-Center'. In der 3D Grafik (oben rechts) finden Sie den Button 'Demo-Menü'. Die Demo-Beispiele zeigen mögliche Bewegungs-Strategien – und geben einen Einblick in die Problematik kinematischer Überbestimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Lernwillige ==&lt;br /&gt;
* führt dieses Handbuch Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten des 3D Gelenk-Baukastens. Sie finden eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Bewegungsbahn selbst zu generieren oder aus einem CAD-System zu importieren. Zu Maskenfunktionen finden Sie ein &amp;quot;wie, warum und wozu&amp;quot;! &lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; im Anhang des Manuals zeigt (hoffentlich) praxisorientiert, wie die Demo-Datei generiert wurde. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über die &amp;quot;normale&amp;quot; Knickarm-Robotik hinaus beherrscht der Programm-Algorithmus &lt;br /&gt;
: - in der Länge veränderbare Teleskop-Achsen sowie &lt;br /&gt;
: - kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parametrierung ==&lt;br /&gt;
* Die Roboter-Mathematik dieses Baukastens ist entsprechend der mechanischen Roboter-Hardware individuell parametrierbar; mehr hierzu im orig. Handbuch / Kapitel Supervisor-Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bildschirm- und Maskenaufbau =&lt;br /&gt;
==Bildschirm ==&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben links&lt;br /&gt;
: Grafik:  Stilisierte Armstellung im 3D-Raum. &lt;br /&gt;
: Der 3D-Raum ist kontinuierlich zwischen Maus &amp;amp; Vogelperspektive einstellbar. Die Einstellung hat keinen Einfluß auf die Berechnung. &lt;br /&gt;
: - In der Grafik oben links der Button 'Control-Center', der die Maske aufruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben rechts&lt;br /&gt;
: ganz oben Perspektiv-Schieber, darunter die  aktuellen XYZ Koordinaten aller Gelenke.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm unten links / rechts&lt;br /&gt;
: Kinematische Bewegungsdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedienerhinweise ==&lt;br /&gt;
* '''Sprachumschaltung :'''  Maske 'Start'  (derzeit Deutsch / English, weitere Sprachen möglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maske 'Robotic'===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Maske 'Robotic' ''' mag zunächst &amp;quot;erschlagend&amp;quot; wirken, ermöglicht jedoch ''ohne Maskenwechsel'' nahezu alle kinematischen Funktionen und Befehle: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Direkte''' (vorwärts) '''Kinematik''', &lt;br /&gt;
* Berechnung der XYZ-Koordinaten des TCP aus Winkelstellung der Knickarme &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inverse''' (rückwärts) '''Kinematik''' &lt;br /&gt;
* Berechnung der Knickarm-Winkelstellung aus vorgegeben XYZ-Koordinaten des TCP&lt;br /&gt;
* freie, interaktive Off-line Entwicklung einer Bewegungsbahn aus linearen, Kreis- &amp;amp; Spiral-Elementen sowie 3D-Bézier Kurven.&lt;br /&gt;
* automatische Transformation einer extern vorgegeben Bewegungsbahn &lt;br /&gt;
* 8 frei wählbare Bewegungsstrategien der Knickarme &lt;br /&gt;
* sowie die Möglichkeit, Knickarm Roboter zusätzlich auf XYZ-Portal zu verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last not lease&lt;br /&gt;
* 3D-Visualisierung der Roboter Knickarme und einer Bewegungsspur des TCP aus frei wählbarer Maus- bis Adler-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieses Leistungsspektrum mag &amp;quot;erschlagen&amp;quot;; wir betrachten es schrittweise. Zunächst den Maskenaufbau. Grundsätzlich gilt: Sie können nichts kaputt machen – probieren Sie!&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo_Maske_Inv-Kinematik_Deutsch_04.gif|800px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Maske zeigt 3 Säulen''', &lt;br /&gt;
: '''links''': inverse Kinematik &amp;amp; Bahngenerator, '''rechts''': direkte Kinematik, '''Mitte''': Zusatzfunktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik invers ====	&lt;br /&gt;
alle Werte dieses Blocks (links oben) beziehen sich auf den TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die aktuelle Ist-Position wird im XYZ-Koordinatenfenster (ganz oben) angezeigt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Linear'''&lt;br /&gt;
* Ziel Position (absolut). &lt;br /&gt;
: Der Wert wird im XYZ-Koordinatenfenster eingegeben. &lt;br /&gt;
: Falls sinnvoll, kann der Ist-Wert zuvor ins Ziel-Feld kopiert (Übernahme 'Ist-Position') und danach geändert werden. Wahlweise wird diese Ziel Position als ''Neuer Datensatz'' (DS-Neu) hinzugefügt oder der aktuell gewählte ''Datensatz korrigiert'' (DS-Korrektur).&lt;br /&gt;
: Die Achs-Winkelwerte werden hieraus OnLine errechnet und dem aktuellen Datensatz (s.u.) hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ziel Position (Offset).&lt;br /&gt;
: Der Offset bewegt den TCP - bezogen auf seine aktuelle Position - stets um den gleichen Wert mit den Doppel-Pfeiltasten wahlweise vorwärts / rückwärts. Er ist entweder &lt;br /&gt;
:* als kartesischer Zielwert (XYZ) oder &lt;br /&gt;
:* als Vektor-Hub führ in eine teleskopartige 'Unter-Arm'-Bewegung definierbar. &lt;br /&gt;
: Der aktive Offset färbt sich 'rot'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurve'''&lt;br /&gt;
Bézier / Kreis &amp;amp; Spirale (ab Controller-Version 5.6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedienerführung wählt aus 2 recht ähnlichen LayOuts. Ein jeweils einzelner 'Button' führt bei beiden Bahnkurven durch die Prozeßschritte. Die Bahn Stützpunkte werden zunächst errechnet, die Bahn als 3D Vorschau zur visuellen Kontrolle / Korrektur gezeigt und nach Freigabe die Armbewegungen in Inverser Kinematik aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3D-Bezier &lt;br /&gt;
:Die Bézier 3D Funktion verbindet zwei getrennte (lineare Teleskop-) Bahn-Segmente beliebiger Vektorlage mit den &amp;quot;weichen Übergängen&amp;quot; einer 3D-Bézier Kurve. Der Kurven Generator schlägt 3 Bezier Lösungen zur Auswahl 'per Click' vor. Diese können &amp;quot;so wie sie sind&amp;quot; akzeptiert oder per Doppelpfeil individuell gestaucht bzw. gestreckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kreis &amp;amp; Spiral Generator &lt;br /&gt;
:kennt 3 Modi: Kreise oder Spiralen (archimedisch, zylindrisch bzw. deren Kombination) sind frei parametrierbar. Sie schmiegen sich entweder tangential an (Mod. 1) oder sind im 3D-Raum frei positionierbar (Mod. 2). Per Doppelpfeil können sie wahlweise um ihren Mittelpunkt oder den peripheren Tangentenpunkt gedreht /orientiert werden. &lt;br /&gt;
:Modus 3: Aus einer Datenliste der Segment-Eckpunkten werden die Kreisbahn Stützpunkte berechnet; das ist das Beispiel  &amp;quot;Labyrinth von Chartres&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Datensatz''' &lt;br /&gt;
: wählen Sie den zu bearbeitenden Datensatz mit seiner Ordnungs-Nr. oder den Pfeiltasten. Falls bereits mehrere Datensätze vorhandenen sind und Sie den letzten einer Liste aufrufen wollen, clicken Sie 'Anschluß DS (suchen)'. So Sie einen vorhandenen aus der Liste löschen oder einen zusätzlichen einfügen wollen, clicken Sie: 'DS-Neu' / 'DS-Löschen'.&lt;br /&gt;
: Es kann sinnvoll sein, die Anfahr-Koordinaten eines Zieles vom Ziel aus gesehen &amp;quot;rückwärts&amp;quot; zu entwickeln. In der Praxis können hierbei zunächst 2 getrennte Bewegungsfragmente (Start-Fragment / Ziel-Fragment) entstehen, die es zu schließen gilt. Die Rast-Taste 'vorwärts / rückwärts' wählt in Zusammenarbeit mit 'Anschluß DS (suchen)' das entsprechende Fragment und dreht die Suchrichtung im 'Ziel-Fragment' um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''3D-Perspektive &amp;amp; Zoom'''&lt;br /&gt;
: wählen Sie mit den Doppel-Pfeiltasten die 3D-Perspektive. Der Knopf 'Reset' führt aus &amp;quot;unglücklichen&amp;quot; Perspektiven zurück in eine klassische 3D-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Parallel hierzu zeigt das Daten-Modul im Info-Feld – oben rechts neben der Grafik – die gewählten Perspektivwinkel numerisch. &lt;br /&gt;
: - Bei nicht aktivem Control-Center sind die Schieber des Info-Feldes aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ab Version 5.7 kann das rechtshändige Koordinatensystem (Z-Achse zeigt vorwärts aus der Zeichenebene) in ein linkshändiges 'gespiegelt'  werden (Z-Achse zeigt nach hinten). &lt;br /&gt;
:* Beachten Sie bitte: &lt;br /&gt;
:: Die Umschaltung der perspektivischen Darstellung hat auf die kinematischen Berechnungen keinerlei Einfluß. &lt;br /&gt;
:: Diese  'Spiegelung'  dient lediglich der optischen Anpassung an die perspektivische Erwartung. Merke: ''Spiegelung''  ist nicht durch  ''Drehung''  erreichbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bewegungsstrategie / Silhouette'''&lt;br /&gt;
: Mehreren Bewegungsstrategien stehen zur Auswahl. Beispiele, wie diese Strategien arbeiten, finden Sie im Makro-Menü unter &amp;quot;Strategie-Demo…&amp;quot;. Die gewählte Bewegungsstrategie bestimmt den Algorithmus der inversen Kinematik. &lt;br /&gt;
: - Clicken Sie eine Strategie Ihrer Wahl. Im oberen Fenster-Bereich erscheint eine Info, ob diese für Parallel Kinematik, Schief Kinematik oder beide geeignet ist (vgl. Tutorial).&lt;br /&gt;
: - Ein Wechsel zwischen den Bewegungsstrategien ist jederzeit möglich. &lt;br /&gt;
: - Die Strategien 6 und 7 erzeugen ab Handgelenk-Punkt lineare Bewegungen und somit konstante Orientierung der Abtriebs-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Koordinaten Liste''' &lt;br /&gt;
: Die Liste extern erzeugter XYZ Koordinaten des TCP wird - entsprechend der Bewegungsstrategie - in die Winkel der Knickarme transferiert; schrittweise oder automatisch für die gesamte Liste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Simulation Bewegung''' &lt;br /&gt;
: Die Bewegungssimulation visualisiert im zügigen Durchlauf die einzelnen Datensätze. Die bereits bekannte Rasttaste 'vorwärts / rückwärts' bestimmt die Laufrichtung: &lt;br /&gt;
: ''Vorwärts'': Start-Punkt bis zum aktuellen Datensatz / aktueller Datensatz bis Zielpunkt &lt;br /&gt;
: ''Rückwärts'': In umgekehrter Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Spur'''&lt;br /&gt;
: Die Bewegungsspur des TCP läßt sich per Rasttaste zu/abschalten. Angezeigt wird die Spur zwischen Startpunkt und dem (beim Clicken der Taste) aktuellen Datensatz. Sie kann über die Tasten 'Simulation Bewegung' bzw. die Befehlsgruppe 'Datensatz' mit den Doppel-Pfeiltasten frei durchlaufen und so ein gesuchter Datensatz visuell gefunden werden. Mit Aufruf der Maske wird die Spur automatisch aktiviert – und kann ggf. abgeschaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Stop'''&lt;br /&gt;
: eine 'Stop-Taste' erscheint, sobald ''Simulation Bewegung'' oder ''Koordinaten Liste automatic'' gewählt ist. Die Funktion bricht ab, der Datensatz wird zum aktuellen Datensatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik direkt ==== &lt;br /&gt;
: Dieses Feld (rechts oben) zeigt Winkelschieber für 12 Achsen (A/B bis L/M) sowie den aktuell eingestellten Winkelwert, wahlweise im 0-360° oder -180° / +180° System. Nur die Schieber, die im Rahmen der Parametrierung aktiviert wurden, sind aktiv. &lt;br /&gt;
:* Die direkte Kinematik dient in erster Linie dazu, eine &amp;quot;vernünftige Startposition&amp;quot;, die Orientierung des TCP-Trägerarmes als Ausgangspunkt der inversen Kinematik oder auch Stützpunkte zur Umfahrung eines Hindernisses manuell zu bestimmen. Man braucht sie selten, aber man braucht sie. Vieles ist hier Sisyphus &amp;amp; Try and Error. &lt;br /&gt;
:* Ist in direkter Kinematik eine Winkelposition gefunden, so kann sie der Datensatz-Liste über den Button 'DS-Neu' bzw. DS-Korrektur' (s. unten) direkt zugeführt werden. &lt;br /&gt;
:* Hat nach dem Gesetz der größten Gemeinheit Murphy zugeschlagen und die Knickarme stehen völlig daneben, so können die Schieber mit den Doppel-Pfeiltasten des Bereiches Datensatz auf die Werte des List-Datensatzes synchronisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Basiskoordinate Portal''' 			rechts unten &lt;br /&gt;
: Koordinaten und Winkel-Berechnungen referenzieren auf den Achs-Fußpunkt XYZ. &lt;br /&gt;
:* Komplexe Robotersysteme arbeiten mit verfahrbarem Fußpunkt auf XYZ-Portal. Der Algorithmus inverser Kinematik berücksichtigt bei der Knickarm Berechnung die in direkter Kinematik vorgewählte Portal-Kordinate. &lt;br /&gt;
:* Die Verschiebung der Basiskoordinaten ermöglicht es auch, eine feste Fußpunkt Position entsprechend den kinematischen Möglichkeiten der Roboter-Mechanik zu optimieren.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Button 'DS Neu' &amp;amp; 'DS Korrektur' ''' &lt;br /&gt;
: Sie finden diese Funktionen in den Bereichen inverse sowie direkte Kinematik. &lt;br /&gt;
: Per 'DS Korrektur' ändern Sie den aktuellen Datensatz, 'DS Neu' generiert einen zusätzlichen Datensatz am aktiven Ende eines Datensatz-Blocks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist 'DS Neu' de-aktiviert, sobald der aktuell gewählte Datensatz sich nicht am Block-Ende befindet; gleichsinniges gilt für die Offset Doppel-Pfeiltasten. Wollen Sie größere Änderungen vornehmen, so sollten Sie (im Feld 'Datensatz')&lt;br /&gt;
:* per 'DS Einfügen' einen Datensatz an aktueller Stelle einfügen, &lt;br /&gt;
:* per 'Anschluß DS suchen' das aktive Ende des Blockes (vorwärts/rückwärts) aufsuchen. &lt;br /&gt;
::Die Taste 'DS Neu' wird aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Koordinaten &amp;amp; Datensatz-Liste ==&lt;br /&gt;
Im unteren Teil des Bildschirmes werden (ab Zeile 51) die Kinematischen Bewegungsdaten zeilenweise gespeichert; links die XYZ-Koordinaten, rechts deren korrespondierende Winkel. &lt;br /&gt;
Über die Maske haben Sie direkten Zugriff auf bereits erstellte oder entstehende Datensätze sowie deren Korrektur.  Die in der Maske angezeigte Ordnungs-Nr. des Datensatzes wird mit dem Cursor ergänzend markiert. Sie finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 1 	      / 	(A)		Ordnungs-Nr. der Bewegungsstrategie&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 2 bis 4      / 	(B bis D)	Soll-Koordinate XYZ	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 5               / 	(E)		Soll-Vektor-Offset	des TCP (relativ)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 7 bis 9       / 	(G bis I)	Ist-Koordinate XYZ 	Portal / Fußpunkt  *)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 14 bis 16   / 	(N bis P)	Ist-Koordinate XYZ 	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 39 bis 50   / 	(AM bis AX)	Winkelwerte Achsen (A/B bis L/M)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Portal / Fußpunkt Ist-Koordinate''' &lt;br /&gt;
:* Sind in der Liste keine Fußpunkt-Koordinaten vorhanden, so arbeitet der Algorithmus &amp;quot;mit 0-Wert&amp;quot;. Arbeiten Sie mit dem Bahn-Generator, so werden Portal Koordinaten in der Koordinatenliste nur ausgewiesen, wenn sie von 0 abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Sind Fußpunkt-Koordinaten in der Liste vorhanden, so werden sie als Offset berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bahnsteuerung =&lt;br /&gt;
==CAD-Import ==&lt;br /&gt;
Sind Soll-Koordinaten (z.B. aus einem CAD-Programm) vorhanden, so werden sie zunächst mit den Excel-üblichen Befehlen in den Bereich der Sollkoordinaten (Spalten 2 bis 4 / bzw. B bis D) des Datenmoduls ab Zeile 50 übertragen. Das Programm generiert aus diesen TCP Soll-Koordinaten entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) die Winkelstellung der Knickarme und schreibt sie in das Bewegungsprotokoll. Hierzu werden die  Koordinaten entweder über den Button 'DS-Schritt' (Step by Step) aufgerufen oder per 'DS-Automatic' als Datenblock verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahngenerator ==&lt;br /&gt;
Sind keine (extern ermittelten) Soll-Koordinaten vorhanden, so müssen sie interaktiv generiert werden (Offline Teach-In). Die TCP-Bahn-Stützpunkte werden wahlweise als XYZ-Wert Absolut oder als Offset eingegeben und per 'DS Neu' bzw. 'DS Korrektur' verarbeitet. Der Bahngenerator &lt;br /&gt;
:- visualisiert &amp;quot;Real-time&amp;quot; die Bewegung im 3D-Raum entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) &lt;br /&gt;
:- erlaubt hierbei beliebig &amp;quot;Try &amp;amp; Error&amp;quot; und &lt;br /&gt;
:- erzeugt die XYZ-Koordinatenliste des TCP sowie das Knickarm-Bewegungsprotokoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Ein '''3D-Bézier Kurven Generator''' (s.u.) verbindet gefundene TCP-Bahn-Stützpunkte. Die vorgeschlagenen Bahnkurven sind individuell anpaßbar. &lt;br /&gt;
:- Ein '''Kreis Generator''' erzeugt frei im Raum positionierbare Kreis- und Spiralbahnen. ('''Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spirale''' und Kombinationen hieraus – links- rechtsläufig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CAD-Import''' und '''Bahngenerator''' greifen auf die gewählte Bewegungsstrategie zurück und ermöglichen eine kontinuierliche oder schrittweise Kontrollfahrt. Bestimmen Sie ggf. in direkter Kinematik eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Startpositionierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer interaktiven Arbeitssitzung erzeugt/speichert das Programm ein Bahnprofil mit Koordinaten und Winkelwerten. Wurden diese mit dem Bahngenerator erzeugt, so kann aus den gewonnenen Ist-Koordinaten eine ähnliche &amp;quot;parallel versetzte&amp;quot; Bahn mit den EXCEL-üblichen Befehlen &amp;quot;recht bequem&amp;quot; generiert werden: Die per Bahngenerator erzeugte Ist-Koordinatenliste wird mit entsprechendem Offset in den Soll-Koordinaten Bereich übertragen und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' erneut verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stellt sich heraus, daß ein Zielpunkt außerhalb der kinematischen Möglichkeiten liegt und daß das Problem durch verschieben des Roboter 'Schulter bzw. Fußpunktes' zu lösen sei, so muß nicht die bisherige Arbeit erneuert werden: Über den Portal-Offset wird eine neue Basisposition gewählt und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' ein neues Bewegungsprofil bei geändertem Fußpunkt erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Portal-Offset ist im Masken Bereich der 'direkten Kinematik' korrigierbar. &lt;br /&gt;
:- Der hier eingegebene Wert wird für den aktuellen Datensatz in der Koordinaten-Liste gespeichert. Clicken Sie hierzu den Button 'DS Korrektur' bzw. 'DS Neu'. &lt;br /&gt;
:- Um den bisherigen Portal-Offset beizubehalten, clicken sie den 'Doppelpfeil'  &amp;quot;rauf/runter&amp;quot; (im Feld Datensatz) je einmal, der bisherige Offset wird synchronisiert. &lt;br /&gt;
:- Beachten Sie hierzu die Supervisor-Information  'Parameter &amp;amp; Datenkonformität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TCP Spur ==&lt;br /&gt;
Die Grafik visualisiert aus beliebiger Perspektive die aktuell errechnete Winkelstellung der Knickarme im 3D-Raum und  (zu-/abschaltbar) die Bewegungsspur des TCP. Die Perspektiv-Einstellung hat keinen Einfluß auf die kinematische Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategien ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;..  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Strategien kann beliebig gewechselt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Wird die Arm-Position mit den Schiebern &amp;quot;in etwa&amp;quot; vorgewählt, so ermittelt der Algorithmus die Vektorlagen der Arme mit o.g. Präzision, ein Hindernis kann mit der Halb-Automatic so umfahren werden. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot; der Silhouette; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenkpunkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
sind Voll-Automatic Funktionen, sie generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position; diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
Der Algorithmus eignet sich für Bewegungen, denen genügend Arbeitsraum zur Verfügung steht, er benötigt wenige Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb jeder einzelnen Bewegungsstrategie verlaufen die Armbewegungen konsistent und erwartungsgemäß. &lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel ist jederzeit möglich, führt jedoch über eine im Detail undefinierte Streck-Bewegung des Armes. In dieser Bewegungsphase besteht erhöhte Kollisionsgefahr. Vgl. Tutorial / Kochbuch: 'Singularität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel &amp;amp; Teleskope ===&lt;br /&gt;
ähneln o.g. Voll-Automatic Funktionen. Der &amp;quot;End-Effektor&amp;quot; wird in paralleler Ebene zu sich selbst, bzw. in der Vektororientierung seiner eigenen Achse bewegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungsstrategie 'parallel' verwendet hierzu den absoluten bzw. relativen XYZ-Wert. 'Teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage entsprechend dem geforderten Vektor-Hub individuelle XYZ-Bewegungskomponenten, die per Knickarm-Kinematik zu einer teleskopartigen Bewegung des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot;  bzw. &amp;quot;Unterarmes&amp;quot; führen.&lt;br /&gt;
* Die Winkelorientierung dem Unterarm ggf. kaskadisch folgender Achsen bleibt bei beiden Strategien erhalten&lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel Parallel / Teleskop ist jederzeit ohne erhöhte Kollisionsgefahr möglich. Der Arbeitsbereich ist kleiner als der anderer Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier Generator ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben die wunderbare Eigenschaft, nicht nur 2 Punkte zu verbinden: &lt;br /&gt;
* Die Kurve läßt sich in weiten Grenzen mit mathematisch gut beherrschbaren &amp;quot;Anfassern&amp;quot; beliebig formen. Besonders hilfreich ist es, daß die Bézier Kurve ihre &amp;quot;Anfasser&amp;quot; punktgenau tangential verläßt bzw. tangential einläuft, vgl. Tutorial. &lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden so gehen beide nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Soweit die Theorie. Mehr hierzu unter: http://www.cnc-mac.de/html/bezier___spline_.html. In der Praxis bedarf es erheblicher Übung, mit den Anfassern eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Kurve zu generieren. Wir überlassen dies dem Bahngenerator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator fügt eine drei dimensionale Bézier Kurve mit 20 Stützpunkten ein, die Ihnen zur Beurteilung zunächst lediglich in der 3D-Grafik gezeigt wird. Im Sinne besserer Übersichtlichkeit werden alle anderen Bewegungsbahnen bis auf diese Kurve ausgeblendet.  &lt;br /&gt;
* Der Bahngenerator bestimmt aus der Vektorlage der zu verbindenden Bahn-Segmente deren Tangentenlage im 3D Raum und berechnet 3 Vorschlagsformen der Kurve, diese können recht ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich sein. &lt;br /&gt;
:- Per Click wählen Sie eine hiervon. &lt;br /&gt;
:- Mit den beiden 'Doppelpfeil-Tasten' ändern sie den Formfaktor (Amplitude) der gewählten Kurve. &lt;br /&gt;
Falls Sie die Kurvenorientierung ändern möchten, korrigieren Sie deren Tangenten-Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffnungswinkel und Abstand''' zum theoretischen Tangenten Schnittpunkt '''bestimmen in unterschiedlicher Gewichtung die 3 Basis-Kurven'''. &lt;br /&gt;
* Bei einem Öffnungswinkel von 90° und &lt;br /&gt;
:* gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt erzeugen Kurve 1) und 2) einen exakten ¼ Kreis. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
:* unterschiedlichem Abstand erzeugt Kurve 1) ein Oval, Kurve 2) eine Ellipse. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei anderen Öffnungswinkeln kommt die Vielfalt Béziers zum Tragen: &lt;br /&gt;
:* Kurve 1) verbindet die Bahn-Segmente bei beliebigem Öffnungswinkel jedoch gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt mit einem Kreissegment. &lt;br /&gt;
:* Tendenziell erzeugt Kurve 2) &lt;br /&gt;
::- bei flachen Öffnungswinkeln flachere Verrundungen als Kurve 1), &lt;br /&gt;
::- bei spitzeren Öffnungswinkeln spitzere Verrundungen als Kurve 1). &lt;br /&gt;
:* Liegen die Tangenten der zu verbindenden Segmente parallel, so erzeugt Kurve 1) einen Halbkreis, Kurve 2) eine Halb-Ellipse.&lt;br /&gt;
:* Kurve 3) &amp;quot;reagiert stärker&amp;quot; auf Änderungen des Öffnungswinkels und der Schnittpunktlage als die beiden anderen; dies kann in sehr &amp;quot;elegante&amp;quot; aber auch völlig unbrauchbare Kurven führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liegen die zu verbindenden Bahnsegmente &amp;quot;parallel versetzt&amp;quot; (oder auch &amp;quot;schräg versetzt&amp;quot;), so werden sie mit einem &amp;quot;S-Bogen&amp;quot; verbunden; die Ausprägung des &amp;quot;S-Bogens&amp;quot; ist bei den 3 Kurven recht unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Für die Bedienung des Bahngenerators bedeutet dies, zwischen 'bestimmter' und 'unbestimmter' Bewegungs-Bahn zu unterscheiden. Die 'bestimmte' Bewegungs-Bahn ermöglicht einen präzis geführten Werkzeugeingriff, die 'unbestimmte' Bahn dient vorzugsweise einer &amp;quot;eleganten&amp;quot; Werkzeugbewegung im Raum ohne Werkzeugeingriff. Bahnsegmente mit Werkzeugeingriff generieren Sie in 'Inverser- Kinematik' mit den Bewegungsstrategien 1) bis 7). &lt;br /&gt;
* Muß die &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; Bahn präzise über einen oder mehrere ''bestimmte'' Raumpunkt geführt werden, so teilen Sie die Bahn in Segmentabschnitte. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. Ein gemeinsames Stützpunkt-Paar bestimmt die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier-Bahn &amp;amp; Arbeitsbereich ===&lt;br /&gt;
Der Bézier Kurven Generator prüft, ob die vorgeschlagene Kurve im Arbeitsbereich des Roboters liegt. Ob diese Kurve in 'Inverser Kinematik' durch den Roboterarm realisiert werden kann, hängt von den parametrierten Grenzwinkeln ab (vgl. Supervisor-Information). Die Algorithmen der 'Inversen Kinematik' melden ggf. eine 'Winkelwert Überschreitung'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kurve in eine 'Winkelwert Überschreitung' führt, haben Sie 2 Korrekturmöglichkeiten: &lt;br /&gt;
* Wählen Sie testweise eine andere der vorgeschlagenen Kurven oder stauchen Sie sie mit den Doppelpfeil-Tasten (Formfaktor &amp;lt; 1). &lt;br /&gt;
* Fahren Sie den Zielpunkt nicht über den kürzesten Weg an, sondern drehen Sie die Arme über die &amp;quot;Winkelposition 0°&amp;quot; zurück. Führen Sie den Roboterarm hierzu über &amp;quot;Hilfs-&amp;quot; Raumpunkte in die Ziel-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreise &amp;amp; Spiralen ===&lt;br /&gt;
wären als Cascadierter Bézier Spline zwar mit hoher Präzision möglich, jedoch ist die klassische Mathematik vorteilhafter, zumal hier ein höherer Bedien-Komfort realisierbar wird.&lt;br /&gt;
Im Sinne intuitiver Bedienung orientiert sich die Parametereingabe für Kreise &amp;amp; Spiralen an den beschriebenen Bézier-Abläufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreise erreichen nach einem 360° Umlauf Ihren Startpunkt, Spiralen drehen hierüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Sind für ein Kreiselement der Start und Endpunkt aus vorhandenen Anschluß Koordinaten ableitbar, so erfragt das Programm die Mittelpunktkoordinate und den Drehsinn. - Ist nur die Startkoordinate bekannt, so wird ergänzend der Drehwinkel abgefragt. &lt;br /&gt;
* Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spiralen erfordern zusätzlich die Angabe ''Steigung pro Umdrehung''.&lt;br /&gt;
Vorschlagswert hieraus sind Kreis Koordinaten für tangentialen Bahn Einlauf, abweichend ist jede beliebige Kreis- / Spirallage im 3D Raum per  'Doppelpfeil Taste'  individuell möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  '''''Kochbuch Inverse Kinematik'''''  finden Sie eine &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Positionierung &amp;amp; Orientierung ==&lt;br /&gt;
* Die Positionierung bestimmt die kartesische XYZ-Position des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; im Raum, &lt;br /&gt;
* die Orientierung unter welchen Winkeln er steht. &lt;br /&gt;
Beide Werte zusammen definieren seine Vektorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte, &amp;quot;Haupt-Achsen parallele&amp;quot; Ausrichtung des End-Effektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine kostengünstige Lösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Demo-Beispiel  ''Labyrinth von Chartres''  steht der Roboterarm zunächst senkrecht in 'Home-Position'. Bei Eintritt in das Labyrinth weist der 'End Effector' Arm G/H 'senkrecht nach unten'. &lt;br /&gt;
* Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung gewechselt! &lt;br /&gt;
:Per Bewegungsstrategie 6) bzw. 7) wird diese Orientierung mit höchster Präzision beibehalten. Im Beispiel liegt der Orientierungsfehler am Bahn-Ende – nach etwa 1000 Bahnpunkten – in der Größenordnung 1/10 Promille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres TCP Orientierung 02.gif|1500px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Orientierungswechsel des End Effektors währen der 3D-Bézier-Fahrt'''. - Das Demo-Beispiel ändert auch die Betrachtungsperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierung des End Effektors ===&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator berechnet einen Neuen Datensatz stets basierend auf der aktiven / aktuell angezeigten Ist-Position und der hierzu gehörenden Orientierung.&lt;br /&gt;
* Soll die Orientierung bei Beibehaltung der Bahn-Position korrigiert werden, so wird zunächst die aktuelle Position per Button 'Übernahme Ist-Position' &amp;quot;vorgemerkt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* In Direkter Kinematik wird die gewünschte Orientierung 'per Schieber' gewählt. &lt;br /&gt;
:- Diese Um-Orientierung führt zunächst in eine Änderung der Position! &lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;zuvor vorgemerkte&amp;quot; Position wird in der neu gewählten Orientierung mit 'Strategie 6) parallel' in 'Inverser Kinematik' angefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachten Sie, daß eine Um-Orientierung bei großer Schrittweite (horizontal / senkrecht) über undefinierte Detail-Bewegung führen kann. Legen Sie diese Bewegungsphase in einen unkritischen Bewegungsbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Hilfreich zur Kontrolle ist die Koordinaten-Übersicht unmittelbar rechts neben der Grafik.&lt;br /&gt;
:- Für eine senkrechte Orientierung der Achse G/H sind deren X und Z-Koordinaten gleich, &lt;br /&gt;
:- für eine horizontale die Y-Koordinaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mit den Schiebern B/C,  D/E,  F/G stellen Sie eine senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors G/H in beliebiger Position ein. &lt;br /&gt;
:- Beträgt die Winkelsumme 0° bzw. 180°, so steht er senkrecht, bei 90°/270° horizontal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Bézier&amp;quot;- Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Der Bahngenerator erzeugt tangential in die Anschlußsegmente einlaufende 3D Bézier-Kurven. Wurden die Anschlußsegmente mit 'Strategie 7), teleskopisch' erzeugt, so steht der End Effektor in diesem Datensatzbereich ebenfalls tangential. Die 'Strategie 6) parallel' übernimmt diese &amp;quot;auslaufenden Orientierung&amp;quot; – und behält sie bei. Allerdings wird diese Orientierung nur selten die Orientierung des Anschlußsegmentes der einlaufenden Bahn sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''produktspezifische'' Lösung dieser Aufgaben finden Sie im PDF-Handbuch. Das '''Kochbuch''' ''Inverse Kinematik'' führt ergänzend &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; durch diesen Themenkreis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik ==&lt;br /&gt;
Ist ein Knickarm Roboter auf Portal verfahrbar, so überlagern sich beide Bewegungskomponenten. Dies erhöht die Anzahl der Freiheitsgrade enorm. Um trotzdem gezielt Einfluß auf die Kinematik nehmen zu können, referenziert die Berechnung der Knickarm-Winkel auf die aktuelle Fußpunkt Position. &lt;br /&gt;
* Wählen Sie eine ''Fußpunktposition'' in  ''Direkter Kinematik'' und die ''XYZ-Zielkoordinate'' des TCP im Maskenbereich der  ''Inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
* Beide Bewegungskomponenten lassen sich so zu einer komplexen Gesamtbewegung kombinieren – und bestimmen die Orientierung des TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die TCP Position bei geänderter Fußpunkt Koordinate beibehalten werden, so &lt;br /&gt;
:- clicken Sie zunächst den Button 'Übernahme Ist-Position' (Feld  'Zielposition absolut'), &lt;br /&gt;
:- korrigieren Sie die Fußpunkt Koordinate, &lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Neu' (Bereich  direkte Kinematik)&lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Korrektur' (im Feld  'Zielposition  absolut'). &lt;br /&gt;
* Diese Orientierungsänderung bei gleicher XYZ-Position führt in eine &amp;quot;Biege-Bewegung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionierfehler &amp;amp; Watchdog ==&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie die Soll-Werte erzeugt wurden, werden die Datensatz Ist-Werte in inverser Kinematik entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie berechnet und als korrespondierende Knickarm-Winkel gespeichert. In direkter Kinematik wird aus diesen Knickarm-Winkeln der XYZ-Wert des TCP errechnet. Das Verfahren mag umständlich sein, ermöglicht jedoch einen Soll/Ist Vergleich. Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des TCP liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Watchdog-Algorithmus überwacht intern die Soll/Ist-Abweichung und schlägt ggf. Alarm. Falls der Zielpunkt nicht berechenbar oder kinematisch nicht erreichbar ist, wird eine Fehlermeldung generiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kinematische Bewegungsebenen =&lt;br /&gt;
==Parallele Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der bisher besprochenen Bewegungsstrategien erwarten, daß sich die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; in parallelen Ebenen bewegen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik (vgl. Tutorial) erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schiefe Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Drehmöglichkeit einer Schwenkachse zwischen Schulterpunkt und Handgelenk erhöht die Bewegungsvielfalt enorm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil wird mit einer komplexen Mechanik, einer nochmals gesteigerten kinematischer Überbestimmung und ''parasitären Bewegungskomponenten'' erkauft: &lt;br /&gt;
* Jede schiefwinklige Bewegung eines Armsegmentes beinhaltet neben einer zielführenden Bewegung eine nicht gewünschte Vektorkomponente, die durch Gegenbewegung anderer Armsegmente kompensiert werden muß; der Rechenaufwand steigt extrem – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. Es müssen 3D- Näherungsalgorithmen verwendet werden (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein Watchdog-Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; ggf. generiert er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Version 6.0 wird ein gegenüber den ältern Versionen deutlich schneller und präziser arbeitender Schief-Algorithmus eingeführt, Positionierfehler liegen nunmehr in der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-4&amp;lt;/sup&amp;gt; – und besser. Der Algorithmus beherrscht alle Bewegungsstrategien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm prüft selbstständig, ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere &amp;amp; präzisere Parallel-Algorithmus geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Theorie &amp;amp; Praxis =&lt;br /&gt;
Dieser Praxis orientierte Artikel ist ein produkt-neutralisierter Handbuch-Auszug. &lt;br /&gt;
* Im Orig. Handbuch finden Sie Supervisor-Informationen, wie das Programm der Mechanik-Struktur Ihres Gelenkarmroboters und dessen Maßen angepaßt wird, so daß die Mathematik des ''3D Gelenk-Baukasten'' und Roboter-Mechanik kongruent sind. Die mathematischen Positionierfehler liegen dann in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm - und dies ist gewiß eine Herausforderung an die Robotermechanik!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Anhang zum Handbuch ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; ''Inverse Kinematik''. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
* Theoretischen Background erläutert Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt, vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] &amp;amp; [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_1_%E2%80%93_Theorie_(Tutorial)&amp;diff=28617</id>
		<title>Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_1_%E2%80%93_Theorie_(Tutorial)&amp;diff=28617"/>
				<updated>2024-01-09T19:29:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kinematics of Serial Robotics=&lt;br /&gt;
==Algorithms for simplified calculation of Direct &amp;amp; Inverse Kinematics in a Consistent Coordinate Reference system==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Seit ich die Erstausgabe dieses Textes bei RN-Wissen veröffentlichte sind einige Jahre vergangen. Inzwischen habe ich eine neuartige Mathematik der Roboter-Kinematik entwickelt und im Rahmen des &lt;br /&gt;
* AHFE-Symposiums 2023 &lt;br /&gt;
: Application of Emerging Technologies: Robotics and Automation II  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in englischer Sprache als Conference Paper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Kinematics of Serial Robotics – Algorithms for simplified calculation of Direct &amp;amp; Inverse Kinematics in a Consistent Coordinate Reference system '''&lt;br /&gt;
  DOI: http://doi.org/10.54941/ahfe1004416  /  http://dx.doi.org/10.54941/ahfe1004416  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorgestellt. &lt;br /&gt;
* Die Veröffentlichung ist OpenAcess und somit als PDF frei zugänglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* PowerPoint Audio-Video Präsentation &lt;br /&gt;
  https://video.ibm.com/recorded/133181477  /  https://video.ibm.com/playlist/672378&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vorwort===&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach.&amp;quot; Ganz so einfach war es dann doch nicht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D-Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  kostenlose Test und Demo-Version] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 1 finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, konkurrierende Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation in einem eher theoretischen Focus (Tutorial). Mit einigen Links verweise ich auf diejenigen, von denen ich &amp;quot;Honig gesaugt&amp;quot; habe. Alle externen Links sind offen mit ihrer URL im Kontext dieses Artikels ausgewiesen und nicht hinter einem Pseudonym versteckt. – Clicken muß man sie nur, um in die Tiefe zu gehen!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Theorie wird im Praxis orientierten Teil 2 ergänzt. [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]]. Besprochen werden ein 3D-Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Dynamik und Kinematik=&lt;br /&gt;
beschreiben &amp;quot;wie sich was&amp;quot; bewegt; &lt;br /&gt;
*die Dynamik fokussiert auf Beschleunigung und Verzögerung einer Bewegung unter Einfluß einer kontinuierlichen oder sich zeitlich ändernden Kraft; &lt;br /&gt;
*die Kinematik berechnet &amp;quot;was sich wie&amp;quot; bewegt – ohne die Ursache, also die einflußnehmende Kraft zu betrachten.&lt;br /&gt;
Wenngleich die Begriffe in einander zahnen, ist jeder für sich - zumindest theoretisch - ohne den anderen betrachtbar. Diese Arbeit befaßt sich mit der Kinematik von Roboterarmen und deren Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Einstimmung legen wir unsere Hand auf eine Tischkante und bewegen Sie nach vorn -  und wir beobachten bewußt, wie sich hierbei Schultergelenk, Ellenbogen- und Handgelenk mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit bewegen. Als Kleinkind haben wir Kinematik über Jahre studiert, wir haben gelernt uns zu bewegen und wir haben sogar inverse Kinematik studiert: Letztendlich interessiert nicht, wohin die Hand sich bewegt, wenn Gelenke einen definierten Winkelwert einnehmen; wir wollen nicht irgendwelche Muskeln oder Gelenke bewegen, sondern &amp;quot;den Finger in die Nase stecken – und bohren&amp;quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Ausgangs- und Zielwert bzw. seiner Algorithmen unterscheidet sich Kinematik in &lt;br /&gt;
* '''Direkte Kinematik''' – auch als &amp;quot;vorwärts&amp;quot;-Kinematik bezeichnet &lt;br /&gt;
:(welcher Raumpunkt wird erreicht, wenn Länge und Winkel der Knickarme geben sind) und &lt;br /&gt;
* '''Inverse Kinematik''' – &amp;quot;umgekehrte&amp;quot;-Kinematik &lt;br /&gt;
:(welche Länge und Winkel der Knickarme werden erforderlich, um einen gegebenen Raumpunkt zu erreichen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir die Hand am ausgestreckten Arm flach auf den Tisch, so können wir Ober- und Unterarm drehen ohne das sich die Hand bewegt – dieses Phänomen der Inversen Kinematik wird uns noch jede Menge Ärger machen – und ist eine Herausforderung an die Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzt wird Kinematik vom Freiheitsgrad der Gelenke und der steuernden Intelligenz. Soll ein Roboter-Arm übernehmen, was wir als Kleinkind erlernt haben, so erfordert dies eine anspruchsvolle Bahnsteuerung – und einige Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Begriffe &amp;amp; Philosophie =&lt;br /&gt;
==Drehachse &amp;amp; Schwenkachse==&lt;br /&gt;
Unterschieden wird in der Robotik oftmals der Begriff &amp;quot;Drehachse und Schwenkachse&amp;quot;. Aus Sicht der Kinematik gibt es diesen Unterschied nicht. Eine Schwenkachse wird letztendlich von einer in der Bewegungs-Kaskade seriell davor liegenden Achse gedreht. Aus Anwendersicht ist die Definitionsunterscheidung trotzdem sinnvoll! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußpunkt, Ellenbogen &amp;amp; Co ==&lt;br /&gt;
Auch diese, den menschlichen Extremitäten nachempfundene Begriffe finden wir in der Literatur. Fußpunkt mag zunächst plausibel erscheinen. Beim Roboter ist der Fußpunkt unbeweglich, beim Menschen Basis aller Bewegungen. Wenn die Begriffe Ellenbogen und Handgelenk sinnvoll sein sollen, dann ist der Fußpunkt in Konsequenz eher &amp;quot;Schulter&amp;quot;! &lt;br /&gt;
- Fußpunkt macht hingegen Sinn, falls der Roboter auf Portal verfahrbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophie eines mathematischen Ansatzes ==&lt;br /&gt;
Der RoBo-mac Gelenk-Baukasten unterscheidet dementsprechend für die Vorwärts Kinematik keine Dreh- und Schwenkachsen. &lt;br /&gt;
* Die Kinematik wird durch Parametrierung der Achs-Länge, Ihrer XYZ-Orientierung und des max. Achs-Drehwinkels definiert. &lt;br /&gt;
* An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. &lt;br /&gt;
* Einige High-End Roboter arbeiten mit Teleskop-Armen, der mathematische Gelenk-Baukasten beherrscht auch diese Konstruktionen. &lt;br /&gt;
* Der Algorithmus ermöglicht beliebig viel kaskadierbare Teleskop-Dreh Achsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's enthält der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh Achse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definitionsgemäß führt die Null-Position aller Dreh-Gelenke zu einer kaskadierten Streckung aller Achs-Elemente; bei Bodenbefestigung entspricht dies &amp;quot;senkrecht nach oben&amp;quot;. Wird der Arm an einem (beweglichen) Portal befestigt, so ergeben sich bei Null-Position der Gelenke ggf. andere Ausrichtungen im 3D-Raum, die der RoBo-mac Gelenk-Baukasten berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Mathematiker und Ingenieure leben in verschiedenen Welten! &lt;br /&gt;
Einig sind sich beide, daß die X-Achse grafisch von links nach rechts laufend dargestellt wird, bei Y- und Z- scheiden sich die Geister:  &lt;br /&gt;
* Mathematiker stellen die Y-Achse grafisch gerne senkrecht, die Z-Achse &amp;quot;perspektivisch schräg nach hinten bzw. vorne&amp;quot; laufend dar. &lt;br /&gt;
: - Dies ist die logische Erweiterung eines 2D Systems zu einem in der Ebene dargestellten 3D-System &lt;br /&gt;
* CAD- &amp;amp; Grafik-Programmen liegt meist diese Definition des ''Weltkoordinatensystems'' zu Grunde, vgl.:  http://www.3dsource.de/deutsch/3Dmathe.htm&lt;br /&gt;
: - Im Ingenieurwesen wird andererseits die senkrechte Achse oftmals mit &amp;quot;Z&amp;quot; bezeichnet – was in eine gewisse Verwirrung führt.&lt;br /&gt;
* Im Ergebnis ist es gleich, ob nun die Y- oder die Z-Achse als Senkrechte definiert wird. &lt;br /&gt;
: - Beide Systeme sind durch Drehung um die X-Achse ineinander gegenseitig abbildbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Systemdurchgängigkeit und wichtig ist vor allem, ob es sich um ein 'rechts-' oder ein 'links'-System handelt: &lt;br /&gt;
* Im '''''rechts'''''händigen Weltkoordinatensystem zeigt (für jeweils positive Koordinaten) die X-Achse nach rechts, die Y-Achse nach oben und die Z-Achse aus der Zeichenebene heraus - '''''nach vorne'''''. &lt;br /&gt;
* Im '''''links'''''händigen System hingegen zeigt sie '''''nach hinten'''''! - Dies entspricht einer Spiegelung bzw. Drehrichtungsumkehr. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mathematik des Gelenk-Baukastens liegt die Definition des Weltkoordinatensystems zu Grunde; RoBo-mac bietet die Umschaltmöglichkeit zwischen rechts- und linkshändischem Koordinatensystem, die Achs-Bezeichnug der Ein- und Ausgabewerte Y- / Z- ist ergänzend umschaltbar. Unter '3D-Transformation &amp;amp; 2D-Perspektive' betrachten wir das Thema nochmals im Focus  'Verdrehte Koordinatenwelt' (vgl. 3.1.3 und 3.1.4) !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeitsbereich ==&lt;br /&gt;
Die Mechanik der Achsen (Länge und Winkelbeweglichkeit) begrenzt den Arbeitsbereich, einige Konstruktionen überstreichen einen Winkelbereich von mehr als +/- 180° je Achse, andere liegen (knapp) darunter. Im einfachsten (mechanisch nicht möglichen) Fall wäre der Arbeitsbereich eine exakte Kugel mit dem Radius aller gestreckten Achsen und dem Roboter Schulterpunkt in der Mitte, defacto gleicht die &amp;quot;Kugel&amp;quot; eher einem &amp;quot;Apfel&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Konstruktionen (KUKA / …) schneidet die Schwenkachse des dem Schulterpunkt nächsten Arms die theoretische (senkrechte) Drehachse nicht mittig, sondern rotiert auf einer Kreisbahn um diese herum, diese Auskragung hat also bereits Einfluß auf die X- und Z-Koordinaten (Achs-Definition: Weltkoordinatensystem); andere Konstruktionen (Stäubli / ...) arbeiten mit zentrischer Schulterpunkt-Achse; beide Bauarten sind parametrierbar. Im Handbuch wird dies als Supervisor-Information erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Visuelle Kontrolle (Adler &amp;amp; Maus Perspektive)==&lt;br /&gt;
Unabhängig von der räumlichen XYZ Erfassung und Berechnung der Gelenk-Winkel ermöglicht es eine zusätzliche Perspektivische Betrachtung (aus beliebiger Position), &amp;quot;Tiefe&amp;quot; in der Ebene möglichst plausibel darzustellen – oder die (mathematisch &amp;quot;positive&amp;quot;) CCW Drehrichtung entsprechend den Schieberbewegungen &amp;quot;im Uhrzeigersinn&amp;quot; (CW) zu visualisieren. Der hier verwendete Algorithmus wird im Rahmen der direkten Kinematik zunächst besprochen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Direkte Kinematik =&lt;br /&gt;
Die Mathematik geht auf simple Winkelberechnung und ihre Klassiker, Sinus / Cosinus / Tangens zurück. Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Winkel findet sich eine Einführung  in die Theorie der Winkeltransformation, näher beschrieben werden die Abhängigkeiten in: http://www-lehre.inf.uos.de/~cg/2006/PDF/kap-13.pdf  und http://www.cg.tuwien.ac.at/courses/CG1/textblaetter/02%20Geometrische%20Transformationen.pdf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will versuchen, die letztendlich doch recht komplexen Winkelbeziehungen hier vereinfacht zu beleuchten. Grundsätzlich gilt: &lt;br /&gt;
* Die Winkellage eines Punktes in der ''Ebene'' wird im XY-Koordinatensystem, &lt;br /&gt;
* die eines Punktes im ''Raum'' im XYZ-Koordinatensystem beschrieben. &lt;br /&gt;
* Legt man das willkürlich gelegte Koordinatensystem &amp;quot;anders&amp;quot;, so beschreiben &amp;quot;andere&amp;quot; Koordinatenwerte ebenfalls die Lage des Punktes präzise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winkeltransformation ermöglicht es, die Winkel-Werte des einen Koordinatensystems in das andere zu transferieren. Bildlich gesehen wird hierzu das Koordinatensystem &amp;quot;gedreht, verschoben und skaliert&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Einen Punkt in der Ebene zu verschieben ist einfach&lt;br /&gt;
: Zu den XY-Koordinaten des Original-Punktes werden X und Y Wert addiert, bei der Skalierung werden die XY-Koordinaten mit einem Skalierungsfaktor multipliziert; bitte beachten: &lt;br /&gt;
: Eine unterschiedliche Reihenfolge der Transformationsschritte führt bereits bei dieser einfachen Aufgabe zu unterschiedlichen Ergebnissen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Den Punkt um eine Achse zu drehen, ist selbst in der Ebene etwas komplexer:&lt;br /&gt;
: Die Transformationsgleichungen lauten für ein Winkeldrehung um '&amp;lt;math&amp;gt; \theta \ &amp;lt;/math&amp;gt;': &lt;br /&gt;
:: x'  = x • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) − y • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)             bzw.       x  = x' • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)  + y' • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)	&lt;br /&gt;
:: y'  = x • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) + y • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)             bzw.       y  = -x' • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) + y' • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)	&lt;br /&gt;
: Die Drehrichtung ist also reversierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gedreht wurde um die Z-Achse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die erste wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* An der Drehung um die Z-Achse sind nur die XY-Koordinaten beteiligt. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich läßt sich eine zweidimensionale Darstellung auch um die X- bzw. Y-Achse drehen. Wird um die X Achse gedreht, so verkürzen sich die Y-Werte, wird um Y gedreht, die X-Werte (um jeweils den Cosinus des Drehwinkels). Ob dies sinnvoll ist, sei dahingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegt ein Punkt nicht in der Ebene, sondern im Raum, so hat er eine zusätzliche Koordinate, die Z-Koordinate. Die Zeichnerische Darstellung ist etwas komplex, da ja in der Ebene keine &amp;quot;Tiefe&amp;quot; dargestellt werden kann. In der klassischen Konstruktionslehre wurden 3 Ansichten (Frontsicht, Seitenansicht, Draufsicht) gezeichnet, und der &amp;quot;Technische Zeichner&amp;quot; erlernte Methoden, hieraus eine Perspektivische Ansicht zu erstellen – heute macht das der PC!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein in der Tiefe liegender Punkt um X oder Y gedreht, so führt die Transformation &amp;quot;aus der Tiefe in die Ebene&amp;quot; nicht nur zur Änderung seiner Z-Koordinate, sondern auch zur Änderung seiner XY-Koordinaten. Es gilt &lt;br /&gt;
* für die X-Achse&lt;br /&gt;
:: x'  = x&lt;br /&gt;
:: y'  = y • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) −z • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:: z'  = y • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)  +z • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Y-Achse&lt;br /&gt;
:: x'  = z • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) +x • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:: y'  = y&lt;br /&gt;
:: z'  = z • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) −x • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die zweite wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Bei Drehung um eine beliebige Koordinaten-Achse ändern sich die Koordinaten der jeweiligen Dreh-Achse nicht! &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basierend auf diesen Kenntnissen können wir &amp;quot;zu Fuß&amp;quot; jeden beliebigen Raum-Punkt transferieren, dies ist zugegebener Maßen etwas mühselig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transformation &amp;amp; Matrizenrechnung==&lt;br /&gt;
Die Mathematik bedient sich für die Transformation meist der Matrizenrechnung, sie ist – beginnend mit ihrer Schreibweise – etwas gewöhnungsbedürftig; in Kurzform:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Matrix besteht aus Zeilen und Spalten, die eine Tabelle bilden; die Matrizenrechnung verknüpft nach einem definierten Verfahren mindestens 2 Matrizen (Mehrzahl von Matrix) und erzeugt im Ergebnis eine neue Matrix. In der visuellen Darstellung wird meist jede Matrix für sich mit einer alle Zeilen übergreifenden Klammer &amp;quot;gerahmt&amp;quot;, zwischen den Matrizen befindet sich der mathematische Operator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matrizenrechnung ist eigentlich nur eine &amp;quot;andere&amp;quot;, sehr formale Darstellungsart bekannter Mathematik. Der Matrizen-Formalismus führt (nach Eingewöhnung) in eine sehr übersichtliche Darstellung, insbesondere &amp;quot;wenn vieles mit vielem&amp;quot; verknüpft werden muß; manchmal erkennt man am Matrix-Aufbau bereits was sie bewirkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Matrizenmultiplikation===&lt;br /&gt;
Die Ergebnismatrix der Matrizenmultiplikation erhält die Zeilenzahl der ersten und die Spaltenzahl der zweiten Matrix, wesentliche Voraussetzung: &lt;br /&gt;
Die Spaltenzahl der ersten Matrix muß gleich der Zeilenzahl der zweiten Matrix sein, (sonst geht es nicht)!&lt;br /&gt;
:– aber Zeilenzahl der ersten Matrix und Spaltenzahl der zweiten sind beliebig!&lt;br /&gt;
:– Als Sonderfall sind beide Werte gleich (Quadratische-Matrix).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Rechenanweisung der Matrizenmultiplikation lautet für die &lt;br /&gt;
* Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 2 der Spalte 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 3&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 3 der Spalte 1&amp;quot; usw.; &lt;br /&gt;
: - addiere die Einzelergebnisse und schreibe deren Summe in die Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für die Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; gilt gleichsinnig:&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; &lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 2 der Spalte 2&amp;quot;; usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Zeilenvektor der ersten Matrix wird also unabhängig von allen anderen Zeilen dieser Matrix elementweise mit allen zugehörigen Spaltenvektoren der zweiten Matrix multipliziert. Es &amp;quot;paaren&amp;quot; also die Zeilen-Elemente je Spalte mit den Spalten-Elementen der korrespondierenden Zeilen. Die Einzelwerte der Ergebnismatrix hängen somit (selbst bei gleicher Zeilen und Spaltenzahl) von der Reihenfolge der Eingangs-Matrizen ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine quadratische Matrix 3 x 3 erfordert also z. B. 3³ = 27 Einzelmultiplikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die dritte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Die Reihenfolge der Matrizenmultiplikation bestimmt das Ergebnis. &lt;br /&gt;
* Eine Vertauschung der Matrizenreihenfolge führt zu unterschiedlichem Ergebnis.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vektortransformation &amp;amp; Homogene Koordinaten ===&lt;br /&gt;
Die gradlinige Verbindung zweier Punkte im Raum wird auch als Vektor bezeichnet. Jeder Vektor hat eine Größe (Länge) und eine Winkelausrichtung gegenüber dem Koordinatensystem. Vektoren haben somit einen Start- und einen Ziel-Punkt, der wahlweise mit Länge und Winkel (polar) bzw. seinen Start- und Ziel-Koordinaten (XYZ) beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Roboter-Kinematik wird für die Bewegungsanalyse jeder Vektor für sich in einen anderen Vektor transformiert, dies übernimmt die Transformationsmatrix, die achsenspezifisch nach jeweils unterschiedlichem Schema aufgebaut ist; &lt;br /&gt;
* sie enthält die Sinus und Cosinus Werte der Drehachse, die &amp;quot;Leerstellen&amp;quot; sind mit &amp;quot;Nullen und Einsen&amp;quot; besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Datei:Matrix_Rotation_XYZ_080.gif|1000px|thumb|center|]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auffällig in diesen Schemata ist, daß für eine 3D-Transformation nicht 3 Zeilen und 3 Spalten, sondern jeweils 4 verwendet werden, die in der letzten Spalte und untersten Zeile zusätzliche &amp;quot;Nullen&amp;quot;, sowie im Kreuzungspunkt eine &amp;quot;Eins&amp;quot; aufweisen.&lt;br /&gt;
* Während die Rotation mit den Regeln der Matrizenmultiplikation errechnet wird, erfordert die Verschiebung, eine Vektoraddition, also unterschiedliche Rechenoperationen. &lt;br /&gt;
* Durch Hinzufügen einer zusätzlichen Spalte und Zeile, den &amp;quot;Homogenen Koordinaten&amp;quot; kann die zusätzliche Vektoraddition in die Matrizenmultiplikation integriert werden. Die Verschiebung um XYZ wird dann als &amp;quot;Translationswert&amp;quot; in der Matrix an Stelle der Nullen eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte behauptet, der Matrizen-Formalismus führe in eine sehr übersichtliche Darstellung: &lt;br /&gt;
* Ohne die &amp;quot;Homogenen Koordinaten&amp;quot; besteht jede der (Quadratischen) Rotations-Matrizen aus 3 Zeilen und 3 Spalten, also 9 Elementen. Dies sind eine &amp;quot;Eins&amp;quot;, vier &amp;quot;Nullen&amp;quot; sowie die sin/cos Werte. Die &amp;quot;Eins&amp;quot; kennzeichnet die Koordinate, um die gedreht wird! (vgl. Zweite Erkenntnis)!&lt;br /&gt;
* Wird diese &amp;quot;''Eins''&amp;quot; zu &amp;quot;-1&amp;quot; ''negiert'', so wird die ''Achse gespiegelt''!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Mathematiker und Ingenieure leben in getrennten Welten! – Wir hatten das Thema bereits.&lt;br /&gt;
: Die meisten Veröffentlichungen zum Thema stammen aus mathematischer Fakultät. Wir wissen bereits, daß ein Roboterglied mathematisch als Vektor betrachtet werden kann und mit seinen XYZ-Koordinaten beschrieben wird. &lt;br /&gt;
:* Mathematiker schreiben die XYZ-Koordinaten eines Vektors meist untereinander (vgl. Tabelle oben) &lt;br /&gt;
:* Ingenieure bevorzugen die horizontale Darstellung der Vektor-Koordinaten. Im Ergebnis ist dies gleich - kann aber zu erheblicher Verwirrung führen! &lt;br /&gt;
:* Ggf. sind Spalten und Zeilen gegeneinander zu tauschen. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Transformation &amp;amp; 2D-Perspektive ===&lt;br /&gt;
Ein aus mehreren kaskadierten Vektoren erfaßter Roboterarm läßt sich – wie jedes andere 3D-Objekt - mit den Regeln der Winkel-Transformationen beliebig um die XYZ-Achse drehen und auch in 2D-Darstellung &amp;quot;perspektivisch&amp;quot; betrachten. Math. Zusammenfassung vgl.  http://www.mttcs.org/Skripte/Pra/Material/vorlesung3.pdf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Perspektive '''&lt;br /&gt;
: steht im Sprachgebrauch für die Darstellung 3-Dimensionaler &amp;quot;Tiefe&amp;quot; in 2-Dimensionaler Ebene -  wenngleich 'Perspektive' ''formal'' lediglich eine mehrerer Darstellungsarten ''Planarer-Projektion''  ist. Sprachlich unterschieden wird gelegentlich die ''Parallel''- und ''Fluchtpunkt Perspektive''.&lt;br /&gt;
* Die Parallelprojektion arbeitet mit einer winkelabhängigen Verkürzung der in die Tiefe zeigenden Linien, die auf den hier erläuterten Winkeltransformationen basieren.&lt;br /&gt;
* Die Perspektive kennt zusätzliche 'Fluchtpunkte' in denen sich ''in der Realität parallele Linien''  treffen. Jedes System paralleler Linien hat einen eigenen Fluchtpunkt, dies können deutlich mehr als die 3 XYZ Koordinaten, (vgl. z.B. 'Place de l' Etoile) sein! &lt;br /&gt;
* Die Grenzen perspektivischer Darstellung werden deutlich, wenn wir uns Parallelen parallel zur Zeichenebene vorstellen; sie hätten 2 Fluchtpunkte – 'links und rechts' bzw. 'oben und unten'. Der Strahl aus den Fluchtpunkten führt jedoch zu einer Kreuzung in der Zeichenebene, die als &amp;quot;zusätzliche Ecke&amp;quot; erscheinen würde! &lt;br /&gt;
Dies ist unrealistisch, in der ''Schulperspektive darstellender Geometrie''  werden diese Parallelen daher stets 'als parallel' gezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Fotographie kennen wir Fischaugenobjektive; die analoge Abbildung hat hier die Lösung: Der Kreuzungspunkt der &amp;quot;zusätzlichen Ecke&amp;quot; wird verrundet dargestellt. Dies entspricht – auch wenn wir nicht wie eine Fisch zu gucken gewohnt sind – der Realität! Die Flucht-Linie ist keine Linie, sondern eine Hyperbel, die sich in Richtung Fluchtpunkt den Linien asymptotisch anschmiegt, Rundung im Betrachtungszentrum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungsstarke Programme der virtuellen Bilderstellung beherrschen diese Mathematik und arbeiten außerdem mit Licht und Schatten Effekten, um die Tiefenwirkung zu verstärken. &lt;br /&gt;
Ganz ohne Mathematik: Stephan Thiele, http://www.thiele-architekt.de/pdf/Raumsprache-A5.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Transformation''' &lt;br /&gt;
: Die hier besprochene 3D-Transformation ermöglicht eine variable Parallelprojektion aus beliebiger XYZ Blickrichtung. Sie basiert rechentechnisch auf EXCEL® – ich verweise gerne auf Veröffentlichungen von Andy Pope http://www.andypope.info/charts/3drotate.htm und  Klaus Kühnlein  http://www.excelformeln.de/tips.html?welcher=53 , die mich zu dieser Ausarbeitung anregten - wenngleich oder gerade weil die Algorithmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen!&lt;br /&gt;
* &amp;quot;excelformeln&amp;quot; arbeitet mit dem mächtigen EXCEL® Formel-Array &amp;quot;MMULT&amp;quot;- Andy Pope zeigt für die 3D-Transformation einen ebenfalls interessanten Weg – ich möchte diese Studien hier jedoch nicht nach dem &amp;quot;Schavan-Guttenberg-Prinzip&amp;quot; wiederholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
''Zu den unterschiedlichen Transformationsergebnissen ein Experiment:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir ein Buch, am Besten zwei jeweils in Leseposition (aber geschlossen) vor uns. &lt;br /&gt;
:- Das Linke drehen wir zuerst um seine Y-Achse, dann um seine X-Achse, &lt;br /&gt;
:- das Rechte zuerst um seine X-Achse, danach um seine Y-Achse. &lt;br /&gt;
* Falls Sie die gleiche Position für beide Bücher erhalten, haben Sie etwas falsch gemacht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei einem Roboter-Arm können Sie das Phänomen nicht beobachten, hier ist es egal, ob Sie den Arm erst nach hinten und dann nach oben oder umgekehrt bewegen. &lt;br /&gt;
:- Der Grund liegt darin, daß der Roboter sein Koordinatensystem gewissermaßen mit bewegt. Bei unserem Buch-Experiment lag das Koordinatensystem hingegen starr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Und wenn Sie beim Buch-Experiment in beiden Fällen dasselbe Endresultat erhielten, hatten Sie eine der beiden Achsen (unbewußt) gegen die Z-Achse getauscht!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdrehte Koordinatenwelt ===&lt;br /&gt;
Eigentlich ist alles ganz logisch: Liegt vor uns ein Stück Papier auf dem Schreibtisch oder steht der Monitor mit senkrechtem Bildschirm vor uns, so zeigt per Definition im 2D-System die Y-Achse nach oben, die X-Achse nach rechts. Wird eine dritte Dimension hinzugefügt, so liegt sie vor bzw. hinter der Zeichenebene; die Z-Achse zeigt also aus der Zeichenebene hinaus in den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann kamen die Menschen auf die Idee, Bildschirm bzw. Papier zu drehen – aber die körperliche Position des Betrachters bei zu behalten: Das Schicksal nahm seinen Lauf:&lt;br /&gt;
* Bei beiden Systemen, dem 2D- und dem 3D-System zeigt die Positive X-Achse nach rechts (auch &amp;quot;Breite&amp;quot; genannt). &lt;br /&gt;
* Erweitert man das 2D-System (Y-Achse nach oben, auch &amp;quot;Höhe&amp;quot; genannt) um die dritte Dimension, die Z-Achse, so zeigt diese zunächst &amp;quot;unsichtbar&amp;quot; auf den Betrachter. Dreht man dieses System um die X-Achse, so wandert die Y-Achse nach hinten, die Z-Achse nach oben. Die Z-Achse übernimmt den Namen der Y-Achse (Höhe), die Y-Achse heißt jetzt Länge – und zeigt mit positivem Wert nach hinten! &lt;br /&gt;
* Einige 3D-Darstellungen bevorzugen eine weitere Drehung um die nun senkrechte Z-Achse: Im Ergebnis zeigt dann die Y-Achse nach rechts und die X-Achse nach vorn.&lt;br /&gt;
* Unabhängig hiervon bleibt zumindest die Koordinatenbezeichnung &amp;quot;X/Y/Z&amp;quot; unverändert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich entschlossen, dieses Definitions-Chaos möglichst zu umgehen und verwende die Definition des klassischen Weltkoordinatensystems: Y-Achse nach oben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Links- &amp;amp; rechtshändige Koordinaten ===&lt;br /&gt;
Eine schier unerschöpfliche Vielzahl von Koordinatensystemen kennt die Welt, vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Koordinatensystem. Dominierende Bedeutung in der Robotic hat das kartesische System – und hiervon gibt es 2, das rechts- und das linkshändige! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt (unabhängig davon, wie die Achsen benannt sind):&lt;br /&gt;
* Rechts- bzw. linkshändige  Koordinatensysteme sind spiegelbildlich und nicht durch Drehung ineinander zu überführen, ''jedoch'': &lt;br /&gt;
* Transformationsmatrizen ermöglichen eine Skalierung (Multiplikation).&lt;br /&gt;
* Bei unterschiedlicher Skalierung je Achse führt dies in eine Scherung (Verzerrung). &lt;br /&gt;
* Eine negative Skalierung führt ergänzend zu einer Spiegelung der betreffenden Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter 'Vektortransformation' hatten wir die Rotationsmatritzen XYZ besprochen. Zur Erinnerung: Wird die betreffende &amp;quot;''Eins''&amp;quot; zu &amp;quot;-1&amp;quot; ''negiert'', so wird die ''Achse gespiegelt''. &lt;br /&gt;
- Simpler Vorzeichenwechsel ermöglicht also die System-Umschaltung &amp;quot;links / rechts&amp;quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiegelung ist nicht durch Drehung erreichbar, trotzdem erscheit dies mitunter so!? &lt;br /&gt;
* Bei einem 3D-Drahtmodel ist es mitunter schwierig zu entscheiden ob man es von 'oben-links' oder 'unten-rechts' sieht; - d.h. ''betrachten will''! Das Seh-Ergebnis ist eine Frage des mentalen Bewußtseins. &lt;br /&gt;
* Das Gehirn gaukelt einem mitunter sogar vor, der mathematische Drehsinn (positiv/negativ) habe sich geändert, da das, was man vorne wähnt, nun auf einmal hinten erscheint. Dieses Wahrnehmungsphänomen wird erklärbar, weil jede Projektion eines realen Drahtmodells auf (mindestens) 2 unabhängige Raumorientierungen rückführbar ist. Anders ausgedrückt: Eine von ''oben'' gesehen ''vorne'' liegende Ecke ist nach 3D-Transformation in die 2D Projektions-Ebene zu einer von ''unten'' gesehen ''hinten'' liegenden kongruent! &lt;br /&gt;
* Die Visualisierung des Baukastens kennzeichnet daher als Orientierungshilfe die Ecke des 1. Oktanten mit einem Kreis, der bei Würfel Drehung betrachtungskonform mit wandert. Im 'Kochbuch des User-Manuals' finden Sie unter  ''Perspektive &amp;amp; 2D-Projektion''  eine Experimental-Studie hierzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==End-Effektor &amp;amp; Tool Center Point (TCP)==&lt;br /&gt;
Der ''End-Effektor'' bezeichnet die Hard-Ware, der ''Tool Center Point'' dessen &amp;quot;Arbeitspunkt&amp;quot;; beide werden gemeinsam &amp;quot;Bahn konform&amp;quot; vom Robotersystem im R3 Vektorraum bewegt. &lt;br /&gt;
* Der TCP kann am Ende des End-Effektors liegen (Bohrer); weiter außerhalb (Laser) oder auch völlig abweichend zum &amp;quot;Werkzeug-Eingriffspunkt&amp;quot;: &lt;br /&gt;
:- Bei einem Greifer, der &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; liegt dessen Kraftlinien-Schnittpunkt im Werkstück! &lt;br /&gt;
* Eine Hardware spezifische Definition &amp;quot;was wie bewegt werden soll&amp;quot; ist Voraussetzung &amp;quot;Bahn konformer&amp;quot; Kinematik! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SCARA-Roboter==&lt;br /&gt;
Ebenfalls unter http://www.excelformeln.de/tips.html?welcher=93 findet sich ein 2D-Roboterarm, der sich eindrucksvoll in der Ebene bewegen läßt und im Ansatz einen SCARA-Roboter simuliert. SCARA steht für:  Selective Compliant Articulated Robot for Assembly. Selektiv läßt sich als &amp;quot;ausgewählt&amp;quot; in der Bedeutung von &amp;quot;eingeschränkt&amp;quot; übersetzen. &lt;br /&gt;
* Der SCARA bewegt sich in einer 2D-Ebene – wenngleich mehrere dieser Ebenen geschichtet sind, um die Arme &amp;quot;untereinander&amp;quot; an sich selbst vorbeiführen zu können. &lt;br /&gt;
* Senkrecht zu diesen plan-parallelen Bewegungs-Ebenen übernimmt am Ende der kinematischen Kette eine (meist drehbare) Hub-Achse die &amp;quot;TCP / End-Effektor&amp;quot;-Funktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SCARA Bauart ermöglicht zwar nur eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten ist jedoch für Anwendungen optimal, deren Zielpunkte in plan-parallelen Ebenen liegen und parallel zur (meist senkrechten) Fußpunktachse anfahrbar sind. Die Konstruktion ist kostengünstig. Die eingeschränkten kinematischen Möglichkeiten führen andererseits zu einer Vielzahl aufgabenorientierter Spezialkonstruktionen, was dem Gedanken eines &amp;quot;Universal-Roboters&amp;quot; widerspricht. Unter kinematischen Gesichtspunkten sind die Bewegungsmöglichkeiten des SCARA eine Untergruppe des &amp;quot;Universal&amp;quot; Gelenkarm-Roboters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gelenkarm-Roboter==&lt;br /&gt;
Der Gelenkarm- oder Knickarm-Roboter bewegt (im Gegensatz zum SCARA) die Arbeitsachse frei im 3D-Raum, also unter beliebigem Winkel. Um ein Objekt im 3D-Raum greifen / bearbeiten zu können werden mehrerer Freiheitsgrade = Drehachsen erforderlich: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;''Roboterhand''&amp;quot; wird mit dem &amp;quot;''Roboterarm''&amp;quot; positioniert. &lt;br /&gt;
* Um die Hand gegenüber dem Objekt zu positionieren werden 3 Achsen (XYZ), &lt;br /&gt;
* um das Objekt greifen / bearbeiten zu können, weitere 3 Achsen (UVW) erforderlich, &lt;br /&gt;
:  dies entspricht 6 Freiheitsgraden, oftmals mit &amp;quot;f&amp;quot;, (im amerikanischen Sprachgebrauch mit &amp;quot;DOF&amp;quot; - degree of freedom) bezeichnet.&lt;br /&gt;
:* Mit diesen 2 mal 3 Freiheitsgraden kann jeder beliebige Punkt im Arbeitsbereich des Roboters positioniert (XYZ) und das Werkzeug unter definiertem Winkel zum Werkstück orientiert (UVW) werden. &lt;br /&gt;
:* Muß der Roboter um ein Hindernis herumgreifen, so werden weitere Freiheitsgrade / Drehachsen erforderlich. Optimal sind meist 5-Arm und 3-Hand Freiheitsgrade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; eines Gelenkarm-Roboter rotiert im einfachsten Fall um eine Roboterarm-Achse, bei höherem Freiheitsgrad (&amp;quot;Ellenbogen&amp;quot;) wird die &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; bereits von 2 bzw. 3 Drehachsen positioniert; diese bewegen sich gegenüber dem Koordinatensystem ''frei'' im Raum.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freie Rotation ==&lt;br /&gt;
Nochmals: '''Die Roboterachsen bewegen sich gegenüber dem Koordinatensystem ''frei'' im Raum'''.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Transformationsmatrizen kennen jedoch nur Rotation um die X-, Y- oder Z-Koordinate! Für den Rechenalgorithmus bedeutet dies, &lt;br /&gt;
* daß eine frei im Raum stehende Dreh-Achse zunächst in den Koordinaten Nullpunkt verschoben und danach um die Winkelkomponenten zweier Koordinaten auf die verbleibende Koordinatenachse (welche ist beliebig) transferiert werden muß.  &lt;br /&gt;
* Die transferierte Dreh-Achse wird entsprechend dem gewünschten Drehwinkel um die Koordinaten-Achse gedreht,  &lt;br /&gt;
* die gedrehte Achse auf ihren ursprünglichen Start-Vektor zurück transferiert - und mit ihr sämtliche in der seriellen Kaskadierung folgenden Drehgelenke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erinnern das &amp;quot;''Buchexperiment''&amp;quot;; nach der Drehung liegt beim Linken der Rücken &amp;quot;unten&amp;quot;, beim Rechten &amp;quot;vorn&amp;quot; (oder - je nach Drehrichtung - &amp;quot;hinten&amp;quot;). Dieses Phänomen macht jede Menge Ärger: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die vierte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Die Transformationsmatrizen müssen für eine Rückdrehungen in exakt umgekehrter Reihenfolge durchlaufen werden. Nach jeder Transformation ändern sich alle Winkelkomponenten. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hieraus folgt: &lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Die fünfte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Nach Transformation um eine (beliebige) Achse müssen die (neuen) Transformationswinkel der verbleibenden Achsen jeweils erneut berechnet werden, denn: &lt;br /&gt;
* Die aus den Vektorkoordinaten (vorab) errechneten Winkel sind nicht die Transformationswinkel, um Roboter-Achsen auf die Koordinatenachse zu transferieren. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Step by Step&amp;quot; sind dies je Achse 7 Transformationen bzw. 7 x (4³ Einzelmultiplikationen + 16 Additionen) zuzüglich der in serieller Kaskade folgenden Gelenke. Eine Drehung um die Basisachse erfordert also (bei einem Freiheitsgrad von 8) ca. 4.500 Einzelrechnungen! Die 7 Winkeltransformationen lassen sich auf 6 reduzieren, nicht alle Matrizen müssen homogene Koordinaten aufweisen, sodaß sich die Rechenschritte bei Erhalt der klassischen Rechenstruktur um ca. 40% reduzieren lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Transponierte Matrix ===&lt;br /&gt;
Werden die Einzelelemente einer Matrix an ihrer Hauptdiagonalen (oben links nach unten rechts) gespiegelt - formal also Spalten und Zeilen getauscht - so entsteht eine Matrix, die das (vorherige) Transformationsergebnis in seine Ausgangswerte zurückrechnet. Werden die bereits errechneten Elemente an gespiegelter Position genutzt so reduziert sich der Rechenaufwand.  &lt;br /&gt;
* '''Vereinfachte Betrachtungsweise für XYZ-Rotationsmatrizen''': Sin-Werte und Homogene Koordinaten invertieren das Vorzeichen, alle anderen Werte bleiben gleich.&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Step by Step&amp;quot; Transformationen nutzt dies meist für die Rückdrehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===R3 Spezial-Matrix ===&lt;br /&gt;
Mathematiker bezeichnen den 3D-Raum auch als R3 Vektorraum.&lt;br /&gt;
Durch geschicktes Vorab-Ausmultiplizieren des oben beschriebenen Matritzen-Algorithmus läßt sich die Zahl der Rechenschritte nochmals reduzieren: Lotte Emslander zeigt, wie's geht:  http://analysis.math.uni-mannheim.de/lehre/fs09/anageo/uebung/unsichtbar/Rotationen_im_R3.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die R3 Rotations-Matrix selbst wird jedoch etwas komplex; anstelle der recht übersichtlichen &amp;quot;Step by Step&amp;quot; Struktur (und einfacher Winkel-Beziehungen) errechnet sich nun jedes der 9 Matrix-Elemente im Schnitt aus jeweils 5 Multiplikationen zuzüglich 2 Additionen. Ergänzend werden einige &amp;quot;Schattenrechnungen&amp;quot; erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für den RoBo-mac Gelenk-Baukasten entwickelte EXCEL® Algorithmus optimiert aus beiden Denkschulen, er beherrscht Teleskop- und Drehgelenke in beliebiger Kombination. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denavit-Hartenberg ===&lt;br /&gt;
In den 1950-iger Jahren wurden Algorithmen erarbeitet, um den durch Länge der Roboter-Achsen bei freier Winkelstellunge definierten Raumpunkt in das kartesische Koordinatensystem (XYZ) zu transformieren. 1955 wurden sie als ''Denavit-Hartenberg Convention  / Transformation / Parameter''  propagiert https://de.wikipedia.org/wiki/Denavit-Hartenberg-Transformation , - wenngleich der Schweizer Mathematiker ''Leonhard Euler'' die Grundlagen der Winkeltransformation, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Winkel  bereits vor 300 Jahren entwickelte. Auf letztere habe ich dankbar zurückgegriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Inverse Kinematik=&lt;br /&gt;
Diese &amp;quot;rückwärts&amp;quot; Kinematik beschäftigt sich mit der Frage: &amp;quot;Welchen Winkelwert müssen die in kinematischer Kette liegenden Gelenke einnehmen, um einen bestimmten Raum-Punkt (kartesisch XYZ) zu erreichen&amp;quot; – das Ziel, der Raumpunkt ist also gegeben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl mathematischer Denkansätze zeigt Lösungen hierzu auf. Klassisch unterschieden werden &lt;br /&gt;
* algebraische Methoden (Transformation und Gleichung), &lt;br /&gt;
* geometrische / trigonometrische Methoden (sin / cos) und &lt;br /&gt;
* numerische Methoden (Iteration). &lt;br /&gt;
und Kombinationen hieraus. – Der Königsweg wurde bisher wohl nicht gefunden; vgl. http://geometrie.uibk.ac.at/cms/datastore/husty/husty-linz.pdf , ''Geschichtliche Entwicklung der inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Lösungsstrategie RoBo-mac's transformiert die Roboter-Achsen aus dem 3D Raum in die Ebene, sucht numerisch eine trigonometrische Lösung und prüft das Ergebnis in direkter Kinematik. Die absoluten Positionierfehler des Algorithmus liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung 10-5 bis 10-6 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freiheitsgrad &amp;amp; kinematische Überbestimmung ==&lt;br /&gt;
Erinnern wir uns:&lt;br /&gt;
* Mit 2 mal 3 Freiheitsgraden kann jeder beliebige Punkt im Arbeitsbereich des Roboters positioniert (XYZ) und das Werkzeug unter definiertem Winkel zum Werkstück orientiert (UVW) werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Um ein Werkzeug unter definiertem Winkel zu positionieren, werden also 6 Freiheitsgrade erforderlich. Muß der Arm um ein Hindernis herumgreifen, so wird je Freiheitsgrad mehr als eine Achse erforderlich. Kinematisch bedeutet dies eine &amp;quot;Überbestimmung&amp;quot;, denn der Raumpunkt kann wahlweise durch mehrere Achsen angesteuert werden; dies macht die Mathematik deutlich komplexer! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfreich ist es, Arm (XYZ) und Handgelenk (UVW) getrennt zu betrachten, da ansonsten 6 Freiheitsgrade in extreme Überbestimmung führen würden. &lt;br /&gt;
* Beginnen wir mit dem eigentlichen Zielpunkt, dem Werkzeug-Eingriffspunkt, er bestimmt den Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot;. Dieser Bahnpunkt ist also zugleich Zielpunkt des Armes und Startpunkt des Handgelenkes – und aus der Orientierung (UVW) zu bestimmen. Vergleichbar ist er mit der aus der CNC-Technik bekannten Äquidistanten, zur Fräs-Bahnberechnung mit Radius-Korrektur. &lt;br /&gt;
* Liegen dieser Bahnpunkt und der eigentliche Zielpunkt im kartesischen System (XYZ) fest, so werden hieraus die Drehwinkel des Armes transformiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Einfacher Fall: ''Keine'' kinematische ''Überbestimmung''.'''&lt;br /&gt;
* Per Winkeltransformation werden die 3D-Koordinaten um die Y-Achse auf Z = 0 gedreht, &lt;br /&gt;
* aus den nun in der Ebene liegenden XY-Koordinaten sind die Winkel ''zweier'' Roboter-Achsen trigonometrisch bestimmbar, &lt;br /&gt;
* Sie erhalten 2 Lösungen – beide sind richtig, eine ist vermutlich sinnvoller, &lt;br /&gt;
* das gewählte Zwischenergebnis wird um die Y-Achse auf den gegebenen Z-Wert zurückgedreht. &lt;br /&gt;
Einfache SCARA Roboter mit 2+1 = 3 Freiheitsgraden fallen in diese Kategorie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Komplexer Fall: Kinematische ''Überbestimmung''.'''&lt;br /&gt;
* Die 3D-Koordinaten werden auch hier um die Y-Achse auf Z = 0 gedreht,   &lt;br /&gt;
* für die nun in der Ebene liegenden XY-Koordinaten sind (ab mehr als 2 Achsen) jedoch theoretisch unendlich viele Winkel-Kombinationen dieser Achsen möglich! &lt;br /&gt;
* Ist eine Winkel-Kombinationen gefunden, so wird ebenfalls um die Y-Achse auf den gegebenen Z-Wert zurückgedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategie und Silhouette ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bewegungsstrategien liegen in einer bzw. parallelen Bewegungsebenen. Um Zugriff im R3 zu realisieren, wird das Ebenenpaket um die (meist senkrechte) Hauptachse A/B gedreht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ein Kurzüberblick, mehr zu den Bewegungsstrategien - und wann welche sinnvoll ist - in Teil 2 [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]].&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
* orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot;; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenk-punkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
* generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position. Diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel ===&lt;br /&gt;
* Der 'End-Effektor' wird ''ebenen parallel zu sich selbst'', in eigener Vektor-Orientierung bewegt, (Mathematiker nennen dies &amp;quot;kollinear&amp;quot;), und ggf. um die Hauptachse gedreht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teleskop ===&lt;br /&gt;
Die Begriffsverwendung bezieht sich nicht auf &amp;quot;FernSicht&amp;quot;, sondern die klassische Bauart dieses Instrumentes, das in eigener Achse in der Länge veränderlich ist/war (Teleskop-Auszug etc.). &lt;br /&gt;
* Die Bewegungsstrategie 'teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage des 'End-Effektors' und dem gewünschten Vektor-Hub je Bewegungsschritt Winkel-Arm Kombinationen, die den 'End-Effektor' ''teleskopartig''  in eigener Vektor-Orientierung fluchtend (auf einer Geraden) bewegen; Mathematiker nennen auch dies &amp;quot;kollinear&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der mathematische Begriff &amp;quot;kollinear&amp;quot; unterscheidet nicht, ob Vektoren (wie zwei Eisenbahnschienen) parallel oder auf einer gemeinsamen Geraden &amp;quot;fluchtend&amp;quot; liegen; ich verwende ggf. den Doppel-Begriff.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Singularität ==&lt;br /&gt;
In der Mathematik beschreibt Singularität das Phänomen, daß außerhalb der Singularität geltende Algorithmen im Bereich der Singularität ihre Gültigkeit verlieren. Singularität steht hier für die  &amp;quot;Definitionslücke einer Funktion&amp;quot;; einen &amp;quot;unbestimmten Zustand&amp;quot;, der nicht berechnet werden kann. Relativ bekannt in diesem Focus ist die &amp;quot;Sprungfunktion&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singularität in der Robotik ist Fluch und Segen zugleich:&lt;br /&gt;
Singularität tritt auf, wenn das Gesamtsystem einen (oder mehrere) Freiheitsgrade verliert bzw. die Bewegung einer Achse durch eine andere vollständig kompensiert werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fluch der Singularität ===&lt;br /&gt;
====Innere Singularität==== &lt;br /&gt;
'''Singularität der Drehachsen'''&lt;br /&gt;
tritt im inneren des Arbeitsraumes auf. Liegen 2 – oder mehrere Achsen &amp;quot;kollinear fluchtend&amp;quot; auf einer gemeinsamen Vektor-Linie so gibt es unendlich viele, sich gegenseitig kompensierende Drehwinkel, die auf die die TCP- / Werkzeug-Orientierung ohne Einfluß sind, umgekehrt ausgedrückt: Es ist nicht eindeutig, welche der fluchtenden Achsen gedreht werden muß, um den End-Effektor zu drehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Äußere Singularität====&lt;br /&gt;
'''Singularität der Schwenkachsen'''&lt;br /&gt;
liegt im Rand-Bereich des Arbeitsraumes. Ist der Gesamtarm voll gestreckt, so kann er nicht mehr über seinen Arbeitsbereich hinausgreifen; das ist geometrisch logisch, kann jedoch in mathematische Instabilitäten führen (Definitionslücke einer Funktion). Gleichsinniges gilt für die &amp;quot;Total-Faltung&amp;quot;: 2 Achsen liegen mathematisch deckungsgleich aufeinander - für die Mechanik bedeutet dies Kollision.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Führt die Bewegungsbahn des TCP in den Grenzbereich des Arbeitsraumes, so nehmen die Arme eine Silhouette ein, die in der Technischen Mechanik als &amp;quot;Kniehebel-Presse&amp;quot; bezeichnet wird. Kniehebel-Pressen erzeugen bei geringem Hub enorme Kräfte, die durch einen langen Hebelweg erzeugt werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der äußere Singularitätspunkt unbeabsichtigt / unkontrolliert durchfahren, so tritt ein Bündel von Problemen auf:&lt;br /&gt;
* Bei &amp;quot;Werkzeug-Eingriff&amp;quot; entstehen Widerstandskräfte, die das System zerstören können.&lt;br /&gt;
* Um eine Roboter Bahn mit kontinuierlicher Soll-Geschwindigkeit zu durchfahren werden unterschiedlich hohe Winkelgeschwindigkeiten der Achs-Gelenke erforderlich. Nahe der Äußeren Singularität werden die Winkelgeschwindigkeiten nahezu unendlich! Um ein parasitäres Schwingen des Armes aus diesen dynamischen Kräften zu vermeiden, muß die Soll-Geschwindigkeit entsprechend herabgesetzt werden. Welche Winkelgeschwindigkeiten zulässig sind, hängt von der mechanischen Stabilität ab.&lt;br /&gt;
* Problematischer als die eigentliche Singularität ist die mit äußerer Singularität einhergehende &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot;: Mathematisch korrekte Algorithmen Inverser Kinematik können dazu führen, daß die Vektor-Orientierungen der Knickarm-Achsen untereinander &amp;quot;umschlagen&amp;quot;: Bildlich gesprochen würde das Bein eines Menschen beim Laufen &amp;quot;nach vorne&amp;quot; einknicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wird ein Stütz-Punkt der Sollbahn in beispielsweise konvexer Silhouette positioniert der Folgepunkt hingegen in konkaver Silhouette so sind zwar beide Punkte präzise positioniert, die gefahrene Ist-Bahn weicht jedoch von der Soll-Bahn ab. Die &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; zwingt den TCP auf eine Ist-Bahn außerhalb der theoretischen Soll-Bahn. Die Ist-Bahn weist einen &amp;quot;Peak&amp;quot; aus. Das Gesamtsystem &amp;quot;erzittert&amp;quot; aus undefinierten Winkelgeschwindigkeiten der Schwenkachsen!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Probleme äußerer Singularität minimieren sich, wenn die den Singularitätspunkt einschließenden Achswinkel benachbarter Sollbahnpunkte gegen 0 gehen. Maßgebend für den Bahnfehler aus &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; ist der kleinere beider Winkel. &lt;br /&gt;
* Werte um +/- 3° sind meist unproblematisch (cos 3° = 0,99863). &lt;br /&gt;
* Liegen die Sollbahnpunkte rein visuell innerhalb o.g. Grenzen, werden jedoch als mech. Endlagenwerte erreicht (z.B. -179° / + 178°), so führt die Ist-Bahn über einen parasitären (nahezu) Vollkreis von 357° mit einer um 180° versetzten, negativer Stecklage! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Segen der Singularität ===&lt;br /&gt;
Wenngleich Singularität mitunter als Horror-Szenario der Robotik diffamiert ist, kann sie – bewußt eingesetzt – durchaus hilfreich sein. Ohne Einfluß auf die TCP- Position oder End-Effektor Orientierung ist die &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; äußerer Singularität ebenso nutzbar wie die innere Singularität fluchtender Dreh-Drehachsen:&lt;br /&gt;
* zu einer bewußten Um-Orientierung der Achs-Vektoren, um ein Hindernis zu umfahren &lt;br /&gt;
* um Drehachsen aus dem Grenzbereich ihres maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückzudrehen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen beherrschen das &amp;quot;Problem&amp;quot; recht souverän, mehr hierzu im User-Manual sowie dem Video: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inverse Parallel-Kinematik ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der beschriebenen Bewegungsstrategien erwarten, daß die Vektorlagen der Dreh- und Schwenkachsen &amp;quot;im überbestimmten Bereich&amp;quot; untereinander im rechten Winkel stehen. Die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; bewegen sich somit in parallelen Ebenen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). Die absoluten Positionierfehler des RoBo-mac Algorithmus liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inverse Schief-Kinematik ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Parallel-Kinematik stehen die Vektoren &amp;quot;im überbestimmten Bereich&amp;quot; nicht senkrecht, sondern schiefwinklig zu einander. Die Bewegungsebenen der Achsen liegen somit ebenfalls ''nicht parallel'', sondern stehen zu einander ''schief''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits bei paralleler Kinematik ist die Bewegungsvielfalt aus kinematischer Überbestimmung – wenngleich nicht unendlich, so doch nahezu unermeßlich. Für die Schief-Kinematik steigt der Rechenaufwand nochmals – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich könnten die sich &amp;quot;in schiefen Ebenen&amp;quot; bewegenden Arme per Winkeltransformation in das mathematisch gut beherrschbare 2D-Modell paralleler Kinematik überführt werden; jedoch ist eine Rücktransformation wegen der sich aus der Transformation geänderten Winkel-Beziehungen nicht mehr direkt möglich (vgl. vierte und fünfte Erkenntnis). Vor diesem Hintergrund arbeitet der RoBo-mac Gelenkbaukasten ggf. mit 3D-Näherungsalgorithmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein &amp;quot;Watchdog&amp;quot;Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; - ggf. generiert er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der RoBo-mac Gelenkbaukasten &amp;quot;prüft auf Vektorlage&amp;quot; ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere Parallel-Algorithmus geeignet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Linearität und Oberwelle =&lt;br /&gt;
Die beschriebenen Bewegungsstrategien verbinden die Bahnstützpunkte. Wenngleich der Positionierfehler des RoBo-mac Algorithmus unter 1/10.000 mm liegt, so ist der Bahnverlauf zwischen den Stützpunkten mathematisch unbestimmt: &lt;br /&gt;
* Bestimmt wird die Bewegungs-Kinematik zwischen den Bahnstützpunkten durch die Knickarm-Mechanik: Die Rest-Welligkeit einer linearen Bahn hängt dabei (auch) von deren relativen Lage im Arbeitsbereich der Knickarme ab.&lt;br /&gt;
* Linearität versteht sich in diesem Zusammenhang nicht nur als Linie/Gerade, sondern als lineare Umsetzung Soll/Ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: So, wie bei der CNC-Fräse ein Kreis - infinitesimal betrachtet - aus einer Vielzahl von geraden Segmenten besteht, so basiert beim Knickarmroboter die Bahn auf Kreiselementen. Soll eine lineare Bewegung des TCP / Endeffektors erreicht werden, so sind hieran eine Vielzahl von überlagerten Kreisbewegungen beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gedankenexperiment ==&lt;br /&gt;
Wenngleich die folgende Betrachtung für jede Soll-Kurve gilt, vereinfachen wir sie im Beispiel auf eine Gerade.&lt;br /&gt;
* Mit einer Geraden sollen 2 gegenüberliegende Punkte auf der Peripherie des Roboter-Arbeitsbereiches verbunden werden.&lt;br /&gt;
* Hieran beteiligt ist in jedem Fall die Hauptdrehachse A/B; sie beschreibt einen Kreisbogen. Um diesen zu glätten wird der Knickwinkel zwischen den Armen während der Dreh-Bewegung 'A/B' zunächst reduziert und danach wieder erhöht. &lt;br /&gt;
* Erzeugt wird die Winkelarmbewegung über Motore. Konstant kann deren Winkelgeschwindigkeit nicht sein, denn zumindest der Knickarm Motor muß eine Hin- und Herbewegung durchführen. &lt;br /&gt;
* Kreisbewegungen lassen sich auf sin/cos Komponenten zurückführen. Soll die CNC-Portal-Fräse einen Kreis herstellen, so arbeitet sie nicht &amp;quot;wie ein Zirkel&amp;quot;, sondern auf Basis linearer (xy-paralleler) Bewegungen mit sin/cos Geschwindigkeitsprofil. Gleichsinniges – nur umgekehrt – gilt für die Knickarme. &lt;br /&gt;
* Nehmen wir an, unsere Gerade läge parallel zur X-Achse, wir betrachten (Weltkoordinatensystem) aus Z-Richtung: &lt;br /&gt;
: Bei konstanter Drehgeschwindigkeit des Antriebs 'A/B' bewegt sich die Projektion der Drehung zunächst langsam, in der Mitte schneller, zum Ende wieder langsam – also sinus-konform. Um den Kreisbogen in eine Parallele zur X-Achse zu zwingen wird in erster Näherung eine überlagerte Sin-förmige Bewegung des Knickwinkels zwischen den Armen erforderlich. Diese Winkelbewegung kompensiert aber nicht nur wie gewünscht die Z-Komponente der Kreisbahn (Achse 'A/B'), sondern bringt eine ungewünschte Y-Komponente ein, die ebenfalls kompensiert werden muß - es wird also etwas komplexer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Murphys Gesetz der größten Gemeinheit ist die die Knickarm-Bewegung auch noch unsymmetrisch, da die Gerade nicht durch den Roboter-Nullpunkt führen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Festzuhalten ist:'''&lt;br /&gt;
* Um mit Knickarm-Kinematik eine Gerade zu erzeugen, wird nicht nur die Überlagerung mehrerer Winkelbewegungen erforderlich. &lt;br /&gt;
* Die Winkelgeschwindigkeit aller Knickarme unter-/ gegeneinander muß sich hierbei kontinuierlich  ''nicht linear''  ändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen:&lt;br /&gt;
: Eine Bahnsteuerung verbindet 2 Stützpunkte mit einer beliebig komplexen Anzahl von Bewegungskomponenten (der RoBo-mac Multi-Achs-Controller beherrscht 8 Achsen). Die Achsen arbeiten hierzu mit individueller – aber zwischen den Stützpunkten konstanter Winkel-Geschwindigkeit. Bei achsparallelen Systemen (CNC-Portalfräse) führt dies in lineare Bewegungen, bei Knickarm-Systemen in bogenförmige. Die sich ergebenden Oberwellen sind Mechanik-spezifisch.&lt;br /&gt;
* Es wird also eine hohe Auflösung der Bahn mit hoher Stützpunktzahl erforderlich, um die Winkelgeschwindigkeiten &amp;quot;quasi kontinuierlich&amp;quot; gegeneinander verändern zu können &lt;br /&gt;
: - und so die Sollbahn &amp;quot;Oberwellen arm&amp;quot; zu realisieren.  &lt;br /&gt;
* Dies gilt nicht nur für eine Gerade, sondern für alle Bewegungsprofile, die nicht auf die simple Kreisbahn einer Achse zurückzuführen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: &lt;br /&gt;
* Nur eine hohe Auflösung der Soll-Bahn ermöglicht eine &amp;quot;Oberwellen arme&amp;quot; Ist-Bahn. &lt;br /&gt;
:- Der RoBo-Mac Bahngenerator erzeugt Bahnen mit beliebig geringer Schrittweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Bézier Kurven &amp;amp; Bahngenerator =&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator des Baukastens erzeugt ein Soll-Bahnprofil aus frei wählbaren Stützpunkten. Liegen die Stützpunkte (zu-) weit auseinander, beispielsweise um Pick &amp;amp; Place Punkte miteinander zu verbinden, so kann dies im Ergebnis in eine &amp;quot;wenig kontinuierliche Bewegung&amp;quot; des TCP führen. Die Bewegungsbahn weist Knickstellen auf, mathematisch wird dies als nicht stetige Änderung der Bahn-Krümmung beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bézier Kurven können Ihre Krümmung stetig ändern'''&lt;br /&gt;
Mit nur 4 &amp;quot;Steuerpunkten&amp;quot; lassen sich die erstaunlichsten Kurven formen: &lt;br /&gt;
* Zwei dieser Steuerpunkte liegen auf der Bahn, - nein, die Bahn entspringt und endet hier, &lt;br /&gt;
* die anderen Beiden liegen außerhalb der Bahn. Sie bestimmen deren &amp;quot;Freiform&amp;quot;  mit ihrer stetig geänderten Krümmung. Diese beiden Steuerpunkte werden auch als &amp;quot;Anfasser&amp;quot; (engl. Handle) bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Verbindet man die Anfasser mit &amp;quot;ihrem&amp;quot; Ursprungspunkt der Kurve so erhält man eine Art &amp;quot;Joy-Stick&amp;quot; – mathematisch eine Strecke, die im Einlaufpunkt zugleich Tangente der Bèzier Kurve ist. Die Kurve folgt diesen Anfassern. Sie läuft einerseits tangential ein, andererseits bestimmt die Länge der Anfasser Kurvenlänge und Kurvenkrümmung.&lt;br /&gt;
* Beide Anfasser haben Wirkung auf die Gesamtkurve, jedoch ist die Wirkung auf den jeweils tangential einlaufenden Kurverbereich größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben also die wunderbare Eigenschaft nicht nur 2 Punkte zu verbinden:&lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden – beispielsweise den Pick &amp;amp; Place Vektoren so gehen beide Kurven nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Entwickelt wurde die Mathematik, in der französischen Automobilindustrie Ende der 1950-iger, um &amp;quot;intuitiv schöne Kurven&amp;quot; zu generieren. Paradebeispiel ist der Citroen DS, den Casteljau mit einer anderen, jedoch ergebnisgleichen Mathematik entwickelte. Hintergrund Know-how zu Bézier und Casteljau unter:   [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]. Hier finden Sie auch die Spline-Theorie zu anderen Kurven sowie eine Studie mit dem Excel-Quellcode zu Bézier und Hermite, - letztere ist für unsere Aufgabe völlig ungeeignet! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; trotzdem ist die eigentliche Kurve, wenngleich exakt reproduzierbar manuell nur schwer beherrschbar. Allein die Kombination aus unterschiedlichen Anfasser-Längen führt in eine unendliche Kurvenvielfalt. &lt;br /&gt;
* Wird die Anfasser-Länge gleich '0', so wird auch die tangentiale Einlauflänge der Kurve gleich '0', die Kurve knickt ab. &lt;br /&gt;
* Werden die Anfasser &amp;quot;länger&amp;quot;, so wird dies auch die Kurve. Je nach Winkellage der Anfasser kann sie sich vom &amp;quot;Hufeisen&amp;quot; über ein spitzwinkliges Dreieck zur &amp;quot;Schleife&amp;quot; wandeln.&lt;br /&gt;
* Sie wird jedoch nie über die von den 4 Steuerpunkten begrenzte Fläche hinauskragen, - das macht sie so sympathisch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der RoBo-Mac Bezier Generator errechnet aus den zu verbindenden Bahnsegmenten zunächst trigonometrisch die Winkellage der Tangenten. Aus Tangenten sowie dem Abstand der Bahn-Segmente bestimmt er &amp;quot;geeignete&amp;quot; Anfasser-Längen. Diese Zusammenhänge sind nicht linear, ich habe sie in o.g. Studie mit dem Excel-Quellcode offengelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mathematisch betrachtet lassen sich mit Bézier lediglich Ovale, jedoch keine &amp;quot;echten&amp;quot; Kreise und Ellipsen erzeugen. Die Abweichungsfehler sind abhängig vom Öffnungswinkel der Tangenten. Für Winkel unter 90° liegen sie im 1/10 Promille-Bereich, für einen Halbkreis hingegen im Prozent-Bereich. Aus 3 cascadierten Bézier-Splines (s.u.) läßt sich bereits ein nahezu exakter Vollkreis formen (Radius Standardabweichung &amp;lt; 0,6 Promille).&lt;br /&gt;
* Mit dieser Einschränkung lassen sich tangential einlaufende Kreis- bzw. Ellipsen-ähnliche Segmente und natürlich Parabeln in beliebiger 3D-Lage gut realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3D-Bézier ==&lt;br /&gt;
Die klassische Bézier Kurve liegt 2 dimensional in der Ebene. Es liegt nun nahe, die im 3D Raum liegenden Tangenten der zu verbindenden Bahnsegmente per Winkeltransformation in die Ebene zu drehen, die Kurve zu berechnen und das Ergebnis zurück zutransferieren. Mit der Tangente eines Bahnsegments ist dies gewiß möglich. Das andere wird realistisch betrachtet jedoch wohl kaum in dieser Ebene liegen. Wir brauchen also eine Lösung die allgemeingültig beliebige Vektororientierungen im 3D Raum verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Projiziert man die Tangenten der zu verbindenden Bahnsegmente in die Ebenen des XYZ Koordinatensystems, so erhält man 3 Vektorpaare und mithin 3 Bézier Kurven. Diese 3 Kurven lassen sich zu einer gemeinsamen überlagern, die einen &amp;quot;glatten&amp;quot; Übergang in die Vektoren der zu verbindenden Bahnsegmente bietet. Die Tangenten dieser Bahnsegmente können hierbei weitestgehend beliebig im 3D Raum orientiert sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bézier Bahngenerator errechnet die Tangentenorientierung aus der Raumpunkt Differenz der beiden jeweils letzten Stützpunkte am Ende/Anfang der zu verbindenden Segmente. Wenngleich der Algorithmus die Problematik &amp;quot;Division durch 0&amp;quot; beherrscht, sollten mindestens 2 von 3 Differenzwerten (X/Y/Z) den Betrag von 'einigen Zehntel' aufweisen. Werden 2 Differenzwerte &amp;quot;0&amp;quot; so kann dies in sehr unerwartete Kurven führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Muß die Bahn präzise über einen oder mehrere Raumpunkte geführt werden, so wird sie in Segmentabschnitte geteilt. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] . Je Raumpunkt bestimmt ein Stützpunkt-Paar die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. Ab 3 Raumpunkten läßt sich mit Bézier ein nahezu exakter Vollkreis, ab 4 Raumpunkten eine Ellipse oder Spirale formen, der Näherungsfehler liegt wie beim Kreis im 1/10 Promille Bereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier-Kreise, Ellipsen &amp;amp; Spiralen ==&lt;br /&gt;
Steht der Roboter im Zentrum des Kreises, so ist es keine besondere Aufgabe, ihn einen Kreis beschreiben zu lassen – jede Drehmaschine arbeitet nach diesem physikalischen Prinzip! &lt;br /&gt;
Liegen Kreise jedoch asymmetrisch zu den kinematischen Achsen, so wird es interessant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen inzwischen, daß die Anfasser einer Bézier-Kurve außerhalb der Kurve auf deren Tangente liegen. Im Sinne einer einfachen, intuitiven Bedienerführung liegt den Algorithmen des RoBo-mac Bézier Generators jedoch die Philosophie zugrunde, die Anfasser-Orientierung direkt aus der eigentlichen Kurve zu berechnen. Wir suchen also Punkte der Bewegungsbahn, aus denen die Orientierung der Anfasser ableitbar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer die Punkte auf der Kreisbahn auch liegen: Verbindet man sie mit einer Geraden, so wird sich keine Tangente, sondern eine Sekante bilden. Theoretisch könnten an Stelle der &amp;quot;90° Punkte&amp;quot; eines Kreises 2 eng benachbarte Punkte die Sekante bestimmen – die im Grenzfall in eine Tangente übergeht. Für eine Zeichnung mag dies durchaus ausreichend sein. Soll die Bahn jedoch dynamisch durchlaufen werden, so führt dies unweigerlich in eine nahezu schlagartige Unterbrechung der durch die Stützpunktweite bestimmten Winkelgeschwindigkeit – bei einfachen Bahnsteuerungen &amp;quot;ruckt&amp;quot; der Arm! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legt man den Stützpunkt hingegen ins Abstandsraster der übrigen Bahnpunkte, so ist dieses Dynamik-Problem eliminiert, allerdings klaffen jetzt Sekante und die zu suchende Tangente weit auseinander: &lt;br /&gt;
* Der Winkelfehler zwischen Sekante und gesuchter Tangente ist jedoch leicht korrigierbar: - Er beträgt ''= ½ Öffnungswinkel des durch die Sekante bestimmten Kreis-Segments''. &lt;br /&gt;
* Der Winkel des so korrigierten Bézier-Kreis Segmentes reduziert sich entsprechend.&lt;br /&gt;
Im Ergebnis setzen sich die Stützpunkte des Kreises aus den &amp;quot;90° Punkten&amp;quot;, den korrespondierenden Sekanten-Punkten und den zwischen beiden liegenden Bézier-Punkten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klingt etwas komplex. &lt;br /&gt;
In der Tat, der Rechenaufwand übersteigt den der klassischen Mathematik. Zu den oben beschriebenen Bézier-Kreis Algorithmen kommt bei Ellipsen und Spiralen weiterer Korrekturbedarf der Tangentenwinkel hinzu:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;archimedische&amp;quot; Spirale ändert Radius und Steigung kontinuierlich mit ihrem Drehwinkel. Im Ergebnis führt dies zu einem mit zunehmender Windungszahl abnehmenden Steigungswinkel. Radius und Tangente einer Spirale stehen nie senkrecht aufeinander.&lt;br /&gt;
* Es gibt eine Vielzahl ausgesprochen interessanter Verfahren, Ellipsen zu erzeugen - das Internet ist voll hiervon! Eine der mathematischen Betrachtungsweisen ist die, daß sich der Radius während einer Drehung 2 mal verkürzt bzw. verlängert. Im min/max Punkt des Radius steht die Ellipsen-Tangente senkrecht zum Radius – aber nur hier!&lt;br /&gt;
Wenngleich mich der Gedanke faszinierte, all dies auf Bézier Basis zu generieren, habe ich mich für die klassische Mathematik entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit'''&lt;br /&gt;
* Bézier ist großartig wenn Tangenten verfügbar sind; müssen Sie jedoch aus Mittelpunktslagen errechnet werden, so ist die klassische Berechnung eindeutig im Vorteil. Zu dieser Erkenntnis bin ich gelangt, als ich RoBo-mac den Weg durch das ''Labyrinth von Chartres'' gezeigt habe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=''Labyrinth von Chartres'' =  &lt;br /&gt;
Zunächst meinen herzlichen Dank Herrn Erwin Reißmann für die Koordinaten der Wende- und Radienwechsel Punkte des Labyrinths. Aus diesen 70 Konstruktionspunkten hat der Bahngenerator in den beschriebenen Technologien zunächst die Laufbahn errechnet; in Inverser Kinematik ist hieraus die Winkelberechnung der Gelenkarme entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ausgewiesener Experte antiker Labyrinthe zeigt Reißmann in seinem Blog u.a. das Labyrinth von Chartres und hier die Verlegung des Ariadnefadens durch RoBo-mac. https://bloggermymaze.wordpress.com/2018/12/30/ein-roboter-zeichnet-den-ariadnefaden-im-labyrinth-von-chartres/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres 06.gif|300px|right|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Klicken Sie die Grafik für eine Fahrt durch das Labyrinth!'''&lt;br /&gt;
: Die GIF-Grafik zeigt lediglich einen Teil der Labyrinth-Fahrt, die vollständige Fahrt ist Bestandteil des Download-Demopaketes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei 34 Mittelpunkten besteht die Bahnkurve des Labyrinths aus 64 unterschiedlichen Kreissegmenten und wenigen Geraden mit jeweils tangentialem Übergang. Die im Beispiel generierte Labyrinth Bahn wird  mit ca. 950 Bahnpunkten beschrieben, zentrische Kreissegmente werden mit größerer Schrittweite als nicht zentrische durchlaufen (vgl. Oberwelle). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Labyrinthfahrt erfordert eine Drehwinkelfreiheit der Hauptachse A/B von rund 360°. Der Roboterarm steht jedoch zunächst senkrecht in 'Home-Position' (Mittelstellung 0° +/- 180°). Vor Eintritt in das Labyrinth dreht er über eine 3D-Bezierkurve in die 'Startposition Labyrinth'. Beteiligt sind die Hautachse A/B mit rund 170° Drehwinkel sowie die Gelenkarme. In 'Home-Position' zeigt der den 'End Effector' führende Arm G/H senkrecht nach oben, bei Eintritt in das Labyrinth steht er absolut senkrecht zur Bewegungsebene und zeigt nach unten. &lt;br /&gt;
- Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung von zunächst ''senkrecht nach oben''  in  ''senkrecht nach unten '' gewechselt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade  (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte Ausrichtung des Endeffektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine einfache Lösung (näheres hierzu im  'Kochbuch Inverse Kinematik'). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Bewegungsfehler im 1/10 Promille Bereich wird diese senkrechte Orientierung während des gesamten Labyrinth Durchlaufs beibehalten. Gegen Ende der Fahrt weicht die Hauptachse in Portal Kinematik zurück, um dem End Effektor die kollisionsfreie Anfahrt der Null-Koordinate zu ermöglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kollision=&lt;br /&gt;
Inverse Kinematik und Überbestimmung bedeuten auch, daß der Roboterarm mit sich selbst oder seiner &amp;quot;Umwelt&amp;quot; kollidieren kann. Theoretisch kann jede beliebige Stelle jedes einzelnen Roboter-Arms kollidieren; die Anzahl der Kollisionspunkte ist zwar nicht unendlich aber nahezu unermeßlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die präzise Kollisionsvorhersage ist ein hochkomplexes Thema, es gibt mehrere theoretische Ansätze. Grundlagen hierzu in der Diplom-Arbeit v. Dominik Henrich unter  https://kluedo.ub.uni-kl.de/frontdoor/index/index/docId/1029 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Vorhersage werden Roboter-Geometrie und Umwelt als mathematisches &amp;quot;Drahtmodell&amp;quot; erfaßt und &amp;quot;Kollisionsvektoren&amp;quot; gespannt. Einerseits nimmt für feine Drahtmodelle der Modellierungsaufwand Größenordnungen visueller Bilderzeugung an, andererseits die Anzahl möglicher – wenngleich ähnlicher - Kollisionsvektoren exponentiell zu. An Stelle eines feinen Drahtmodells wird daher meist nur die wesentliche Kontur mit leicht zu berechnenden Körpern (Kugel, Zylinder, Quader etc.) nachgebildet, um so den Rechenaufwand erträglich zu halten. Ein zusätzlicher &amp;quot;Filter-Algorithmus&amp;quot; selektiert vor der eigentlichen Vektoranalyse die jeweils potentiellen Kollisionspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Roboter-Arbeitsbereiches besteht keine Kollisionsgefahr. Der Arbeitsbereich wird deshalb mit einer Umhausung von der Umwelt abgetrennt, die die potentiellen Kollisionspunkte auf den Zugriffsbereich des TCP minimiert. Üblicher Weise sind die Umwelt-Kollisionspunkte innerhalb des Arbeitsbereiches starr / unbewegt. Die Kollision eines Roboters mit seiner gekapselten Umwelt ist somit verhältnismäßig leicht zu vermeiden. Deutlich komplexer ist die Kollisionsprognose eines Gelenkarm-Roboters &amp;quot;mit sich selbst&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Bei der ''Eigenkollision'' bewegen sich die Arme aufeinander zu; die Komplexität erhöht sich exponentiell mit Zunahme des Freiheitsgrades. &lt;br /&gt;
: Eigenkollision kann bei SCARA-Roboter konstruktiv vollständig ausgeschlossen werden, da sich die  Arme in verschiedenen Ebenen bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==RoBo-mac Kollisionsprognose==&lt;br /&gt;
Der RoBo-mac Gelenkbaukasten fokussiert auf die ''Vermeidung von Eigenkollision'', er kombiniert eine Filter-Analyse mit der Möglichkeit visueller Kontrolle aus beliebiger Perspektive. Der Algorithmus spannt virtuell um jede Armachse einen mit einer Halb-Kugel abgeschlossenen Zylinder und prüft die anzufahrende Zielkoordinate auf Durchdringung &amp;quot;verbotener Räume&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Auskragungen im Antriebsbereich werden nicht getrennt modelliert, sondern sollten durch Wahl eines geeigneten Zylinder-Radius von diesem abgedeckt werden. &lt;br /&gt;
* Die Grenzen des Algorithmus liegen darin, daß nicht die eigentliche Bahnbewegung zwischen den Stützpunkten, sondern lediglich der Zielpunkt überwacht wird. Theoretisch kann eine zu große Schrittweite der Stützpunkte so dazu führen, daß ein Kollisionspunkt übersprungen und nicht detektieret wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Von der Theorie zur Praxis =&lt;br /&gt;
Hier der Link zum Praxis orientierten Teil 2. [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]]. Besprochen werden u.a. &lt;br /&gt;
* die Kinematik ''auf Portal verfahrbarer''  Knickarm-Roboter, &lt;br /&gt;
* ein 3D-Bahngenerator und kinematische Strategien, trotz ''Überbestimmung''  aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; geeignete Winkel der Knickarme zu errechnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28568</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28568"/>
				<updated>2021-11-29T19:43:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Berechnung der Kettenlinie per Tangentenwinkel=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary - by Tangent angle==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. Die Audio-PowerPoint Präsentation ist als Video in YouTube veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28567</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28567"/>
				<updated>2021-11-22T10:23:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Berechnung der Kettenlinie per Tangentenwinkel=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary - by Tangent angle==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. Die PowerPoint Präsentation ist als Video in YouTube veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28566</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28566"/>
				<updated>2021-11-21T18:53:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Berechnung der Kettenlinie per Tangentenwinkel=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary - by Tangent angle==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. Die PowerPoint Präsentation ist in YouTube veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28565</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28565"/>
				<updated>2021-11-21T18:51:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Berechnung der Kettenlinie per Tangentenwinkel=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary - by Tangent angle==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PowerPoint Präsentation ist in YouTube veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28564</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28564"/>
				<updated>2021-11-21T18:44:26Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Berechnung der Kettenlinie per Tangentenwinkel=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary - by Tangent angle==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
Die PowerPoint Präsentation ist unter  https://www.youtube.com/watch?v=STgw1sjbSqk  veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28528</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28528"/>
				<updated>2021-10-09T07:28:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Berechnung der Kettenlinie per Tangentenwinkel=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary - by Tangent angle==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28527</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28527"/>
				<updated>2021-10-09T07:23:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Berechnung der Kettenlinie per Tangentenwinkel=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary - by Tangent Angle==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28526</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28526"/>
				<updated>2021-10-09T07:20:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Berechnung der Kettenlinie per Tangentenwinkel=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary - by tangent angle==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28525</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28525"/>
				<updated>2021-10-06T11:43:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Winkel basierte Berechnung der Kettenlinie=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus habe ich eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28524</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28524"/>
				<updated>2021-09-21T19:35:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Winkel basierte Berechnung der Kettenlinie=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus wurde eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28523</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28523"/>
				<updated>2021-09-21T19:32:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Winkel basierte Berechnung der Kettenlinie=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus wurde eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28522</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28522"/>
				<updated>2021-09-21T19:29:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Winkel basierte Berechnung der Kettenlinie=&lt;br /&gt;
Über o.g. spezielle Berechnungen hinaus wurde eine allgemeingültige Formel gefunden, die in englischer Sprache veröffentlicht wurde:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==New Findings on the Calculation of the Catenary==&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28521</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28521"/>
				<updated>2021-08-22T12:56:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese - seit mehreren Hundert Jahren bekannten - &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst (seit 300 Jahren) bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28518</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28518"/>
				<updated>2021-07-30T20:46:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, &lt;br /&gt;
 Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28517</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28517"/>
				<updated>2021-07-30T20:43:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / DOI https://doi.org/10.1007/978-3-030-80624-8_41 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28516</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28516"/>
				<updated>2021-07-30T19:54:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, Print ISBN 978-3-030-80623-1 / Online ISBN 978-3-030-80624-8 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28515</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28515"/>
				<updated>2021-07-30T17:26:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren -- &amp;gt; NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28514</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28514"/>
				<updated>2021-07-30T17:24:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
: (Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie) &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschungsergebnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28513</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28513"/>
				<updated>2021-07-30T17:22:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
* Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Forschung im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28512</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28512"/>
				<updated>2021-07-30T17:20:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''&lt;br /&gt;
* Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28511</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28511"/>
				<updated>2021-07-30T17:18:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''New Findings on the Calculation of the Catenary'''  /  '''Neue Erkenntnisse zur Berechnung der Kettenlinie''' &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28510</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28510"/>
				<updated>2021-07-30T17:08:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsansatz zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28509</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28509"/>
				<updated>2021-07-30T16:41:11Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf gerne verweise, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte jedoch nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28508</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28508"/>
				<updated>2021-07-30T16:39:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundene  '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28507</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28507"/>
				<updated>2021-07-30T16:37:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die meinerseits gefundene '''Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors'''  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28506</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28506"/>
				<updated>2021-07-30T16:35:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die meinerseits gefundene Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand der Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28505</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28505"/>
				<updated>2021-07-30T16:30:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die meinerseits gefundene Allgemeingültige meßtechnische Berechnungsformel des Skalierungsfaktors  löst bekannte mathematisch-meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, für beliebige Aufhängungen &lt;br /&gt;
 - unabhängig von Symmetrie, Asymmetrie, realem oder virtuellem Tiefpunkt. Sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand derTangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28504</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28504"/>
				<updated>2021-07-30T16:15:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die meinerseits gefundene Formel löst bekannte mathematisch meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand ihrer Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28503</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28503"/>
				<updated>2021-07-30T16:14:22Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. &lt;br /&gt;
:: Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die meinerseits gefundene Formel löst bekannte mathematisch meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand ihrer Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28502</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28502"/>
				<updated>2021-07-30T16:09:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
*'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die meinerseits gefundene Formel löst bekannte mathematisch meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand ihrer Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28501</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28501"/>
				<updated>2021-07-30T16:05:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
'''NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY'''.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des '''AHFE Symposiums 2021, New York''' präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
 Die meinerseits gefundene Formel löst bekannte mathematisch meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand ihrer Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
 so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
 zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28500</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28500"/>
				<updated>2021-07-30T16:02:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=New Findings on the Calculation of the Catenary=&lt;br /&gt;
Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des AHFE Symposiums 2021, New York präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
    Die meinerseits gefundene Formel löst bekannte mathematisch meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand ihrer Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28499</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28499"/>
				<updated>2021-07-30T15:58:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY=&lt;br /&gt;
Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des AHFE Symposiums 2021, New York präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
    Die meinerseits gefundene Formel löst bekannte mathematisch meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand ihrer Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte.&lt;br /&gt;
 Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, &lt;br /&gt;
so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28498</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28498"/>
				<updated>2021-07-30T15:54:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY=&lt;br /&gt;
Im Focus der Kettenlinie wird den zeitgenössischen Mathematikern des 17. Jahrhunderts Huygens, Leibniz und den Gebrüdern Bernoulli zugeschrieben, hier fundamentales im Wettbewerb der Wissenschaften geleistet zu haben. Über diese seit 300 Jahren bekannten &amp;quot;klassischen&amp;quot; Kettenformeln hinaus habe ich unter dem Titel &lt;br /&gt;
NEW FINDINGS ON THE CALCULATION OF THE CATENARY.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiterführende mathematische Erkenntnisse im Rahmen des AHFE Symposiums 2021, New York präsentiert, deren Urheber ich bin. &lt;br /&gt;
    Die meinerseits gefundene Formel löst bekannte mathematisch meßtechnische Probleme der Kettenberechnung, sie ermöglicht die Berechnung der Kettenlinie an Hand ihrer Tangentenwinkel beliebiger Kettenpunkte. Die Formel wurde mathematisch hergeleitet (bewiesen) und im Rahmen o.g, Symposiums in einem &amp;quot;Paper&amp;quot; als Kurztext veröffentlicht. Das &amp;quot;Paper&amp;quot; steht unter dem CopyRight von SPRINGER NATURE, so daß ich zum einen hierauf verweisen muß, ISBN 978-3-030-80623-1 / https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-80624-8_41  &lt;br /&gt;
zum anderen meine &amp;quot;Paper&amp;quot;-Texte nur begrenzt zitieren darf. Wie weit das Copyright meine Rechte als Urheber beschränkt, prüfe ich derzeit. Selbstverständlich steht es Interessierten frei, mich direkt hierzu zu konsultieren NLB@Manager-OnWeb.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28497</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28497"/>
				<updated>2021-07-30T15:51:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für den Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – er wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und dem Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebenem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, den Skalierungsfaktor mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung des Skalierungsfaktors==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt den Skalierungsfaktor mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt der&lt;br /&gt;
:: Ketten-Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrem Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Der Ketten-Skalierungsfaktor  &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28446</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28446"/>
				<updated>2020-06-23T14:21:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: /* Die Kettenlinie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für Konstante &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – sie wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und der Konstanten &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebener Konstanten &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, die Ketten-Konstante mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung der Ketten-Konstanten==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt die Ketten-Konstante mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt die &lt;br /&gt;
:: Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrer Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28445</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28445"/>
				<updated>2020-06-23T14:20:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: /* Teil 1, Kette &amp;amp; Seil */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte Anteil der Zugkraft steigt (aus zunehmendem Gewichts-Anteil) jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für Konstante &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – sie wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und der Konstanten &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebener Konstanten &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, die Ketten-Konstante mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung der Ketten-Konstanten==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt die Ketten-Konstante mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt die &lt;br /&gt;
:: Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrer Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28444</id>
		<title>Bézier und die Kettenlinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=B%C3%A9zier_und_die_Kettenlinie&amp;diff=28444"/>
				<updated>2020-06-23T14:15:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Diese Ausarbeitung ergänzt meine Untersuchungen zu Bézier, vgl.[[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem besonders harmonischen Übergang zweier Geraden unter beliebigem Winkel bin ich auf die Kettenlinie gestoßen. Die Klassische Kettenlinie hängt &amp;quot;nach unten&amp;quot; durch; wird Ihre Form mit Bezier Kurven approximiert, so müßte jede beliebige Lage einer Kettenlinie möglich werden. Teil 1 betrachtet zunächst die Kette, viel Grundsätzliches vgl. J.Köller: http://www.mathematische-basteleien.de/kettenlinie.html , Teil 2 wird eine Bézier Kurven Approximation untersuchen, muß aber noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot;, vgl. [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]  &amp;amp;  [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]] im Arbeitsfokus. &lt;br /&gt;
* Da ich zur Kettenberechnung auf Zusammenhänge gestoßen bin, die in der Fachliteratur keine Erwähnung finden - und meine Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot; - habe ich mich entschlossen, Teil 1 bereits hier und heute vorab zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 1, Kette &amp;amp; Seil =&lt;br /&gt;
Kettenlinie und Seillinie sind grundsätzlich kongruent. Eine Kette kann nur Zug- jedoch keine Druckkräfte übertragen - und es gibt keinerlei innere Rückstell- bzw. Federkräfte; bei einem Seil ist dies nicht 100%-ig der Fall, es verbleiben meist geringe Rest-Kräfte; ich spreche deshalb von der Kettenlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Kettenlinie ==&lt;br /&gt;
ist eine Gleichgewichtslinie und somit vielleicht eine der natürlichsten Kurven überhaupt. Sie beschreibt mathematisch den Durchhang einer zwischen 2 Punkten aufgehängten (feingliedrigen) Kette. Auf den ersten Blick entspricht die Kurve einer Parabel; seit Anfang des 17. Jahrhunderts wissen wir, daß dies nicht der Fall ist und mit Ende des 17. Jahrhunderts wie die Kettenlinie zu berechnen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Wenngleich sich eine Kette aus ihrem Eigengewicht formt, ist ihre Form nicht gewichtsabhängig; eine dünne Uhr-Kette und eine schwere Anker-Kette haben – bei gleicher Länge und gleichen Aufhängepunkten – also dieselbe Form und Durchbiegung. Das mag verwundern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine nur einseitig aufgehängte Kette hängt lotrecht. Wird sie an ihrem erdnahen Ende aus dieser Position gezogen, so ist hierfür eine horizontal wirkende Zugkraft erforderlich, diese Zugkraft ist gewichtsproportional. &lt;br /&gt;
* Diese, auf das unterste, erdnaheste Kettenglied wirkende horizontale Zugkraft nimmt nicht etwa nach oben ab, wie man zunächst vermuten könnte Die Horizontalkraft wirkt mit gleichem Betrag auf alle Glieder des Kettenverbandes, der senkrechte (Gewichts)-Anteil steigt jedoch in Richtung Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf ein einzelnes Kettenglied wirkende Kräfteverhältnis wird durch dessen Lage im Kettenverband bestimmt. Je Kettenglied entsteht ein (unterschiedliches) Kräfteparallelogramm, dessen absolute Größe gewichtsabhängig ist. &lt;br /&gt;
:- Da sich die Gewichts-Kräfte kompensieren, sind die Winkel aller Parallelogramme vergleichbarer Position jedoch ebenfalls gleich,&lt;br /&gt;
:- mithin nehmen leichte und schwere Ketten dieselbe Form an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus der Gravitation entstehenden Kräfte werden so in die Kettenachse überführt, daß sich ein Gleichgewicht der Zugkräfte längs dieser gebogenen Achse (Kettenlinie) bildet. Bei einer beidseitig aufgehängten Kette wird das unterste Kettenglied daher von den beiden tragenden Kettenteilen in eine horizontale Lage gezogen.&lt;br /&gt;
* Obwohl sich eine Kette nur unter Einfluß von Gravitation formt, ist ihre Form also nicht gewichtsabhängig! Die Gravitation bestimmt nicht die Endlage der Kette, sondern die Zeit, die sie braucht, um diese aus undefinierter Ausgangslage einzunehmen! &lt;br /&gt;
: Aus gleicher Ausgangslage braucht eine Kette auf dem Mond hierzu etwa 2,46 mal solange wie auf der Erde. Gleichsinniges gilt für die Fall-Zeit eines beliebigen Gegenstandes. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut nachvollziehbar ist, daß die Kette &amp;quot;von oben&amp;quot; aus dem unendlichen kommt, erdnah ihren geringsten Krümmungsradius hat und danach &amp;quot;oben&amp;quot; im unendlichen verschwindet, wobei der Abstand der &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot; sowie die Länge der Kette ihre Form bestimmen. Wenn dem so ist, dann kann die frei hängende (himmlische) Kette an jedem beliebigen Punkt fixiert werden, ohne daß sie hierbei ihre Form ändert. Wir können also die zwischen den beiden Fixierpunkten durchhängende Kette als den Ausschnitt einer riesigen Kette erachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===... ist keine Parabel ===&lt;br /&gt;
Versucht man die Kettenlinie mit einer Parabel anzunähern, so wird man feststellen, daß keine &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabel eine Kettenlinie in Gänze abzubilden vermag:&lt;br /&gt;
* Die Normal-Parabel läuft spitzer zu als die Kettenlinie. &lt;br /&gt;
: So sich die Tief-Punkte decken, läuft die Kettenlinie zunächst &amp;quot;mit größerem Radius&amp;quot;, schneidet die Normal-Parabel aber recht bald und läuft dann innerhalb der Parabel-Äste. &lt;br /&gt;
* Parabeln höherer Ordnung verhalten sich umgekehrt: &lt;br /&gt;
:- Y-Werte für X &amp;lt; 1 schmiegen sich der X-Achse an, &lt;br /&gt;
:- Y-Werte &amp;gt; 1 verlaufen innerhalb der Kettenlinie &lt;br /&gt;
:- und nähern sich mit zunehmendem Exponenten einer Parallelen an.&lt;br /&gt;
: Parabeln höherer Ordnung erscheinen eher &amp;quot;eckig&amp;quot; als weich!&lt;br /&gt;
* Die Berechnung einer guten Parabel-Näherungen ist letztendlich ähnlich komplex wie eine Kettenberechnung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wie hängt eine Kette? ===&lt;br /&gt;
Unstrittig ist die Form / Durchhängung einer Kette von Ihrer Länge und dem Abstand der Aufhängepunkte abhängig. &lt;br /&gt;
* Sind beide gleich, so ist die Durchhängung = Null. Kette bzw. Seil sind straff gespannt (dies entspricht in etwa einer Klavier- / Gitarrensaite).&lt;br /&gt;
* Kehren wir zurück zur &amp;quot;himmlischen Aufhängung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
: Die beiden Kettenstränge sollen zunächst nicht verbunden sein und jeweils erdnah enden; sie werden lotrecht zum Erdmittelpunkt zeigen. Stellen wir uns vor, daß die beiden Aufhängpunkte so nahe bei einander liegen, daß der Öffnungs-Winkel zwischen Erdmittelpunkt und den Aufhängpunkten gegen Null gehe – aber nicht Null ist. Nun schließen wir die frei hängenden, erdnahen Kettenteile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mathematisch nicht ganz exakt - aber mental gut nachvollziehbar - wird der jeweils längste Teil der Kette weiterhin nahezu lotrecht verlaufen. Einem erdfernen Beobachter erscheint die Seitenansicht der beiden Kettenstränge für deren größten Teil &amp;quot;quasi parallel&amp;quot;. Er wird ein langgestrecktes &amp;quot;U&amp;quot; erkennen, die Verrundung setzt erst sehr erdnah ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Dem erdfernen Beobachter erscheint es, daß sich die Kettenstränge in Richtung Aufhängung den Loten asymptotisch anschmiegten. Dem ist nicht so, Kettenstrang und Lot schneiden sich im Aufhängungspunkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenmathematik =&lt;br /&gt;
Mathematisch ist die Kettenlinie deutlich komplexer als &amp;quot;einfache&amp;quot; Parabeln: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kettenform &amp;amp; Skalierung ==&lt;br /&gt;
:: '''Kettenpunkt''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; y(x) = a * cosh \left( \frac{x- x_0}{a} \right) + y_0 &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnittpunkt mit der Normal-Parabel liegt für Konstante &amp;quot;a&amp;quot; = 1 bei ca. X = 3 / Y = 9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
* bestimmt auf den ersten Blick die Form der Kettenlinie – sie wird daher auch als Form-Konstante oder Form-Faktor bezeichnet – was nicht sehr zutreffend ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im Folgenden sehen, daß alle Kettenlinien ähnlich sind – Paradox? &lt;br /&gt;
* Es gibt doch nahezu runde Halsketten – und wenn der Geldbeutel es zuläßt – auch lange Halsketten, es gibt &amp;quot;elektrische-&amp;quot; Hochspannungsseile, die nahezu horizontal verlaufen; es gibt Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;; unten läuft das Seil nahezu waagrecht, oben fast senkrecht!&lt;br /&gt;
* Stimmt, die Ketten sehen unterschiedlich aus, sind aber ineinander abbildbar, das Zauberwort heißt Skalierung; &amp;quot;a&amp;quot; ist also ein Skalierungs-Faktor – vergleichbar mit dem Radius &amp;quot;r&amp;quot; eines Kreises. Auch Kreise sind ähnlich – nur die Größe, der Radius ist unterschiedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====... ist nicht problemlos! ====&lt;br /&gt;
Beschrieben wird die Kettenlinie mit den beiden X-Werten, die bestimmen, welcher Ausschnitt der &amp;quot;Riesen-Kette&amp;quot; betrachtet wird - und der Konstanten &amp;quot;a&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Wenngleich die Form einer zwischen zwei Befestigungspunkten aufgehängten Kette von ihrer Länge und der Position der Befestigungspunkte abhängt, erlaubt es die Formel nicht, an Hand dieser Parameter &amp;quot;Durchhang &amp;amp; Form&amp;quot; einer Kette zu berechnen. Die Berechnung einer Kette ist anspruchsvoll, Goethe sagt:&lt;br /&gt;
::Geheimnisvoll am lichten Tag läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, &lt;br /&gt;
::und was sie Deinem Geist nicht offenbaren mag, &lt;br /&gt;
::das zwingst Du ihr nicht ab, mit Hebeln und mit Schrauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert Y0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* ist '''''nicht''''' der meßbare Kettentiefpunkt (vgl. Meß-Methoden)! &lt;br /&gt;
* Y0 bestimmt die Parallel-Verschiebung der Kurve nach oben/unten und wird zunächst nicht weiter betrachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Wert X0 (Kettentiefpunkt) ===&lt;br /&gt;
* Als Graf betrachtet verschiebt X0 den betrachteten Kurvenausschnitt horizontal.&lt;br /&gt;
* Als Kette betrachtet erlaubt die Formel eine lebensnahe Interpretation: &lt;br /&gt;
:- Wir können nicht nur die beiden Aufhängung parallel um X0 horizontal verschieben, &lt;br /&gt;
:- sondern auch die Y-Werte beider Fixierpunkte gegenläufig ändern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Der Tiefpunkt der Kette &amp;quot;rollt&amp;quot; dann (ähnlich einer Panzerkette), um den Betrag X0 in Richtung des Fixierpunktes mit abnehmendem Y-Wert. Die X-Werte beider Fixierpunkte sind hierzu konstant zu halten und deren Y-Werte gemäß Formelergebnis einzusetzen. Exakt auf der Horizontalen rollt der Tiefpunkt (bei Beibehaltung der Silhouette), wenn sich die Kettenlänge ebenfalls entsprechend ändert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Länge der Kette ==&lt;br /&gt;
:: '''errechnet sich ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::  &amp;lt;math&amp;gt; l = 2a * sinh \left( \frac{w}{2a} \right) &amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Formel berechnet die Kettenlänge für den einfachen Fall einer symmetrischen  Aufhängung (gleiche Y-Werte beider Fixierpunkte), der Tiefpunkt liegt dann mittig und die Spannweite &amp;quot;w&amp;quot; ergibt sich aus der Differenz der X-Werte. Bei unsymmetrischer Aufhängung müssen die beiden Teilstücke zwischen Tiefpunkt und Fixierpunkt getrennt errechnet und addiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Ketten-Formeln ergänzen sich gegenseitig und sind bei gegebener Konstanten &amp;quot;a&amp;quot; leicht zu berechnen; &amp;quot;a&amp;quot; ist jedoch ein rein theoretischer Wert ohne meßtechnisch erfaßbaren Bezug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine der beiden Formeln ist nach &amp;quot;a&amp;quot; auflösbar. Wir kommen also nicht umhin, die Ketten-Konstante mit schrittweiser Näherung zu suchen; moderne PC-Programme machen dies leicht, EXCEL© kennt z.B. die Funktion &amp;quot;Zielwertsuche&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermittlung der Ketten-Konstanten==&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (klassisch)===&lt;br /&gt;
* Zwar entspricht bei Y0 = 0 (vertikale Parallel-Verschiebung = 0) die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; exakt dem Tiefpunkt der Kette; der gemessene Y-Wert ist jedoch wertlos, denn eine unbekannte Parallel-Verschiebung (Y0 = ?) wird ggf. mitgemessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Radius des Schmiegekreises entspricht in einem Bereich von ca. +/- 15° ebenfalls dem Wert &amp;quot;a&amp;quot;. 2 mal 15° – das entspricht (man verzeihe die Metapher) in etwa &amp;quot;einem Stück Sacher-Torte&amp;quot;, eine nicht unproblematische Meßbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, Y-basiert)===&lt;br /&gt;
Meßtechnisch wesentlich besser erfaßbar wird &amp;quot;a&amp;quot;, wenn man nicht den Kettenpunkt als X/Y-Koordinate sieht, sondern von der Kette selbst ausgeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Beziehung habe ich trotz intensiver Recherche in keiner Formelsammlung oder dem Internet gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Das Glied, das unter 45° zur Horizontalen oder auch Vertikalen steht, - dessen Tangenten-Steigung also 1 beträgt – beschreibt die Ketten-Konstante mehrfach &lt;br /&gt;
:* Liegt der Ketten-Tiefpunkt auf 0, so entspricht im 45 Grad Punkt die &lt;br /&gt;
:: Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; der Lot-Höhe Y * (1+sqrt(2))&lt;br /&gt;
:* Die Kettenlänge zwischen ihrem Tiefpunkt und dem 45 Grad Punkt entspricht als dimensionsloser Wert exakt ihrer Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot;.&lt;br /&gt;
:: Somit kann bei einer feingliedrigen Kette &amp;quot;a&amp;quot; mit einfacher Multiplikation berechnet werden: Gezählt werden die Glieder bis zum Tiefpunkt und mit ihrer wirksamen Länge multipliziert. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die Korrespondenz mit den mathematischen Fakultäten einiger Universitäten bestätigt zum einen die Richtigkeit meiner &amp;quot;Erkenntnis&amp;quot;, zum anderen, daß dieser markante &amp;quot;Meß-Punkt&amp;quot; bisher keine Erwähnung in technischen Formelsammlungen &amp;amp; Kettentheorie findet. !''&lt;br /&gt;
: - Vielleicht ändert sich dies nun, es würde mich freuen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Es gilt:''' &lt;br /&gt;
  Steilheit einer Geraden 		&lt;br /&gt;
    m = Delta Y / Delta X &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach den Ableitungsregeln der Differentialrechnung für &amp;quot;cosh&amp;quot; beträgt die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit   		&lt;br /&gt;
    m = sinh (x/a)       mit &amp;quot;a&amp;quot; als Skalierungsfaktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''andererseits gilt:''' &lt;br /&gt;
  Kettenlänge 	&lt;br /&gt;
   l = a (sinh (x/a))    bzw.	 &lt;br /&gt;
   l = a m &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Steilheit im 45° Punkt 		&lt;br /&gt;
    m = 1                mithin  l = a   bzw. a = l&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''ohne mathem. Herleitung '''&lt;br /&gt;
vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelfunktion gilt mit dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hyperbel Additionstheorem 	&lt;br /&gt;
   cosh^2(z) - sinh^2(z) = 1&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  für den 45° Punkt			&lt;br /&gt;
   y + a = a √2          bzw. 	 a = y (1 +√2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vollständigkeit halber, wenngleich weniger spektakulär gilt im 45° Punkt:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,13453771308424 * x  &lt;br /&gt;
* &amp;quot;a&amp;quot; = 1,02678773625037 * Sehne  (Tiefpunkt / Aufhängung)&lt;br /&gt;
Da &amp;quot;a&amp;quot; ein Skalierungsfaktor ist, wandert der 45° Punkt auf einem Strahl, der vom Ketten-Tiefpunkt ausgehend einen Winkel von 25,17182° mit der Horizontalen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skalierungsfaktor &amp;quot;a&amp;quot; ist aus Messungen &amp;quot;vor Ort&amp;quot; oder einer grafischen Forderung über den 45° Punkt also einfach ermittelbar. &lt;br /&gt;
* Praktischen Wert hat diese Erkenntnis für Ketten und Seile mit sehr unterschiedlichen Y-Werten ihrer Aufhängung, z.B. Seilbahnen mit &amp;quot;Tal- und Bergstation&amp;quot;! Bei straf gespannten Ketten ist der 45° Punkt jedoch eher theoretischer Natur, er liegt außerhalb der Aufhängung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meß-Methoden (alternativ, X-basiert)===&lt;br /&gt;
Hier mein Lösungsvorschlag zur Berechnung von &amp;quot;a&amp;quot; aus&lt;br /&gt;
* dem X-Wert (X = Aufhängung – Scheitelwert) und&lt;br /&gt;
* dem sich im Aufhängpunkt gegen die Horizontale einstellenden Winkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Winkel im Aufhängpunkt bestimmt dessen Tangens. Bekannt ist die &lt;br /&gt;
  Tangentensteilheit der Kettenlinie&lt;br /&gt;
   m = sinh (x/a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Weniger bekannt ist die Umkehrfunktion von &amp;quot;sinh (x)&amp;quot;, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
   dies mag daran liegen, daß hierfür mehrerer Abkürzungen gebräuchlich sind. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   - Gleichbedeutend sind: '''arc'''sinh(x),  '''arg'''sinh(x),  '''ar'''sinh(x),  '''a'''sinh(x),  sinh^−1(x), &lt;br /&gt;
     Sie werden auch als '''Arcus'''- oder '''Area'''-Funktion bezeichnet. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
   Das meinerseits geliebte Excel® verwendet hierfür ARCSINHYP; &lt;br /&gt;
   - zum Verständnis der Umkehrfunktion:	 &lt;br /&gt;
     '''ArcSinHyp(SinHyp(Zahl)) = Zahl'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Hieraus folgt &lt;br /&gt;
   ArcSinHyp(Tan(Winkel)) = X/a   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
  aufgelöst nach &amp;quot;a&amp;quot;&lt;br /&gt;
   '''a = X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
* Die Ketten-Konstante &amp;quot;a&amp;quot; ist also aus &lt;br /&gt;
:: '''X / ArcSinHyp(Tan(Winkel))''' &lt;br /&gt;
: für beliebige x-Koordinaten und dem sich hier eingestellten Winkel exakt meß- und berechenbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die angegebene Formel verwendet als X-Wert den Meßpunkt vs. Tiefpunkt; Winkelmessung vs. der Horizontalen im 1. Quadranten.  &lt;br /&gt;
: Die Messung ist an jeder beliebigen Kettenposition möglich!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kettenlinie &amp;amp; Architektur =&lt;br /&gt;
Setzen wir &amp;quot;a&amp;quot; mit negativem Vorzeichen ein, so spiegelt sich die Kurve an der X-Achse – und bildet einen Bogen. Analog zur Kette, die nur Zug-Kräfte kennt, treten in diesem Bogen nur gleichmäßige Druck-Kräfte längs der Bogenlinie aus dem Eigengewicht des Materials auf. Architektonisch ist dies die materialeffizienteste, optimale Bauform eines Bogens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird das Phänomen der Kettenlinie am Bogen deutlicher als an der Kette selbst: Wird ein elastischer Stab gebogen, so treten außen Zug-Kräfte, innen Druck-Kräfte auf; in der Mitte verläuft die neutrale Phase. &lt;br /&gt;
* Bei einem Bogen, der der Kettenlinie folgt gibt es nur Druckkräfte in Richtung der eigenen Bogenlinie. Aus einzelnen Steinen, ohne Mörtel erbaut würde dieser Bogen stabil stehen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Teil 2, Bezier Approximation =&lt;br /&gt;
wird noch etwas auf sich warten lassen, ich habe derzeit die &amp;quot;Inverse Kinematik&amp;quot; im Arbeitsfokus. Zwar gibt es Voruntersuchungen zur Approximation einer Kettenlinie mit Bézier, diese müssen jedoch zurückstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschlossen habe ich mich, Teil 1 vorab zu veröffentlichen, da die Erkenntnisse hier seit Jahren &amp;quot;schlummern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Eine  ''Excel® Experimental-Studie Bezier-Hermite '' erhalten Sie im Download direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]  stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]]  sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28382</id>
		<title>Inverse Kinematik 2 – Praxis</title>
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				<updated>2019-08-09T14:17:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach. Ganz so einfach war es dann doch nicht. &lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  ''kostenlose Test und Demo-Version''] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 2 finden Sie Praxis orientierte Problemlösungen. Besprochen werden ein 3D Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
: Hierzu sollten Sie die kostenlose Test und Demo-Version downloaden. &lt;br /&gt;
* Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]] gibt theoretischen Back-Ground. Hier finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, theoretische Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation. Für die Nutzung des Gelenkbaukastens ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu lesen – es kann aber hilfreich sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten =&lt;br /&gt;
: Dieser Artikel ist ein (weitestgehnd) produkt-neutraler Handbuch–Auszug; er orientiert sich jedoch an der auf EXCEL®-Basis realisierten Problemlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systemüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukasten ist aus der Aufgabe entstanden, anwenderorientiert und Hardware neutral &lt;br /&gt;
* Rotations- und Teleskopachsen für Knickarm-Robotersysteme beliebiger Bauart &amp;amp; Geometrie - ggf. auf Portal verfahrbar - mathematisch zusammenzustellen, um deren ''Bewegungsbahn 3D zu simulieren'', &lt;br /&gt;
:* eine gegebene Hardware hierzu produktspezifisch zu parametrieren &lt;br /&gt;
:* oder durch Auswahl geeigneter Hardware Komponenten ein optimales Gesamtsystem zu konfigurieren.&lt;br /&gt;
* Gelenk-Winkel und XYZ-Koordinaten wahlweise  direkt oder invers  zu berechnen und&lt;br /&gt;
* das Roboter-System im 3D-Raum zu visualisieren. &lt;br /&gt;
* In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's berechnet der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh-Achse). Der Algorithmus ermöglicht beliebig viele kaskadierbare Achsen und ist somit erweiterbar.&lt;br /&gt;
* Das Ergebnis steht numerisch (16-stellig / Fließkomma 15 Ziffern) zur Verfügung und wird ergänzend als 3D Grafik visualisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte Kinematik ===&lt;br /&gt;
Die kinematischen Grenzen werden durch Parametrierung der Achs-Längen, ihrer XYZ-Grundorientierung und der max. Achs-Drehwinkel definiert. An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. Die Werte werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inverse Kinematik ===&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt RoBo-mac mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien. Der Algorithmus basiert auf trigonometrischen und iterativen Elementen. Er arbeitet unabhängig von der Vorwärts Kinematik und nutzt diese für die Ergebnis-Visualisierung sowie die  Positionskontrolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; bzw. Tool Center Points (TCP) liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahngenerator ===&lt;br /&gt;
Ein interaktiver Bahngenerator erzeugt individuelle Bewegungsbahnen. &lt;br /&gt;
Der Baukasten beherrscht Kreise, zylindrische &amp;amp; archimedische Spiralen sowie 3D Bézier-Kurven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive==&lt;br /&gt;
'''Achs-Drehwinkel und Perspektive werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo-mac_Baukasten.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive, YouTube===&lt;br /&gt;
Das Original-Video (Bild oben rechts) besteht aus mehr als 3.000 Frames  - das sprengt alles; daher in YouTube:  https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kartesische Koordinaten und Roboter Kinematik=&lt;br /&gt;
Legen wir ein Blatt Papier auf den Tisch und zeichnen mit dem Bleistift ein Achsenkreuz – wir können dies auch mit einem CAD-System am Bildschirm tun – so hat der Kreuzungspunkt per Definition die Bezeichnung &amp;quot;0 / 0&amp;quot;. X- und Y-Wert sind also beide gleich &amp;quot;0&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kreuzungspunkt liegt in einem willkürlichen Versatz zum Papier- bzw. Bildschirmrand, Bildschirm bzw. Papier befinden sich in willkürlichem Abstand und Winkel zum Schreibtischrand, der Schreibtisch steht irgendwo im (Büro-) Raum usw. &lt;br /&gt;
* Jeder dieser Gegenstände hat eine Bezugskante, von der üblicher Weise gemessen wird. Und, jeder dieser Gegenstände wird von einem anderen &amp;quot;umhaust&amp;quot;, - er hat relative Koordinaten zu dieser Umhausung. &lt;br /&gt;
: Eingebetet ist das System relativer Koordinaten in das Weltkoordinatensystem, auf das allerdings nur selten referenziert werden muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir vor der Aufgabe stehen, daß ein Roboter gezielt irgendwo hingreifen oder eine Bewegungsbahn fahren muß, müssen wir den Zielpunkt in einem (kartesischen) Koordinatensystem erfassen auf das auch der Roboter-Fußpunkt referenziert. Während das Kartesische System achsparallel ohne Winkelwerte arbeitet sind Winkelwerte, - kaskadisch aneinander gereiht - der einzige Bezug zwischen Roboter-Fußpunkt und dem &amp;quot;End-Effektor / TCP&amp;quot;; dem Teil, das bewegt und in Position gebracht werden soll (vgl. Bild oben mitte, Pkt. &amp;quot;M&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehwinkel werden in Grad gemessen – so haben wir es in der Schule gelernt! Ein Vollkreis hat 360° (Grad) – und das hat sich eingeprägt, wenngleich es andere Maß Systeme der Winkelmessung gibt: In der Geodäsie wird der Vollkreis mit 400 Gon (Neu-Grad) gemessen. &lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen arbeitet intern im &amp;quot;Bogenmaß&amp;quot;; ein Vollkreis hat den Winkelwert &amp;quot;2 PI&amp;quot; – was nicht ganz zufällig dem Kreisumfang bei Radius = 1 entspricht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Achse kann sich beliebig oft um sich selbst drehen. 2 Umdrehungen entsprechen im (Alt-) Gradsystem einem Drehwinkel von 720°. Mathematisch ist dies unproblematisch, mechanisch ist eine Roboterachse - zumindest bei Gelenk- bzw. Knickarmrobotern - jedoch auf meist eine Vollkreisdrehung – manchmal etwas mehr – beschränkt. SCARA haben meist eine größere Freiheit. Gemeinsam ist diesen Systemen, daß nach Erreichen des maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückgedreht&amp;quot; werden muß. Robotersysteme haben somit zwischen beiden Endlagen einen Nullpunkt, der meist als symmetrisch mittig definiert wird. Sind alle Arme gestreckt, so steht das System in &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; (vgl.Bild oben rechts). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition referenziert jede Drehung eines Armes auf die Stellung des (kaskadisch vorhergehenden) Armes. Gemessen wird der Winkel zwischen den jeweils benachbarten Armen. Eigentlich beträgt der Winkel zwischen gestreckten Armen 180° (im 0° bis 360° System); da andererseits die Streckstellung aller Arme als &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; bezeichnet wird, macht es Sinn, den Bezugsnullpunkt in diese Position zu legen. Das Bezugssystem ist dann als  +/- 180° System definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unsere Aufgabe bezogen, den Roboter gezielt &amp;quot;irgendwo&amp;quot; hingreifen zu lassen, bedeutet dies, das &amp;quot;Irgendwo&amp;quot; kartesisch zu definieren und den Roboter im kartesischen System geeignet zu positionieren, den Rest übernimmt der MATHEMATISCHE 3D GELENK-BAUKASTEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die ersten Schritte =&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich in die Thematik einarbeiten, werden Sie recht schnell zu dem Schluß kommen: &lt;br /&gt;
* Der Gelenkbaukasten bietet kinematische Bewegungsmöglichkeiten die zu beherrschen einige Erfahrung erfordert. Es ist wie beim Klavierspielen: Das Instrument wird vom Pianisten zum Leben erweckt! Und hier macht Übung den Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Üben Sie, Sie können nichts kaputt machen, der Baukasten ist sehr bedien-tolerant. Ich habe bei der Entwicklung hohen Wert auf &amp;quot;Bediener-Komfort&amp;quot; und darauf gelegt, &amp;quot;Bedienungsfehler&amp;quot; (grausame Ausrede inkompetenter Entwickler) automatisch abzufangen. Vieles von dem was Sie tun überprüfet ein Algorithmus im Hintergrund auf Plausibilität – und meldet sich! &lt;br /&gt;
:Stöbern Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Ungeduldige ==&lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm&amp;quot; zeigt (nach Initialisierung der kostenlosen Test- und Demo Version) einen Bewegungsablauf. Clicken Sie in der Grafik (oben links) &amp;quot;Control-Center&amp;quot;; eine Maske erscheint; clicken Sie (Maske mitte unten) &amp;quot;Simulation Bewegung / vorwärts&amp;quot;; der Arm fährt eine Bewegungsbahn.  &lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm_schief&amp;quot; ist Beispiel einer komplexen Inversen Kinematik mit in sich gedrehtem Arm (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
* Strategie-Demo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: verlassen Sie das 'Control-Center'. In der 3D Grafik (oben rechts) finden Sie den Button 'Demo-Menü'. Die Demo-Beispiele zeigen mögliche Bewegungs-Strategien – und geben einen Einblick in die Problematik kinematischer Überbestimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Lernwillige ==&lt;br /&gt;
* führt dieses Handbuch Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten des 3D Gelenk-Baukastens. Sie finden eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Bewegungsbahn selbst zu generieren oder aus einem CAD-System zu importieren. Zu Maskenfunktionen finden Sie ein &amp;quot;wie, warum und wozu&amp;quot;! &lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; im Anhang des Manuals zeigt (hoffentlich) praxisorientiert, wie die Demo-Datei generiert wurde. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über die &amp;quot;normale&amp;quot; Knickarm-Robotik hinaus beherrscht der Programm-Algorithmus &lt;br /&gt;
: - in der Länge veränderbare Teleskop-Achsen sowie &lt;br /&gt;
: - kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parametrierung ==&lt;br /&gt;
* Die Roboter-Mathematik dieses Baukastens ist entsprechend der mechanischen Roboter-Hardware individuell parametrierbar; mehr hierzu im orig. Handbuch / Kapitel Supervisor-Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bildschirm- und Maskenaufbau =&lt;br /&gt;
==Bildschirm ==&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben links&lt;br /&gt;
: Grafik:  Stilisierte Armstellung im 3D-Raum. &lt;br /&gt;
: Der 3D-Raum ist kontinuierlich zwischen Maus &amp;amp; Vogelperspektive einstellbar. Die Einstellung hat keinen Einfluß auf die Berechnung. &lt;br /&gt;
: - In der Grafik oben links der Button 'Control-Center', der die Maske aufruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben rechts&lt;br /&gt;
: ganz oben Perspektiv-Schieber, darunter die  aktuellen XYZ Koordinaten aller Gelenke.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm unten links / rechts&lt;br /&gt;
: Kinematische Bewegungsdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedienerhinweise ==&lt;br /&gt;
* '''Sprachumschaltung :'''  Maske 'Start'  (derzeit Deutsch / English, weitere Sprachen möglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maske 'Robotic'===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Maske 'Robotic' ''' mag zunächst &amp;quot;erschlagend&amp;quot; wirken, ermöglicht jedoch ''ohne Maskenwechsel'' nahezu alle kinematischen Funktionen und Befehle: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Direkte''' (vorwärts) '''Kinematik''', &lt;br /&gt;
* Berechnung der XYZ-Koordinaten des TCP aus Winkelstellung der Knickarme &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inverse''' (rückwärts) '''Kinematik''' &lt;br /&gt;
* Berechnung der Knickarm-Winkelstellung aus vorgegeben XYZ-Koordinaten des TCP&lt;br /&gt;
* freie, interaktive Off-line Entwicklung einer Bewegungsbahn aus linearen, Kreis- &amp;amp; Spiral-Elementen sowie 3D-Bézier Kurven.&lt;br /&gt;
* automatische Transformation einer extern vorgegeben Bewegungsbahn &lt;br /&gt;
* 8 frei wählbare Bewegungsstrategien der Knickarme &lt;br /&gt;
* sowie die Möglichkeit, Knickarm Roboter zusätzlich auf XYZ-Portal zu verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last not lease&lt;br /&gt;
* 3D-Visualisierung der Roboter Knickarme und einer Bewegungsspur des TCP aus frei wählbarer Maus- bis Adler-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieses Leistungsspektrum mag &amp;quot;erschlagen&amp;quot;; wir betrachten es schrittweise. Zunächst den Maskenaufbau. Grundsätzlich gilt: Sie können nichts kaputt machen – probieren Sie!&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo_Maske_Inv-Kinematik_Deutsch_04.gif|800px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Maske zeigt 3 Säulen''', &lt;br /&gt;
: '''links''': inverse Kinematik &amp;amp; Bahngenerator, '''rechts''': direkte Kinematik, '''Mitte''': Zusatzfunktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik invers ====	&lt;br /&gt;
alle Werte dieses Blocks (links oben) beziehen sich auf den TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die aktuelle Ist-Position wird im XYZ-Koordinatenfenster (ganz oben) angezeigt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Linear'''&lt;br /&gt;
* Ziel Position (absolut). &lt;br /&gt;
: Der Wert wird im XYZ-Koordinatenfenster eingegeben. &lt;br /&gt;
: Falls sinnvoll, kann der Ist-Wert zuvor ins Ziel-Feld kopiert (Übernahme 'Ist-Position') und danach geändert werden. Wahlweise wird diese Ziel Position als ''Neuer Datensatz'' (DS-Neu) hinzugefügt oder der aktuell gewählte ''Datensatz korrigiert'' (DS-Korrektur).&lt;br /&gt;
: Die Achs-Winkelwerte werden hieraus OnLine errechnet und dem aktuellen Datensatz (s.u.) hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ziel Position (Offset).&lt;br /&gt;
: Der Offset bewegt den TCP - bezogen auf seine aktuelle Position - stets um den gleichen Wert mit den Doppel-Pfeiltasten wahlweise vorwärts / rückwärts. Er ist entweder &lt;br /&gt;
:* als kartesischer Zielwert (XYZ) oder &lt;br /&gt;
:* als Vektor-Hub führ in eine teleskopartige 'Unter-Arm'-Bewegung definierbar. &lt;br /&gt;
: Der aktive Offset färbt sich 'rot'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurve'''&lt;br /&gt;
Bézier / Kreis &amp;amp; Spirale (ab Controller-Version 5.6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedienerführung wählt aus 2 recht ähnlichen LayOuts. Ein jeweils einzelner 'Button' führt bei beiden Bahnkurven durch die Prozeßschritte. Die Bahn Stützpunkte werden zunächst errechnet, die Bahn als 3D Vorschau zur visuellen Kontrolle / Korrektur gezeigt und nach Freigabe die Armbewegungen in Inverser Kinematik aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3D-Bezier &lt;br /&gt;
:Die Bézier 3D Funktion verbindet zwei getrennte (lineare Teleskop-) Bahn-Segmente beliebiger Vektorlage mit den &amp;quot;weichen Übergängen&amp;quot; einer 3D-Bézier Kurve. Der Kurven Generator schlägt 3 Bezier Lösungen zur Auswahl 'per Click' vor. Diese können &amp;quot;so wie sie sind&amp;quot; akzeptiert oder per Doppelpfeil individuell gestaucht bzw. gestreckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kreis &amp;amp; Spiral Generator &lt;br /&gt;
:kennt 3 Modi: Kreise oder Spiralen (archimedisch, zylindrisch bzw. deren Kombination) sind frei parametrierbar. Sie schmiegen sich entweder tangential an (Mod. 1) oder sind im 3D-Raum frei positionierbar (Mod. 2). Per Doppelpfeil können sie wahlweise um ihren Mittelpunkt oder den peripheren Tangentenpunkt gedreht /orientiert werden. &lt;br /&gt;
:Modus 3: Aus einer Datenliste der Segment-Eckpunkten werden die Kreisbahn Stützpunkte berechnet; das ist das Beispiel  &amp;quot;Labyrinth von Chartres&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Datensatz''' &lt;br /&gt;
: wählen Sie den zu bearbeitenden Datensatz mit seiner Ordnungs-Nr. oder den Pfeiltasten. Falls bereits mehrere Datensätze vorhandenen sind und Sie den letzten einer Liste aufrufen wollen, clicken Sie 'Anschluß DS (suchen)'. So Sie einen vorhandenen aus der Liste löschen oder einen zusätzlichen einfügen wollen, clicken Sie: 'DS-Neu' / 'DS-Löschen'.&lt;br /&gt;
: Es kann sinnvoll sein, die Anfahr-Koordinaten eines Zieles vom Ziel aus gesehen &amp;quot;rückwärts&amp;quot; zu entwickeln. In der Praxis können hierbei zunächst 2 getrennte Bewegungsfragmente (Start-Fragment / Ziel-Fragment) entstehen, die es zu schließen gilt. Die Rast-Taste 'vorwärts / rückwärts' wählt in Zusammenarbeit mit 'Anschluß DS (suchen)' das entsprechende Fragment und dreht die Suchrichtung im 'Ziel-Fragment' um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''3D-Perspektive &amp;amp; Zoom'''&lt;br /&gt;
: wählen Sie mit den Doppel-Pfeiltasten die 3D-Perspektive. Der Knopf 'Reset' führt aus &amp;quot;unglücklichen&amp;quot; Perspektiven zurück in eine klassische 3D-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Parallel hierzu zeigt das Daten-Modul im Info-Feld – oben rechts neben der Grafik – die gewählten Perspektivwinkel numerisch. &lt;br /&gt;
: - Bei nicht aktivem Control-Center sind die Schieber des Info-Feldes aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ab Version 5.7 kann das rechtshändige Koordinatensystem (Z-Achse zeigt vorwärts aus der Zeichenebene) in ein linkshändiges 'gespiegelt'  werden (Z-Achse zeigt nach hinten). &lt;br /&gt;
:* Beachten Sie bitte: &lt;br /&gt;
:: Die Umschaltung der perspektivischen Darstellung hat auf die kinematischen Berechnungen keinerlei Einfluß. &lt;br /&gt;
:: Diese  'Spiegelung'  dient lediglich der optischen Anpassung an die perspektivische Erwartung. Merke: ''Spiegelung''  ist nicht durch  ''Drehung''  erreichbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bewegungsstrategie / Silhouette'''&lt;br /&gt;
: Mehreren Bewegungsstrategien stehen zur Auswahl. Beispiele, wie diese Strategien arbeiten, finden Sie im Makro-Menü unter &amp;quot;Strategie-Demo…&amp;quot;. Die gewählte Bewegungsstrategie bestimmt den Algorithmus der inversen Kinematik. &lt;br /&gt;
: - Clicken Sie eine Strategie Ihrer Wahl. Im oberen Fenster-Bereich erscheint eine Info, ob diese für Parallel Kinematik, Schief Kinematik oder beide geeignet ist (vgl. Tutorial).&lt;br /&gt;
: - Ein Wechsel zwischen den Bewegungsstrategien ist jederzeit möglich. &lt;br /&gt;
: - Die Strategien 6 und 7 erzeugen ab Handgelenk-Punkt lineare Bewegungen und somit konstante Orientierung der Abtriebs-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Koordinaten Liste''' &lt;br /&gt;
: Die Liste extern erzeugter XYZ Koordinaten des TCP wird - entsprechend der Bewegungsstrategie - in die Winkel der Knickarme transferiert; schrittweise oder automatisch für die gesamte Liste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Simulation Bewegung''' &lt;br /&gt;
: Die Bewegungssimulation visualisiert im zügigen Durchlauf die einzelnen Datensätze. Die bereits bekannte Rasttaste 'vorwärts / rückwärts' bestimmt die Laufrichtung: &lt;br /&gt;
: ''Vorwärts'': Start-Punkt bis zum aktuellen Datensatz / aktueller Datensatz bis Zielpunkt &lt;br /&gt;
: ''Rückwärts'': In umgekehrter Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Spur'''&lt;br /&gt;
: Die Bewegungsspur des TCP läßt sich per Rasttaste zu/abschalten. Angezeigt wird die Spur zwischen Startpunkt und dem (beim Clicken der Taste) aktuellen Datensatz. Sie kann über die Tasten 'Simulation Bewegung' bzw. die Befehlsgruppe 'Datensatz' mit den Doppel-Pfeiltasten frei durchlaufen und so ein gesuchter Datensatz visuell gefunden werden. Mit Aufruf der Maske wird die Spur automatisch aktiviert – und kann ggf. abgeschaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Stop'''&lt;br /&gt;
: eine 'Stop-Taste' erscheint, sobald ''Simulation Bewegung'' oder ''Koordinaten Liste automatic'' gewählt ist. Die Funktion bricht ab, der Datensatz wird zum aktuellen Datensatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik direkt ==== &lt;br /&gt;
: Dieses Feld (rechts oben) zeigt Winkelschieber für 12 Achsen (A/B bis L/M) sowie den aktuell eingestellten Winkelwert, wahlweise im 0-360° oder -180° / +180° System. Nur die Schieber, die im Rahmen der Parametrierung aktiviert wurden, sind aktiv. &lt;br /&gt;
:* Die direkte Kinematik dient in erster Linie dazu, eine &amp;quot;vernünftige Startposition&amp;quot;, die Orientierung des TCP-Trägerarmes als Ausgangspunkt der inversen Kinematik oder auch Stützpunkte zur Umfahrung eines Hindernisses manuell zu bestimmen. Man braucht sie selten, aber man braucht sie. Vieles ist hier Sisyphus &amp;amp; Try and Error. &lt;br /&gt;
:* Ist in direkter Kinematik eine Winkelposition gefunden, so kann sie der Datensatz-Liste über den Button 'DS-Neu' bzw. DS-Korrektur' (s. unten) direkt zugeführt werden. &lt;br /&gt;
:* Hat nach dem Gesetz der größten Gemeinheit Murphy zugeschlagen und die Knickarme stehen völlig daneben, so können die Schieber mit den Doppel-Pfeiltasten des Bereiches Datensatz auf die Werte des List-Datensatzes synchronisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Basiskoordinate Portal''' 			rechts unten &lt;br /&gt;
: Koordinaten und Winkel-Berechnungen referenzieren auf den Achs-Fußpunkt XYZ. &lt;br /&gt;
:* Komplexe Robotersysteme arbeiten mit verfahrbarem Fußpunkt auf XYZ-Portal. Der Algorithmus inverser Kinematik berücksichtigt bei der Knickarm Berechnung die in direkter Kinematik vorgewählte Portal-Kordinate. &lt;br /&gt;
:* Die Verschiebung der Basiskoordinaten ermöglicht es auch, eine feste Fußpunkt Position entsprechend den kinematischen Möglichkeiten der Roboter-Mechanik zu optimieren.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Button 'DS Neu' &amp;amp; 'DS Korrektur' ''' &lt;br /&gt;
: Sie finden diese Funktionen in den Bereichen inverse sowie direkte Kinematik. &lt;br /&gt;
: Per 'DS Korrektur' ändern Sie den aktuellen Datensatz, 'DS Neu' generiert einen zusätzlichen Datensatz am aktiven Ende eines Datensatz-Blocks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist 'DS Neu' de-aktiviert, sobald der aktuell gewählte Datensatz sich nicht am Block-Ende befindet; gleichsinniges gilt für die Offset Doppel-Pfeiltasten. Wollen Sie größere Änderungen vornehmen, so sollten Sie (im Feld 'Datensatz')&lt;br /&gt;
:* per 'DS Einfügen' einen Datensatz an aktueller Stelle einfügen, &lt;br /&gt;
:* per 'Anschluß DS suchen' das aktive Ende des Blockes (vorwärts/rückwärts) aufsuchen. &lt;br /&gt;
::Die Taste 'DS Neu' wird aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Koordinaten &amp;amp; Datensatz-Liste ==&lt;br /&gt;
Im unteren Teil des Bildschirmes werden (ab Zeile 51) die Kinematischen Bewegungsdaten zeilenweise gespeichert; links die XYZ-Koordinaten, rechts deren korrespondierende Winkel. &lt;br /&gt;
Über die Maske haben Sie direkten Zugriff auf bereits erstellte oder entstehende Datensätze sowie deren Korrektur.  Die in der Maske angezeigte Ordnungs-Nr. des Datensatzes wird mit dem Cursor ergänzend markiert. Sie finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 1 	      / 	(A)		Ordnungs-Nr. der Bewegungsstrategie&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 2 bis 4      / 	(B bis D)	Soll-Koordinate XYZ	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 5               / 	(E)		Soll-Vektor-Offset	des TCP (relativ)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 7 bis 9       / 	(G bis I)	Ist-Koordinate XYZ 	Portal / Fußpunkt  *)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 14 bis 16   / 	(N bis P)	Ist-Koordinate XYZ 	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 39 bis 50   / 	(AM bis AX)	Winkelwerte Achsen (A/B bis L/M)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Portal / Fußpunkt Ist-Koordinate''' &lt;br /&gt;
:* Sind in der Liste keine Fußpunkt-Koordinaten vorhanden, so arbeitet der Algorithmus &amp;quot;mit 0-Wert&amp;quot;. Arbeiten Sie mit dem Bahn-Generator, so werden Portal Koordinaten in der Koordinatenliste nur ausgewiesen, wenn sie von 0 abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Sind Fußpunkt-Koordinaten in der Liste vorhanden, so werden sie als Offset berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bahnsteuerung =&lt;br /&gt;
==CAD-Import ==&lt;br /&gt;
Sind Soll-Koordinaten (z.B. aus einem CAD-Programm) vorhanden, so werden sie zunächst mit den Excel-üblichen Befehlen in den Bereich der Sollkoordinaten (Spalten 2 bis 4 / bzw. B bis D) des Datenmoduls ab Zeile 50 übertragen. Das Programm generiert aus diesen TCP Soll-Koordinaten entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) die Winkelstellung der Knickarme und schreibt sie in das Bewegungsprotokoll. Hierzu werden die  Koordinaten entweder über den Button 'DS-Schritt' (Step by Step) aufgerufen oder per 'DS-Automatic' als Datenblock verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahngenerator ==&lt;br /&gt;
Sind keine (extern ermittelten) Soll-Koordinaten vorhanden, so müssen sie interaktiv generiert werden (Offline Teach-In). Die TCP-Bahn-Stützpunkte werden wahlweise als XYZ-Wert Absolut oder als Offset eingegeben und per 'DS Neu' bzw. 'DS Korrektur' verarbeitet. Der Bahngenerator &lt;br /&gt;
:- visualisiert &amp;quot;Real-time&amp;quot; die Bewegung im 3D-Raum entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) &lt;br /&gt;
:- erlaubt hierbei beliebig &amp;quot;Try &amp;amp; Error&amp;quot; und &lt;br /&gt;
:- erzeugt die XYZ-Koordinatenliste des TCP sowie das Knickarm-Bewegungsprotokoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Ein '''3D-Bézier Kurven Generator''' (s.u.) verbindet gefundene TCP-Bahn-Stützpunkte. Die vorgeschlagenen Bahnkurven sind individuell anpaßbar. &lt;br /&gt;
:- Ein '''Kreis Generator''' erzeugt frei im Raum positionierbare Kreis- und Spiralbahnen. ('''Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spirale''' und Kombinationen hieraus – links- rechtsläufig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CAD-Import''' und '''Bahngenerator''' greifen auf die gewählte Bewegungsstrategie zurück und ermöglichen eine kontinuierliche oder schrittweise Kontrollfahrt. Bestimmen Sie ggf. in direkter Kinematik eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Startpositionierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer interaktiven Arbeitssitzung erzeugt/speichert das Programm ein Bahnprofil mit Koordinaten und Winkelwerten. Wurden diese mit dem Bahngenerator erzeugt, so kann aus den gewonnenen Ist-Koordinaten eine ähnliche &amp;quot;parallel versetzte&amp;quot; Bahn mit den EXCEL-üblichen Befehlen &amp;quot;recht bequem&amp;quot; generiert werden: Die per Bahngenerator erzeugte Ist-Koordinatenliste wird mit entsprechendem Offset in den Soll-Koordinaten Bereich übertragen und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' erneut verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stellt sich heraus, daß ein Zielpunkt außerhalb der kinematischen Möglichkeiten liegt und daß das Problem durch verschieben des Roboter 'Schulter bzw. Fußpunktes' zu lösen sei, so muß nicht die bisherige Arbeit erneuert werden: Über den Portal-Offset wird eine neue Basisposition gewählt und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' ein neues Bewegungsprofil bei geändertem Fußpunkt erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Portal-Offset ist im Masken Bereich der 'direkten Kinematik' korrigierbar. &lt;br /&gt;
:- Der hier eingegebene Wert wird für den aktuellen Datensatz in der Koordinaten-Liste gespeichert. Clicken Sie hierzu den Button 'DS Korrektur' bzw. 'DS Neu'. &lt;br /&gt;
:- Um den bisherigen Portal-Offset beizubehalten, clicken sie den 'Doppelpfeil'  &amp;quot;rauf/runter&amp;quot; (im Feld Datensatz) je einmal, der bisherige Offset wird synchronisiert. &lt;br /&gt;
:- Beachten Sie hierzu die Supervisor-Information  'Parameter &amp;amp; Datenkonformität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TCP Spur ==&lt;br /&gt;
Die Grafik visualisiert aus beliebiger Perspektive die aktuell errechnete Winkelstellung der Knickarme im 3D-Raum und  (zu-/abschaltbar) die Bewegungsspur des TCP. Die Perspektiv-Einstellung hat keinen Einfluß auf die kinematische Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategien ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;..  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Strategien kann beliebig gewechselt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Wird die Arm-Position mit den Schiebern &amp;quot;in etwa&amp;quot; vorgewählt, so ermittelt der Algorithmus die Vektorlagen der Arme mit o.g. Präzision, ein Hindernis kann mit der Halb-Automatic so umfahren werden. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot; der Silhouette; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenkpunkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
sind Voll-Automatic Funktionen, sie generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position; diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
Der Algorithmus eignet sich für Bewegungen, denen genügend Arbeitsraum zur Verfügung steht, er benötigt wenige Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb jeder einzelnen Bewegungsstrategie verlaufen die Armbewegungen konsistent und erwartungsgemäß. &lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel ist jederzeit möglich, führt jedoch über eine im Detail undefinierte Streck-Bewegung des Armes. In dieser Bewegungsphase besteht erhöhte Kollisionsgefahr. Vgl. Tutorial / Kochbuch: 'Singularität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel &amp;amp; Teleskope ===&lt;br /&gt;
ähneln o.g. Voll-Automatic Funktionen. Der &amp;quot;End-Effektor&amp;quot; wird in paralleler Ebene zu sich selbst, bzw. in der Vektororientierung seiner eigenen Achse bewegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungsstrategie 'parallel' verwendet hierzu den absoluten bzw. relativen XYZ-Wert. 'Teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage entsprechend dem geforderten Vektor-Hub individuelle XYZ-Bewegungskomponenten, die per Knickarm-Kinematik zu einer teleskopartigen Bewegung des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot;  bzw. &amp;quot;Unterarmes&amp;quot; führen.&lt;br /&gt;
* Die Winkelorientierung dem Unterarm ggf. kaskadisch folgender Achsen bleibt bei beiden Strategien erhalten&lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel Parallel / Teleskop ist jederzeit ohne erhöhte Kollisionsgefahr möglich. Der Arbeitsbereich ist kleiner als der anderer Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier Generator ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben die wunderbare Eigenschaft, nicht nur 2 Punkte zu verbinden: &lt;br /&gt;
* Die Kurve läßt sich in weiten Grenzen mit mathematisch gut beherrschbaren &amp;quot;Anfassern&amp;quot; beliebig formen. Besonders hilfreich ist es, daß die Bézier Kurve ihre &amp;quot;Anfasser&amp;quot; punktgenau tangential verläßt bzw. tangential einläuft, vgl. Tutorial. &lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden so gehen beide nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Soweit die Theorie. Mehr hierzu unter: http://www.cnc-mac.de/html/bezier___spline_.html. In der Praxis bedarf es erheblicher Übung, mit den Anfassern eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Kurve zu generieren. Wir überlassen dies dem Bahngenerator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator fügt eine drei dimensionale Bézier Kurve mit 20 Stützpunkten ein, die Ihnen zur Beurteilung zunächst lediglich in der 3D-Grafik gezeigt wird. Im Sinne besserer Übersichtlichkeit werden alle anderen Bewegungsbahnen bis auf diese Kurve ausgeblendet.  &lt;br /&gt;
* Der Bahngenerator bestimmt aus der Vektorlage der zu verbindenden Bahn-Segmente deren Tangentenlage im 3D Raum und berechnet 3 Vorschlagsformen der Kurve, diese können recht ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich sein. &lt;br /&gt;
:- Per Click wählen Sie eine hiervon. &lt;br /&gt;
:- Mit den beiden 'Doppelpfeil-Tasten' ändern sie den Formfaktor (Amplitude) der gewählten Kurve. &lt;br /&gt;
Falls Sie die Kurvenorientierung ändern möchten, korrigieren Sie deren Tangenten-Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffnungswinkel und Abstand''' zum theoretischen Tangenten Schnittpunkt '''bestimmen in unterschiedlicher Gewichtung die 3 Basis-Kurven'''. &lt;br /&gt;
* Bei einem Öffnungswinkel von 90° und &lt;br /&gt;
:* gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt erzeugen Kurve 1) und 2) einen exakten ¼ Kreis. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
:* unterschiedlichem Abstand erzeugt Kurve 1) ein Oval, Kurve 2) eine Ellipse. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei anderen Öffnungswinkeln kommt die Vielfalt Béziers zum Tragen: &lt;br /&gt;
:* Kurve 1) verbindet die Bahn-Segmente bei beliebigem Öffnungswinkel jedoch gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt mit einem Kreissegment. &lt;br /&gt;
:* Tendenziell erzeugt Kurve 2) &lt;br /&gt;
::- bei flachen Öffnungswinkeln flachere Verrundungen als Kurve 1), &lt;br /&gt;
::- bei spitzeren Öffnungswinkeln spitzere Verrundungen als Kurve 1). &lt;br /&gt;
:* Liegen die Tangenten der zu verbindenden Segmente parallel, so erzeugt Kurve 1) einen Halbkreis, Kurve 2) eine Halb-Ellipse.&lt;br /&gt;
:* Kurve 3) &amp;quot;reagiert stärker&amp;quot; auf Änderungen des Öffnungswinkels und der Schnittpunktlage als die beiden anderen; dies kann in sehr &amp;quot;elegante&amp;quot; aber auch völlig unbrauchbare Kurven führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liegen die zu verbindenden Bahnsegmente &amp;quot;parallel versetzt&amp;quot; (oder auch &amp;quot;schräg versetzt&amp;quot;), so werden sie mit einem &amp;quot;S-Bogen&amp;quot; verbunden; die Ausprägung des &amp;quot;S-Bogens&amp;quot; ist bei den 3 Kurven recht unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Für die Bedienung des Bahngenerators bedeutet dies, zwischen 'bestimmter' und 'unbestimmter' Bewegungs-Bahn zu unterscheiden. Die 'bestimmte' Bewegungs-Bahn ermöglicht einen präzis geführten Werkzeugeingriff, die 'unbestimmte' Bahn dient vorzugsweise einer &amp;quot;eleganten&amp;quot; Werkzeugbewegung im Raum ohne Werkzeugeingriff. Bahnsegmente mit Werkzeugeingriff generieren Sie in 'Inverser- Kinematik' mit den Bewegungsstrategien 1) bis 7). &lt;br /&gt;
* Muß die &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; Bahn präzise über einen oder mehrere ''bestimmte'' Raumpunkt geführt werden, so teilen Sie die Bahn in Segmentabschnitte. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. Ein gemeinsames Stützpunkt-Paar bestimmt die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier-Bahn &amp;amp; Arbeitsbereich ===&lt;br /&gt;
Der Bézier Kurven Generator prüft, ob die vorgeschlagene Kurve im Arbeitsbereich des Roboters liegt. Ob diese Kurve in 'Inverser Kinematik' durch den Roboterarm realisiert werden kann, hängt von den parametrierten Grenzwinkeln ab (vgl. Supervisor-Information). Die Algorithmen der 'Inversen Kinematik' melden ggf. eine 'Winkelwert Überschreitung'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kurve in eine 'Winkelwert Überschreitung' führt, haben Sie 2 Korrekturmöglichkeiten: &lt;br /&gt;
* Wählen Sie testweise eine andere der vorgeschlagenen Kurven oder stauchen Sie sie mit den Doppelpfeil-Tasten (Formfaktor &amp;lt; 1). &lt;br /&gt;
* Fahren Sie den Zielpunkt nicht über den kürzesten Weg an, sondern drehen Sie die Arme über die &amp;quot;Winkelposition 0°&amp;quot; zurück. Führen Sie den Roboterarm hierzu über &amp;quot;Hilfs-&amp;quot; Raumpunkte in die Ziel-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreise &amp;amp; Spiralen ===&lt;br /&gt;
wären als Cascadierter Bézier Spline zwar mit hoher Präzision möglich, jedoch ist die klassische Mathematik vorteilhafter, zumal hier ein höherer Bedien-Komfort realisierbar wird.&lt;br /&gt;
Im Sinne intuitiver Bedienung orientiert sich die Parametereingabe für Kreise &amp;amp; Spiralen an den beschriebenen Bézier-Abläufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreise erreichen nach einem 360° Umlauf Ihren Startpunkt, Spiralen drehen hierüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Sind für ein Kreiselement der Start und Endpunkt aus vorhandenen Anschluß Koordinaten ableitbar, so erfragt das Programm die Mittelpunktkoordinate und den Drehsinn. - Ist nur die Startkoordinate bekannt, so wird ergänzend der Drehwinkel abgefragt. &lt;br /&gt;
* Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spiralen erfordern zusätzlich die Angabe ''Steigung pro Umdrehung''.&lt;br /&gt;
Vorschlagswert hieraus sind Kreis Koordinaten für tangentialen Bahn Einlauf, abweichend ist jede beliebige Kreis- / Spirallage im 3D Raum per  'Doppelpfeil Taste'  individuell möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  '''''Kochbuch Inverse Kinematik'''''  finden Sie eine &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Positionierung &amp;amp; Orientierung ==&lt;br /&gt;
* Die Positionierung bestimmt die kartesische XYZ-Position des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; im Raum, &lt;br /&gt;
* die Orientierung unter welchen Winkeln er steht. &lt;br /&gt;
Beide Werte zusammen definieren seine Vektorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte, &amp;quot;Haupt-Achsen parallele&amp;quot; Ausrichtung des End-Effektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine kostengünstige Lösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Demo-Beispiel  ''Labyrinth von Chartres''  steht der Roboterarm zunächst senkrecht in 'Home-Position'. Bei Eintritt in das Labyrinth weist der 'End Effector' Arm G/H 'senkrecht nach unten'. &lt;br /&gt;
* Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung gewechselt! &lt;br /&gt;
:Per Bewegungsstrategie 6) bzw. 7) wird diese Orientierung mit höchster Präzision beibehalten. Im Beispiel liegt der Orientierungsfehler am Bahn-Ende – nach etwa 1000 Bahnpunkten – in der Größenordnung 1/10 Promille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres TCP Orientierung 02.gif|1500px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Orientierungswechsel des End Effektors währen der 3D-Bézier-Fahrt'''. - Das Demo-Beispiel ändert auch die Betrachtungsperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierung des End Effektors ===&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator berechnet einen Neuen Datensatz stets basierend auf der aktiven / aktuell angezeigten Ist-Position und der hierzu gehörenden Orientierung.&lt;br /&gt;
* Soll die Orientierung bei Beibehaltung der Bahn-Position korrigiert werden, so wird zunächst die aktuelle Position per Button 'Übernahme Ist-Position' &amp;quot;vorgemerkt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* In Direkter Kinematik wird die gewünschte Orientierung 'per Schieber' gewählt. &lt;br /&gt;
:- Diese Um-Orientierung führt zunächst in eine Änderung der Position! &lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;zuvor vorgemerkte&amp;quot; Position wird in der neu gewählten Orientierung mit 'Strategie 6) parallel' in 'Inverser Kinematik' angefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachten Sie, daß eine Um-Orientierung bei großer Schrittweite (horizontal / senkrecht) über undefinierte Detail-Bewegung führen kann. Legen Sie diese Bewegungsphase in einen unkritischen Bewegungsbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Hilfreich zur Kontrolle ist die Koordinaten-Übersicht unmittelbar rechts neben der Grafik.&lt;br /&gt;
:- Für eine senkrechte Orientierung der Achse G/H sind deren X und Z-Koordinaten gleich, &lt;br /&gt;
:- für eine horizontale die Y-Koordinaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mit den Schiebern B/C,  D/E,  F/G stellen Sie eine senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors G/H in beliebiger Position ein. &lt;br /&gt;
:- Beträgt die Winkelsumme 0° bzw. 180°, so steht er senkrecht, bei 90°/270° horizontal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Bézier&amp;quot;- Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Der Bahngenerator erzeugt tangential in die Anschlußsegmente einlaufende 3D Bézier-Kurven. Wurden die Anschlußsegmente mit 'Strategie 7), teleskopisch' erzeugt, so steht der End Effektor in diesem Datensatzbereich ebenfalls tangential. Die 'Strategie 6) parallel' übernimmt diese &amp;quot;auslaufenden Orientierung&amp;quot; – und behält sie bei. Allerdings wird diese Orientierung nur selten die Orientierung des Anschlußsegmentes der einlaufenden Bahn sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''produktspezifische'' Lösung dieser Aufgaben finden Sie im PDF-Handbuch. Das '''Kochbuch''' ''Inverse Kinematik'' führt ergänzend &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; durch diesen Themenkreis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik ==&lt;br /&gt;
Ist ein Knickarm Roboter auf Portal verfahrbar, so überlagern sich beide Bewegungskomponenten. Dies erhöht die Anzahl der Freiheitsgrade enorm. Um trotzdem gezielt Einfluß auf die Kinematik nehmen zu können, referenziert die Berechnung der Knickarm-Winkel auf die aktuelle Fußpunkt Position. &lt;br /&gt;
* Wählen Sie eine ''Fußpunktposition'' in  ''Direkter Kinematik'' und die ''XYZ-Zielkoordinate'' des TCP im Maskenbereich der  ''Inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
* Beide Bewegungskomponenten lassen sich so zu einer komplexen Gesamtbewegung kombinieren – und bestimmen die Orientierung des TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die TCP Position bei geänderter Fußpunkt Koordinate beibehalten werden, so &lt;br /&gt;
:- clicken Sie zunächst den Button 'Übernahme Ist-Position' (Feld  'Zielposition absolut'), &lt;br /&gt;
:- korrigieren Sie die Fußpunkt Koordinate, &lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Neu' (Bereich  direkte Kinematik)&lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Korrektur' (im Feld  'Zielposition  absolut'). &lt;br /&gt;
* Diese Orientierungsänderung bei gleicher XYZ-Position führt in eine &amp;quot;Biege-Bewegung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionierfehler &amp;amp; Watchdog ==&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie die Soll-Werte erzeugt wurden, werden die Datensatz Ist-Werte in inverser Kinematik entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie berechnet und als korrespondierende Knickarm-Winkel gespeichert. In direkter Kinematik wird aus diesen Knickarm-Winkeln der XYZ-Wert des TCP errechnet. Das Verfahren mag umständlich sein, ermöglicht jedoch einen Soll/Ist Vergleich. Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des TCP liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Watchdog-Algorithmus überwacht intern die Soll/Ist-Abweichung und schlägt ggf. Alarm. Falls der Zielpunkt nicht berechenbar oder kinematisch nicht erreichbar ist, wird eine Fehlermeldung generiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kinematische Bewegungsebenen =&lt;br /&gt;
==Parallele Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der bisher besprochenen Bewegungsstrategien erwarten, daß sich die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; in parallelen Ebenen bewegen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik (vgl. Tutorial) erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schiefe Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Drehmöglichkeit einer Schwenkachse zwischen Schulterpunkt und Handgelenk erhöht die Bewegungsvielfalt enorm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil wird mit einer komplexen Mechanik, einer nochmals gesteigerten kinematischer Überbestimmung und ''parasitären Bewegungskomponenten'' erkauft: &lt;br /&gt;
* Jede schiefwinklige Bewegung eines Armsegmentes beinhaltet neben einer zielführenden Bewegung eine nicht gewünschte Vektorkomponente, die durch Gegenbewegung anderer Armsegmente kompensiert werden muß; der Rechenaufwand steigt extrem – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. Es müssen 3D- Näherungsalgorithmen verwendet werden (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein Watchdog-Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; ggf. generiert er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Version 6.0 wird ein gegenüber den ältern Versionen deutlich schneller und präziser arbeitender Schief-Algorithmus eingeführt, Positionierfehler liegen nunmehr in der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-4&amp;lt;/sup&amp;gt; – und besser. Der Algorithmus beherrscht alle Bewegungsstrategien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm prüft selbstständig, ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere &amp;amp; präzisere Parallel-Algorithmus geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Theorie &amp;amp; Praxis =&lt;br /&gt;
Dieser Praxis orientierte Artikel ist ein produkt-neutralisierter Handbuch-Auszug. &lt;br /&gt;
* Im Orig. Handbuch finden Sie Supervisor-Informationen, wie das Programm der Mechanik-Struktur Ihres Gelenkarmroboters und dessen Maßen angepaßt wird, so daß die Mathematik des ''3D Gelenk-Baukasten'' und Roboter-Mechanik kongruent sind. Die mathematischen Positionierfehler liegen dann in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm - und dies ist gewiß eine Herausforderung an die Robotermechanik!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Anhang zum Handbuch ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; ''Inverse Kinematik''. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
* Theoretischen Background erläutert Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt, vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] &amp;amp; [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28381</id>
		<title>Inverse Kinematik 2 – Praxis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28381"/>
				<updated>2019-08-09T14:13:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach. Ganz so einfach war es dann doch nicht. &lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  ''kostenlose Test und Demo-Version''] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 2 finden Sie Praxis orientierte Problemlösungen. Besprochen werden ein 3D Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
: Hierzu sollten Sie die kostenlose Test und Demo-Version downloaden. &lt;br /&gt;
* Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]] gibt theoretischen Back-Ground. Hier finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, theoretische Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation. Für die Nutzung des Gelenkbaukastens ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu lesen – es kann aber hilfreich sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten =&lt;br /&gt;
: Dieser Artikel ist ein (weitestgehnd) produkt-neutraler Handbuch–Auszug; er orientiert sich jedoch an der auf EXCEL®-Basis realisierten Problemlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systemüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukasten ist aus der Aufgabe entstanden, anwenderorientiert und Hardware neutral &lt;br /&gt;
* Rotations- und Teleskopachsen für Knickarm-Robotersysteme beliebiger Bauart &amp;amp; Geometrie - ggf. auf Portal verfahrbar - mathematisch zusammenzustellen, um deren ''Bewegungsbahn 3D zu simulieren'', &lt;br /&gt;
:* eine gegebene Hardware hierzu produktspezifisch zu parametrieren &lt;br /&gt;
:* oder durch Auswahl geeigneter Hardware Komponenten ein optimales Gesamtsystem zu konfigurieren.&lt;br /&gt;
* Gelenk-Winkel und XYZ-Koordinaten wahlweise  direkt oder invers  zu berechnen und&lt;br /&gt;
* das Roboter-System im 3D-Raum zu visualisieren. &lt;br /&gt;
* In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's berechnet der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh-Achse). Der Algorithmus ermöglicht beliebig viele kaskadierbare Achsen und ist somit erweiterbar.&lt;br /&gt;
* Das Ergebnis steht numerisch (16-stellig / Fließkomma 15 Ziffern) zur Verfügung und wird ergänzend als 3D Grafik visualisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte Kinematik ===&lt;br /&gt;
Die kinematischen Grenzen werden durch Parametrierung der Achs-Längen, ihrer XYZ-Grundorientierung und der max. Achs-Drehwinkel definiert. An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. Die Werte werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inverse Kinematik ===&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt RoBo-mac mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien. Der Algorithmus basiert auf trigonometrischen und iterativen Elementen. Er arbeitet unabhängig von der Vorwärts Kinematik und nutzt diese für die Ergebnis-Visualisierung sowie die  Positionskontrolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; bzw. Tool Center Points (TCP) liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahngenerator ===&lt;br /&gt;
Ein interaktiver Bahngenerator erzeugt individuelle Bewegungsbahnen. &lt;br /&gt;
Der Baukasten beherrscht Kreise, zylindrische &amp;amp; archimedische Spiralen sowie 3D Bézier-Kurven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive==&lt;br /&gt;
'''Achs-Drehwinkel und Perspektive werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo-mac_Baukasten.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive, YouTube===&lt;br /&gt;
Das Original-Video (Bild oben rechts) besteht aus mehr als 3.000 Frames  - das sprengt alles; daher in YouTube:  https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kartesische Koordinaten und Roboter Kinematik=&lt;br /&gt;
Legen wir ein Blatt Papier auf den Tisch und zeichnen mit dem Bleistift ein Achsenkreuz – wir können dies auch mit einem CAD-System am Bildschirm tun – so hat der Kreuzungspunkt per Definition die Bezeichnung &amp;quot;0 / 0&amp;quot;. X- und Y-Wert sind also beide gleich &amp;quot;0&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kreuzungspunkt liegt in einem willkürlichen Versatz zum Papier- bzw. Bildschirmrand, Bildschirm bzw. Papier befinden sich in willkürlichem Abstand und Winkel zum Schreibtischrand, der Schreibtisch steht irgendwo im (Büro-) Raum usw. &lt;br /&gt;
* Jeder dieser Gegenstände hat eine Bezugskante, von der üblicher Weise gemessen wird. Und, jeder dieser Gegenstände wird von einem anderen &amp;quot;umhaust&amp;quot;, - er hat relative Koordinaten zu dieser Umhausung. &lt;br /&gt;
: Eingebetet ist das System relativer Koordinaten in das Weltkoordinatensystem, auf das allerdings nur selten referenziert werden muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir vor der Aufgabe stehen, daß ein Roboter gezielt irgendwo hingreifen oder eine Bewegungsbahn fahren muß, müssen wir den Zielpunkt in einem (kartesischen) Koordinatensystem erfassen auf das auch der Roboter-Fußpunkt referenziert. Während das Kartesische System achsparallel ohne Winkelwerte arbeitet sind Winkelwerte, - kaskadisch aneinander gereiht - der einzige Bezug zwischen Roboter-Fußpunkt und dem &amp;quot;End-Effektor / TCP&amp;quot;; dem Teil, das bewegt und in Position gebracht werden soll (vgl. Bild oben mitte, Pkt. &amp;quot;M&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehwinkel werden in Grad gemessen – so haben wir es in der Schule gelernt! Ein Vollkreis hat 360° (Grad) – und das hat sich eingeprägt, wenngleich es andere Maß Systeme der Winkelmessung gibt: In der Geodäsie wird der Vollkreis mit 400 Gon (Neu-Grad) gemessen. &lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen arbeitet intern im &amp;quot;Bogenmaß&amp;quot;; ein Vollkreis hat den Winkelwert &amp;quot;2 PI&amp;quot; – was nicht ganz zufällig dem Kreisumfang bei Radius = 1 entspricht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Achse kann sich beliebig oft um sich selbst drehen. 2 Umdrehungen entsprechen im (Alt-) Gradsystem einem Drehwinkel von 720°. Mathematisch ist dies unproblematisch, mechanisch ist eine Roboterachse - zumindest bei Gelenk- bzw. Knickarmrobotern - jedoch auf meist eine Vollkreisdrehung – manchmal etwas mehr – beschränkt. SCARA haben meist eine größere Freiheit. Gemeinsam ist diesen Systemen, daß nach Erreichen des maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückgedreht&amp;quot; werden muß. Robotersysteme haben somit zwischen beiden Endlagen einen Nullpunkt, der meist als symmetrisch mittig definiert wird. Sind alle Arme gestreckt, so steht das System in &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; (vgl.Bild oben rechts). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition referenziert jede Drehung eines Armes auf die Stellung des (kaskadisch vorhergehenden) Armes. Gemessen wird der Winkel zwischen den jeweils benachbarten Armen. Eigentlich beträgt der Winkel zwischen gestreckten Armen 180° (im 0° bis 360° System); da andererseits die Streckstellung aller Arme als &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; bezeichnet wird, macht es Sinn, den Bezugsnullpunkt in diese Position zu legen. Das Bezugssystem ist dann als  +/- 180° System definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unsere Aufgabe bezogen, den Roboter gezielt &amp;quot;irgendwo&amp;quot; hingreifen zu lassen, bedeutet dies, das &amp;quot;Irgendwo&amp;quot; kartesisch zu definieren und den Roboter im kartesischen System geeignet zu positionieren, den Rest übernimmt der MATHEMATISCHE 3D GELENK-BAUKASTEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die ersten Schritte =&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich in die Thematik einarbeiten, werden Sie recht schnell zu dem Schluß kommen: &lt;br /&gt;
* Der Gelenkbaukasten bietet kinematische Bewegungsmöglichkeiten die zu beherrschen einige Erfahrung erfordert. Es ist wie beim Klavierspielen: Das Instrument wird vom Pianisten zum Leben erweckt! Und hier macht Übung den Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Üben Sie, Sie können nichts kaputt machen, der Baukasten ist sehr bedien-tolerant. Ich habe bei der Entwicklung hohen Wert auf &amp;quot;Bediener-Komfort&amp;quot; und darauf gelegt, &amp;quot;Bedienungsfehler&amp;quot; (grausame Ausrede inkompetenter Entwickler) automatisch abzufangen. Vieles von dem was Sie tun überprüfet ein Algorithmus im Hintergrund auf Plausibilität – und meldet sich! &lt;br /&gt;
:Stöbern Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Ungeduldige ==&lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm&amp;quot; zeigt (nach Initialisierung der kostenlosen Test- und Demo Version) einen Bewegungsablauf. Clicken Sie in der Grafik (oben links) &amp;quot;Control-Center&amp;quot;; eine Maske erscheint; clicken Sie (Maske mitte unten) &amp;quot;Simulation Bewegung / vorwärts&amp;quot;; der Arm fährt eine Bewegungsbahn.  &lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm_schief&amp;quot; ist Beispiel einer komplexen Inversen Kinematik mit in sich gedrehtem Arm (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
* Strategie-Demo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: verlassen Sie das 'Control-Center'. In der 3D Grafik (oben rechts) finden Sie den Button 'Demo-Menü'. Die Demo-Beispiele zeigen mögliche Bewegungs-Strategien – und geben einen Einblick in die Problematik kinematischer Überbestimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Lernwillige ==&lt;br /&gt;
* führt dieses Handbuch Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten des 3D Gelenk-Baukastens. Sie finden eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Bewegungsbahn selbst zu generieren oder aus einem CAD-System zu importieren. Zu Maskenfunktionen finden Sie ein &amp;quot;wie, warum und wozu&amp;quot;! &lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; im Anhang des Manuals zeigt (hoffentlich) praxisorientiert, wie die Demo-Datei generiert wurde. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über die &amp;quot;normale&amp;quot; Knickarm-Robotik hinaus beherrscht der Programm-Algorithmus &lt;br /&gt;
: - in der Länge veränderbare Teleskop-Achsen sowie &lt;br /&gt;
: - kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parametrierung ==&lt;br /&gt;
* Die Roboter-Mathematik dieses Baukastens ist entsprechend der mechanischen Roboter-Hardware individuell parametrierbar; mehr hierzu im orig. Handbuch / Kapitel Supervisor-Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bildschirm- und Maskenaufbau =&lt;br /&gt;
==Bildschirm ==&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben links&lt;br /&gt;
: Grafik:  Stilisierte Armstellung im 3D-Raum. &lt;br /&gt;
: Der 3D-Raum ist kontinuierlich zwischen Maus &amp;amp; Vogelperspektive einstellbar. Die Einstellung hat keinen Einfluß auf die Berechnung. &lt;br /&gt;
: - In der Grafik oben links der Button 'Control-Center', der die Maske aufruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben rechts&lt;br /&gt;
: ganz oben Perspektiv-Schieber, darunter die  aktuellen XYZ Koordinaten aller Gelenke.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm unten links / rechts&lt;br /&gt;
: Kinematische Bewegungsdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedienerhinweise ==&lt;br /&gt;
* '''Sprachumschaltung :'''  Maske 'Start'  (derzeit Deutsch / English, weitere Sprachen möglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maske 'Robotic'===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Maske 'Robotic' ''' mag zunächst &amp;quot;erschlagend&amp;quot; wirken, ermöglicht jedoch ''ohne Maskenwechsel'' nahezu alle kinematischen Funktionen und Befehle: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Direkte''' (vorwärts) '''Kinematik''', &lt;br /&gt;
* Berechnung der XYZ-Koordinaten des TCP aus Winkelstellung der Knickarme &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inverse''' (rückwärts) '''Kinematik''' &lt;br /&gt;
* Berechnung der Knickarm-Winkelstellung aus vorgegeben XYZ-Koordinaten des TCP&lt;br /&gt;
* freie, interaktive Off-line Entwicklung einer Bewegungsbahn aus linearen, Kreis- &amp;amp; Spiral-Elementen sowie 3D-Bézier Kurven.&lt;br /&gt;
* automatische Transformation einer extern vorgegeben Bewegungsbahn &lt;br /&gt;
* 8 frei wählbare Bewegungsstrategien der Knickarme &lt;br /&gt;
* sowie die Möglichkeit, Knickarm Roboter zusätzlich auf XYZ-Portal zu verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last not lease&lt;br /&gt;
* 3D-Visualisierung der Roboter Knickarme und einer Bewegungsspur des TCP aus frei wählbarer Maus- bis Adler-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieses Leistungsspektrum mag &amp;quot;erschlagen&amp;quot;; wir betrachten es schrittweise. Zunächst den Maskenaufbau. Grundsätzlich gilt: Sie können nichts kaputt machen – probieren Sie!&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo_Maske_Inv-Kinematik_Deutsch_04.gif|800px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Maske zeigt 3 Säulen''', &lt;br /&gt;
: '''links''': inverse Kinematik &amp;amp; Bahngenerator, '''rechts''': direkte Kinematik, '''Mitte''': Zusatzfunktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik invers ====	&lt;br /&gt;
alle Werte dieses Blocks (links oben) beziehen sich auf den TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die aktuelle Ist-Position wird im XYZ-Koordinatenfenster (ganz oben) angezeigt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Linear'''&lt;br /&gt;
* Ziel Position (absolut). &lt;br /&gt;
: Der Wert wird im XYZ-Koordinatenfenster eingegeben. &lt;br /&gt;
: Falls sinnvoll, kann der Ist-Wert zuvor ins Ziel-Feld kopiert (Übernahme 'Ist-Position') und danach geändert werden. Wahlweise wird diese Ziel Position als ''Neuer Datensatz'' (DS-Neu) hinzugefügt oder der aktuell gewählte ''Datensatz korrigiert'' (DS-Korrektur).&lt;br /&gt;
: Die Achs-Winkelwerte werden hieraus OnLine errechnet und dem aktuellen Datensatz (s.u.) hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ziel Position (Offset).&lt;br /&gt;
: Der Offset bewegt den TCP - bezogen auf seine aktuelle Position - stets um den gleichen Wert mit den Doppel-Pfeiltasten wahlweise vorwärts / rückwärts. Er ist entweder &lt;br /&gt;
:* als kartesischer Zielwert (XYZ) oder &lt;br /&gt;
:* als Vektor-Hub führ in eine teleskopartige 'Unter-Arm'-Bewegung definierbar. &lt;br /&gt;
: Der aktive Offset färbt sich 'rot'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurve'''&lt;br /&gt;
Bézier / Kreis &amp;amp; Spirale (ab Controller-Version 5.6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedienerführung wählt aus 2 recht ähnlichen LayOuts. Ein jeweils einzelner 'Button' führt bei beiden Bahnkurven durch die Prozeßschritte. Die Bahn Stützpunkte werden zunächst errechnet, die Bahn als 3D Vorschau zur visuellen Kontrolle / Korrektur gezeigt und nach Freigabe die Armbewegungen in Inverser Kinematik aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3D-Bezier &lt;br /&gt;
:Die Bézier 3D Funktion verbindet zwei getrennte (lineare Teleskop-) Bahn-Segmente beliebiger Vektorlage mit den &amp;quot;weichen Übergängen&amp;quot; einer 3D-Bézier Kurve. Der Kurven Generator schlägt 3 Bezier Lösungen zur Auswahl 'per Click' vor. Diese können &amp;quot;so wie sie sind&amp;quot; akzeptiert oder per Doppelpfeil individuell gestaucht bzw. gestreckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kreis &amp;amp; Spiral Generator &lt;br /&gt;
:kennt 3 Modi: Kreise oder Spiralen (archimedisch, zylindrisch bzw. deren Kombination) sind frei parametrierbar. Sie schmiegen sich entweder tangential an (Mod. 1) oder sind im 3D-Raum frei positionierbar (Mod. 2). Per Doppelpfeil können sie wahlweise um ihren Mittelpunkt oder den peripheren Tangentenpunkt gedreht /orientiert werden. &lt;br /&gt;
:Modus 3: Aus einer Datenliste der Segment-Eckpunkten werden die Kreisbahn Stützpunkte berechnet; das ist das Beispiel  &amp;quot;Labyrinth von Chartres&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Datensatz''' &lt;br /&gt;
: wählen Sie den zu bearbeitenden Datensatz mit seiner Ordnungs-Nr. oder den Pfeiltasten. Falls bereits mehrere Datensätze vorhandenen sind und Sie den letzten einer Liste aufrufen wollen, clicken Sie 'Anschluß DS (suchen)'. So Sie einen vorhandenen aus der Liste löschen oder einen zusätzlichen einfügen wollen, clicken Sie: 'DS-Neu' / 'DS-Löschen'.&lt;br /&gt;
: Es kann sinnvoll sein, die Anfahr-Koordinaten eines Zieles vom Ziel aus gesehen &amp;quot;rückwärts&amp;quot; zu entwickeln. In der Praxis können hierbei zunächst 2 getrennte Bewegungsfragmente (Start-Fragment / Ziel-Fragment) entstehen, die es zu schließen gilt. Die Rast-Taste 'vorwärts / rückwärts' wählt in Zusammenarbeit mit 'Anschluß DS (suchen)' das entsprechende Fragment und dreht die Suchrichtung im 'Ziel-Fragment' um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''3D-Perspektive &amp;amp; Zoom'''&lt;br /&gt;
: wählen Sie mit den Doppel-Pfeiltasten die 3D-Perspektive. Der Knopf 'Reset' führt aus &amp;quot;unglücklichen&amp;quot; Perspektiven zurück in eine klassische 3D-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Parallel hierzu zeigt das Daten-Modul im Info-Feld – oben rechts neben der Grafik – die gewählten Perspektivwinkel numerisch. &lt;br /&gt;
: - Bei nicht aktivem Control-Center sind die Schieber des Info-Feldes aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ab Version 5.7 kann das rechtshändige Koordinatensystem (Z-Achse zeigt vorwärts aus der Zeichenebene) in ein linkshändiges 'gespiegelt'  werden (Z-Achse zeigt nach hinten). &lt;br /&gt;
:* Beachten Sie bitte: &lt;br /&gt;
:: Die Umschaltung der perspektivischen Darstellung hat auf die kinematischen Berechnungen keinerlei Einfluß. &lt;br /&gt;
:: Diese  'Spiegelung'  dient lediglich der optischen Anpassung an die perspektivische Erwartung. Merke: ''Spiegelung''  ist nicht durch  ''Drehung''  erreichbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bewegungsstrategie / Silhouette'''&lt;br /&gt;
: Mehreren Bewegungsstrategien stehen zur Auswahl. Beispiele, wie diese Strategien arbeiten, finden Sie im Makro-Menü unter &amp;quot;Strategie-Demo…&amp;quot;. Die gewählte Bewegungsstrategie bestimmt den Algorithmus der inversen Kinematik. &lt;br /&gt;
: - Clicken Sie eine Strategie Ihrer Wahl. Im oberen Fenster-Bereich erscheint eine Info, ob diese für Parallel Kinematik, Schief Kinematik oder beide geeignet ist (vgl. Tutorial).&lt;br /&gt;
: - Ein Wechsel zwischen den Bewegungsstrategien ist jederzeit möglich. &lt;br /&gt;
: - Die Strategien 6 und 7 erzeugen ab Handgelenk-Punkt lineare Bewegungen und somit konstante Orientierung der Abtriebs-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Koordinaten Liste''' &lt;br /&gt;
: Die Liste extern erzeugter XYZ Koordinaten des TCP wird - entsprechend der Bewegungsstrategie - in die Winkel der Knickarme transferiert; schrittweise oder automatisch für die gesamte Liste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Simulation Bewegung''' &lt;br /&gt;
: Die Bewegungssimulation visualisiert im zügigen Durchlauf die einzelnen Datensätze. Die bereits bekannte Rasttaste 'vorwärts / rückwärts' bestimmt die Laufrichtung: &lt;br /&gt;
: ''Vorwärts'': Start-Punkt bis zum aktuellen Datensatz / aktueller Datensatz bis Zielpunkt &lt;br /&gt;
: ''Rückwärts'': In umgekehrter Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Spur'''&lt;br /&gt;
: Die Bewegungsspur des TCP läßt sich per Rasttaste zu/abschalten. Angezeigt wird die Spur zwischen Startpunkt und dem (beim Clicken der Taste) aktuellen Datensatz. Sie kann über die Tasten 'Simulation Bewegung' bzw. die Befehlsgruppe 'Datensatz' mit den Doppel-Pfeiltasten frei durchlaufen und so ein gesuchter Datensatz visuell gefunden werden. Mit Aufruf der Maske wird die Spur automatisch aktiviert – und kann ggf. abgeschaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Stop'''&lt;br /&gt;
: eine 'Stop-Taste' erscheint, sobald ''Simulation Bewegung'' oder ''Koordinaten Liste automatic'' gewählt ist. Die Funktion bricht ab, der Datensatz wird zum aktuellen Datensatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik direkt ==== &lt;br /&gt;
: Dieses Feld (rechts oben) zeigt Winkelschieber für 12 Achsen (A/B bis L/M) sowie den aktuell eingestellten Winkelwert, wahlweise im 0-360° oder -180° / +180° System. Nur die Schieber, die im Rahmen der Parametrierung aktiviert wurden, sind aktiv. &lt;br /&gt;
:* Die direkte Kinematik dient in erster Linie dazu, eine &amp;quot;vernünftige Startposition&amp;quot;, die Orientierung des TCP-Trägerarmes als Ausgangspunkt der inversen Kinematik oder auch Stützpunkte zur Umfahrung eines Hindernisses manuell zu bestimmen. Man braucht sie selten, aber man braucht sie. Vieles ist hier Sisyphus &amp;amp; Try and Error. &lt;br /&gt;
:* Ist in direkter Kinematik eine Winkelposition gefunden, so kann sie der Datensatz-Liste über den Button 'DS-Neu' bzw. DS-Korrektur' (s. unten) direkt zugeführt werden. &lt;br /&gt;
:* Hat nach dem Gesetz der größten Gemeinheit Murphy zugeschlagen und die Knickarme stehen völlig daneben, so können die Schieber mit den Doppel-Pfeiltasten des Bereiches Datensatz auf die Werte des List-Datensatzes synchronisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Basiskoordinate Portal''' 			rechts unten &lt;br /&gt;
: Koordinaten und Winkel-Berechnungen referenzieren auf den Achs-Fußpunkt XYZ. &lt;br /&gt;
:* Komplexe Robotersysteme arbeiten mit verfahrbarem Fußpunkt auf XYZ-Portal. Der Algorithmus inverser Kinematik berücksichtigt bei der Knickarm Berechnung die in direkter Kinematik vorgewählte Portal-Kordinate. &lt;br /&gt;
:* Die Verschiebung der Basiskoordinaten ermöglicht es auch, eine feste Fußpunkt Position entsprechend den kinematischen Möglichkeiten der Roboter-Mechanik zu optimieren.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Button 'DS Neu' &amp;amp; 'DS Korrektur' ''' &lt;br /&gt;
: Sie finden diese Funktionen in den Bereichen inverse sowie direkte Kinematik. &lt;br /&gt;
: Per 'DS Korrektur' ändern Sie den aktuellen Datensatz, 'DS Neu' generiert einen zusätzlichen Datensatz am aktiven Ende eines Datensatz-Blocks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist 'DS Neu' de-aktiviert, sobald der aktuell gewählte Datensatz sich nicht am Block-Ende befindet; gleichsinniges gilt für die Offset Doppel-Pfeiltasten. Wollen Sie größere Änderungen vornehmen, so sollten Sie (im Feld 'Datensatz')&lt;br /&gt;
:* per 'DS Einfügen' einen Datensatz an aktueller Stelle einfügen, &lt;br /&gt;
:* per 'Anschluß DS suchen' das aktive Ende des Blockes (vorwärts/rückwärts) aufsuchen. &lt;br /&gt;
::Die Taste 'DS Neu' wird aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Koordinaten &amp;amp; Datensatz-Liste ==&lt;br /&gt;
Im unteren Teil des Bildschirmes werden (ab Zeile 51) die Kinematischen Bewegungsdaten zeilenweise gespeichert; links die XYZ-Koordinaten, rechts deren korrespondierende Winkel. &lt;br /&gt;
Über die Maske haben Sie direkten Zugriff auf bereits erstellte oder entstehende Datensätze sowie deren Korrektur.  Die in der Maske angezeigte Ordnungs-Nr. des Datensatzes wird mit dem Cursor ergänzend markiert. Sie finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 1 	      / 	(A)		Ordnungs-Nr. der Bewegungsstrategie&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 2 bis 4      / 	(B bis D)	Soll-Koordinate XYZ	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 5               / 	(E)		Soll-Vektor-Offset	des TCP (relativ)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 7 bis 9       / 	(G bis I)	Ist-Koordinate XYZ 	Portal / Fußpunkt  *)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 14 bis 16   / 	(N bis P)	Ist-Koordinate XYZ 	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 39 bis 50   / 	(AM bis AX)	Winkelwerte Achsen (A/B bis L/M)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Portal / Fußpunkt Ist-Koordinate''' &lt;br /&gt;
:* Sind in der Liste keine Fußpunkt-Koordinaten vorhanden, so arbeitet der Algorithmus &amp;quot;mit 0-Wert&amp;quot;. Arbeiten Sie mit dem Bahn-Generator, so werden Portal Koordinaten in der Koordinatenliste nur ausgewiesen, wenn sie von 0 abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Sind Fußpunkt-Koordinaten in der Liste vorhanden, so werden sie als Offset berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bahnsteuerung =&lt;br /&gt;
==CAD-Import ==&lt;br /&gt;
Sind Soll-Koordinaten (z.B. aus einem CAD-Programm) vorhanden, so werden sie zunächst mit den Excel-üblichen Befehlen in den Bereich der Sollkoordinaten (Spalten 2 bis 4 / bzw. B bis D) des Datenmoduls ab Zeile 50 übertragen. Das Programm generiert aus diesen TCP Soll-Koordinaten entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) die Winkelstellung der Knickarme und schreibt sie in das Bewegungsprotokoll. Hierzu werden die  Koordinaten entweder über den Button 'DS-Schritt' (Step by Step) aufgerufen oder per 'DS-Automatic' als Datenblock verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahngenerator ==&lt;br /&gt;
Sind keine (extern ermittelten) Soll-Koordinaten vorhanden, so müssen sie interaktiv generiert werden (Offline Teach-In). Die TCP-Bahn-Stützpunkte werden wahlweise als XYZ-Wert Absolut oder als Offset eingegeben und per 'DS Neu' bzw. 'DS Korrektur' verarbeitet. Der Bahngenerator &lt;br /&gt;
:- visualisiert &amp;quot;Real-time&amp;quot; die Bewegung im 3D-Raum entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) &lt;br /&gt;
:- erlaubt hierbei beliebig &amp;quot;Try &amp;amp; Error&amp;quot; und &lt;br /&gt;
:- erzeugt die XYZ-Koordinatenliste des TCP sowie das Knickarm-Bewegungsprotokoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Ein '''3D-Bézier Kurven Generator''' (s.u.) verbindet gefundene TCP-Bahn-Stützpunkte. Die vorgeschlagenen Bahnkurven sind individuell anpaßbar. &lt;br /&gt;
:- Ein '''Kreis Generator''' erzeugt frei im Raum positionierbare Kreis- und Spiralbahnen. ('''Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spirale''' und Kombinationen hieraus – links- rechtsläufig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CAD-Import''' und '''Bahngenerator''' greifen auf die gewählte Bewegungsstrategie zurück und ermöglichen eine kontinuierliche oder schrittweise Kontrollfahrt. Bestimmen Sie ggf. in direkter Kinematik eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Startpositionierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer interaktiven Arbeitssitzung erzeugt/speichert das Programm ein Bahnprofil mit Koordinaten und Winkelwerten. Wurden diese mit dem Bahngenerator erzeugt, so kann aus den gewonnenen Ist-Koordinaten eine ähnliche &amp;quot;parallel versetzte&amp;quot; Bahn mit den EXCEL-üblichen Befehlen &amp;quot;recht bequem&amp;quot; generiert werden: Die per Bahngenerator erzeugte Ist-Koordinatenliste wird mit entsprechendem Offset in den Soll-Koordinaten Bereich übertragen und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' erneut verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stellt sich heraus, daß ein Zielpunkt außerhalb der kinematischen Möglichkeiten liegt und daß das Problem durch verschieben des Roboter 'Schulter bzw. Fußpunktes' zu lösen sei, so muß nicht die bisherige Arbeit erneuert werden: Über den Portal-Offset wird eine neue Basisposition gewählt und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' ein neues Bewegungsprofil bei geändertem Fußpunkt erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Portal-Offset ist im Masken Bereich der 'direkten Kinematik' korrigierbar. &lt;br /&gt;
:- Der hier eingegebene Wert wird für den aktuellen Datensatz in der Koordinaten-Liste gespeichert. Clicken Sie hierzu den Button 'DS Korrektur' bzw. 'DS Neu'. &lt;br /&gt;
:- Um den bisherigen Portal-Offset beizubehalten, clicken sie den 'Doppelpfeil'  &amp;quot;rauf/runter&amp;quot; (im Feld Datensatz) je einmal, der bisherige Offset wird synchronisiert. &lt;br /&gt;
:- Beachten Sie hierzu die Supervisor-Information  'Parameter &amp;amp; Datenkonformität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TCP Spur ==&lt;br /&gt;
Die Grafik visualisiert aus beliebiger Perspektive die aktuell errechnete Winkelstellung der Knickarme im 3D-Raum und  (zu-/abschaltbar) die Bewegungsspur des TCP. Die Perspektiv-Einstellung hat keinen Einfluß auf die kinematische Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategien ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;..  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Strategien kann beliebig gewechselt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Wird die Arm-Position mit den Schiebern &amp;quot;in etwa&amp;quot; vorgewählt, so ermittelt der Algorithmus die Vektorlagen der Arme mit o.g. Präzision, ein Hindernis kann mit der Halb-Automatic so umfahren werden. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot; der Silhouette; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenkpunkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
sind Voll-Automatic Funktionen, sie generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position; diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
Der Algorithmus eignet sich für Bewegungen, denen genügend Arbeitsraum zur Verfügung steht, er benötigt wenige Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb jeder einzelnen Bewegungsstrategie verlaufen die Armbewegungen konsistent und erwartungsgemäß. &lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel ist jederzeit möglich, führt jedoch über eine im Detail undefinierte Streck-Bewegung des Armes. In dieser Bewegungsphase besteht erhöhte Kollisionsgefahr. Vgl. Tutorial / Kochbuch: 'Singularität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel &amp;amp; Teleskope ===&lt;br /&gt;
ähneln o.g. Voll-Automatic Funktionen. Der &amp;quot;End-Effektor&amp;quot; wird in paralleler Ebene zu sich selbst, bzw. in der Vektororientierung seiner eigenen Achse bewegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungsstrategie 'parallel' verwendet hierzu den absoluten bzw. relativen XYZ-Wert. 'Teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage entsprechend dem geforderten Vektor-Hub individuelle XYZ-Bewegungskomponenten, die per Knickarm-Kinematik zu einer teleskopartigen Bewegung des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot;  bzw. &amp;quot;Unterarmes&amp;quot; führen.&lt;br /&gt;
* Die Winkelorientierung dem Unterarm ggf. kaskadisch folgender Achsen bleibt bei beiden Strategien erhalten&lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel Parallel / Teleskop ist jederzeit ohne erhöhte Kollisionsgefahr möglich. Der Arbeitsbereich ist kleiner als der anderer Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier Generator ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben die wunderbare Eigenschaft, nicht nur 2 Punkte zu verbinden: &lt;br /&gt;
* Die Kurve läßt sich in weiten Grenzen mit mathematisch gut beherrschbaren &amp;quot;Anfassern&amp;quot; beliebig formen. Besonders hilfreich ist es, daß die Bézier Kurve ihre &amp;quot;Anfasser&amp;quot; punktgenau tangential verläßt bzw. tangential einläuft, vgl. Tutorial. &lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden so gehen beide nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Soweit die Theorie. Mehr hierzu unter: http://www.cnc-mac.de/html/bezier___spline_.html. In der Praxis bedarf es erheblicher Übung, mit den Anfassern eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Kurve zu generieren. Wir überlassen dies dem Bahngenerator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator fügt eine drei dimensionale Bézier Kurve mit 20 Stützpunkten ein, die Ihnen zur Beurteilung zunächst lediglich in der 3D-Grafik gezeigt wird. Im Sinne besserer Übersichtlichkeit werden alle anderen Bewegungsbahnen bis auf diese Kurve ausgeblendet.  &lt;br /&gt;
* Der Bahngenerator bestimmt aus der Vektorlage der zu verbindenden Bahn-Segmente deren Tangentenlage im 3D Raum und berechnet 3 Vorschlagsformen der Kurve, diese können recht ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich sein. &lt;br /&gt;
:- Per Click wählen Sie eine hiervon. &lt;br /&gt;
:- Mit den beiden 'Doppelpfeil-Tasten' ändern sie den Formfaktor (Amplitude) der gewählten Kurve. &lt;br /&gt;
Falls Sie die Kurvenorientierung ändern möchten, korrigieren Sie deren Tangenten-Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffnungswinkel und Abstand''' zum theoretischen Tangenten Schnittpunkt '''bestimmen in unterschiedlicher Gewichtung die 3 Basis-Kurven'''. &lt;br /&gt;
* Bei einem Öffnungswinkel von 90° und &lt;br /&gt;
:* gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt erzeugen Kurve 1) und 2) einen exakten ¼ Kreis. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
:* unterschiedlichem Abstand erzeugt Kurve 1) ein Oval, Kurve 2) eine Ellipse. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei anderen Öffnungswinkeln kommt die Vielfalt Béziers zum Tragen: &lt;br /&gt;
:* Kurve 1) verbindet die Bahn-Segmente bei beliebigem Öffnungswinkel jedoch gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt mit einem Kreissegment. &lt;br /&gt;
:* Tendenziell erzeugt Kurve 2) &lt;br /&gt;
::- bei flachen Öffnungswinkeln flachere Verrundungen als Kurve 1), &lt;br /&gt;
::- bei spitzeren Öffnungswinkeln spitzere Verrundungen als Kurve 1). &lt;br /&gt;
:* Liegen die Tangenten der zu verbindenden Segmente parallel, so erzeugt Kurve 1) einen Halbkreis, Kurve 2) eine Halb-Ellipse.&lt;br /&gt;
:* Kurve 3) &amp;quot;reagiert stärker&amp;quot; auf Änderungen des Öffnungswinkels und der Schnittpunktlage als die beiden anderen; dies kann in sehr &amp;quot;elegante&amp;quot; aber auch völlig unbrauchbare Kurven führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liegen zu verbindenden Bahnsegmente &amp;quot;parallel versetzt&amp;quot; (oder auch &amp;quot;schräg versetzt&amp;quot;), so werden sie mit einem &amp;quot;S-Bogen&amp;quot; verbunden; die Ausprägung des &amp;quot;S-Bogens&amp;quot; ist bei den 3 Kurven recht unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Für die Bedienung des Bahngenerators bedeutet dies, zwischen 'bestimmter' und 'unbestimmter' Bewegungs-Bahn zu unterscheiden. Die 'bestimmte' Bewegungs-Bahn ermöglicht einen präzis geführten Werkzeugeingriff, die 'unbestimmte' Bahn dient vorzugsweise einer &amp;quot;eleganten&amp;quot; Werkzeugbewegung im Raum ohne Werkzeugeingriff. Bahnsegmente mit Werkzeugeingriff generieren Sie in 'Inverser- Kinematik' mit den Bewegungsstrategien 1) bis 7). &lt;br /&gt;
* Muß die &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; Bahn präzise über einen oder mehrere ''bestimmte'' Raumpunkt geführt werden, so teilen Sie die Bahn in Segmentabschnitte. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. Ein gemeinsames Stützpunkt-Paar bestimmt die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier-Bahn &amp;amp; Arbeitsbereich ===&lt;br /&gt;
Der Bézier Kurven Generator prüft, ob die vorgeschlagene Kurve im Arbeitsbereich des Roboters liegt. Ob diese Kurve in 'Inverser Kinematik' durch den Roboterarm realisiert werden kann, hängt von den parametrierten Grenzwinkeln ab (vgl. Supervisor-Information). Die Algorithmen der 'Inversen Kinematik' melden ggf. eine 'Winkelwert Überschreitung'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kurve in eine 'Winkelwert Überschreitung' führt, haben Sie 2 Korrekturmöglichkeiten: &lt;br /&gt;
* Wählen Sie testweise eine andere der vorgeschlagenen Kurven oder stauchen Sie sie mit den Doppelpfeil-Tasten (Formfaktor &amp;lt; 1). &lt;br /&gt;
* Fahren Sie den Zielpunkt nicht über den kürzesten Weg an, sondern drehen Sie die Arme über die &amp;quot;Winkelposition 0°&amp;quot; zurück. Führen Sie den Roboterarm hierzu über &amp;quot;Hilfs-&amp;quot; Raumpunkte in die Ziel-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreise &amp;amp; Spiralen ===&lt;br /&gt;
wären als Cascadierter Bézier Spline zwar mit hoher Präzision möglich, jedoch ist die klassische Mathematik vorteilhafter, zumal hier ein höherer Bedien-Komfort realisierbar wird.&lt;br /&gt;
Im Sinne intuitiver Bedienung orientiert sich die Parametereingabe für Kreise &amp;amp; Spiralen an den beschriebenen Bézier-Abläufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreise erreichen nach einem 360° Umlauf Ihren Startpunkt, Spiralen drehen hierüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Sind für ein Kreiselement der Start und Endpunkt aus vorhandenen Anschluß Koordinaten ableitbar, so erfragt das Programm die Mittelpunktkoordinate und den Drehsinn. - Ist nur die Startkoordinate bekannt, so wird ergänzend der Drehwinkel abgefragt. &lt;br /&gt;
* Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spiralen erfordern zusätzlich die Angabe ''Steigung pro Umdrehung''.&lt;br /&gt;
Vorschlagswert hieraus sind Kreis Koordinaten für tangentialen Bahn Einlauf, abweichend ist jede beliebige Kreis- / Spirallage im 3D Raum per  'Doppelpfeil Taste'  individuell möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  '''''Kochbuch Inverse Kinematik'''''  finden Sie eine &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Positionierung &amp;amp; Orientierung ==&lt;br /&gt;
* Die Positionierung bestimmt die kartesische XYZ-Position des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; im Raum, &lt;br /&gt;
* die Orientierung unter welchen Winkeln er steht. &lt;br /&gt;
Beide Werte zusammen definieren seine Vektorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte, &amp;quot;Haupt-Achsen parallele&amp;quot; Ausrichtung des End-Effektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine kostengünstige Lösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Demo-Beispiel  ''Labyrinth von Chartres''  steht der Roboterarm zunächst senkrecht in 'Home-Position'. Bei Eintritt in das Labyrinth weist der 'End Effector' Arm G/H 'senkrecht nach unten'. &lt;br /&gt;
* Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung gewechselt! &lt;br /&gt;
:Per Bewegungsstrategie 6) bzw. 7) wird diese Orientierung mit höchster Präzision beibehalten. Im Beispiel liegt der Orientierungsfehler am Bahn-Ende – nach etwa 1000 Bahnpunkten – in der Größenordnung 1/10 Promille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres TCP Orientierung 02.gif|1500px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Orientierungswechsel des End Effektors währen der 3D-Bézier-Fahrt'''. - Das Demo-Beispiel ändert auch die Betrachtungsperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierung des End Effektors ===&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator berechnet einen Neuen Datensatz stets basierend auf der aktiven / aktuell angezeigten Ist-Position und der hierzu gehörenden Orientierung.&lt;br /&gt;
* Soll die Orientierung bei Beibehaltung der Bahn-Position korrigiert werden, so wird zunächst die aktuelle Position per Button 'Übernahme Ist-Position' &amp;quot;vorgemerkt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* In Direkter Kinematik wird die gewünschte Orientierung 'per Schieber' gewählt. &lt;br /&gt;
:- Diese Um-Orientierung führt zunächst in eine Änderung der Position! &lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;zuvor vorgemerkte&amp;quot; Position wird in der neu gewählten Orientierung mit 'Strategie 6) parallel' in 'Inverser Kinematik' angefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachten Sie, daß eine Um-Orientierung bei großer Schrittweite (horizontal / senkrecht) über undefinierte Detail-Bewegung führen kann. Legen Sie diese Bewegungsphase in einen unkritischen Bewegungsbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Hilfreich zur Kontrolle ist die Koordinaten-Übersicht unmittelbar rechts neben der Grafik.&lt;br /&gt;
:- Für eine senkrechte Orientierung der Achse G/H sind deren X und Z-Koordinaten gleich, &lt;br /&gt;
:- für eine horizontale die Y-Koordinaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mit den Schiebern B/C,  D/E,  F/G stellen Sie eine senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors G/H in beliebiger Position ein. &lt;br /&gt;
:- Beträgt die Winkelsumme 0° bzw. 180°, so steht er senkrecht, bei 90°/270° horizontal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Bézier&amp;quot;- Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Der Bahngenerator erzeugt tangential in die Anschlußsegmente einlaufende 3D Bézier-Kurven. Wurden die Anschlußsegmente mit 'Strategie 7), teleskopisch' erzeugt, so steht der End Effektor in diesem Datensatzbereich ebenfalls tangential. Die 'Strategie 6) parallel' übernimmt diese &amp;quot;auslaufenden Orientierung&amp;quot; – und behält sie bei. Allerdings wird diese Orientierung nur selten die Orientierung des Anschlußsegmentes der einlaufenden Bahn sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''produktspezifische'' Lösung dieser Aufgaben finden Sie im PDF-Handbuch. Das '''Kochbuch''' ''Inverse Kinematik'' führt ergänzend &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; durch diesen Themenkreis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik ==&lt;br /&gt;
Ist ein Knickarm Roboter auf Portal verfahrbar, so überlagern sich beide Bewegungskomponenten. Dies erhöht die Anzahl der Freiheitsgrade enorm. Um trotzdem gezielt Einfluß auf die Kinematik nehmen zu können, referenziert die Berechnung der Knickarm-Winkel auf die aktuelle Fußpunkt Position. &lt;br /&gt;
* Wählen Sie eine ''Fußpunktposition'' in  ''Direkter Kinematik'' und die ''XYZ-Zielkoordinate'' des TCP im Maskenbereich der  ''Inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
* Beide Bewegungskomponenten lassen sich so zu einer komplexen Gesamtbewegung kombinieren – und bestimmen die Orientierung des TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die TCP Position bei geänderter Fußpunkt Koordinate beibehalten werden, so &lt;br /&gt;
:- clicken Sie zunächst den Button 'Übernahme Ist-Position' (Feld  'Zielposition absolut'), &lt;br /&gt;
:- korrigieren Sie die Fußpunkt Koordinate, &lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Neu' (Bereich  direkte Kinematik)&lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Korrektur' (im Feld  'Zielposition  absolut'). &lt;br /&gt;
* Diese Orientierungsänderung bei gleicher XYZ-Position führt in eine &amp;quot;Biege-Bewegung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionierfehler &amp;amp; Watchdog ==&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie die Soll-Werte erzeugt wurden, werden die Datensatz Ist-Werte in inverser Kinematik entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie berechnet und als korrespondierende Knickarm-Winkel gespeichert. In direkter Kinematik wird aus diesen Knickarm-Winkeln der XYZ-Wert des TCP errechnet. Das Verfahren mag umständlich sein, ermöglicht jedoch einen Soll/Ist Vergleich. Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des TCP liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Watchdog-Algorithmus überwacht intern die Soll/Ist-Abweichung und schlägt ggf. Alarm. Falls der Zielpunkt nicht berechenbar oder kinematisch nicht erreichbar ist, wird eine Fehlermeldung generiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kinematische Bewegungsebenen =&lt;br /&gt;
==Parallele Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der bisher besprochenen Bewegungsstrategien erwarten, daß sich die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; in parallelen Ebenen bewegen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik (vgl. Tutorial) erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schiefe Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Drehmöglichkeit einer Schwenkachse zwischen Schulterpunkt und Handgelenk erhöht die Bewegungsvielfalt enorm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil wird mit einer komplexen Mechanik, einer nochmals gesteigerten kinematischer Überbestimmung und ''parasitären Bewegungskomponenten'' erkauft: &lt;br /&gt;
* Jede schiefwinklige Bewegung eines Armsegmentes beinhaltet neben einer zielführenden Bewegung eine nicht gewünschte Vektorkomponente, die durch Gegenbewegung anderer Armsegmente kompensiert werden muß; der Rechenaufwand steigt extrem – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. Es müssen 3D- Näherungsalgorithmen verwendet werden (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein Watchdog-Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; ggf. generiert er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Version 6.0 wird ein gegenüber den ältern Versionen deutlich schneller und präziser arbeitender Schief-Algorithmus eingeführt, Positionierfehler liegen nunmehr in der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-4&amp;lt;/sup&amp;gt; – und besser. Der Algorithmus beherrscht alle Bewegungsstrategien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm prüft selbstständig, ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere &amp;amp; präzisere Parallel-Algorithmus geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Theorie &amp;amp; Praxis =&lt;br /&gt;
Dieser Praxis orientierte Artikel ist ein produkt-neutralisierter Handbuch-Auszug. &lt;br /&gt;
* Im Orig. Handbuch finden Sie Supervisor-Informationen, wie das Programm der Mechanik-Struktur Ihres Gelenkarmroboters und dessen Maßen angepaßt wird, so daß die Mathematik des ''3D Gelenk-Baukasten'' und Roboter-Mechanik kongruent sind. Die mathematischen Positionierfehler liegen dann in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm - und dies ist gewiß eine Herausforderung an die Robotermechanik!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Anhang zum Handbuch ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; ''Inverse Kinematik''. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
* Theoretischen Background erläutert Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt, vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] &amp;amp; [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28380</id>
		<title>Inverse Kinematik 2 – Praxis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28380"/>
				<updated>2019-08-09T14:12:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach. Ganz so einfach war es dann doch nicht. &lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  ''kostenlose Test und Demo-Version''] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 2 finden Sie Praxis orientierte Problemlösungen. Besprochen werden ein 3D Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
: Hierzu sollten Sie die kostenlose Test und Demo-Version downloaden. &lt;br /&gt;
* Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]] gibt theoretischen Back-Ground. Hier finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, theoretische Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation. Für die Nutzung des Gelenkbaukastens ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu lesen – es kann aber hilfreich sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten =&lt;br /&gt;
: Dieser Artikel ist ein (weitestgehnd) produkt-neutraler Handbuch–Auszug; er orientiert sich jedoch an der auf EXCEL®-Basis realisierten Problemlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systemüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukasten ist aus der Aufgabe entstanden, anwenderorientiert und Hardware neutral &lt;br /&gt;
* Rotations- und Teleskopachsen für Knickarm-Robotersysteme beliebiger Bauart &amp;amp; Geometrie - ggf. auf Portal verfahrbar - mathematisch zusammenzustellen, um deren ''Bewegungsbahn 3D zu simulieren'', &lt;br /&gt;
:* eine gegebene Hardware hierzu produktspezifisch zu parametrieren &lt;br /&gt;
:* oder durch Auswahl geeigneter Hardware Komponenten ein optimales Gesamtsystem zu konfigurieren.&lt;br /&gt;
* Gelenk-Winkel und XYZ-Koordinaten wahlweise  direkt oder invers  zu berechnen und&lt;br /&gt;
* das Roboter-System im 3D-Raum zu visualisieren. &lt;br /&gt;
* In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's berechnet der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh-Achse). Der Algorithmus ermöglicht beliebig viele kaskadierbare Achsen und ist somit erweiterbar.&lt;br /&gt;
* Das Ergebnis steht numerisch (16-stellig / Fließkomma 15 Ziffern) zur Verfügung und wird ergänzend als 3D Grafik visualisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte Kinematik ===&lt;br /&gt;
Die kinematischen Grenzen werden durch Parametrierung der Achs-Längen, ihrer XYZ-Grundorientierung und der max. Achs-Drehwinkel definiert. An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. Die Werte werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inverse Kinematik ===&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt RoBo-mac mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien. Der Algorithmus basiert auf trigonometrischen und iterativen Elementen. Er arbeitet unabhängig von der Vorwärts Kinematik und nutzt diese für die Ergebnis-Visualisierung sowie die  Positionskontrolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; bzw. Tool Center Points (TCP) liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahngenerator ===&lt;br /&gt;
Ein interaktiver Bahngenerator erzeugt individuelle Bewegungsbahnen. &lt;br /&gt;
Der Baukasten beherrscht Kreise, zylindrische &amp;amp; archimedische Spiralen sowie 3D Bézier-Kurven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive==&lt;br /&gt;
'''Achs-Drehwinkel und Perspektive werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo-mac_Baukasten.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive, YouTube===&lt;br /&gt;
Das Original-Video (Bild oben rechts) besteht aus mehr als 3.000 Frames  - das sprengt alles; daher in YouTube:  https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kartesische Koordinaten und Roboter Kinematik=&lt;br /&gt;
Legen wir ein Blatt Papier auf den Tisch und zeichnen mit dem Bleistift ein Achsenkreuz – wir können dies auch mit einem CAD-System am Bildschirm tun – so hat der Kreuzungspunkt per Definition die Bezeichnung &amp;quot;0 / 0&amp;quot;. X- und Y-Wert sind also beide gleich &amp;quot;0&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kreuzungspunkt liegt in einem willkürlichen Versatz zum Papier- bzw. Bildschirmrand, Bildschirm bzw. Papier befinden sich in willkürlichem Abstand und Winkel zum Schreibtischrand, der Schreibtisch steht irgendwo im (Büro-) Raum usw. &lt;br /&gt;
* Jeder dieser Gegenstände hat eine Bezugskante, von der üblicher Weise gemessen wird. Und, jeder dieser Gegenstände wird von einem anderen &amp;quot;umhaust&amp;quot;, - er hat relative Koordinaten zu dieser Umhausung. &lt;br /&gt;
: Eingebetet ist das System relativer Koordinaten in das Weltkoordinatensystem, auf das allerdings nur selten referenziert werden muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir vor der Aufgabe stehen, daß ein Roboter gezielt irgendwo hingreifen oder eine Bewegungsbahn fahren muß, müssen wir den Zielpunkt in einem (kartesischen) Koordinatensystem erfassen auf das auch der Roboter-Fußpunkt referenziert. Während das Kartesische System achsparallel ohne Winkelwerte arbeitet sind Winkelwerte, - kaskadisch aneinander gereiht - der einzige Bezug zwischen Roboter-Fußpunkt und dem &amp;quot;End-Effektor / TCP&amp;quot;; dem Teil, das bewegt und in Position gebracht werden soll (vgl. Bild oben mitte, Pkt. &amp;quot;M&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehwinkel werden in Grad gemessen – so haben wir es in der Schule gelernt! Ein Vollkreis hat 360° (Grad) – und das hat sich eingeprägt, wenngleich es andere Maß Systeme der Winkelmessung gibt: In der Geodäsie wird der Vollkreis mit 400 Gon (Neu-Grad) gemessen. &lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen arbeitet intern im &amp;quot;Bogenmaß&amp;quot;; ein Vollkreis hat den Winkelwert &amp;quot;2 PI&amp;quot; – was nicht ganz zufällig dem Kreisumfang bei Radius = 1 entspricht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Achse kann sich beliebig oft um sich selbst drehen. 2 Umdrehungen entsprechen im (Alt-) Gradsystem einem Drehwinkel von 720°. Mathematisch ist dies unproblematisch, mechanisch ist eine Roboterachse - zumindest bei Gelenk- bzw. Knickarmrobotern - jedoch auf meist eine Vollkreisdrehung – manchmal etwas mehr – beschränkt. SCARA haben meist eine größere Freiheit. Gemeinsam ist diesen Systemen, daß nach Erreichen des maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückgedreht&amp;quot; werden muß. Robotersysteme haben somit zwischen beiden Endlagen einen Nullpunkt, der meist als symmetrisch mittig definiert wird. Sind alle Arme gestreckt, so steht das System in &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; (vgl.Bild oben rechts). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition referenziert jede Drehung eines Armes auf die Stellung des (kaskadisch vorhergehenden) Armes. Gemessen wird der Winkel zwischen den jeweils benachbarten Armen. Eigentlich beträgt der Winkel zwischen gestreckten Armen 180° (im 0° bis 360° System); da andererseits die Streckstellung aller Arme als &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; bezeichnet wird, macht es Sinn, den Bezugsnullpunkt in diese Position zu legen. Das Bezugssystem ist dann als  +/- 180° System definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unsere Aufgabe bezogen, den Roboter gezielt &amp;quot;irgendwo&amp;quot; hingreifen zu lassen, bedeutet dies, das &amp;quot;Irgendwo&amp;quot; kartesisch zu definieren und den Roboter im kartesischen System geeignet zu positionieren, den Rest übernimmt der MATHEMATISCHE 3D GELENK-BAUKASTEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die ersten Schritte =&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich in die Thematik einarbeiten, werden Sie recht schnell zu dem Schluß kommen: &lt;br /&gt;
* Der Gelenkbaukasten bietet kinematische Bewegungsmöglichkeiten die zu beherrschen einige Erfahrung erfordert. Es ist wie beim Klavierspielen: Das Instrument wird vom Pianisten zum Leben erweckt! Und hier macht Übung den Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Üben Sie, Sie können nichts kaputt machen, der Baukasten ist sehr bedien-tolerant. Ich habe bei der Entwicklung hohen Wert auf &amp;quot;Bediener-Komfort&amp;quot; und darauf gelegt, &amp;quot;Bedienungsfehler&amp;quot; (grausame Ausrede inkompetenter Entwickler) automatisch abzufangen. Vieles von dem was Sie tun überprüfet ein Algorithmus im Hintergrund auf Plausibilität – und meldet sich! &lt;br /&gt;
:Stöbern Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Ungeduldige ==&lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm&amp;quot; zeigt (nach Initialisierung der kostenlosen Test- und Demo Version) einen Bewegungsablauf. Clicken Sie in der Grafik (oben links) &amp;quot;Control-Center&amp;quot;; eine Maske erscheint; clicken Sie (Maske mitte unten) &amp;quot;Simulation Bewegung / vorwärts&amp;quot;; der Arm fährt eine Bewegungsbahn.  &lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm_schief&amp;quot; ist Beispiel einer komplexen Inversen Kinematik mit in sich gedrehtem Arm (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
* Strategie-Demo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: verlassen Sie das 'Control-Center'. In der 3D Grafik (oben rechts) finden Sie den Button 'Demo-Menü'. Die Demo-Beispiele zeigen mögliche Bewegungs-Strategien – und geben einen Einblick in die Problematik kinematischer Überbestimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Lernwillige ==&lt;br /&gt;
* führt dieses Handbuch Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten des 3D Gelenk-Baukastens. Sie finden eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Bewegungsbahn selbst zu generieren oder aus einem CAD-System zu importieren. Zu Maskenfunktionen finden Sie ein &amp;quot;wie, warum und wozu&amp;quot;! &lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; im Anhang des Manuals zeigt (hoffentlich) praxisorientiert, wie die Demo-Datei generiert wurde. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über die &amp;quot;normale&amp;quot; Knickarm-Robotik hinaus beherrscht der Programm-Algorithmus &lt;br /&gt;
: - in der Länge veränderbare Teleskop-Achsen sowie &lt;br /&gt;
: - kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parametrierung ==&lt;br /&gt;
* Die Roboter-Mathematik dieses Baukastens ist entsprechend der mechanischen Roboter-Hardware individuell parametrierbar; mehr hierzu im orig. Handbuch / Kapitel Supervisor-Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bildschirm- und Maskenaufbau =&lt;br /&gt;
==Bildschirm ==&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben links&lt;br /&gt;
: Grafik:  Stilisierte Armstellung im 3D-Raum. &lt;br /&gt;
: Der 3D-Raum ist kontinuierlich zwischen Maus &amp;amp; Vogelperspektive einstellbar. Die Einstellung hat keinen Einfluß auf die Berechnung. &lt;br /&gt;
: - In der Grafik oben links der Button 'Control-Center', der die Maske aufruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben rechts&lt;br /&gt;
: ganz oben Perspektiv-Schieber, darunter die  aktuellen XYZ Koordinaten aller Gelenke.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm unten links / rechts&lt;br /&gt;
: Kinematische Bewegungsdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedienerhinweise ==&lt;br /&gt;
* '''Sprachumschaltung :'''  Maske 'Start'  (derzeit Deutsch / English, weitere Sprachen möglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maske 'Robotic'===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Maske 'Robotic' ''' mag zunächst &amp;quot;erschlagend&amp;quot; wirken, ermöglicht jedoch ''ohne Maskenwechsel'' nahezu alle kinematischen Funktionen und Befehle: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Direkte''' (vorwärts) '''Kinematik''', &lt;br /&gt;
* Berechnung der XYZ-Koordinaten des TCP aus Winkelstellung der Knickarme &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inverse''' (rückwärts) '''Kinematik''' &lt;br /&gt;
* Berechnung der Knickarm-Winkelstellung aus vorgegeben XYZ-Koordinaten des TCP&lt;br /&gt;
* freie, interaktive Off-line Entwicklung einer Bewegungsbahn aus linearen, Kreis- &amp;amp; Spiral-Elementen sowie 3D-Bézier Kurven.&lt;br /&gt;
* automatische Transformation einer extern vorgegeben Bewegungsbahn &lt;br /&gt;
* 8 frei wählbare Bewegungsstrategien der Knickarme &lt;br /&gt;
* sowie die Möglichkeit, Knickarm Roboter zusätzlich auf XYZ-Portal zu verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last not lease&lt;br /&gt;
* 3D-Visualisierung der Roboter Knickarme und einer Bewegungsspur des TCP aus frei wählbarer Maus- bis Adler-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieses Leistungsspektrum mag &amp;quot;erschlagen&amp;quot;; wir betrachten es schrittweise. Zunächst den Maskenaufbau. Grundsätzlich gilt: Sie können nichts kaputt machen – probieren Sie!&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo_Maske_Inv-Kinematik_Deutsch_04.gif|800px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Maske zeigt 3 Säulen''', &lt;br /&gt;
: '''links''': inverse Kinematik &amp;amp; Bahngenerator, '''rechts''': direkte Kinematik, '''Mitte''': Zusatzfunktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik invers ====	&lt;br /&gt;
alle Werte dieses Blocks (links oben) beziehen sich auf den TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die aktuelle Ist-Position wird im XYZ-Koordinatenfenster (ganz oben) angezeigt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Linear'''&lt;br /&gt;
* Ziel Position (absolut). &lt;br /&gt;
: Der Wert wird im XYZ-Koordinatenfenster eingegeben. &lt;br /&gt;
: Falls sinnvoll, kann der Ist-Wert zuvor ins Ziel-Feld kopiert (Übernahme 'Ist-Position') und danach geändert werden. Wahlweise wird diese Ziel Position als ''Neuer Datensatz'' (DS-Neu) hinzugefügt oder der aktuell gewählte ''Datensatz korrigiert'' (DS-Korrektur).&lt;br /&gt;
: Die Achs-Winkelwerte werden hieraus OnLine errechnet und dem aktuellen Datensatz (s.u.) hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ziel Position (Offset).&lt;br /&gt;
: Der Offset bewegt den TCP - bezogen auf seine aktuelle Position - stets um den gleichen Wert mit den Doppel-Pfeiltasten wahlweise vorwärts / rückwärts. Er ist entweder &lt;br /&gt;
:* als kartesischer Zielwert (XYZ) oder &lt;br /&gt;
:* als Vektor-Hub führ in eine teleskopartige 'Unter-Arm'-Bewegung definierbar. &lt;br /&gt;
: Der aktive Offset färbt sich 'rot'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurve'''&lt;br /&gt;
Bézier / Kreis &amp;amp; Spirale (ab Controller-Version 5.6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedienerführung wählt aus 2 recht ähnlichen LayOuts. Ein jeweils einzelner 'Button' führt bei beiden Bahnkurven durch die Prozeßschritte. Die Bahn Stützpunkte werden zunächst errechnet, die Bahn als 3D Vorschau zur visuellen Kontrolle / Korrektur gezeigt und nach Freigabe die Armbewegungen in Inverser Kinematik aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3D-Bezier &lt;br /&gt;
:Die Bézier 3D Funktion verbindet zwei getrennte (lineare Teleskop-) Bahn-Segmente beliebiger Vektorlage mit den &amp;quot;weichen Übergängen&amp;quot; einer 3D-Bézier Kurve. Der Kurven Generator schlägt 3 Bezier Lösungen zur Auswahl 'per Click' vor. Diese können &amp;quot;so wie sie sind&amp;quot; akzeptiert oder per Doppelpfeil individuell gestaucht bzw. gestreckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kreis &amp;amp; Spiral Generator &lt;br /&gt;
:kennt 3 Modi: Kreise oder Spiralen (archimedisch, zylindrisch bzw. deren Kombination) sind frei parametrierbar. Sie schmiegen sich entweder tangential an (Mod. 1) oder sind im 3D-Raum frei positionierbar (Mod. 2). Per Doppelpfeil können sie wahlweise um ihren Mittelpunkt oder den peripheren Tangentenpunkt gedreht /orientiert werden. &lt;br /&gt;
:Modus 3: Aus einer Datenliste der Segment-Eckpunkten werden die Kreisbahn Stützpunkte berechnet; das ist das Beispiel  &amp;quot;Labyrinth von Chartres&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Datensatz''' &lt;br /&gt;
: wählen Sie den zu bearbeitenden Datensatz mit seiner Ordnungs-Nr. oder den Pfeiltasten. Falls bereits mehrere Datensätze vorhandenen sind und Sie den letzten einer Liste aufrufen wollen, clicken Sie 'Anschluß DS (suchen)'. So Sie einen vorhandenen aus der Liste löschen oder einen zusätzlichen einfügen wollen, clicken Sie: 'DS-Neu' / 'DS-Löschen'.&lt;br /&gt;
: Es kann sinnvoll sein, die Anfahr-Koordinaten eines Zieles vom Ziel aus gesehen &amp;quot;rückwärts&amp;quot; zu entwickeln. In der Praxis können hierbei zunächst 2 getrennte Bewegungsfragmente (Start-Fragment / Ziel-Fragment) entstehen, die es zu schließen gilt. Die Rast-Taste 'vorwärts / rückwärts' wählt in Zusammenarbeit mit 'Anschluß DS (suchen)' das entsprechende Fragment und dreht die Suchrichtung im 'Ziel-Fragment' um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''3D-Perspektive &amp;amp; Zoom'''&lt;br /&gt;
: wählen Sie mit den Doppel-Pfeiltasten die 3D-Perspektive. Der Knopf 'Reset' führt aus &amp;quot;unglücklichen&amp;quot; Perspektiven zurück in eine klassische 3D-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Parallel hierzu zeigt das Daten-Modul im Info-Feld – oben rechts neben der Grafik – die gewählten Perspektivwinkel numerisch. &lt;br /&gt;
: - Bei nicht aktivem Control-Center sind die Schieber des Info-Feldes aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ab Version 5.7 kann das rechtshändige Koordinatensystem (Z-Achse zeigt vorwärts aus der Zeichenebene) in ein linkshändiges 'gespiegelt'  werden (Z-Achse zeigt nach hinten). &lt;br /&gt;
:* Beachten Sie bitte: &lt;br /&gt;
:: Die Umschaltung der perspektivischen Darstellung hat auf die kinematischen Berechnungen keinerlei Einfluß. &lt;br /&gt;
:: Diese  'Spiegelung'  dient lediglich der optischen Anpassung an die perspektivische Erwartung. Merke: ''Spiegelung''  ist nicht durch  ''Drehung''  erreichbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bewegungsstrategie / Silhouette'''&lt;br /&gt;
: Mehreren Bewegungsstrategien stehen zur Auswahl. Beispiele, wie diese Strategien arbeiten, finden Sie im Makro-Menü unter &amp;quot;Strategie-Demo…&amp;quot;. Die gewählte Bewegungsstrategie bestimmt den Algorithmus der inversen Kinematik. &lt;br /&gt;
: - Clicken Sie eine Strategie Ihrer Wahl. Im oberen Fenster-Bereich erscheint eine Info, ob diese für Parallel Kinematik, Schief Kinematik oder beide geeignet ist (vgl. Tutorial).&lt;br /&gt;
: - Ein Wechsel zwischen den Bewegungsstrategien ist jederzeit möglich. &lt;br /&gt;
: - Die Strategien 6 und 7 erzeugen ab Handgelenk-Punkt lineare Bewegungen und somit konstante Orientierung der Abtriebs-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Koordinaten Liste''' &lt;br /&gt;
: Die Liste extern erzeugter XYZ Koordinaten des TCP wird - entsprechend der Bewegungsstrategie - in die Winkel der Knickarme transferiert; schrittweise oder automatisch für die gesamte Liste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Simulation Bewegung''' &lt;br /&gt;
: Die Bewegungssimulation visualisiert im zügigen Durchlauf die einzelnen Datensätze. Die bereits bekannte Rasttaste 'vorwärts / rückwärts' bestimmt die Laufrichtung: &lt;br /&gt;
: ''Vorwärts'': Start-Punkt bis zum aktuellen Datensatz / aktueller Datensatz bis Zielpunkt &lt;br /&gt;
: ''Rückwärts'': In umgekehrter Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Spur'''&lt;br /&gt;
: Die Bewegungsspur des TCP läßt sich per Rasttaste zu/abschalten. Angezeigt wird die Spur zwischen Startpunkt und dem (beim Clicken der Taste) aktuellen Datensatz. Sie kann über die Tasten 'Simulation Bewegung' bzw. die Befehlsgruppe 'Datensatz' mit den Doppel-Pfeiltasten frei durchlaufen und so ein gesuchter Datensatz visuell gefunden werden. Mit Aufruf der Maske wird die Spur automatisch aktiviert – und kann ggf. abgeschaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Stop'''&lt;br /&gt;
: eine 'Stop-Taste' erscheint, sobald ''Simulation Bewegung'' oder ''Koordinaten Liste automatic'' gewählt ist. Die Funktion bricht ab, der Datensatz wird zum aktuellen Datensatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik direkt ==== &lt;br /&gt;
: Dieses Feld (rechts oben) zeigt Winkelschieber für 12 Achsen (A/B bis L/M) sowie den aktuell eingestellten Winkelwert, wahlweise im 0-360° oder -180° / +180° System. Nur die Schieber, die im Rahmen der Parametrierung aktiviert wurden, sind aktiv. &lt;br /&gt;
:* Die direkte Kinematik dient in erster Linie dazu, eine &amp;quot;vernünftige Startposition&amp;quot;, die Orientierung des TCP-Trägerarmes als Ausgangspunkt der inversen Kinematik oder auch Stützpunkte zur Umfahrung eines Hindernisses manuell zu bestimmen. Man braucht sie selten, aber man braucht sie. Vieles ist hier Sisyphus &amp;amp; Try and Error. &lt;br /&gt;
:* Ist in direkter Kinematik eine Winkelposition gefunden, so kann sie der Datensatz-Liste über den Button 'DS-Neu' bzw. DS-Korrektur' (s. unten) direkt zugeführt werden. &lt;br /&gt;
:* Hat nach dem Gesetz der größten Gemeinheit Murphy zugeschlagen und die Knickarme stehen völlig daneben, so können die Schieber mit den Doppel-Pfeiltasten des Bereiches Datensatz auf die Werte des List-Datensatzes synchronisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Basiskoordinate Portal''' 			rechts unten &lt;br /&gt;
: Koordinaten und Winkel-Berechnungen referenzieren auf den Achs-Fußpunkt XYZ. &lt;br /&gt;
:* Komplexe Robotersysteme arbeiten mit verfahrbarem Fußpunkt auf XYZ-Portal. Der Algorithmus inverser Kinematik berücksichtigt bei der Knickarm Berechnung die in direkter Kinematik vorgewählte Portal-Kordinate. &lt;br /&gt;
:* Die Verschiebung der Basiskoordinaten ermöglicht es auch, eine feste Fußpunkt Position entsprechend den kinematischen Möglichkeiten der Roboter-Mechanik zu optimieren.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Button 'DS Neu' &amp;amp; 'DS Korrektur' ''' &lt;br /&gt;
: Sie finden diese Funktionen in den Bereichen inverse sowie direkte Kinematik. &lt;br /&gt;
: Per 'DS Korrektur' ändern Sie den aktuellen Datensatz, 'DS Neu' generiert einen zusätzlichen Datensatz am aktiven Ende eines Datensatz-Blocks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist 'DS Neu' de-aktiviert, sobald der aktuell gewählte Datensatz sich nicht am Block-Ende befindet; gleichsinniges gilt für die Offset Doppel-Pfeiltasten. Wollen Sie größere Änderungen vornehmen, so sollten Sie (im Feld 'Datensatz')&lt;br /&gt;
:* per 'DS Einfügen' einen Datensatz an aktueller Stelle einfügen, &lt;br /&gt;
:* per 'Anschluß DS suchen' das aktive Ende des Blockes (vorwärts/rückwärts) aufsuchen. &lt;br /&gt;
::Die Taste 'DS Neu' wird aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Koordinaten &amp;amp; Datensatz-Liste ==&lt;br /&gt;
Im unteren Teil des Bildschirmes werden (ab Zeile 51) die Kinematischen Bewegungsdaten zeilenweise gespeichert; links die XYZ-Koordinaten, rechts deren korrespondierende Winkel. &lt;br /&gt;
Über die Maske haben Sie direkten Zugriff auf bereits erstellte oder entstehende Datensätze sowie deren Korrektur.  Die in der Maske angezeigte Ordnungs-Nr. des Datensatzes wird mit dem Cursor ergänzend markiert. Sie finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 1 	      / 	(A)		Ordnungs-Nr. der Bewegungsstrategie&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 2 bis 4      / 	(B bis D)	Soll-Koordinate XYZ	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 5               / 	(E)		Soll-Vektor-Offset	des TCP (relativ)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 7 bis 9       / 	(G bis I)	Ist-Koordinate XYZ 	Portal / Fußpunkt  *)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 14 bis 16   / 	(N bis P)	Ist-Koordinate XYZ 	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 39 bis 50   / 	(AM bis AX)	Winkelwerte Achsen (A/B bis L/M)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Portal / Fußpunkt Ist-Koordinate''' &lt;br /&gt;
:* Sind in der Liste keine Fußpunkt-Koordinaten vorhanden, so arbeitet der Algorithmus &amp;quot;mit 0-Wert&amp;quot;. Arbeiten Sie mit dem Bahn-Generator, so werden Portal Koordinaten in der Koordinatenliste nur ausgewiesen, wenn sie von 0 abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Sind Fußpunkt-Koordinaten in der Liste vorhanden, so werden sie als Offset berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bahnsteuerung =&lt;br /&gt;
==CAD-Import ==&lt;br /&gt;
Sind Soll-Koordinaten (z.B. aus einem CAD-Programm) vorhanden, so werden sie zunächst mit den Excel-üblichen Befehlen in den Bereich der Sollkoordinaten (Spalten 2 bis 4 / bzw. B bis D) des Datenmoduls ab Zeile 50 übertragen. Das Programm generiert aus diesen TCP Soll-Koordinaten entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) die Winkelstellung der Knickarme und schreibt sie in das Bewegungsprotokoll. Hierzu werden die  Koordinaten entweder über den Button 'DS-Schritt' (Step by Step) aufgerufen oder per 'DS-Automatic' als Datenblock verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahngenerator ==&lt;br /&gt;
Sind keine (extern ermittelten) Soll-Koordinaten vorhanden, so müssen sie interaktiv generiert werden (Offline Teach-In). Die TCP-Bahn-Stützpunkte werden wahlweise als XYZ-Wert Absolut oder als Offset eingegeben und per 'DS Neu' bzw. 'DS Korrektur' verarbeitet. Der Bahngenerator &lt;br /&gt;
:- visualisiert &amp;quot;Real-time&amp;quot; die Bewegung im 3D-Raum entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) &lt;br /&gt;
:- erlaubt hierbei beliebig &amp;quot;Try &amp;amp; Error&amp;quot; und &lt;br /&gt;
:- erzeugt die XYZ-Koordinatenliste des TCP sowie das Knickarm-Bewegungsprotokoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Ein '''3D-Bézier Kurven Generator''' (s.u.) verbindet gefundene TCP-Bahn-Stützpunkte. Die vorgeschlagenen Bahnkurven sind individuell anpaßbar. &lt;br /&gt;
:- Ein '''Kreis Generator''' erzeugt frei im Raum positionierbare Kreis- und Spiralbahnen. ('''Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spirale''' und Kombinationen hieraus – links- rechtsläufig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CAD-Import''' und '''Bahngenerator''' greifen auf die gewählte Bewegungsstrategie zurück und ermöglichen eine kontinuierliche oder schrittweise Kontrollfahrt. Bestimmen Sie ggf. in direkter Kinematik eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Startpositionierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer interaktiven Arbeitssitzung erzeugt/speichert das Programm ein Bahnprofil mit Koordinaten und Winkelwerten. Wurden diese mit dem Bahngenerator erzeugt, so kann aus den gewonnenen Ist-Koordinaten eine ähnliche &amp;quot;parallel versetzte&amp;quot; Bahn mit den EXCEL-üblichen Befehlen &amp;quot;recht bequem&amp;quot; generiert werden: Die per Bahngenerator erzeugte Ist-Koordinatenliste wird mit entsprechendem Offset in den Soll-Koordinaten Bereich übertragen und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' erneut verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stellt sich heraus, daß ein Zielpunkt außerhalb der kinematischen Möglichkeiten liegt und daß das Problem durch verschieben des Roboter 'Schulter bzw. Fußpunktes' zu lösen sei, so muß nicht die bisherige Arbeit erneuert werden: Über den Portal-Offset wird eine neue Basisposition gewählt und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' ein neues Bewegungsprofil bei geändertem Fußpunkt erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Portal-Offset ist im Masken Bereich der 'direkten Kinematik' korrigierbar. &lt;br /&gt;
:- Der hier eingegebene Wert wird für den aktuellen Datensatz in der Koordinaten-Liste gespeichert. Clicken Sie hierzu den Button 'DS Korrektur' bzw. 'DS Neu'. &lt;br /&gt;
:- Um den bisherigen Portal-Offset beizubehalten, clicken sie den 'Doppelpfeil'  &amp;quot;rauf/runter&amp;quot; (im Feld Datensatz) je einmal, der bisherige Offset wird synchronisiert. &lt;br /&gt;
:- Beachten Sie hierzu die Supervisor-Information  'Parameter &amp;amp; Datenkonformität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TCP Spur ==&lt;br /&gt;
Die Grafik visualisiert aus beliebiger Perspektive die aktuell errechnete Winkelstellung der Knickarme im 3D-Raum und  (zu-/abschaltbar) die Bewegungsspur des TCP. Die Perspektiv-Einstellung hat keinen Einfluß auf die kinematische Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategien ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;..  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Strategien kann beliebig gewechselt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Wird die Arm-Position mit den Schiebern &amp;quot;in etwa&amp;quot; vorgewählt, so ermittelt der Algorithmus die Vektorlagen der Arme mit o.g. Präzision, ein Hindernis kann mit der Halb-Automatic so umfahren werden. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot; der Silhouette; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenkpunkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
sind Voll-Automatic Funktionen, sie generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position; diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
Der Algorithmus eignet sich für Bewegungen, denen genügend Arbeitsraum zur Verfügung steht, er benötigt wenige Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb jeder einzelnen Bewegungsstrategie verlaufen die Armbewegungen konsistent und erwartungsgemäß. &lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel ist jederzeit möglich, führt jedoch über eine im Detail undefinierte Streck-Bewegung des Armes. In dieser Bewegungsphase besteht erhöhte Kollisionsgefahr. Vgl. Tutorial / Kochbuch: 'Singularität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel &amp;amp; Teleskope ===&lt;br /&gt;
ähneln o.g. Voll-Automatic Funktionen. Der &amp;quot;End-Effektor&amp;quot; wird in paralleler Ebene zu sich selbst, bzw. in der Vektororientierung seiner eigenen Achse bewegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungsstrategie 'parallel' verwendet hierzu den absoluten bzw. relativen XYZ-Wert. 'Teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage entsprechend dem geforderten Vektor-Hub individuelle XYZ-Bewegungskomponenten, die per Knickarm-Kinematik zu einer teleskopartigen Bewegung des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot;  bzw. &amp;quot;Unterarmes&amp;quot; führen.&lt;br /&gt;
* Die Winkelorientierung dem Unterarm ggf. kaskadisch folgender Achsen bleibt bei beiden Strategien erhalten&lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel Parallel / Teleskop ist jederzeit ohne erhöhte Kollisionsgefahr möglich. Der Arbeitsbereich ist kleiner als der anderer Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier Generator ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben die wunderbare Eigenschaft, nicht nur 2 Punkte zu verbinden: &lt;br /&gt;
* Die Kurve läßt sich in weiten Grenzen mit mathematisch gut beherrschbaren &amp;quot;Anfassern&amp;quot; beliebig formen. Besonders hilfreich ist es, daß die Bézier Kurve ihre &amp;quot;Anfasser&amp;quot; punktgenau tangential verläßt bzw. tangential einläuft, vgl. Tutorial. &lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden so gehen beide nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Soweit die Theorie. Mehr hierzu unter: http://www.cnc-mac.de/html/bezier___spline_.html. In der Praxis bedarf es erheblicher Übung, mit den Anfassern eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Kurve zu generieren. Wir überlassen dies dem Bahngenerator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator fügt eine drei dimensionale Bézier Kurve mit 20 Stützpunkten ein, die Ihnen zur Beurteilung zunächst lediglich in der 3D-Grafik gezeigt wird. Im Sinne besserer Übersichtlichkeit werden alle anderen Bewegungsbahnen bis auf diese Kurve ausgeblendet.  &lt;br /&gt;
* Der Bahngenerator bestimmt aus der Vektorlage der zu verbindenden Bahn-Segmente deren Tangentenlage im 3D Raum und berechnet 3 Vorschlagsformen der Kurve, diese können recht ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich sein. &lt;br /&gt;
:- Per Click wählen Sie eine hiervon. &lt;br /&gt;
:- Mit den beiden 'Doppelpfeil-Tasten' ändern sie den Formfaktor (Amplitude) der gewählten Kurve. &lt;br /&gt;
Falls Sie die Kurvenorientierung ändern möchten, korrigieren Sie deren Tangenten-Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffnungswinkel und Abstand''' zum theoretischen Tangenten Schnittpunkt '''bestimmen in unterschiedlicher Gewichtung die 3 Basis-Kurven'''. &lt;br /&gt;
* Bei einem Öffnungswinkel von 90° und &lt;br /&gt;
:* gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt erzeugen Kurve 1) und 2) einen exakten ¼ Kreis. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
:* unterschiedlichem Abstand erzeugt Kurve 1) ein Oval, Kurve 2) eine Ellipse. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei anderen Öffnungswinkeln kommt die Vielfalt Béziers zum Tragen: &lt;br /&gt;
:* Kurve 1) verbindet die Bahn-Segmente bei beliebigem Öffnungswinkel jedoch gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt mit einem Kreissegment. &lt;br /&gt;
:* Tendenziell erzeugt Kurve 2) &lt;br /&gt;
::- bei flachen Öffnungswinkeln flachere Verrundungen als Kurve 1), &lt;br /&gt;
::- bei spitzeren Öffnungswinkeln spitzere Verrundungen als Kurve 1). &lt;br /&gt;
:* Liegen die Tangenten der zu verbindenden Segmente parallel, so erzeugt Kurve 1) einen Halbkreis, Kurve 2) eine Halb-Ellipse.&lt;br /&gt;
:* Kurve 3) &amp;quot;reagiert stärker&amp;quot; auf Änderungen des Öffnungswinkels und der Schnittpunktlage als die beiden anderen; dies kann in sehr &amp;quot;elegante&amp;quot; aber auch völlig unbrauchbare Kurven führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liegen zu verbindenden Bahnsegmente &amp;quot;parallel versetzt&amp;quot; (oder auch &amp;quot;schräg versetzt&amp;quot;), so werden sie mit einem &amp;quot;S-Bogen&amp;quot; verbunden; die Ausprägung des &amp;quot;S-Bogens&amp;quot; ist bei den 3 Kurven recht unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Für die Bedienung des Bahngenerators bedeutet dies, zwischen 'bestimmter' und 'unbestimmter' Bewegungs-Bahn zu unterscheiden. Die 'bestimmte' Bewegungs-Bahn ermöglicht einen präzis geführten Werkzeugeingriff, die 'unbestimmte' Bahn dient vorzugsweise einer &amp;quot;eleganten&amp;quot; Werkzeugbewegung im Raum ohne Werkzeugeingriff. Bahnsegmente mit Werkzeugeingriff generieren Sie in 'Inverser- Kinematik' mit den Bewegungsstrategien 1) bis 7). &lt;br /&gt;
* Muß die &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; Bahn präzise über einen oder mehrere ''bestimmte'' Raumpunkt geführt werden, so teilen Sie die Bahn in Segmentabschnitte. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. Ein gemeinsames Stützpunkt-Paar bestimmt die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier-Bahn &amp;amp; Arbeitsbereich ===&lt;br /&gt;
Der Bézier Kurven Generator prüft, ob die vorgeschlagene Kurve im Arbeitsbereich des Roboters liegt. Ob diese Kurve in 'Inverser Kinematik' durch den Roboterarm realisiert werden kann, hängt von den parametrierten Grenzwinkeln ab (vgl. Supervisor-Information). Die Algorithmen der 'Inversen Kinematik' melden ggf. eine 'Winkelwert Überschreitung'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kurve in eine 'Winkelwert Überschreitung' führt, haben Sie 2 Korrekturmöglichkeiten: &lt;br /&gt;
* Wählen Sie testweise eine andere der vorgeschlagenen Kurven oder stauchen Sie sie mit den Doppelpfeil-Tasten (Formfaktor &amp;lt; 1). &lt;br /&gt;
* Fahren Sie den Zielpunkt nicht über den kürzesten Weg an, sondern drehen Sie die Arme über die &amp;quot;Winkelposition 0°&amp;quot; zurück. Führen Sie den Roboterarm hierzu über &amp;quot;Hilfs-&amp;quot; Raumpunkte in die Ziel-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreise &amp;amp; Spiralen ===&lt;br /&gt;
wären als Cascadierter Bézier Spline zwar mit hoher Präzision möglich, jedoch ist die klassische Mathematik vorteilhafter, zumal hier ein höherer Bedien-Komfort realisierbar wird.&lt;br /&gt;
Im Sinne intuitiver Bedienung orientiert sich die Parametereingabe für Kreise &amp;amp; Spiralen an den beschriebenen Bézier-Abläufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreise erreichen nach einem 360° Umlauf Ihren Startpunkt, Spiralen drehen hierüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Sind für ein Kreiselement der Start und Endpunkt aus vorhandenen Anschluß Koordinaten ableitbar, so erfragt das Programm die Mittelpunktkoordinate und den Drehsinn. - Ist nur die Startkoordinate bekannt, so wird ergänzend der Drehwinkel abgefragt. &lt;br /&gt;
* Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spiralen erfordern zusätzlich die Angabe ''Steigung pro Umdrehung''.&lt;br /&gt;
Vorschlagswert hieraus sind Kreis Koordinaten für tangentialen Bahn Einlauf, abweichend ist jede beliebige Kreis- / Spirallage im 3D Raum per  'Doppelpfeil Taste'  individuell möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  '''''Kochbuch Inverse Kinematik'''''  finden Sie eine &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Positionierung &amp;amp; Orientierung ==&lt;br /&gt;
* Die Positionierung bestimmt die kartesische XYZ-Position des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; im Raum, &lt;br /&gt;
* die Orientierung unter welchen Winkeln er steht. &lt;br /&gt;
Beide Werte zusammen definieren seine Vektorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte, &amp;quot;Haupt-Achsen parallele&amp;quot; Ausrichtung des End-Effektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine kostengünstige Lösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Demo-Beispiel  ''Labyrinth von Chartres''  steht der Roboterarm zunächst senkrecht in 'Home-Position'. Bei Eintritt in das Labyrinth weist der 'End Effector' Arm G/H 'senkrecht nach unten'. &lt;br /&gt;
* Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung gewechselt! &lt;br /&gt;
:Per Bewegungsstrategie 6) bzw. 7) wird diese Orientierung mit höchster Präzision beibehalten. Im Beispiel liegt der Orientierungsfehler am Bahn-Ende – nach etwa 1000 Bahnpunkten – in der Größenordnung 1/10 Promille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres TCP Orientierung 02.gif|1500px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Orientierungswechsel des End Effektors währen der 3D-Bézier-Fahrt'''. - Das Demo-Beispiel ändert auch die Betrachtungsperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierung des End Effektors ===&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator berechnet einen Neuen Datensatz stets basierend auf der aktiven / aktuell angezeigten Ist-Position und der hierzu gehörenden Orientierung.&lt;br /&gt;
* Soll die Orientierung bei Beibehaltung der Bahn-Position korrigiert werden, so wird zunächst die aktuelle Position per Button 'Übernahme Ist-Position' &amp;quot;vorgemerkt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* In Direkter Kinematik wird die gewünschte Orientierung 'per Schieber' gewählt. &lt;br /&gt;
:- Diese Um-Orientierung führt zunächst in eine Änderung der Position! &lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;zuvor vorgemerkte&amp;quot; Position wird in der neu gewählten Orientierung mit 'Strategie 6) parallel' in 'Inverser Kinematik' angefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachten Sie, daß eine Um-Orientierung bei großer Schrittweite (horizontal / senkrecht) über undefinierte Detail-Bewegung führen kann. Legen Sie diese Bewegungsphase in einen unkritischen Bewegungsbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Hilfreich zur Kontrolle ist die Koordinaten-Übersicht unmittelbar rechts neben der Grafik.&lt;br /&gt;
:- Für eine senkrechte Orientierung der Achse G/H sind deren X und Z-Koordinaten gleich, &lt;br /&gt;
:- für eine horizontale die Y-Koordinaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mit den Schiebern B/C,  D/E,  F/G stellen Sie eine senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors G/H in beliebiger Position ein. &lt;br /&gt;
:- Beträgt die Winkelsumme 0° bzw. 180°, so steht er senkrecht, bei 90°/270° horizontal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Bézier&amp;quot;- Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Der Bahngenerator erzeugt tangential in die Anschlußsegmente einlaufende 3D Bézier-Kurven. Wurden die Anschlußsegmente mit 'Strategie 7), teleskopisch' erzeugt, so steht der End Effektor in diesem Datensatzbereich ebenfalls tangential. Die 'Strategie 6) parallel' übernimmt diese &amp;quot;auslaufenden Orientierung&amp;quot; – und behält sie bei. Allerdings wird diese Orientierung nur selten die Orientierung des Anschlußsegmentes der einlaufenden Bahn sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''produktspezifische'' Lösung dieser Aufgaben finden Sie im PDF-Handbuch. Das '''Kochbuch''' ''Inverse Kinematik'' führt ergänzend &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; durch diesen Themenkreis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik ==&lt;br /&gt;
Ist ein Knickarm Roboter auf Portal verfahrbar, so überlagern sich beide Bewegungskomponenten. Dies erhöht die Anzahl der Freiheitsgrade enorm. Um trotzdem gezielt Einfluß auf die Kinematik nehmen zu können, referenziert die Berechnung der Knickarm-Winkel auf die aktuelle Fußpunkt Position. &lt;br /&gt;
* Wählen Sie eine ''Fußpunktposition'' in  ''Direkter Kinematik'' und die ''XYZ-Zielkoordinate'' des TCP im Maskenbereich der  ''Inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
* Beide Bewegungskomponenten lassen sich so zu einer komplexen Gesamtbewegung kombinieren – und bestimmen die Orientierung des TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die TCP Position bei geänderter Fußpunkt Koordinate beibehalten werden, so &lt;br /&gt;
:- clicken Sie zunächst den Button 'Übernahme Ist-Position' (Feld  'Zielposition absolut'), &lt;br /&gt;
:- korrigieren Sie die Fußpunkt Koordinate, &lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Neu' (Bereich  direkte Kinematik)&lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Korrektur' (im Feld  'Zielposition  absolut'). &lt;br /&gt;
* Diese Orientierungsänderung bei gleicher XYZ-Position führt in eine &amp;quot;Biege-Bewegung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionierfehler &amp;amp; Watchdog ==&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie die Soll-Werte erzeugt wurden, werden die Datensatz Ist-Werte in inverser Kinematik entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie berechnet und als korrespondierende Knickarm-Winkel gespeichert. In direkter Kinematik wird aus diesen Knickarm-Winkeln der XYZ-Wert des TCP errechnet. Das Verfahren mag umständlich sein, ermöglicht jedoch einen Soll/Ist Vergleich. Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des TCP liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Watchdog-Algorithmus überwacht intern die Soll/Ist-Abweichung und schlägt ggf. Alarm. Falls der Zielpunkt nicht berechenbar oder kinematisch nicht erreichbar ist, wird eine Fehlermeldung generiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kinematische Bewegungsebenen =&lt;br /&gt;
==Parallele Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der bisher besprochenen Bewegungsstrategien erwarten, daß sich die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; in parallelen Ebenen bewegen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik (vgl. Tutorial) erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schiefe Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Drehmöglichkeit einer Schwenkachse zwischen Schulterpunkt und Handgelenk erhöht die Bewegungsvielfalt enorm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil wird mit einer komplexen Mechanik, einer nochmals gesteigerten kinematischer Überbestimmung und ''parasitären Bewegungskomponenten'' erkauft: &lt;br /&gt;
* Jede schiefwinklige Bewegung eines Armsegmentes beinhaltet neben einer zielführenden Bewegung eine nicht gewünschte Vektorkomponente, die durch Gegenbewegung anderer Armsegmente kompensiert werden muß; der Rechenaufwand steigt extrem – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. Es müssen 3D- Näherungsalgorithmen verwendet werden (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein Watchdog-Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; ggf. generiert er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Version 6.0 wird ein gegenüber den ältern Versionen deutlich schneller und präziser arbeitender Schief-Algorithmus eingeführt, Positionierfehler liegen nunmehr in der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-4&amp;lt;/sup&amp;gt; – und besser. Der Algorithmus beherrscht alle Bewegungsstrategien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm prüft selbstständig, ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere &amp;amp; präzisere Parallel-Algorithmus geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Theorie &amp;amp; Praxis =&lt;br /&gt;
Dieser Praxis orientierte Artikel ist ein produkt-neutralisierter Handbuch-Auszug. &lt;br /&gt;
* Im Orig. Handbuch finden Sie Supervisor-Informationen, wie das Programm der Mechanik-Struktur Ihres Gelenkarmroboters und dessen Maßen angepaßt wird, so daß die Mathematik des ''3D Gelenk-Baukasten'' und Roboter-Mechanik kongruent sind. Die mathematischen Positionierfehler liegen dann in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm - und dies ist gewiß eine Herausforderung an die Robotermechanik!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Anhang zum Handbuch ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; ''Inverse Kinematik''. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
* Theoretischen Background erläutert Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt, vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] &amp;amp; [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28379</id>
		<title>Inverse Kinematik 2 – Praxis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28379"/>
				<updated>2019-08-09T14:10:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach. Ganz so einfach war es dann doch nicht. &lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  ''kostenlose Test und Demo-Version''] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 2 finden Sie Praxis orientierte Problemlösungen. Besprochen werden ein 3D Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
: Hierzu sollten Sie die kostenlose Test und Demo-Version downloaden. &lt;br /&gt;
* Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]] gibt theoretischen Back-Ground. Hier finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, theoretische Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation. Für die Nutzung des Gelenkbaukastens ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu lesen – es kann aber hilfreich sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten =&lt;br /&gt;
: Dieser Artikel ist ein (weitestgehnd) produkt-neutraler Handbuch–Auszug; er orientiert sich jedoch an der auf EXCEL®-Basis realisierten Problemlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systemüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukasten ist aus der Aufgabe entstanden, anwenderorientiert und Hardware neutral &lt;br /&gt;
* Rotations- und Teleskopachsen für Knickarm-Robotersysteme beliebiger Bauart &amp;amp; Geometrie - ggf. auf Portal verfahrbar - mathematisch zusammenzustellen, um deren ''Bewegungsbahn 3D zu simulieren'', &lt;br /&gt;
:* eine gegebene Hardware hierzu produktspezifisch zu parametrieren &lt;br /&gt;
:* oder durch Auswahl geeigneter Hardware Komponenten ein optimales Gesamtsystem zu konfigurieren.&lt;br /&gt;
* Gelenk-Winkel und XYZ-Koordinaten wahlweise  direkt oder invers  zu berechnen und&lt;br /&gt;
* das Roboter-System im 3D-Raum zu visualisieren. &lt;br /&gt;
* In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's berechnet der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh-Achse). Der Algorithmus ermöglicht beliebig viele kaskadierbare Achsen und ist somit erweiterbar.&lt;br /&gt;
* Das Ergebnis steht numerisch (16-stellig / Fließkomma 15 Ziffern) zur Verfügung und wird ergänzend als 3D Grafik visualisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte Kinematik ===&lt;br /&gt;
Die kinematischen Grenzen werden durch Parametrierung der Achs-Längen, ihrer XYZ-Grundorientierung und der max. Achs-Drehwinkel definiert. An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. Die Werte werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inverse Kinematik ===&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt RoBo-mac mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien. Der Algorithmus basiert auf trigonometrischen und iterativen Elementen. Er arbeitet unabhängig von der Vorwärts Kinematik und nutzt diese für die Ergebnis-Visualisierung sowie die  Positionskontrolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; bzw. Tool Center Points (TCP) liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahngenerator ===&lt;br /&gt;
Ein interaktiver Bahngenerator erzeugt individuelle Bewegungsbahnen. &lt;br /&gt;
Der Baukasten beherrscht Kreise, zylindrische &amp;amp; archimedische Spiralen sowie 3D Bézier-Kurven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive==&lt;br /&gt;
'''Achs-Drehwinkel und Perspektive werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo-mac_Baukasten.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive, YouTube===&lt;br /&gt;
Das Original-Video (Bild oben rechts) besteht aus mehr als 3.000 Frames  - das sprengt alles; daher in YouTube:  https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kartesische Koordinaten und Roboter Kinematik=&lt;br /&gt;
Legen wir ein Blatt Papier auf den Tisch und zeichnen mit dem Bleistift ein Achsenkreuz – wir können dies auch mit einem CAD-System am Bildschirm tun – so hat der Kreuzungspunkt per Definition die Bezeichnung &amp;quot;0 / 0&amp;quot;. X- und Y-Wert sind also beide gleich &amp;quot;0&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kreuzungspunkt liegt in einem willkürlichen Versatz zum Papier- bzw. Bildschirmrand, Bildschirm bzw. Papier befinden sich in willkürlichem Abstand und Winkel zum Schreibtischrand, der Schreibtisch steht irgendwo im (Büro-) Raum usw. &lt;br /&gt;
* Jeder dieser Gegenstände hat eine Bezugskante, von der üblicher Weise gemessen wird. Und, jeder dieser Gegenstände wird von einem anderen &amp;quot;umhaust&amp;quot;, - er hat relative Koordinaten zu dieser Umhausung. &lt;br /&gt;
: Eingebetet ist das System relativer Koordinaten in das Weltkoordinatensystem, auf das allerdings nur selten referenziert werden muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir vor der Aufgabe stehen, daß ein Roboter gezielt irgendwo hingreifen oder eine Bewegungsbahn fahren muß, müssen wir den Zielpunkt in einem (kartesischen) Koordinatensystem erfassen auf das auch der Roboter-Fußpunkt referenziert. Während das Kartesische System achsparallel ohne Winkelwerte arbeitet sind Winkelwerte, - kaskadisch aneinander gereiht - der einzige Bezug zwischen Roboter-Fußpunkt und dem &amp;quot;End-Effektor / TCP&amp;quot;; dem Teil, das bewegt und in Position gebracht werden soll (vgl. Bild oben mitte, Pkt. &amp;quot;M&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehwinkel werden in Grad gemessen – so haben wir es in der Schule gelernt! Ein Vollkreis hat 360° (Grad) – und das hat sich eingeprägt, wenngleich es andere Maß Systeme der Winkelmessung gibt: In der Geodäsie wird der Vollkreis mit 400 Gon (Neu-Grad) gemessen. &lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen arbeitet intern im &amp;quot;Bogenmaß&amp;quot;; ein Vollkreis hat den Winkelwert &amp;quot;2 PI&amp;quot; – was nicht ganz zufällig dem Kreisumfang bei Radius = 1 entspricht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Achse kann sich beliebig oft um sich selbst drehen. 2 Umdrehungen entsprechen im (Alt-) Gradsystem einem Drehwinkel von 720°. Mathematisch ist dies unproblematisch, mechanisch ist eine Roboterachse - zumindest bei Gelenk- bzw. Knickarmrobotern - jedoch auf meist eine Vollkreisdrehung – manchmal etwas mehr – beschränkt. SCARA haben meist eine größere Freiheit. Gemeinsam ist diesen Systemen, daß nach Erreichen des maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückgedreht&amp;quot; werden muß. Robotersysteme haben somit zwischen beiden Endlagen einen Nullpunkt, der meist als symmetrisch mittig definiert wird. Sind alle Arme gestreckt, so steht das System in &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; (vgl.Bild oben rechts). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition referenziert jede Drehung eines Armes auf die Stellung des (kaskadisch vorhergehenden) Armes. Gemessen wird der Winkel zwischen den jeweils benachbarten Armen. Eigentlich beträgt der Winkel zwischen gestreckten Armen 180° (im 0° bis 360° System); da andererseits die Streckstellung aller Arme als &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; bezeichnet wird, macht es Sinn, den Bezugsnullpunkt in diese Position zu legen. Das Bezugssystem ist dann als  +/- 180° System definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unsere Aufgabe bezogen, den Roboter gezielt &amp;quot;irgendwo&amp;quot; hingreifen zu lassen, bedeutet dies, das &amp;quot;Irgendwo&amp;quot; kartesisch zu definieren und den Roboter im kartesischen System geeignet zu positionieren, den Rest übernimmt der MATHEMATISCHE 3D GELENK-BAUKASTEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die ersten Schritte =&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich in die Thematik einarbeiten, werden Sie recht schnell zu dem Schluß kommen: &lt;br /&gt;
* Der Gelenkbaukasten bietet kinematische Bewegungsmöglichkeiten die zu beherrschen einige Erfahrung erfordert. Es ist wie beim Klavierspielen: Das Instrument wird vom Pianisten zum Leben erweckt! Und hier macht Übung den Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Üben Sie, Sie können nichts kaputt machen, der Baukasten ist sehr bedien-tolerant. Ich habe bei der Entwicklung hohen Wert auf &amp;quot;Bediener-Komfort&amp;quot; und darauf gelegt, &amp;quot;Bedienungsfehler&amp;quot; (grausame Ausrede inkompetenter Entwickler) automatisch abzufangen. Vieles von dem was Sie tun überprüfet ein Algorithmus im Hintergrund auf Plausibilität – und meldet sich! &lt;br /&gt;
:Stöbern Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Ungeduldige ==&lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm&amp;quot; zeigt (nach Initialisierung der kostenlosen Test- und Demo Version) einen Bewegungsablauf. Clicken Sie in der Grafik (oben links) &amp;quot;Control-Center&amp;quot;; eine Maske erscheint; clicken Sie (Maske mitte unten) &amp;quot;Simulation Bewegung / vorwärts&amp;quot;; der Arm fährt eine Bewegungsbahn.  &lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm_schief&amp;quot; ist Beispiel einer komplexen Inversen Kinematik mit in sich gedrehtem Arm (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
* Strategie-Demo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: verlassen Sie das 'Control-Center'. In der 3D Grafik (oben rechts) finden Sie den Button 'Demo-Menü'. Die Demo-Beispiele zeigen mögliche Bewegungs-Strategien – und geben einen Einblick in die Problematik kinematischer Überbestimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Lernwillige ==&lt;br /&gt;
* führt dieses Handbuch Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten des 3D Gelenk-Baukastens. Sie finden eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Bewegungsbahn selbst zu generieren oder aus einem CAD-System zu importieren. Zu Maskenfunktionen finden Sie ein &amp;quot;wie, warum und wozu&amp;quot;! &lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; im Anhang des Manuals zeigt (hoffentlich) praxisorientiert, wie die Demo-Datei generiert wurde. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über die &amp;quot;normale&amp;quot; Knickarm-Robotik hinaus beherrscht der Programm-Algorithmus &lt;br /&gt;
: - in der Länge veränderbare Teleskop-Achsen sowie &lt;br /&gt;
: - kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parametrierung ==&lt;br /&gt;
* Die Roboter-Mathematik dieses Baukastens ist entsprechend der mechanischen Roboter-Hardware individuell parametrierbar; mehr hierzu im orig. Handbuch / Kapitel Supervisor-Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bildschirm- und Maskenaufbau =&lt;br /&gt;
==Bildschirm ==&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben links&lt;br /&gt;
: Grafik:  Stilisierte Armstellung im 3D-Raum. &lt;br /&gt;
: Der 3D-Raum ist kontinuierlich zwischen Maus &amp;amp; Vogelperspektive einstellbar. Die Einstellung hat keinen Einfluß auf die Berechnung. &lt;br /&gt;
: - In der Grafik oben links der Button 'Control-Center', der die Maske aufruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben rechts&lt;br /&gt;
: ganz oben Perspektiv-Schieber, darunter die  aktuellen XYZ Koordinaten aller Gelenke.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm unten links / rechts&lt;br /&gt;
: Kinematische Bewegungsdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedienerhinweise ==&lt;br /&gt;
* '''Sprachumschaltung :'''  Maske 'Start'  (derzeit Deutsch / English, weitere Sprachen möglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maske 'Robotic'===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Maske 'Robotic' ''' mag zunächst &amp;quot;erschlagend&amp;quot; wirken, ermöglicht jedoch ''ohne Maskenwechsel'' nahezu alle kinematischen Funktionen und Befehle: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Direkte''' (vorwärts) '''Kinematik''', &lt;br /&gt;
* Berechnung der XYZ-Koordinaten des TCP aus Winkelstellung der Knickarme &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inverse''' (rückwärts) '''Kinematik''' &lt;br /&gt;
* Berechnung der Knickarm-Winkelstellung aus vorgegeben XYZ-Koordinaten des TCP&lt;br /&gt;
* freie, interaktive Off-line Entwicklung einer Bewegungsbahn aus linearen, Kreis- &amp;amp; Spiral-Elementen sowie 3D-Bézier Kurven.&lt;br /&gt;
* automatische Transformation einer extern vorgegeben Bewegungsbahn &lt;br /&gt;
* 8 frei wählbare Bewegungsstrategien der Knickarme &lt;br /&gt;
* sowie die Möglichkeit, Knickarm Roboter zusätzlich auf XYZ-Portal zu verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last not lease&lt;br /&gt;
* 3D-Visualisierung der Roboter Knickarme und einer Bewegungsspur des TCP aus frei wählbarer Maus- bis Adler-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieses Leistungsspektrum mag &amp;quot;erschlagen&amp;quot;; wir betrachten es schrittweise. Zunächst den Maskenaufbau. Grundsätzlich gilt: Sie können nichts kaputt machen – probieren Sie!&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo_Maske_Inv-Kinematik_Deutsch_04.gif|800px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Maske zeigt 3 Säulen''', &lt;br /&gt;
: '''links''': inverse Kinematik &amp;amp; Bahngenerator, '''rechts''': direkte Kinematik, '''Mitte''': Zusatzfunktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik invers ====	&lt;br /&gt;
alle Werte dieses Blocks (links oben) beziehen sich auf den TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die aktuelle Ist-Position wird im XYZ-Koordinatenfenster (ganz oben) angezeigt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Linear'''&lt;br /&gt;
* Ziel Position (absolut). &lt;br /&gt;
: Der Wert wird im XYZ-Koordinatenfenster eingegeben. &lt;br /&gt;
: Falls sinnvoll, kann der Ist-Wert zuvor ins Ziel-Feld kopiert (Übernahme 'Ist-Position') und danach geändert werden. Wahlweise wird diese Ziel Position als ''Neuer Datensatz'' (DS-Neu) hinzugefügt oder der aktuell gewählte ''Datensatz korrigiert'' (DS-Korrektur).&lt;br /&gt;
: Die Achs-Winkelwerte werden hieraus OnLine errechnet und dem aktuellen Datensatz (s.u.) hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ziel Position (Offset).&lt;br /&gt;
: Der Offset bewegt den TCP - bezogen auf seine aktuelle Position - stets um den gleichen Wert mit den Doppel-Pfeiltasten wahlweise vorwärts / rückwärts. Er ist entweder &lt;br /&gt;
:* als kartesischer Zielwert (XYZ) oder &lt;br /&gt;
:* als Vektor-Hub führ in eine teleskopartige 'Unter-Arm'-Bewegung definierbar. &lt;br /&gt;
: Der aktive Offset färbt sich 'rot'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurve'''&lt;br /&gt;
Bézier / Kreis &amp;amp; Spirale (ab Controller-Version 5.6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedienerführung wählt aus 2 recht ähnlichen LayOuts. Ein jeweils einzelner 'Button' führt bei beiden Bahnkurven durch die Prozeßschritte. Die Bahn Stützpunkte werden zunächst errechnet, die Bahn als 3D Vorschau zur visuellen Kontrolle / Korrektur gezeigt und nach Freigabe die Armbewegungen in Inverser Kinematik aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3D-Bezier &lt;br /&gt;
:Die Bézier 3D Funktion verbindet zwei getrennte (lineare Teleskop-) Bahn-Segmente beliebiger Vektorlage mit den &amp;quot;weichen Übergängen&amp;quot; einer 3D-Bézier Kurve. Der Kurven Generator schlägt 3 Bezier Lösungen zur Auswahl 'per Click' vor. Diese können &amp;quot;so wie sie sind&amp;quot; akzeptiert oder per Doppelpfeil individuell gestaucht bzw. gestreckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kreis &amp;amp; Spiral Generator &lt;br /&gt;
:kennt 3 Modi: Kreise oder Spiralen (archimedisch, zylindrisch bzw. deren Kombination) sind frei parametrierbar. Sie schmiegen sich entweder tangential an (Mod. 1) oder sind im 3D-Raum frei positionierbar (Mod. 2). Per Doppelpfeil können sie wahlweise um ihren Mittelpunkt oder den peripheren Tangentenpunkt gedreht /orientiert werden. &lt;br /&gt;
:Modus 3: Aus einer Datenliste der Segment-Eckpunkten werden die Kreisbahn Stützpunkte berechnet; das ist das Beispiel  &amp;quot;Labyrinth von Chartres&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Datensatz''' &lt;br /&gt;
: wählen Sie den zu bearbeitenden Datensatz mit seiner Ordnungs-Nr. oder den Pfeiltasten. Falls bereits mehrere Datensätze vorhandenen sind und Sie den letzten einer Liste aufrufen wollen, clicken Sie 'Anschluß DS (suchen)'. So Sie einen vorhandenen aus der Liste löschen oder einen zusätzlichen einfügen wollen, clicken Sie: 'DS-Neu' / 'DS-Löschen'.&lt;br /&gt;
: Es kann sinnvoll sein, die Anfahr-Koordinaten eines Zieles vom Ziel aus gesehen &amp;quot;rückwärts&amp;quot; zu entwickeln. In der Praxis können hierbei zunächst 2 getrennte Bewegungsfragmente (Start-Fragment / Ziel-Fragment) entstehen, die es zu schließen gilt. Die Rast-Taste 'vorwärts / rückwärts' wählt in Zusammenarbeit mit 'Anschluß DS (suchen)' das entsprechende Fragment und dreht die Suchrichtung im 'Ziel-Fragment' um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''3D-Perspektive &amp;amp; Zoom'''&lt;br /&gt;
: wählen Sie mit den Doppel-Pfeiltasten die 3D-Perspektive. Der Knopf 'Reset' führt aus &amp;quot;unglücklichen&amp;quot; Perspektiven zurück in eine klassische 3D-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Parallel hierzu zeigt das Daten-Modul im Info-Feld – oben rechts neben der Grafik – die gewählten Perspektivwinkel numerisch. &lt;br /&gt;
: - Bei nicht aktivem Control-Center sind die Schieber des Info-Feldes aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ab Version 5.7 kann das rechtshändige Koordinatensystem (Z-Achse zeigt vorwärts aus der Zeichenebene) in ein linkshändiges 'gespiegelt'  werden (Z-Achse zeigt nach hinten). &lt;br /&gt;
:* Beachten Sie bitte: &lt;br /&gt;
:: Die Umschaltung der perspektivischen Darstellung hat auf die kinematischen Berechnungen keinerlei Einfluß. &lt;br /&gt;
:: Diese  'Spiegelung'  dient lediglich der optischen Anpassung an die perspektivische Erwartung. Merke: ''Spiegelung''  ist nicht durch  ''Drehung''  erreichbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bewegungsstrategie / Silhouette'''&lt;br /&gt;
: Mehreren Bewegungsstrategien stehen zur Auswahl. Beispiele, wie diese Strategien arbeiten, finden Sie im Makro-Menü unter &amp;quot;Strategie-Demo…&amp;quot;. Die gewählte Bewegungsstrategie bestimmt den Algorithmus der inversen Kinematik. &lt;br /&gt;
: - Clicken Sie eine Strategie Ihrer Wahl. Im oberen Fenster-Bereich erscheint eine Info, ob diese für Parallel Kinematik, Schief Kinematik oder beide geeignet ist (vgl. Tutorial).&lt;br /&gt;
: - Ein Wechsel zwischen den Bewegungsstrategien ist jederzeit möglich. &lt;br /&gt;
: - Die Strategien 6 und 7 erzeugen ab Handgelenk-Punkt lineare Bewegungen und somit konstante Orientierung der Abtriebs-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Koordinaten Liste''' &lt;br /&gt;
: Die Liste extern erzeugter XYZ Koordinaten des TCP wird - entsprechend der Bewegungsstrategie - in die Winkel der Knickarme transferiert; schrittweise oder automatisch für die gesamte Liste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Simulation Bewegung''' &lt;br /&gt;
: Die Bewegungssimulation visualisiert im zügigen Durchlauf die einzelnen Datensätze. Die bereits bekannte Rasttaste 'vorwärts / rückwärts' bestimmt die Laufrichtung: &lt;br /&gt;
: ''Vorwärts'': Start-Punkt bis zum aktuellen Datensatz / aktueller Datensatz bis Zielpunkt &lt;br /&gt;
: ''Rückwärts'': In umgekehrter Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Spur'''&lt;br /&gt;
: Die Bewegungsspur des TCP läßt sich per Rasttaste zu/abschalten. Angezeigt wird die Spur zwischen Startpunkt und dem (beim Clicken der Taste) aktuellen Datensatz. Sie kann über die Tasten 'Simulation Bewegung' bzw. die Befehlsgruppe 'Datensatz' mit den Doppel-Pfeiltasten frei durchlaufen und so ein gesuchter Datensatz visuell gefunden werden. Mit Aufruf der Maske wird die Spur automatisch aktiviert – und kann ggf. abgeschaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Stop'''&lt;br /&gt;
: eine 'Stop-Taste' erscheint, sobald ''Simulation Bewegung'' oder ''Koordinaten Liste automatic'' gewählt ist. Die Funktion bricht ab, der Datensatz wird zum aktuellen Datensatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik direkt ==== &lt;br /&gt;
: Dieses Feld (rechts oben) zeigt Winkelschieber für 12 Achsen (A/B bis L/M) sowie den aktuell eingestellten Winkelwert, wahlweise im 0-360° oder -180° / +180° System. Nur die Schieber, die im Rahmen der Parametrierung aktiviert wurden, sind aktiv. &lt;br /&gt;
:* Die direkte Kinematik dient in erster Linie dazu, eine &amp;quot;vernünftige Startposition&amp;quot;, die Orientierung des TCP-Trägerarmes als Ausgangspunkt der inversen Kinematik oder auch Stützpunkte zur Umfahrung eines Hindernisses manuell zu bestimmen. Man braucht sie selten, aber man braucht sie. Vieles ist hier Sisyphus &amp;amp; Try and Error. &lt;br /&gt;
:* Ist in direkter Kinematik eine Winkelposition gefunden, so kann sie der Datensatz-Liste über den Button 'DS-Neu' bzw. DS-Korrektur' (s. unten) direkt zugeführt werden. &lt;br /&gt;
:* Hat nach dem Gesetz der größten Gemeinheit Murphy zugeschlagen und die Knickarme stehen völlig daneben, so können die Schieber mit den Doppel-Pfeiltasten des Bereiches Datensatz auf die Werte des List-Datensatzes synchronisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Basiskoordinate Portal''' 			rechts unten &lt;br /&gt;
: Koordinaten und Winkel-Berechnungen referenzieren auf den Achs-Fußpunkt XYZ. &lt;br /&gt;
:* Komplexe Robotersysteme arbeiten mit verfahrbarem Fußpunkt auf XYZ-Portal. Der Algorithmus inverser Kinematik berücksichtigt bei der Knickarm Berechnung die in direkter Kinematik vorgewählte Portal-Kordinate. &lt;br /&gt;
:* Die Verschiebung der Basiskoordinaten ermöglicht es auch, eine feste Fußpunkt Position entsprechend den kinematischen Möglichkeiten der Roboter-Mechanik zu optimieren.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Button 'DS Neu' &amp;amp; 'DS Korrektur' ''' &lt;br /&gt;
: Sie finden diese Funktionen in den Bereichen inverse sowie direkte Kinematik. &lt;br /&gt;
: Per 'DS Korrektur' ändern Sie den aktuellen Datensatz, 'DS Neu' generiert einen zusätzlichen Datensatz am aktiven Ende eines Datensatz-Blocks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist 'DS Neu' de-aktiviert, sobald der aktuell gewählte Datensatz sich nicht am Block-Ende befindet; gleichsinniges gilt für die Offset Doppel-Pfeiltasten. Wollen Sie größere Änderungen vornehmen, so sollten Sie (im Feld 'Datensatz')&lt;br /&gt;
:* per 'DS Einfügen' einen Datensatz an aktueller Stelle einfügen, &lt;br /&gt;
:* per 'Anschluß DS suchen' das aktive Ende des Blockes (vorwärts/rückwärts) aufsuchen. &lt;br /&gt;
::Die Taste 'DS Neu' wird aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Koordinaten &amp;amp; Datensatz-Liste ==&lt;br /&gt;
Im unteren Teil des Bildschirmes werden (ab Zeile 51) die Kinematischen Bewegungsdaten zeilenweise gespeichert; links die XYZ-Koordinaten, rechts deren korrespondierende Winkel. &lt;br /&gt;
Über die Maske haben Sie direkten Zugriff auf bereits erstellte oder entstehende Datensätze sowie deren Korrektur.  Die in der Maske angezeigte Ordnungs-Nr. des Datensatzes wird mit dem Cursor ergänzend markiert. Sie finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 1 	      / 	(A)		Ordnungs-Nr. der Bewegungsstrategie&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 2 bis 4      / 	(B bis D)	Soll-Koordinate XYZ	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 5               / 	(E)		Soll-Vektor-Offset	des TCP (relativ)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 7 bis 9       / 	(G bis I)	Ist-Koordinate XYZ 	Portal / Fußpunkt  *)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 14 bis 16   / 	(N bis P)	Ist-Koordinate XYZ 	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 39 bis 50   / 	(AM bis AX)	Winkelwerte Achsen (A/B bis L/M)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Portal / Fußpunkt Ist-Koordinate''' &lt;br /&gt;
:* Sind in der Liste keine Fußpunkt-Koordinaten vorhanden, so arbeitet der Algorithmus &amp;quot;mit 0-Wert&amp;quot;. Arbeiten Sie mit dem Bahn-Generator, so werden Portal Koordinaten in der Koordinatenliste nur ausgewiesen, wenn sie von 0 abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Sind Fußpunkt-Koordinaten in der Liste vorhanden, so werden sie als Offset berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bahnsteuerung =&lt;br /&gt;
==CAD-Import ==&lt;br /&gt;
Sind Soll-Koordinaten (z.B. aus einem CAD-Programm) vorhanden, so werden sie zunächst mit den Excel-üblichen Befehlen in den Bereich der Sollkoordinaten (Spalten 2 bis 4 / bzw. B bis D) des Datenmoduls ab Zeile 50 übertragen. Das Programm generiert aus diesen TCP Soll-Koordinaten entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) die Winkelstellung der Knickarme und schreibt sie in das Bewegungsprotokoll. Hierzu werden die  Koordinaten entweder über den Button 'DS-Schritt' (Step by Step) aufgerufen oder per 'DS-Automatic' als Datenblock verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahngenerator ==&lt;br /&gt;
Sind keine (extern ermittelten) Soll-Koordinaten vorhanden, so müssen sie interaktiv generiert werden (Offline Teach-In). Die TCP-Bahn-Stützpunkte werden wahlweise als XYZ-Wert Absolut oder als Offset eingegeben und per 'DS Neu' bzw. 'DS Korrektur' verarbeitet. Der Bahngenerator &lt;br /&gt;
:- visualisiert &amp;quot;Real-time&amp;quot; die Bewegung im 3D-Raum entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) &lt;br /&gt;
:- erlaubt hierbei beliebig &amp;quot;Try &amp;amp; Error&amp;quot; und &lt;br /&gt;
:- erzeugt die XYZ-Koordinatenliste des TCP sowie das Knickarm-Bewegungsprotokoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Ein '''3D-Bézier Kurven Generator''' (s.u.) verbindet gefundene TCP-Bahn-Stützpunkte. Die vorgeschlagenen Bahnkurven sind individuell anpaßbar. &lt;br /&gt;
:- Ein '''Kreis Generator''' erzeugt frei im Raum positionierbare Kreis- und Spiralbahnen. ('''Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spirale''' und Kombinationen hieraus – links- rechtsläufig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CAD-Import''' und '''Bahngenerator''' greifen auf die gewählte Bewegungsstrategie zurück und ermöglichen eine kontinuierliche oder schrittweise Kontrollfahrt. Bestimmen Sie ggf. in direkter Kinematik eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Startpositionierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer interaktiven Arbeitssitzung erzeugt/speichert das Programm ein Bahnprofil mit Koordinaten und Winkelwerten. Wurden diese mit dem Bahngenerator erzeugt, so kann aus den gewonnenen Ist-Koordinaten eine ähnliche &amp;quot;parallel versetzte&amp;quot; Bahn mit den EXCEL-üblichen Befehlen &amp;quot;recht bequem&amp;quot; generiert werden: Die per Bahngenerator erzeugte Ist-Koordinatenliste wird mit entsprechendem Offset in den Soll-Koordinaten Bereich übertragen und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' erneut verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stellt sich heraus, daß ein Zielpunkt außerhalb der kinematischen Möglichkeiten liegt und daß das Problem durch verschieben des Roboter 'Schulter bzw. Fußpunktes' zu lösen sei, so muß nicht die bisherige Arbeit erneuert werden: Über den Portal-Offset wird eine neue Basisposition gewählt und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' ein neues Bewegungsprofil bei geändertem Fußpunkt erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Portal-Offset ist im Masken Bereich der 'direkten Kinematik' korrigierbar. &lt;br /&gt;
:- Der hier eingegebene Wert wird für den aktuellen Datensatz in der Koordinaten-Liste gespeichert. Clicken Sie hierzu den Button 'DS Korrektur' bzw. 'DS Neu'. &lt;br /&gt;
:- Um den bisherigen Portal-Offset beizubehalten, clicken sie den 'Doppelpfeil'  &amp;quot;rauf/runter&amp;quot; (im Feld Datensatz) je einmal, der bisherige Offset wird synchronisiert. &lt;br /&gt;
:- Beachten Sie hierzu die Supervisor-Information  'Parameter &amp;amp; Datenkonformität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TCP Spur ==&lt;br /&gt;
Die Grafik visualisiert aus beliebiger Perspektive die aktuell errechnete Winkelstellung der Knickarme im 3D-Raum und  (zu-/abschaltbar) die Bewegungsspur des TCP. Die Perspektiv-Einstellung hat keinen Einfluß auf die kinematische Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategien ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;..  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Strategien kann beliebig gewechselt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Wird die Arm-Position mit den Schiebern &amp;quot;in etwa&amp;quot; vorgewählt, so ermittelt der Algorithmus die Vektorlagen der Arme mit o.g. Präzision, ein Hindernis kann mit der Halb-Automatic so umfahren werden. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot; der Silhouette; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenkpunkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
sind Voll-Automatic Funktionen, sie generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position; diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
Der Algorithmus eignet sich für Bewegungen, denen genügend Arbeitsraum zur Verfügung steht, er benötigt wenige Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb jeder einzelnen Bewegungsstrategie verlaufen die Armbewegungen konsistent und erwartungsgemäß. &lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel ist jederzeit möglich, führt jedoch über eine im Detail undefinierte Streck-Bewegung des Armes. In dieser Bewegungsphase besteht erhöhte Kollisionsgefahr. Vgl. Tutorial / Kochbuch: 'Singularität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel &amp;amp; Teleskope ===&lt;br /&gt;
ähneln o.g. Voll-Automatic Funktionen. Der &amp;quot;End-Effektor&amp;quot; wird in paralleler Ebene zu sich selbst, bzw. in der Vektororientierung seiner eigenen Achse bewegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungsstrategie 'parallel' verwendet hierzu den absoluten bzw. relativen XYZ-Wert. 'Teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage entsprechend dem geforderten Vektor-Hub individuelle XYZ-Bewegungskomponenten, die per Knickarm-Kinematik zu einer teleskopartigen Bewegung des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot;  bzw. &amp;quot;Unterarmes&amp;quot; führen.&lt;br /&gt;
* Die Winkelorientierung dem Unterarm ggf. kaskadisch folgender Achsen bleibt bei beiden Strategien erhalten&lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel Parallel / Teleskop ist jederzeit ohne erhöhte Kollisionsgefahr möglich. Der Arbeitsbereich ist kleiner als der anderer Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier Generator ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben die wunderbare Eigenschaft, nicht nur 2 Punkte zu verbinden: &lt;br /&gt;
* Die Kurve läßt sich in weiten Grenzen mit mathematisch gut beherrschbaren &amp;quot;Anfassern&amp;quot; beliebig formen. Besonders hilfreich ist es, daß die Bézier Kurve ihre &amp;quot;Anfasser&amp;quot; punktgenau tangential verläßt bzw. tangential einläuft, vgl. Tutorial. &lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden so gehen beide nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Soweit die Theorie. Mehr hierzu unter: http://www.cnc-mac.de/html/bezier___spline_.html. In der Praxis bedarf es erheblicher Übung, mit den Anfassern eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Kurve zu generieren. Wir überlassen dies dem Bahngenerator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator fügt eine drei dimensionale Bézier Kurve mit 20 Stützpunkten ein, die Ihnen zur Beurteilung zunächst lediglich in der 3D-Grafik gezeigt wird. Im Sinne besserer Übersichtlichkeit werden alle anderen Bewegungsbahnen bis auf diese Kurve ausgeblendet.  &lt;br /&gt;
* Der Bahngenerator bestimmt aus der Vektorlage der zu verbindenden Bahn-Segmente deren Tangentenlage im 3D Raum und berechnet 3 Vorschlagsformen der Kurve, diese können recht ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich sein. &lt;br /&gt;
:- Per Click wählen Sie eine hiervon. &lt;br /&gt;
:- Mit den beiden 'Doppelpfeil-Tasten' ändern sie den Formfaktor (Amplitude) der gewählten Kurve. &lt;br /&gt;
Falls Sie die Kurvenorientierung ändern möchten, korrigieren Sie deren Tangenten-Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffnungswinkel und Abstand''' zum theoretischen Tangenten Schnittpunkt '''bestimmen in unterschiedlicher Gewichtung die 3 Basis-Kurven'''. &lt;br /&gt;
* Bei einem Öffnungswinkel von 90° und &lt;br /&gt;
:* gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt erzeugen Kurve 1) und 2) einen exakten ¼ Kreis. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
:* unterschiedlichem Abstand erzeugt Kurve 1) ein Oval, Kurve 2) eine Ellipse. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei anderen Öffnungswinkeln kommt die Vielfalt Béziers zum Tragen: &lt;br /&gt;
:* Kurve 1) verbindet die Bahn-Segmente bei beliebigem Öffnungswinkel jedoch gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt mit einem Kreissegment. &lt;br /&gt;
:* Tendenziell erzeugt Kurve 2) &lt;br /&gt;
::- bei flachen Öffnungswinkeln flachere Verrundungen als Kurve 1), &lt;br /&gt;
::- bei spitzeren Öffnungswinkeln spitzere Verrundungen als Kurve 1). &lt;br /&gt;
:* Liegen die Tangenten der zu verbindenden Segmente parallel, so erzeugt Kurve 1) einen Halbkreis, Kurve 2) eine Halb-Ellipse.&lt;br /&gt;
:* Kurve 3) &amp;quot;reagiert stärker&amp;quot; auf Änderungen des Öffnungswinkels und der Schnittpunktlage als die beiden anderen; dies kann in sehr &amp;quot;elegante&amp;quot; aber auch völlig unbrauchbare Kurven führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liegen zu verbindenden Bahnsegmente &amp;quot;parallel versetzt&amp;quot; (oder auch &amp;quot;schräg versetzt&amp;quot;), so werden sie mit einem &amp;quot;S-Bogen&amp;quot; verbunden; die Ausprägung des &amp;quot;S-Bogens&amp;quot; ist bei den 3 Kurven recht unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Für die Bedienung des Bahngenerators bedeutet dies, zwischen 'bestimmter' und 'unbestimmter' Bewegungs-Bahn zu unterscheiden. Die 'bestimmte' Bewegungs-Bahn ermöglicht einen präzis geführten Werkzeugeingriff, die 'unbestimmte' Bahn dient vorzugsweise einer &amp;quot;eleganten&amp;quot; Werkzeugbewegung im Raum ohne Werkzeugeingriff. Bahnsegmente mit Werkzeugeingriff generieren Sie in 'Inverser- Kinematik' mit den Bewegungsstrategien 1) bis 7). &lt;br /&gt;
* Muß die &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; Bahn präzise über einen oder mehrere ''bestimmte'' Raumpunkt geführt werden, so teilen Sie die Bahn in Segmentabschnitte. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. Ein gemeinsames Stützpunkt-Paar bestimmt die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier-Bahn &amp;amp; Arbeitsbereich ===&lt;br /&gt;
Der Bézier Kurven Generator prüft, ob die vorgeschlagene Kurve im Arbeitsbereich des Roboters liegt. Ob diese Kurve in 'Inverser Kinematik' durch den Roboterarm realisiert werden kann, hängt von den parametrierten Grenzwinkeln ab (vgl. Supervisor-Information). Die Algorithmen der 'Inversen Kinematik' melden ggf. eine 'Winkelwert Überschreitung'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kurve in eine 'Winkelwert Überschreitung' führt, haben Sie 2 Korrekturmöglichkeiten: &lt;br /&gt;
* Wählen Sie testweise eine andere der vorgeschlagenen Kurven oder stauchen Sie sie mit den Doppelpfeil-Tasten (Formfaktor &amp;lt; 1). &lt;br /&gt;
* Fahren Sie den Zielpunkt nicht über den kürzesten Weg an, sondern drehen Sie die Arme über die &amp;quot;Winkelposition 0°&amp;quot; zurück. Führen Sie den Roboterarm hierzu über &amp;quot;Hilfs-&amp;quot; Raumpunkte in die Ziel-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreise &amp;amp; Spiralen ===&lt;br /&gt;
wären als Cascadierter Bézier Spline zwar mit hoher Präzision möglich, jedoch ist die klassische Mathematik vorteilhafter, zumal hier ein höherer Bedien-Komfort realisierbar wird.&lt;br /&gt;
Im Sinne intuitiver Bedienung orientiert sich die Parametereingabe für Kreise &amp;amp; Spiralen an den beschriebenen Bézier-Abläufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreise erreichen nach einem 360° Umlauf Ihren Startpunkt, Spiralen drehen hierüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Sind für ein Kreiselement der Start und Endpunkt aus vorhandenen Anschluß Koordinaten ableitbar, so erfragt das Programm die Mittelpunktkoordinate und den Drehsinn. - Ist nur die Startkoordinate bekannt, so wird ergänzend der Drehwinkel abgefragt. &lt;br /&gt;
* Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spiralen erfordern zusätzlich die Angabe ''Steigung pro Umdrehung''.&lt;br /&gt;
Vorschlagswert hieraus sind Kreis Koordinaten für tangentialen Bahn Einlauf, abweichend ist jede beliebige Kreis- / Spirallage im 3D Raum per  'Doppelpfeil Taste'  individuell möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  '''''Kochbuch Inverse Kinematik'''''  finden Sie eine &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Positionierung &amp;amp; Orientierung ==&lt;br /&gt;
* Die Positionierung bestimmt die kartesische XYZ-Position des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; im Raum, &lt;br /&gt;
* die Orientierung unter welchen Winkeln er steht. &lt;br /&gt;
Beide Werte zusammen definieren seine Vektorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte, &amp;quot;Haupt-Achsen parallele&amp;quot; Ausrichtung des End-Effektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine kostengünstige Lösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Demo-Beispiel  ''Labyrinth von Chartres''  steht der Roboterarm zunächst senkrecht in 'Home-Position'. Bei Eintritt in das Labyrinth weist der 'End Effector' Arm G/H 'senkrecht nach unten'. &lt;br /&gt;
* Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung gewechselt! &lt;br /&gt;
:Per Bewegungsstrategie 6) bzw. 7) wird diese Orientierung mit höchster Präzision beibehalten. Im Beispiel liegt der Orientierungsfehler am Bahn-Ende – nach etwa 1000 Bahnpunkten – in der Größenordnung 1/10 Promille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres TCP Orientierung 02.gif|1500px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Orientierungswechsel des End Effektors währen der 3D-Bézier-Fahrt'''. - Das Demo-Beispiel ändert auch die Betrachtungsperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierung des End Effektors ===&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator berechnet einen Neuen Datensatz stets basierend auf der aktiven / aktuell angezeigten Ist-Position und der hierzu gehörenden Orientierung.&lt;br /&gt;
* Soll die Orientierung bei Beibehaltung der Bahn-Position korrigiert werden, so wird zunächst die aktuelle Position per Button 'Übernahme Ist-Position' &amp;quot;vorgemerkt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* In Direkter Kinematik wird die gewünschte Orientierung 'per Schieber' gewählt. &lt;br /&gt;
:- Diese Um-Orientierung führt zunächst in eine Änderung der Position! &lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;zuvor vorgemerkte&amp;quot; Position wird in der neu gewählten Orientierung mit 'Strategie 6) parallel' in 'Inverser Kinematik' angefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachten Sie, daß eine Um-Orientierung bei großer Schrittweite (horizontal / senkrecht) über undefinierte Detail-Bewegung führen kann. Legen Sie diese Bewegungsphase in einen unkritischen Bewegungsbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Hilfreich zur Kontrolle ist die Koordinaten-Übersicht unmittelbar rechts neben der Grafik.&lt;br /&gt;
:- Für eine senkrechte Orientierung der Achse G/H sind deren X und Z-Koordinaten gleich, &lt;br /&gt;
:- für eine horizontale die Y-Koordinaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mit den Schiebern B/C,  D/E,  F/G stellen Sie eine senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors G/H in beliebiger Position ein. &lt;br /&gt;
:- Beträgt die Winkelsumme 0° bzw. 180°, so steht er senkrecht, bei 90°/270° horizontal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Bézier&amp;quot;- Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Der Bahngenerator erzeugt tangential in die Anschlußsegmente einlaufende 3D Bézier-Kurven. Wurden die Anschlußsegmente mit 'Strategie 7), teleskopisch' erzeugt, so steht der End Effektor in diesem Datensatzbereich ebenfalls tangential. Die 'Strategie 6) parallel' übernimmt diese &amp;quot;auslaufenden Orientierung&amp;quot; – und behält sie bei. Allerdings wird diese Orientierung nur selten die Orientierung des Anschlußsegmentes der einlaufenden Bahn sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''produktspezifische'' Lösung dieser Aufgaben finden Sie im PDF-Handbuch. Das '''Kochbuch''' ''Inverse Kinematik'' führt ergänzend &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; durch diesen Themenkreis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik ==&lt;br /&gt;
Ist ein Knickarm Roboter auf Portal verfahrbar, so überlagern sich beide Bewegungskomponenten. Dies erhöht die Anzahl der Freiheitsgrade enorm. Um trotzdem gezielt Einfluß auf die Kinematik nehmen zu können, referenziert die Berechnung der Knickarm-Winkel auf die aktuelle Fußpunkt Position. &lt;br /&gt;
* Wählen Sie eine ''Fußpunktposition'' in  ''Direkter Kinematik'' und die ''XYZ-Zielkoordinate'' des TCP im Maskenbereich der  ''Inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
* Beide Bewegungskomponenten lassen sich so zu einer komplexen Gesamtbewegung kombinieren – und bestimmen die Orientierung des TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die TCP Position bei geänderter Fußpunkt Koordinate beibehalten werden, so &lt;br /&gt;
:- clicken Sie zunächst den Button 'Übernahme Ist-Position' (Feld  'Zielposition absolut'), &lt;br /&gt;
:- korrigieren Sie die Fußpunkt Koordinate, &lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Neu' (Bereich  direkte Kinematik)&lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Korrektur' (im Feld  'Zielposition  absolut'). &lt;br /&gt;
* Diese Orientierungsänderung bei gleicher XYZ-Position führt in eine &amp;quot;Biege-Bewegung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionierfehler &amp;amp; Watchdog ==&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie die Soll-Werte erzeugt wurden, werden die Datensatz Ist-Werte in inverser Kinematik entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie berechnet und als korrespondierende Knickarm-Winkel gespeichert. In direkter Kinematik wird aus diesen Knickarm-Winkeln der XYZ-Wert des TCP errechnet. Das Verfahren mag umständlich sein, ermöglicht jedoch einen Soll/Ist Vergleich. Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des TCP liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Watchdog-Algorithmus überwacht intern die Soll/Ist-Abweichung und schlägt ggf. Alarm. Falls der Zielpunkt nicht berechenbar oder kinematisch nicht erreichbar ist, wird eine Fehlermeldung generiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kinematische Bewegungsebenen =&lt;br /&gt;
==Parallele Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der bisher besprochenen Bewegungsstrategien erwarten, daß sich die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; in parallelen Ebenen bewegen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik (vgl. Tutorial) erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schiefe Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Drehmöglichkeit einer Schwenkachse zwischen Schulterpunkt und Handgelenk erhöht die Bewegungsvielfalt enorm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil wird mit einer komplexen Mechanik, einer nochmals gesteigerten kinematischer Überbestimmung und ''parasitären Bewegungskomponenten'' erkauft: &lt;br /&gt;
* Jede schiefwinklige Bewegung eines Armsegmentes beinhaltet neben einer zielführenden Bewegung eine nicht gewünschte Vektorkomponente, die durch Gegenbewegung anderer Armsegmente kompensiert werden muß; der Rechenaufwand steigt extrem – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. Es müssen 3D- Näherungsalgorithmen verwendet werden (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein Watchdog-Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; ggf. generierteine er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Version 6.0 wird ein gegenüber den ältern Versionen deutlich schneller und präziser arbeitender Schief-Algorithmus eingeführt, Positionierfehler liegen nunmehr in der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-4&amp;lt;/sup&amp;gt; – und besser. Der Algorithmus beherrscht alle Bewegungsstrategien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm prüft selbstständig, ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere &amp;amp; präzisere Parallel-Algorithmus geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Theorie &amp;amp; Praxis =&lt;br /&gt;
Dieser Praxis orientierte Artikel ist ein produkt-neutralisierter Handbuch-Auszug. &lt;br /&gt;
* Im Orig. Handbuch finden Sie Supervisor-Informationen, wie das Programm der Mechanik-Struktur Ihres Gelenkarmroboters und dessen Maßen angepaßt wird, so daß die Mathematik des ''3D Gelenk-Baukasten'' und Roboter-Mechanik kongruent sind. Die mathematischen Positionierfehler liegen dann in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm - und dies ist gewiß eine Herausforderung an die Robotermechanik!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Anhang zum Handbuch ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; ''Inverse Kinematik''. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
* Theoretischen Background erläutert Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt, vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] &amp;amp; [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28378</id>
		<title>Inverse Kinematik 2 – Praxis</title>
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				<updated>2019-08-09T14:04:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach. Ganz so einfach war es dann doch nicht. &lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  ''kostenlose Test und Demo-Version''] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 2 finden Sie Praxis orientierte Problemlösungen. Besprochen werden ein 3D Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
: Hierzu sollten Sie die kostenlose Test und Demo-Version downloaden. &lt;br /&gt;
* Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]] gibt theoretischen Back-Ground. Hier finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, theoretische Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation. Für die Nutzung des Gelenkbaukastens ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu lesen – es kann aber hilfreich sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten =&lt;br /&gt;
: Dieser Artikel ist ein (weitestgehnd) produkt-neutraler Handbuch–Auszug; er orientiert sich jedoch an der auf EXCEL®-Basis realisierten Problemlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systemüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukasten ist aus der Aufgabe entstanden, anwenderorientiert und Hardware neutral &lt;br /&gt;
* Rotations- und Teleskopachsen für Knickarm-Robotersysteme beliebiger Bauart &amp;amp; Geometrie - ggf. auf Portal verfahrbar - mathematisch zusammenzustellen, um deren ''Bewegungsbahn 3D zu simulieren'', &lt;br /&gt;
:* eine gegebene Hardware hierzu produktspezifisch zu parametrieren &lt;br /&gt;
:* oder durch Auswahl geeigneter Hardware Komponenten ein optimales Gesamtsystem zu konfigurieren.&lt;br /&gt;
* Gelenk-Winkel und XYZ-Koordinaten wahlweise  direkt oder invers  zu berechnen und&lt;br /&gt;
* das Roboter-System im 3D-Raum zu visualisieren. &lt;br /&gt;
* In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's berechnet der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh-Achse). Der Algorithmus ermöglicht beliebig viele kaskadierbare Achsen und ist somit erweiterbar.&lt;br /&gt;
* Das Ergebnis steht numerisch (16-stellig / Fließkomma 15 Ziffern) zur Verfügung und wird ergänzend als 3D Grafik visualisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte Kinematik ===&lt;br /&gt;
Die kinematischen Grenzen werden durch Parametrierung der Achs-Längen, ihrer XYZ-Grundorientierung und der max. Achs-Drehwinkel definiert. An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. Die Werte werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inverse Kinematik ===&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt RoBo-mac mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien. Der Algorithmus basiert auf trigonometrischen und iterativen Elementen. Er arbeitet unabhängig von der Vorwärts Kinematik und nutzt diese für die Ergebnis-Visualisierung sowie die  Positionskontrolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; bzw. Tool Center Points (TCP) liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahngenerator ===&lt;br /&gt;
Ein interaktiver Bahngenerator erzeugt individuelle Bewegungsbahnen. &lt;br /&gt;
Der Baukasten beherrscht Kreise, zylindrische &amp;amp; archimedische Spiralen sowie 3D Bézier-Kurven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive==&lt;br /&gt;
'''Achs-Drehwinkel und Perspektive werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo-mac_Baukasten.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive, YouTube===&lt;br /&gt;
Das Original-Video (Bild oben rechts) besteht aus mehr als 3.000 Frames  - das sprengt alles; daher in YouTube:  https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kartesische Koordinaten und Roboter Kinematik=&lt;br /&gt;
Legen wir ein Blatt Papier auf den Tisch und zeichnen mit dem Bleistift ein Achsenkreuz – wir können dies auch mit einem CAD-System am Bildschirm tun – so hat der Kreuzungspunkt per Definition die Bezeichnung &amp;quot;0 / 0&amp;quot;. X- und Y-Wert sind also beide gleich &amp;quot;0&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kreuzungspunkt liegt in einem willkürlichen Versatz zum Papier- bzw. Bildschirmrand, Bildschirm bzw. Papier befinden sich in willkürlichem Abstand und Winkel zum Schreibtischrand, der Schreibtisch steht irgendwo im (Büro-) Raum usw. &lt;br /&gt;
* Jeder dieser Gegenstände hat eine Bezugskante, von der üblicher Weise gemessen wird. Und, jeder dieser Gegenstände wird von einem anderen &amp;quot;umhaust&amp;quot;, - er hat relative Koordinaten zu dieser Umhausung. &lt;br /&gt;
: Eingebetet ist das System relativer Koordinaten in das Weltkoordinatensystem, auf das allerdings nur selten referenziert werden muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir vor der Aufgabe stehen, daß ein Roboter gezielt irgendwo hingreifen oder eine Bewegungsbahn fahren muß, müssen wir den Zielpunkt in einem (kartesischen) Koordinatensystem erfassen auf das auch der Roboter-Fußpunkt referenziert. Während das Kartesische System achsparallel ohne Winkelwerte arbeitet sind Winkelwerte, - kaskadisch aneinander gereiht - der einzige Bezug zwischen Roboter-Fußpunkt und dem &amp;quot;End-Effektor / TCP&amp;quot;; dem Teil, das bewegt und in Position gebracht werden soll (vgl. Bild oben mitte, Pkt. &amp;quot;M&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehwinkel werden in Grad gemessen – so haben wir es in der Schule gelernt! Ein Vollkreis hat 360° (Grad) – und das hat sich eingeprägt, wenngleich es andere Maß Systeme der Winkelmessung gibt: In der Geodäsie wird der Vollkreis mit 400 Gon (Neu-Grad) gemessen. &lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen arbeitet intern im &amp;quot;Bogenmaß&amp;quot;; ein Vollkreis hat den Winkelwert &amp;quot;2 PI&amp;quot; – was nicht ganz zufällig dem Kreisumfang bei Radius = 1 entspricht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Achse kann sich beliebig oft um sich selbst drehen. 2 Umdrehungen entsprechen im (Alt-) Gradsystem einem Drehwinkel von 720°. Mathematisch ist dies unproblematisch, mechanisch ist eine Roboterachse - zumindest bei Gelenk- bzw. Knickarmrobotern - jedoch auf meist eine Vollkreisdrehung – manchmal etwas mehr – beschränkt. SCARA haben meist eine größere Freiheit. Gemeinsam ist diesen Systemen, daß nach Erreichen des maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückgedreht&amp;quot; werden muß. Robotersysteme haben somit zwischen beiden Endlagen einen Nullpunkt, der meist als symmetrisch mittig definiert wird. Sind alle Arme gestreckt, so steht das System in &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; (vgl.Bild oben rechts). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition referenziert jede Drehung eines Armes auf die Stellung des (kaskadisch vorhergehenden) Armes. Gemessen wird der Winkel zwischen den jeweils benachbarten Armen. Eigentlich beträgt der Winkel zwischen gestreckten Armen 180° (im 0° bis 360° System); da andererseits die Streckstellung aller Arme als &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; bezeichnet wird, macht es Sinn, den Bezugsnullpunkt in diese Position zu legen. Das Bezugssystem ist dann als  +/- 180° System definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unsere Aufgabe bezogen, den Roboter gezielt &amp;quot;irgendwo&amp;quot; hingreifen zu lassen, bedeutet dies, das &amp;quot;Irgendwo&amp;quot; kartesisch zu definieren und den Roboter im kartesischen System geeignet zu positionieren, den Rest übernimmt der MATHEMATISCHE 3D GELENK-BAUKASTEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die ersten Schritte =&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich in die Thematik einarbeiten, werden Sie recht schnell zu dem Schluß kommen: &lt;br /&gt;
* Der Gelenkbaukasten bietet kinematische Bewegungsmöglichkeiten die zu beherrschen einige Erfahrung erfordert. Es ist wie beim Klavierspielen: Das Instrument wird vom Pianisten zum Leben erweckt! Und hier macht Übung den Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Üben Sie, Sie können nichts kaputt machen, der Baukasten ist sehr bedien-tolerant. Ich habe bei der Entwicklung hohen Wert auf &amp;quot;Bediener-Komfort&amp;quot; und darauf gelegt, &amp;quot;Bedienungsfehler&amp;quot; (grausame Ausrede inkompetenter Entwickler) automatisch abzufangen. Vieles von dem was Sie tun überprüfet ein Algorithmus im Hintergrund auf Plausibilität – und meldet sich! &lt;br /&gt;
:Stöbern Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Ungeduldige ==&lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm&amp;quot; zeigt (nach Initialisierung der kostenlosen Test- und Demo Version) einen Bewegungsablauf. Clicken Sie in der Grafik (oben links) &amp;quot;Control-Center&amp;quot;; eine Maske erscheint; clicken Sie (Maske mitte unten) &amp;quot;Simulation Bewegung / vorwärts&amp;quot;; der Arm fährt eine Bewegungsbahn.  &lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm_schief&amp;quot; ist Beispiel einer komplexen Inversen Kinematik mit in sich gedrehtem Arm (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
* Strategie-Demo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: verlassen Sie das 'Control-Center'. In der 3D Grafik (oben rechts) finden Sie den Button 'Demo-Menü'. Die Demo-Beispiele zeigen mögliche Bewegungs-Strategien – und geben einen Einblick in die Problematik kinematischer Überbestimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Lernwillige ==&lt;br /&gt;
* führt dieses Handbuch Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten des 3D Gelenk-Baukastens. Sie finden eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Bewegungsbahn selbst zu generieren oder aus einem CAD-System zu importieren. Zu Maskenfunktionen finden Sie ein &amp;quot;wie, warum und wozu&amp;quot;! &lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; im Anhang des Manuals zeigt (hoffentlich) praxisorientiert, wie die Demo-Datei generiert wurde. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über die &amp;quot;normale&amp;quot; Knickarm-Robotik hinaus beherrscht der Programm-Algorithmus &lt;br /&gt;
: - in der Länge veränderbare Teleskop-Achsen sowie &lt;br /&gt;
: - kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parametrierung ==&lt;br /&gt;
* Die Roboter-Mathematik dieses Baukastens ist entsprechend der mechanischen Roboter-Hardware individuell parametrierbar; mehr hierzu im orig. Handbuch / Kapitel Supervisor-Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bildschirm- und Maskenaufbau =&lt;br /&gt;
==Bildschirm ==&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben links&lt;br /&gt;
: Grafik:  Stilisierte Armstellung im 3D-Raum. &lt;br /&gt;
: Der 3D-Raum ist kontinuierlich zwischen Maus &amp;amp; Vogelperspektive einstellbar. Die Einstellung hat keinen Einfluß auf die Berechnung. &lt;br /&gt;
: - In der Grafik oben links der Button 'Control-Center', der die Maske aufruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben rechts&lt;br /&gt;
: ganz oben Perspektiv-Schieber, darunter die  aktuellen XYZ Koordinaten aller Gelenke.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm unten links / rechts&lt;br /&gt;
: Kinematische Bewegungsdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedienerhinweise ==&lt;br /&gt;
* '''Sprachumschaltung :'''  Maske 'Start'  (derzeit Deutsch / English, weitere Sprachen möglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maske 'Robotic'===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Maske 'Robotic' ''' mag zunächst &amp;quot;erschlagend&amp;quot; wirken, ermöglicht jedoch ''ohne Maskenwechsel'' nahezu alle kinematischen Funktionen und Befehle: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Direkte''' (vorwärts) '''Kinematik''', &lt;br /&gt;
* Berechnung der XYZ-Koordinaten des TCP aus Winkelstellung der Knickarme &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inverse''' (rückwärts) '''Kinematik''' &lt;br /&gt;
* Berechnung der Knickarm-Winkelstellung aus vorgegeben XYZ-Koordinaten des TCP&lt;br /&gt;
* freie, interaktive Off-line Entwicklung einer Bewegungsbahn aus linearen, Kreis- &amp;amp; Spiral-Elementen sowie 3D-Bézier Kurven.&lt;br /&gt;
* automatische Transformation einer extern vorgegeben Bewegungsbahn &lt;br /&gt;
* 8 frei wählbare Bewegungsstrategien der Knickarme &lt;br /&gt;
* sowie die Möglichkeit, Knickarm Roboter zusätzlich auf XYZ-Portal zu verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last not lease&lt;br /&gt;
* 3D-Visualisierung der Roboter Knickarme und einer Bewegungsspur des TCP aus frei wählbarer Maus- bis Adler-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieses Leistungsspektrum mag &amp;quot;erschlagen&amp;quot;; wir betrachten es schrittweise. Zunächst den Maskenaufbau. Grundsätzlich gilt: Sie können nichts kaputt machen – probieren Sie!&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo_Maske_Inv-Kinematik_Deutsch_04.gif|800px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Maske zeigt 3 Säulen''', &lt;br /&gt;
: '''links''': inverse Kinematik &amp;amp; Bahngenerator, '''rechts''': direkte Kinematik, '''Mitte''': Zusatzfunktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik invers ====	&lt;br /&gt;
alle Werte dieses Blocks (links oben) beziehen sich auf den TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die aktuelle Ist-Position wird im XYZ-Koordinatenfenster (ganz oben) angezeigt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Linear'''&lt;br /&gt;
* Ziel Position (absolut). &lt;br /&gt;
: Der Wert wird im XYZ-Koordinatenfenster eingegeben. &lt;br /&gt;
: Falls sinnvoll, kann der Ist-Wert zuvor ins Ziel-Feld kopiert (Übernahme 'Ist-Position') und danach geändert werden. Wahlweise wird diese Ziel Position als ''Neuer Datensatz'' (DS-Neu) hinzugefügt oder der aktuell gewählte ''Datensatz korrigiert'' (DS-Korrektur).&lt;br /&gt;
: Die Achs-Winkelwerte werden hieraus OnLine errechnet und dem aktuellen Datensatz (s.u.) hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ziel Position (Offset).&lt;br /&gt;
: Der Offset bewegt den TCP - bezogen auf seine aktuelle Position - stets um den gleichen Wert mit den Doppel-Pfeiltasten wahlweise vorwärts / rückwärts. Er ist entweder &lt;br /&gt;
:* als kartesischer Zielwert (XYZ) oder &lt;br /&gt;
:* als Vektor-Hub führ in eine teleskopartige 'Unter-Arm'-Bewegung definierbar. &lt;br /&gt;
: Der aktive Offset färbt sich 'rot'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurve'''&lt;br /&gt;
Bézier / Kreis &amp;amp; Spirale (ab Controller-Version 5.6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedienerführung wählt aus 2 recht ähnlichen LayOuts. Ein jeweils einzelner 'Button' führt bei beiden Bahnkurven durch die Prozeßschritte. Die Bahn Stützpunkte werden zunächst errechnet, die Bahn als 3D Vorschau zur visuellen Kontrolle / Korrektur gezeigt und nach Freigabe die Armbewegungen in Inverser Kinematik aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3D-Bezier &lt;br /&gt;
:Die Bézier 3D Funktion verbindet zwei getrennte (lineare Teleskop-) Bahn-Segmente beliebiger Vektorlage mit den &amp;quot;weichen Übergängen&amp;quot; einer 3D-Bézier Kurve. Der Kurven Generator schlägt 3 Bezier Lösungen zur Auswahl 'per Click' vor. Diese können &amp;quot;so wie sie sind&amp;quot; akzeptiert oder per Doppelpfeil individuell gestaucht bzw. gestreckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kreis &amp;amp; Spiral Generator &lt;br /&gt;
:kennt 3 Modi: Kreise oder Spiralen (archimedisch, zylindrisch bzw. deren Kombination) sind frei parametrierbar. Sie schmiegen sich entweder tangential an (Mod. 1) oder sind im 3D-Raum frei positionierbar (Mod. 2). Per Doppelpfeil können sie wahlweise um ihren Mittelpunkt oder den peripheren Tangentenpunkt gedreht /orientiert werden. &lt;br /&gt;
:Modus 3: Aus einer Datenliste der Segment-Eckpunkten werden die Kreisbahn Stützpunkte berechnet; das ist das Beispiel  &amp;quot;Labyrinth von Chartres&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Datensatz''' &lt;br /&gt;
: wählen Sie den zu bearbeitenden Datensatz mit seiner Ordnungs-Nr. oder den Pfeiltasten. Falls bereits mehrere Datensätze vorhandenen sind und Sie den letzten einer Liste aufrufen wollen, clicken Sie 'Anschluß DS (suchen)'. So Sie einen vorhandenen aus der Liste löschen oder einen zusätzlichen einfügen wollen, clicken Sie: 'DS-Neu' / 'DS-Löschen'.&lt;br /&gt;
: Es kann sinnvoll sein, die Anfahr-Koordinaten eines Zieles vom Ziel aus gesehen &amp;quot;rückwärts&amp;quot; zu entwickeln. In der Praxis können hierbei zunächst 2 getrennte Bewegungsfragmente (Start-Fragment / Ziel-Fragment) entstehen, die es zu schließen gilt. Die Rast-Taste 'vorwärts / rückwärts' wählt in Zusammenarbeit mit 'Anschluß DS (suchen)' das entsprechende Fragment und dreht die Suchrichtung im 'Ziel-Fragment' um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''3D-Perspektive &amp;amp; Zoom'''&lt;br /&gt;
: wählen Sie mit den Doppel-Pfeiltasten die 3D-Perspektive. Der Knopf 'Reset' führt aus &amp;quot;unglücklichen&amp;quot; Perspektiven zurück in eine klassische 3D-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Parallel hierzu zeigt das Daten-Modul im Info-Feld – oben rechts neben der Grafik – die gewählten Perspektivwinkel numerisch. &lt;br /&gt;
: - Bei nicht aktivem Control-Center sind die Schieber des Info-Feldes aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ab Version 5.7 kann das rechtshändige Koordinatensystem (Z-Achse zeigt vorwärts aus der Zeichenebene) in ein linkshändiges 'gespiegelt'  werden (Z-Achse zeigt nach hinten). &lt;br /&gt;
:* Beachten Sie bitte: &lt;br /&gt;
:: Die Umschaltung der perspektivischen Darstellung hat auf die kinematischen Berechnungen keinerlei Einfluß. &lt;br /&gt;
:: Diese  'Spiegelung'  dient lediglich der optischen Anpassung an die perspektivische Erwartung. Merke: ''Spiegelung''  ist nicht durch  ''Drehung''  erreichbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bewegungsstrategie / Silhouette'''&lt;br /&gt;
: Mehreren Bewegungsstrategien stehen zur Auswahl. Beispiele, wie diese Strategien arbeiten, finden Sie im Makro-Menü unter &amp;quot;Strategie-Demo…&amp;quot;. Die gewählte Bewegungsstrategie bestimmt den Algorithmus der inversen Kinematik. &lt;br /&gt;
: - Clicken Sie eine Strategie Ihrer Wahl. Im oberen Fenster-Bereich erscheint eine Info, ob diese für Parallel Kinematik, Schief Kinematik oder beide geeignet ist (vgl. Tutorial).&lt;br /&gt;
: - Ein Wechsel zwischen den Bewegungsstrategien ist jederzeit möglich. &lt;br /&gt;
: - Die Strategien 6 und 7 erzeugen ab Handgelenk-Punkt lineare Bewegungen und somit konstante Orientierung der Abtriebs-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Koordinaten Liste''' &lt;br /&gt;
: Die Liste extern erzeugter XYZ Koordinaten des TCP wird - entsprechend der Bewegungsstrategie - in die Winkel der Knickarme transferiert; schrittweise oder automatisch für die gesamte Liste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Simulation Bewegung''' &lt;br /&gt;
: Die Bewegungssimulation visualisiert im zügigen Durchlauf die einzelnen Datensätze. Die bereits bekannte Rasttaste 'vorwärts / rückwärts' bestimmt die Laufrichtung: &lt;br /&gt;
: ''Vorwärts'': Start-Punkt bis zum aktuellen Datensatz / aktueller Datensatz bis Zielpunkt &lt;br /&gt;
: ''Rückwärts'': In umgekehrter Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Spur'''&lt;br /&gt;
: Die Bewegungsspur des TCP läßt sich per Rasttaste zu/abschalten. Angezeigt wird die Spur zwischen Startpunkt und dem (beim Clicken der Taste) aktuellen Datensatz. Sie kann über die Tasten 'Simulation Bewegung' bzw. die Befehlsgruppe 'Datensatz' mit den Doppel-Pfeiltasten frei durchlaufen und so ein gesuchter Datensatz visuell gefunden werden. Mit Aufruf der Maske wird die Spur automatisch aktiviert – und kann ggf. abgeschaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Stop'''&lt;br /&gt;
: eine 'Stop-Taste' erscheint, sobald ''Simulation Bewegung'' oder ''Koordinaten Liste automatic'' gewählt ist. Die Funktion bricht ab, der Datensatz wird zum aktuellen Datensatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik direkt ==== &lt;br /&gt;
: Dieses Feld (rechts oben) zeigt Winkelschieber für 12 Achsen (A/B bis L/M) sowie den aktuell eingestellten Winkelwert, wahlweise im 0-360° oder -180° / +180° System. Nur die Schieber, die im Rahmen der Parametrierung aktiviert wurden, sind aktiv. &lt;br /&gt;
:* Die direkte Kinematik dient in erster Linie dazu, eine &amp;quot;vernünftige Startposition&amp;quot;, die Orientierung des TCP-Trägerarmes als Ausgangspunkt der inversen Kinematik oder auch Stützpunkte zur Umfahrung eines Hindernisses manuell zu bestimmen. Man braucht sie selten, aber man braucht sie. Vieles ist hier Sisyphus &amp;amp; Try and Error. &lt;br /&gt;
:* Ist in direkter Kinematik eine Winkelposition gefunden, so kann sie der Datensatz-Liste über den Button 'DS-Neu' bzw. DS-Korrektur' (s. unten) direkt zugeführt werden. &lt;br /&gt;
:* Hat nach dem Gesetz der größten Gemeinheit Murphy zugeschlagen und die Knickarme stehen völlig daneben, so können die Schieber mit den Doppel-Pfeiltasten des Bereiches Datensatz auf die Werte des List-Datensatzes synchronisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Basiskoordinate Portal''' 			rechts unten &lt;br /&gt;
: Koordinaten und Winkel-Berechnungen referenzieren auf den Achs-Fußpunkt XYZ. &lt;br /&gt;
:* Komplexe Robotersysteme arbeiten mit verfahrbarem Fußpunkt auf XYZ-Portal. Der Algorithmus inverser Kinematik berücksichtigt bei der Knickarm Berechnung die in direkter Kinematik vorgewählte Portal-Kordinate. &lt;br /&gt;
:* Die Verschiebung der Basiskoordinaten ermöglicht es auch, eine feste Fußpunkt Position entsprechend den kinematischen Möglichkeiten der Roboter-Mechanik zu optimieren.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Button 'DS Neu' &amp;amp; 'DS Korrektur' ''' &lt;br /&gt;
: Sie finden diese Funktionen in den Bereichen inverse sowie direkte Kinematik. &lt;br /&gt;
: Per 'DS Korrektur' ändern Sie den aktuellen Datensatz, 'DS Neu' generiert einen zusätzlichen Datensatz am aktiven Ende eines Datensatz-Blocks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist 'DS Neu' de-aktiviert, sobald der aktuell gewählte Datensatz sich nicht am Block-Ende befindet; gleichsinniges gilt für die Offset Doppel-Pfeiltasten. Wollen Sie größere Änderungen vornehmen, so sollten Sie (im Feld 'Datensatz')&lt;br /&gt;
:* per 'DS Einfügen' einen Datensatz an aktueller Stelle einfügen, &lt;br /&gt;
:* per 'Anschluß DS suchen' das aktive Ende des Blockes (vorwärts/rückwärts) aufsuchen. &lt;br /&gt;
::Die Taste 'DS Neu' wird aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Koordinaten &amp;amp; Datensatz-Liste ==&lt;br /&gt;
Im unteren Teil des Bildschirmes werden (ab Zeile 51) die Kinematischen Bewegungsdaten zeilenweise gespeichert; links die XYZ-Koordinaten, rechts deren korrespondierende Winkel. &lt;br /&gt;
Über die Maske haben Sie direkten Zugriff auf bereits erstellte oder entstehende Datensätze sowie deren Korrektur.  Die in der Maske angezeigte Ordnungs-Nr. des Datensatzes wird mit dem Cursor ergänzend markiert. Sie finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 1 	      / 	(A)		Ordnungs-Nr. der Bewegungsstrategie&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 2 bis 4      / 	(B bis D)	Soll-Koordinate XYZ	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 5               / 	(E)		Soll-Vektor-Offset	des TCP (relativ)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 7 bis 9       / 	(G bis I)	Ist-Koordinate XYZ 	Portal / Fußpunkt  *)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 14 bis 16   / 	(N bis P)	Ist-Koordinate XYZ 	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 39 bis 50   / 	(AM bis AX)	Winkelwerte Achsen (A/B bis L/M)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Portal / Fußpunkt Ist-Koordinate''' &lt;br /&gt;
:* Sind in der Liste keine Fußpunkt-Koordinaten vorhanden, so arbeitet der Algorithmus &amp;quot;mit 0-Wert&amp;quot;. Arbeiten Sie mit dem Bahn-Generator, so werden Portal Koordinaten in der Koordinatenliste nur ausgewiesen, wenn sie von 0 abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Sind Fußpunkt-Koordinaten in der Liste vorhanden, so werden sie als Offset berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bahnsteuerung =&lt;br /&gt;
==CAD-Import ==&lt;br /&gt;
Sind Soll-Koordinaten (z.B. aus einem CAD-Programm) vorhanden, so werden sie zunächst mit den Excel-üblichen Befehlen in den Bereich der Sollkoordinaten (Spalten 2 bis 4 / bzw. B bis D) des Datenmoduls ab Zeile 50 übertragen. Das Programm generiert aus diesen TCP Soll-Koordinaten entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) die Winkelstellung der Knickarme und schreibt sie in das Bewegungsprotokoll. Hierzu werden die  Koordinaten entweder über den Button 'DS-Schritt' (Step by Step) aufgerufen oder per 'DS-Automatic' als Datenblock verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahngenerator ==&lt;br /&gt;
Sind keine (extern ermittelten) Soll-Koordinaten vorhanden, so müssen sie interaktiv generiert werden (Offline Teach-In). Die TCP-Bahn-Stützpunkte werden wahlweise als XYZ-Wert Absolut oder als Offset eingegeben und per 'DS Neu' bzw. 'DS Korrektur' verarbeitet. Der Bahngenerator &lt;br /&gt;
:- visualisiert &amp;quot;Real-time&amp;quot; die Bewegung im 3D-Raum entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) &lt;br /&gt;
:- erlaubt hierbei beliebig &amp;quot;Try &amp;amp; Error&amp;quot; und &lt;br /&gt;
:- erzeugt die XYZ-Koordinatenliste des TCP sowie das Knickarm-Bewegungsprotokoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Ein '''3D-Bézier Kurven Generator''' (s.u.) verbindet gefundene TCP-Bahn-Stützpunkte. Die vorgeschlagenen Bahnkurven sind individuell anpaßbar. &lt;br /&gt;
:- Ein '''Kreis Generator''' erzeugt frei im Raum positionierbare Kreis- und Spiralbahnen. ('''Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spirale''' und Kombinationen hieraus – links- rechtsläufig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CAD-Import''' und '''Bahngenerator''' greifen auf die gewählte Bewegungsstrategie zurück und ermöglichen eine kontinuierliche oder schrittweise Kontrollfahrt. Bestimmen Sie ggf. in direkter Kinematik eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Startpositionierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer interaktiven Arbeitssitzung erzeugt/speichert das Programm ein Bahnprofil mit Koordinaten und Winkelwerten. Wurden diese mit dem Bahngenerator erzeugt, so kann aus den gewonnenen Ist-Koordinaten eine ähnliche &amp;quot;parallel versetzte&amp;quot; Bahn mit den EXCEL-üblichen Befehlen &amp;quot;recht bequem&amp;quot; generiert werden: Die per Bahngenerator erzeugte Ist-Koordinatenliste wird mit entsprechendem Offset in den Soll-Koordinaten Bereich übertragen und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' erneut verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stellt sich heraus, daß ein Zielpunkt außerhalb der kinematischen Möglichkeiten liegt und daß das Problem durch verschieben des Roboter 'Schulter bzw. Fußpunktes' zu lösen sei, so muß nicht die bisherige Arbeit erneuert werden: Über den Portal-Offset wird eine neue Basisposition gewählt und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' ein neues Bewegungsprofil bei geändertem Fußpunkt erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Portal-Offset ist im Masken Bereich der 'direkten Kinematik' korrigierbar. &lt;br /&gt;
:- Der hier eingegebene Wert wird für den aktuellen Datensatz in der Koordinaten-Liste gespeichert. Clicken Sie hierzu den Button 'DS Korrektur' bzw. 'DS Neu'. &lt;br /&gt;
:- Um den bisherigen Portal-Offset beizubehalten, clicken sie den 'Doppelpfeil'  &amp;quot;rauf/runter&amp;quot; (im Feld Datensatz) je einmal, der bisherige Offset wird synchronisiert. &lt;br /&gt;
:- Beachten Sie hierzu die Supervisor-Information  'Parameter &amp;amp; Datenkonformität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TCP Spur ==&lt;br /&gt;
Die Grafik visualisiert aus beliebiger Perspektive die aktuell errechnete Winkelstellung der Knickarme im 3D-Raum und  (zu-/abschaltbar) die Bewegungsspur des TCP. Die Perspektiv-Einstellung hat keinen Einfluß auf die kinematische Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategien ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;..  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Strategien kann beliebig gewechselt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Wird die Arm-Position mit den Schiebern &amp;quot;in etwa&amp;quot; vorgewählt, so ermittelt der Algorithmus die Vektorlagen der Arme mit o.g. Präzision, ein Hindernis kann mit der Halb-Automatic so umfahren werden. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot; der Silhouette; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenkpunkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
sind Voll-Automatic Funktionen, sie generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position; diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
Der Algorithmus eignet sich für Bewegungen, denen genügend Arbeitsraum zur Verfügung steht, er benötigt wenige Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb jeder einzelnen Bewegungsstrategie verlaufen die Armbewegungen konsistent und erwartungsgemäß. &lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel ist jederzeit möglich, führt jedoch über eine im Detail undefinierte Streck-Bewegung des Armes. In dieser Bewegungsphase besteht erhöhte Kollisionsgefahr. Vgl. Tutorial / Kochbuch: 'Singularität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel &amp;amp; Teleskope ===&lt;br /&gt;
ähneln o.g. Voll-Automatic Funktionen. Der &amp;quot;End-Effektor&amp;quot; wird in paralleler Ebene zu sich selbst, bzw. in der Vektororientierung seiner eigenen Achse bewegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungsstrategie 'parallel' verwendet hierzu den absoluten bzw. relativen XYZ-Wert. 'Teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage entsprechend dem geforderten Vektor-Hub individuelle XYZ-Bewegungskomponenten, die per Knickarm-Kinematik zu einer teleskopartigen Bewegung des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot;  bzw. &amp;quot;Unterarmes&amp;quot; führen.&lt;br /&gt;
* Die Winkelorientierung dem Unterarm ggf. kaskadisch folgender Achsen bleibt bei beiden Strategien erhalten&lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel Parallel / Teleskop ist jederzeit ohne erhöhte Kollisionsgefahr möglich. Der Arbeitsbereich ist kleiner als der anderer Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier Generator ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben die wunderbare Eigenschaft, nicht nur 2 Punkte zu verbinden: &lt;br /&gt;
* Die Kurve läßt sich in weiten Grenzen mit mathematisch gut beherrschbaren &amp;quot;Anfassern&amp;quot; beliebig formen. Besonders hilfreich ist es, daß die Bézier Kurve ihre &amp;quot;Anfasser&amp;quot; punktgenau tangential verläßt bzw. tangential einläuft, vgl. Tutorial. &lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden so gehen beide nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Soweit die Theorie. Mehr hierzu unter: http://www.cnc-mac.de/html/bezier___spline_.html. In der Praxis bedarf es erheblicher Übung, mit den Anfassern eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Kurve zu generieren. Wir überlassen dies dem Bahngenerator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator fügt eine drei dimensionale Bézier Kurve mit 20 Stützpunkten ein, die Ihnen zur Beurteilung zunächst lediglich in der 3D-Grafik gezeigt wird. Im Sinne besserer Übersichtlichkeit werden alle anderen Bewegungsbahnen bis auf diese Kurve ausgeblendet.  &lt;br /&gt;
* Der Bahngenerator bestimmt aus der Vektorlage der zu verbindenden Bahn-Segmente deren Tangentenlage im 3D Raum und berechnet 3 Vorschlagsformen der Kurve, diese können recht ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich sein. &lt;br /&gt;
:- Per Click wählen Sie eine hiervon. &lt;br /&gt;
:- Mit den beiden 'Doppelpfeil-Tasten' ändern sie den Formfaktor (Amplitude) der gewählten Kurve. &lt;br /&gt;
Falls Sie die Kurvenorientierung ändern möchten, korrigieren Sie deren Tangenten-Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffnungswinkel und Abstand''' zum theoretischen Tangenten Schnittpunkt '''bestimmen in unterschiedlicher Gewichtung die 3 Basis-Kurven'''. &lt;br /&gt;
* Bei einem Öffnungswinkel von 90° und &lt;br /&gt;
:* gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt erzeugen Kurve 1) und 2) einen exakten ¼ Kreis. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
:* unterschiedlichem Abstand erzeugt Kurve 1) ein Oval, Kurve 2) eine Ellipse. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei anderen Öffnungswinkeln kommt die Vielfalt Béziers zum Tragen: &lt;br /&gt;
:* Kurve 1) verbindet die Bahn-Segmente bei beliebigem Öffnungswinkel jedoch gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt mit einem Kreissegment. &lt;br /&gt;
:* Tendenziell erzeugt Kurve 2) &lt;br /&gt;
::- bei flachen Öffnungswinkeln flachere Verrundungen als Kurve 1), &lt;br /&gt;
::- bei spitzeren Öffnungswinkeln spitzere Verrundungen als Kurve 1). &lt;br /&gt;
:* Liegen die Tangenten der zu verbindenden Segmente parallel, so erzeugt Kurve 1) einen Halbkreis, Kurve 2) eine Halb-Ellipse.&lt;br /&gt;
:* Kurve 3) &amp;quot;reagiert stärker&amp;quot; auf Änderungen des Öffnungswinkels und der Schnittpunktlage als die beiden anderen; dies kann in sehr &amp;quot;elegante&amp;quot; aber auch völlig unbrauchbare Kurven führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liegen zu verbindenden Bahnsegmente &amp;quot;parallel versetzt&amp;quot; (oder auch &amp;quot;schräg versetzt&amp;quot;), so werden sie mit einem &amp;quot;S-Bogen&amp;quot; verbunden; die Ausprägung des &amp;quot;S-Bogens&amp;quot; ist bei den 3 Kurven recht unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Für die Bedienung des Bahngenerators bedeutet dies, zwischen 'bestimmter' und 'unbestimmter' Bewegungs-Bahn zu unterscheiden. Die 'bestimmte' Bewegungs-Bahn ermöglicht einen präzis geführten Werkzeugeingriff, die 'unbestimmte' Bahn dient vorzugsweise einer &amp;quot;eleganten&amp;quot; Werkzeugbewegung im Raum ohne Werkzeugeingriff. Bahnsegmente mit Werkzeugeingriff generieren Sie in 'Inverser- Kinematik' mit den Bewegungsstrategien 1) bis 7). &lt;br /&gt;
* Muß die &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; Bahn präzise über einen oder mehrere ''bestimmte'' Raumpunkt geführt werden, so teilen Sie die Bahn in Segmentabschnitte. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. Ein gemeinsames Stützpunkt-Paar bestimmt die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier-Bahn &amp;amp; Arbeitsbereich ===&lt;br /&gt;
Der Bézier Kurven Generator prüft, ob die vorgeschlagene Kurve im Arbeitsbereich des Roboters liegt. Ob diese Kurve in 'Inverser Kinematik' durch den Roboterarm realisiert werden kann, hängt von den parametrierten Grenzwinkeln ab (vgl. Supervisor-Information). Die Algorithmen der 'Inversen Kinematik' melden ggf. eine 'Winkelwert Überschreitung'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kurve in eine 'Winkelwert Überschreitung' führt, haben Sie 2 Korrekturmöglichkeiten: &lt;br /&gt;
* Wählen Sie testweise eine andere der vorgeschlagenen Kurven oder stauchen Sie sie mit den Doppelpfeil-Tasten (Formfaktor &amp;lt; 1). &lt;br /&gt;
* Fahren Sie den Zielpunkt nicht über den kürzesten Weg an, sondern drehen Sie die Arme über die &amp;quot;Winkelposition 0°&amp;quot; zurück. Führen Sie den Roboterarm hierzu über &amp;quot;Hilfs-&amp;quot; Raumpunkte in die Ziel-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreise &amp;amp; Spiralen ===&lt;br /&gt;
wären als Cascadierter Bézier Spline zwar mit hoher Präzision möglich, jedoch ist die klassische Mathematik vorteilhafter, zumal hier ein höherer Bedien-Komfort realisierbar wird.&lt;br /&gt;
Im Sinne intuitiver Bedienung orientiert sich die Parametereingabe für Kreise &amp;amp; Spiralen an den beschriebenen Bézier-Abläufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreise erreichen nach einem 360° Umlauf Ihren Startpunkt, Spiralen drehen hierüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Sind für ein Kreiselement der Start und Endpunkt aus vorhandenen Anschluß Koordinaten ableitbar, so erfragt das Programm die Mittelpunktkoordinate und den Drehsinn. - Ist nur die Startkoordinate bekannt, so wird ergänzend der Drehwinkel abgefragt. &lt;br /&gt;
* Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spiralen erfordern zusätzlich die Angabe ''Steigung pro Umdrehung''.&lt;br /&gt;
Vorschlagswert hieraus sind Kreis Koordinaten für tangentialen Bahn Einlauf, abweichend ist jede beliebige Kreis- / Spirallage im 3D Raum per  'Doppelpfeil Taste'  individuell möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  '''''Kochbuch Inverse Kinematik'''''  finden Sie eine &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Positionierung &amp;amp; Orientierung ==&lt;br /&gt;
* Die Positionierung bestimmt die kartesische XYZ-Position des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; im Raum, &lt;br /&gt;
* die Orientierung unter welchen Winkeln er steht. &lt;br /&gt;
Beide Werte zusammen definieren seine Vektorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte, &amp;quot;Haupt-Achsen parallele&amp;quot; Ausrichtung des End-Effektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine kostengünstige Lösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Demo-Beispiel  ''Labyrinth von Chartres''  steht der Roboterarm zunächst senkrecht in 'Home-Position'. Bei Eintritt in das Labyrinth weist der 'End Effector' Arm G/H 'senkrecht nach unten'. &lt;br /&gt;
* Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung gewechselt! &lt;br /&gt;
:Per Bewegungsstrategie 6) bzw. 7) wird diese Orientierung mit höchster Präzision beibehalten. Im Beispiel liegt der Orientierungsfehler am Bahn-Ende – nach etwa 1000 Bahnpunkten – in der Größenordnung 1/10 Promille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres TCP Orientierung 02.gif|1500px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Orientierungswechsel des End Effektors währen der 3D-Bézier-Fahrt'''. - Das Demo-Beispiel ändert auch die Betrachtungsperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierung des End Effektors ===&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator berechnet einen Neuen Datensatz stets basierend auf der aktiven / aktuell angezeigten Ist-Position und der hierzu gehörenden Orientierung.&lt;br /&gt;
* Soll die Orientierung bei Beibehaltung der Bahn-Position korrigiert werden, so wird zunächst die aktuelle Position per Button 'Übernahme Ist-Position' &amp;quot;vorgemerkt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* In Direkter Kinematik wird die gewünschte Orientierung 'per Schieber' gewählt. &lt;br /&gt;
:- Diese Um-Orientierung führt zunächst in eine Änderung der Position! &lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;zuvor vorgemerkte&amp;quot; Position wird in der neu gewählten Orientierung mit 'Strategie 6) parallel' in 'Inverser Kinematik' angefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachten Sie, daß eine Um-Orientierung bei großer Schrittweite (horizontal / senkrecht) über undefinierte Detail-Bewegung führen kann. Legen Sie diese Bewegungsphase in einen unkritischen Bewegungsbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Hilfreich zur Kontrolle ist die Koordinaten-Übersicht unmittelbar rechts neben der Grafik.&lt;br /&gt;
:- Für eine senkrechte Orientierung der Achse G/H sind deren X und Z-Koordinaten gleich, &lt;br /&gt;
:- für eine horizontale die Y-Koordinaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mit den Schiebern B/C,  D/E,  F/G stellen Sie eine senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors G/H in beliebiger Position ein. &lt;br /&gt;
:- Beträgt die Winkelsumme 0° bzw. 180°, so steht er senkrecht, bei 90°/270° horizontal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Bézier&amp;quot;- Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Der Bahngenerator erzeugt tangential in die Anschlußsegmente einlaufende 3D Bézier-Kurven. Wurden die Anschlußsegmente mit 'Strategie 7), teleskopisch' erzeugt, so steht der End Effektor in diesem Datensatzbereich ebenfalls tangential. Die 'Strategie 6) parallel' übernimmt diese &amp;quot;auslaufenden Orientierung&amp;quot; – und behält sie bei. Allerdings wird diese Orientierung nur selten die Orientierung des Anschlußsegmentes der einlaufenden Bahn sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''produktspezifische'' Lösung dieser Aufgaben finden Sie im PDF-Handbuch. Das '''Kochbuch''' ''Inverse Kinematik'' führt ergänzend &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; durch diesen Themenkreis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik ==&lt;br /&gt;
Ist ein Knickarm Roboter auf Portal verfahrbar, so überlagern sich beide Bewegungskomponenten. Dies erhöht die Anzahl der Freiheitsgrade enorm. Um trotzdem gezielt Einfluß auf die Kinematik nehmen zu können, referenziert die Berechnung der Knickarm-Winkel auf die aktuelle Fußpunkt Position. &lt;br /&gt;
* Wählen Sie eine ''Fußpunktposition'' in  ''Direkter Kinematik'' und die ''XYZ-Zielkoordinate'' des TCP im Maskenbereich der  ''Inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
* Beide Bewegungskomponenten lassen sich so zu einer komplexen Gesamtbewegung kombinieren – und bestimmen die Orientierung des TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die TCP Position bei geänderter Fußpunkt Koordinate beibehalten werden, so &lt;br /&gt;
:- clicken Sie zunächst den Button 'Übernahme Ist-Position' (Feld  'Zielposition absolut'), &lt;br /&gt;
:- korrigieren Sie die Fußpunkt Koordinate, &lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Neu' (Bereich  direkte Kinematik)&lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Korrektur' (im Feld  'Zielposition  absolut'). &lt;br /&gt;
* Diese Orientierungsänderung bei gleicher XYZ-Position führt in eine &amp;quot;Biege-Bewegung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionierfehler &amp;amp; Watchdog ==&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie die Soll-Werte erzeugt wurden, werden die Datensatz Ist-Werte in inverser Kinematik entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie berechnet und als korrespondierende Knickarm-Winkel gespeichert. In direkter Kinematik wird aus diesen Knickarm-Winkeln der XYZ-Wert des TCP errechnet. Das Verfahren mag umständlich sein, ermöglicht jedoch einen Soll/Ist Vergleich. Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des TCP liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Watchdog-Algorithmus überwacht intern die Soll/Ist-Abweichung und schlägt ggf. Alarm. Falls der Zielpunkt nicht berechenbar oder kinematisch nicht erreichbar ist, wird eine Fehlermeldung generiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kinematische Bewegungsebenen =&lt;br /&gt;
==Parallele Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der bisher besprochenen Bewegungsstrategien erwarten, daß sich die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; in parallelen Ebenen bewegen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik (vgl. Tutorial) erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schiefe Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Drehmöglichkeit einer Schwenkachse zwischen Schulterpunkt und Handgelenk erhöht die Bewegungsvielfalt enorm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil wird mit einer komplexen Mechanik, einer nochmals gesteigerten kinematischer Überbestimmung und ''parasitären Bewegungskomponenten'' erkauft: &lt;br /&gt;
* Jede schiefwinklige Bewegung eines Armsegmentes beinhaltet neben einer zielführenden Bewegung eine nicht gewünschte Vektorkomponente, die durch Gegenbewegung anderer Armsegmente kompensiert werden muß; der Rechenaufwand steigt extrem – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. Es müssen 3D- Näherungsalgorithmen verwendet werden (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein Watchdog-Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; ggf. generierteine er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Standardabweichung der absoluten Positionierfehler Soll/Ist lag zunächst in der Größenordnung &amp;quot;einiger Hundertstel&amp;quot;. Mit Version 6.0 wird ein gegenüber den ältern Versionen deutlich präziser arbeitender Schief-Algorithmus eingeführt, Positionierfehler liegen nunmehr in der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-4&amp;lt;/sup&amp;gt; – und besser. Der Algorithmus beherrscht alle Bewegungsstrategien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm prüft selbstständig, ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere &amp;amp; präzisere Parallel-Algorithmus geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Theorie &amp;amp; Praxis =&lt;br /&gt;
Dieser Praxis orientierte Artikel ist ein produkt-neutralisierter Handbuch-Auszug. &lt;br /&gt;
* Im Orig. Handbuch finden Sie Supervisor-Informationen, wie das Programm der Mechanik-Struktur Ihres Gelenkarmroboters und dessen Maßen angepaßt wird, so daß die Mathematik des ''3D Gelenk-Baukasten'' und Roboter-Mechanik kongruent sind. Die mathematischen Positionierfehler liegen dann in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm - und dies ist gewiß eine Herausforderung an die Robotermechanik!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Anhang zum Handbuch ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; ''Inverse Kinematik''. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
* Theoretischen Background erläutert Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt, vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] &amp;amp; [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28377</id>
		<title>Inverse Kinematik 2 – Praxis</title>
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				<updated>2019-08-09T14:02:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach. Ganz so einfach war es dann doch nicht. &lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  ''kostenlose Test und Demo-Version''] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 2 finden Sie Praxis orientierte Problemlösungen. Besprochen werden ein 3D Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
: Hierzu sollten Sie die kostenlose Test und Demo-Version downloaden. &lt;br /&gt;
* Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]] gibt theoretischen Back-Ground. Hier finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, theoretische Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation. Für die Nutzung des Gelenkbaukastens ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu lesen – es kann aber hilfreich sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten =&lt;br /&gt;
: Dieser Artikel ist ein (weitestgehnd) produkt-neutraler Handbuch–Auszug; er orientiert sich jedoch an der auf EXCEL®-Basis realisierten Problemlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systemüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukasten ist aus der Aufgabe entstanden, anwenderorientiert und Hardware neutral &lt;br /&gt;
* Rotations- und Teleskopachsen für Knickarm-Robotersysteme beliebiger Bauart &amp;amp; Geometrie - ggf. auf Portal verfahrbar - mathematisch zusammenzustellen, um deren ''Bewegungsbahn 3D zu simulieren'', &lt;br /&gt;
:* eine gegebene Hardware hierzu produktspezifisch zu parametrieren &lt;br /&gt;
:* oder durch Auswahl geeigneter Hardware Komponenten ein optimales Gesamtsystem zu konfigurieren.&lt;br /&gt;
* Gelenk-Winkel und XYZ-Koordinaten wahlweise  direkt oder invers  zu berechnen und&lt;br /&gt;
* das Roboter-System im 3D-Raum zu visualisieren. &lt;br /&gt;
* In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's berechnet der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh-Achse). Der Algorithmus ermöglicht beliebig viele kaskadierbare Achsen und ist somit erweiterbar.&lt;br /&gt;
* Das Ergebnis steht numerisch (16-stellig / Fließkomma 15 Ziffern) zur Verfügung und wird ergänzend als 3D Grafik visualisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte Kinematik ===&lt;br /&gt;
Die kinematischen Grenzen werden durch Parametrierung der Achs-Längen, ihrer XYZ-Grundorientierung und der max. Achs-Drehwinkel definiert. An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. Die Werte werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inverse Kinematik ===&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt RoBo-mac mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien. Der Algorithmus basiert auf trigonometrischen und iterativen Elementen. Er arbeitet unabhängig von der Vorwärts Kinematik und nutzt diese für die Ergebnis-Visualisierung sowie die  Positionskontrolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; bzw. Tool Center Points (TCP) liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahngenerator ===&lt;br /&gt;
Ein interaktiver Bahngenerator erzeugt individuelle Bewegungsbahnen. &lt;br /&gt;
Der Baukasten beherrscht Kreise, zylindrische &amp;amp; archimedische Spiralen sowie 3D Bézier-Kurven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive==&lt;br /&gt;
'''Achs-Drehwinkel und Perspektive werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo-mac_Baukasten.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive, YouTube===&lt;br /&gt;
Das Original-Video (Bild oben rechts) besteht aus mehr als 3.000 Frames  - das sprengt alles; daher in YouTube:  https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kartesische Koordinaten und Roboter Kinematik=&lt;br /&gt;
Legen wir ein Blatt Papier auf den Tisch und zeichnen mit dem Bleistift ein Achsenkreuz – wir können dies auch mit einem CAD-System am Bildschirm tun – so hat der Kreuzungspunkt per Definition die Bezeichnung &amp;quot;0 / 0&amp;quot;. X- und Y-Wert sind also beide gleich &amp;quot;0&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kreuzungspunkt liegt in einem willkürlichen Versatz zum Papier- bzw. Bildschirmrand, Bildschirm bzw. Papier befinden sich in willkürlichem Abstand und Winkel zum Schreibtischrand, der Schreibtisch steht irgendwo im (Büro-) Raum usw. &lt;br /&gt;
* Jeder dieser Gegenstände hat eine Bezugskante, von der üblicher Weise gemessen wird. Und, jeder dieser Gegenstände wird von einem anderen &amp;quot;umhaust&amp;quot;, - er hat relative Koordinaten zu dieser Umhausung. &lt;br /&gt;
: Eingebetet ist das System relativer Koordinaten in das Weltkoordinatensystem, auf das allerdings nur selten referenziert werden muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir vor der Aufgabe stehen, daß ein Roboter gezielt irgendwo hingreifen oder eine Bewegungsbahn fahren muß, müssen wir den Zielpunkt in einem (kartesischen) Koordinatensystem erfassen auf das auch der Roboter-Fußpunkt referenziert. Während das Kartesische System achsparallel ohne Winkelwerte arbeitet sind Winkelwerte, - kaskadisch aneinander gereiht - der einzige Bezug zwischen Roboter-Fußpunkt und dem &amp;quot;End-Effektor / TCP&amp;quot;; dem Teil, das bewegt und in Position gebracht werden soll (vgl. Bild oben mitte, Pkt. &amp;quot;M&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehwinkel werden in Grad gemessen – so haben wir es in der Schule gelernt! Ein Vollkreis hat 360° (Grad) – und das hat sich eingeprägt, wenngleich es andere Maß Systeme der Winkelmessung gibt: In der Geodäsie wird der Vollkreis mit 400 Gon (Neu-Grad) gemessen. &lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen arbeitet intern im &amp;quot;Bogenmaß&amp;quot;; ein Vollkreis hat den Winkelwert &amp;quot;2 PI&amp;quot; – was nicht ganz zufällig dem Kreisumfang bei Radius = 1 entspricht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Achse kann sich beliebig oft um sich selbst drehen. 2 Umdrehungen entsprechen im (Alt-) Gradsystem einem Drehwinkel von 720°. Mathematisch ist dies unproblematisch, mechanisch ist eine Roboterachse - zumindest bei Gelenk- bzw. Knickarmrobotern - jedoch auf meist eine Vollkreisdrehung – manchmal etwas mehr – beschränkt. SCARA haben meist eine größere Freiheit. Gemeinsam ist diesen Systemen, daß nach Erreichen des maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückgedreht&amp;quot; werden muß. Robotersysteme haben somit zwischen beiden Endlagen einen Nullpunkt, der meist als symmetrisch mittig definiert wird. Sind alle Arme gestreckt, so steht das System in &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; (vgl.Bild oben rechts). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition referenziert jede Drehung eines Armes auf die Stellung des (kaskadisch vorhergehenden) Armes. Gemessen wird der Winkel zwischen den jeweils benachbarten Armen. Eigentlich beträgt der Winkel zwischen gestreckten Armen 180° (im 0° bis 360° System); da andererseits die Streckstellung aller Arme als &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; bezeichnet wird, macht es Sinn, den Bezugsnullpunkt in diese Position zu legen. Das Bezugssystem ist dann als  +/- 180° System definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unsere Aufgabe bezogen, den Roboter gezielt &amp;quot;irgendwo&amp;quot; hingreifen zu lassen, bedeutet dies, das &amp;quot;Irgendwo&amp;quot; kartesisch zu definieren und den Roboter im kartesischen System geeignet zu positionieren, den Rest übernimmt der MATHEMATISCHE 3D GELENK-BAUKASTEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die ersten Schritte =&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich in die Thematik einarbeiten, werden Sie recht schnell zu dem Schluß kommen: &lt;br /&gt;
* Der Gelenkbaukasten bietet kinematische Bewegungsmöglichkeiten die zu beherrschen einige Erfahrung erfordert. Es ist wie beim Klavierspielen: Das Instrument wird vom Pianisten zum Leben erweckt! Und hier macht Übung den Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Üben Sie, Sie können nichts kaputt machen, der Baukasten ist sehr bedien-tolerant. Ich habe bei der Entwicklung hohen Wert auf &amp;quot;Bediener-Komfort&amp;quot; und darauf gelegt, &amp;quot;Bedienungsfehler&amp;quot; (grausame Ausrede inkompetenter Entwickler) automatisch abzufangen. Vieles von dem was Sie tun überprüfet ein Algorithmus im Hintergrund auf Plausibilität – und meldet sich! &lt;br /&gt;
:Stöbern Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Ungeduldige ==&lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm&amp;quot; zeigt (nach Initialisierung der kostenlosen Test- und Demo Version) einen Bewegungsablauf. Clicken Sie in der Grafik (oben links) &amp;quot;Control-Center&amp;quot;; eine Maske erscheint; clicken Sie (Maske mitte unten) &amp;quot;Simulation Bewegung / vorwärts&amp;quot;; der Arm fährt eine Bewegungsbahn.  &lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm_schief&amp;quot; ist Beispiel einer komplexen Inversen Kinematik mit in sich gedrehtem Arm (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
* Strategie-Demo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: verlassen Sie das 'Control-Center'. In der 3D Grafik (oben rechts) finden Sie den Button 'Demo-Menü'. Die Demo-Beispiele zeigen mögliche Bewegungs-Strategien – und geben einen Einblick in die Problematik kinematischer Überbestimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Lernwillige ==&lt;br /&gt;
* führt dieses Handbuch Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten des 3D Gelenk-Baukastens. Sie finden eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Bewegungsbahn selbst zu generieren oder aus einem CAD-System zu importieren. Zu Maskenfunktionen finden Sie ein &amp;quot;wie, warum und wozu&amp;quot;! &lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; im Anhang des Manuals zeigt (hoffentlich) praxisorientiert, wie die Demo-Datei generiert wurde. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über die &amp;quot;normale&amp;quot; Knickarm-Robotik hinaus beherrscht der Programm-Algorithmus &lt;br /&gt;
: - in der Länge veränderbare Teleskop-Achsen sowie &lt;br /&gt;
: - kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parametrierung ==&lt;br /&gt;
* Die Roboter-Mathematik dieses Baukastens ist entsprechend der mechanischen Roboter-Hardware individuell parametrierbar; mehr hierzu im orig. Handbuch / Kapitel Supervisor-Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bildschirm- und Maskenaufbau =&lt;br /&gt;
==Bildschirm ==&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben links&lt;br /&gt;
: Grafik:  Stilisierte Armstellung im 3D-Raum. &lt;br /&gt;
: Der 3D-Raum ist kontinuierlich zwischen Maus &amp;amp; Vogelperspektive einstellbar. Die Einstellung hat keinen Einfluß auf die Berechnung. &lt;br /&gt;
: - In der Grafik oben links der Button 'Control-Center', der die Maske aufruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben rechts&lt;br /&gt;
: ganz oben Perspektiv-Schieber, darunter die  aktuellen XYZ Koordinaten aller Gelenke.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm unten links / rechts&lt;br /&gt;
: Kinematische Bewegungsdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedienerhinweise ==&lt;br /&gt;
* '''Sprachumschaltung :'''  Maske 'Start'  (derzeit Deutsch / English, weitere Sprachen möglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maske 'Robotic'===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Maske 'Robotic' ''' mag zunächst &amp;quot;erschlagend&amp;quot; wirken, ermöglicht jedoch ''ohne Maskenwechsel'' nahezu alle kinematischen Funktionen und Befehle: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Direkte''' (vorwärts) '''Kinematik''', &lt;br /&gt;
* Berechnung der XYZ-Koordinaten des TCP aus Winkelstellung der Knickarme &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inverse''' (rückwärts) '''Kinematik''' &lt;br /&gt;
* Berechnung der Knickarm-Winkelstellung aus vorgegeben XYZ-Koordinaten des TCP&lt;br /&gt;
* freie, interaktive Off-line Entwicklung einer Bewegungsbahn aus linearen, Kreis- &amp;amp; Spiral-Elementen sowie 3D-Bézier Kurven.&lt;br /&gt;
* automatische Transformation einer extern vorgegeben Bewegungsbahn &lt;br /&gt;
* 8 frei wählbare Bewegungsstrategien der Knickarme &lt;br /&gt;
* sowie die Möglichkeit, Knickarm Roboter zusätzlich auf XYZ-Portal zu verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last not lease&lt;br /&gt;
* 3D-Visualisierung der Roboter Knickarme und einer Bewegungsspur des TCP aus frei wählbarer Maus- bis Adler-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieses Leistungsspektrum mag &amp;quot;erschlagen&amp;quot;; wir betrachten es schrittweise. Zunächst den Maskenaufbau. Grundsätzlich gilt: Sie können nichts kaputt machen – probieren Sie!&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo_Maske_Inv-Kinematik_Deutsch_04.gif|800px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Maske zeigt 3 Säulen''', &lt;br /&gt;
: '''links''': inverse Kinematik &amp;amp; Bahngenerator, '''rechts''': direkte Kinematik, '''Mitte''': Zusatzfunktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik invers ====	&lt;br /&gt;
alle Werte dieses Blocks (links oben) beziehen sich auf den TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die aktuelle Ist-Position wird im XYZ-Koordinatenfenster (ganz oben) angezeigt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Linear'''&lt;br /&gt;
* Ziel Position (absolut). &lt;br /&gt;
: Der Wert wird im XYZ-Koordinatenfenster eingegeben. &lt;br /&gt;
: Falls sinnvoll, kann der Ist-Wert zuvor ins Ziel-Feld kopiert (Übernahme 'Ist-Position') und danach geändert werden. Wahlweise wird diese Ziel Position als ''Neuer Datensatz'' (DS-Neu) hinzugefügt oder der aktuell gewählte ''Datensatz korrigiert'' (DS-Korrektur).&lt;br /&gt;
: Die Achs-Winkelwerte werden hieraus OnLine errechnet und dem aktuellen Datensatz (s.u.) hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ziel Position (Offset).&lt;br /&gt;
: Der Offset bewegt den TCP - bezogen auf seine aktuelle Position - stets um den gleichen Wert mit den Doppel-Pfeiltasten wahlweise vorwärts / rückwärts. Er ist entweder &lt;br /&gt;
:* als kartesischer Zielwert (XYZ) oder &lt;br /&gt;
:* als Vektor-Hub führ in eine teleskopartige 'Unter-Arm'-Bewegung definierbar. &lt;br /&gt;
: Der aktive Offset färbt sich 'rot'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurve'''&lt;br /&gt;
Bézier / Kreis &amp;amp; Spirale (ab Controller-Version 5.6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedienerführung wählt aus 2 recht ähnlichen LayOuts. Ein jeweils einzelner 'Button' führt bei beiden Bahnkurven durch die Prozeßschritte. Die Bahn Stützpunkte werden zunächst errechnet, die Bahn als 3D Vorschau zur visuellen Kontrolle / Korrektur gezeigt und nach Freigabe die Armbewegungen in Inverser Kinematik aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3D-Bezier &lt;br /&gt;
:Die Bézier 3D Funktion verbindet zwei getrennte (lineare Teleskop-) Bahn-Segmente beliebiger Vektorlage mit den &amp;quot;weichen Übergängen&amp;quot; einer 3D-Bézier Kurve. Der Kurven Generator schlägt 3 Bezier Lösungen zur Auswahl 'per Click' vor. Diese können &amp;quot;so wie sie sind&amp;quot; akzeptiert oder per Doppelpfeil individuell gestaucht bzw. gestreckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kreis &amp;amp; Spiral Generator &lt;br /&gt;
:kennt 3 Modi: Kreise oder Spiralen (archimedisch, zylindrisch bzw. deren Kombination) sind frei parametrierbar. Sie schmiegen sich entweder tangential an (Mod. 1) oder sind im 3D-Raum frei positionierbar (Mod. 2). Per Doppelpfeil können sie wahlweise um ihren Mittelpunkt oder den peripheren Tangentenpunkt gedreht /orientiert werden. &lt;br /&gt;
:Modus 3: Aus einer Datenliste der Segment-Eckpunkten werden die Kreisbahn Stützpunkte berechnet; das ist das Beispiel  &amp;quot;Labyrinth von Chartres&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Datensatz''' &lt;br /&gt;
: wählen Sie den zu bearbeitenden Datensatz mit seiner Ordnungs-Nr. oder den Pfeiltasten. Falls bereits mehrere Datensätze vorhandenen sind und Sie den letzten einer Liste aufrufen wollen, clicken Sie 'Anschluß DS (suchen)'. So Sie einen vorhandenen aus der Liste löschen oder einen zusätzlichen einfügen wollen, clicken Sie: 'DS-Neu' / 'DS-Löschen'.&lt;br /&gt;
: Es kann sinnvoll sein, die Anfahr-Koordinaten eines Zieles vom Ziel aus gesehen &amp;quot;rückwärts&amp;quot; zu entwickeln. In der Praxis können hierbei zunächst 2 getrennte Bewegungsfragmente (Start-Fragment / Ziel-Fragment) entstehen, die es zu schließen gilt. Die Rast-Taste 'vorwärts / rückwärts' wählt in Zusammenarbeit mit 'Anschluß DS (suchen)' das entsprechende Fragment und dreht die Suchrichtung im 'Ziel-Fragment' um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''3D-Perspektive &amp;amp; Zoom'''&lt;br /&gt;
: wählen Sie mit den Doppel-Pfeiltasten die 3D-Perspektive. Der Knopf 'Reset' führt aus &amp;quot;unglücklichen&amp;quot; Perspektiven zurück in eine klassische 3D-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Parallel hierzu zeigt das Daten-Modul im Info-Feld – oben rechts neben der Grafik – die gewählten Perspektivwinkel numerisch. &lt;br /&gt;
: - Bei nicht aktivem Control-Center sind die Schieber des Info-Feldes aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ab Version 5.7 kann das rechtshändige Koordinatensystem (Z-Achse zeigt vorwärts aus der Zeichenebene) in ein linkshändiges 'gespiegelt'  werden (Z-Achse zeigt nach hinten). &lt;br /&gt;
:* Beachten Sie bitte: &lt;br /&gt;
:: Die Umschaltung der perspektivischen Darstellung hat auf die kinematischen Berechnungen keinerlei Einfluß. &lt;br /&gt;
:: Diese  'Spiegelung'  dient lediglich der optischen Anpassung an die perspektivische Erwartung. Merke: ''Spiegelung''  ist nicht durch  ''Drehung''  erreichbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bewegungsstrategie / Silhouette'''&lt;br /&gt;
: Mehreren Bewegungsstrategien stehen zur Auswahl. Beispiele, wie diese Strategien arbeiten, finden Sie im Makro-Menü unter &amp;quot;Strategie-Demo…&amp;quot;. Die gewählte Bewegungsstrategie bestimmt den Algorithmus der inversen Kinematik. &lt;br /&gt;
: - Clicken Sie eine Strategie Ihrer Wahl. Im oberen Fenster-Bereich erscheint eine Info, ob diese für Parallel Kinematik, Schief Kinematik oder beide geeignet ist (vgl. Tutorial).&lt;br /&gt;
: - Ein Wechsel zwischen den Bewegungsstrategien ist jederzeit möglich. &lt;br /&gt;
: - Die Strategien 6 und 7 erzeugen ab Handgelenk-Punkt lineare Bewegungen und somit konstante Orientierung der Abtriebs-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Koordinaten Liste''' &lt;br /&gt;
: Die Liste extern erzeugter XYZ Koordinaten des TCP wird - entsprechend der Bewegungsstrategie - in die Winkel der Knickarme transferiert; schrittweise oder automatisch für die gesamte Liste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Simulation Bewegung''' &lt;br /&gt;
: Die Bewegungssimulation visualisiert im zügigen Durchlauf die einzelnen Datensätze. Die bereits bekannte Rasttaste 'vorwärts / rückwärts' bestimmt die Laufrichtung: &lt;br /&gt;
: ''Vorwärts'': Start-Punkt bis zum aktuellen Datensatz / aktueller Datensatz bis Zielpunkt &lt;br /&gt;
: ''Rückwärts'': In umgekehrter Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Spur'''&lt;br /&gt;
: Die Bewegungsspur des TCP läßt sich per Rasttaste zu/abschalten. Angezeigt wird die Spur zwischen Startpunkt und dem (beim Clicken der Taste) aktuellen Datensatz. Sie kann über die Tasten 'Simulation Bewegung' bzw. die Befehlsgruppe 'Datensatz' mit den Doppel-Pfeiltasten frei durchlaufen und so ein gesuchter Datensatz visuell gefunden werden. Mit Aufruf der Maske wird die Spur automatisch aktiviert – und kann ggf. abgeschaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Stop'''&lt;br /&gt;
: eine 'Stop-Taste' erscheint, sobald ''Simulation Bewegung'' oder ''Koordinaten Liste automatic'' gewählt ist. Die Funktion bricht ab, der Datensatz wird zum aktuellen Datensatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik direkt ==== &lt;br /&gt;
: Dieses Feld (rechts oben) zeigt Winkelschieber für 12 Achsen (A/B bis L/M) sowie den aktuell eingestellten Winkelwert, wahlweise im 0-360° oder -180° / +180° System. Nur die Schieber, die im Rahmen der Parametrierung aktiviert wurden, sind aktiv. &lt;br /&gt;
:* Die direkte Kinematik dient in erster Linie dazu, eine &amp;quot;vernünftige Startposition&amp;quot;, die Orientierung des TCP-Trägerarmes als Ausgangspunkt der inversen Kinematik oder auch Stützpunkte zur Umfahrung eines Hindernisses manuell zu bestimmen. Man braucht sie selten, aber man braucht sie. Vieles ist hier Sisyphus &amp;amp; Try and Error. &lt;br /&gt;
:* Ist in direkter Kinematik eine Winkelposition gefunden, so kann sie der Datensatz-Liste über den Button 'DS-Neu' bzw. DS-Korrektur' (s. unten) direkt zugeführt werden. &lt;br /&gt;
:* Hat nach dem Gesetz der größten Gemeinheit Murphy zugeschlagen und die Knickarme stehen völlig daneben, so können die Schieber mit den Doppel-Pfeiltasten des Bereiches Datensatz auf die Werte des List-Datensatzes synchronisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Basiskoordinate Portal''' 			rechts unten &lt;br /&gt;
: Koordinaten und Winkel-Berechnungen referenzieren auf den Achs-Fußpunkt XYZ. &lt;br /&gt;
:* Komplexe Robotersysteme arbeiten mit verfahrbarem Fußpunkt auf XYZ-Portal. Der Algorithmus inverser Kinematik berücksichtigt bei der Knickarm Berechnung die in direkter Kinematik vorgewählte Portal-Kordinate. &lt;br /&gt;
:* Die Verschiebung der Basiskoordinaten ermöglicht es auch, eine feste Fußpunkt Position entsprechend den kinematischen Möglichkeiten der Roboter-Mechanik zu optimieren.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Button 'DS Neu' &amp;amp; 'DS Korrektur' ''' &lt;br /&gt;
: Sie finden diese Funktionen in den Bereichen inverse sowie direkte Kinematik. &lt;br /&gt;
: Per 'DS Korrektur' ändern Sie den aktuellen Datensatz, 'DS Neu' generiert einen zusätzlichen Datensatz am aktiven Ende eines Datensatz-Blocks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist 'DS Neu' de-aktiviert, sobald der aktuell gewählte Datensatz sich nicht am Block-Ende befindet; gleichsinniges gilt für die Offset Doppel-Pfeiltasten. Wollen Sie größere Änderungen vornehmen, so sollten Sie (im Feld 'Datensatz')&lt;br /&gt;
:* per 'DS Einfügen' einen Datensatz an aktueller Stelle einfügen, &lt;br /&gt;
:* per 'Anschluß DS suchen' das aktive Ende des Blockes (vorwärts/rückwärts) aufsuchen. &lt;br /&gt;
::Die Taste 'DS Neu' wird aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Koordinaten &amp;amp; Datensatz-Liste ==&lt;br /&gt;
Im unteren Teil des Bildschirmes werden (ab Zeile 51) die Kinematischen Bewegungsdaten zeilenweise gespeichert; links die XYZ-Koordinaten, rechts deren korrespondierende Winkel. &lt;br /&gt;
Über die Maske haben Sie direkten Zugriff auf bereits erstellte oder entstehende Datensätze sowie deren Korrektur.  Die in der Maske angezeigte Ordnungs-Nr. des Datensatzes wird mit dem Cursor ergänzend markiert. Sie finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 1 	      / 	(A)		Ordnungs-Nr. der Bewegungsstrategie&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 2 bis 4      / 	(B bis D)	Soll-Koordinate XYZ	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 5               / 	(E)		Soll-Vektor-Offset	des TCP (relativ)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 7 bis 9       / 	(G bis I)	Ist-Koordinate XYZ 	Portal / Fußpunkt  *)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 14 bis 16   / 	(N bis P)	Ist-Koordinate XYZ 	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 39 bis 50   / 	(AM bis AX)	Winkelwerte Achsen (A/B bis L/M)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Portal / Fußpunkt Ist-Koordinate''' &lt;br /&gt;
:* Sind in der Liste keine Fußpunkt-Koordinaten vorhanden, so arbeitet der Algorithmus &amp;quot;mit 0-Wert&amp;quot;. Arbeiten Sie mit dem Bahn-Generator, so werden Portal Koordinaten in der Koordinatenliste nur ausgewiesen, wenn sie von 0 abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Sind Fußpunkt-Koordinaten in der Liste vorhanden, so werden sie als Offset berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bahnsteuerung =&lt;br /&gt;
==CAD-Import ==&lt;br /&gt;
Sind Soll-Koordinaten (z.B. aus einem CAD-Programm) vorhanden, so werden sie zunächst mit den Excel-üblichen Befehlen in den Bereich der Sollkoordinaten (Spalten 2 bis 4 / bzw. B bis D) des Datenmoduls ab Zeile 50 übertragen. Das Programm generiert aus diesen TCP Soll-Koordinaten entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) die Winkelstellung der Knickarme und schreibt sie in das Bewegungsprotokoll. Hierzu werden die  Koordinaten entweder über den Button 'DS-Schritt' (Step by Step) aufgerufen oder per 'DS-Automatic' als Datenblock verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahngenerator ==&lt;br /&gt;
Sind keine (extern ermittelten) Soll-Koordinaten vorhanden, so müssen sie interaktiv generiert werden (Offline Teach-In). Die TCP-Bahn-Stützpunkte werden wahlweise als XYZ-Wert Absolut oder als Offset eingegeben und per 'DS Neu' bzw. 'DS Korrektur' verarbeitet. Der Bahngenerator &lt;br /&gt;
:- visualisiert &amp;quot;Real-time&amp;quot; die Bewegung im 3D-Raum entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) &lt;br /&gt;
:- erlaubt hierbei beliebig &amp;quot;Try &amp;amp; Error&amp;quot; und &lt;br /&gt;
:- erzeugt die XYZ-Koordinatenliste des TCP sowie das Knickarm-Bewegungsprotokoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Ein '''3D-Bézier Kurven Generator''' (s.u.) verbindet gefundene TCP-Bahn-Stützpunkte. Die vorgeschlagenen Bahnkurven sind individuell anpaßbar. &lt;br /&gt;
:- Ein '''Kreis Generator''' erzeugt frei im Raum positionierbare Kreis- und Spiralbahnen. ('''Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spirale''' und Kombinationen hieraus – links- rechtsläufig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CAD-Import''' und '''Bahngenerator''' greifen auf die gewählte Bewegungsstrategie zurück und ermöglichen eine kontinuierliche oder schrittweise Kontrollfahrt. Bestimmen Sie ggf. in direkter Kinematik eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Startpositionierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer interaktiven Arbeitssitzung erzeugt/speichert das Programm ein Bahnprofil mit Koordinaten und Winkelwerten. Wurden diese mit dem Bahngenerator erzeugt, so kann aus den gewonnenen Ist-Koordinaten eine ähnliche &amp;quot;parallel versetzte&amp;quot; Bahn mit den EXCEL-üblichen Befehlen &amp;quot;recht bequem&amp;quot; generiert werden: Die per Bahngenerator erzeugte Ist-Koordinatenliste wird mit entsprechendem Offset in den Soll-Koordinaten Bereich übertragen und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' erneut verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stellt sich heraus, daß ein Zielpunkt außerhalb der kinematischen Möglichkeiten liegt und daß das Problem durch verschieben des Roboter 'Schulter bzw. Fußpunktes' zu lösen sei, so muß nicht die bisherige Arbeit erneuert werden: Über den Portal-Offset wird eine neue Basisposition gewählt und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' ein neues Bewegungsprofil bei geändertem Fußpunkt erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Portal-Offset ist im Masken Bereich der 'direkten Kinematik' korrigierbar. &lt;br /&gt;
:- Der hier eingegebene Wert wird für den aktuellen Datensatz in der Koordinaten-Liste gespeichert. Clicken Sie hierzu den Button 'DS Korrektur' bzw. 'DS Neu'. &lt;br /&gt;
:- Um den bisherigen Portal-Offset beizubehalten, clicken sie den 'Doppelpfeil'  &amp;quot;rauf/runter&amp;quot; (im Feld Datensatz) je einmal, der bisherige Offset wird synchronisiert. &lt;br /&gt;
:- Beachten Sie hierzu die Supervisor-Information  'Parameter &amp;amp; Datenkonformität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TCP Spur ==&lt;br /&gt;
Die Grafik visualisiert aus beliebiger Perspektive die aktuell errechnete Winkelstellung der Knickarme im 3D-Raum und  (zu-/abschaltbar) die Bewegungsspur des TCP. Die Perspektiv-Einstellung hat keinen Einfluß auf die kinematische Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategien ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;..  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Strategien kann beliebig gewechselt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Wird die Arm-Position mit den Schiebern &amp;quot;in etwa&amp;quot; vorgewählt, so ermittelt der Algorithmus die Vektorlagen der Arme mit o.g. Präzision, ein Hindernis kann mit der Halb-Automatic so umfahren werden. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot; der Silhouette; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenkpunkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
sind Voll-Automatic Funktionen, sie generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position; diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
Der Algorithmus eignet sich für Bewegungen, denen genügend Arbeitsraum zur Verfügung steht, er benötigt wenige Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb jeder einzelnen Bewegungsstrategie verlaufen die Armbewegungen konsistent und erwartungsgemäß. &lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel ist jederzeit möglich, führt jedoch über eine im Detail undefinierte Streck-Bewegung des Armes. In dieser Bewegungsphase besteht erhöhte Kollisionsgefahr. Vgl. Tutorial / Kochbuch: 'Singularität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel &amp;amp; Teleskope ===&lt;br /&gt;
ähneln o.g. Voll-Automatic Funktionen. Der &amp;quot;End-Effektor&amp;quot; wird in paralleler Ebene zu sich selbst, bzw. in der Vektororientierung seiner eigenen Achse bewegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungsstrategie 'parallel' verwendet hierzu den absoluten bzw. relativen XYZ-Wert. 'Teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage entsprechend dem geforderten Vektor-Hub individuelle XYZ-Bewegungskomponenten, die per Knickarm-Kinematik zu einer teleskopartigen Bewegung des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot;  bzw. &amp;quot;Unterarmes&amp;quot; führen.&lt;br /&gt;
* Die Winkelorientierung dem Unterarm ggf. kaskadisch folgender Achsen bleibt bei beiden Strategien erhalten&lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel Parallel / Teleskop ist jederzeit ohne erhöhte Kollisionsgefahr möglich. Der Arbeitsbereich ist kleiner als der anderer Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier Generator ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben die wunderbare Eigenschaft, nicht nur 2 Punkte zu verbinden: &lt;br /&gt;
* Die Kurve läßt sich in weiten Grenzen mit mathematisch gut beherrschbaren &amp;quot;Anfassern&amp;quot; beliebig formen. Besonders hilfreich ist es, daß die Bézier Kurve ihre &amp;quot;Anfasser&amp;quot; punktgenau tangential verläßt bzw. tangential einläuft, vgl. Tutorial. &lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden so gehen beide nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Soweit die Theorie. Mehr hierzu unter: http://www.cnc-mac.de/html/bezier___spline_.html. In der Praxis bedarf es erheblicher Übung, mit den Anfassern eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Kurve zu generieren. Wir überlassen dies dem Bahngenerator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator fügt eine drei dimensionale Bézier Kurve mit 20 Stützpunkten ein, die Ihnen zur Beurteilung zunächst lediglich in der 3D-Grafik gezeigt wird. Im Sinne besserer Übersichtlichkeit werden alle anderen Bewegungsbahnen bis auf diese Kurve ausgeblendet.  &lt;br /&gt;
* Der Bahngenerator bestimmt aus der Vektorlage der zu verbindenden Bahn-Segmente deren Tangentenlage im 3D Raum und berechnet 3 Vorschlagsformen der Kurve, diese können recht ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich sein. &lt;br /&gt;
:- Per Click wählen Sie eine hiervon. &lt;br /&gt;
:- Mit den beiden 'Doppelpfeil-Tasten' ändern sie den Formfaktor (Amplitude) der gewählten Kurve. &lt;br /&gt;
Falls Sie die Kurvenorientierung ändern möchten, korrigieren Sie deren Tangenten-Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffnungswinkel und Abstand''' zum theoretischen Tangenten Schnittpunkt '''bestimmen in unterschiedlicher Gewichtung die 3 Basis-Kurven'''. &lt;br /&gt;
* Bei einem Öffnungswinkel von 90° und &lt;br /&gt;
:* gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt erzeugen Kurve 1) und 2) einen exakten ¼ Kreis. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
:* unterschiedlichem Abstand erzeugt Kurve 1) ein Oval, Kurve 2) eine Ellipse. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei anderen Öffnungswinkeln kommt die Vielfalt Béziers zum Tragen: &lt;br /&gt;
:* Kurve 1) verbindet die Bahn-Segmente bei beliebigem Öffnungswinkel jedoch gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt mit einem Kreissegment. &lt;br /&gt;
:* Tendenziell erzeugt Kurve 2) &lt;br /&gt;
::- bei flachen Öffnungswinkeln flachere Verrundungen als Kurve 1), &lt;br /&gt;
::- bei spitzeren Öffnungswinkeln spitzere Verrundungen als Kurve 1). &lt;br /&gt;
:* Liegen die Tangenten der zu verbindenden Segmente parallel, so erzeugt Kurve 1) einen Halbkreis, Kurve 2) eine Halb-Ellipse.&lt;br /&gt;
:* Kurve 3) &amp;quot;reagiert stärker&amp;quot; auf Änderungen des Öffnungswinkels und der Schnittpunktlage als die beiden anderen; dies kann in sehr &amp;quot;elegante&amp;quot; aber auch völlig unbrauchbare Kurven führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liegen zu verbindenden Bahnsegmente &amp;quot;parallel versetzt&amp;quot; (oder auch &amp;quot;schräg versetzt&amp;quot;), so werden sie mit einem &amp;quot;S-Bogen&amp;quot; verbunden; die Ausprägung des &amp;quot;S-Bogens&amp;quot; ist bei den 3 Kurven recht unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Für die Bedienung des Bahngenerators bedeutet dies, zwischen 'bestimmter' und 'unbestimmter' Bewegungs-Bahn zu unterscheiden. Die 'bestimmte' Bewegungs-Bahn ermöglicht einen präzis geführten Werkzeugeingriff, die 'unbestimmte' Bahn dient vorzugsweise einer &amp;quot;eleganten&amp;quot; Werkzeugbewegung im Raum ohne Werkzeugeingriff. Bahnsegmente mit Werkzeugeingriff generieren Sie in 'Inverser- Kinematik' mit den Bewegungsstrategien 1) bis 7). &lt;br /&gt;
* Muß die &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; Bahn präzise über einen oder mehrere ''bestimmte'' Raumpunkt geführt werden, so teilen Sie die Bahn in Segmentabschnitte. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. Ein gemeinsames Stützpunkt-Paar bestimmt die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier-Bahn &amp;amp; Arbeitsbereich ===&lt;br /&gt;
Der Bézier Kurven Generator prüft, ob die vorgeschlagene Kurve im Arbeitsbereich des Roboters liegt. Ob diese Kurve in 'Inverser Kinematik' durch den Roboterarm realisiert werden kann, hängt von den parametrierten Grenzwinkeln ab (vgl. Supervisor-Information). Die Algorithmen der 'Inversen Kinematik' melden ggf. eine 'Winkelwert Überschreitung'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kurve in eine 'Winkelwert Überschreitung' führt, haben Sie 2 Korrekturmöglichkeiten: &lt;br /&gt;
* Wählen Sie testweise eine andere der vorgeschlagenen Kurven oder stauchen Sie sie mit den Doppelpfeil-Tasten (Formfaktor &amp;lt; 1). &lt;br /&gt;
* Fahren Sie den Zielpunkt nicht über den kürzesten Weg an, sondern drehen Sie die Arme über die &amp;quot;Winkelposition 0°&amp;quot; zurück. Führen Sie den Roboterarm hierzu über &amp;quot;Hilfs-&amp;quot; Raumpunkte in die Ziel-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreise &amp;amp; Spiralen ===&lt;br /&gt;
wären als Cascadierter Bézier Spline zwar mit hoher Präzision möglich, jedoch ist die klassische Mathematik vorteilhafter, zumal hier ein höherer Bedien-Komfort realisierbar wird.&lt;br /&gt;
Im Sinne intuitiver Bedienung orientiert sich die Parametereingabe für Kreise &amp;amp; Spiralen an den beschriebenen Bézier-Abläufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreise erreichen nach einem 360° Umlauf Ihren Startpunkt, Spiralen drehen hierüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Sind für ein Kreiselement der Start und Endpunkt aus vorhandenen Anschluß Koordinaten ableitbar, so erfragt das Programm die Mittelpunktkoordinate und den Drehsinn. - Ist nur die Startkoordinate bekannt, so wird ergänzend der Drehwinkel abgefragt. &lt;br /&gt;
* Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spiralen erfordern zusätzlich die Angabe ''Steigung pro Umdrehung''.&lt;br /&gt;
Vorschlagswert hieraus sind Kreis Koordinaten für tangentialen Bahn Einlauf, abweichend ist jede beliebige Kreis- / Spirallage im 3D Raum per  'Doppelpfeil Taste'  individuell möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  '''''Kochbuch Inverse Kinematik'''''  finden Sie eine &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Positionierung &amp;amp; Orientierung ==&lt;br /&gt;
* Die Positionierung bestimmt die kartesische XYZ-Position des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; im Raum, &lt;br /&gt;
* die Orientierung unter welchen Winkeln er steht. &lt;br /&gt;
Beide Werte zusammen definieren seine Vektorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte, &amp;quot;Haupt-Achsen parallele&amp;quot; Ausrichtung des End-Effektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine kostengünstige Lösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Demo-Beispiel  ''Labyrinth von Chartres''  steht der Roboterarm zunächst senkrecht in 'Home-Position'. Bei Eintritt in das Labyrinth weist der 'End Effector' Arm G/H 'senkrecht nach unten'. &lt;br /&gt;
* Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung gewechselt! &lt;br /&gt;
:Per Bewegungsstrategie 6) bzw. 7) wird diese Orientierung mit höchster Präzision beibehalten. Im Beispiel liegt der Orientierungsfehler am Bahn-Ende – nach etwa 1000 Bahnpunkten – in der Größenordnung 1/10 Promille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres TCP Orientierung 02.gif|1500px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Orientierungswechsel des End Effektors währen der 3D-Bézier-Fahrt'''. - Das Demo-Beispiel ändert auch die Betrachtungsperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierung des End Effektors ===&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator berechnet einen Neuen Datensatz stets basierend auf der aktiven / aktuell angezeigten Ist-Position und der hierzu gehörenden Orientierung.&lt;br /&gt;
* Soll die Orientierung bei Beibehaltung der Bahn-Position korrigiert werden, so wird zunächst die aktuelle Position per Button 'Übernahme Ist-Position' &amp;quot;vorgemerkt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* In Direkter Kinematik wird die gewünschte Orientierung 'per Schieber' gewählt. &lt;br /&gt;
:- Diese Um-Orientierung führt zunächst in eine Änderung der Position! &lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;zuvor vorgemerkte&amp;quot; Position wird in der neu gewählten Orientierung mit 'Strategie 6) parallel' in 'Inverser Kinematik' angefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachten Sie, daß eine Um-Orientierung bei großer Schrittweite (horizontal / senkrecht) über undefinierte Detail-Bewegung führen kann. Legen Sie diese Bewegungsphase in einen unkritischen Bewegungsbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Hilfreich zur Kontrolle ist die Koordinaten-Übersicht unmittelbar rechts neben der Grafik.&lt;br /&gt;
:- Für eine senkrechte Orientierung der Achse G/H sind deren X und Z-Koordinaten gleich, &lt;br /&gt;
:- für eine horizontale die Y-Koordinaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mit den Schiebern B/C,  D/E,  F/G stellen Sie eine senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors G/H in beliebiger Position ein. &lt;br /&gt;
:- Beträgt die Winkelsumme 0° bzw. 180°, so steht er senkrecht, bei 90°/270° horizontal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Bézier&amp;quot;- Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Der Bahngenerator erzeugt tangential in die Anschlußsegmente einlaufende 3D Bézier-Kurven. Wurden die Anschlußsegmente mit 'Strategie 7), teleskopisch' erzeugt, so steht der End Effektor in diesem Datensatzbereich ebenfalls tangential. Die 'Strategie 6) parallel' übernimmt diese &amp;quot;auslaufenden Orientierung&amp;quot; – und behält sie bei. Allerdings wird diese Orientierung nur selten die Orientierung des Anschlußsegmentes der einlaufenden Bahn sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''produktspezifische'' Lösung dieser Aufgaben finden Sie im PDF-Handbuch. Das '''Kochbuch''' ''Inverse Kinematik'' führt ergänzend &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; durch diesen Themenkreis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik ==&lt;br /&gt;
Ist ein Knickarm Roboter auf Portal verfahrbar, so überlagern sich beide Bewegungskomponenten. Dies erhöht die Anzahl der Freiheitsgrade enorm. Um trotzdem gezielt Einfluß auf die Kinematik nehmen zu können, referenziert die Berechnung der Knickarm-Winkel auf die aktuelle Fußpunkt Position. &lt;br /&gt;
* Wählen Sie eine ''Fußpunktposition'' in  ''Direkter Kinematik'' und die ''XYZ-Zielkoordinate'' des TCP im Maskenbereich der  ''Inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
* Beide Bewegungskomponenten lassen sich so zu einer komplexen Gesamtbewegung kombinieren – und bestimmen die Orientierung des TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die TCP Position bei geänderter Fußpunkt Koordinate beibehalten werden, so &lt;br /&gt;
:- clicken Sie zunächst den Button 'Übernahme Ist-Position' (Feld  'Zielposition absolut'), &lt;br /&gt;
:- korrigieren Sie die Fußpunkt Koordinate, &lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Neu' (Bereich  direkte Kinematik)&lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Korrektur' (im Feld  'Zielposition  absolut'). &lt;br /&gt;
* Diese Orientierungsänderung bei gleicher XYZ-Position führt in eine &amp;quot;Biege-Bewegung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionierfehler &amp;amp; Watchdog ==&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie die Soll-Werte erzeugt wurden, werden die Datensatz Ist-Werte in inverser Kinematik entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie berechnet und als korrespondierende Knickarm-Winkel gespeichert. In direkter Kinematik wird aus diesen Knickarm-Winkeln der XYZ-Wert des TCP errechnet. Das Verfahren mag umständlich sein, ermöglicht jedoch einen Soll/Ist Vergleich. Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des TCP liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Watchdog-Algorithmus überwacht intern die Soll/Ist-Abweichung und schlägt ggf. Alarm. Falls der Zielpunkt nicht berechenbar oder kinematisch nicht erreichbar ist, wird eine Fehlermeldung generiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kinematische Bewegungsebenen =&lt;br /&gt;
==Parallele Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der bisher besprochenen Bewegungsstrategien erwarten, daß sich die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; in parallelen Ebenen bewegen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik (vgl. Tutorial) erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schiefe Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Drehmöglichkeit einer Schwenkachse zwischen Schulterpunkt und Handgelenk erhöht die Bewegungsvielfalt enorm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil wird mit einer komplexen Mechanik, einer nochmals gesteigerten kinematischer Überbestimmung und ''parasitären Bewegungskomponenten'' erkauft: &lt;br /&gt;
* Jede schiefwinklige Bewegung eines Armsegmentes beinhaltet neben einer zielführenden Bewegung eine nicht gewünschte Vektorkomponente, die durch Gegenbewegung anderer Armsegmente kompensiert werden muß; der Rechenaufwand steigt extrem – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. Es müssen 3D- Näherungsalgorithmen verwendet werden (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein Watchdog-Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; er generiert ggf. eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Standardabweichung der absoluten Positionierfehler Soll/Ist lag zunächst in der Größenordnung &amp;quot;einiger Hundertstel&amp;quot;. Mit Version 6.0 wird ein gegenüber den ältern Versionen deutlich präziser arbeitender Schief-Algorithmus eingeführt, Positionierfehler liegen nunmehr in der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-4&amp;lt;/sup&amp;gt; – und besser. Der Algorithmus beherrscht alle Bewegungsstrategien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm prüft selbstständig, ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere &amp;amp; präzisere Parallel-Algorithmus geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Theorie &amp;amp; Praxis =&lt;br /&gt;
Dieser Praxis orientierte Artikel ist ein produkt-neutralisierter Handbuch-Auszug. &lt;br /&gt;
* Im Orig. Handbuch finden Sie Supervisor-Informationen, wie das Programm der Mechanik-Struktur Ihres Gelenkarmroboters und dessen Maßen angepaßt wird, so daß die Mathematik des ''3D Gelenk-Baukasten'' und Roboter-Mechanik kongruent sind. Die mathematischen Positionierfehler liegen dann in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm - und dies ist gewiß eine Herausforderung an die Robotermechanik!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Anhang zum Handbuch ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; ''Inverse Kinematik''. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
* Theoretischen Background erläutert Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt, vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] &amp;amp; [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_2_%E2%80%93_Praxis&amp;diff=28376</id>
		<title>Inverse Kinematik 2 – Praxis</title>
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				<updated>2019-08-09T13:56:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort =&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach. Ganz so einfach war es dann doch nicht. &lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  ''kostenlose Test und Demo-Version''] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 2 finden Sie Praxis orientierte Problemlösungen. Besprochen werden ein 3D Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
: Hierzu sollten Sie die kostenlose Test und Demo-Version downloaden. &lt;br /&gt;
* Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]] gibt theoretischen Back-Ground. Hier finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, theoretische Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation. Für die Nutzung des Gelenkbaukastens ist es nicht unbedingt erforderlich, dieses zu lesen – es kann aber hilfreich sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Mathematischer 3D Gelenk-Baukasten =&lt;br /&gt;
: Dieser Artikel ist ein (weitestgehnd) produkt-neutraler Handbuch–Auszug; er orientiert sich jedoch an der auf EXCEL®-Basis realisierten Problemlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Systemüberblick ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baukasten ist aus der Aufgabe entstanden, anwenderorientiert und Hardware neutral &lt;br /&gt;
* Rotations- und Teleskopachsen für Knickarm-Robotersysteme beliebiger Bauart &amp;amp; Geometrie - ggf. auf Portal verfahrbar - mathematisch zusammenzustellen, um deren ''Bewegungsbahn 3D zu simulieren'', &lt;br /&gt;
:* eine gegebene Hardware hierzu produktspezifisch zu parametrieren &lt;br /&gt;
:* oder durch Auswahl geeigneter Hardware Komponenten ein optimales Gesamtsystem zu konfigurieren.&lt;br /&gt;
* Gelenk-Winkel und XYZ-Koordinaten wahlweise  direkt oder invers  zu berechnen und&lt;br /&gt;
* das Roboter-System im 3D-Raum zu visualisieren. &lt;br /&gt;
* In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's berechnet der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh-Achse). Der Algorithmus ermöglicht beliebig viele kaskadierbare Achsen und ist somit erweiterbar.&lt;br /&gt;
* Das Ergebnis steht numerisch (16-stellig / Fließkomma 15 Ziffern) zur Verfügung und wird ergänzend als 3D Grafik visualisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Direkte Kinematik ===&lt;br /&gt;
Die kinematischen Grenzen werden durch Parametrierung der Achs-Längen, ihrer XYZ-Grundorientierung und der max. Achs-Drehwinkel definiert. An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. Die Werte werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Inverse Kinematik ===&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt RoBo-mac mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien. Der Algorithmus basiert auf trigonometrischen und iterativen Elementen. Er arbeitet unabhängig von der Vorwärts Kinematik und nutzt diese für die Ergebnis-Visualisierung sowie die  Positionskontrolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; bzw. Tool Center Points (TCP) liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahngenerator ===&lt;br /&gt;
Ein interaktiver Bahngenerator erzeugt individuelle Bewegungsbahnen. &lt;br /&gt;
Der Baukasten beherrscht Kreise, zylindrische &amp;amp; archimedische Spiralen sowie 3D Bézier-Kurven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive==&lt;br /&gt;
'''Achs-Drehwinkel und Perspektive werden über Schieber verändert und Real-Time visualisiert.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo-mac_Baukasten.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Kinematik &amp;amp; 2D-Perspektive, YouTube===&lt;br /&gt;
Das Original-Video (Bild oben rechts) besteht aus mehr als 3.000 Frames  - das sprengt alles; daher in YouTube:  https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Kartesische Koordinaten und Roboter Kinematik=&lt;br /&gt;
Legen wir ein Blatt Papier auf den Tisch und zeichnen mit dem Bleistift ein Achsenkreuz – wir können dies auch mit einem CAD-System am Bildschirm tun – so hat der Kreuzungspunkt per Definition die Bezeichnung &amp;quot;0 / 0&amp;quot;. X- und Y-Wert sind also beide gleich &amp;quot;0&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kreuzungspunkt liegt in einem willkürlichen Versatz zum Papier- bzw. Bildschirmrand, Bildschirm bzw. Papier befinden sich in willkürlichem Abstand und Winkel zum Schreibtischrand, der Schreibtisch steht irgendwo im (Büro-) Raum usw. &lt;br /&gt;
* Jeder dieser Gegenstände hat eine Bezugskante, von der üblicher Weise gemessen wird. Und, jeder dieser Gegenstände wird von einem anderen &amp;quot;umhaust&amp;quot;, - er hat relative Koordinaten zu dieser Umhausung. &lt;br /&gt;
: Eingebetet ist das System relativer Koordinaten in das Weltkoordinatensystem, auf das allerdings nur selten referenziert werden muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir vor der Aufgabe stehen, daß ein Roboter gezielt irgendwo hingreifen oder eine Bewegungsbahn fahren muß, müssen wir den Zielpunkt in einem (kartesischen) Koordinatensystem erfassen auf das auch der Roboter-Fußpunkt referenziert. Während das Kartesische System achsparallel ohne Winkelwerte arbeitet sind Winkelwerte, - kaskadisch aneinander gereiht - der einzige Bezug zwischen Roboter-Fußpunkt und dem &amp;quot;End-Effektor / TCP&amp;quot;; dem Teil, das bewegt und in Position gebracht werden soll (vgl. Bild oben mitte, Pkt. &amp;quot;M&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drehwinkel werden in Grad gemessen – so haben wir es in der Schule gelernt! Ein Vollkreis hat 360° (Grad) – und das hat sich eingeprägt, wenngleich es andere Maß Systeme der Winkelmessung gibt: In der Geodäsie wird der Vollkreis mit 400 Gon (Neu-Grad) gemessen. &lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen arbeitet intern im &amp;quot;Bogenmaß&amp;quot;; ein Vollkreis hat den Winkelwert &amp;quot;2 PI&amp;quot; – was nicht ganz zufällig dem Kreisumfang bei Radius = 1 entspricht! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Achse kann sich beliebig oft um sich selbst drehen. 2 Umdrehungen entsprechen im (Alt-) Gradsystem einem Drehwinkel von 720°. Mathematisch ist dies unproblematisch, mechanisch ist eine Roboterachse - zumindest bei Gelenk- bzw. Knickarmrobotern - jedoch auf meist eine Vollkreisdrehung – manchmal etwas mehr – beschränkt. SCARA haben meist eine größere Freiheit. Gemeinsam ist diesen Systemen, daß nach Erreichen des maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückgedreht&amp;quot; werden muß. Robotersysteme haben somit zwischen beiden Endlagen einen Nullpunkt, der meist als symmetrisch mittig definiert wird. Sind alle Arme gestreckt, so steht das System in &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; (vgl.Bild oben rechts). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Definition referenziert jede Drehung eines Armes auf die Stellung des (kaskadisch vorhergehenden) Armes. Gemessen wird der Winkel zwischen den jeweils benachbarten Armen. Eigentlich beträgt der Winkel zwischen gestreckten Armen 180° (im 0° bis 360° System); da andererseits die Streckstellung aller Arme als &amp;quot;Null-Stellung&amp;quot; bezeichnet wird, macht es Sinn, den Bezugsnullpunkt in diese Position zu legen. Das Bezugssystem ist dann als  +/- 180° System definiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unsere Aufgabe bezogen, den Roboter gezielt &amp;quot;irgendwo&amp;quot; hingreifen zu lassen, bedeutet dies, das &amp;quot;Irgendwo&amp;quot; kartesisch zu definieren und den Roboter im kartesischen System geeignet zu positionieren, den Rest übernimmt der MATHEMATISCHE 3D GELENK-BAUKASTEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Die ersten Schritte =&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich in die Thematik einarbeiten, werden Sie recht schnell zu dem Schluß kommen: &lt;br /&gt;
* Der Gelenkbaukasten bietet kinematische Bewegungsmöglichkeiten die zu beherrschen einige Erfahrung erfordert. Es ist wie beim Klavierspielen: Das Instrument wird vom Pianisten zum Leben erweckt! Und hier macht Übung den Meister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Üben Sie, Sie können nichts kaputt machen, der Baukasten ist sehr bedien-tolerant. Ich habe bei der Entwicklung hohen Wert auf &amp;quot;Bediener-Komfort&amp;quot; und darauf gelegt, &amp;quot;Bedienungsfehler&amp;quot; (grausame Ausrede inkompetenter Entwickler) automatisch abzufangen. Vieles von dem was Sie tun überprüfet ein Algorithmus im Hintergrund auf Plausibilität – und meldet sich! &lt;br /&gt;
:Stöbern Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Ungeduldige ==&lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm&amp;quot; zeigt (nach Initialisierung der kostenlosen Test- und Demo Version) einen Bewegungsablauf. Clicken Sie in der Grafik (oben links) &amp;quot;Control-Center&amp;quot;; eine Maske erscheint; clicken Sie (Maske mitte unten) &amp;quot;Simulation Bewegung / vorwärts&amp;quot;; der Arm fährt eine Bewegungsbahn.  &lt;br /&gt;
* Die Datei &amp;quot;Demo-Arm_schief&amp;quot; ist Beispiel einer komplexen Inversen Kinematik mit in sich gedrehtem Arm (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
* Strategie-Demo &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: verlassen Sie das 'Control-Center'. In der 3D Grafik (oben rechts) finden Sie den Button 'Demo-Menü'. Die Demo-Beispiele zeigen mögliche Bewegungs-Strategien – und geben einen Einblick in die Problematik kinematischer Überbestimmung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Für Lernwillige ==&lt;br /&gt;
* führt dieses Handbuch Schritt für Schritt durch die Möglichkeiten des 3D Gelenk-Baukastens. Sie finden eine Vielzahl von Möglichkeiten eine Bewegungsbahn selbst zu generieren oder aus einem CAD-System zu importieren. Zu Maskenfunktionen finden Sie ein &amp;quot;wie, warum und wozu&amp;quot;! &lt;br /&gt;
* Ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; im Anhang des Manuals zeigt (hoffentlich) praxisorientiert, wie die Demo-Datei generiert wurde. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Über die &amp;quot;normale&amp;quot; Knickarm-Robotik hinaus beherrscht der Programm-Algorithmus &lt;br /&gt;
: - in der Länge veränderbare Teleskop-Achsen sowie &lt;br /&gt;
: - kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parametrierung ==&lt;br /&gt;
* Die Roboter-Mathematik dieses Baukastens ist entsprechend der mechanischen Roboter-Hardware individuell parametrierbar; mehr hierzu im orig. Handbuch / Kapitel Supervisor-Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bildschirm- und Maskenaufbau =&lt;br /&gt;
==Bildschirm ==&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben links&lt;br /&gt;
: Grafik:  Stilisierte Armstellung im 3D-Raum. &lt;br /&gt;
: Der 3D-Raum ist kontinuierlich zwischen Maus &amp;amp; Vogelperspektive einstellbar. Die Einstellung hat keinen Einfluß auf die Berechnung. &lt;br /&gt;
: - In der Grafik oben links der Button 'Control-Center', der die Maske aufruft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm oben rechts&lt;br /&gt;
: ganz oben Perspektiv-Schieber, darunter die  aktuellen XYZ Koordinaten aller Gelenke.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bildschirm unten links / rechts&lt;br /&gt;
: Kinematische Bewegungsdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedienerhinweise ==&lt;br /&gt;
* '''Sprachumschaltung :'''  Maske 'Start'  (derzeit Deutsch / English, weitere Sprachen möglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Maske 'Robotic'===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Maske 'Robotic' ''' mag zunächst &amp;quot;erschlagend&amp;quot; wirken, ermöglicht jedoch ''ohne Maskenwechsel'' nahezu alle kinematischen Funktionen und Befehle: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Direkte''' (vorwärts) '''Kinematik''', &lt;br /&gt;
* Berechnung der XYZ-Koordinaten des TCP aus Winkelstellung der Knickarme &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Inverse''' (rückwärts) '''Kinematik''' &lt;br /&gt;
* Berechnung der Knickarm-Winkelstellung aus vorgegeben XYZ-Koordinaten des TCP&lt;br /&gt;
* freie, interaktive Off-line Entwicklung einer Bewegungsbahn aus linearen, Kreis- &amp;amp; Spiral-Elementen sowie 3D-Bézier Kurven.&lt;br /&gt;
* automatische Transformation einer extern vorgegeben Bewegungsbahn &lt;br /&gt;
* 8 frei wählbare Bewegungsstrategien der Knickarme &lt;br /&gt;
* sowie die Möglichkeit, Knickarm Roboter zusätzlich auf XYZ-Portal zu verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Last not lease&lt;br /&gt;
* 3D-Visualisierung der Roboter Knickarme und einer Bewegungsspur des TCP aus frei wählbarer Maus- bis Adler-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieses Leistungsspektrum mag &amp;quot;erschlagen&amp;quot;; wir betrachten es schrittweise. Zunächst den Maskenaufbau. Grundsätzlich gilt: Sie können nichts kaputt machen – probieren Sie!&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo_Maske_Inv-Kinematik_Deutsch_04.gif|800px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Maske zeigt 3 Säulen''', &lt;br /&gt;
: '''links''': inverse Kinematik &amp;amp; Bahngenerator, '''rechts''': direkte Kinematik, '''Mitte''': Zusatzfunktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik invers ====	&lt;br /&gt;
alle Werte dieses Blocks (links oben) beziehen sich auf den TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die aktuelle Ist-Position wird im XYZ-Koordinatenfenster (ganz oben) angezeigt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Linear'''&lt;br /&gt;
* Ziel Position (absolut). &lt;br /&gt;
: Der Wert wird im XYZ-Koordinatenfenster eingegeben. &lt;br /&gt;
: Falls sinnvoll, kann der Ist-Wert zuvor ins Ziel-Feld kopiert (Übernahme 'Ist-Position') und danach geändert werden. Wahlweise wird diese Ziel Position als ''Neuer Datensatz'' (DS-Neu) hinzugefügt oder der aktuell gewählte ''Datensatz korrigiert'' (DS-Korrektur).&lt;br /&gt;
: Die Achs-Winkelwerte werden hieraus OnLine errechnet und dem aktuellen Datensatz (s.u.) hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ziel Position (Offset).&lt;br /&gt;
: Der Offset bewegt den TCP - bezogen auf seine aktuelle Position - stets um den gleichen Wert mit den Doppel-Pfeiltasten wahlweise vorwärts / rückwärts. Er ist entweder &lt;br /&gt;
:* als kartesischer Zielwert (XYZ) oder &lt;br /&gt;
:* als Vektor-Hub führ in eine teleskopartige 'Unter-Arm'-Bewegung definierbar. &lt;br /&gt;
: Der aktive Offset färbt sich 'rot'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Kurve'''&lt;br /&gt;
Bézier / Kreis &amp;amp; Spirale (ab Controller-Version 5.6) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedienerführung wählt aus 2 recht ähnlichen LayOuts. Ein jeweils einzelner 'Button' führt bei beiden Bahnkurven durch die Prozeßschritte. Die Bahn Stützpunkte werden zunächst errechnet, die Bahn als 3D Vorschau zur visuellen Kontrolle / Korrektur gezeigt und nach Freigabe die Armbewegungen in Inverser Kinematik aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3D-Bezier &lt;br /&gt;
:Die Bézier 3D Funktion verbindet zwei getrennte (lineare Teleskop-) Bahn-Segmente beliebiger Vektorlage mit den &amp;quot;weichen Übergängen&amp;quot; einer 3D-Bézier Kurve. Der Kurven Generator schlägt 3 Bezier Lösungen zur Auswahl 'per Click' vor. Diese können &amp;quot;so wie sie sind&amp;quot; akzeptiert oder per Doppelpfeil individuell gestaucht bzw. gestreckt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Kreis &amp;amp; Spiral Generator &lt;br /&gt;
:kennt 3 Modi: Kreise oder Spiralen (archimedisch, zylindrisch bzw. deren Kombination) sind frei parametrierbar. Sie schmiegen sich entweder tangential an (Mod. 1) oder sind im 3D-Raum frei positionierbar (Mod. 2). Per Doppelpfeil können sie wahlweise um ihren Mittelpunkt oder den peripheren Tangentenpunkt gedreht /orientiert werden. &lt;br /&gt;
:Modus 3: Aus einer Datenliste der Segment-Eckpunkten werden die Kreisbahn Stützpunkte berechnet; das ist das Beispiel  &amp;quot;Labyrinth von Chartres&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Datensatz''' &lt;br /&gt;
: wählen Sie den zu bearbeitenden Datensatz mit seiner Ordnungs-Nr. oder den Pfeiltasten. Falls bereits mehrere Datensätze vorhandenen sind und Sie den letzten einer Liste aufrufen wollen, clicken Sie 'Anschluß DS (suchen)'. So Sie einen vorhandenen aus der Liste löschen oder einen zusätzlichen einfügen wollen, clicken Sie: 'DS-Neu' / 'DS-Löschen'.&lt;br /&gt;
: Es kann sinnvoll sein, die Anfahr-Koordinaten eines Zieles vom Ziel aus gesehen &amp;quot;rückwärts&amp;quot; zu entwickeln. In der Praxis können hierbei zunächst 2 getrennte Bewegungsfragmente (Start-Fragment / Ziel-Fragment) entstehen, die es zu schließen gilt. Die Rast-Taste 'vorwärts / rückwärts' wählt in Zusammenarbeit mit 'Anschluß DS (suchen)' das entsprechende Fragment und dreht die Suchrichtung im 'Ziel-Fragment' um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''3D-Perspektive &amp;amp; Zoom'''&lt;br /&gt;
: wählen Sie mit den Doppel-Pfeiltasten die 3D-Perspektive. Der Knopf 'Reset' führt aus &amp;quot;unglücklichen&amp;quot; Perspektiven zurück in eine klassische 3D-Perspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Parallel hierzu zeigt das Daten-Modul im Info-Feld – oben rechts neben der Grafik – die gewählten Perspektivwinkel numerisch. &lt;br /&gt;
: - Bei nicht aktivem Control-Center sind die Schieber des Info-Feldes aktiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Ab Version 5.7 kann das rechtshändige Koordinatensystem (Z-Achse zeigt vorwärts aus der Zeichenebene) in ein linkshändiges 'gespiegelt'  werden (Z-Achse zeigt nach hinten). &lt;br /&gt;
:* Beachten Sie bitte: &lt;br /&gt;
:: Die Umschaltung der perspektivischen Darstellung hat auf die kinematischen Berechnungen keinerlei Einfluß. &lt;br /&gt;
:: Diese  'Spiegelung'  dient lediglich der optischen Anpassung an die perspektivische Erwartung. Merke: ''Spiegelung''  ist nicht durch  ''Drehung''  erreichbar!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Bewegungsstrategie / Silhouette'''&lt;br /&gt;
: Mehreren Bewegungsstrategien stehen zur Auswahl. Beispiele, wie diese Strategien arbeiten, finden Sie im Makro-Menü unter &amp;quot;Strategie-Demo…&amp;quot;. Die gewählte Bewegungsstrategie bestimmt den Algorithmus der inversen Kinematik. &lt;br /&gt;
: - Clicken Sie eine Strategie Ihrer Wahl. Im oberen Fenster-Bereich erscheint eine Info, ob diese für Parallel Kinematik, Schief Kinematik oder beide geeignet ist (vgl. Tutorial).&lt;br /&gt;
: - Ein Wechsel zwischen den Bewegungsstrategien ist jederzeit möglich. &lt;br /&gt;
: - Die Strategien 6 und 7 erzeugen ab Handgelenk-Punkt lineare Bewegungen und somit konstante Orientierung der Abtriebs-Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Koordinaten Liste''' &lt;br /&gt;
: Die Liste extern erzeugter XYZ Koordinaten des TCP wird - entsprechend der Bewegungsstrategie - in die Winkel der Knickarme transferiert; schrittweise oder automatisch für die gesamte Liste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Simulation Bewegung''' &lt;br /&gt;
: Die Bewegungssimulation visualisiert im zügigen Durchlauf die einzelnen Datensätze. Die bereits bekannte Rasttaste 'vorwärts / rückwärts' bestimmt die Laufrichtung: &lt;br /&gt;
: ''Vorwärts'': Start-Punkt bis zum aktuellen Datensatz / aktueller Datensatz bis Zielpunkt &lt;br /&gt;
: ''Rückwärts'': In umgekehrter Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Spur'''&lt;br /&gt;
: Die Bewegungsspur des TCP läßt sich per Rasttaste zu/abschalten. Angezeigt wird die Spur zwischen Startpunkt und dem (beim Clicken der Taste) aktuellen Datensatz. Sie kann über die Tasten 'Simulation Bewegung' bzw. die Befehlsgruppe 'Datensatz' mit den Doppel-Pfeiltasten frei durchlaufen und so ein gesuchter Datensatz visuell gefunden werden. Mit Aufruf der Maske wird die Spur automatisch aktiviert – und kann ggf. abgeschaltet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Stop'''&lt;br /&gt;
: eine 'Stop-Taste' erscheint, sobald ''Simulation Bewegung'' oder ''Koordinaten Liste automatic'' gewählt ist. Die Funktion bricht ab, der Datensatz wird zum aktuellen Datensatz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kinematik direkt ==== &lt;br /&gt;
: Dieses Feld (rechts oben) zeigt Winkelschieber für 12 Achsen (A/B bis L/M) sowie den aktuell eingestellten Winkelwert, wahlweise im 0-360° oder -180° / +180° System. Nur die Schieber, die im Rahmen der Parametrierung aktiviert wurden, sind aktiv. &lt;br /&gt;
:* Die direkte Kinematik dient in erster Linie dazu, eine &amp;quot;vernünftige Startposition&amp;quot;, die Orientierung des TCP-Trägerarmes als Ausgangspunkt der inversen Kinematik oder auch Stützpunkte zur Umfahrung eines Hindernisses manuell zu bestimmen. Man braucht sie selten, aber man braucht sie. Vieles ist hier Sisyphus &amp;amp; Try and Error. &lt;br /&gt;
:* Ist in direkter Kinematik eine Winkelposition gefunden, so kann sie der Datensatz-Liste über den Button 'DS-Neu' bzw. DS-Korrektur' (s. unten) direkt zugeführt werden. &lt;br /&gt;
:* Hat nach dem Gesetz der größten Gemeinheit Murphy zugeschlagen und die Knickarme stehen völlig daneben, so können die Schieber mit den Doppel-Pfeiltasten des Bereiches Datensatz auf die Werte des List-Datensatzes synchronisiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Basiskoordinate Portal''' 			rechts unten &lt;br /&gt;
: Koordinaten und Winkel-Berechnungen referenzieren auf den Achs-Fußpunkt XYZ. &lt;br /&gt;
:* Komplexe Robotersysteme arbeiten mit verfahrbarem Fußpunkt auf XYZ-Portal. Der Algorithmus inverser Kinematik berücksichtigt bei der Knickarm Berechnung die in direkter Kinematik vorgewählte Portal-Kordinate. &lt;br /&gt;
:* Die Verschiebung der Basiskoordinaten ermöglicht es auch, eine feste Fußpunkt Position entsprechend den kinematischen Möglichkeiten der Roboter-Mechanik zu optimieren.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Button 'DS Neu' &amp;amp; 'DS Korrektur' ''' &lt;br /&gt;
: Sie finden diese Funktionen in den Bereichen inverse sowie direkte Kinematik. &lt;br /&gt;
: Per 'DS Korrektur' ändern Sie den aktuellen Datensatz, 'DS Neu' generiert einen zusätzlichen Datensatz am aktiven Ende eines Datensatz-Blocks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Unter Sicherheitsgesichtspunkten ist 'DS Neu' de-aktiviert, sobald der aktuell gewählte Datensatz sich nicht am Block-Ende befindet; gleichsinniges gilt für die Offset Doppel-Pfeiltasten. Wollen Sie größere Änderungen vornehmen, so sollten Sie (im Feld 'Datensatz')&lt;br /&gt;
:* per 'DS Einfügen' einen Datensatz an aktueller Stelle einfügen, &lt;br /&gt;
:* per 'Anschluß DS suchen' das aktive Ende des Blockes (vorwärts/rückwärts) aufsuchen. &lt;br /&gt;
::Die Taste 'DS Neu' wird aktiviert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Koordinaten &amp;amp; Datensatz-Liste ==&lt;br /&gt;
Im unteren Teil des Bildschirmes werden (ab Zeile 51) die Kinematischen Bewegungsdaten zeilenweise gespeichert; links die XYZ-Koordinaten, rechts deren korrespondierende Winkel. &lt;br /&gt;
Über die Maske haben Sie direkten Zugriff auf bereits erstellte oder entstehende Datensätze sowie deren Korrektur.  Die in der Maske angezeigte Ordnungs-Nr. des Datensatzes wird mit dem Cursor ergänzend markiert. Sie finden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 1 	      / 	(A)		Ordnungs-Nr. der Bewegungsstrategie&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 2 bis 4      / 	(B bis D)	Soll-Koordinate XYZ	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 5               / 	(E)		Soll-Vektor-Offset	des TCP (relativ)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 7 bis 9       / 	(G bis I)	Ist-Koordinate XYZ 	Portal / Fußpunkt  *)&lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 14 bis 16   / 	(N bis P)	Ist-Koordinate XYZ 	des TCP (absolut)  &lt;br /&gt;
: Spaltenbereich 39 bis 50   / 	(AM bis AX)	Winkelwerte Achsen (A/B bis L/M)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Portal / Fußpunkt Ist-Koordinate''' &lt;br /&gt;
:* Sind in der Liste keine Fußpunkt-Koordinaten vorhanden, so arbeitet der Algorithmus &amp;quot;mit 0-Wert&amp;quot;. Arbeiten Sie mit dem Bahn-Generator, so werden Portal Koordinaten in der Koordinatenliste nur ausgewiesen, wenn sie von 0 abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* Sind Fußpunkt-Koordinaten in der Liste vorhanden, so werden sie als Offset berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Bahnsteuerung =&lt;br /&gt;
==CAD-Import ==&lt;br /&gt;
Sind Soll-Koordinaten (z.B. aus einem CAD-Programm) vorhanden, so werden sie zunächst mit den Excel-üblichen Befehlen in den Bereich der Sollkoordinaten (Spalten 2 bis 4 / bzw. B bis D) des Datenmoduls ab Zeile 50 übertragen. Das Programm generiert aus diesen TCP Soll-Koordinaten entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) die Winkelstellung der Knickarme und schreibt sie in das Bewegungsprotokoll. Hierzu werden die  Koordinaten entweder über den Button 'DS-Schritt' (Step by Step) aufgerufen oder per 'DS-Automatic' als Datenblock verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahngenerator ==&lt;br /&gt;
Sind keine (extern ermittelten) Soll-Koordinaten vorhanden, so müssen sie interaktiv generiert werden (Offline Teach-In). Die TCP-Bahn-Stützpunkte werden wahlweise als XYZ-Wert Absolut oder als Offset eingegeben und per 'DS Neu' bzw. 'DS Korrektur' verarbeitet. Der Bahngenerator &lt;br /&gt;
:- visualisiert &amp;quot;Real-time&amp;quot; die Bewegung im 3D-Raum entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie (s.u.) &lt;br /&gt;
:- erlaubt hierbei beliebig &amp;quot;Try &amp;amp; Error&amp;quot; und &lt;br /&gt;
:- erzeugt die XYZ-Koordinatenliste des TCP sowie das Knickarm-Bewegungsprotokoll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:- Ein '''3D-Bézier Kurven Generator''' (s.u.) verbindet gefundene TCP-Bahn-Stützpunkte. Die vorgeschlagenen Bahnkurven sind individuell anpaßbar. &lt;br /&gt;
:- Ein '''Kreis Generator''' erzeugt frei im Raum positionierbare Kreis- und Spiralbahnen. ('''Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spirale''' und Kombinationen hieraus – links- rechtsläufig).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''CAD-Import''' und '''Bahngenerator''' greifen auf die gewählte Bewegungsstrategie zurück und ermöglichen eine kontinuierliche oder schrittweise Kontrollfahrt. Bestimmen Sie ggf. in direkter Kinematik eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Startpositionierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer interaktiven Arbeitssitzung erzeugt/speichert das Programm ein Bahnprofil mit Koordinaten und Winkelwerten. Wurden diese mit dem Bahngenerator erzeugt, so kann aus den gewonnenen Ist-Koordinaten eine ähnliche &amp;quot;parallel versetzte&amp;quot; Bahn mit den EXCEL-üblichen Befehlen &amp;quot;recht bequem&amp;quot; generiert werden: Die per Bahngenerator erzeugte Ist-Koordinatenliste wird mit entsprechendem Offset in den Soll-Koordinaten Bereich übertragen und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' erneut verarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stellt sich heraus, daß ein Zielpunkt außerhalb der kinematischen Möglichkeiten liegt und daß das Problem durch verschieben des Roboter 'Schulter bzw. Fußpunktes' zu lösen sei, so muß nicht die bisherige Arbeit erneuert werden: Über den Portal-Offset wird eine neue Basisposition gewählt und über den Button 'DS-Schritt' bzw. 'DS-Automatic' ein neues Bewegungsprofil bei geändertem Fußpunkt erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Portal-Offset ist im Masken Bereich der 'direkten Kinematik' korrigierbar. &lt;br /&gt;
:- Der hier eingegebene Wert wird für den aktuellen Datensatz in der Koordinaten-Liste gespeichert. Clicken Sie hierzu den Button 'DS Korrektur' bzw. 'DS Neu'. &lt;br /&gt;
:- Um den bisherigen Portal-Offset beizubehalten, clicken sie den 'Doppelpfeil'  &amp;quot;rauf/runter&amp;quot; (im Feld Datensatz) je einmal, der bisherige Offset wird synchronisiert. &lt;br /&gt;
:- Beachten Sie hierzu die Supervisor-Information  'Parameter &amp;amp; Datenkonformität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TCP Spur ==&lt;br /&gt;
Die Grafik visualisiert aus beliebiger Perspektive die aktuell errechnete Winkelstellung der Knickarme im 3D-Raum und  (zu-/abschaltbar) die Bewegungsspur des TCP. Die Perspektiv-Einstellung hat keinen Einfluß auf die kinematische Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategien ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;..  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Strategien kann beliebig gewechselt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Wird die Arm-Position mit den Schiebern &amp;quot;in etwa&amp;quot; vorgewählt, so ermittelt der Algorithmus die Vektorlagen der Arme mit o.g. Präzision, ein Hindernis kann mit der Halb-Automatic so umfahren werden. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot; der Silhouette; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenkpunkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
sind Voll-Automatic Funktionen, sie generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position; diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
Der Algorithmus eignet sich für Bewegungen, denen genügend Arbeitsraum zur Verfügung steht, er benötigt wenige Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb jeder einzelnen Bewegungsstrategie verlaufen die Armbewegungen konsistent und erwartungsgemäß. &lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel ist jederzeit möglich, führt jedoch über eine im Detail undefinierte Streck-Bewegung des Armes. In dieser Bewegungsphase besteht erhöhte Kollisionsgefahr. Vgl. Tutorial / Kochbuch: 'Singularität'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel &amp;amp; Teleskope ===&lt;br /&gt;
ähneln o.g. Voll-Automatic Funktionen. Der &amp;quot;End-Effektor&amp;quot; wird in paralleler Ebene zu sich selbst, bzw. in der Vektororientierung seiner eigenen Achse bewegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegungsstrategie 'parallel' verwendet hierzu den absoluten bzw. relativen XYZ-Wert. 'Teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage entsprechend dem geforderten Vektor-Hub individuelle XYZ-Bewegungskomponenten, die per Knickarm-Kinematik zu einer teleskopartigen Bewegung des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot;  bzw. &amp;quot;Unterarmes&amp;quot; führen.&lt;br /&gt;
* Die Winkelorientierung dem Unterarm ggf. kaskadisch folgender Achsen bleibt bei beiden Strategien erhalten&lt;br /&gt;
* Ein Strategiewechsel Parallel / Teleskop ist jederzeit ohne erhöhte Kollisionsgefahr möglich. Der Arbeitsbereich ist kleiner als der anderer Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier Generator ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben die wunderbare Eigenschaft, nicht nur 2 Punkte zu verbinden: &lt;br /&gt;
* Die Kurve läßt sich in weiten Grenzen mit mathematisch gut beherrschbaren &amp;quot;Anfassern&amp;quot; beliebig formen. Besonders hilfreich ist es, daß die Bézier Kurve ihre &amp;quot;Anfasser&amp;quot; punktgenau tangential verläßt bzw. tangential einläuft, vgl. Tutorial. &lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden so gehen beide nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Soweit die Theorie. Mehr hierzu unter: http://www.cnc-mac.de/html/bezier___spline_.html. In der Praxis bedarf es erheblicher Übung, mit den Anfassern eine &amp;quot;vernünftige&amp;quot; Kurve zu generieren. Wir überlassen dies dem Bahngenerator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator fügt eine drei dimensionale Bézier Kurve mit 20 Stützpunkten ein, die Ihnen zur Beurteilung zunächst lediglich in der 3D-Grafik gezeigt wird. Im Sinne besserer Übersichtlichkeit werden alle anderen Bewegungsbahnen bis auf diese Kurve ausgeblendet.  &lt;br /&gt;
* Der Bahngenerator bestimmt aus der Vektorlage der zu verbindenden Bahn-Segmente deren Tangentenlage im 3D Raum und berechnet 3 Vorschlagsformen der Kurve, diese können recht ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich sein. &lt;br /&gt;
:- Per Click wählen Sie eine hiervon. &lt;br /&gt;
:- Mit den beiden 'Doppelpfeil-Tasten' ändern sie den Formfaktor (Amplitude) der gewählten Kurve. &lt;br /&gt;
Falls Sie die Kurvenorientierung ändern möchten, korrigieren Sie deren Tangenten-Stützpunkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Öffnungswinkel und Abstand''' zum theoretischen Tangenten Schnittpunkt '''bestimmen in unterschiedlicher Gewichtung die 3 Basis-Kurven'''. &lt;br /&gt;
* Bei einem Öffnungswinkel von 90° und &lt;br /&gt;
:* gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt erzeugen Kurve 1) und 2) einen exakten ¼ Kreis. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
:* unterschiedlichem Abstand erzeugt Kurve 1) ein Oval, Kurve 2) eine Ellipse. Kurve 3) bildet eine Sehne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei anderen Öffnungswinkeln kommt die Vielfalt Béziers zum Tragen: &lt;br /&gt;
:* Kurve 1) verbindet die Bahn-Segmente bei beliebigem Öffnungswinkel jedoch gleichem Abstand zum theoretischen Schnittpunkt mit einem Kreissegment. &lt;br /&gt;
:* Tendenziell erzeugt Kurve 2) &lt;br /&gt;
::- bei flachen Öffnungswinkeln flachere Verrundungen als Kurve 1), &lt;br /&gt;
::- bei spitzeren Öffnungswinkeln spitzere Verrundungen als Kurve 1). &lt;br /&gt;
:* Liegen die Tangenten der zu verbindenden Segmente parallel, so erzeugt Kurve 1) einen Halbkreis, Kurve 2) eine Halb-Ellipse.&lt;br /&gt;
:* Kurve 3) &amp;quot;reagiert stärker&amp;quot; auf Änderungen des Öffnungswinkels und der Schnittpunktlage als die beiden anderen; dies kann in sehr &amp;quot;elegante&amp;quot; aber auch völlig unbrauchbare Kurven führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Liegen zu verbindenden Bahnsegmente &amp;quot;parallel versetzt&amp;quot; (oder auch &amp;quot;schräg versetzt&amp;quot;), so werden sie mit einem &amp;quot;S-Bogen&amp;quot; verbunden; die Ausprägung des &amp;quot;S-Bogens&amp;quot; ist bei den 3 Kurven recht unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Für die Bedienung des Bahngenerators bedeutet dies, zwischen 'bestimmter' und 'unbestimmter' Bewegungs-Bahn zu unterscheiden. Die 'bestimmte' Bewegungs-Bahn ermöglicht einen präzis geführten Werkzeugeingriff, die 'unbestimmte' Bahn dient vorzugsweise einer &amp;quot;eleganten&amp;quot; Werkzeugbewegung im Raum ohne Werkzeugeingriff. Bahnsegmente mit Werkzeugeingriff generieren Sie in 'Inverser- Kinematik' mit den Bewegungsstrategien 1) bis 8). &lt;br /&gt;
* Muß die &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; Bahn präzise über einen oder mehrere bestimmte Raumpunkt geführt werden, so teilen Sie die Bahn in Segmentabschnitte. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. Ein gemeinsames Stützpunkt-Paar bestimmt die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bézier-Bahn &amp;amp; Arbeitsbereich ===&lt;br /&gt;
Der Bézier Kurven Generator prüft, ob die vorgeschlagene Kurve im Arbeitsbereich des Roboters liegt. Ob diese Kurve in 'Inverser Kinematik' durch den Roboterarm realisiert werden kann, hängt von den parametrierten Grenzwinkeln ab (vgl. Supervisor-Information). Die Algorithmen der 'Inversen Kinematik' melden ggf. eine 'Winkelwert Überschreitung'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Kurve in eine 'Winkelwert Überschreitung' führt, haben Sie 2 Korrekturmöglichkeiten: &lt;br /&gt;
* Wählen Sie testweise eine andere der vorgeschlagenen Kurven oder stauchen Sie sie mit den Doppelpfeil-Tasten (Formfaktor &amp;lt; 1). &lt;br /&gt;
* Fahren Sie den Zielpunkt nicht über den kürzesten Weg an, sondern drehen Sie die Arme über die &amp;quot;Winkelposition 0°&amp;quot; zurück. Führen Sie den Roboterarm hierzu über &amp;quot;Hilfs-&amp;quot; Raumpunkte in die Ziel-Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreise &amp;amp; Spiralen ===&lt;br /&gt;
wären als Cascadierter Bézier Spline zwar mit hoher Präzision möglich, jedoch ist die klassische Mathematik vorteilhafter, zumal hier ein höherer Bedien-Komfort realisierbar wird.&lt;br /&gt;
Im Sinne intuitiver Bedienung orientiert sich die Parametereingabe für Kreise &amp;amp; Spiralen an den beschriebenen Bézier-Abläufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreise erreichen nach einem 360° Umlauf Ihren Startpunkt, Spiralen drehen hierüber hinaus. &lt;br /&gt;
* Sind für ein Kreiselement der Start und Endpunkt aus vorhandenen Anschluß Koordinaten ableitbar, so erfragt das Programm die Mittelpunktkoordinate und den Drehsinn. - Ist nur die Startkoordinate bekannt, so wird ergänzend der Drehwinkel abgefragt. &lt;br /&gt;
* Zylindrische &amp;amp; Archimedische Spiralen erfordern zusätzlich die Angabe ''Steigung pro Umdrehung''.&lt;br /&gt;
Vorschlagswert hieraus sind Kreis Koordinaten für tangentialen Bahn Einlauf, abweichend ist jede beliebige Kreis- / Spirallage im 3D Raum per  'Doppelpfeil Taste'  individuell möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  '''''Kochbuch Inverse Kinematik'''''  finden Sie eine &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; Anleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Positionierung &amp;amp; Orientierung ==&lt;br /&gt;
* Die Positionierung bestimmt die kartesische XYZ-Position des &amp;quot;End-Effektors&amp;quot; im Raum, &lt;br /&gt;
* die Orientierung unter welchen Winkeln er steht. &lt;br /&gt;
Beide Werte zusammen definieren seine Vektorlage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte, &amp;quot;Haupt-Achsen parallele&amp;quot; Ausrichtung des End-Effektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine kostengünstige Lösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Demo-Beispiel  ''Labyrinth von Chartres''  steht der Roboterarm zunächst senkrecht in 'Home-Position'. Bei Eintritt in das Labyrinth weist der 'End Effector' Arm G/H 'senkrecht nach unten'. &lt;br /&gt;
* Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung gewechselt! &lt;br /&gt;
:Per Bewegungsstrategie 6) bzw. 7) wird diese Orientierung mit höchster Präzision beibehalten. Im Beispiel liegt der Orientierungsfehler am Bahn-Ende – nach etwa 1000 Bahnpunkten – in der Größenordnung 1/10 Promille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres TCP Orientierung 02.gif|1500px|center|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Orientierungswechsel des End Effektors währen der 3D-Bézier-Fahrt'''. - Das Demo-Beispiel ändert auch die Betrachtungsperspektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierung des End Effektors ===&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator berechnet einen Neuen Datensatz stets basierend auf der aktiven / aktuell angezeigten Ist-Position und der hierzu gehörenden Orientierung.&lt;br /&gt;
* Soll die Orientierung bei Beibehaltung der Bahn-Position korrigiert werden, so wird zunächst die aktuelle Position per Button 'Übernahme Ist-Position' &amp;quot;vorgemerkt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* In Direkter Kinematik wird die gewünschte Orientierung 'per Schieber' gewählt. &lt;br /&gt;
:- Diese Um-Orientierung führt zunächst in eine Änderung der Position! &lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;zuvor vorgemerkte&amp;quot; Position wird in der neu gewählten Orientierung mit 'Strategie 6) parallel' in 'Inverser Kinematik' angefahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte beachten Sie, daß eine Um-Orientierung bei großer Schrittweite (horizontal / senkrecht) über undefinierte Detail-Bewegung führen kann. Legen Sie diese Bewegungsphase in einen unkritischen Bewegungsbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Hilfreich zur Kontrolle ist die Koordinaten-Übersicht unmittelbar rechts neben der Grafik.&lt;br /&gt;
:- Für eine senkrechte Orientierung der Achse G/H sind deren X und Z-Koordinaten gleich, &lt;br /&gt;
:- für eine horizontale die Y-Koordinaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Mit den Schiebern B/C,  D/E,  F/G stellen Sie eine senkrechte / horizontale Orientierung des End Effektors G/H in beliebiger Position ein. &lt;br /&gt;
:- Beträgt die Winkelsumme 0° bzw. 180°, so steht er senkrecht, bei 90°/270° horizontal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''&amp;quot;Bézier&amp;quot;- Orientierung des End Effektors:''' &lt;br /&gt;
: Der Bahngenerator erzeugt tangential in die Anschlußsegmente einlaufende 3D Bézier-Kurven. Wurden die Anschlußsegmente mit 'Strategie 7), teleskopisch' erzeugt, so steht der End Effektor in diesem Datensatzbereich ebenfalls tangential. Die 'Strategie 6) parallel' übernimmt diese &amp;quot;auslaufenden Orientierung&amp;quot; – und behält sie bei. Allerdings wird diese Orientierung nur selten die Orientierung des Anschlußsegmentes der einlaufenden Bahn sein! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''produktspezifische'' Lösung dieser Aufgaben finden Sie im PDF-Handbuch. Das '''Kochbuch''' ''Inverse Kinematik'' führt ergänzend &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; durch diesen Themenkreis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kombinierte Portal &amp;amp; Knickarm Robotik ==&lt;br /&gt;
Ist ein Knickarm Roboter auf Portal verfahrbar, so überlagern sich beide Bewegungskomponenten. Dies erhöht die Anzahl der Freiheitsgrade enorm. Um trotzdem gezielt Einfluß auf die Kinematik nehmen zu können, referenziert die Berechnung der Knickarm-Winkel auf die aktuelle Fußpunkt Position. &lt;br /&gt;
* Wählen Sie eine ''Fußpunktposition'' in  ''Direkter Kinematik'' und die ''XYZ-Zielkoordinate'' des TCP im Maskenbereich der  ''Inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
* Beide Bewegungskomponenten lassen sich so zu einer komplexen Gesamtbewegung kombinieren – und bestimmen die Orientierung des TCP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die TCP Position bei geänderter Fußpunkt Koordinate beibehalten werden, so &lt;br /&gt;
:- clicken Sie zunächst den Button 'Übernahme Ist-Position' (Feld  'Zielposition absolut'), &lt;br /&gt;
:- korrigieren Sie die Fußpunkt Koordinate, &lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Neu' (Bereich  direkte Kinematik)&lt;br /&gt;
:- clicken Sie 'DS Korrektur' (im Feld  'Zielposition  absolut'). &lt;br /&gt;
* Diese Orientierungsänderung bei gleicher XYZ-Position führt in eine &amp;quot;Biege-Bewegung&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Positionierfehler &amp;amp; Watchdog ==&lt;br /&gt;
Unabhängig davon, wie die Soll-Werte erzeugt wurden, werden die Datensatz Ist-Werte in inverser Kinematik entsprechend der gewählten Bewegungsstrategie berechnet und als korrespondierende Knickarm-Winkel gespeichert. In direkter Kinematik wird aus diesen Knickarm-Winkeln der XYZ-Wert des TCP errechnet. Das Verfahren mag umständlich sein, ermöglicht jedoch einen Soll/Ist Vergleich. Die absoluten Positionierfehler Soll/Ist des TCP liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Watchdog-Algorithmus überwacht intern die Soll/Ist-Abweichung und schlägt ggf. Alarm. Falls der Zielpunkt nicht berechenbar oder kinematisch nicht erreichbar ist, wird eine Fehlermeldung generiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kinematische Bewegungsebenen =&lt;br /&gt;
==Parallele Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der bisher besprochenen Bewegungsstrategien erwarten, daß sich die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; in parallelen Ebenen bewegen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik (vgl. Tutorial) erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schiefe Ebenen ==&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Drehmöglichkeit einer Schwenkachse zwischen Schulterpunkt und Handgelenk erhöht die Bewegungsvielfalt enorm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorteil wird mit einer komplexen Mechanik, einer nochmals gesteigerten kinematischer Überbestimmung und ''parasitären Bewegungskomponenten'' erkauft: &lt;br /&gt;
* Jede schiefwinklige Bewegung eines Armsegmentes beinhaltet neben einer zielführenden Bewegung eine nicht gewünschte Vektorkomponente, die durch Gegenbewegung anderer Armsegmente kompensiert werden muß; der Rechenaufwand steigt extrem – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. Es müssen 3D- Näherungsalgorithmen verwendet werden (vgl. Tutorial). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein Watchdog-Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; er generiert ggf. eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Standardabweichung der absoluten Positionierfehler Soll/Ist lag zunächst in der Größenordnung &amp;quot;einiger Hundertstel&amp;quot;. Mit Version 6.0 wird ein gegenüber den ältern Versionen deutlich präziser arbeitender Schief-Algorithmus eingeführt, Positionierfehler liegen nunmehr in der Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-4&amp;lt;/sup&amp;gt; – und besser. Der Algorithmus beherrscht alle Bewegungsstrategien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm prüft selbstständig, ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere &amp;amp; präzisere Parallel-Algorithmus geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Theorie &amp;amp; Praxis =&lt;br /&gt;
Dieser Praxis orientierte Artikel ist ein produkt-neutralisierter Handbuch-Auszug. &lt;br /&gt;
* Im Orig. Handbuch finden Sie Supervisor-Informationen, wie das Programm der Mechanik-Struktur Ihres Gelenkarmroboters und dessen Maßen angepaßt wird, so daß die Mathematik des ''3D Gelenk-Baukasten'' und Roboter-Mechanik kongruent sind. Die mathematischen Positionierfehler liegen dann in einer Größenordnung von 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm - und dies ist gewiß eine Herausforderung an die Robotermechanik!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im Anhang zum Handbuch ein &amp;quot;Kochbuch&amp;quot; ''Inverse Kinematik''. Diese Rezeptesammlung führt &amp;quot;Schritt für Schritt&amp;quot; (einschließlich kinematischer Stolperfallen &amp;amp; Lösungen) durch die Bewegungsprogrammierung. &lt;br /&gt;
* Theoretischen Background erläutert Teil 1 dieses Artikels [[Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt, vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] &amp;amp; [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_1_%E2%80%93_Theorie_(Tutorial)&amp;diff=28375</id>
		<title>Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_1_%E2%80%93_Theorie_(Tutorial)&amp;diff=28375"/>
				<updated>2019-08-09T13:23:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort=&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach.&amp;quot; Ganz so einfach war es dann doch nicht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D-Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  kostenlose Test und Demo-Version] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 1 finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, konkurrierende Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation in einem eher theoretischen Focus (Tutorial). Mit einigen Links verweise ich auf diejenigen, von denen ich &amp;quot;Honig gesaugt&amp;quot; habe. Alle externen Links sind offen mit ihrer URL im Kontext dieses Artikels ausgewiesen und nicht hinter einem Pseudonym versteckt. – Clicken muß man sie nur, um in die Tiefe zu gehen!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Theorie wird im Praxis orientierten Teil 2 ergänzt. [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]]. Besprochen werden ein 3D-Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Dynamik und Kinematik=&lt;br /&gt;
beschreiben &amp;quot;wie sich was&amp;quot; bewegt; &lt;br /&gt;
*die Dynamik fokussiert auf Beschleunigung und Verzögerung einer Bewegung unter Einfluß einer kontinuierlichen oder sich zeitlich ändernden Kraft; &lt;br /&gt;
*die Kinematik berechnet &amp;quot;was sich wie&amp;quot; bewegt – ohne die Ursache, also die einflußnehmende Kraft zu betrachten.&lt;br /&gt;
Wenngleich die Begriffe in einander zahnen, ist jeder für sich - zumindest theoretisch - ohne den anderen betrachtbar. Diese Arbeit befaßt sich mit der Kinematik von Roboterarmen und deren Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Einstimmung legen wir unsere Hand auf eine Tischkante und bewegen Sie nach vorn -  und wir beobachten bewußt, wie sich hierbei Schultergelenk, Ellenbogen- und Handgelenk mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit bewegen. Als Kleinkind haben wir Kinematik über Jahre studiert, wir haben gelernt uns zu bewegen und wir haben sogar inverse Kinematik studiert: Letztendlich interessiert nicht, wohin die Hand sich bewegt, wenn Gelenke einen definierten Winkelwert einnehmen; wir wollen nicht irgendwelche Muskeln oder Gelenke bewegen, sondern &amp;quot;den Finger in die Nase stecken – und bohren&amp;quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Ausgangs- und Zielwert bzw. seiner Algorithmen unterscheidet sich Kinematik in &lt;br /&gt;
* '''Direkte Kinematik''' – auch als &amp;quot;vorwärts&amp;quot;-Kinematik bezeichnet &lt;br /&gt;
:(welcher Raumpunkt wird erreicht, wenn Länge und Winkel der Knickarme geben sind) und &lt;br /&gt;
* '''Inverse Kinematik''' – &amp;quot;umgekehrte&amp;quot;-Kinematik &lt;br /&gt;
:(welche Länge und Winkel der Knickarme werden erforderlich, um einen gegebenen Raumpunkt zu erreichen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir die Hand am ausgestreckten Arm flach auf den Tisch, so können wir Ober- und Unterarm drehen ohne das sich die Hand bewegt – dieses Phänomen der Inversen Kinematik wird uns noch jede Menge Ärger machen – und ist eine Herausforderung an die Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzt wird Kinematik vom Freiheitsgrad der Gelenke und der steuernden Intelligenz. Soll ein Roboter-Arm übernehmen, was wir als Kleinkind erlernt haben, so erfordert dies eine anspruchsvolle Bahnsteuerung – und einige Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Begriffe &amp;amp; Philosophie =&lt;br /&gt;
==Drehachse &amp;amp; Schwenkachse==&lt;br /&gt;
Unterschieden wird in der Robotik oftmals der Begriff &amp;quot;Drehachse und Schwenkachse&amp;quot;. Aus Sicht der Kinematik gibt es diesen Unterschied nicht. Eine Schwenkachse wird letztendlich von einer in der Bewegungs-Kaskade seriell davor liegenden Achse gedreht. Aus Anwendersicht ist die Definitionsunterscheidung trotzdem sinnvoll! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußpunkt, Ellenbogen &amp;amp; Co ==&lt;br /&gt;
Auch diese, den menschlichen Extremitäten nachempfundene Begriffe finden wir in der Literatur. Fußpunkt mag zunächst plausibel erscheinen. Beim Roboter ist der Fußpunkt unbeweglich, beim Menschen Basis aller Bewegungen. Wenn die Begriffe Ellenbogen und Handgelenk sinnvoll sein sollen, dann ist der Fußpunkt in Konsequenz eher &amp;quot;Schulter&amp;quot;! &lt;br /&gt;
- Fußpunkt macht hingegen Sinn, falls der Roboter auf Portal verfahrbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophie eines mathematischen Ansatzes ==&lt;br /&gt;
Der RoBo-mac Gelenk-Baukasten unterscheidet dementsprechend für die Vorwärts Kinematik keine Dreh- und Schwenkachsen. &lt;br /&gt;
* Die Kinematik wird durch Parametrierung der Achs-Länge, Ihrer XYZ-Orientierung und des max. Achs-Drehwinkels definiert. &lt;br /&gt;
* An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. &lt;br /&gt;
* Einige High-End Roboter arbeiten mit Teleskop-Armen, der mathematische Gelenk-Baukasten beherrscht auch diese Konstruktionen. &lt;br /&gt;
* Der Algorithmus ermöglicht beliebig viel kaskadierbare Teleskop-Dreh Achsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's enthält der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh Achse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definitionsgemäß führt die Null-Position aller Dreh-Gelenke zu einer kaskadierten Streckung aller Achs-Elemente; bei Bodenbefestigung entspricht dies &amp;quot;senkrecht nach oben&amp;quot;. Wird der Arm an einem (beweglichen) Portal befestigt, so ergeben sich bei Null-Position der Gelenke ggf. andere Ausrichtungen im 3D-Raum, die der RoBo-mac Gelenk-Baukasten berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Mathematiker und Ingenieure leben in verschiedenen Welten! &lt;br /&gt;
Einig sind sich beide, daß die X-Achse grafisch von links nach rechts laufend dargestellt wird, bei Y- und Z- scheiden sich die Geister:  &lt;br /&gt;
* Mathematiker stellen die Y-Achse grafisch gerne senkrecht, die Z-Achse &amp;quot;perspektivisch schräg nach hinten bzw. vorne&amp;quot; laufend dar. &lt;br /&gt;
: - Dies ist die logische Erweiterung eines 2D Systems zu einem in der Ebene dargestellten 3D-System &lt;br /&gt;
* CAD- &amp;amp; Grafik-Programmen liegt meist diese Definition des ''Weltkoordinatensystems'' zu Grunde, vgl.:  http://www.3dsource.de/deutsch/3Dmathe.htm&lt;br /&gt;
: - Im Ingenieurwesen wird andererseits die senkrechte Achse oftmals mit &amp;quot;Z&amp;quot; bezeichnet – was in eine gewisse Verwirrung führt.&lt;br /&gt;
* Im Ergebnis ist es gleich, ob nun die Y- oder die Z-Achse als Senkrechte definiert wird. &lt;br /&gt;
: - Beide Systeme sind durch Drehung um die X-Achse ineinander gegenseitig abbildbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Systemdurchgängigkeit und wichtig ist vor allem, ob es sich um ein 'rechts-' oder ein 'links'-System handelt: &lt;br /&gt;
* Im '''''rechts'''''händigen Weltkoordinatensystem zeigt (für jeweils positive Koordinaten) die X-Achse nach rechts, die Y-Achse nach oben und die Z-Achse aus der Zeichenebene heraus - '''''nach vorne'''''. &lt;br /&gt;
* Im '''''links'''''händigen System hingegen zeigt sie '''''nach hinten'''''! - Dies entspricht einer Spiegelung bzw. Drehrichtungsumkehr. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mathematik des Gelenk-Baukastens liegt die Definition des Weltkoordinatensystems zu Grunde; RoBo-mac bietet die Umschaltmöglichkeit zwischen rechts- und linkshändischem Koordinatensystem, die Achs-Bezeichnug der Ein- und Ausgabewerte Y- / Z- ist ergänzend umschaltbar. Unter '3D-Transformation &amp;amp; 2D-Perspektive' betrachten wir das Thema nochmals im Focus  'Verdrehte Koordinatenwelt' (vgl. 3.1.3 und 3.1.4) !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeitsbereich ==&lt;br /&gt;
Die Mechanik der Achsen (Länge und Winkelbeweglichkeit) begrenzt den Arbeitsbereich, einige Konstruktionen überstreichen einen Winkelbereich von mehr als +/- 180° je Achse, andere liegen (knapp) darunter. Im einfachsten (mechanisch nicht möglichen) Fall wäre der Arbeitsbereich eine exakte Kugel mit dem Radius aller gestreckten Achsen und dem Roboter Schulterpunkt in der Mitte, defacto gleicht die &amp;quot;Kugel&amp;quot; eher einem &amp;quot;Apfel&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Konstruktionen (KUKA / …) schneidet die Schwenkachse des dem Schulterpunkt nächsten Arms die theoretische (senkrechte) Drehachse nicht mittig, sondern rotiert auf einer Kreisbahn um diese herum, diese Auskragung hat also bereits Einfluß auf die X- und Z-Koordinaten (Achs-Definition: Weltkoordinatensystem); andere Konstruktionen (Stäubli / ...) arbeiten mit zentrischer Schulterpunkt-Achse; beide Bauarten sind parametrierbar. Im Handbuch wird dies als Supervisor-Information erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Visuelle Kontrolle (Adler &amp;amp; Maus Perspektive)==&lt;br /&gt;
Unabhängig von der räumlichen XYZ Erfassung und Berechnung der Gelenk-Winkel ermöglicht es eine zusätzliche Perspektivische Betrachtung (aus beliebiger Position), &amp;quot;Tiefe&amp;quot; in der Ebene möglichst plausibel darzustellen – oder die (mathematisch &amp;quot;positive&amp;quot;) CCW Drehrichtung entsprechend den Schieberbewegungen &amp;quot;im Uhrzeigersinn&amp;quot; (CW) zu visualisieren. Der hier verwendete Algorithmus wird im Rahmen der direkten Kinematik zunächst besprochen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Direkte Kinematik =&lt;br /&gt;
Die Mathematik geht auf simple Winkelberechnung und ihre Klassiker, Sinus / Cosinus / Tangens zurück. Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Winkel findet sich eine Einführung  in die Theorie der Winkeltransformation, näher beschrieben werden die Abhängigkeiten in: http://www-lehre.inf.uos.de/~cg/2006/PDF/kap-13.pdf  und http://www.cg.tuwien.ac.at/courses/CG1/textblaetter/02%20Geometrische%20Transformationen.pdf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will versuchen, die letztendlich doch recht komplexen Winkelbeziehungen hier vereinfacht zu beleuchten. Grundsätzlich gilt: &lt;br /&gt;
* Die Winkellage eines Punktes in der ''Ebene'' wird im XY-Koordinatensystem, &lt;br /&gt;
* die eines Punktes im ''Raum'' im XYZ-Koordinatensystem beschrieben. &lt;br /&gt;
* Legt man das willkürlich gelegte Koordinatensystem &amp;quot;anders&amp;quot;, so beschreiben &amp;quot;andere&amp;quot; Koordinatenwerte ebenfalls die Lage des Punktes präzise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winkeltransformation ermöglicht es, die Winkel-Werte des einen Koordinatensystems in das andere zu transferieren. Bildlich gesehen wird hierzu das Koordinatensystem &amp;quot;gedreht, verschoben und skaliert&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Einen Punkt in der Ebene zu verschieben ist einfach&lt;br /&gt;
: Zu den XY-Koordinaten des Original-Punktes werden X und Y Wert addiert, bei der Skalierung werden die XY-Koordinaten mit einem Skalierungsfaktor multipliziert; bitte beachten: &lt;br /&gt;
: Eine unterschiedliche Reihenfolge der Transformationsschritte führt bereits bei dieser einfachen Aufgabe zu unterschiedlichen Ergebnissen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Den Punkt um eine Achse zu drehen, ist selbst in der Ebene etwas komplexer:&lt;br /&gt;
: Die Transformationsgleichungen lauten für ein Winkeldrehung um '&amp;lt;math&amp;gt; \theta \ &amp;lt;/math&amp;gt;': &lt;br /&gt;
:: x'  = x • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) − y • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)             bzw.       x  = x' • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)  + y' • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)	&lt;br /&gt;
:: y'  = x • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) + y • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)             bzw.       y  = -x' • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) + y' • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)	&lt;br /&gt;
: Die Drehrichtung ist also reversierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gedreht wurde um die Z-Achse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die erste wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* An der Drehung um die Z-Achse sind nur die XY-Koordinaten beteiligt. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich läßt sich eine zweidimensionale Darstellung auch um die X- bzw. Y-Achse drehen. Wird um die X Achse gedreht, so verkürzen sich die Y-Werte, wird um Y gedreht, die X-Werte (um jeweils den Cosinus des Drehwinkels). Ob dies sinnvoll ist, sei dahingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegt ein Punkt nicht in der Ebene, sondern im Raum, so hat er eine zusätzliche Koordinate, die Z-Koordinate. Die Zeichnerische Darstellung ist etwas komplex, da ja in der Ebene keine &amp;quot;Tiefe&amp;quot; dargestellt werden kann. In der klassischen Konstruktionslehre wurden 3 Ansichten (Frontsicht, Seitenansicht, Draufsicht) gezeichnet, und der &amp;quot;Technische Zeichner&amp;quot; erlernte Methoden, hieraus eine Perspektivische Ansicht zu erstellen – heute macht das der PC!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein in der Tiefe liegender Punkt um X oder Y gedreht, so führt die Transformation &amp;quot;aus der Tiefe in die Ebene&amp;quot; nicht nur zur Änderung seiner Z-Koordinate, sondern auch zur Änderung seiner XY-Koordinaten. Es gilt &lt;br /&gt;
* für die X-Achse&lt;br /&gt;
:: x'  = x&lt;br /&gt;
:: y'  = y • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) −z • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:: z'  = y • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)  +z • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Y-Achse&lt;br /&gt;
:: x'  = z • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) +x • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:: y'  = y&lt;br /&gt;
:: z'  = z • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) −x • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die zweite wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Bei Drehung um eine beliebige Koordinaten-Achse ändern sich die Koordinaten der jeweiligen Dreh-Achse nicht! &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basierend auf diesen Kenntnissen können wir &amp;quot;zu Fuß&amp;quot; jeden beliebigen Raum-Punkt transferieren, dies ist zugegebener Maßen etwas mühselig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transformation &amp;amp; Matrizenrechnung==&lt;br /&gt;
Die Mathematik bedient sich für die Transformation meist der Matrizenrechnung, sie ist – beginnend mit ihrer Schreibweise – etwas gewöhnungsbedürftig; in Kurzform:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Matrix besteht aus Zeilen und Spalten, die eine Tabelle bilden; die Matrizenrechnung verknüpft nach einem definierten Verfahren mindestens 2 Matrizen (Mehrzahl von Matrix) und erzeugt im Ergebnis eine neue Matrix. In der visuellen Darstellung wird meist jede Matrix für sich mit einer alle Zeilen übergreifenden Klammer &amp;quot;gerahmt&amp;quot;, zwischen den Matrizen befindet sich der mathematische Operator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matrizenrechnung ist eigentlich nur eine &amp;quot;andere&amp;quot;, sehr formale Darstellungsart bekannter Mathematik. Der Matrizen-Formalismus führt (nach Eingewöhnung) in eine sehr übersichtliche Darstellung, insbesondere &amp;quot;wenn vieles mit vielem&amp;quot; verknüpft werden muß; manchmal erkennt man am Matrix-Aufbau bereits was sie bewirkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Matrizenmultiplikation===&lt;br /&gt;
Die Ergebnismatrix der Matrizenmultiplikation erhält die Zeilenzahl der ersten und die Spaltenzahl der zweiten Matrix, wesentliche Voraussetzung: &lt;br /&gt;
Die Spaltenzahl der ersten Matrix muß gleich der Zeilenzahl der zweiten Matrix sein, (sonst geht es nicht)!&lt;br /&gt;
:– aber Zeilenzahl der ersten Matrix und Spaltenzahl der zweiten sind beliebig!&lt;br /&gt;
:– Als Sonderfall sind beide Werte gleich (Quadratische-Matrix).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Rechenanweisung der Matrizenmultiplikation lautet für die &lt;br /&gt;
* Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 2 der Spalte 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 3&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 3 der Spalte 1&amp;quot; usw.; &lt;br /&gt;
: - addiere die Einzelergebnisse und schreibe deren Summe in die Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für die Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; gilt gleichsinnig:&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; &lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 2 der Spalte 2&amp;quot;; usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Zeilenvektor der ersten Matrix wird also unabhängig von allen anderen Zeilen dieser Matrix elementweise mit allen zugehörigen Spaltenvektoren der zweiten Matrix multipliziert. Es &amp;quot;paaren&amp;quot; also die Zeilen-Elemente je Spalte mit den Spalten-Elementen der korrespondierenden Zeilen. Die Einzelwerte der Ergebnismatrix hängen somit (selbst bei gleicher Zeilen und Spaltenzahl) von der Reihenfolge der Eingangs-Matrizen ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine quadratische Matrix 3 x 3 erfordert also z. B. 3³ = 27 Einzelmultiplikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die dritte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Die Reihenfolge der Matrizenmultiplikation bestimmt das Ergebnis. &lt;br /&gt;
* Eine Vertauschung der Matrizenreihenfolge führt zu unterschiedlichem Ergebnis.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vektortransformation &amp;amp; Homogene Koordinaten ===&lt;br /&gt;
Die gradlinige Verbindung zweier Punkte im Raum wird auch als Vektor bezeichnet. Jeder Vektor hat eine Größe (Länge) und eine Winkelausrichtung gegenüber dem Koordinatensystem. Vektoren haben somit einen Start- und einen Ziel-Punkt, der wahlweise mit Länge und Winkel (polar) bzw. seinen Start- und Ziel-Koordinaten (XYZ) beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Roboter-Kinematik wird für die Bewegungsanalyse jeder Vektor für sich in einen anderen Vektor transformiert, dies übernimmt die Transformationsmatrix, die achsenspezifisch nach jeweils unterschiedlichem Schema aufgebaut ist; &lt;br /&gt;
* sie enthält die Sinus und Cosinus Werte der Drehachse, die &amp;quot;Leerstellen&amp;quot; sind mit &amp;quot;Nullen und Einsen&amp;quot; besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Datei:Matrix_Rotation_XYZ_080.gif|1000px|thumb|center|]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auffällig in diesen Schemata ist, daß für eine 3D-Transformation nicht 3 Zeilen und 3 Spalten, sondern jeweils 4 verwendet werden, die in der letzten Spalte und untersten Zeile zusätzliche &amp;quot;Nullen&amp;quot;, sowie im Kreuzungspunkt eine &amp;quot;Eins&amp;quot; aufweisen.&lt;br /&gt;
* Während die Rotation mit den Regeln der Matrizenmultiplikation errechnet wird, erfordert die Verschiebung, eine Vektoraddition, also unterschiedliche Rechenoperationen. &lt;br /&gt;
* Durch Hinzufügen einer zusätzlichen Spalte und Zeile, den &amp;quot;Homogenen Koordinaten&amp;quot; kann die zusätzliche Vektoraddition in die Matrizenmultiplikation integriert werden. Die Verschiebung um XYZ wird dann als &amp;quot;Translationswert&amp;quot; in der Matrix an Stelle der Nullen eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte behauptet, der Matrizen-Formalismus führe in eine sehr übersichtliche Darstellung: &lt;br /&gt;
* Ohne die &amp;quot;Homogenen Koordinaten&amp;quot; besteht jede der (Quadratischen) Rotations-Matrizen aus 3 Zeilen und 3 Spalten, also 9 Elementen. Dies sind eine &amp;quot;Eins&amp;quot;, vier &amp;quot;Nullen&amp;quot; sowie die sin/cos Werte. Die &amp;quot;Eins&amp;quot; kennzeichnet die Koordinate, um die gedreht wird! (vgl. Zweite Erkenntnis)!&lt;br /&gt;
* Wird diese &amp;quot;''Eins''&amp;quot; zu &amp;quot;-1&amp;quot; ''negiert'', so wird die ''Achse gespiegelt''!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Mathematiker und Ingenieure leben in getrennten Welten! – Wir hatten das Thema bereits.&lt;br /&gt;
: Die meisten Veröffentlichungen zum Thema stammen aus mathematischer Fakultät. Wir wissen bereits, daß ein Roboterglied mathematisch als Vektor betrachtet werden kann und mit seinen XYZ-Koordinaten beschrieben wird. &lt;br /&gt;
:* Mathematiker schreiben die XYZ-Koordinaten eines Vektors meist untereinander (vgl. Tabelle oben) &lt;br /&gt;
:* Ingenieure bevorzugen die horizontale Darstellung der Vektor-Koordinaten. Im Ergebnis ist dies gleich - kann aber zu erheblicher Verwirrung führen! &lt;br /&gt;
:* Ggf. sind Spalten und Zeilen gegeneinander zu tauschen. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Transformation &amp;amp; 2D-Perspektive ===&lt;br /&gt;
Ein aus mehreren kaskadierten Vektoren erfaßter Roboterarm läßt sich – wie jedes andere 3D-Objekt - mit den Regeln der Winkel-Transformationen beliebig um die XYZ-Achse drehen und auch in 2D-Darstellung &amp;quot;perspektivisch&amp;quot; betrachten. Math. Zusammenfassung vgl.  http://www.mttcs.org/Skripte/Pra/Material/vorlesung3.pdf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Perspektive '''&lt;br /&gt;
: steht im Sprachgebrauch für die Darstellung 3-Dimensionaler &amp;quot;Tiefe&amp;quot; in 2-Dimensionaler Ebene -  wenngleich 'Perspektive' ''formal'' lediglich eine mehrerer Darstellungsarten ''Planarer-Projektion''  ist. Sprachlich unterschieden wird gelegentlich die ''Parallel''- und ''Fluchtpunkt Perspektive''.&lt;br /&gt;
* Die Parallelprojektion arbeitet mit einer winkelabhängigen Verkürzung der in die Tiefe zeigenden Linien, die auf den hier erläuterten Winkeltransformationen basieren.&lt;br /&gt;
* Die Perspektive kennt zusätzliche 'Fluchtpunkte' in denen sich ''in der Realität parallele Linien''  treffen. Jedes System paralleler Linien hat einen eigenen Fluchtpunkt, dies können deutlich mehr als die 3 XYZ Koordinaten, (vgl. z.B. 'Place de l' Etoile) sein! &lt;br /&gt;
* Die Grenzen perspektivischer Darstellung werden deutlich, wenn wir uns Parallelen parallel zur Zeichenebene vorstellen; sie hätten 2 Fluchtpunkte – 'links und rechts' bzw. 'oben und unten'. Der Strahl aus den Fluchtpunkten führt jedoch zu einer Kreuzung in der Zeichenebene, die als &amp;quot;zusätzliche Ecke&amp;quot; erscheinen würde! &lt;br /&gt;
Dies ist unrealistisch, in der ''Schulperspektive darstellender Geometrie''  werden diese Parallelen daher stets 'als parallel' gezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Fotographie kennen wir Fischaugenobjektive; die analoge Abbildung hat hier die Lösung: Der Kreuzungspunkt der &amp;quot;zusätzlichen Ecke&amp;quot; wird verrundet dargestellt. Dies entspricht – auch wenn wir nicht wie eine Fisch zu gucken gewohnt sind – der Realität! Die Flucht-Linie ist keine Linie, sondern eine Hyperbel, die sich in Richtung Fluchtpunkt den Linien asymptotisch anschmiegt, Rundung im Betrachtungszentrum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungsstarke Programme der virtuellen Bilderstellung beherrschen diese Mathematik und arbeiten außerdem mit Licht und Schatten Effekten, um die Tiefenwirkung zu verstärken. &lt;br /&gt;
Ganz ohne Mathematik: Stephan Thiele, http://www.thiele-architekt.de/pdf/Raumsprache-A5.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Transformation''' &lt;br /&gt;
: Die hier besprochene 3D-Transformation ermöglicht eine variable Parallelprojektion aus beliebiger XYZ Blickrichtung. Sie basiert rechentechnisch auf EXCEL® – ich verweise gerne auf Veröffentlichungen von Andy Pope http://www.andypope.info/charts/3drotate.htm und  Klaus Kühnlein  http://www.excelformeln.de/tips.html?welcher=53 , die mich zu dieser Ausarbeitung anregten - wenngleich oder gerade weil die Algorithmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen!&lt;br /&gt;
* &amp;quot;excelformeln&amp;quot; arbeitet mit dem mächtigen EXCEL® Formel-Array &amp;quot;MMULT&amp;quot;- Andy Pope zeigt für die 3D-Transformation einen ebenfalls interessanten Weg – ich möchte diese Studien hier jedoch nicht nach dem &amp;quot;Schavan-Guttenberg-Prinzip&amp;quot; wiederholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
''Zu den unterschiedlichen Transformationsergebnissen ein Experiment:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir ein Buch, am Besten zwei jeweils in Leseposition (aber geschlossen) vor uns. &lt;br /&gt;
:- Das Linke drehen wir zuerst um seine Y-Achse, dann um seine X-Achse, &lt;br /&gt;
:- das Rechte zuerst um seine X-Achse, danach um seine Y-Achse. &lt;br /&gt;
* Falls Sie die gleiche Position für beide Bücher erhalten, haben Sie etwas falsch gemacht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei einem Roboter-Arm können Sie das Phänomen nicht beobachten, hier ist es egal, ob Sie den Arm erst nach hinten und dann nach oben oder umgekehrt bewegen. &lt;br /&gt;
:- Der Grund liegt darin, daß der Roboter sein Koordinatensystem gewissermaßen mit bewegt. Bei unserem Buch-Experiment lag das Koordinatensystem hingegen starr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Und wenn Sie beim Buch-Experiment in beiden Fällen dasselbe Endresultat erhielten, hatten Sie eine der beiden Achsen (unbewußt) gegen die Z-Achse getauscht!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdrehte Koordinatenwelt ===&lt;br /&gt;
Eigentlich ist alles ganz logisch: Liegt vor uns ein Stück Papier auf dem Schreibtisch oder steht der Monitor mit senkrechtem Bildschirm vor uns, so zeigt per Definition im 2D-System die Y-Achse nach oben, die X-Achse nach rechts. Wird eine dritte Dimension hinzugefügt, so liegt sie vor bzw. hinter der Zeichenebene; die Z-Achse zeigt also aus der Zeichenebene hinaus in den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann kamen die Menschen auf die Idee, Bildschirm bzw. Papier zu drehen – aber die körperliche Position des Betrachters bei zu behalten: Das Schicksal nahm seinen Lauf:&lt;br /&gt;
* Bei beiden Systemen, dem 2D- und dem 3D-System zeigt die Positive X-Achse nach rechts (auch &amp;quot;Breite&amp;quot; genannt). &lt;br /&gt;
* Erweitert man das 2D-System (Y-Achse nach oben, auch &amp;quot;Höhe&amp;quot; genannt) um die dritte Dimension, die Z-Achse, so zeigt diese zunächst &amp;quot;unsichtbar&amp;quot; auf den Betrachter. Dreht man dieses System um die X-Achse, so wandert die Y-Achse nach hinten, die Z-Achse nach oben. Die Z-Achse übernimmt den Namen der Y-Achse (Höhe), die Y-Achse heißt jetzt Länge – und zeigt mit positivem Wert nach hinten! &lt;br /&gt;
* Einige 3D-Darstellungen bevorzugen eine weitere Drehung um die nun senkrechte Z-Achse: Im Ergebnis zeigt dann die Y-Achse nach rechts und die X-Achse nach vorn.&lt;br /&gt;
* Unabhängig hiervon bleibt zumindest die Koordinatenbezeichnung &amp;quot;X/Y/Z&amp;quot; unverändert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich entschlossen, dieses Definitions-Chaos möglichst zu umgehen und verwende die Definition des klassischen Weltkoordinatensystems: Y-Achse nach oben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Links- &amp;amp; rechtshändige Koordinaten ===&lt;br /&gt;
Eine schier unerschöpfliche Vielzahl von Koordinatensystemen kennt die Welt, vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Koordinatensystem. Dominierende Bedeutung in der Robotic hat das kartesische System – und hiervon gibt es 2, das rechts- und das linkshändige! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt (unabhängig davon, wie die Achsen benannt sind):&lt;br /&gt;
* Rechts- bzw. linkshändige  Koordinatensysteme sind spiegelbildlich und nicht durch Drehung ineinander zu überführen, ''jedoch'': &lt;br /&gt;
* Transformationsmatrizen ermöglichen eine Skalierung (Multiplikation).&lt;br /&gt;
* Bei unterschiedlicher Skalierung je Achse führt dies in eine Scherung (Verzerrung). &lt;br /&gt;
* Eine negative Skalierung führt ergänzend zu einer Spiegelung der betreffenden Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter 'Vektortransformation' hatten wir die Rotationsmatritzen XYZ besprochen. Zur Erinnerung: Wird die betreffende &amp;quot;''Eins''&amp;quot; zu &amp;quot;-1&amp;quot; ''negiert'', so wird die ''Achse gespiegelt''. &lt;br /&gt;
- Simpler Vorzeichenwechsel ermöglicht also die System-Umschaltung &amp;quot;links / rechts&amp;quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiegelung ist nicht durch Drehung erreichbar, trotzdem erscheit dies mitunter so!? &lt;br /&gt;
* Bei einem 3D-Drahtmodel ist es mitunter schwierig zu entscheiden ob man es von 'oben-links' oder 'unten-rechts' sieht; - d.h. ''betrachten will''! Das Seh-Ergebnis ist eine Frage des mentalen Bewußtseins. &lt;br /&gt;
* Das Gehirn gaukelt einem mitunter sogar vor, der mathematische Drehsinn (positiv/negativ) habe sich geändert, da das, was man vorne wähnt, nun auf einmal hinten erscheint. Dieses Wahrnehmungsphänomen wird erklärbar, weil jede Projektion eines realen Drahtmodells auf (mindestens) 2 unabhängige Raumorientierungen rückführbar ist. Anders ausgedrückt: Eine von ''oben'' gesehen ''vorne'' liegende Ecke ist nach 3D-Transformation in die 2D Projektions-Ebene zu einer von ''unten'' gesehen ''hinten'' liegenden kongruent! &lt;br /&gt;
* Die Visualisierung des Baukastens kennzeichnet daher als Orientierungshilfe die Ecke des 1. Oktanten mit einem Kreis, der bei Würfel Drehung betrachtungskonform mit wandert. Im 'Kochbuch des User-Manuals' finden Sie unter  ''Perspektive &amp;amp; 2D-Projektion''  eine Experimental-Studie hierzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==End-Effektor &amp;amp; Tool Center Point (TCP)==&lt;br /&gt;
Der ''End-Effektor'' bezeichnet die Hard-Ware, der ''Tool Center Point'' dessen &amp;quot;Arbeitspunkt&amp;quot;; beide werden gemeinsam &amp;quot;Bahn konform&amp;quot; vom Robotersystem im R3 Vektorraum bewegt. &lt;br /&gt;
* Der TCP kann am Ende des End-Effektors liegen (Bohrer); weiter außerhalb (Laser) oder auch völlig abweichend zum &amp;quot;Werkzeug-Eingriffspunkt&amp;quot;: &lt;br /&gt;
:- Bei einem Greifer, der &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; liegt dessen Kraftlinien-Schnittpunkt im Werkstück! &lt;br /&gt;
* Eine Hardware spezifische Definition &amp;quot;was wie bewegt werden soll&amp;quot; ist Voraussetzung &amp;quot;Bahn konformer&amp;quot; Kinematik! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SCARA-Roboter==&lt;br /&gt;
Ebenfalls unter http://www.excelformeln.de/tips.html?welcher=93 findet sich ein 2D-Roboterarm, der sich eindrucksvoll in der Ebene bewegen läßt und im Ansatz einen SCARA-Roboter simuliert. SCARA steht für:  Selective Compliant Articulated Robot for Assembly. Selektiv läßt sich als &amp;quot;ausgewählt&amp;quot; in der Bedeutung von &amp;quot;eingeschränkt&amp;quot; übersetzen. &lt;br /&gt;
* Der SCARA bewegt sich in einer 2D-Ebene – wenngleich mehrere dieser Ebenen geschichtet sind, um die Arme &amp;quot;untereinander&amp;quot; an sich selbst vorbeiführen zu können. &lt;br /&gt;
* Senkrecht zu diesen plan-parallelen Bewegungs-Ebenen übernimmt am Ende der kinematischen Kette eine (meist drehbare) Hub-Achse die &amp;quot;TCP / End-Effektor&amp;quot;-Funktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SCARA Bauart ermöglicht zwar nur eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten ist jedoch für Anwendungen optimal, deren Zielpunkte in plan-parallelen Ebenen liegen und parallel zur (meist senkrechten) Fußpunktachse anfahrbar sind. Die Konstruktion ist kostengünstig. Die eingeschränkten kinematischen Möglichkeiten führen andererseits zu einer Vielzahl aufgabenorientierter Spezialkonstruktionen, was dem Gedanken eines &amp;quot;Universal-Roboters&amp;quot; widerspricht. Unter kinematischen Gesichtspunkten sind die Bewegungsmöglichkeiten des SCARA eine Untergruppe des &amp;quot;Universal&amp;quot; Gelenkarm-Roboters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gelenkarm-Roboter==&lt;br /&gt;
Der Gelenkarm- oder Knickarm-Roboter bewegt (im Gegensatz zum SCARA) die Arbeitsachse frei im 3D-Raum, also unter beliebigem Winkel. Um ein Objekt im 3D-Raum greifen / bearbeiten zu können werden mehrerer Freiheitsgrade = Drehachsen erforderlich: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;''Roboterhand''&amp;quot; wird mit dem &amp;quot;''Roboterarm''&amp;quot; positioniert. &lt;br /&gt;
* Um die Hand gegenüber dem Objekt zu positionieren werden 3 Achsen (XYZ), &lt;br /&gt;
* um das Objekt greifen / bearbeiten zu können, weitere 3 Achsen (UVW) erforderlich, &lt;br /&gt;
:  dies entspricht 6 Freiheitsgraden, oftmals mit &amp;quot;f&amp;quot;, (im amerikanischen Sprachgebrauch mit &amp;quot;DOF&amp;quot; - degree of freedom) bezeichnet.&lt;br /&gt;
:* Mit diesen 2 mal 3 Freiheitsgraden kann jeder beliebige Punkt im Arbeitsbereich des Roboters positioniert (XYZ) und das Werkzeug unter definiertem Winkel zum Werkstück orientiert (UVW) werden. &lt;br /&gt;
:* Muß der Roboter um ein Hindernis herumgreifen, so werden weitere Freiheitsgrade / Drehachsen erforderlich. Optimal sind meist 5-Arm und 3-Hand Freiheitsgrade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; eines Gelenkarm-Roboter rotiert im einfachsten Fall um eine Roboterarm-Achse, bei höherem Freiheitsgrad (&amp;quot;Ellenbogen&amp;quot;) wird die &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; bereits von 2 bzw. 3 Drehachsen positioniert; diese bewegen sich gegenüber dem Koordinatensystem ''frei'' im Raum.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freie Rotation ==&lt;br /&gt;
Nochmals: '''Die Roboterachsen bewegen sich gegenüber dem Koordinatensystem ''frei'' im Raum'''.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Transformationsmatrizen kennen jedoch nur Rotation um die X-, Y- oder Z-Koordinate! Für den Rechenalgorithmus bedeutet dies, &lt;br /&gt;
* daß eine frei im Raum stehende Dreh-Achse zunächst in den Koordinaten Nullpunkt verschoben und danach um die Winkelkomponenten zweier Koordinaten auf die verbleibende Koordinatenachse (welche ist beliebig) transferiert werden muß.  &lt;br /&gt;
* Die transferierte Dreh-Achse wird entsprechend dem gewünschten Drehwinkel um die Koordinaten-Achse gedreht,  &lt;br /&gt;
* die gedrehte Achse auf ihren ursprünglichen Start-Vektor zurück transferiert - und mit ihr sämtliche in der seriellen Kaskadierung folgenden Drehgelenke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erinnern das &amp;quot;''Buchexperiment''&amp;quot;; nach der Drehung liegt beim Linken der Rücken &amp;quot;unten&amp;quot;, beim Rechten &amp;quot;vorn&amp;quot; (oder - je nach Drehrichtung - &amp;quot;hinten&amp;quot;). Dieses Phänomen macht jede Menge Ärger: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die vierte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Die Transformationsmatrizen müssen für eine Rückdrehungen in exakt umgekehrter Reihenfolge durchlaufen werden. Nach jeder Transformation ändern sich alle Winkelkomponenten. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hieraus folgt: &lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Die fünfte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Nach Transformation um eine (beliebige) Achse müssen die (neuen) Transformationswinkel der verbleibenden Achsen jeweils erneut berechnet werden, denn: &lt;br /&gt;
* Die aus den Vektorkoordinaten (vorab) errechneten Winkel sind nicht die Transformationswinkel, um Roboter-Achsen auf die Koordinatenachse zu transferieren. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Step by Step&amp;quot; sind dies je Achse 7 Transformationen bzw. 7 x (4³ Einzelmultiplikationen + 16 Additionen) zuzüglich der in serieller Kaskade folgenden Gelenke. Eine Drehung um die Basisachse erfordert also (bei einem Freiheitsgrad von 8) ca. 4.500 Einzelrechnungen! Die 7 Winkeltransformationen lassen sich auf 6 reduzieren, nicht alle Matrizen müssen homogene Koordinaten aufweisen, sodaß sich die Rechenschritte bei Erhalt der klassischen Rechenstruktur um ca. 40% reduzieren lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Transponierte Matrix ===&lt;br /&gt;
Werden die Einzelelemente einer Matrix an ihrer Hauptdiagonalen (oben links nach unten rechts) gespiegelt - formal also Spalten und Zeilen getauscht - so entsteht eine Matrix, die das (vorherige) Transformationsergebnis in seine Ausgangswerte zurückrechnet. Werden die bereits errechneten Elemente an gespiegelter Position genutzt so reduziert sich der Rechenaufwand.  &lt;br /&gt;
* '''Vereinfachte Betrachtungsweise für XYZ-Rotationsmatrizen''': Sin-Werte und Homogene Koordinaten invertieren das Vorzeichen, alle anderen Werte bleiben gleich.&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Step by Step&amp;quot; Transformationen nutzt dies meist für die Rückdrehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===R3 Spezial-Matrix ===&lt;br /&gt;
Mathematiker bezeichnen den 3D-Raum auch als R3 Vektorraum.&lt;br /&gt;
Durch geschicktes Vorab-Ausmultiplizieren des oben beschriebenen Matritzen-Algorithmus läßt sich die Zahl der Rechenschritte nochmals reduzieren: Lotte Emslander zeigt, wie's geht:  http://analysis.math.uni-mannheim.de/lehre/fs09/anageo/uebung/unsichtbar/Rotationen_im_R3.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die R3 Rotations-Matrix selbst wird jedoch etwas komplex; anstelle der recht übersichtlichen &amp;quot;Step by Step&amp;quot; Struktur (und einfacher Winkel-Beziehungen) errechnet sich nun jedes der 9 Matrix-Elemente im Schnitt aus jeweils 5 Multiplikationen zuzüglich 2 Additionen. Ergänzend werden einige &amp;quot;Schattenrechnungen&amp;quot; erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für den RoBo-mac Gelenk-Baukasten entwickelte EXCEL® Algorithmus optimiert aus beiden Denkschulen, er beherrscht Teleskop- und Drehgelenke in beliebiger Kombination. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denavit-Hartenberg ===&lt;br /&gt;
In den 1950-iger Jahren wurden Algorithmen erarbeitet, um den durch Länge der Roboter-Achsen bei freier Winkelstellunge definierten Raumpunkt in das kartesische Koordinatensystem (XYZ) zu transformieren. 1955 wurden sie als ''Denavit-Hartenberg Convention  / Transformation / Parameter''  propagiert https://de.wikipedia.org/wiki/Denavit-Hartenberg-Transformation , - wenngleich der Schweizer Mathematiker ''Leonhard Euler'' die Grundlagen der Winkeltransformation, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Winkel  bereits vor 300 Jahren entwickelte. Auf letztere habe ich dankbar zurückgegriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Inverse Kinematik=&lt;br /&gt;
Diese &amp;quot;rückwärts&amp;quot; Kinematik beschäftigt sich mit der Frage: &amp;quot;Welchen Winkelwert müssen die in kinematischer Kette liegenden Gelenke einnehmen, um einen bestimmten Raum-Punkt (kartesisch XYZ) zu erreichen&amp;quot; – das Ziel, der Raumpunkt ist also gegeben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl mathematischer Denkansätze zeigt Lösungen hierzu auf. Klassisch unterschieden werden &lt;br /&gt;
* algebraische Methoden (Transformation und Gleichung), &lt;br /&gt;
* geometrische / trigonometrische Methoden (sin / cos) und &lt;br /&gt;
* numerische Methoden (Iteration). &lt;br /&gt;
und Kombinationen hieraus. – Der Königsweg wurde bisher wohl nicht gefunden; vgl. http://geometrie.uibk.ac.at/cms/datastore/husty/husty-linz.pdf , ''Geschichtliche Entwicklung der inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Lösungsstrategie RoBo-mac's transformiert die Roboter-Achsen aus dem 3D Raum in die Ebene, sucht numerisch eine trigonometrische Lösung und prüft das Ergebnis in direkter Kinematik. Die absoluten Positionierfehler des Algorithmus liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung 10-5 bis 10-6 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freiheitsgrad &amp;amp; kinematische Überbestimmung ==&lt;br /&gt;
Erinnern wir uns:&lt;br /&gt;
* Mit 2 mal 3 Freiheitsgraden kann jeder beliebige Punkt im Arbeitsbereich des Roboters positioniert (XYZ) und das Werkzeug unter definiertem Winkel zum Werkstück orientiert (UVW) werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Um ein Werkzeug unter definiertem Winkel zu positionieren, werden also 6 Freiheitsgrade erforderlich. Muß der Arm um ein Hindernis herumgreifen, so wird je Freiheitsgrad mehr als eine Achse erforderlich. Kinematisch bedeutet dies eine &amp;quot;Überbestimmung&amp;quot;, denn der Raumpunkt kann wahlweise durch mehrere Achsen angesteuert werden; dies macht die Mathematik deutlich komplexer! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfreich ist es, Arm (XYZ) und Handgelenk (UVW) getrennt zu betrachten, da ansonsten 6 Freiheitsgrade in extreme Überbestimmung führen würden. &lt;br /&gt;
* Beginnen wir mit dem eigentlichen Zielpunkt, dem Werkzeug-Eingriffspunkt, er bestimmt den Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot;. Dieser Bahnpunkt ist also zugleich Zielpunkt des Armes und Startpunkt des Handgelenkes – und aus der Orientierung (UVW) zu bestimmen. Vergleichbar ist er mit der aus der CNC-Technik bekannten Äquidistanten, zur Fräs-Bahnberechnung mit Radius-Korrektur. &lt;br /&gt;
* Liegen dieser Bahnpunkt und der eigentliche Zielpunkt im kartesischen System (XYZ) fest, so werden hieraus die Drehwinkel des Armes transformiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Einfacher Fall: ''Keine'' kinematische ''Überbestimmung''.'''&lt;br /&gt;
* Per Winkeltransformation werden die 3D-Koordinaten um die Y-Achse auf Z = 0 gedreht, &lt;br /&gt;
* aus den nun in der Ebene liegenden XY-Koordinaten sind die Winkel ''zweier'' Roboter-Achsen trigonometrisch bestimmbar, &lt;br /&gt;
* Sie erhalten 2 Lösungen – beide sind richtig, eine ist vermutlich sinnvoller, &lt;br /&gt;
* das gewählte Zwischenergebnis wird um die Y-Achse auf den gegebenen Z-Wert zurückgedreht. &lt;br /&gt;
Einfache SCARA Roboter mit 2+1 = 3 Freiheitsgraden fallen in diese Kategorie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Komplexer Fall: Kinematische ''Überbestimmung''.'''&lt;br /&gt;
* Die 3D-Koordinaten werden auch hier um die Y-Achse auf Z = 0 gedreht,   &lt;br /&gt;
* für die nun in der Ebene liegenden XY-Koordinaten sind (ab mehr als 2 Achsen) jedoch theoretisch unendlich viele Winkel-Kombinationen dieser Achsen möglich! &lt;br /&gt;
* Ist eine Winkel-Kombinationen gefunden, so wird ebenfalls um die Y-Achse auf den gegebenen Z-Wert zurückgedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategie und Silhouette ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bewegungsstrategien liegen in einer bzw. parallelen Bewegungsebenen. Um Zugriff im R3 zu realisieren, wird das Ebenenpaket um die (meist senkrechte) Hauptachse A/B gedreht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ein Kurzüberblick, mehr zu den Bewegungsstrategien - und wann welche sinnvoll ist - in Teil 2 [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]].&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
* orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot;; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenk-punkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
* generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position. Diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel ===&lt;br /&gt;
* Der 'End-Effektor' wird ''ebenen parallel zu sich selbst'', in eigener Vektor-Orientierung bewegt, (Mathematiker nennen dies &amp;quot;kollinear&amp;quot;), und ggf. um die Hauptachse gedreht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teleskop ===&lt;br /&gt;
Die Begriffsverwendung bezieht sich nicht auf &amp;quot;FernSicht&amp;quot;, sondern die klassische Bauart dieses Instrumentes, das in eigener Achse in der Länge veränderlich ist/war (Teleskop-Auszug etc.). &lt;br /&gt;
* Die Bewegungsstrategie 'teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage des 'End-Effektors' und dem gewünschten Vektor-Hub je Bewegungsschritt Winkel-Arm Kombinationen, die den 'End-Effektor' ''teleskopartig''  in eigener Vektor-Orientierung fluchtend (auf einer Geraden) bewegen; Mathematiker nennen auch dies &amp;quot;kollinear&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der mathematische Begriff &amp;quot;kollinear&amp;quot; unterscheidet nicht, ob Vektoren (wie zwei Eisenbahnschienen) parallel oder auf einer gemeinsamen Geraden &amp;quot;fluchtend&amp;quot; liegen; ich verwende ggf. den Doppel-Begriff.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Singularität ==&lt;br /&gt;
In der Mathematik beschreibt Singularität das Phänomen, daß außerhalb der Singularität geltende Algorithmen im Bereich der Singularität ihre Gültigkeit verlieren. Singularität steht hier für die  &amp;quot;Definitionslücke einer Funktion&amp;quot;; einen &amp;quot;unbestimmten Zustand&amp;quot;, der nicht berechnet werden kann. Relativ bekannt in diesem Focus ist die &amp;quot;Sprungfunktion&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singularität in der Robotik ist Fluch und Segen zugleich:&lt;br /&gt;
Singularität tritt auf, wenn das Gesamtsystem einen (oder mehrere) Freiheitsgrade verliert bzw. die Bewegung einer Achse durch eine andere vollständig kompensiert werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fluch der Singularität ===&lt;br /&gt;
====Innere Singularität==== &lt;br /&gt;
'''Singularität der Drehachsen'''&lt;br /&gt;
tritt im inneren des Arbeitsraumes auf. Liegen 2 – oder mehrere Achsen &amp;quot;kollinear fluchtend&amp;quot; auf einer gemeinsamen Vektor-Linie so gibt es unendlich viele, sich gegenseitig kompensierende Drehwinkel, die auf die die TCP- / Werkzeug-Orientierung ohne Einfluß sind, umgekehrt ausgedrückt: Es ist nicht eindeutig, welche der fluchtenden Achsen gedreht werden muß, um den End-Effektor zu drehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Äußere Singularität====&lt;br /&gt;
'''Singularität der Schwenkachsen'''&lt;br /&gt;
liegt im Rand-Bereich des Arbeitsraumes. Ist der Gesamtarm voll gestreckt, so kann er nicht mehr über seinen Arbeitsbereich hinausgreifen; das ist geometrisch logisch, kann jedoch in mathematische Instabilitäten führen (Definitionslücke einer Funktion). Gleichsinniges gilt für die &amp;quot;Total-Faltung&amp;quot;: 2 Achsen liegen mathematisch deckungsgleich aufeinander - für die Mechanik bedeutet dies Kollision.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Führt die Bewegungsbahn des TCP in den Grenzbereich des Arbeitsraumes, so nehmen die Arme eine Silhouette ein, die in der Technischen Mechanik als &amp;quot;Kniehebel-Presse&amp;quot; bezeichnet wird. Kniehebel-Pressen erzeugen bei geringem Hub enorme Kräfte, die durch einen langen Hebelweg erzeugt werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der äußere Singularitätspunkt unbeabsichtigt / unkontrolliert durchfahren, so tritt ein Bündel von Problemen auf:&lt;br /&gt;
* Bei &amp;quot;Werkzeug-Eingriff&amp;quot; entstehen Widerstandskräfte, die das System zerstören können.&lt;br /&gt;
* Um eine Roboter Bahn mit kontinuierlicher Soll-Geschwindigkeit zu durchfahren werden unterschiedlich hohe Winkelgeschwindigkeiten der Achs-Gelenke erforderlich. Nahe der Äußeren Singularität werden die Winkelgeschwindigkeiten nahezu unendlich! Um ein parasitäres Schwingen des Armes aus diesen dynamischen Kräften zu vermeiden, muß die Soll-Geschwindigkeit entsprechend herabgesetzt werden. Welche Winkelgeschwindigkeiten zulässig sind, hängt von der mechanischen Stabilität ab.&lt;br /&gt;
* Problematischer als die eigentliche Singularität ist die mit äußerer Singularität einhergehende &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot;: Mathematisch korrekte Algorithmen Inverser Kinematik können dazu führen, daß die Vektor-Orientierungen der Knickarm-Achsen untereinander &amp;quot;umschlagen&amp;quot;: Bildlich gesprochen würde das Bein eines Menschen beim Laufen &amp;quot;nach vorne&amp;quot; einknicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wird ein Stütz-Punkt der Sollbahn in beispielsweise konvexer Silhouette positioniert der Folgepunkt hingegen in konkaver Silhouette so sind zwar beide Punkte präzise positioniert, die gefahrene Ist-Bahn weicht jedoch von der Soll-Bahn ab. Die &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; zwingt den TCP auf eine Ist-Bahn außerhalb der theoretischen Soll-Bahn. Die Ist-Bahn weist einen &amp;quot;Peak&amp;quot; aus. Das Gesamtsystem &amp;quot;erzittert&amp;quot; aus undefinierten Winkelgeschwindigkeiten der Schwenkachsen!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Probleme äußerer Singularität minimieren sich, wenn die den Singularitätspunkt einschließenden Achswinkel benachbarter Sollbahnpunkte gegen 0 gehen. Maßgebend für den Bahnfehler aus &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; ist der kleinere beider Winkel. &lt;br /&gt;
* Werte um +/- 3° sind meist unproblematisch (cos 3° = 0,99863). &lt;br /&gt;
* Liegen die Sollbahnpunkte rein visuell innerhalb o.g. Grenzen, werden jedoch als mech. Endlagenwerte erreicht (z.B. -179° / + 178°), so führt die Ist-Bahn über einen parasitären (nahezu) Vollkreis von 357° mit einer um 180° versetzten, negativer Stecklage! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Segen der Singularität ===&lt;br /&gt;
Wenngleich Singularität mitunter als Horror-Szenario der Robotik diffamiert ist, kann sie – bewußt eingesetzt – durchaus hilfreich sein. Ohne Einfluß auf die TCP- Position oder End-Effektor Orientierung ist die &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; äußerer Singularität ebenso nutzbar wie die innere Singularität fluchtender Dreh-Drehachsen:&lt;br /&gt;
* zu einer bewußten Um-Orientierung der Achs-Vektoren, um ein Hindernis zu umfahren &lt;br /&gt;
* um Drehachsen aus dem Grenzbereich ihres maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückzudrehen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen beherrschen das &amp;quot;Problem&amp;quot; recht souverän, mehr hierzu im User-Manual sowie dem Video: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inverse Parallel-Kinematik ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der beschriebenen Bewegungsstrategien erwarten, daß die Vektorlagen der Dreh- und Schwenkachsen &amp;quot;im überbestimmten Bereich&amp;quot; untereinander im rechten Winkel stehen. Die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; bewegen sich somit in parallelen Ebenen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). Die absoluten Positionierfehler des RoBo-mac Algorithmus liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inverse Schief-Kinematik ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Parallel-Kinematik stehen die Vektoren &amp;quot;im überbestimmten Bereich&amp;quot; nicht senkrecht, sondern schiefwinklig zu einander. Die Bewegungsebenen der Achsen liegen somit ebenfalls ''nicht parallel'', sondern stehen zu einander ''schief''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits bei paralleler Kinematik ist die Bewegungsvielfalt aus kinematischer Überbestimmung – wenngleich nicht unendlich, so doch nahezu unermeßlich. Für die Schief-Kinematik steigt der Rechenaufwand nochmals – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich könnten die sich &amp;quot;in schiefen Ebenen&amp;quot; bewegenden Arme per Winkeltransformation in das mathematisch gut beherrschbare 2D-Modell paralleler Kinematik überführt werden; jedoch ist eine Rücktransformation wegen der sich aus der Transformation geänderten Winkel-Beziehungen nicht mehr direkt möglich (vgl. vierte und fünfte Erkenntnis). Vor diesem Hintergrund arbeitet der RoBo-mac Gelenkbaukasten ggf. mit 3D-Näherungsalgorithmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein &amp;quot;Watchdog&amp;quot;Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; - ggf. generiert er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der RoBo-mac Gelenkbaukasten &amp;quot;prüft auf Vektorlage&amp;quot; ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere Parallel-Algorithmus geeignet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Linearität und Oberwelle =&lt;br /&gt;
Die beschriebenen Bewegungsstrategien verbinden die Bahnstützpunkte. Wenngleich der Positionierfehler des RoBo-mac Algorithmus unter 1/10.000 mm liegt, so ist der Bahnverlauf zwischen den Stützpunkten mathematisch unbestimmt: &lt;br /&gt;
* Bestimmt wird die Bewegungs-Kinematik zwischen den Bahnstützpunkten durch die Knickarm-Mechanik: Die Rest-Welligkeit einer linearen Bahn hängt dabei (auch) von deren relativen Lage im Arbeitsbereich der Knickarme ab.&lt;br /&gt;
* Linearität versteht sich in diesem Zusammenhang nicht nur als Linie/Gerade, sondern als lineare Umsetzung Soll/Ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: So, wie bei der CNC-Fräse ein Kreis - infinitesimal betrachtet - aus einer Vielzahl von geraden Segmenten besteht, so basiert beim Knickarmroboter die Bahn auf Kreiselementen. Soll eine lineare Bewegung des TCP / Endeffektors erreicht werden, so sind hieran eine Vielzahl von überlagerten Kreisbewegungen beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gedankenexperiment ==&lt;br /&gt;
Wenngleich die folgende Betrachtung für jede Soll-Kurve gilt, vereinfachen wir sie im Beispiel auf eine Gerade.&lt;br /&gt;
* Mit einer Geraden sollen 2 gegenüberliegende Punkte auf der Peripherie des Roboter-Arbeitsbereiches verbunden werden.&lt;br /&gt;
* Hieran beteiligt ist in jedem Fall die Hauptdrehachse A/B; sie beschreibt einen Kreisbogen. Um diesen zu glätten wird der Knickwinkel zwischen den Armen während der Dreh-Bewegung 'A/B' zunächst reduziert und danach wieder erhöht. &lt;br /&gt;
* Erzeugt wird die Winkelarmbewegung über Motore. Konstant kann deren Winkelgeschwindigkeit nicht sein, denn zumindest der Knickarm Motor muß eine Hin- und Herbewegung durchführen. &lt;br /&gt;
* Kreisbewegungen lassen sich auf sin/cos Komponenten zurückführen. Soll die CNC-Portal-Fräse einen Kreis herstellen, so arbeitet sie nicht &amp;quot;wie ein Zirkel&amp;quot;, sondern auf Basis linearer (xy-paralleler) Bewegungen mit sin/cos Geschwindigkeitsprofil. Gleichsinniges – nur umgekehrt – gilt für die Knickarme. &lt;br /&gt;
* Nehmen wir an, unsere Gerade läge parallel zur X-Achse, wir betrachten (Weltkoordinatensystem) aus Z-Richtung: &lt;br /&gt;
: Bei konstanter Drehgeschwindigkeit des Antriebs 'A/B' bewegt sich die Projektion der Drehung zunächst langsam, in der Mitte schneller, zum Ende wieder langsam – also sinus-konform. Um den Kreisbogen in eine Parallele zur X-Achse zu zwingen wird in erster Näherung eine überlagerte Sin-förmige Bewegung des Knickwinkels zwischen den Armen erforderlich. Diese Winkelbewegung kompensiert aber nicht nur wie gewünscht die Z-Komponente der Kreisbahn (Achse 'A/B'), sondern bringt eine ungewünschte Y-Komponente ein, die ebenfalls kompensiert werden muß - es wird also etwas komplexer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Murphys Gesetz der größten Gemeinheit ist die die Knickarm-Bewegung auch noch unsymmetrisch, da die Gerade nicht durch den Roboter-Nullpunkt führen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Festzuhalten ist:'''&lt;br /&gt;
* Um mit Knickarm-Kinematik eine Gerade zu erzeugen, wird nicht nur die Überlagerung mehrerer Winkelbewegungen erforderlich. &lt;br /&gt;
* Die Winkelgeschwindigkeit aller Knickarme unter-/ gegeneinander muß sich hierbei kontinuierlich  ''nicht linear''  ändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen:&lt;br /&gt;
: Eine Bahnsteuerung verbindet 2 Stützpunkte mit einer beliebig komplexen Anzahl von Bewegungskomponenten (der RoBo-mac Multi-Achs-Controller beherrscht 8 Achsen). Die Achsen arbeiten hierzu mit individueller – aber zwischen den Stützpunkten konstanter Winkel-Geschwindigkeit. Bei achsparallelen Systemen (CNC-Portalfräse) führt dies in lineare Bewegungen, bei Knickarm-Systemen in bogenförmige. Die sich ergebenden Oberwellen sind Mechanik-spezifisch.&lt;br /&gt;
* Es wird also eine hohe Auflösung der Bahn mit hoher Stützpunktzahl erforderlich, um die Winkelgeschwindigkeiten &amp;quot;quasi kontinuierlich&amp;quot; gegeneinander verändern zu können &lt;br /&gt;
: - und so die Sollbahn &amp;quot;Oberwellen arm&amp;quot; zu realisieren.  &lt;br /&gt;
* Dies gilt nicht nur für eine Gerade, sondern für alle Bewegungsprofile, die nicht auf die simple Kreisbahn einer Achse zurückzuführen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: &lt;br /&gt;
* Nur eine hohe Auflösung der Soll-Bahn ermöglicht eine &amp;quot;Oberwellen arme&amp;quot; Ist-Bahn. &lt;br /&gt;
:- Der RoBo-Mac Bahngenerator erzeugt Bahnen mit beliebig geringer Schrittweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Bézier Kurven &amp;amp; Bahngenerator =&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator des Baukastens erzeugt ein Soll-Bahnprofil aus frei wählbaren Stützpunkten. Liegen die Stützpunkte (zu-) weit auseinander, beispielsweise um Pick &amp;amp; Place Punkte miteinander zu verbinden, so kann dies im Ergebnis in eine &amp;quot;wenig kontinuierliche Bewegung&amp;quot; des TCP führen. Die Bewegungsbahn weist Knickstellen auf, mathematisch wird dies als nicht stetige Änderung der Bahn-Krümmung beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bézier Kurven können Ihre Krümmung stetig ändern'''&lt;br /&gt;
Mit nur 4 &amp;quot;Steuerpunkten&amp;quot; lassen sich die erstaunlichsten Kurven formen: &lt;br /&gt;
* Zwei dieser Steuerpunkte liegen auf der Bahn, - nein, die Bahn entspringt und endet hier, &lt;br /&gt;
* die anderen Beiden liegen außerhalb der Bahn. Sie bestimmen deren &amp;quot;Freiform&amp;quot;  mit ihrer stetig geänderten Krümmung. Diese beiden Steuerpunkte werden auch als &amp;quot;Anfasser&amp;quot; (engl. Handle) bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Verbindet man die Anfasser mit &amp;quot;ihrem&amp;quot; Ursprungspunkt der Kurve so erhält man eine Art &amp;quot;Joy-Stick&amp;quot; – mathematisch eine Strecke, die im Einlaufpunkt zugleich Tangente der Bèzier Kurve ist. Die Kurve folgt diesen Anfassern. Sie läuft einerseits tangential ein, andererseits bestimmt die Länge der Anfasser Kurvenlänge und Kurvenkrümmung.&lt;br /&gt;
* Beide Anfasser haben Wirkung auf die Gesamtkurve, jedoch ist die Wirkung auf den jeweils tangential einlaufenden Kurverbereich größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben also die wunderbare Eigenschaft nicht nur 2 Punkte zu verbinden:&lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden – beispielsweise den Pick &amp;amp; Place Vektoren so gehen beide Kurven nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Entwickelt wurde die Mathematik, in der französischen Automobilindustrie Ende der 1950-iger, um &amp;quot;intuitiv schöne Kurven&amp;quot; zu generieren. Paradebeispiel ist der Citroen DS, den Casteljau mit einer anderen, jedoch ergebnisgleichen Mathematik entwickelte. Hintergrund Know-how zu Bézier und Casteljau unter:   [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]. Hier finden Sie auch die Spline-Theorie zu anderen Kurven sowie eine Studie mit dem Excel-Quellcode zu Bézier und Hermite, - letztere ist für unsere Aufgabe völlig ungeeignet! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; trotzdem ist die eigentliche Kurve, wenngleich exakt reproduzierbar manuell nur schwer beherrschbar. Allein die Kombination aus unterschiedlichen Anfasser-Längen führt in eine unendliche Kurvenvielfalt. &lt;br /&gt;
* Wird die Anfasser-Länge gleich '0', so wird auch die tangentiale Einlauflänge der Kurve gleich '0', die Kurve knickt ab. &lt;br /&gt;
* Werden die Anfasser &amp;quot;länger&amp;quot;, so wird dies auch die Kurve. Je nach Winkellage der Anfasser kann sie sich vom &amp;quot;Hufeisen&amp;quot; über ein spitzwinkliges Dreieck zur &amp;quot;Schleife&amp;quot; wandeln.&lt;br /&gt;
* Sie wird jedoch nie über die von den 4 Steuerpunkten begrenzte Fläche hinauskragen, - das macht sie so sympathisch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der RoBo-Mac Bezier Generator errechnet aus den zu verbindenden Bahnsegmenten zunächst trigonometrisch die Winkellage der Tangenten. Aus Tangenten sowie dem Abstand der Bahn-Segmente bestimmt er &amp;quot;geeignete&amp;quot; Anfasser-Längen. Diese Zusammenhänge sind nicht linear, ich habe sie in o.g. Studie mit dem Excel-Quellcode offengelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mathematisch betrachtet lassen sich mit Bézier lediglich Ovale, jedoch keine &amp;quot;echten&amp;quot; Kreise und Ellipsen erzeugen. Die Abweichungsfehler sind abhängig vom Öffnungswinkel der Tangenten. Für Winkel unter 90° liegen sie im 1/10 Promille-Bereich, für einen Halbkreis hingegen im Prozent-Bereich. Aus 3 cascadierten Bézier-Splines (s.u.) läßt sich bereits ein nahezu exakter Vollkreis formen (Radius Standardabweichung &amp;lt; 0,6 Promille).&lt;br /&gt;
* Mit dieser Einschränkung lassen sich tangential einlaufende Kreis- bzw. Ellipsen-ähnliche Segmente und natürlich Parabeln in beliebiger 3D-Lage gut realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3D-Bézier ==&lt;br /&gt;
Die klassische Bézier Kurve liegt 2 dimensional in der Ebene. Es liegt nun nahe, die im 3D Raum liegenden Tangenten der zu verbindenden Bahnsegmente per Winkeltransformation in die Ebene zu drehen, die Kurve zu berechnen und das Ergebnis zurück zutransferieren. Mit der Tangente eines Bahnsegments ist dies gewiß möglich. Das andere wird realistisch betrachtet jedoch wohl kaum in dieser Ebene liegen. Wir brauchen also eine Lösung die allgemeingültig beliebige Vektororientierungen im 3D Raum verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Projiziert man die Tangenten der zu verbindenden Bahnsegmente in die Ebenen des XYZ Koordinatensystems, so erhält man 3 Vektorpaare und mithin 3 Bézier Kurven. Diese 3 Kurven lassen sich zu einer gemeinsamen überlagern, die einen &amp;quot;glatten&amp;quot; Übergang in die Vektoren der zu verbindenden Bahnsegmente bietet. Die Tangenten dieser Bahnsegmente können hierbei weitestgehend beliebig im 3D Raum orientiert sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bézier Bahngenerator errechnet die Tangentenorientierung aus der Raumpunkt Differenz der beiden jeweils letzten Stützpunkte am Ende/Anfang der zu verbindenden Segmente. Wenngleich der Algorithmus die Problematik &amp;quot;Division durch 0&amp;quot; beherrscht, sollten mindestens 2 von 3 Differenzwerten (X/Y/Z) den Betrag von 'einigen Zehntel' aufweisen. Werden 2 Differenzwerte &amp;quot;0&amp;quot; so kann dies in sehr unerwartete Kurven führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Muß die Bahn präzise über einen oder mehrere Raumpunkte geführt werden, so wird sie in Segmentabschnitte geteilt. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] . Je Raumpunkt bestimmt ein Stützpunkt-Paar die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. Ab 3 Raumpunkten läßt sich mit Bézier ein nahezu exakter Vollkreis, ab 4 Raumpunkten eine Ellipse oder Spirale formen, der Näherungsfehler liegt wie beim Kreis im 1/10 Promille Bereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier-Kreise, Ellipsen &amp;amp; Spiralen ==&lt;br /&gt;
Steht der Roboter im Zentrum des Kreises, so ist es keine besondere Aufgabe, ihn einen Kreis beschreiben zu lassen – jede Drehmaschine arbeitet nach diesem physikalischen Prinzip! &lt;br /&gt;
Liegen Kreise jedoch asymmetrisch zu den kinematischen Achsen, so wird es interessant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen inzwischen, daß die Anfasser einer Bézier-Kurve außerhalb der Kurve auf deren Tangente liegen. Im Sinne einer einfachen, intuitiven Bedienerführung liegt den Algorithmen des RoBo-mac Bézier Generators jedoch die Philosophie zugrunde, die Anfasser-Orientierung direkt aus der eigentlichen Kurve zu berechnen. Wir suchen also Punkte der Bewegungsbahn, aus denen die Orientierung der Anfasser ableitbar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer die Punkte auf der Kreisbahn auch liegen: Verbindet man sie mit einer Geraden, so wird sich keine Tangente, sondern eine Sekante bilden. Theoretisch könnten an Stelle der &amp;quot;90° Punkte&amp;quot; eines Kreises 2 eng benachbarte Punkte die Sekante bestimmen – die im Grenzfall in eine Tangente übergeht. Für eine Zeichnung mag dies durchaus ausreichend sein. Soll die Bahn jedoch dynamisch durchlaufen werden, so führt dies unweigerlich in eine nahezu schlagartige Unterbrechung der durch die Stützpunktweite bestimmten Winkelgeschwindigkeit – bei einfachen Bahnsteuerungen &amp;quot;ruckt&amp;quot; der Arm! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legt man den Stützpunkt hingegen ins Abstandsraster der übrigen Bahnpunkte, so ist dieses Dynamik-Problem eliminiert, allerdings klaffen jetzt Sekante und die zu suchende Tangente weit auseinander: &lt;br /&gt;
* Der Winkelfehler zwischen Sekante und gesuchter Tangente ist jedoch leicht korrigierbar: - Er beträgt ''= ½ Öffnungswinkel des durch die Sekante bestimmten Kreis-Segments''. &lt;br /&gt;
* Der Winkel des so korrigierten Bézier-Kreis Segmentes reduziert sich entsprechend.&lt;br /&gt;
Im Ergebnis setzen sich die Stützpunkte des Kreises aus den &amp;quot;90° Punkten&amp;quot;, den korrespondierenden Sekanten-Punkten und den zwischen beiden liegenden Bézier-Punkten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klingt etwas komplex. &lt;br /&gt;
In der Tat, der Rechenaufwand übersteigt den der klassischen Mathematik. Zu den oben beschriebenen Bézier-Kreis Algorithmen kommt bei Ellipsen und Spiralen weiterer Korrekturbedarf der Tangentenwinkel hinzu:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;archimedische&amp;quot; Spirale ändert Radius und Steigung kontinuierlich mit ihrem Drehwinkel. Im Ergebnis führt dies zu einem mit zunehmender Windungszahl abnehmenden Steigungswinkel. Radius und Tangente einer Spirale stehen nie senkrecht aufeinander.&lt;br /&gt;
* Es gibt eine Vielzahl ausgesprochen interessanter Verfahren, Ellipsen zu erzeugen - das Internet ist voll hiervon! Eine der mathematischen Betrachtungsweisen ist die, daß sich der Radius während einer Drehung 2 mal verkürzt bzw. verlängert. Im min/max Punkt des Radius steht die Ellipsen-Tangente senkrecht zum Radius – aber nur hier!&lt;br /&gt;
Wenngleich mich der Gedanke faszinierte, all dies auf Bézier Basis zu generieren, habe ich mich für die klassische Mathematik entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit'''&lt;br /&gt;
* Bézier ist großartig wenn Tangenten verfügbar sind; müssen Sie jedoch aus Mittelpunktslagen errechnet werden, so ist die klassische Berechnung eindeutig im Vorteil. Zu dieser Erkenntnis bin ich gelangt, als ich RoBo-mac den Weg durch das ''Labyrinth von Chartres'' gezeigt habe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=''Labyrinth von Chartres'' =  &lt;br /&gt;
Zunächst meinen herzlichen Dank Herrn Erwin Reißmann für die Koordinaten der Wende- und Radienwechsel Punkte des Labyrinths. Aus diesen 70 Konstruktionspunkten hat der Bahngenerator in den beschriebenen Technologien zunächst die Laufbahn errechnet; in Inverser Kinematik ist hieraus die Winkelberechnung der Gelenkarme entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ausgewiesener Experte antiker Labyrinthe zeigt Reißmann in seinem Blog u.a. das Labyrinth von Chartres und hier die Verlegung des Ariadnefadens durch RoBo-mac. https://bloggermymaze.wordpress.com/2018/12/30/ein-roboter-zeichnet-den-ariadnefaden-im-labyrinth-von-chartres/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres 06.gif|300px|right|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Klicken Sie die Grafik für eine Fahrt durch das Labyrinth!'''&lt;br /&gt;
: Die GIF-Grafik zeigt lediglich einen Teil der Labyrinth-Fahrt, die vollständige Fahrt ist Bestandteil des Download-Demopaketes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei 34 Mittelpunkten besteht die Bahnkurve des Labyrinths aus 64 unterschiedlichen Kreissegmenten und wenigen Geraden mit jeweils tangentialem Übergang. Die im Beispiel generierte Labyrinth Bahn wird  mit ca. 950 Bahnpunkten beschrieben, zentrische Kreissegmente werden mit größerer Schrittweite als nicht zentrische durchlaufen (vgl. Oberwelle). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Labyrinthfahrt erfordert eine Drehwinkelfreiheit der Hauptachse A/B von rund 360°. Der Roboterarm steht jedoch zunächst senkrecht in 'Home-Position' (Mittelstellung 0° +/- 180°). Vor Eintritt in das Labyrinth dreht er über eine 3D-Bezierkurve in die 'Startposition Labyrinth'. Beteiligt sind die Hautachse A/B mit rund 170° Drehwinkel sowie die Gelenkarme. In 'Home-Position' zeigt der den 'End Effector' führende Arm G/H senkrecht nach oben, bei Eintritt in das Labyrinth steht er absolut senkrecht zur Bewegungsebene und zeigt nach unten. &lt;br /&gt;
- Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung von zunächst ''senkrecht nach oben''  in  ''senkrecht nach unten '' gewechselt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade  (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte Ausrichtung des Endeffektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine einfache Lösung (näheres hierzu im  'Kochbuch Inverse Kinematik'). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Bewegungsfehler im 1/10 Promille Bereich wird diese senkrechte Orientierung während des gesamten Labyrinth Durchlaufs beibehalten. Gegen Ende der Fahrt weicht die Hauptachse in Portal Kinematik zurück, um dem End Effektor die kollisionsfreie Anfahrt der Null-Koordinate zu ermöglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kollision=&lt;br /&gt;
Inverse Kinematik und Überbestimmung bedeuten auch, daß der Roboterarm mit sich selbst oder seiner &amp;quot;Umwelt&amp;quot; kollidieren kann. Theoretisch kann jede beliebige Stelle jedes einzelnen Roboter-Arms kollidieren; die Anzahl der Kollisionspunkte ist zwar nicht unendlich aber nahezu unermeßlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die präzise Kollisionsvorhersage ist ein hochkomplexes Thema, es gibt mehrere theoretische Ansätze. Grundlagen hierzu in der Diplom-Arbeit v. Dominik Henrich unter  https://kluedo.ub.uni-kl.de/frontdoor/index/index/docId/1029 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Vorhersage werden Roboter-Geometrie und Umwelt als mathematisches &amp;quot;Drahtmodell&amp;quot; erfaßt und &amp;quot;Kollisionsvektoren&amp;quot; gespannt. Einerseits nimmt für feine Drahtmodelle der Modellierungsaufwand Größenordnungen visueller Bilderzeugung an, andererseits die Anzahl möglicher – wenngleich ähnlicher - Kollisionsvektoren exponentiell zu. An Stelle eines feinen Drahtmodells wird daher meist nur die wesentliche Kontur mit leicht zu berechnenden Körpern (Kugel, Zylinder, Quader etc.) nachgebildet, um so den Rechenaufwand erträglich zu halten. Ein zusätzlicher &amp;quot;Filter-Algorithmus&amp;quot; selektiert vor der eigentlichen Vektoranalyse die jeweils potentiellen Kollisionspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Roboter-Arbeitsbereiches besteht keine Kollisionsgefahr. Der Arbeitsbereich wird deshalb mit einer Umhausung von der Umwelt abgetrennt, die die potentiellen Kollisionspunkte auf den Zugriffsbereich des TCP minimiert. Üblicher Weise sind die Umwelt-Kollisionspunkte innerhalb des Arbeitsbereiches starr / unbewegt. Die Kollision eines Roboters mit seiner gekapselten Umwelt ist somit verhältnismäßig leicht zu vermeiden. Deutlich komplexer ist die Kollisionsprognose eines Gelenkarm-Roboters &amp;quot;mit sich selbst&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Bei der ''Eigenkollision'' bewegen sich die Arme aufeinander zu; die Komplexität erhöht sich exponentiell mit Zunahme des Freiheitsgrades. &lt;br /&gt;
: Eigenkollision kann bei SCARA-Roboter konstruktiv vollständig ausgeschlossen werden, da sich die  Arme in verschiedenen Ebenen bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==RoBo-mac Kollisionsprognose==&lt;br /&gt;
Der RoBo-mac Gelenkbaukasten fokussiert auf die ''Vermeidung von Eigenkollision'', er kombiniert eine Filter-Analyse mit der Möglichkeit visueller Kontrolle aus beliebiger Perspektive. Der Algorithmus spannt virtuell um jede Armachse einen mit einer Halb-Kugel abgeschlossenen Zylinder und prüft die anzufahrende Zielkoordinate auf Durchdringung &amp;quot;verbotener Räume&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Auskragungen im Antriebsbereich werden nicht getrennt modelliert, sondern sollten durch Wahl eines geeigneten Zylinder-Radius von diesem abgedeckt werden. &lt;br /&gt;
* Die Grenzen des Algorithmus liegen darin, daß nicht die eigentliche Bahnbewegung zwischen den Stützpunkten, sondern lediglich der Zielpunkt überwacht wird. Theoretisch kann eine zu große Schrittweite der Stützpunkte so dazu führen, daß ein Kollisionspunkt übersprungen und nicht detektieret wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Von der Theorie zur Praxis =&lt;br /&gt;
Hier der Link zum Praxis orientierten Teil 2. [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]]. Besprochen werden u.a. &lt;br /&gt;
* die Kinematik ''auf Portal verfahrbarer''  Knickarm-Roboter, &lt;br /&gt;
* ein 3D-Bahngenerator und kinematische Strategien, trotz ''Überbestimmung''  aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; geeignete Winkel der Knickarme zu errechnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_1_%E2%80%93_Theorie_(Tutorial)&amp;diff=28374</id>
		<title>Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_1_%E2%80%93_Theorie_(Tutorial)&amp;diff=28374"/>
				<updated>2019-08-09T12:59:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort=&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach.&amp;quot; Ganz so einfach war es dann doch nicht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D-Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  kostenlose Test und Demo-Version] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 1 finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, konkurrierende Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation in einem eher theoretischen Focus (Tutorial). Mit einigen Links verweise ich auf diejenigen, von denen ich &amp;quot;Honig gesaugt&amp;quot; habe. Alle externen Links sind offen mit ihrer URL im Kontext dieses Artikels ausgewiesen und nicht hinter einem Pseudonym versteckt. – Clicken muß man sie nur, um in die Tiefe zu gehen!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Theorie wird im Praxis orientierten Teil 2 ergänzt. [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]]. Besprochen werden ein 3D-Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Dynamik und Kinematik=&lt;br /&gt;
beschreiben &amp;quot;wie sich was&amp;quot; bewegt; &lt;br /&gt;
*die Dynamik fokussiert auf Beschleunigung und Verzögerung einer Bewegung unter Einfluß einer kontinuierlichen oder sich zeitlich ändernden Kraft; &lt;br /&gt;
*die Kinematik berechnet &amp;quot;was sich wie&amp;quot; bewegt – ohne die Ursache, also die einflußnehmende Kraft zu betrachten.&lt;br /&gt;
Wenngleich die Begriffe in einander zahnen, ist jeder für sich - zumindest theoretisch - ohne den anderen betrachtbar. Diese Arbeit befaßt sich mit der Kinematik von Roboterarmen und deren Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Einstimmung legen wir unsere Hand auf eine Tischkante und bewegen Sie nach vorn -  und wir beobachten bewußt, wie sich hierbei Schultergelenk, Ellenbogen- und Handgelenk mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit bewegen. Als Kleinkind haben wir Kinematik über Jahre studiert, wir haben gelernt uns zu bewegen und wir haben sogar inverse Kinematik studiert: Letztendlich interessiert nicht, wohin die Hand sich bewegt, wenn Gelenke einen definierten Winkelwert einnehmen; wir wollen nicht irgendwelche Muskeln oder Gelenke bewegen, sondern &amp;quot;den Finger in die Nase stecken – und bohren&amp;quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Ausgangs- und Zielwert bzw. seiner Algorithmen unterscheidet sich Kinematik in &lt;br /&gt;
* '''Direkte Kinematik''' – auch als &amp;quot;vorwärts&amp;quot;-Kinematik bezeichnet &lt;br /&gt;
:(welcher Raumpunkt wird erreicht, wenn Länge und Winkel der Knickarme geben sind) und &lt;br /&gt;
* '''Inverse Kinematik''' – &amp;quot;umgekehrte&amp;quot;-Kinematik &lt;br /&gt;
:(welche Länge und Winkel der Knickarme werden erforderlich, um einen gegebenen Raumpunkt zu erreichen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir die Hand am ausgestreckten Arm flach auf den Tisch, so können wir Ober- und Unterarm drehen ohne das sich die Hand bewegt – dieses Phänomen der Inversen Kinematik wird uns noch jede Menge Ärger machen – und ist eine Herausforderung an die Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzt wird Kinematik vom Freiheitsgrad der Gelenke und der steuernden Intelligenz. Soll ein Roboter-Arm übernehmen, was wir als Kleinkind erlernt haben, so erfordert dies eine anspruchsvolle Bahnsteuerung – und einige Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Begriffe &amp;amp; Philosophie =&lt;br /&gt;
==Drehachse &amp;amp; Schwenkachse==&lt;br /&gt;
Unterschieden wird in der Robotik oftmals der Begriff &amp;quot;Drehachse und Schwenkachse&amp;quot;. Aus Sicht der Kinematik gibt es diesen Unterschied nicht. Eine Schwenkachse wird letztendlich von einer in der Bewegungs-Kaskade seriell davor liegenden Achse gedreht. Aus Anwendersicht ist die Definitionsunterscheidung trotzdem sinnvoll! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußpunkt, Ellenbogen &amp;amp; Co ==&lt;br /&gt;
Auch diese, den menschlichen Extremitäten nachempfundene Begriffe finden wir in der Literatur. Fußpunkt mag zunächst plausibel erscheinen. Beim Roboter ist der Fußpunkt unbeweglich, beim Menschen Basis aller Bewegungen. Wenn die Begriffe Ellenbogen und Handgelenk sinnvoll sein sollen, dann ist der Fußpunkt in Konsequenz eher &amp;quot;Schulter&amp;quot;! &lt;br /&gt;
- Fußpunkt macht hingegen Sinn, falls der Roboter auf Portal verfahrbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophie eines mathematischen Ansatzes ==&lt;br /&gt;
Der RoBo-mac Gelenk-Baukasten unterscheidet dementsprechend für die Vorwärts Kinematik keine Dreh- und Schwenkachsen. &lt;br /&gt;
* Die Kinematik wird durch Parametrierung der Achs-Länge, Ihrer XYZ-Orientierung und des max. Achs-Drehwinkels definiert. &lt;br /&gt;
* An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. &lt;br /&gt;
* Einige High-End Roboter arbeiten mit Teleskop-Armen, der mathematische Gelenk-Baukasten beherrscht auch diese Konstruktionen. &lt;br /&gt;
* Der Algorithmus ermöglicht beliebig viel kaskadierbare Teleskop-Dreh Achsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's enthält der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh Achse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definitionsgemäß führt die Null-Position aller Dreh-Gelenke zu einer kaskadierten Streckung aller Achs-Elemente; bei Bodenbefestigung entspricht dies &amp;quot;senkrecht nach oben&amp;quot;. Wird der Arm an einem (beweglichen) Portal befestigt, so ergeben sich bei Null-Position der Gelenke ggf. andere Ausrichtungen im 3D-Raum, die der RoBo-mac Gelenk-Baukasten berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Mathematiker und Ingenieure leben in verschiedenen Welten! &lt;br /&gt;
Einig sind sich beide, daß die X-Achse grafisch von links nach rechts laufend dargestellt wird, bei Y- und Z- scheiden sich die Geister:  &lt;br /&gt;
* Mathematiker stellen die Y-Achse grafisch gerne senkrecht, die Z-Achse &amp;quot;perspektivisch schräg nach hinten bzw. vorne&amp;quot; laufend dar. &lt;br /&gt;
: - Dies ist die logische Erweiterung eines 2D Systems zu einem in der Ebene dargestellten 3D-System &lt;br /&gt;
* CAD- &amp;amp; Grafik-Programmen liegt meist diese Definition des ''Weltkoordinatensystems'' zu Grunde, vgl.:  http://www.3dsource.de/deutsch/3Dmathe.htm&lt;br /&gt;
: - Im Ingenieurwesen wird andererseits die senkrechte Achse oftmals mit &amp;quot;Z&amp;quot; bezeichnet – was in eine gewisse Verwirrung führt.&lt;br /&gt;
* Im Ergebnis ist es gleich, ob nun die Y- oder die Z-Achse als Senkrechte definiert wird. &lt;br /&gt;
: - Beide Systeme sind durch Drehung um die X-Achse ineinander gegenseitig abbildbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Systemdurchgängigkeit und wichtig ist vor allem, ob es sich um ein 'rechts-' oder ein 'links'-System handelt: &lt;br /&gt;
* Im '''''rechts'''''händigen Weltkoordinatensystem zeigt (für jeweils positive Koordinaten) die X-Achse nach rechts, die Y-Achse nach oben und die Z-Achse aus der Zeichenebene heraus - '''''nach vorne'''''. &lt;br /&gt;
* Im '''''links'''''händigen System hingegen zeigt sie '''''nach hinten'''''! - Dies entspricht einer Spiegelung bzw. Drehrichtungsumkehr. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mathematik des Gelenk-Baukastens liegt die Definition des Weltkoordinatensystems zu Grunde; RoBo-mac bietet die Umschaltmöglichkeit zwischen rechts- und linkshändischem Koordinatensystem, die Achs-Bezeichnug der Ein- und Ausgabewerte Y- / Z- ist ergänzend umschaltbar. Unter '3D-Transformation &amp;amp; 2D-Perspektive' betrachten wir das Thema nochmals im Focus  'Verdrehte Koordinatenwelt' (vgl. 3.1.3 und 3.1.4) !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeitsbereich ==&lt;br /&gt;
Die Mechanik der Achsen (Länge und Winkelbeweglichkeit) begrenzt den Arbeitsbereich, einige Konstruktionen überstreichen einen Winkelbereich von mehr als +/- 180° je Achse, andere liegen (knapp) darunter. Im einfachsten (mechanisch nicht möglichen) Fall wäre der Arbeitsbereich eine exakte Kugel mit dem Radius aller gestreckten Achsen und dem Roboter Schulterpunkt in der Mitte, defacto gleicht die &amp;quot;Kugel&amp;quot; eher einem &amp;quot;Apfel&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Konstruktionen (KUKA / …) schneidet die Schwenkachse des dem Schulterpunkt nächsten Arms die theoretische (senkrechte) Drehachse nicht mittig, sondern rotiert auf einer Kreisbahn um diese herum, diese Auskragung hat also bereits Einfluß auf die X- und Z-Koordinaten (Achs-Definition: Weltkoordinatensystem); andere Konstruktionen (Stäubli / ...) arbeiten mit zentrischer Schulterpunkt-Achse; beide Bauarten sind parametrierbar. Im Handbuch wird dies als Supervisor-Information erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Visuelle Kontrolle (Adler &amp;amp; Maus Perspektive)==&lt;br /&gt;
Unabhängig von der räumlichen XYZ Erfassung und Berechnung der Gelenk-Winkel ermöglicht es eine zusätzliche Perspektivische Betrachtung (aus beliebiger Position), &amp;quot;Tiefe&amp;quot; in der Ebene möglichst plausibel darzustellen – oder die (mathematisch &amp;quot;positive&amp;quot;) CCW Drehrichtung entsprechend den Schieberbewegungen &amp;quot;im Uhrzeigersinn&amp;quot; (CW) zu visualisieren. Der hier verwendete Algorithmus wird im Rahmen der direkten Kinematik zunächst besprochen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Direkte Kinematik =&lt;br /&gt;
Die Mathematik geht auf simple Winkelberechnung und ihre Klassiker, Sinus / Cosinus / Tangens zurück. Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Winkel findet sich eine Einführung  in die Theorie der Winkeltransformation, näher beschrieben werden die Abhängigkeiten in: http://www-lehre.inf.uos.de/~cg/2006/PDF/kap-13.pdf  und http://www.cg.tuwien.ac.at/courses/CG1/textblaetter/02%20Geometrische%20Transformationen.pdf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will versuchen, die letztendlich doch recht komplexen Winkelbeziehungen hier vereinfacht zu beleuchten. Grundsätzlich gilt: &lt;br /&gt;
* Die Winkellage eines Punktes in der ''Ebene'' wird im XY-Koordinatensystem, &lt;br /&gt;
* die eines Punktes im ''Raum'' im XYZ-Koordinatensystem beschrieben. &lt;br /&gt;
* Legt man das willkürlich gelegte Koordinatensystem &amp;quot;anders&amp;quot;, so beschreiben &amp;quot;andere&amp;quot; Koordinatenwerte ebenfalls die Lage des Punktes präzise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winkeltransformation ermöglicht es, die Winkel-Werte des einen Koordinatensystems in das andere zu transferieren. Bildlich gesehen wird hierzu das Koordinatensystem &amp;quot;gedreht, verschoben und skaliert&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Einen Punkt in der Ebene zu verschieben ist einfach&lt;br /&gt;
: Zu den XY-Koordinaten des Original-Punktes werden X und Y Wert addiert, bei der Skalierung werden die XY-Koordinaten mit einem Skalierungsfaktor multipliziert; bitte beachten: &lt;br /&gt;
: Eine unterschiedliche Reihenfolge der Transformationsschritte führt bereits bei dieser einfachen Aufgabe zu unterschiedlichen Ergebnissen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Den Punkt um eine Achse zu drehen, ist selbst in der Ebene etwas komplexer:&lt;br /&gt;
: Die Transformationsgleichungen lauten für ein Winkeldrehung um '&amp;lt;math&amp;gt; \theta \ &amp;lt;/math&amp;gt;': &lt;br /&gt;
:: x'  = x • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) − y • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)             bzw.       x  = x' • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)  + y' • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)	&lt;br /&gt;
:: y'  = x • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) + y • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)             bzw.       y  = -x' • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) + y' • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)	&lt;br /&gt;
: Die Drehrichtung ist also reversierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gedreht wurde um die Z-Achse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die erste wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* An der Drehung um die Z-Achse sind nur die XY-Koordinaten beteiligt. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich läßt sich eine zweidimensionale Darstellung auch um die X- bzw. Y-Achse drehen. Wird um die X Achse gedreht, so verkürzen sich die Y-Werte, wird um Y gedreht, die X-Werte (um jeweils den Cosinus des Drehwinkels). Ob dies sinnvoll ist, sei dahingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegt ein Punkt nicht in der Ebene, sondern im Raum, so hat er eine zusätzliche Koordinate, die Z-Koordinate. Die Zeichnerische Darstellung ist etwas komplex, da ja in der Ebene keine &amp;quot;Tiefe&amp;quot; dargestellt werden kann. In der klassischen Konstruktionslehre wurden 3 Ansichten (Frontsicht, Seitenansicht, Draufsicht) gezeichnet, und der &amp;quot;Technische Zeichner&amp;quot; erlernte Methoden, hieraus eine Perspektivische Ansicht zu erstellen – heute macht das der PC!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein in der Tiefe liegender Punkt um X oder Y gedreht, so führt die Transformation &amp;quot;aus der Tiefe in die Ebene&amp;quot; nicht nur zur Änderung seiner Z-Koordinate, sondern auch zur Änderung seiner XY-Koordinaten. Es gilt &lt;br /&gt;
* für die X-Achse&lt;br /&gt;
:: x'  = x&lt;br /&gt;
:: y'  = y • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) −z • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:: z'  = y • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)  +z • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Y-Achse&lt;br /&gt;
:: x'  = z • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) +x • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:: y'  = y&lt;br /&gt;
:: z'  = z • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) −x • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die zweite wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Bei Drehung um eine beliebige Koordinaten-Achse ändern sich die Koordinaten der jeweiligen Dreh-Achse nicht! &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basierend auf diesen Kenntnissen können wir &amp;quot;zu Fuß&amp;quot; jeden beliebigen Raum-Punkt transferieren, dies ist zugegebener Maßen etwas mühselig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transformation &amp;amp; Matrizenrechnung==&lt;br /&gt;
Die Mathematik bedient sich für die Transformation meist der Matrizenrechnung, sie ist – beginnend mit ihrer Schreibweise – etwas gewöhnungsbedürftig; in Kurzform:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Matrix besteht aus Zeilen und Spalten, die eine Tabelle bilden; die Matrizenrechnung verknüpft nach einem definierten Verfahren mindestens 2 Matrizen (Mehrzahl von Matrix) und erzeugt im Ergebnis eine neue Matrix. In der visuellen Darstellung wird meist jede Matrix für sich mit einer alle Zeilen übergreifenden Klammer &amp;quot;gerahmt&amp;quot;, zwischen den Matrizen befindet sich der mathematische Operator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matrizenrechnung ist eigentlich nur eine &amp;quot;andere&amp;quot;, sehr formale Darstellungsart bekannter Mathematik. Der Matrizen-Formalismus führt (nach Eingewöhnung) in eine sehr übersichtliche Darstellung, insbesondere &amp;quot;wenn vieles mit vielem&amp;quot; verknüpft werden muß; manchmal erkennt man am Matrix-Aufbau bereits was sie bewirkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Matrizenmultiplikation===&lt;br /&gt;
Die Ergebnismatrix der Matrizenmultiplikation erhält die Zeilenzahl der ersten und die Spaltenzahl der zweiten Matrix, wesentliche Voraussetzung: &lt;br /&gt;
Die Spaltenzahl der ersten Matrix muß gleich der Zeilenzahl der zweiten Matrix sein, (sonst geht es nicht)!&lt;br /&gt;
:– aber Zeilenzahl der ersten Matrix und Spaltenzahl der zweiten sind beliebig!&lt;br /&gt;
:– Als Sonderfall sind beide Werte gleich (Quadratische-Matrix).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Rechenanweisung der Matrizenmultiplikation lautet für die &lt;br /&gt;
* Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 2 der Spalte 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 3&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 3 der Spalte 1&amp;quot; usw.; &lt;br /&gt;
: - addiere die Einzelergebnisse und schreibe deren Summe in die Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für die Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; gilt gleichsinnig:&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; &lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 2 der Spalte 2&amp;quot;; usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Zeilenvektor der ersten Matrix wird also unabhängig von allen anderen Zeilen dieser Matrix elementweise mit allen zugehörigen Spaltenvektoren der zweiten Matrix multipliziert. Es &amp;quot;paaren&amp;quot; also die Zeilen-Elemente je Spalte mit den Spalten-Elementen der korrespondierenden Zeilen. Die Einzelwerte der Ergebnismatrix hängen somit (selbst bei gleicher Zeilen und Spaltenzahl) von der Reihenfolge der Eingangs-Matrizen ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine quadratische Matrix 3 x 3 erfordert also z. B. 3³ = 27 Einzelmultiplikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die dritte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Die Reihenfolge der Matrizenmultiplikation bestimmt das Ergebnis. &lt;br /&gt;
* Eine Vertauschung der Matrizenreihenfolge führt zu unterschiedlichem Ergebnis.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vektortransformation &amp;amp; Homogene Koordinaten ===&lt;br /&gt;
Die gradlinige Verbindung zweier Punkte im Raum wird auch als Vektor bezeichnet. Jeder Vektor hat eine Größe (Länge) und eine Winkelausrichtung gegenüber dem Koordinatensystem. Vektoren haben somit einen Start- und einen Ziel-Punkt, der wahlweise mit Länge und Winkel (polar) bzw. seinen Start- und Ziel-Koordinaten (XYZ) beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Roboter-Kinematik wird für die Bewegungsanalyse jeder Vektor für sich in einen anderen Vektor transformiert, dies übernimmt die Transformationsmatrix, die achsenspezifisch nach jeweils unterschiedlichem Schema aufgebaut ist; &lt;br /&gt;
* sie enthält die Sinus und Cosinus Werte der Drehachse, die &amp;quot;Leerstellen&amp;quot; sind mit &amp;quot;Nullen und Einsen&amp;quot; besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Datei:Matrix_Rotation_XYZ_080.gif|1000px|thumb|center|]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auffällig in diesen Schemata ist, daß für eine 3D-Transformation nicht 3 Zeilen und 3 Spalten, sondern jeweils 4 verwendet werden, die in der letzten Spalte und untersten Zeile zusätzliche &amp;quot;Nullen&amp;quot;, sowie im Kreuzungspunkt eine &amp;quot;Eins&amp;quot; aufweisen.&lt;br /&gt;
* Während die Rotation mit den Regeln der Matrizenmultiplikation errechnet wird, erfordert die Verschiebung, eine Vektoraddition, also unterschiedliche Rechenoperationen. &lt;br /&gt;
* Durch Hinzufügen einer zusätzlichen Spalte und Zeile, den &amp;quot;Homogenen Koordinaten&amp;quot; kann die zusätzliche Vektoraddition in die Matrizenmultiplikation integriert werden. Die Verschiebung um XYZ wird dann als &amp;quot;Translationswert&amp;quot; in der Matrix an Stelle der Nullen eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte behauptet, der Matrizen-Formalismus führe in eine sehr übersichtliche Darstellung: &lt;br /&gt;
* Ohne die &amp;quot;Homogenen Koordinaten&amp;quot; besteht jede der (Quadratischen) Rotations-Matrizen aus 3 Zeilen und 3 Spalten, also 9 Elementen. Dies sind eine &amp;quot;Eins&amp;quot;, vier &amp;quot;Nullen&amp;quot; sowie die sin/cos Werte. Die &amp;quot;Eins&amp;quot; kennzeichnet die Koordinate, um die gedreht wird! (vgl. Zweite Erkenntnis)!&lt;br /&gt;
* Wird diese &amp;quot;''Eins''&amp;quot; zu &amp;quot;-1&amp;quot; ''negiert'', so wird die ''Achse gespiegelt''!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Mathematiker und Ingenieure leben in getrennten Welten! – Wir hatten das Thema bereits.&lt;br /&gt;
: Die meisten Veröffentlichungen zum Thema stammen aus mathematischer Fakultät. Wir wissen bereits, daß ein Roboterglied mathematisch als Vektor betrachtet werden kann und mit seinen XYZ-Koordinaten beschrieben wird. &lt;br /&gt;
:* Mathematiker schreiben die XYZ-Koordinaten eines Vektors meist untereinander (vgl. Tabelle oben) &lt;br /&gt;
:* Ingenieure bevorzugen die horizontale Darstellung der Vektor-Koordinaten. Im Ergebnis ist dies gleich - kann aber zu erheblicher Verwirrung führen! &lt;br /&gt;
:* Ggf. sind Spalten und Zeilen gegeneinander zu tauschen. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Transformation &amp;amp; 2D-Perspektive ===&lt;br /&gt;
Ein aus mehreren kaskadierten Vektoren erfaßter Roboterarm läßt sich – wie jedes andere 3D-Objekt - mit den Regeln der Winkel-Transformationen beliebig um die XYZ-Achse drehen und auch in 2D-Darstellung &amp;quot;perspektivisch&amp;quot; betrachten. Math. Zusammenfassung vgl.  http://www.mttcs.org/Skripte/Pra/Material/vorlesung3.pdf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Perspektive '''&lt;br /&gt;
: steht im Sprachgebrauch für die Darstellung 3-Dimensionaler &amp;quot;Tiefe&amp;quot; in 2-Dimensionaler Ebene -  wenngleich 'Perspektive' ''formal'' lediglich eine mehrerer Darstellungsarten ''Planarer-Projektion''  ist. Sprachlich unterschieden wird gelegentlich die ''Parallel''- und ''Fluchtpunkt Perspektive''.&lt;br /&gt;
* Die Parallelprojektion arbeitet mit einer winkelabhängigen Verkürzung der in die Tiefe zeigenden Linien, die auf den hier erläuterten Winkeltransformationen basieren.&lt;br /&gt;
* Die Perspektive kennt zusätzliche 'Fluchtpunkte' in denen sich ''in der Realität parallele Linien''  treffen. Jedes System paralleler Linien hat einen eigenen Fluchtpunkt, dies können deutlich mehr als die 3 XYZ Koordinaten, (vgl. z.B. 'Place de l' Etoile) sein! &lt;br /&gt;
* Die Grenzen perspektivischer Darstellung werden deutlich, wenn wir uns Parallelen parallel zur Zeichenebene vorstellen; sie hätten 2 Fluchtpunkte – 'links und rechts' bzw. 'oben und unten'. Der Strahl aus den Fluchtpunkten führt jedoch zu einer Kreuzung in der Zeichenebene, die als &amp;quot;zusätzliche Ecke&amp;quot; erscheinen würde! &lt;br /&gt;
Dies ist unrealistisch, in der ''Schulperspektive darstellender Geometrie''  werden diese Parallelen daher stets 'als parallel' gezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Fotographie kennen wir Fischaugenobjektive; die analoge Abbildung hat hier die Lösung: Der Kreuzungspunkt der &amp;quot;zusätzlichen Ecke&amp;quot; wird verrundet dargestellt. Dies entspricht – auch wenn wir nicht wie eine Fisch zu gucken gewohnt sind – der Realität! Die Flucht-Linie ist keine Linie, sondern eine Hyperbel, die sich in Richtung Fluchtpunkt den Linien asymptotisch anschmiegt, Rundung im Betrachtungszentrum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungsstarke Programme der virtuellen Bilderstellung beherrschen diese Mathematik und arbeiten außerdem mit Licht und Schatten Effekten, um die Tiefenwirkung zu verstärken. &lt;br /&gt;
Ganz ohne Mathematik: Stephan Thiele, http://www.thiele-architekt.de/pdf/Raumsprache-A5.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Transformation''' &lt;br /&gt;
: Die hier besprochene 3D-Transformation ermöglicht eine variable Parallelprojektion aus beliebiger XYZ Blickrichtung. Sie basiert rechentechnisch auf EXCEL® – ich verweise gerne auf Veröffentlichungen von Andy Pope http://www.andypope.info/charts/3drotate.htm und  Klaus Kühnlein  http://www.excelformeln.de/tips.html?welcher=53 , die mich zu dieser Ausarbeitung anregten - wenngleich oder gerade weil die Algorithmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen!&lt;br /&gt;
* &amp;quot;excelformeln&amp;quot; arbeitet mit dem mächtigen EXCEL® Formel-Array &amp;quot;MMULT&amp;quot;- Andy Pope zeigt für die 3D-Transformation einen ebenfalls interessanten Weg – ich möchte diese Studien hier jedoch nicht nach dem &amp;quot;Schavan-Guttenberg-Prinzip&amp;quot; wiederholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
''Zu den unterschiedlichen Transformationsergebnissen ein Experiment:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir ein Buch, am Besten zwei jeweils in Leseposition (aber geschlossen) vor uns. &lt;br /&gt;
:- Das Linke drehen wir zuerst um seine Y-Achse, dann um seine X-Achse, &lt;br /&gt;
:- das Rechte zuerst um seine X-Achse, danach um seine Y-Achse. &lt;br /&gt;
* Falls Sie die gleiche Position für beide Bücher erhalten, haben Sie etwas falsch gemacht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei einem Roboter-Arm können Sie das Phänomen nicht beobachten, hier ist es egal, ob Sie den Arm erst nach hinten und dann nach oben oder umgekehrt bewegen. &lt;br /&gt;
:- Der Grund liegt darin, daß der Roboter sein Koordinatensystem gewissermaßen mit bewegt. Bei unserem Buch-Experiment lag das Koordinatensystem hingegen starr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Und wenn Sie beim Buch-Experiment in beiden Fällen dasselbe Endresultat erhielten, hatten Sie eine der beiden Achsen (unbewußt) gegen die Z-Achse getauscht!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdrehte Koordinatenwelt ===&lt;br /&gt;
Eigentlich ist alles ganz logisch: Liegt vor uns ein Stück Papier auf dem Schreibtisch oder steht der Monitor mit senkrechtem Bildschirm vor uns, so zeigt per Definition im 2D-System die Y-Achse nach oben, die X-Achse nach rechts. Wird eine dritte Dimension hinzugefügt, so liegt sie vor bzw. hinter der Zeichenebene; die Z-Achse zeigt also aus der Zeichenebene hinaus in den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann kamen die Menschen auf die Idee, Bildschirm bzw. Papier zu drehen – aber die körperliche Position des Betrachters bei zu behalten: Das Schicksal nahm seinen Lauf:&lt;br /&gt;
* Bei beiden Systemen, dem 2D- und dem 3D-System zeigt die Positive X-Achse nach rechts (auch &amp;quot;Breite&amp;quot; genannt). &lt;br /&gt;
* Erweitert man das 2D-System (Y-Achse nach oben, auch &amp;quot;Höhe&amp;quot; genannt) um die dritte Dimension, die Z-Achse, so zeigt diese zunächst &amp;quot;unsichtbar&amp;quot; auf den Betrachter. Dreht man dieses System um die X-Achse, so wandert die Y-Achse nach hinten, die Z-Achse nach oben. Die Z-Achse übernimmt den Namen der Y-Achse (Höhe), die Y-Achse heißt jetzt Länge – und zeigt mit positivem Wert nach hinten! &lt;br /&gt;
* Einige 3D-Darstellungen bevorzugen eine weitere Drehung um die nun senkrechte Z-Achse: Im Ergebnis zeigt dann die Y-Achse nach rechts und die X-Achse nach vorn.&lt;br /&gt;
* Unabhängig hiervon bleibt zumindest die Koordinatenbezeichnung &amp;quot;X/Y/Z&amp;quot; unverändert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich entschlossen, dieses Definitions-Chaos möglichst zu umgehen und verwende die Definition des klassischen Weltkoordinatensystems: Y-Achse nach oben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Links- &amp;amp; rechtshändige Koordinaten ===&lt;br /&gt;
Eine schier unerschöpfliche Vielzahl von Koordinatensystemen kennt die Welt, vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Koordinatensystem. Dominierende Bedeutung in der Robotic hat das kartesische System – und hiervon gibt es 2, das rechts- und das linkshändige! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt (unabhängig davon, wie die Achsen benannt sind):&lt;br /&gt;
* Rechts- bzw. linkshändige  Koordinatensysteme sind spiegelbildlich und nicht durch Drehung ineinander zu überführen, ''jedoch'': &lt;br /&gt;
* Transformationsmatrizen ermöglichen eine Skalierung (Multiplikation).&lt;br /&gt;
* Bei unterschiedlicher Skalierung je Achse führt dies in eine Scherung (Verzerrung). &lt;br /&gt;
* Eine negative Skalierung führt ergänzend zu einer Spiegelung der betreffenden Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter 'Vektortransformation' hatten wir die Rotationsmatritzen XYZ besprochen. Zur Erinnerung: Wird die betreffende &amp;quot;''Eins''&amp;quot; zu &amp;quot;-1&amp;quot; ''negiert'', so wird die ''Achse gespiegelt''. &lt;br /&gt;
- Simpler Vorzeichenwechsel ermöglicht also die System-Umschaltung &amp;quot;links / rechts&amp;quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiegelung ist nicht durch Drehung erreichbar, trotzdem erscheit dies mitunter so!? &lt;br /&gt;
* Bei einem 3D-Drahtmodel ist es mitunter schwierig zu entscheiden ob man es von 'oben-links' oder 'unten-rechts' sieht; - d.h. ''betrachten will''! Das Seh-Ergebnis ist eine Frage des mentalen Bewußtseins. &lt;br /&gt;
* Das Gehirn gaukelt einem mitunter sogar vor, der mathematische Drehsinn (positiv/negativ) habe sich geändert, da das, was man vorne wähnt, nun auf einmal hinten erscheint. Dieses Wahrnehmungsphänomen wird erklärbar, weil jede Projektion eines realen Drahtmodells auf (mindestens) 2 unabhängige Raumorientierungen rückführbar ist. Anders ausgedrückt: Eine von ''oben'' gesehen ''vorne'' liegende Ecke ist nach 3D-Transformation in die 2D Projektions-Ebene zu einer von ''unten'' gesehen ''hinten'' liegenden kongruent! &lt;br /&gt;
* Die Visualisierung des Baukastens kennzeichnet daher die Ecke des 1. Oktanten mit einem Kreis, der bei Würfel Drehung betrachtungskonform mit wandert. Im 'Kochbuch des User-Manuals' finden Sie unter  ''Perspektive &amp;amp; 2D-Projektion''  eine Experimental-Studie hierzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==End-Effektor &amp;amp; Tool Center Point (TCP)==&lt;br /&gt;
Der ''End-Effektor'' bezeichnet die Hard-Ware, der ''Tool Center Point'' dessen &amp;quot;Arbeitspunkt&amp;quot;; beide werden gemeinsam &amp;quot;Bahn konform&amp;quot; vom Robotersystem im R3 Vektorraum bewegt. &lt;br /&gt;
* Der TCP kann am Ende des End-Effektors liegen (Bohrer); weiter außerhalb (Laser) oder auch völlig abweichend zum &amp;quot;Werkzeug-Eingriffspunkt&amp;quot;: &lt;br /&gt;
:- Bei einem Greifer, der &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; liegt dessen Kraftlinien-Schnittpunkt im Werkstück! &lt;br /&gt;
* Eine Hardware spezifische Definition &amp;quot;was wie bewegt werden soll&amp;quot; ist Voraussetzung &amp;quot;Bahn konformer&amp;quot; Kinematik! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SCARA-Roboter==&lt;br /&gt;
Ebenfalls unter http://www.excelformeln.de/tips.html?welcher=93 findet sich ein 2D-Roboterarm, der sich eindrucksvoll in der Ebene bewegen läßt und im Ansatz einen SCARA-Roboter simuliert. SCARA steht für:  Selective Compliant Articulated Robot for Assembly. Selektiv läßt sich als &amp;quot;ausgewählt&amp;quot; in der Bedeutung von &amp;quot;eingeschränkt&amp;quot; übersetzen. &lt;br /&gt;
* Der SCARA bewegt sich in einer 2D-Ebene – wenngleich mehrere dieser Ebenen geschichtet sind, um die Arme &amp;quot;untereinander&amp;quot; an sich selbst vorbeiführen zu können. &lt;br /&gt;
* Senkrecht zu diesen plan-parallelen Bewegungs-Ebenen übernimmt am Ende der kinematischen Kette eine (meist drehbare) Hub-Achse die &amp;quot;TCP / End-Effektor&amp;quot;-Funktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SCARA Bauart ermöglicht zwar nur eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten ist jedoch für Anwendungen optimal, deren Zielpunkte in plan-parallelen Ebenen liegen und parallel zur (meist senkrechten) Fußpunktachse anfahrbar sind. Die Konstruktion ist kostengünstig. Die eingeschränkten kinematischen Möglichkeiten führen andererseits zu einer Vielzahl aufgabenorientierter Spezialkonstruktionen, was dem Gedanken eines &amp;quot;Universal-Roboters&amp;quot; widerspricht. Unter kinematischen Gesichtspunkten sind die Bewegungsmöglichkeiten des SCARA eine Untergruppe des &amp;quot;Universal&amp;quot; Gelenkarm-Roboters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gelenkarm-Roboter==&lt;br /&gt;
Der Gelenkarm- oder Knickarm-Roboter bewegt (im Gegensatz zum SCARA) die Arbeitsachse frei im 3D-Raum, also unter beliebigem Winkel. Um ein Objekt im 3D-Raum greifen / bearbeiten zu können werden mehrerer Freiheitsgrade = Drehachsen erforderlich: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;''Roboterhand''&amp;quot; wird mit dem &amp;quot;''Roboterarm''&amp;quot; positioniert. &lt;br /&gt;
* Um die Hand gegenüber dem Objekt zu positionieren werden 3 Achsen (XYZ), &lt;br /&gt;
* um das Objekt greifen / bearbeiten zu können, weitere 3 Achsen (UVW) erforderlich, &lt;br /&gt;
:  dies entspricht 6 Freiheitsgraden, oftmals mit &amp;quot;f&amp;quot;, (im amerikanischen Sprachgebrauch mit &amp;quot;DOF&amp;quot; - degree of freedom) bezeichnet.&lt;br /&gt;
:* Mit diesen 2 mal 3 Freiheitsgraden kann jeder beliebige Punkt im Arbeitsbereich des Roboters positioniert (XYZ) und das Werkzeug unter definiertem Winkel zum Werkstück orientiert (UVW) werden. &lt;br /&gt;
:* Muß der Roboter um ein Hindernis herumgreifen, so werden weitere Freiheitsgrade / Drehachsen erforderlich. Optimal sind meist 5-Arm und 3-Hand Freiheitsgrade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; eines Gelenkarm-Roboter rotiert im einfachsten Fall um eine Roboterarm-Achse, bei höherem Freiheitsgrad (&amp;quot;Ellenbogen&amp;quot;) wird die &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; bereits von 2 bzw. 3 Drehachsen positioniert; diese bewegen sich gegenüber dem Koordinatensystem ''frei'' im Raum.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freie Rotation ==&lt;br /&gt;
Nochmals: '''Die Roboterachsen bewegen sich gegenüber dem Koordinatensystem ''frei'' im Raum'''.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Transformationsmatrizen kennen jedoch nur Rotation um die X-, Y- oder Z-Koordinate! Für den Rechenalgorithmus bedeutet dies, &lt;br /&gt;
* daß eine frei im Raum stehende Dreh-Achse zunächst in den Koordinaten Nullpunkt verschoben und danach um die Winkelkomponenten zweier Koordinaten auf die verbleibende Koordinatenachse (welche ist beliebig) transferiert werden muß.  &lt;br /&gt;
* Die transferierte Dreh-Achse wird entsprechend dem gewünschten Drehwinkel um die Koordinaten-Achse gedreht,  &lt;br /&gt;
* die gedrehte Achse auf ihren ursprünglichen Start-Vektor zurück transferiert - und mit ihr sämtliche in der seriellen Kaskadierung folgenden Drehgelenke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erinnern das &amp;quot;''Buchexperiment''&amp;quot;; nach der Drehung liegt beim Linken der Rücken &amp;quot;unten&amp;quot;, beim Rechten &amp;quot;vorn&amp;quot; (oder - je nach Drehrichtung - &amp;quot;hinten&amp;quot;). Dieses Phänomen macht jede Menge Ärger: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die vierte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Die Transformationsmatrizen müssen für eine Rückdrehungen in exakt umgekehrter Reihenfolge durchlaufen werden. Nach jeder Transformation ändern sich alle Winkelkomponenten. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hieraus folgt: &lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Die fünfte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Nach Transformation um eine (beliebige) Achse müssen die (neuen) Transformationswinkel der verbleibenden Achsen jeweils erneut berechnet werden, denn: &lt;br /&gt;
* Die aus den Vektorkoordinaten (vorab) errechneten Winkel sind nicht die Transformationswinkel, um Roboter-Achsen auf die Koordinatenachse zu transferieren. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Step by Step&amp;quot; sind dies je Achse 7 Transformationen bzw. 7 x (4³ Einzelmultiplikationen + 16 Additionen) zuzüglich der in serieller Kaskade folgenden Gelenke. Eine Drehung um die Basisachse erfordert also (bei einem Freiheitsgrad von 8) ca. 4.500 Einzelrechnungen! Die 7 Winkeltransformationen lassen sich auf 6 reduzieren, nicht alle Matrizen müssen homogene Koordinaten aufweisen, sodaß sich die Rechenschritte bei Erhalt der klassischen Rechenstruktur um ca. 40% reduzieren lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Transponierte Matrix ===&lt;br /&gt;
Werden die Einzelelemente einer Matrix an ihrer Hauptdiagonalen (oben links nach unten rechts) gespiegelt - formal also Spalten und Zeilen getauscht - so entsteht eine Matrix, die das (vorherige) Transformationsergebnis in seine Ausgangswerte zurückrechnet. Werden die bereits errechneten Elemente an gespiegelter Position genutzt so reduziert sich der Rechenaufwand.  &lt;br /&gt;
* '''Vereinfachte Betrachtungsweise für XYZ-Rotationsmatrizen''': Sin-Werte und Homogene Koordinaten invertieren das Vorzeichen, alle anderen Werte bleiben gleich.&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Step by Step&amp;quot; Transformationen nutzt dies meist für die Rückdrehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===R3 Spezial-Matrix ===&lt;br /&gt;
Mathematiker bezeichnen den 3D-Raum auch als R3 Vektorraum.&lt;br /&gt;
Durch geschicktes Vorab-Ausmultiplizieren des oben beschriebenen Matritzen-Algorithmus läßt sich die Zahl der Rechenschritte nochmals reduzieren: Lotte Emslander zeigt, wie's geht:  http://analysis.math.uni-mannheim.de/lehre/fs09/anageo/uebung/unsichtbar/Rotationen_im_R3.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die R3 Rotations-Matrix selbst wird jedoch etwas komplex; anstelle der recht übersichtlichen &amp;quot;Step by Step&amp;quot; Struktur (und einfacher Winkel-Beziehungen) errechnet sich nun jedes der 9 Matrix-Elemente im Schnitt aus jeweils 5 Multiplikationen zuzüglich 2 Additionen. Ergänzend werden einige &amp;quot;Schattenrechnungen&amp;quot; erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für den RoBo-mac Gelenk-Baukasten entwickelte EXCEL® Algorithmus optimiert aus beiden Denkschulen, er beherrscht Teleskop- und Drehgelenke in beliebiger Kombination. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denavit-Hartenberg ===&lt;br /&gt;
In den 1950-iger Jahren wurden Algorithmen erarbeitet, um den durch Länge der Roboter-Achsen bei freier Winkelstellunge definierten Raumpunkt in das kartesische Koordinatensystem (XYZ) zu transformieren. 1955 wurden sie als ''Denavit-Hartenberg Convention  / Transformation / Parameter''  propagiert https://de.wikipedia.org/wiki/Denavit-Hartenberg-Transformation , - wenngleich der Schweizer Mathematiker ''Leonhard Euler'' die Grundlagen der Winkeltransformation, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Winkel  bereits vor 300 Jahren entwickelte. Auf letztere habe ich dankbar zurückgegriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Inverse Kinematik=&lt;br /&gt;
Diese &amp;quot;rückwärts&amp;quot; Kinematik beschäftigt sich mit der Frage: &amp;quot;Welchen Winkelwert müssen die in kinematischer Kette liegenden Gelenke einnehmen, um einen bestimmten Raum-Punkt (kartesisch XYZ) zu erreichen&amp;quot; – das Ziel, der Raumpunkt ist also gegeben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl mathematischer Denkansätze zeigt Lösungen hierzu auf. Klassisch unterschieden werden &lt;br /&gt;
* algebraische Methoden (Transformation und Gleichung), &lt;br /&gt;
* geometrische / trigonometrische Methoden (sin / cos) und &lt;br /&gt;
* numerische Methoden (Iteration). &lt;br /&gt;
und Kombinationen hieraus. – Der Königsweg wurde bisher wohl nicht gefunden; vgl. http://geometrie.uibk.ac.at/cms/datastore/husty/husty-linz.pdf , ''Geschichtliche Entwicklung der inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Lösungsstrategie RoBo-mac's transformiert die Roboter-Achsen aus dem 3D Raum in die Ebene, sucht numerisch eine trigonometrische Lösung und prüft das Ergebnis in direkter Kinematik. Die absoluten Positionierfehler des Algorithmus liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung 10-5 bis 10-6 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freiheitsgrad &amp;amp; kinematische Überbestimmung ==&lt;br /&gt;
Erinnern wir uns:&lt;br /&gt;
* Mit 2 mal 3 Freiheitsgraden kann jeder beliebige Punkt im Arbeitsbereich des Roboters positioniert (XYZ) und das Werkzeug unter definiertem Winkel zum Werkstück orientiert (UVW) werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Um ein Werkzeug unter definiertem Winkel zu positionieren, werden also 6 Freiheitsgrade erforderlich. Muß der Arm um ein Hindernis herumgreifen, so wird je Freiheitsgrad mehr als eine Achse erforderlich. Kinematisch bedeutet dies eine &amp;quot;Überbestimmung&amp;quot;, denn der Raumpunkt kann wahlweise durch mehrere Achsen angesteuert werden; dies macht die Mathematik deutlich komplexer! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfreich ist es, Arm (XYZ) und Handgelenk (UVW) getrennt zu betrachten, da ansonsten 6 Freiheitsgrade in extreme Überbestimmung führen würden. &lt;br /&gt;
* Beginnen wir mit dem eigentlichen Zielpunkt, dem Werkzeug-Eingriffspunkt, er bestimmt den Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot;. Dieser Bahnpunkt ist also zugleich Zielpunkt des Armes und Startpunkt des Handgelenkes – und aus der Orientierung (UVW) zu bestimmen. Vergleichbar ist er mit der aus der CNC-Technik bekannten Äquidistanten, zur Fräs-Bahnberechnung mit Radius-Korrektur. &lt;br /&gt;
* Liegen dieser Bahnpunkt und der eigentliche Zielpunkt im kartesischen System (XYZ) fest, so werden hieraus die Drehwinkel des Armes transformiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Einfacher Fall: ''Keine'' kinematische ''Überbestimmung''.'''&lt;br /&gt;
* Per Winkeltransformation werden die 3D-Koordinaten um die Y-Achse auf Z = 0 gedreht, &lt;br /&gt;
* aus den nun in der Ebene liegenden XY-Koordinaten sind die Winkel ''zweier'' Roboter-Achsen trigonometrisch bestimmbar, &lt;br /&gt;
* Sie erhalten 2 Lösungen – beide sind richtig, eine ist vermutlich sinnvoller, &lt;br /&gt;
* das gewählte Zwischenergebnis wird um die Y-Achse auf den gegebenen Z-Wert zurückgedreht. &lt;br /&gt;
Einfache SCARA Roboter mit 2+1 = 3 Freiheitsgraden fallen in diese Kategorie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Komplexer Fall: Kinematische ''Überbestimmung''.'''&lt;br /&gt;
* Die 3D-Koordinaten werden auch hier um die Y-Achse auf Z = 0 gedreht,   &lt;br /&gt;
* für die nun in der Ebene liegenden XY-Koordinaten sind (ab mehr als 2 Achsen) jedoch theoretisch unendlich viele Winkel-Kombinationen dieser Achsen möglich! &lt;br /&gt;
* Ist eine Winkel-Kombinationen gefunden, so wird ebenfalls um die Y-Achse auf den gegebenen Z-Wert zurückgedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategie und Silhouette ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bewegungsstrategien liegen in einer bzw. parallelen Bewegungsebenen. Um Zugriff im R3 zu realisieren, wird das Ebenenpaket um die (meist senkrechte) Hauptachse A/B gedreht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ein Kurzüberblick, mehr zu den Bewegungsstrategien - und wann welche sinnvoll ist - in Teil 2 [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]].&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
* orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot;; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenk-punkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
* generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position. Diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel ===&lt;br /&gt;
* Der 'End-Effektor' wird ''ebenen parallel zu sich selbst'', in eigener Vektor-Orientierung bewegt, (Mathematiker nennen dies &amp;quot;kollinear&amp;quot;), und ggf. um die Hauptachse gedreht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teleskop ===&lt;br /&gt;
Die Begriffsverwendung bezieht sich nicht auf &amp;quot;FernSicht&amp;quot;, sondern die klassische Bauart dieses Instrumentes, das in eigener Achse in der Länge veränderlich ist/war (Teleskop-Auszug etc.). &lt;br /&gt;
* Die Bewegungsstrategie 'teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage des 'End-Effektors' und dem gewünschten Vektor-Hub je Bewegungsschritt Winkel-Arm Kombinationen, die den 'End-Effektor' ''teleskopartig''  in eigener Vektor-Orientierung fluchtend (auf einer Geraden) bewegen; Mathematiker nennen auch dies &amp;quot;kollinear&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der mathematische Begriff &amp;quot;kollinear&amp;quot; unterscheidet nicht, ob Vektoren (wie zwei Eisenbahnschienen) parallel oder auf einer gemeinsamen Geraden &amp;quot;fluchtend&amp;quot; liegen; ich verwende ggf. den Doppel-Begriff.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Singularität ==&lt;br /&gt;
In der Mathematik beschreibt Singularität das Phänomen, daß außerhalb der Singularität geltende Algorithmen im Bereich der Singularität ihre Gültigkeit verlieren. Singularität steht hier für die  &amp;quot;Definitionslücke einer Funktion&amp;quot;; einen &amp;quot;unbestimmten Zustand&amp;quot;, der nicht berechnet werden kann. Relativ bekannt in diesem Focus ist die &amp;quot;Sprungfunktion&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singularität in der Robotik ist Fluch und Segen zugleich:&lt;br /&gt;
Singularität tritt auf, wenn das Gesamtsystem einen (oder mehrere) Freiheitsgrade verliert bzw. die Bewegung einer Achse durch eine andere vollständig kompensiert werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fluch der Singularität ===&lt;br /&gt;
====Innere Singularität==== &lt;br /&gt;
'''Singularität der Drehachsen'''&lt;br /&gt;
tritt im inneren des Arbeitsraumes auf. Liegen 2 – oder mehrere Achsen &amp;quot;kollinear fluchtend&amp;quot; auf einer gemeinsamen Vektor-Linie so gibt es unendlich viele, sich gegenseitig kompensierende Drehwinkel, die auf die die TCP- / Werkzeug-Orientierung ohne Einfluß sind, umgekehrt ausgedrückt: Es ist nicht eindeutig, welche der fluchtenden Achsen gedreht werden muß, um den End-Effektor zu drehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Äußere Singularität====&lt;br /&gt;
'''Singularität der Schwenkachsen'''&lt;br /&gt;
liegt im Rand-Bereich des Arbeitsraumes. Ist der Gesamtarm voll gestreckt, so kann er nicht mehr über seinen Arbeitsbereich hinausgreifen; das ist geometrisch logisch, kann jedoch in mathematische Instabilitäten führen (Definitionslücke einer Funktion). Gleichsinniges gilt für die &amp;quot;Total-Faltung&amp;quot;: 2 Achsen liegen mathematisch deckungsgleich aufeinander - für die Mechanik bedeutet dies Kollision.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Führt die Bewegungsbahn des TCP in den Grenzbereich des Arbeitsraumes, so nehmen die Arme eine Silhouette ein, die in der Technischen Mechanik als &amp;quot;Kniehebel-Presse&amp;quot; bezeichnet wird. Kniehebel-Pressen erzeugen bei geringem Hub enorme Kräfte, die durch einen langen Hebelweg erzeugt werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der äußere Singularitätspunkt unbeabsichtigt / unkontrolliert durchfahren, so tritt ein Bündel von Problemen auf:&lt;br /&gt;
* Bei &amp;quot;Werkzeug-Eingriff&amp;quot; entstehen Widerstandskräfte, die das System zerstören können.&lt;br /&gt;
* Um eine Roboter Bahn mit kontinuierlicher Soll-Geschwindigkeit zu durchfahren werden unterschiedlich hohe Winkelgeschwindigkeiten der Achs-Gelenke erforderlich. Nahe der Äußeren Singularität werden die Winkelgeschwindigkeiten nahezu unendlich! Um ein parasitäres Schwingen des Armes aus diesen dynamischen Kräften zu vermeiden, muß die Soll-Geschwindigkeit entsprechend herabgesetzt werden. Welche Winkelgeschwindigkeiten zulässig sind, hängt von der mechanischen Stabilität ab.&lt;br /&gt;
* Problematischer als die eigentliche Singularität ist die mit äußerer Singularität einhergehende &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot;: Mathematisch korrekte Algorithmen Inverser Kinematik können dazu führen, daß die Vektor-Orientierungen der Knickarm-Achsen untereinander &amp;quot;umschlagen&amp;quot;: Bildlich gesprochen würde das Bein eines Menschen beim Laufen &amp;quot;nach vorne&amp;quot; einknicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wird ein Stütz-Punkt der Sollbahn in beispielsweise konvexer Silhouette positioniert der Folgepunkt hingegen in konkaver Silhouette so sind zwar beide Punkte präzise positioniert, die gefahrene Ist-Bahn weicht jedoch von der Soll-Bahn ab. Die &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; zwingt den TCP auf eine Ist-Bahn außerhalb der theoretischen Soll-Bahn. Die Ist-Bahn weist einen &amp;quot;Peak&amp;quot; aus. Das Gesamtsystem &amp;quot;erzittert&amp;quot; aus undefinierten Winkelgeschwindigkeiten der Schwenkachsen!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Probleme äußerer Singularität minimieren sich, wenn die den Singularitätspunkt einschließenden Achswinkel benachbarter Sollbahnpunkte gegen 0 gehen. Maßgebend für den Bahnfehler aus &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; ist der kleinere beider Winkel. &lt;br /&gt;
* Werte um +/- 3° sind meist unproblematisch (cos 3° = 0,99863). &lt;br /&gt;
* Liegen die Sollbahnpunkte rein visuell innerhalb o.g. Grenzen, werden jedoch als mech. Endlagenwerte erreicht (z.B. -179° / + 178°), so führt die Ist-Bahn über einen parasitären (nahezu) Vollkreis von 357° mit einer um 180° versetzten, negativer Stecklage! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Segen der Singularität ===&lt;br /&gt;
Wenngleich Singularität mitunter als Horror-Szenario der Robotik diffamiert ist, kann sie – bewußt eingesetzt – durchaus hilfreich sein. Ohne Einfluß auf die TCP- Position oder End-Effektor Orientierung ist die &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; äußerer Singularität ebenso nutzbar wie die innere Singularität fluchtender Dreh-Drehachsen:&lt;br /&gt;
* zu einer bewußten Um-Orientierung der Achs-Vektoren, um ein Hindernis zu umfahren &lt;br /&gt;
* um Drehachsen aus dem Grenzbereich ihres maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückzudrehen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen beherrschen das &amp;quot;Problem&amp;quot; recht souverän, mehr hierzu im User-Manual sowie dem Video: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inverse Parallel-Kinematik ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der beschriebenen Bewegungsstrategien erwarten, daß die Vektorlagen der Dreh- und Schwenkachsen &amp;quot;im überbestimmten Bereich&amp;quot; untereinander im rechten Winkel stehen. Die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; bewegen sich somit in parallelen Ebenen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). Die absoluten Positionierfehler des RoBo-mac Algorithmus liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inverse Schief-Kinematik ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Parallel-Kinematik stehen die Vektoren &amp;quot;im überbestimmten Bereich&amp;quot; nicht senkrecht, sondern schiefwinklig zu einander. Die Bewegungsebenen der Achsen liegen somit ebenfalls ''nicht parallel'', sondern stehen zu einander ''schief''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits bei paralleler Kinematik ist die Bewegungsvielfalt aus kinematischer Überbestimmung – wenngleich nicht unendlich, so doch nahezu unermeßlich. Für die Schief-Kinematik steigt der Rechenaufwand nochmals – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich könnten die sich &amp;quot;in schiefen Ebenen&amp;quot; bewegenden Arme per Winkeltransformation in das mathematisch gut beherrschbare 2D-Modell paralleler Kinematik überführt werden; jedoch ist eine Rücktransformation wegen der sich aus der Transformation geänderten Winkel-Beziehungen nicht mehr direkt möglich (vgl. vierte und fünfte Erkenntnis). Vor diesem Hintergrund arbeitet der RoBo-mac Gelenkbaukasten ggf. mit 3D-Näherungsalgorithmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein &amp;quot;Watchdog&amp;quot;Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; - ggf. generiert er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der RoBo-mac Gelenkbaukasten &amp;quot;prüft auf Vektorlage&amp;quot; ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere Parallel-Algorithmus geeignet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Linearität und Oberwelle =&lt;br /&gt;
Die beschriebenen Bewegungsstrategien verbinden die Bahnstützpunkte. Wenngleich der Positionierfehler des RoBo-mac Algorithmus unter 1/10.000 mm liegt, so ist der Bahnverlauf zwischen den Stützpunkten mathematisch unbestimmt: &lt;br /&gt;
* Bestimmt wird die Bewegungs-Kinematik zwischen den Bahnstützpunkten durch die Knickarm-Mechanik: Die Rest-Welligkeit einer linearen Bahn hängt dabei (auch) von deren relativen Lage im Arbeitsbereich der Knickarme ab.&lt;br /&gt;
* Linearität versteht sich in diesem Zusammenhang nicht nur als Linie/Gerade, sondern als lineare Umsetzung Soll/Ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: So, wie bei der CNC-Fräse ein Kreis - infinitesimal betrachtet - aus einer Vielzahl von geraden Segmenten besteht, so basiert beim Knickarmroboter die Bahn auf Kreiselementen. Soll eine lineare Bewegung des TCP / Endeffektors erreicht werden, so sind hieran eine Vielzahl von überlagerten Kreisbewegungen beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gedankenexperiment ==&lt;br /&gt;
Wenngleich die folgende Betrachtung für jede Soll-Kurve gilt, vereinfachen wir sie im Beispiel auf eine Gerade.&lt;br /&gt;
* Mit einer Geraden sollen 2 gegenüberliegende Punkte auf der Peripherie des Roboter-Arbeitsbereiches verbunden werden.&lt;br /&gt;
* Hieran beteiligt ist in jedem Fall die Hauptdrehachse A/B; sie beschreibt einen Kreisbogen. Um diesen zu glätten wird der Knickwinkel zwischen den Armen während der Dreh-Bewegung 'A/B' zunächst reduziert und danach wieder erhöht. &lt;br /&gt;
* Erzeugt wird die Winkelarmbewegung über Motore. Konstant kann deren Winkelgeschwindigkeit nicht sein, denn zumindest der Knickarm Motor muß eine Hin- und Herbewegung durchführen. &lt;br /&gt;
* Kreisbewegungen lassen sich auf sin/cos Komponenten zurückführen. Soll die CNC-Portal-Fräse einen Kreis herstellen, so arbeitet sie nicht &amp;quot;wie ein Zirkel&amp;quot;, sondern auf Basis linearer (xy-paralleler) Bewegungen mit sin/cos Geschwindigkeitsprofil. Gleichsinniges – nur umgekehrt – gilt für die Knickarme. &lt;br /&gt;
* Nehmen wir an, unsere Gerade läge parallel zur X-Achse, wir betrachten (Weltkoordinatensystem) aus Z-Richtung: &lt;br /&gt;
: Bei konstanter Drehgeschwindigkeit des Antriebs 'A/B' bewegt sich die Projektion der Drehung zunächst langsam, in der Mitte schneller, zum Ende wieder langsam – also sinus-konform. Um den Kreisbogen in eine Parallele zur X-Achse zu zwingen wird in erster Näherung eine überlagerte Sin-förmige Bewegung des Knickwinkels zwischen den Armen erforderlich. Diese Winkelbewegung kompensiert aber nicht nur wie gewünscht die Z-Komponente der Kreisbahn (Achse 'A/B'), sondern bringt eine ungewünschte Y-Komponente ein, die ebenfalls kompensiert werden muß - es wird also etwas komplexer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Murphys Gesetz der größten Gemeinheit ist die die Knickarm-Bewegung auch noch unsymmetrisch, da die Gerade nicht durch den Roboter-Nullpunkt führen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Festzuhalten ist:'''&lt;br /&gt;
* Um mit Knickarm-Kinematik eine Gerade zu erzeugen, wird nicht nur die Überlagerung mehrerer Winkelbewegungen erforderlich. &lt;br /&gt;
* Die Winkelgeschwindigkeit aller Knickarme unter-/ gegeneinander muß sich hierbei kontinuierlich  ''nicht linear''  ändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen:&lt;br /&gt;
: Eine Bahnsteuerung verbindet 2 Stützpunkte mit einer beliebig komplexen Anzahl von Bewegungskomponenten (der RoBo-mac Multi-Achs-Controller beherrscht 8 Achsen). Die Achsen arbeiten hierzu mit individueller – aber zwischen den Stützpunkten konstanter Winkel-Geschwindigkeit. Bei achsparallelen Systemen (CNC-Portalfräse) führt dies in lineare Bewegungen, bei Knickarm-Systemen in bogenförmige. Die sich ergebenden Oberwellen sind Mechanik-spezifisch.&lt;br /&gt;
* Es wird also eine hohe Auflösung der Bahn mit hoher Stützpunktzahl erforderlich, um die Winkelgeschwindigkeiten &amp;quot;quasi kontinuierlich&amp;quot; gegeneinander verändern zu können &lt;br /&gt;
: - und so die Sollbahn &amp;quot;Oberwellen arm&amp;quot; zu realisieren.  &lt;br /&gt;
* Dies gilt nicht nur für eine Gerade, sondern für alle Bewegungsprofile, die nicht auf die simple Kreisbahn einer Achse zurückzuführen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: &lt;br /&gt;
* Nur eine hohe Auflösung der Soll-Bahn ermöglicht eine &amp;quot;Oberwellen arme&amp;quot; Ist-Bahn. &lt;br /&gt;
:- Der RoBo-Mac Bahngenerator erzeugt Bahnen mit beliebig geringer Schrittweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Bézier Kurven &amp;amp; Bahngenerator =&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator des Baukastens erzeugt ein Soll-Bahnprofil aus frei wählbaren Stützpunkten. Liegen die Stützpunkte (zu-) weit auseinander, beispielsweise um Pick &amp;amp; Place Punkte miteinander zu verbinden, so kann dies im Ergebnis in eine &amp;quot;wenig kontinuierliche Bewegung&amp;quot; des TCP führen. Die Bewegungsbahn weist Knickstellen auf, mathematisch wird dies als nicht stetige Änderung der Bahn-Krümmung beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bézier Kurven können Ihre Krümmung stetig ändern'''&lt;br /&gt;
Mit nur 4 &amp;quot;Steuerpunkten&amp;quot; lassen sich die erstaunlichsten Kurven formen: &lt;br /&gt;
* Zwei dieser Steuerpunkte liegen auf der Bahn, - nein, die Bahn entspringt und endet hier, &lt;br /&gt;
* die anderen Beiden liegen außerhalb der Bahn. Sie bestimmen deren &amp;quot;Freiform&amp;quot;  mit ihrer stetig geänderten Krümmung. Diese beiden Steuerpunkte werden auch als &amp;quot;Anfasser&amp;quot; (engl. Handle) bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Verbindet man die Anfasser mit &amp;quot;ihrem&amp;quot; Ursprungspunkt der Kurve so erhält man eine Art &amp;quot;Joy-Stick&amp;quot; – mathematisch eine Strecke, die im Einlaufpunkt zugleich Tangente der Bèzier Kurve ist. Die Kurve folgt diesen Anfassern. Sie läuft einerseits tangential ein, andererseits bestimmt die Länge der Anfasser Kurvenlänge und Kurvenkrümmung.&lt;br /&gt;
* Beide Anfasser haben Wirkung auf die Gesamtkurve, jedoch ist die Wirkung auf den jeweils tangential einlaufenden Kurverbereich größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben also die wunderbare Eigenschaft nicht nur 2 Punkte zu verbinden:&lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden – beispielsweise den Pick &amp;amp; Place Vektoren so gehen beide Kurven nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Entwickelt wurde die Mathematik, in der französischen Automobilindustrie Ende der 1950-iger, um &amp;quot;intuitiv schöne Kurven&amp;quot; zu generieren. Paradebeispiel ist der Citroen DS, den Casteljau mit einer anderen, jedoch ergebnisgleichen Mathematik entwickelte. Hintergrund Know-how zu Bézier und Casteljau unter:   [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]. Hier finden Sie auch die Spline-Theorie zu anderen Kurven sowie eine Studie mit dem Excel-Quellcode zu Bézier und Hermite, - letztere ist für unsere Aufgabe völlig ungeeignet! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; trotzdem ist die eigentliche Kurve, wenngleich exakt reproduzierbar manuell nur schwer beherrschbar. Allein die Kombination aus unterschiedlichen Anfasser-Längen führt in eine unendliche Kurvenvielfalt. &lt;br /&gt;
* Wird die Anfasser-Länge gleich '0', so wird auch die tangentiale Einlauflänge der Kurve gleich '0', die Kurve knickt ab. &lt;br /&gt;
* Werden die Anfasser &amp;quot;länger&amp;quot;, so wird dies auch die Kurve. Je nach Winkellage der Anfasser kann sie sich vom &amp;quot;Hufeisen&amp;quot; über ein spitzwinkliges Dreieck zur &amp;quot;Schleife&amp;quot; wandeln.&lt;br /&gt;
* Sie wird jedoch nie über die von den 4 Steuerpunkten begrenzte Fläche hinauskragen, - das macht sie so sympathisch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der RoBo-Mac Bezier Generator errechnet aus den zu verbindenden Bahnsegmenten zunächst trigonometrisch die Winkellage der Tangenten. Aus Tangenten sowie dem Abstand der Bahn-Segmente bestimmt er &amp;quot;geeignete&amp;quot; Anfasser-Längen. Diese Zusammenhänge sind nicht linear, ich habe sie in o.g. Studie mit dem Excel-Quellcode offengelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mathematisch betrachtet lassen sich mit Bézier lediglich Ovale, jedoch keine &amp;quot;echten&amp;quot; Kreise und Ellipsen erzeugen. Die Abweichungsfehler sind abhängig vom Öffnungswinkel der Tangenten. Für Winkel unter 90° liegen sie im 1/10 Promille-Bereich, für einen Halbkreis hingegen im Prozent-Bereich. Aus 3 cascadierten Bézier-Splines (s.u.) läßt sich bereits ein nahezu exakter Vollkreis formen (Radius Standardabweichung &amp;lt; 0,6 Promille).&lt;br /&gt;
* Mit dieser Einschränkung lassen sich tangential einlaufende Kreis- bzw. Ellipsen-ähnliche Segmente und natürlich Parabeln in beliebiger 3D-Lage gut realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3D-Bézier ==&lt;br /&gt;
Die klassische Bézier Kurve liegt 2 dimensional in der Ebene. Es liegt nun nahe, die im 3D Raum liegenden Tangenten der zu verbindenden Bahnsegmente per Winkeltransformation in die Ebene zu drehen, die Kurve zu berechnen und das Ergebnis zurück zutransferieren. Mit der Tangente eines Bahnsegments ist dies gewiß möglich. Das andere wird realistisch betrachtet jedoch wohl kaum in dieser Ebene liegen. Wir brauchen also eine Lösung die allgemeingültig beliebige Vektororientierungen im 3D Raum verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Projiziert man die Tangenten der zu verbindenden Bahnsegmente in die Ebenen des XYZ Koordinatensystems, so erhält man 3 Vektorpaare und mithin 3 Bézier Kurven. Diese 3 Kurven lassen sich zu einer gemeinsamen überlagern, die einen &amp;quot;glatten&amp;quot; Übergang in die Vektoren der zu verbindenden Bahnsegmente bietet. Die Tangenten dieser Bahnsegmente können hierbei weitestgehend beliebig im 3D Raum orientiert sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bézier Bahngenerator errechnet die Tangentenorientierung aus der Raumpunkt Differenz der beiden jeweils letzten Stützpunkte am Ende/Anfang der zu verbindenden Segmente. Wenngleich der Algorithmus die Problematik &amp;quot;Division durch 0&amp;quot; beherrscht, sollten mindestens 2 von 3 Differenzwerten (X/Y/Z) den Betrag von 'einigen Zehntel' aufweisen. Werden 2 Differenzwerte &amp;quot;0&amp;quot; so kann dies in sehr unerwartete Kurven führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Muß die Bahn präzise über einen oder mehrere Raumpunkte geführt werden, so wird sie in Segmentabschnitte geteilt. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] . Je Raumpunkt bestimmt ein Stützpunkt-Paar die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. Ab 3 Raumpunkten läßt sich mit Bézier ein nahezu exakter Vollkreis, ab 4 Raumpunkten eine Ellipse oder Spirale formen, der Näherungsfehler liegt wie beim Kreis im 1/10 Promille Bereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier-Kreise, Ellipsen &amp;amp; Spiralen ==&lt;br /&gt;
Steht der Roboter im Zentrum des Kreises, so ist es keine besondere Aufgabe, ihn einen Kreis beschreiben zu lassen – jede Drehmaschine arbeitet nach diesem physikalischen Prinzip! &lt;br /&gt;
Liegen Kreise jedoch asymmetrisch zu den kinematischen Achsen, so wird es interessant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen inzwischen, daß die Anfasser einer Bézier-Kurve außerhalb der Kurve auf deren Tangente liegen. Im Sinne einer einfachen, intuitiven Bedienerführung liegt den Algorithmen des RoBo-mac Bézier Generators jedoch die Philosophie zugrunde, die Anfasser-Orientierung direkt aus der eigentlichen Kurve zu berechnen. Wir suchen also Punkte der Bewegungsbahn, aus denen die Orientierung der Anfasser ableitbar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer die Punkte auf der Kreisbahn auch liegen: Verbindet man sie mit einer Geraden, so wird sich keine Tangente, sondern eine Sekante bilden. Theoretisch könnten an Stelle der &amp;quot;90° Punkte&amp;quot; eines Kreises 2 eng benachbarte Punkte die Sekante bestimmen – die im Grenzfall in eine Tangente übergeht. Für eine Zeichnung mag dies durchaus ausreichend sein. Soll die Bahn jedoch dynamisch durchlaufen werden, so führt dies unweigerlich in eine nahezu schlagartige Unterbrechung der durch die Stützpunktweite bestimmten Winkelgeschwindigkeit – bei einfachen Bahnsteuerungen &amp;quot;ruckt&amp;quot; der Arm! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legt man den Stützpunkt hingegen ins Abstandsraster der übrigen Bahnpunkte, so ist dieses Dynamik-Problem eliminiert, allerdings klaffen jetzt Sekante und die zu suchende Tangente weit auseinander: &lt;br /&gt;
* Der Winkelfehler zwischen Sekante und gesuchter Tangente ist jedoch leicht korrigierbar: - Er beträgt ''= ½ Öffnungswinkel des durch die Sekante bestimmten Kreis-Segments''. &lt;br /&gt;
* Der Winkel des so korrigierten Bézier-Kreis Segmentes reduziert sich entsprechend.&lt;br /&gt;
Im Ergebnis setzen sich die Stützpunkte des Kreises aus den &amp;quot;90° Punkten&amp;quot;, den korrespondierenden Sekanten-Punkten und den zwischen beiden liegenden Bézier-Punkten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klingt etwas komplex. &lt;br /&gt;
In der Tat, der Rechenaufwand übersteigt den der klassischen Mathematik. Zu den oben beschriebenen Bézier-Kreis Algorithmen kommt bei Ellipsen und Spiralen weiterer Korrekturbedarf der Tangentenwinkel hinzu:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;archimedische&amp;quot; Spirale ändert Radius und Steigung kontinuierlich mit ihrem Drehwinkel. Im Ergebnis führt dies zu einem mit zunehmender Windungszahl abnehmenden Steigungswinkel. Radius und Tangente einer Spirale stehen nie senkrecht aufeinander.&lt;br /&gt;
* Es gibt eine Vielzahl ausgesprochen interessanter Verfahren, Ellipsen zu erzeugen - das Internet ist voll hiervon! Eine der mathematischen Betrachtungsweisen ist die, daß sich der Radius während einer Drehung 2 mal verkürzt bzw. verlängert. Im min/max Punkt des Radius steht die Ellipsen-Tangente senkrecht zum Radius – aber nur hier!&lt;br /&gt;
Wenngleich mich der Gedanke faszinierte, all dies auf Bézier Basis zu generieren, habe ich mich für die klassische Mathematik entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit'''&lt;br /&gt;
* Bézier ist großartig wenn Tangenten verfügbar sind; müssen Sie jedoch aus Mittelpunktslagen errechnet werden, so ist die klassische Berechnung eindeutig im Vorteil. Zu dieser Erkenntnis bin ich gelangt, als ich RoBo-mac den Weg durch das ''Labyrinth von Chartres'' gezeigt habe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=''Labyrinth von Chartres'' =  &lt;br /&gt;
Zunächst meinen herzlichen Dank Herrn Erwin Reißmann für die Koordinaten der Wende- und Radienwechsel Punkte des Labyrinths. Aus diesen 70 Konstruktionspunkten hat der Bahngenerator in den beschriebenen Technologien zunächst die Laufbahn errechnet; in Inverser Kinematik ist hieraus die Winkelberechnung der Gelenkarme entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ausgewiesener Experte antiker Labyrinthe zeigt Reißmann in seinem Blog u.a. das Labyrinth von Chartres und hier die Verlegung des Ariadnefadens durch RoBo-mac. https://bloggermymaze.wordpress.com/2018/12/30/ein-roboter-zeichnet-den-ariadnefaden-im-labyrinth-von-chartres/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres 06.gif|300px|right|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Klicken Sie die Grafik für eine Fahrt durch das Labyrinth!'''&lt;br /&gt;
: Die GIF-Grafik zeigt lediglich einen Teil der Labyrinth-Fahrt, die vollständige Fahrt ist Bestandteil des Download-Demopaketes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei 34 Mittelpunkten besteht die Bahnkurve des Labyrinths aus 64 unterschiedlichen Kreissegmenten und wenigen Geraden mit jeweils tangentialem Übergang. Die im Beispiel generierte Labyrinth Bahn wird  mit ca. 950 Bahnpunkten beschrieben, zentrische Kreissegmente werden mit größerer Schrittweite als nicht zentrische durchlaufen (vgl. Oberwelle). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Labyrinthfahrt erfordert eine Drehwinkelfreiheit der Hauptachse A/B von rund 360°. Der Roboterarm steht jedoch zunächst senkrecht in 'Home-Position' (Mittelstellung 0° +/- 180°). Vor Eintritt in das Labyrinth dreht er über eine 3D-Bezierkurve in die 'Startposition Labyrinth'. Beteiligt sind die Hautachse A/B mit rund 170° Drehwinkel sowie die Gelenkarme. In 'Home-Position' zeigt der den 'End Effector' führende Arm G/H senkrecht nach oben, bei Eintritt in das Labyrinth steht er absolut senkrecht zur Bewegungsebene und zeigt nach unten. &lt;br /&gt;
- Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung von zunächst ''senkrecht nach oben''  in  ''senkrecht nach unten '' gewechselt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade  (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte Ausrichtung des Endeffektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine einfache Lösung (näheres hierzu im  'Kochbuch Inverse Kinematik'). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Bewegungsfehler im 1/10 Promille Bereich wird diese senkrechte Orientierung während des gesamten Labyrinth Durchlaufs beibehalten. Gegen Ende der Fahrt weicht die Hauptachse in Portal Kinematik zurück, um dem End Effektor die kollisionsfreie Anfahrt der Null-Koordinate zu ermöglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kollision=&lt;br /&gt;
Inverse Kinematik und Überbestimmung bedeuten auch, daß der Roboterarm mit sich selbst oder seiner &amp;quot;Umwelt&amp;quot; kollidieren kann. Theoretisch kann jede beliebige Stelle jedes einzelnen Roboter-Arms kollidieren; die Anzahl der Kollisionspunkte ist zwar nicht unendlich aber nahezu unermeßlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die präzise Kollisionsvorhersage ist ein hochkomplexes Thema, es gibt mehrere theoretische Ansätze. Grundlagen hierzu in der Diplom-Arbeit v. Dominik Henrich unter  https://kluedo.ub.uni-kl.de/frontdoor/index/index/docId/1029 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Vorhersage werden Roboter-Geometrie und Umwelt als mathematisches &amp;quot;Drahtmodell&amp;quot; erfaßt und &amp;quot;Kollisionsvektoren&amp;quot; gespannt. Einerseits nimmt für feine Drahtmodelle der Modellierungsaufwand Größenordnungen visueller Bilderzeugung an, andererseits die Anzahl möglicher – wenngleich ähnlicher - Kollisionsvektoren exponentiell zu. An Stelle eines feinen Drahtmodells wird daher meist nur die wesentliche Kontur mit leicht zu berechnenden Körpern (Kugel, Zylinder, Quader etc.) nachgebildet, um so den Rechenaufwand erträglich zu halten. Ein zusätzlicher &amp;quot;Filter-Algorithmus&amp;quot; selektiert vor der eigentlichen Vektoranalyse die jeweils potentiellen Kollisionspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Roboter-Arbeitsbereiches besteht keine Kollisionsgefahr. Der Arbeitsbereich wird deshalb mit einer Umhausung von der Umwelt abgetrennt, die die potentiellen Kollisionspunkte auf den Zugriffsbereich des TCP minimiert. Üblicher Weise sind die Umwelt-Kollisionspunkte innerhalb des Arbeitsbereiches starr / unbewegt. Die Kollision eines Roboters mit seiner gekapselten Umwelt ist somit verhältnismäßig leicht zu vermeiden. Deutlich komplexer ist die Kollisionsprognose eines Gelenkarm-Roboters &amp;quot;mit sich selbst&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Bei der ''Eigenkollision'' bewegen sich die Arme aufeinander zu; die Komplexität erhöht sich exponentiell mit Zunahme des Freiheitsgrades. &lt;br /&gt;
: Eigenkollision kann bei SCARA-Roboter konstruktiv vollständig ausgeschlossen werden, da sich die  Arme in verschiedenen Ebenen bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==RoBo-mac Kollisionsprognose==&lt;br /&gt;
Der RoBo-mac Gelenkbaukasten fokussiert auf die ''Vermeidung von Eigenkollision'', er kombiniert eine Filter-Analyse mit der Möglichkeit visueller Kontrolle aus beliebiger Perspektive. Der Algorithmus spannt virtuell um jede Armachse einen mit einer Halb-Kugel abgeschlossenen Zylinder und prüft die anzufahrende Zielkoordinate auf Durchdringung &amp;quot;verbotener Räume&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Auskragungen im Antriebsbereich werden nicht getrennt modelliert, sondern sollten durch Wahl eines geeigneten Zylinder-Radius von diesem abgedeckt werden. &lt;br /&gt;
* Die Grenzen des Algorithmus liegen darin, daß nicht die eigentliche Bahnbewegung zwischen den Stützpunkten, sondern lediglich der Zielpunkt überwacht wird. Theoretisch kann eine zu große Schrittweite der Stützpunkte so dazu führen, daß ein Kollisionspunkt übersprungen und nicht detektieret wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Von der Theorie zur Praxis =&lt;br /&gt;
Hier der Link zum Praxis orientierten Teil 2. [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]]. Besprochen werden u.a. &lt;br /&gt;
* die Kinematik ''auf Portal verfahrbarer''  Knickarm-Roboter, &lt;br /&gt;
* ein 3D-Bahngenerator und kinematische Strategien, trotz ''Überbestimmung''  aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; geeignete Winkel der Knickarme zu errechnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_1_%E2%80%93_Theorie_(Tutorial)&amp;diff=28373</id>
		<title>Inverse Kinematik 1 – Theorie (Tutorial)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://rn-wissen.de/wiki/index.php?title=Inverse_Kinematik_1_%E2%80%93_Theorie_(Tutorial)&amp;diff=28373"/>
				<updated>2019-08-09T12:58:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;NLB: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
=Vorwort=&lt;br /&gt;
Irgendwie hatte sich aus Diskussionen zur Knickarm-Robotermechanik die Frage ergeben, …&amp;quot;und wie berechnen Sie das?&amp;quot; Meine Antwort war, &amp;quot;Mit EXCEL® ist das recht einfach.&amp;quot; Ganz so einfach war es dann doch nicht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Internet findet sich zwar einiges zum Thema, aber wenig Problem orientiertes im Focus Robotic. Meine Recherchen führten mich so zunächst in die Entwicklung Robotic orientierter Algorithmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Entstanden ist hieraus ein Mathematischer 3D-Gelenk-Baukasten. Eine  [http://www.cnc-mac.de/html/download.html  kostenlose Test und Demo-Version] erhalten Sie im Download von meiner Web-Site.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hier, im Teil 1 finden Sie Hintergrundinformation zu Problemen der Kinematik, konkurrierende Lösungsansätze und die Mathematik der Winkeltransformation in einem eher theoretischen Focus (Tutorial). Mit einigen Links verweise ich auf diejenigen, von denen ich &amp;quot;Honig gesaugt&amp;quot; habe. Alle externen Links sind offen mit ihrer URL im Kontext dieses Artikels ausgewiesen und nicht hinter einem Pseudonym versteckt. – Clicken muß man sie nur, um in die Tiefe zu gehen!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Theorie wird im Praxis orientierten Teil 2 ergänzt. [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]]. Besprochen werden ein 3D-Bahngenerator und die aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; berechneten Winkel der Knickarme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Dynamik und Kinematik=&lt;br /&gt;
beschreiben &amp;quot;wie sich was&amp;quot; bewegt; &lt;br /&gt;
*die Dynamik fokussiert auf Beschleunigung und Verzögerung einer Bewegung unter Einfluß einer kontinuierlichen oder sich zeitlich ändernden Kraft; &lt;br /&gt;
*die Kinematik berechnet &amp;quot;was sich wie&amp;quot; bewegt – ohne die Ursache, also die einflußnehmende Kraft zu betrachten.&lt;br /&gt;
Wenngleich die Begriffe in einander zahnen, ist jeder für sich - zumindest theoretisch - ohne den anderen betrachtbar. Diese Arbeit befaßt sich mit der Kinematik von Roboterarmen und deren Berechnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Einstimmung legen wir unsere Hand auf eine Tischkante und bewegen Sie nach vorn -  und wir beobachten bewußt, wie sich hierbei Schultergelenk, Ellenbogen- und Handgelenk mit unterschiedlicher Winkelgeschwindigkeit bewegen. Als Kleinkind haben wir Kinematik über Jahre studiert, wir haben gelernt uns zu bewegen und wir haben sogar inverse Kinematik studiert: Letztendlich interessiert nicht, wohin die Hand sich bewegt, wenn Gelenke einen definierten Winkelwert einnehmen; wir wollen nicht irgendwelche Muskeln oder Gelenke bewegen, sondern &amp;quot;den Finger in die Nase stecken – und bohren&amp;quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Ausgangs- und Zielwert bzw. seiner Algorithmen unterscheidet sich Kinematik in &lt;br /&gt;
* '''Direkte Kinematik''' – auch als &amp;quot;vorwärts&amp;quot;-Kinematik bezeichnet &lt;br /&gt;
:(welcher Raumpunkt wird erreicht, wenn Länge und Winkel der Knickarme geben sind) und &lt;br /&gt;
* '''Inverse Kinematik''' – &amp;quot;umgekehrte&amp;quot;-Kinematik &lt;br /&gt;
:(welche Länge und Winkel der Knickarme werden erforderlich, um einen gegebenen Raumpunkt zu erreichen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir die Hand am ausgestreckten Arm flach auf den Tisch, so können wir Ober- und Unterarm drehen ohne das sich die Hand bewegt – dieses Phänomen der Inversen Kinematik wird uns noch jede Menge Ärger machen – und ist eine Herausforderung an die Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzt wird Kinematik vom Freiheitsgrad der Gelenke und der steuernden Intelligenz. Soll ein Roboter-Arm übernehmen, was wir als Kleinkind erlernt haben, so erfordert dies eine anspruchsvolle Bahnsteuerung – und einige Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Begriffe &amp;amp; Philosophie =&lt;br /&gt;
==Drehachse &amp;amp; Schwenkachse==&lt;br /&gt;
Unterschieden wird in der Robotik oftmals der Begriff &amp;quot;Drehachse und Schwenkachse&amp;quot;. Aus Sicht der Kinematik gibt es diesen Unterschied nicht. Eine Schwenkachse wird letztendlich von einer in der Bewegungs-Kaskade seriell davor liegenden Achse gedreht. Aus Anwendersicht ist die Definitionsunterscheidung trotzdem sinnvoll! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußpunkt, Ellenbogen &amp;amp; Co ==&lt;br /&gt;
Auch diese, den menschlichen Extremitäten nachempfundene Begriffe finden wir in der Literatur. Fußpunkt mag zunächst plausibel erscheinen. Beim Roboter ist der Fußpunkt unbeweglich, beim Menschen Basis aller Bewegungen. Wenn die Begriffe Ellenbogen und Handgelenk sinnvoll sein sollen, dann ist der Fußpunkt in Konsequenz eher &amp;quot;Schulter&amp;quot;! &lt;br /&gt;
- Fußpunkt macht hingegen Sinn, falls der Roboter auf Portal verfahrbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Philosophie eines mathematischen Ansatzes ==&lt;br /&gt;
Der RoBo-mac Gelenk-Baukasten unterscheidet dementsprechend für die Vorwärts Kinematik keine Dreh- und Schwenkachsen. &lt;br /&gt;
* Die Kinematik wird durch Parametrierung der Achs-Länge, Ihrer XYZ-Orientierung und des max. Achs-Drehwinkels definiert. &lt;br /&gt;
* An- und Abtrieb jedes Gelenkes kann unter beliebigem Winkel im Raum stehen. &lt;br /&gt;
* Einige High-End Roboter arbeiten mit Teleskop-Armen, der mathematische Gelenk-Baukasten beherrscht auch diese Konstruktionen. &lt;br /&gt;
* Der Algorithmus ermöglicht beliebig viel kaskadierbare Teleskop-Dreh Achsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anlehnung an die 8-Achsen Bahnsteuerung RoBo-mac's enthält der Gelenk-Baukasten 8 Achsen mit jeweils 2 Freiheitsgraden (Teleskop-Dreh Achse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Definitionsgemäß führt die Null-Position aller Dreh-Gelenke zu einer kaskadierten Streckung aller Achs-Elemente; bei Bodenbefestigung entspricht dies &amp;quot;senkrecht nach oben&amp;quot;. Wird der Arm an einem (beweglichen) Portal befestigt, so ergeben sich bei Null-Position der Gelenke ggf. andere Ausrichtungen im 3D-Raum, die der RoBo-mac Gelenk-Baukasten berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Mathematiker und Ingenieure leben in verschiedenen Welten! &lt;br /&gt;
Einig sind sich beide, daß die X-Achse grafisch von links nach rechts laufend dargestellt wird, bei Y- und Z- scheiden sich die Geister:  &lt;br /&gt;
* Mathematiker stellen die Y-Achse grafisch gerne senkrecht, die Z-Achse &amp;quot;perspektivisch schräg nach hinten bzw. vorne&amp;quot; laufend dar. &lt;br /&gt;
: - Dies ist die logische Erweiterung eines 2D Systems zu einem in der Ebene dargestellten 3D-System &lt;br /&gt;
* CAD- &amp;amp; Grafik-Programmen liegt meist diese Definition des ''Weltkoordinatensystems'' zu Grunde, vgl.:  http://www.3dsource.de/deutsch/3Dmathe.htm&lt;br /&gt;
: - Im Ingenieurwesen wird andererseits die senkrechte Achse oftmals mit &amp;quot;Z&amp;quot; bezeichnet – was in eine gewisse Verwirrung führt.&lt;br /&gt;
* Im Ergebnis ist es gleich, ob nun die Y- oder die Z-Achse als Senkrechte definiert wird. &lt;br /&gt;
: - Beide Systeme sind durch Drehung um die X-Achse ineinander gegenseitig abbildbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Systemdurchgängigkeit und wichtig ist vor allem, ob es sich um ein 'rechts-' oder ein 'links'-System handelt: &lt;br /&gt;
* Im '''''rechts'''''händigen Weltkoordinatensystem zeigt (für jeweils positive Koordinaten) die X-Achse nach rechts, die Y-Achse nach oben und die Z-Achse aus der Zeichenebene heraus - '''''nach vorne'''''. &lt;br /&gt;
* Im '''''links'''''händigen System hingegen zeigt sie '''''nach hinten'''''! - Dies entspricht einer Spiegelung bzw. Drehrichtungsumkehr. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mathematik des Gelenk-Baukastens liegt die Definition des Weltkoordinatensystems zu Grunde; RoBo-mac bietet die Umschaltmöglichkeit zwischen rechts- und linkshändischem Koordinatensystem, die Achs-Bezeichnug der Ein- und Ausgabewerte Y- / Z- ist ergänzend umschaltbar. Unter '3D-Transformation &amp;amp; 2D-Perspektive' betrachten wir das Thema nochmals im Focus  'Verdrehte Koordinatenwelt' (vgl. 3.1.3 und 3.1.4) !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Arbeitsbereich ==&lt;br /&gt;
Die Mechanik der Achsen (Länge und Winkelbeweglichkeit) begrenzt den Arbeitsbereich, einige Konstruktionen überstreichen einen Winkelbereich von mehr als +/- 180° je Achse, andere liegen (knapp) darunter. Im einfachsten (mechanisch nicht möglichen) Fall wäre der Arbeitsbereich eine exakte Kugel mit dem Radius aller gestreckten Achsen und dem Roboter Schulterpunkt in der Mitte, defacto gleicht die &amp;quot;Kugel&amp;quot; eher einem &amp;quot;Apfel&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Konstruktionen (KUKA / …) schneidet die Schwenkachse des dem Schulterpunkt nächsten Arms die theoretische (senkrechte) Drehachse nicht mittig, sondern rotiert auf einer Kreisbahn um diese herum, diese Auskragung hat also bereits Einfluß auf die X- und Z-Koordinaten (Achs-Definition: Weltkoordinatensystem); andere Konstruktionen (Stäubli / ...) arbeiten mit zentrischer Schulterpunkt-Achse; beide Bauarten sind parametrierbar. Im Handbuch wird dies als Supervisor-Information erläutert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Visuelle Kontrolle (Adler &amp;amp; Maus Perspektive)==&lt;br /&gt;
Unabhängig von der räumlichen XYZ Erfassung und Berechnung der Gelenk-Winkel ermöglicht es eine zusätzliche Perspektivische Betrachtung (aus beliebiger Position), &amp;quot;Tiefe&amp;quot; in der Ebene möglichst plausibel darzustellen – oder die (mathematisch &amp;quot;positive&amp;quot;) CCW Drehrichtung entsprechend den Schieberbewegungen &amp;quot;im Uhrzeigersinn&amp;quot; (CW) zu visualisieren. Der hier verwendete Algorithmus wird im Rahmen der direkten Kinematik zunächst besprochen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Direkte Kinematik =&lt;br /&gt;
Die Mathematik geht auf simple Winkelberechnung und ihre Klassiker, Sinus / Cosinus / Tangens zurück. Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Winkel findet sich eine Einführung  in die Theorie der Winkeltransformation, näher beschrieben werden die Abhängigkeiten in: http://www-lehre.inf.uos.de/~cg/2006/PDF/kap-13.pdf  und http://www.cg.tuwien.ac.at/courses/CG1/textblaetter/02%20Geometrische%20Transformationen.pdf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will versuchen, die letztendlich doch recht komplexen Winkelbeziehungen hier vereinfacht zu beleuchten. Grundsätzlich gilt: &lt;br /&gt;
* Die Winkellage eines Punktes in der ''Ebene'' wird im XY-Koordinatensystem, &lt;br /&gt;
* die eines Punktes im ''Raum'' im XYZ-Koordinatensystem beschrieben. &lt;br /&gt;
* Legt man das willkürlich gelegte Koordinatensystem &amp;quot;anders&amp;quot;, so beschreiben &amp;quot;andere&amp;quot; Koordinatenwerte ebenfalls die Lage des Punktes präzise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Winkeltransformation ermöglicht es, die Winkel-Werte des einen Koordinatensystems in das andere zu transferieren. Bildlich gesehen wird hierzu das Koordinatensystem &amp;quot;gedreht, verschoben und skaliert&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Einen Punkt in der Ebene zu verschieben ist einfach&lt;br /&gt;
: Zu den XY-Koordinaten des Original-Punktes werden X und Y Wert addiert, bei der Skalierung werden die XY-Koordinaten mit einem Skalierungsfaktor multipliziert; bitte beachten: &lt;br /&gt;
: Eine unterschiedliche Reihenfolge der Transformationsschritte führt bereits bei dieser einfachen Aufgabe zu unterschiedlichen Ergebnissen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Den Punkt um eine Achse zu drehen, ist selbst in der Ebene etwas komplexer:&lt;br /&gt;
: Die Transformationsgleichungen lauten für ein Winkeldrehung um '&amp;lt;math&amp;gt; \theta \ &amp;lt;/math&amp;gt;': &lt;br /&gt;
:: x'  = x • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) − y • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)             bzw.       x  = x' • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)  + y' • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)	&lt;br /&gt;
:: y'  = x • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) + y • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)             bzw.       y  = -x' • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) + y' • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)	&lt;br /&gt;
: Die Drehrichtung ist also reversierbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Gedreht wurde um die Z-Achse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die erste wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* An der Drehung um die Z-Achse sind nur die XY-Koordinaten beteiligt. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich läßt sich eine zweidimensionale Darstellung auch um die X- bzw. Y-Achse drehen. Wird um die X Achse gedreht, so verkürzen sich die Y-Werte, wird um Y gedreht, die X-Werte (um jeweils den Cosinus des Drehwinkels). Ob dies sinnvoll ist, sei dahingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegt ein Punkt nicht in der Ebene, sondern im Raum, so hat er eine zusätzliche Koordinate, die Z-Koordinate. Die Zeichnerische Darstellung ist etwas komplex, da ja in der Ebene keine &amp;quot;Tiefe&amp;quot; dargestellt werden kann. In der klassischen Konstruktionslehre wurden 3 Ansichten (Frontsicht, Seitenansicht, Draufsicht) gezeichnet, und der &amp;quot;Technische Zeichner&amp;quot; erlernte Methoden, hieraus eine Perspektivische Ansicht zu erstellen – heute macht das der PC!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein in der Tiefe liegender Punkt um X oder Y gedreht, so führt die Transformation &amp;quot;aus der Tiefe in die Ebene&amp;quot; nicht nur zur Änderung seiner Z-Koordinate, sondern auch zur Änderung seiner XY-Koordinaten. Es gilt &lt;br /&gt;
* für die X-Achse&lt;br /&gt;
:: x'  = x&lt;br /&gt;
:: y'  = y • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) −z • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:: z'  = y • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)  +z • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Y-Achse&lt;br /&gt;
:: x'  = z • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) +x • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
:: y'  = y&lt;br /&gt;
:: z'  = z • cos(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;) −x • sin(&amp;lt;math&amp;gt; \theta\ &amp;lt;/math&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die zweite wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Bei Drehung um eine beliebige Koordinaten-Achse ändern sich die Koordinaten der jeweiligen Dreh-Achse nicht! &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basierend auf diesen Kenntnissen können wir &amp;quot;zu Fuß&amp;quot; jeden beliebigen Raum-Punkt transferieren, dies ist zugegebener Maßen etwas mühselig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transformation &amp;amp; Matrizenrechnung==&lt;br /&gt;
Die Mathematik bedient sich für die Transformation meist der Matrizenrechnung, sie ist – beginnend mit ihrer Schreibweise – etwas gewöhnungsbedürftig; in Kurzform:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Matrix besteht aus Zeilen und Spalten, die eine Tabelle bilden; die Matrizenrechnung verknüpft nach einem definierten Verfahren mindestens 2 Matrizen (Mehrzahl von Matrix) und erzeugt im Ergebnis eine neue Matrix. In der visuellen Darstellung wird meist jede Matrix für sich mit einer alle Zeilen übergreifenden Klammer &amp;quot;gerahmt&amp;quot;, zwischen den Matrizen befindet sich der mathematische Operator. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matrizenrechnung ist eigentlich nur eine &amp;quot;andere&amp;quot;, sehr formale Darstellungsart bekannter Mathematik. Der Matrizen-Formalismus führt (nach Eingewöhnung) in eine sehr übersichtliche Darstellung, insbesondere &amp;quot;wenn vieles mit vielem&amp;quot; verknüpft werden muß; manchmal erkennt man am Matrix-Aufbau bereits was sie bewirkt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Matrizenmultiplikation===&lt;br /&gt;
Die Ergebnismatrix der Matrizenmultiplikation erhält die Zeilenzahl der ersten und die Spaltenzahl der zweiten Matrix, wesentliche Voraussetzung: &lt;br /&gt;
Die Spaltenzahl der ersten Matrix muß gleich der Zeilenzahl der zweiten Matrix sein, (sonst geht es nicht)!&lt;br /&gt;
:– aber Zeilenzahl der ersten Matrix und Spaltenzahl der zweiten sind beliebig!&lt;br /&gt;
:– Als Sonderfall sind beide Werte gleich (Quadratische-Matrix).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Rechenanweisung der Matrizenmultiplikation lautet für die &lt;br /&gt;
* Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 2 der Spalte 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 3&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 3 der Spalte 1&amp;quot; usw.; &lt;br /&gt;
: - addiere die Einzelergebnisse und schreibe deren Summe in die Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für die Ergebnismatrix &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; gilt gleichsinnig:&lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 1&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; &lt;br /&gt;
: - Multipliziere das Element aus Matrix 1 &amp;quot;Zeile 1 der Spalte 2&amp;quot; mit dem Element aus Matrix 2 &amp;quot;Zeile 2 der Spalte 2&amp;quot;; usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Zeilenvektor der ersten Matrix wird also unabhängig von allen anderen Zeilen dieser Matrix elementweise mit allen zugehörigen Spaltenvektoren der zweiten Matrix multipliziert. Es &amp;quot;paaren&amp;quot; also die Zeilen-Elemente je Spalte mit den Spalten-Elementen der korrespondierenden Zeilen. Die Einzelwerte der Ergebnismatrix hängen somit (selbst bei gleicher Zeilen und Spaltenzahl) von der Reihenfolge der Eingangs-Matrizen ab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine quadratische Matrix 3 x 3 erfordert also z. B. 3³ = 27 Einzelmultiplikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die dritte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Die Reihenfolge der Matrizenmultiplikation bestimmt das Ergebnis. &lt;br /&gt;
* Eine Vertauschung der Matrizenreihenfolge führt zu unterschiedlichem Ergebnis.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Vektortransformation &amp;amp; Homogene Koordinaten ===&lt;br /&gt;
Die gradlinige Verbindung zweier Punkte im Raum wird auch als Vektor bezeichnet. Jeder Vektor hat eine Größe (Länge) und eine Winkelausrichtung gegenüber dem Koordinatensystem. Vektoren haben somit einen Start- und einen Ziel-Punkt, der wahlweise mit Länge und Winkel (polar) bzw. seinen Start- und Ziel-Koordinaten (XYZ) beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die Roboter-Kinematik wird für die Bewegungsanalyse jeder Vektor für sich in einen anderen Vektor transformiert, dies übernimmt die Transformationsmatrix, die achsenspezifisch nach jeweils unterschiedlichem Schema aufgebaut ist; &lt;br /&gt;
* sie enthält die Sinus und Cosinus Werte der Drehachse, die &amp;quot;Leerstellen&amp;quot; sind mit &amp;quot;Nullen und Einsen&amp;quot; besetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Datei:Matrix_Rotation_XYZ_080.gif|1000px|thumb|center|]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auffällig in diesen Schemata ist, daß für eine 3D-Transformation nicht 3 Zeilen und 3 Spalten, sondern jeweils 4 verwendet werden, die in der letzten Spalte und untersten Zeile zusätzliche &amp;quot;Nullen&amp;quot;, sowie im Kreuzungspunkt eine &amp;quot;Eins&amp;quot; aufweisen.&lt;br /&gt;
* Während die Rotation mit den Regeln der Matrizenmultiplikation errechnet wird, erfordert die Verschiebung, eine Vektoraddition, also unterschiedliche Rechenoperationen. &lt;br /&gt;
* Durch Hinzufügen einer zusätzlichen Spalte und Zeile, den &amp;quot;Homogenen Koordinaten&amp;quot; kann die zusätzliche Vektoraddition in die Matrizenmultiplikation integriert werden. Die Verschiebung um XYZ wird dann als &amp;quot;Translationswert&amp;quot; in der Matrix an Stelle der Nullen eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte behauptet, der Matrizen-Formalismus führe in eine sehr übersichtliche Darstellung: &lt;br /&gt;
* Ohne die &amp;quot;Homogenen Koordinaten&amp;quot; besteht jede der (Quadratischen) Rotations-Matrizen aus 3 Zeilen und 3 Spalten, also 9 Elementen. Dies sind eine &amp;quot;Eins&amp;quot;, vier &amp;quot;Nullen&amp;quot; sowie die sin/cos Werte. Die &amp;quot;Eins&amp;quot; kennzeichnet die Koordinate, um die gedreht wird! (vgl. Zweite Erkenntnis)!&lt;br /&gt;
* Wird diese &amp;quot;''Eins''&amp;quot; zu &amp;quot;-1&amp;quot; ''negiert'', so wird die ''Achse gespiegelt''!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Mathematiker und Ingenieure leben in getrennten Welten! – Wir hatten das Thema bereits.&lt;br /&gt;
: Die meisten Veröffentlichungen zum Thema stammen aus mathematischer Fakultät. Wir wissen bereits, daß ein Roboterglied mathematisch als Vektor betrachtet werden kann und mit seinen XYZ-Koordinaten beschrieben wird. &lt;br /&gt;
:* Mathematiker schreiben die XYZ-Koordinaten eines Vektors meist untereinander (vgl. Tabelle oben) &lt;br /&gt;
:* Ingenieure bevorzugen die horizontale Darstellung der Vektor-Koordinaten. Im Ergebnis ist dies gleich - kann aber zu erheblicher Verwirrung führen! &lt;br /&gt;
:* Ggf. sind Spalten und Zeilen gegeneinander zu tauschen. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===3D-Transformation &amp;amp; 2D-Perspektive ===&lt;br /&gt;
Ein aus mehreren kaskadierten Vektoren erfaßter Roboterarm läßt sich – wie jedes andere 3D-Objekt - mit den Regeln der Winkel-Transformationen beliebig um die XYZ-Achse drehen und auch in 2D-Darstellung &amp;quot;perspektivisch&amp;quot; betrachten. Math. Zusammenfassung vgl.  http://www.mttcs.org/Skripte/Pra/Material/vorlesung3.pdf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Perspektive '''&lt;br /&gt;
: steht im Sprachgebrauch für die Darstellung 3-Dimensionaler &amp;quot;Tiefe&amp;quot; in 2-Dimensionaler Ebene -  wenngleich 'Perspektive' ''formal'' lediglich eine mehrerer Darstellungsarten ''Planarer-Projektion''  ist. Sprachlich unterschieden wird gelegentlich die ''Parallel''- und ''Fluchtpunkt Perspektive''.&lt;br /&gt;
* Die Parallelprojektion arbeitet mit einer winkelabhängigen Verkürzung der in die Tiefe zeigenden Linien, die auf den hier erläuterten Winkeltransformationen basieren.&lt;br /&gt;
* Die Perspektive kennt zusätzliche 'Fluchtpunkte' in denen sich ''in der Realität parallele Linien''  treffen. Jedes System paralleler Linien hat einen eigenen Fluchtpunkt, dies können deutlich mehr als die 3 XYZ Koordinaten, (vgl. z.B. 'Place de l' Etoile) sein! &lt;br /&gt;
* Die Grenzen perspektivischer Darstellung werden deutlich, wenn wir uns Parallelen parallel zur Zeichenebene vorstellen; sie hätten 2 Fluchtpunkte – 'links und rechts' bzw. 'oben und unten'. Der Strahl aus den Fluchtpunkten führt jedoch zu einer Kreuzung in der Zeichenebene, die als &amp;quot;zusätzliche Ecke&amp;quot; erscheinen würde! &lt;br /&gt;
Dies ist unrealistisch, in der ''Schulperspektive darstellender Geometrie''  werden diese Parallelen daher stets 'als parallel' gezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Fotographie kennen wir Fischaugenobjektive; die analoge Abbildung hat hier die Lösung: Der Kreuzungspunkt der &amp;quot;zusätzlichen Ecke&amp;quot; wird verrundet dargestellt. Dies entspricht – auch wenn wir nicht wie eine Fisch zu gucken gewohnt sind – der Realität! Die Flucht-Linie ist keine Linie, sondern eine Hyperbel, die sich in Richtung Fluchtpunkt den Linien asymptotisch anschmiegt, Rundung im Betrachtungszentrum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leistungsstarke Programme der virtuellen Bilderstellung beherrschen diese Mathematik und arbeiten außerdem mit Licht und Schatten Effekten, um die Tiefenwirkung zu verstärken. &lt;br /&gt;
Ganz ohne Mathematik: Stephan Thiele, http://www.thiele-architekt.de/pdf/Raumsprache-A5.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Transformation''' &lt;br /&gt;
: Die hier besprochene 3D-Transformation ermöglicht eine variable Parallelprojektion aus beliebiger XYZ Blickrichtung. Sie basiert rechentechnisch auf EXCEL® – ich verweise gerne auf Veröffentlichungen von Andy Pope http://www.andypope.info/charts/3drotate.htm und  Klaus Kühnlein  http://www.excelformeln.de/tips.html?welcher=53 , die mich zu dieser Ausarbeitung anregten - wenngleich oder gerade weil die Algorithmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen!&lt;br /&gt;
* &amp;quot;excelformeln&amp;quot; arbeitet mit dem mächtigen EXCEL® Formel-Array &amp;quot;MMULT&amp;quot;- Andy Pope zeigt für die 3D-Transformation einen ebenfalls interessanten Weg – ich möchte diese Studien hier jedoch nicht nach dem &amp;quot;Schavan-Guttenberg-Prinzip&amp;quot; wiederholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
''Zu den unterschiedlichen Transformationsergebnissen ein Experiment:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legen wir ein Buch, am Besten zwei jeweils in Leseposition (aber geschlossen) vor uns. &lt;br /&gt;
:- Das Linke drehen wir zuerst um seine Y-Achse, dann um seine X-Achse, &lt;br /&gt;
:- das Rechte zuerst um seine X-Achse, danach um seine Y-Achse. &lt;br /&gt;
* Falls Sie die gleiche Position für beide Bücher erhalten, haben Sie etwas falsch gemacht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bei einem Roboter-Arm können Sie das Phänomen nicht beobachten, hier ist es egal, ob Sie den Arm erst nach hinten und dann nach oben oder umgekehrt bewegen. &lt;br /&gt;
:- Der Grund liegt darin, daß der Roboter sein Koordinatensystem gewissermaßen mit bewegt. Bei unserem Buch-Experiment lag das Koordinatensystem hingegen starr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Und wenn Sie beim Buch-Experiment in beiden Fällen dasselbe Endresultat erhielten, hatten Sie eine der beiden Achsen (unbewußt) gegen die Z-Achse getauscht!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdrehte Koordinatenwelt ===&lt;br /&gt;
Eigentlich ist alles ganz logisch: Liegt vor uns ein Stück Papier auf dem Schreibtisch oder steht der Monitor mit senkrechtem Bildschirm vor uns, so zeigt per Definition im 2D-System die Y-Achse nach oben, die X-Achse nach rechts. Wird eine dritte Dimension hinzugefügt, so liegt sie vor bzw. hinter der Zeichenebene; die Z-Achse zeigt also aus der Zeichenebene hinaus in den Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann kamen die Menschen auf die Idee, Bildschirm bzw. Papier zu drehen – aber die körperliche Position des Betrachters bei zu behalten: Das Schicksal nahm seinen Lauf:&lt;br /&gt;
* Bei beiden Systemen, dem 2D- und dem 3D-System zeigt die Positive X-Achse nach rechts (auch &amp;quot;Breite&amp;quot; genannt). &lt;br /&gt;
* Erweitert man das 2D-System (Y-Achse nach oben, auch &amp;quot;Höhe&amp;quot; genannt) um die dritte Dimension, die Z-Achse, so zeigt diese zunächst &amp;quot;unsichtbar&amp;quot; auf den Betrachter. Dreht man dieses System um die X-Achse, so wandert die Y-Achse nach hinten, die Z-Achse nach oben. Die Z-Achse übernimmt den Namen der Y-Achse (Höhe), die Y-Achse heißt jetzt Länge – und zeigt mit positivem Wert nach hinten! &lt;br /&gt;
* Einige 3D-Darstellungen bevorzugen eine weitere Drehung um die nun senkrechte Z-Achse: Im Ergebnis zeigt dann die Y-Achse nach rechts und die X-Achse nach vorn.&lt;br /&gt;
* Unabhängig hiervon bleibt zumindest die Koordinatenbezeichnung &amp;quot;X/Y/Z&amp;quot; unverändert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich entschlossen, dieses Definitions-Chaos möglichst zu umgehen und verwende die Definition des klassischen Weltkoordinatensystems: Y-Achse nach oben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Links- &amp;amp; rechtshändige Koordinaten ===&lt;br /&gt;
Eine schier unerschöpfliche Vielzahl von Koordinatensystemen kennt die Welt, vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Koordinatensystem. Dominierende Bedeutung in der Robotic hat das kartesische System – und hiervon gibt es 2, das rechts- und das linkshändige! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt (unabhängig davon, wie die Achsen benannt sind):&lt;br /&gt;
* Rechts- bzw. linkshändige  Koordinatensysteme sind spiegelbildlich und nicht durch Drehung ineinander zu überführen, ''jedoch'': &lt;br /&gt;
* Transformationsmatrizen ermöglichen eine Skalierung (Multiplikation).&lt;br /&gt;
* Bei unterschiedlicher Skalierung je Achse führt dies in eine Scherung (Verzerrung). &lt;br /&gt;
* Eine negative Skalierung führt ergänzend zu einer Spiegelung der betreffenden Achse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter 'Vektortransformation' hatten wir die Rotationsmatritzen XYZ besprochen. Zur Erinnerung: Wird die betreffende &amp;quot;''Eins''&amp;quot; zu &amp;quot;-1&amp;quot; ''negiert'', so wird die ''Achse gespiegelt''. &lt;br /&gt;
- Simpler Vorzeichenwechsel ermöglicht also die System-Umschaltung &amp;quot;links / rechts&amp;quot;!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiegelung ist nicht durch Drehung erreichbar, trotzdem erscheit dies mitunter so!? &lt;br /&gt;
* Bei einem 3D-Drahtmodel ist es mitunter schwierig zu entscheiden ob man es von 'oben-links' oder 'unten-rechts' sieht; - d.h. ''betrachten will''! Das Seh-Ergebnis ist eine Frage des mentalen Bewußtseins. &lt;br /&gt;
* Das Gehirn gaukelt einem mitunter sogar vor, der mathematische Drehsinn (positiv/negativ) habe sich geändert, da das, was man vorne wähnt, nun auf einmal hinten erscheint. Dieses Wahrnehmungsphänomen wird erklärbar, weil jede Projektion eines realen Drahtmodells auf (mindestens) 2 unabhängige Raumorientierungen rückführbar ist. Anders ausgedrückt: Eine von ''oben'' gesehen ''vorne'' liegende Ecke ist nach 3D-Transformation in die 2D Projektions-Ebene zu einer von ''unten'' gesehen ''hinten'' liegenden kongruent! &lt;br /&gt;
* Die Visualisierung des Baukastens kennzeichnet daher die Ecke des 1. Oktanten mit einem Kreis, der bei Würfel Drehung betrachtungskonform mit wandert. Im 'Kochbuch des User-Manuals' finden Sie unter  ''Perspektive &amp;amp; 2D-Projektion''  eine Experimental-Studie hierzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==End-Effektor &amp;amp; Tool Center Point (TCP)==&lt;br /&gt;
Der ''End-Effektor'' bezeichnet die Hard-Ware, der ''Tool Center Point'' dessen &amp;quot;Arbeitspunkt&amp;quot;; beide werden gemeinsam &amp;quot;Bahn konform&amp;quot; vom Robotersystem im R3 Vektorraum bewegt. &lt;br /&gt;
* Der TCP kann am Ende des End-Effektors liegen (Bohrer); weiter außerhalb (Laser) oder auch völlig abweichend zum &amp;quot;Werkzeug-Eingriffspunkt&amp;quot;: &lt;br /&gt;
:- Bei einem Greifer, der &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; liegt dessen Kraftlinien-Schnittpunkt im Werkstück! &lt;br /&gt;
* Eine Hardware spezifische Definition &amp;quot;was wie bewegt werden soll&amp;quot; ist Voraussetzung &amp;quot;Bahn konformer&amp;quot; Kinematik! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==SCARA-Roboter==&lt;br /&gt;
Ebenfalls unter http://www.excelformeln.de/tips.html?welcher=93 findet sich ein 2D-Roboterarm, der sich eindrucksvoll in der Ebene bewegen läßt und im Ansatz einen SCARA-Roboter simuliert. SCARA steht für:  Selective Compliant Articulated Robot for Assembly. Selektiv läßt sich als &amp;quot;ausgewählt&amp;quot; in der Bedeutung von &amp;quot;eingeschränkt&amp;quot; übersetzen. &lt;br /&gt;
* Der SCARA bewegt sich in einer 2D-Ebene – wenngleich mehrere dieser Ebenen geschichtet sind, um die Arme &amp;quot;untereinander&amp;quot; an sich selbst vorbeiführen zu können. &lt;br /&gt;
* Senkrecht zu diesen plan-parallelen Bewegungs-Ebenen übernimmt am Ende der kinematischen Kette eine (meist drehbare) Hub-Achse die &amp;quot;TCP / End-Effektor&amp;quot;-Funktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SCARA Bauart ermöglicht zwar nur eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten ist jedoch für Anwendungen optimal, deren Zielpunkte in plan-parallelen Ebenen liegen und parallel zur (meist senkrechten) Fußpunktachse anfahrbar sind. Die Konstruktion ist kostengünstig. Die eingeschränkten kinematischen Möglichkeiten führen andererseits zu einer Vielzahl aufgabenorientierter Spezialkonstruktionen, was dem Gedanken eines &amp;quot;Universal-Roboters&amp;quot; widerspricht. Unter kinematischen Gesichtspunkten sind die Bewegungsmöglichkeiten des SCARA eine Untergruppe des &amp;quot;Universal&amp;quot; Gelenkarm-Roboters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gelenkarm-Roboter==&lt;br /&gt;
Der Gelenkarm- oder Knickarm-Roboter bewegt (im Gegensatz zum SCARA) die Arbeitsachse frei im 3D-Raum, also unter beliebigem Winkel. Um ein Objekt im 3D-Raum greifen / bearbeiten zu können werden mehrerer Freiheitsgrade = Drehachsen erforderlich: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;''Roboterhand''&amp;quot; wird mit dem &amp;quot;''Roboterarm''&amp;quot; positioniert. &lt;br /&gt;
* Um die Hand gegenüber dem Objekt zu positionieren werden 3 Achsen (XYZ), &lt;br /&gt;
* um das Objekt greifen / bearbeiten zu können, weitere 3 Achsen (UVW) erforderlich, &lt;br /&gt;
:  dies entspricht 6 Freiheitsgraden, oftmals mit &amp;quot;f&amp;quot;, (im amerikanischen Sprachgebrauch mit &amp;quot;DOF&amp;quot; - degree of freedom) bezeichnet.&lt;br /&gt;
:* Mit diesen 2 mal 3 Freiheitsgraden kann jeder beliebige Punkt im Arbeitsbereich des Roboters positioniert (XYZ) und das Werkzeug unter definiertem Winkel zum Werkstück orientiert (UVW) werden. &lt;br /&gt;
:* Muß der Roboter um ein Hindernis herumgreifen, so werden weitere Freiheitsgrade / Drehachsen erforderlich. Optimal sind meist 5-Arm und 3-Hand Freiheitsgrade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; eines Gelenkarm-Roboter rotiert im einfachsten Fall um eine Roboterarm-Achse, bei höherem Freiheitsgrad (&amp;quot;Ellenbogen&amp;quot;) wird die &amp;quot;Roboterhand&amp;quot; bereits von 2 bzw. 3 Drehachsen positioniert; diese bewegen sich gegenüber dem Koordinatensystem ''frei'' im Raum.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freie Rotation ==&lt;br /&gt;
Nochmals: '''Die Roboterachsen bewegen sich gegenüber dem Koordinatensystem ''frei'' im Raum'''.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Transformationsmatrizen kennen jedoch nur Rotation um die X-, Y- oder Z-Koordinate! Für den Rechenalgorithmus bedeutet dies, &lt;br /&gt;
* daß eine frei im Raum stehende Dreh-Achse zunächst in den Koordinaten Nullpunkt verschoben und danach um die Winkelkomponenten zweier Koordinaten auf die verbleibende Koordinatenachse (welche ist beliebig) transferiert werden muß.  &lt;br /&gt;
* Die transferierte Dreh-Achse wird entsprechend dem gewünschten Drehwinkel um die Koordinaten-Achse gedreht,  &lt;br /&gt;
* die gedrehte Achse auf ihren ursprünglichen Start-Vektor zurück transferiert - und mit ihr sämtliche in der seriellen Kaskadierung folgenden Drehgelenke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erinnern das &amp;quot;''Buchexperiment''&amp;quot;; nach der Drehung liegt beim Linken der Rücken &amp;quot;unten&amp;quot;, beim Rechten &amp;quot;vorn&amp;quot; (oder - je nach Drehrichtung - &amp;quot;hinten&amp;quot;). Dieses Phänomen macht jede Menge Ärger: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Hier die vierte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Die Transformationsmatrizen müssen für eine Rückdrehungen in exakt umgekehrter Reihenfolge durchlaufen werden. Nach jeder Transformation ändern sich alle Winkelkomponenten. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hieraus folgt: &lt;br /&gt;
{{FarbigerRahmen|&lt;br /&gt;
Die fünfte wichtige Erkenntnis: &lt;br /&gt;
* Nach Transformation um eine (beliebige) Achse müssen die (neuen) Transformationswinkel der verbleibenden Achsen jeweils erneut berechnet werden, denn: &lt;br /&gt;
* Die aus den Vektorkoordinaten (vorab) errechneten Winkel sind nicht die Transformationswinkel, um Roboter-Achsen auf die Koordinatenachse zu transferieren. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Step by Step&amp;quot; sind dies je Achse 7 Transformationen bzw. 7 x (4³ Einzelmultiplikationen + 16 Additionen) zuzüglich der in serieller Kaskade folgenden Gelenke. Eine Drehung um die Basisachse erfordert also (bei einem Freiheitsgrad von 8) ca. 4.500 Einzelrechnungen! Die 7 Winkeltransformationen lassen sich auf 6 reduzieren, nicht alle Matrizen müssen homogene Koordinaten aufweisen, sodaß sich die Rechenschritte bei Erhalt der klassischen Rechenstruktur um ca. 40% reduzieren lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Transponierte Matrix ===&lt;br /&gt;
Werden die Einzelelemente einer Matrix an ihrer Hauptdiagonalen (oben links nach unten rechts) gespiegelt - formal also Spalten und Zeilen getauscht - so entsteht eine Matrix, die das (vorherige) Transformationsergebnis in seine Ausgangswerte zurückrechnet. Werden die bereits errechneten Elemente an gespiegelter Position genutzt so reduziert sich der Rechenaufwand.  &lt;br /&gt;
* '''Vereinfachte Betrachtungsweise für XYZ-Rotationsmatrizen''': Sin-Werte und Homogene Koordinaten invertieren das Vorzeichen, alle anderen Werte bleiben gleich.&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Step by Step&amp;quot; Transformationen nutzt dies meist für die Rückdrehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===R3 Spezial-Matrix ===&lt;br /&gt;
Mathematiker bezeichnen den 3D-Raum auch als R3 Vektorraum.&lt;br /&gt;
Durch geschicktes Vorab-Ausmultiplizieren des oben beschriebenen Matritzen-Algorithmus läßt sich die Zahl der Rechenschritte nochmals reduzieren: Lotte Emslander zeigt, wie's geht:  http://analysis.math.uni-mannheim.de/lehre/fs09/anageo/uebung/unsichtbar/Rotationen_im_R3.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die R3 Rotations-Matrix selbst wird jedoch etwas komplex; anstelle der recht übersichtlichen &amp;quot;Step by Step&amp;quot; Struktur (und einfacher Winkel-Beziehungen) errechnet sich nun jedes der 9 Matrix-Elemente im Schnitt aus jeweils 5 Multiplikationen zuzüglich 2 Additionen. Ergänzend werden einige &amp;quot;Schattenrechnungen&amp;quot; erforderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für den RoBo-mac Gelenk-Baukasten entwickelte EXCEL® Algorithmus optimiert aus beiden Denkschulen, er beherrscht Teleskop- und Drehgelenke in beliebiger Kombination. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Denavit-Hartenberg ===&lt;br /&gt;
In den 1950-iger Jahren wurden Algorithmen erarbeitet, um den durch Länge der Roboter-Achsen bei freier Winkelstellunge definierten Raumpunkt in das kartesische Koordinatensystem (XYZ) zu transformieren. 1955 wurden sie als ''Denavit-Hartenberg Convention  / Transformation / Parameter''  propagiert https://de.wikipedia.org/wiki/Denavit-Hartenberg-Transformation , - wenngleich der Schweizer Mathematiker ''Leonhard Euler'' die Grundlagen der Winkeltransformation, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Winkel  bereits vor 300 Jahren entwickelte. Auf letztere habe ich dankbar zurückgegriffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Inverse Kinematik=&lt;br /&gt;
Diese &amp;quot;rückwärts&amp;quot; Kinematik beschäftigt sich mit der Frage: &amp;quot;Welchen Winkelwert müssen die in kinematischer Kette liegenden Gelenke einnehmen, um einen bestimmten Raum-Punkt (kartesisch XYZ) zu erreichen&amp;quot; – das Ziel, der Raumpunkt ist also gegeben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl mathematischer Denkansätze zeigt Lösungen hierzu auf. Klassisch unterschieden werden &lt;br /&gt;
* algebraische Methoden (Transformation und Gleichung), &lt;br /&gt;
* geometrische / trigonometrische Methoden (sin / cos) und &lt;br /&gt;
* numerische Methoden (Iteration). &lt;br /&gt;
und Kombinationen hieraus. – Der Königsweg wurde bisher wohl nicht gefunden; vgl. http://geometrie.uibk.ac.at/cms/datastore/husty/husty-linz.pdf , ''Geschichtliche Entwicklung der inversen Kinematik''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Lösungsstrategie RoBo-mac's transformiert die Roboter-Achsen aus dem 3D Raum in die Ebene, sucht numerisch eine trigonometrische Lösung und prüft das Ergebnis in direkter Kinematik. Die absoluten Positionierfehler des Algorithmus liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung 10-5 bis 10-6 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Freiheitsgrad &amp;amp; kinematische Überbestimmung ==&lt;br /&gt;
Erinnern wir uns:&lt;br /&gt;
* Mit 2 mal 3 Freiheitsgraden kann jeder beliebige Punkt im Arbeitsbereich des Roboters positioniert (XYZ) und das Werkzeug unter definiertem Winkel zum Werkstück orientiert (UVW) werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Um ein Werkzeug unter definiertem Winkel zu positionieren, werden also 6 Freiheitsgrade erforderlich. Muß der Arm um ein Hindernis herumgreifen, so wird je Freiheitsgrad mehr als eine Achse erforderlich. Kinematisch bedeutet dies eine &amp;quot;Überbestimmung&amp;quot;, denn der Raumpunkt kann wahlweise durch mehrere Achsen angesteuert werden; dies macht die Mathematik deutlich komplexer! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfreich ist es, Arm (XYZ) und Handgelenk (UVW) getrennt zu betrachten, da ansonsten 6 Freiheitsgrade in extreme Überbestimmung führen würden. &lt;br /&gt;
* Beginnen wir mit dem eigentlichen Zielpunkt, dem Werkzeug-Eingriffspunkt, er bestimmt den Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot;. Dieser Bahnpunkt ist also zugleich Zielpunkt des Armes und Startpunkt des Handgelenkes – und aus der Orientierung (UVW) zu bestimmen. Vergleichbar ist er mit der aus der CNC-Technik bekannten Äquidistanten, zur Fräs-Bahnberechnung mit Radius-Korrektur. &lt;br /&gt;
* Liegen dieser Bahnpunkt und der eigentliche Zielpunkt im kartesischen System (XYZ) fest, so werden hieraus die Drehwinkel des Armes transformiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Einfacher Fall: ''Keine'' kinematische ''Überbestimmung''.'''&lt;br /&gt;
* Per Winkeltransformation werden die 3D-Koordinaten um die Y-Achse auf Z = 0 gedreht, &lt;br /&gt;
* aus den nun in der Ebene liegenden XY-Koordinaten sind die Winkel ''zweier'' Roboter-Achsen trigonometrisch bestimmbar, &lt;br /&gt;
* Sie erhalten 2 Lösungen – beide sind richtig, eine ist vermutlich sinnvoller, &lt;br /&gt;
* das gewählte Zwischenergebnis wird um die Y-Achse auf den gegebenen Z-Wert zurückgedreht. &lt;br /&gt;
Einfache SCARA Roboter mit 2+1 = 3 Freiheitsgraden fallen in diese Kategorie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Komplexer Fall: Kinematische ''Überbestimmung''.'''&lt;br /&gt;
* Die 3D-Koordinaten werden auch hier um die Y-Achse auf Z = 0 gedreht,   &lt;br /&gt;
* für die nun in der Ebene liegenden XY-Koordinaten sind (ab mehr als 2 Achsen) jedoch theoretisch unendlich viele Winkel-Kombinationen dieser Achsen möglich! &lt;br /&gt;
* Ist eine Winkel-Kombinationen gefunden, so wird ebenfalls um die Y-Achse auf den gegebenen Z-Wert zurückgedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bewegungsstrategie und Silhouette ==&lt;br /&gt;
Um trotz Überbestimmung aus theoretisch unendlich vielen Winkel-Kombinationen möglichst geeignete Vektorlagen der Roboterarme zu berechnen verfolgt der RoBo-mac Gelenkbaukasten mehrere, frei wählbare Bewegungsstrategien:&lt;br /&gt;
* '''Semi-Automatic '''    präzisiert manuelle Winkel-Vorwahl &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;&lt;br /&gt;
* '''Konvex:	'''	   Das mittlere Arm-Element liegt oberhalb des Zielpunktes &lt;br /&gt;
* '''Konkav	'''	   arbeitet vice versa zu Konvex &lt;br /&gt;
* '''Zickzack:	'''	   Die Arm-Elemente bilden eine Zickzack Silhouette &lt;br /&gt;
* '''Parallel, ''' 	   bewegt den 'End-Effektor' parallel zu sich selbst &lt;br /&gt;
* '''Teleskop	'''   	   bewegt den 'End-Effektor' wie einen  &amp;quot;Teleskop-Auszug&amp;quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bewegungsstrategien liegen in einer bzw. parallelen Bewegungsebenen. Um Zugriff im R3 zu realisieren, wird das Ebenenpaket um die (meist senkrechte) Hauptachse A/B gedreht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ein Kurzüberblick, mehr zu den Bewegungsstrategien - und wann welche sinnvoll ist - in Teil 2 [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]].&lt;br /&gt;
===Semi-Automatic ===&lt;br /&gt;
* orientiert sich an der Ist-Position der Gelenke und erreicht die neue Zielposition &amp;quot;in ähnlicher Silhouette&amp;quot;. Die Stützpunkt-Schrittweite beeinflußt die &amp;quot;Ähnlichkeit&amp;quot;; liegen die Stützpunkte weit auseinander, so geht die Ähnlichkeit verloren. Die Bahnen der Gelenk-punkte sind bei Hin- und Herbewegung selten kongruent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Konvex, Konkav &amp;amp; Zickzack ===&lt;br /&gt;
* generieren die Bahn mit reproduzierbarer Winkelstellung der Gelenke - unabhängig von deren Ausgangs-Position. Diese Bewegungsstrategien ermitteln für alle Gelenkpunkte stets die gleiche Bahn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallel ===&lt;br /&gt;
* Der 'End-Effektor' wird ''ebenen parallel zu sich selbst'', in eigener Vektor-Orientierung bewegt, (Mathematiker nennen dies &amp;quot;kollinear&amp;quot;), und ggf. um die Hauptachse gedreht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Teleskop ===&lt;br /&gt;
Die Begriffsverwendung bezieht sich nicht auf &amp;quot;FernSicht&amp;quot;, sondern die klassische Bauart dieses Instrumentes, das in eigener Achse in der Länge veränderlich ist/war (Teleskop-Auszug etc.). &lt;br /&gt;
* Die Bewegungsstrategie 'teleskopisch' berechnet aus der Ist-Vektorlage des 'End-Effektors' und dem gewünschten Vektor-Hub je Bewegungsschritt Winkel-Arm Kombinationen, die den 'End-Effektor' ''teleskopartig''  in eigener Vektor-Orientierung fluchtend (auf einer Geraden) bewegen; Mathematiker nennen auch dies &amp;quot;kollinear&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Der mathematische Begriff &amp;quot;kollinear&amp;quot; unterscheidet nicht, ob Vektoren (wie zwei Eisenbahnschienen) parallel oder auf einer gemeinsamen Geraden &amp;quot;fluchtend&amp;quot; liegen; ich verwende ggf. den Doppel-Begriff.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Singularität ==&lt;br /&gt;
In der Mathematik beschreibt Singularität das Phänomen, daß außerhalb der Singularität geltende Algorithmen im Bereich der Singularität ihre Gültigkeit verlieren. Singularität steht hier für die  &amp;quot;Definitionslücke einer Funktion&amp;quot;; einen &amp;quot;unbestimmten Zustand&amp;quot;, der nicht berechnet werden kann. Relativ bekannt in diesem Focus ist die &amp;quot;Sprungfunktion&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singularität in der Robotik ist Fluch und Segen zugleich:&lt;br /&gt;
Singularität tritt auf, wenn das Gesamtsystem einen (oder mehrere) Freiheitsgrade verliert bzw. die Bewegung einer Achse durch eine andere vollständig kompensiert werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fluch der Singularität ===&lt;br /&gt;
====Innere Singularität==== &lt;br /&gt;
'''Singularität der Drehachsen'''&lt;br /&gt;
tritt im inneren des Arbeitsraumes auf. Liegen 2 – oder mehrere Achsen &amp;quot;kollinear fluchtend&amp;quot; auf einer gemeinsamen Vektor-Linie so gibt es unendlich viele, sich gegenseitig kompensierende Drehwinkel, die auf die die TCP- / Werkzeug-Orientierung ohne Einfluß sind, umgekehrt ausgedrückt: Es ist nicht eindeutig, welche der fluchtenden Achsen gedreht werden muß, um den End-Effektor zu drehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Äußere Singularität====&lt;br /&gt;
'''Singularität der Schwenkachsen'''&lt;br /&gt;
liegt im Rand-Bereich des Arbeitsraumes. Ist der Gesamtarm voll gestreckt, so kann er nicht mehr über seinen Arbeitsbereich hinausgreifen; das ist geometrisch logisch, kann jedoch in mathematische Instabilitäten führen (Definitionslücke einer Funktion). Gleichsinniges gilt für die &amp;quot;Total-Faltung&amp;quot;: 2 Achsen liegen mathematisch deckungsgleich aufeinander - für die Mechanik bedeutet dies Kollision.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Führt die Bewegungsbahn des TCP in den Grenzbereich des Arbeitsraumes, so nehmen die Arme eine Silhouette ein, die in der Technischen Mechanik als &amp;quot;Kniehebel-Presse&amp;quot; bezeichnet wird. Kniehebel-Pressen erzeugen bei geringem Hub enorme Kräfte, die durch einen langen Hebelweg erzeugt werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der äußere Singularitätspunkt unbeabsichtigt / unkontrolliert durchfahren, so tritt ein Bündel von Problemen auf:&lt;br /&gt;
* Bei &amp;quot;Werkzeug-Eingriff&amp;quot; entstehen Widerstandskräfte, die das System zerstören können.&lt;br /&gt;
* Um eine Roboter Bahn mit kontinuierlicher Soll-Geschwindigkeit zu durchfahren werden unterschiedlich hohe Winkelgeschwindigkeiten der Achs-Gelenke erforderlich. Nahe der Äußeren Singularität werden die Winkelgeschwindigkeiten nahezu unendlich! Um ein parasitäres Schwingen des Armes aus diesen dynamischen Kräften zu vermeiden, muß die Soll-Geschwindigkeit entsprechend herabgesetzt werden. Welche Winkelgeschwindigkeiten zulässig sind, hängt von der mechanischen Stabilität ab.&lt;br /&gt;
* Problematischer als die eigentliche Singularität ist die mit äußerer Singularität einhergehende &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot;: Mathematisch korrekte Algorithmen Inverser Kinematik können dazu führen, daß die Vektor-Orientierungen der Knickarm-Achsen untereinander &amp;quot;umschlagen&amp;quot;: Bildlich gesprochen würde das Bein eines Menschen beim Laufen &amp;quot;nach vorne&amp;quot; einknicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wird ein Stütz-Punkt der Sollbahn in beispielsweise konvexer Silhouette positioniert der Folgepunkt hingegen in konkaver Silhouette so sind zwar beide Punkte präzise positioniert, die gefahrene Ist-Bahn weicht jedoch von der Soll-Bahn ab. Die &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; zwingt den TCP auf eine Ist-Bahn außerhalb der theoretischen Soll-Bahn. Die Ist-Bahn weist einen &amp;quot;Peak&amp;quot; aus. Das Gesamtsystem &amp;quot;erzittert&amp;quot; aus undefinierten Winkelgeschwindigkeiten der Schwenkachsen!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Probleme äußerer Singularität minimieren sich, wenn die den Singularitätspunkt einschließenden Achswinkel benachbarter Sollbahnpunkte gegen 0 gehen. Maßgebend für den Bahnfehler aus &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; ist der kleinere beider Winkel. &lt;br /&gt;
* Werte um +/- 3° sind meist unproblematisch (cos 3° = 0,99863). &lt;br /&gt;
* Liegen die Sollbahnpunkte rein visuell innerhalb o.g. Grenzen, werden jedoch als mech. Endlagenwerte erreicht (z.B. -179° / + 178°), so führt die Ist-Bahn über einen parasitären (nahezu) Vollkreis von 357° mit einer um 180° versetzten, negativer Stecklage! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Segen der Singularität ===&lt;br /&gt;
Wenngleich Singularität mitunter als Horror-Szenario der Robotik diffamiert ist, kann sie – bewußt eingesetzt – durchaus hilfreich sein. Ohne Einfluß auf die TCP- Position oder End-Effektor Orientierung ist die &amp;quot;Streck- bzw. Überschlagslage&amp;quot; äußerer Singularität ebenso nutzbar wie die innere Singularität fluchtender Dreh-Drehachsen:&lt;br /&gt;
* zu einer bewußten Um-Orientierung der Achs-Vektoren, um ein Hindernis zu umfahren &lt;br /&gt;
* um Drehachsen aus dem Grenzbereich ihres maximalen Drehwinkels &amp;quot;zurückzudrehen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die RoBo-mac Algorithmen beherrschen das &amp;quot;Problem&amp;quot; recht souverän, mehr hierzu im User-Manual sowie dem Video: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inverse Parallel-Kinematik ==&lt;br /&gt;
Die Algorithmen der beschriebenen Bewegungsstrategien erwarten, daß die Vektorlagen der Dreh- und Schwenkachsen &amp;quot;im überbestimmten Bereich&amp;quot; untereinander im rechten Winkel stehen. Die Schwenkachsen zwischen Schulterpunkt und Ellbogen bzw. dem Übergangspunkt &amp;quot;Arm/Handgelenk&amp;quot; bewegen sich somit in parallelen Ebenen. Die An- und Abtriebsachsen A/B bzw. G/H dürfen Drehachsen sein. Diese Parallel-Kinematik erreicht jeden beliebigen Raumpunkt (XYZ). Die absoluten Positionierfehler des RoBo-mac Algorithmus liegen unter 1/10.000 mm, meist in einer Größenordnung 10&amp;lt;sup&amp;gt;-5&amp;lt;/sup&amp;gt; bis 10&amp;lt;sup&amp;gt;-6&amp;lt;/sup&amp;gt; mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inverse Schief-Kinematik ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Parallel-Kinematik stehen die Vektoren &amp;quot;im überbestimmten Bereich&amp;quot; nicht senkrecht, sondern schiefwinklig zu einander. Die Bewegungsebenen der Achsen liegen somit ebenfalls ''nicht parallel'', sondern stehen zu einander ''schief''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits bei paralleler Kinematik ist die Bewegungsvielfalt aus kinematischer Überbestimmung – wenngleich nicht unendlich, so doch nahezu unermeßlich. Für die Schief-Kinematik steigt der Rechenaufwand nochmals – und führt in wahrnehmbare Rechenzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich könnten die sich &amp;quot;in schiefen Ebenen&amp;quot; bewegenden Arme per Winkeltransformation in das mathematisch gut beherrschbare 2D-Modell paralleler Kinematik überführt werden; jedoch ist eine Rücktransformation wegen der sich aus der Transformation geänderten Winkel-Beziehungen nicht mehr direkt möglich (vgl. vierte und fünfte Erkenntnis). Vor diesem Hintergrund arbeitet der RoBo-mac Gelenkbaukasten ggf. mit 3D-Näherungsalgorithmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Näherungsalgorithmen haben stets einen Gültigkeitsbereich, der hier von Start- &amp;amp; Zielposition sowie der Bewegungsstrategie abhängt. Nicht jede Zielposition ist aus jeder Startposition erreichbar, ggf. muß die Bewegungsstrategie geändert bzw. die Startposition im Rahmen der Bahnoptimierung (Interaktiver Prozeß) zuvor korrigiert werden. Der Gültigkeitsbereich bildet sich aus Schnittmengen vorgenannter Parameter. Ein &amp;quot;Watchdog&amp;quot;Algorithmus überwacht, daß sich die Näherungsalgorithmen im Gültigkeitsbereich bewegen; - ggf. generiert er eine ''Fehlermeldung &amp;amp; Korrekturempfehlung''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der RoBo-mac Gelenkbaukasten &amp;quot;prüft auf Vektorlage&amp;quot; ob der rechenintensive Schief-Algorithmus erforderlich wird oder der schnellere Parallel-Algorithmus geeignet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Linearität und Oberwelle =&lt;br /&gt;
Die beschriebenen Bewegungsstrategien verbinden die Bahnstützpunkte. Wenngleich der Positionierfehler des RoBo-mac Algorithmus unter 1/10.000 mm liegt, so ist der Bahnverlauf zwischen den Stützpunkten mathematisch unbestimmt: &lt;br /&gt;
* Bestimmt wird die Bewegungs-Kinematik zwischen den Bahnstützpunkten durch die Knickarm-Mechanik: Die Rest-Welligkeit einer linearen Bahn hängt dabei (auch) von deren relativen Lage im Arbeitsbereich der Knickarme ab.&lt;br /&gt;
* Linearität versteht sich in diesem Zusammenhang nicht nur als Linie/Gerade, sondern als lineare Umsetzung Soll/Ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: So, wie bei der CNC-Fräse ein Kreis - infinitesimal betrachtet - aus einer Vielzahl von geraden Segmenten besteht, so basiert beim Knickarmroboter die Bahn auf Kreiselementen. Soll eine lineare Bewegung des TCP / Endeffektors erreicht werden, so sind hieran eine Vielzahl von überlagerten Kreisbewegungen beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gedankenexperiment ==&lt;br /&gt;
Wenngleich die folgende Betrachtung für jede Soll-Kurve gilt, vereinfachen wir sie im Beispiel auf eine Gerade.&lt;br /&gt;
* Mit einer Geraden sollen 2 gegenüberliegende Punkte auf der Peripherie des Roboter-Arbeitsbereiches verbunden werden.&lt;br /&gt;
* Hieran beteiligt ist in jedem Fall die Hauptdrehachse A/B; sie beschreibt einen Kreisbogen. Um diesen zu glätten wird der Knickwinkel zwischen den Armen während der Dreh-Bewegung 'A/B' zunächst reduziert und danach wieder erhöht. &lt;br /&gt;
* Erzeugt wird die Winkelarmbewegung über Motore. Konstant kann deren Winkelgeschwindigkeit nicht sein, denn zumindest der Knickarm Motor muß eine Hin- und Herbewegung durchführen. &lt;br /&gt;
* Kreisbewegungen lassen sich auf sin/cos Komponenten zurückführen. Soll die CNC-Portal-Fräse einen Kreis herstellen, so arbeitet sie nicht &amp;quot;wie ein Zirkel&amp;quot;, sondern auf Basis linearer (xy-paralleler) Bewegungen mit sin/cos Geschwindigkeitsprofil. Gleichsinniges – nur umgekehrt – gilt für die Knickarme. &lt;br /&gt;
* Nehmen wir an, unsere Gerade läge parallel zur X-Achse, wir betrachten (Weltkoordinatensystem) aus Z-Richtung: &lt;br /&gt;
: Bei konstanter Drehgeschwindigkeit des Antriebs 'A/B' bewegt sich die Projektion der Drehung zunächst langsam, in der Mitte schneller, zum Ende wieder langsam – also sinus-konform. Um den Kreisbogen in eine Parallele zur X-Achse zu zwingen wird in erster Näherung eine überlagerte Sin-förmige Bewegung des Knickwinkels zwischen den Armen erforderlich. Diese Winkelbewegung kompensiert aber nicht nur wie gewünscht die Z-Komponente der Kreisbahn (Achse 'A/B'), sondern bringt eine ungewünschte Y-Komponente ein, die ebenfalls kompensiert werden muß - es wird also etwas komplexer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Murphys Gesetz der größten Gemeinheit ist die die Knickarm-Bewegung auch noch unsymmetrisch, da die Gerade nicht durch den Roboter-Nullpunkt führen kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Festzuhalten ist:'''&lt;br /&gt;
* Um mit Knickarm-Kinematik eine Gerade zu erzeugen, wird nicht nur die Überlagerung mehrerer Winkelbewegungen erforderlich. &lt;br /&gt;
* Die Winkelgeschwindigkeit aller Knickarme unter-/ gegeneinander muß sich hierbei kontinuierlich  ''nicht linear''  ändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen:&lt;br /&gt;
: Eine Bahnsteuerung verbindet 2 Stützpunkte mit einer beliebig komplexen Anzahl von Bewegungskomponenten (der RoBo-mac Multi-Achs-Controller beherrscht 8 Achsen). Die Achsen arbeiten hierzu mit individueller – aber zwischen den Stützpunkten konstanter Winkel-Geschwindigkeit. Bei achsparallelen Systemen (CNC-Portalfräse) führt dies in lineare Bewegungen, bei Knickarm-Systemen in bogenförmige. Die sich ergebenden Oberwellen sind Mechanik-spezifisch.&lt;br /&gt;
* Es wird also eine hohe Auflösung der Bahn mit hoher Stützpunktzahl erforderlich, um die Winkelgeschwindigkeiten &amp;quot;quasi kontinuierlich&amp;quot; gegeneinander verändern zu können &lt;br /&gt;
: - und so die Sollbahn &amp;quot;Oberwellen arm&amp;quot; zu realisieren.  &lt;br /&gt;
* Dies gilt nicht nur für eine Gerade, sondern für alle Bewegungsprofile, die nicht auf die simple Kreisbahn einer Achse zurückzuführen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit: &lt;br /&gt;
* Nur eine hohe Auflösung der Soll-Bahn ermöglicht eine &amp;quot;Oberwellen arme&amp;quot; Ist-Bahn. &lt;br /&gt;
:- Der RoBo-Mac Bahngenerator erzeugt Bahnen mit beliebig geringer Schrittweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Bézier Kurven &amp;amp; Bahngenerator =&lt;br /&gt;
Der Bahngenerator des Baukastens erzeugt ein Soll-Bahnprofil aus frei wählbaren Stützpunkten. Liegen die Stützpunkte (zu-) weit auseinander, beispielsweise um Pick &amp;amp; Place Punkte miteinander zu verbinden, so kann dies im Ergebnis in eine &amp;quot;wenig kontinuierliche Bewegung&amp;quot; des TCP führen. Die Bewegungsbahn weist Knickstellen auf, mathematisch wird dies als nicht stetige Änderung der Bahn-Krümmung beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bézier Kurven können Ihre Krümmung stetig ändern'''&lt;br /&gt;
Mit nur 4 &amp;quot;Steuerpunkten&amp;quot; lassen sich die erstaunlichsten Kurven formen: &lt;br /&gt;
* Zwei dieser Steuerpunkte liegen auf der Bahn, - nein, die Bahn entspringt und endet hier, &lt;br /&gt;
* die anderen Beiden liegen außerhalb der Bahn. Sie bestimmen deren &amp;quot;Freiform&amp;quot;  mit ihrer stetig geänderten Krümmung. Diese beiden Steuerpunkte werden auch als &amp;quot;Anfasser&amp;quot; (engl. Handle) bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Verbindet man die Anfasser mit &amp;quot;ihrem&amp;quot; Ursprungspunkt der Kurve so erhält man eine Art &amp;quot;Joy-Stick&amp;quot; – mathematisch eine Strecke, die im Einlaufpunkt zugleich Tangente der Bèzier Kurve ist. Die Kurve folgt diesen Anfassern. Sie läuft einerseits tangential ein, andererseits bestimmt die Länge der Anfasser Kurvenlänge und Kurvenkrümmung.&lt;br /&gt;
* Beide Anfasser haben Wirkung auf die Gesamtkurve, jedoch ist die Wirkung auf den jeweils tangential einlaufenden Kurverbereich größer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bézier Kurven haben also die wunderbare Eigenschaft nicht nur 2 Punkte zu verbinden:&lt;br /&gt;
* Liegen die Anfasser in der Vektor-Orientierung einer anderen, anschließenden Kurve oder Geraden – beispielsweise den Pick &amp;amp; Place Vektoren so gehen beide Kurven nahtlos ineinander über. Anders ausgedrückt: &lt;br /&gt;
* Zwei gegebene Bahn-Segmente, können durch Bézier-Splines &amp;quot;glatt&amp;quot; verbunden werden. &lt;br /&gt;
Entwickelt wurde die Mathematik, in der französischen Automobilindustrie Ende der 1950-iger, um &amp;quot;intuitiv schöne Kurven&amp;quot; zu generieren. Paradebeispiel ist der Citroen DS, den Casteljau mit einer anderen, jedoch ergebnisgleichen Mathematik entwickelte. Hintergrund Know-how zu Bézier und Casteljau unter:   [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]]. Hier finden Sie auch die Spline-Theorie zu anderen Kurven sowie eine Studie mit dem Excel-Quellcode zu Bézier und Hermite, - letztere ist für unsere Aufgabe völlig ungeeignet! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; trotzdem ist die eigentliche Kurve, wenngleich exakt reproduzierbar manuell nur schwer beherrschbar. Allein die Kombination aus unterschiedlichen Anfasser-Längen führt in eine unendliche Kurvenvielfalt. &lt;br /&gt;
* Wird die Anfasser-Länge gleich '0', so wird auch die tangentiale Einlauflänge der Kurve gleich '0', die Kurve knickt ab. &lt;br /&gt;
* Werden die Anfasser &amp;quot;länger&amp;quot;, so wird dies auch die Kurve. Je nach Winkellage der Anfasser kann sie sich vom &amp;quot;Hufeisen&amp;quot; über ein spitzwinkliges Dreieck zur &amp;quot;Schleife&amp;quot; wandeln.&lt;br /&gt;
* Sie wird jedoch nie über die von den 4 Steuerpunkten begrenzte Fläche hinauskragen, - das macht sie so sympathisch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der RoBo-Mac Bezier Generator errechnet aus den zu verbindenden Bahnsegmenten zunächst trigonometrisch die Winkellage der Tangenten. Aus Tangenten sowie dem Abstand der Bahn-Segmente bestimmt er &amp;quot;geeignete&amp;quot; Anfasser-Längen. Diese Zusammenhänge sind nicht linear, ich habe sie in o.g. Studie mit dem Excel-Quellcode offengelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mathematisch betrachtet lassen sich mit Bézier lediglich Ovale, jedoch keine &amp;quot;echten&amp;quot; Kreise und Ellipsen erzeugen. Die Abweichungsfehler sind abhängig vom Öffnungswinkel der Tangenten. Für Winkel unter 90° liegen sie im 1/10 Promille-Bereich, für einen Halbkreis hingegen im Prozent-Bereich. Aus 3 cascadierten Bézier-Splines (s.u.) läßt sich bereits ein nahezu exakter Vollkreis formen (Radius Standardabweichung &amp;lt; 0,6 Promille).&lt;br /&gt;
* Mit dieser Einschränkung lassen sich tangential einlaufende Kreis- bzw. Ellipsen-ähnliche Segmente und natürlich Parabeln in beliebiger 3D-Lage gut realisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3D-Bézier ==&lt;br /&gt;
Die klassische Bézier Kurve liegt 2 dimensional in der Ebene. Es liegt nun nahe, die im 3D Raum liegenden Tangenten der zu verbindenden Bahnsegmente per Winkeltransformation in die Ebene zu drehen, die Kurve zu berechnen und das Ergebnis zurück zutransferieren. Mit der Tangente eines Bahnsegments ist dies gewiß möglich. Das andere wird realistisch betrachtet jedoch wohl kaum in dieser Ebene liegen. Wir brauchen also eine Lösung die allgemeingültig beliebige Vektororientierungen im 3D Raum verbindet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Projiziert man die Tangenten der zu verbindenden Bahnsegmente in die Ebenen des XYZ Koordinatensystems, so erhält man 3 Vektorpaare und mithin 3 Bézier Kurven. Diese 3 Kurven lassen sich zu einer gemeinsamen überlagern, die einen &amp;quot;glatten&amp;quot; Übergang in die Vektoren der zu verbindenden Bahnsegmente bietet. Die Tangenten dieser Bahnsegmente können hierbei weitestgehend beliebig im 3D Raum orientiert sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bézier Bahngenerator errechnet die Tangentenorientierung aus der Raumpunkt Differenz der beiden jeweils letzten Stützpunkte am Ende/Anfang der zu verbindenden Segmente. Wenngleich der Algorithmus die Problematik &amp;quot;Division durch 0&amp;quot; beherrscht, sollten mindestens 2 von 3 Differenzwerten (X/Y/Z) den Betrag von 'einigen Zehntel' aufweisen. Werden 2 Differenzwerte &amp;quot;0&amp;quot; so kann dies in sehr unerwartete Kurven führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bézier &amp;quot;Wunschbahn&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Bézier Kurven laufen hoch präzise in ihren eigenen Tangentenpunkt ein; die Kurve selber ist, wenngleich exakt reproduzierbar jedoch nur bedingt auf eine &amp;quot;exakte Wunschbahn&amp;quot; zu bringen. Muß die Bahn präzise über einen oder mehrere Raumpunkte geführt werden, so wird sie in Segmentabschnitte geteilt. Mehrere Bézier Kurven verbinden diese Raumpunkte als &amp;quot;Cascadierter Spline&amp;quot;. CAD/CAE Systeme arbeiten auf dieser Technologie-Basis. Vgl. [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] . Je Raumpunkt bestimmt ein Stützpunkt-Paar die Orientierung der ein- und auslaufenden Kurve. Ab 3 Raumpunkten läßt sich mit Bézier ein nahezu exakter Vollkreis, ab 4 Raumpunkten eine Ellipse oder Spirale formen, der Näherungsfehler liegt wie beim Kreis im 1/10 Promille Bereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bézier-Kreise, Ellipsen &amp;amp; Spiralen ==&lt;br /&gt;
Steht der Roboter im Zentrum des Kreises, so ist es keine besondere Aufgabe, ihn einen Kreis beschreiben zu lassen – jede Drehmaschine arbeitet nach diesem physikalischen Prinzip! &lt;br /&gt;
Liegen Kreise jedoch asymmetrisch zu den kinematischen Achsen, so wird es interessant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen inzwischen, daß die Anfasser einer Bézier-Kurve außerhalb der Kurve auf deren Tangente liegen. Im Sinne einer einfachen, intuitiven Bedienerführung liegt den Algorithmen des RoBo-mac Bézier Generators jedoch die Philosophie zugrunde, die Anfasser-Orientierung direkt aus der eigentlichen Kurve zu berechnen. Wir suchen also Punkte der Bewegungsbahn, aus denen die Orientierung der Anfasser ableitbar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer die Punkte auf der Kreisbahn auch liegen: Verbindet man sie mit einer Geraden, so wird sich keine Tangente, sondern eine Sekante bilden. Theoretisch könnten an Stelle der &amp;quot;90° Punkte&amp;quot; eines Kreises 2 eng benachbarte Punkte die Sekante bestimmen – die im Grenzfall in eine Tangente übergeht. Für eine Zeichnung mag dies durchaus ausreichend sein. Soll die Bahn jedoch dynamisch durchlaufen werden, so führt dies unweigerlich in eine nahezu schlagartige Unterbrechung der durch die Stützpunktweite bestimmten Winkelgeschwindigkeit – bei einfachen Bahnsteuerungen &amp;quot;ruckt&amp;quot; der Arm! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legt man den Stützpunkt hingegen ins Abstandsraster der übrigen Bahnpunkte, so ist dieses Dynamik-Problem eliminiert, allerdings klaffen jetzt Sekante und die zu suchende Tangente weit auseinander: &lt;br /&gt;
* Der Winkelfehler zwischen Sekante und gesuchter Tangente ist jedoch leicht korrigierbar: - Er beträgt ''= ½ Öffnungswinkel des durch die Sekante bestimmten Kreis-Segments''. &lt;br /&gt;
* Der Winkel des so korrigierten Bézier-Kreis Segmentes reduziert sich entsprechend.&lt;br /&gt;
Im Ergebnis setzen sich die Stützpunkte des Kreises aus den &amp;quot;90° Punkten&amp;quot;, den korrespondierenden Sekanten-Punkten und den zwischen beiden liegenden Bézier-Punkten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klingt etwas komplex. &lt;br /&gt;
In der Tat, der Rechenaufwand übersteigt den der klassischen Mathematik. Zu den oben beschriebenen Bézier-Kreis Algorithmen kommt bei Ellipsen und Spiralen weiterer Korrekturbedarf der Tangentenwinkel hinzu:&lt;br /&gt;
* Die &amp;quot;archimedische&amp;quot; Spirale ändert Radius und Steigung kontinuierlich mit ihrem Drehwinkel. Im Ergebnis führt dies zu einem mit zunehmender Windungszahl abnehmenden Steigungswinkel. Radius und Tangente einer Spirale stehen nie senkrecht aufeinander.&lt;br /&gt;
* Es gibt eine Vielzahl ausgesprochen interessanter Verfahren, Ellipsen zu erzeugen - das Internet ist voll hiervon! Eine der mathematischen Betrachtungsweisen ist die, daß sich der Radius während einer Drehung 2 mal verkürzt bzw. verlängert. Im min/max Punkt des Radius steht die Ellipsen-Tangente senkrecht zum Radius – aber nur hier!&lt;br /&gt;
Wenngleich mich der Gedanke faszinierte, all dies auf Bézier Basis zu generieren, habe ich mich für die klassische Mathematik entschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fazit'''&lt;br /&gt;
* Bézier ist großartig wenn Tangenten verfügbar sind; müssen Sie jedoch aus Mittelpunktslagen errechnet werden, so ist die klassische Berechnung eindeutig im Vorteil. Zu dieser Erkenntnis bin ich gelangt, als ich RoBo-mac den Weg durch das ''Labyrinth von Chartres'' gezeigt habe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=''Labyrinth von Chartres'' =  &lt;br /&gt;
Zunächst meinen herzlichen Dank Herrn Erwin Reißmann für die Koordinaten der Wende- und Radienwechsel Punkte des Labyrinths. Aus diesen 70 Konstruktionspunkten hat der Bahngenerator in den beschriebenen Technologien zunächst die Laufbahn errechnet; in Inverser Kinematik ist hieraus die Winkelberechnung der Gelenkarme entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ausgewiesener Experte antiker Labyrinthe zeigt Reißmann in seinem Blog u.a. das Labyrinth von Chartres und hier die Verlegung des Ariadnefadens durch RoBo-mac. https://bloggermymaze.wordpress.com/2018/12/30/ein-roboter-zeichnet-den-ariadnefaden-im-labyrinth-von-chartres/ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:CNC+RoBo Labyrinth Chartres 06.gif|300px|right|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Klicken Sie die Grafik für eine Fahrt durch das Labyrinth!'''&lt;br /&gt;
: Die GIF-Grafik zeigt lediglich einen Teil der Labyrinth-Fahrt, die vollständige Fahrt ist Bestandteil des Download-Demopaketes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei 34 Mittelpunkten besteht die Bahnkurve des Labyrinths aus 64 unterschiedlichen Kreissegmenten und wenigen Geraden mit jeweils tangentialem Übergang. Die im Beispiel generierte Labyrinth Bahn wird  mit ca. 950 Bahnpunkten beschrieben, zentrische Kreissegmente werden mit größerer Schrittweite als nicht zentrische durchlaufen (vgl. Oberwelle). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Labyrinthfahrt erfordert eine Drehwinkelfreiheit der Hauptachse A/B von rund 360°. Der Roboterarm steht jedoch zunächst senkrecht in 'Home-Position' (Mittelstellung 0° +/- 180°). Vor Eintritt in das Labyrinth dreht er über eine 3D-Bezierkurve in die 'Startposition Labyrinth'. Beteiligt sind die Hautachse A/B mit rund 170° Drehwinkel sowie die Gelenkarme. In 'Home-Position' zeigt der den 'End Effector' führende Arm G/H senkrecht nach oben, bei Eintritt in das Labyrinth steht er absolut senkrecht zur Bewegungsebene und zeigt nach unten. &lt;br /&gt;
- Er hat während des Durchlaufens der Bezier-Kurve seine Orientierung von zunächst ''senkrecht nach oben''  in  ''senkrecht nach unten '' gewechselt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grundsätzlich wird es nur möglich, Positionierung und Orientierung im 3D Raum ohne Einschränkung frei zu wählen, wenn mindestens 2 x 3 Freiheitsgrade  (Arm: X/Y/Z) und (Handgelenk: U/V/W) mechanisch vorhanden und ohne gegenseitige Beeinflussung ansteuerbar sind. &lt;br /&gt;
* Wird lediglich eine senkrechte Ausrichtung des Endeffektors erforderlich, so bietet RoBo-mac für Roboter &amp;quot;ohne Handgelenk&amp;quot; durch entsprechende Gegendrehung der Achsen mit den Bewegungsstrategien 6 und 7 eine einfache Lösung (näheres hierzu im  'Kochbuch Inverse Kinematik'). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Bewegungsfehler im 1/10 Promille Bereich wird diese senkrechte Orientierung während des gesamten Labyrinth Durchlaufs beibehalten. Gegen Ende der Fahrt weicht die Hauptachse in Portal Kinematik zurück, um dem End Effektor die kollisionsfreie Anfahrt der Null-Koordinate zu ermöglichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=Kollision=&lt;br /&gt;
Inverse Kinematik und Überbestimmung bedeuten auch, daß der Roboterarm mit sich selbst oder seiner &amp;quot;Umwelt&amp;quot; kollidieren kann. Theoretisch kann jede beliebige Stelle jedes einzelnen Roboter-Arms kollidieren; die Anzahl der Kollisionspunkte ist zwar nicht unendlich aber nahezu unermeßlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die präzise Kollisionsvorhersage ist ein hochkomplexes Thema, es gibt mehrere theoretische Ansätze. Grundlagen hierzu in der Diplom-Arbeit v. Dominik Henrich unter  https://kluedo.ub.uni-kl.de/frontdoor/index/index/docId/1029 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Vorhersage werden Roboter-Geometrie und Umwelt als mathematisches &amp;quot;Drahtmodell&amp;quot; erfaßt und &amp;quot;Kollisionsvektoren&amp;quot; gespannt. Einerseits nimmt für feine Drahtmodelle der Modellierungsaufwand Größenordnungen visueller Bilderzeugung an, andererseits die Anzahl möglicher – wenngleich ähnlicher - Kollisionsvektoren exponentiell zu. An Stelle eines feinen Drahtmodells wird daher meist nur die wesentliche Kontur mit leicht zu berechnenden Körpern (Kugel, Zylinder, Quader etc.) nachgebildet, um so den Rechenaufwand erträglich zu halten. Ein zusätzlicher &amp;quot;Filter-Algorithmus&amp;quot; selektiert vor der eigentlichen Vektoranalyse die jeweils potentiellen Kollisionspunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Roboter-Arbeitsbereiches besteht keine Kollisionsgefahr. Der Arbeitsbereich wird deshalb mit einer Umhausung von der Umwelt abgetrennt, die die potentiellen Kollisionspunkte auf den Zugriffsbereich des TCP minimiert. Üblicher Weise sind die Umwelt-Kollisionspunkte innerhalb des Arbeitsbereiches starr / unbewegt. Die Kollision eines Roboters mit seiner gekapselten Umwelt ist somit verhältnismäßig leicht zu vermeiden. Deutlich komplexer ist die Kollisionsprognose eines Gelenkarm-Roboters &amp;quot;mit sich selbst&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Bei der ''Eigenkollision'' bewegen sich die Arme aufeinander zu; die Komplexität erhöht sich exponentiell mit Zunahme des Freiheitsgrades. &lt;br /&gt;
: Eigenkollision kann bei SCARA-Roboter konstruktiv vollständig ausgeschlossen werden, da sich die  Arme in verschiedenen Ebenen bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==RoBo-mac Kollisionsprognose==&lt;br /&gt;
Der RoBo-mac Gelenkbaukasten fokussiert auf die ''Vermeidung von Eigenkollision'', er kombiniert eine Filter-Analyse mit der Möglichkeit visueller Kontrolle aus beliebiger Perspektive. Der Algorithmus spannt virtuell um jede Armachse einen mit einer Halb-Kugel abgeschlossenen Zylinder und prüft die anzufahrende Zielkoordinate auf Durchdringung &amp;quot;verbotener Räume&amp;quot;. &lt;br /&gt;
* Auskragungen im Antriebsbereich werden nicht getrennt modelliert, sondern sollten durch Wahl eines geeigneten Zylinder-Radius von diesem abgedeckt werden. &lt;br /&gt;
* Die Grenzen des Algorithmus liegen darin, daß nicht die eigentliche Bahnbewegung zwischen den Stützpunkten, sondern lediglich der Zielpunkt überwacht wird. Theoretisch kann eine zu große Schrittweite der Stützpunkte so dazu führen, daß ein Kollisionspunkt übersprungen und nicht detektieret wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Von der Theorie zur Praxis =&lt;br /&gt;
Hier der Link zum Praxis orientierten Teil 2. [[Inverse Kinematik 2 – Praxis]]. Besprochen werden u.a. &lt;br /&gt;
* die Kinematik ''auf Portal verfahrbarer''  Knickarm-Roboter, &lt;br /&gt;
* ein 3D-Bahngenerator und kinematische Strategien, trotz ''Überbestimmung''  aus der &amp;quot;Sollbahn&amp;quot; geeignete Winkel der Knickarme zu errechnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Weblinks=&lt;br /&gt;
* Den ''Mathematischen 3D Gelenk-Baukasten für Rotations- &amp;amp; Teleskope-Achsen'' erhalten Sie im Download als ''kostenloses Test-Paket'' direkt von meiner Website:  http://www.cnc-mac.de/html/download.html.&lt;br /&gt;
* Was der Baukasten kann, zeigt das Video &amp;quot;Inverse-Kinematik_Robotic-Simulation&amp;quot;; es besteht aus mehr als 3.000 Frames - das sprengt alles; daher in YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=MJbAxZ3Iuio&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevor ich mich auf Kinematik und die Mathematik der Spline &amp;amp; Bezier-Welt vgl.:  [[Bezier, Hermite &amp;amp; Spline Interpolation]] &amp;amp; [[Bézier und die Kettenlinie]] stürzte, habe ich mich mit Antriebstechnik beschäftigt. Hier im RoboterNetz finden Sie &lt;br /&gt;
* [[Stepmotore und deren Ansteuerung]]&lt;br /&gt;
* [[Servomotore und deren Ansteuerung (1)]] sowie  [[Servomotore und deren Ansteuerung (2)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr dazu unter &lt;br /&gt;
* [http://www.cnc-mac.de/html/hardware.html RoBo-mac]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies muß getestet werden, ich habe hierzu OKTAVIAX, den Acht-Achser entwickelt; unter &lt;br /&gt;
  http://www.youtube.com/watch?v=TT344LsOnuY &lt;br /&gt;
macht er ein Tänzchen (''Bitte Lautsprecher einschalten'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NLB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Robotikeinstieg]]&lt;br /&gt;
[[Category:Mechanik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Praxis]]&lt;br /&gt;
[[Category:Grundlagen]]&lt;br /&gt;
[[Category:Motoren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Microcontroller]] &lt;br /&gt;
[[Category:Elektronik]]&lt;br /&gt;
[[Category:Software]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>NLB</name></author>	</entry>

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